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Gestern, 11:23

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

„Tragödie“, Lied III

Auf ihrem Grab, da steht eine Linde, Drin pfeifen die Vögel im (Heine: und) Abendwinde, Und drunter sitzt, auf dem grünen Platz, Der Müllersknecht mit seinem Schatz. Die Winde, die wehen so lind und so schaurig, Die Vögel, die singen so süß und so traurig: Die schwatzenden Buhlen, die werden stumm, Sie weinen und wissen selbst nicht warum. Bei diesem Gedicht wird vollends klar, dass es sich bei der Trilogie mit dem Titel „Tragödie“ um einen bewusst so angelegten lyrischen Zyklus handelt. Es schl...

Sonntag, 15. Juli 2018, 17:06

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

Zu Pfitzners Musikästhetik

Betr.: Die von Alfred Schmidt hier eingebrachte Frage eines Lesers: „In meinen Erinnerungen will es mir scheinen, als hätte ich irgendwo gelesen, dass Hans Pfitzner einmal gesagt habe, dass Musik sich aus Tönen und Rhythmen zusammen setze, die Form sie aber zur Kunst mache“ Pfitzner hätte das – vermutlich – so nicht formuliert, aber in ihrem Kern entspricht diese Auffassung seiner Musikästhetik. Nur ist diese, da stark von Schopenhauer beeinflusst, ein wenig komplexer. Zugrunde liegt ihr das The...

Samstag, 14. Juli 2018, 12:00

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

Robert Schumann und Heinrich Heine. Eine künstlerische Begegnung und ihre liedmusikalischen Folgen

Hier, wie angekündigt, ein Link zu der Interpretation dieses zweiten Liedes von "Tragödie" durch Dietrich Fischer-Dieskau:

Samstag, 14. Juli 2018, 11:35

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

"Tragödie", Lied II

Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht, Er fiel auf die zarten Blaublümelein: Sie sind verwelket, verdorret. Ein Jüngling hatte ein Mädchen lieb; Sie flohen heimlich von Hause fort, Es wußt' weder Vater noch Mutter. Sie sind gewandert hin und her, Sie haben gehabt weder Glück noch Stern, Sie sind verdorben, gestorben. Heine hat diesen Versen die Anmerkung vorangestellt: „Dieses ist ein wirkliches Volkslied, welches ich am Rheine gehört“. Ob es sich tatsächlich um ein solches handelt, oder eher u...

Freitag, 13. Juli 2018, 19:31

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

Sommerthema: Ohrwürmer in der Popmusik

Schön, dass Du hier auf Cat Stevens verwiesen hast, lieber MDM. Wenn ich oben - anlässlich von Harry Belafonte- davon sprach, dass Pop-Musik dem heutigen Menschen als Form, in der sich Musik artikuliert und präsentiert, durchaus etwas zu sagen hat, so ist Cat Stevens ein gutes Beispiel dafür. Dabei finde ich es besonders bemerkenswert, dass es gerade der liedhafte, stark auf Melodik ausgerichtete Gestus ist, den er kompositorisch bevorzugt, der seiner Musik eine solch starke Ausdruckskraft verle...

Freitag, 13. Juli 2018, 17:27

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

Gitarre - mon amour

Zit: "...ich habe mich in diesem Thread (…) in Richtung auf "auch Laute" weiterentwickelt " Und hast gut daran getan, lieber m-mueller, wenn ich mir diese Bemerkung erlauben darf. Auf diese Weise kam nicht nur eine literarische Bereicherung in Deinen Thread - der bislang für mich einen großartigen musikalischen Gewinn mit sich brachte - , sondern auch eine klangliche, - durch den wesenhaft warmen Lautenton, der den jeweiligen musikalischen Werken einen ganz eigenen Reiz abzugewinnen vermag. Ich ...

Donnerstag, 12. Juli 2018, 17:25

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

Robert Schumann und Heinrich Heine. Eine künstlerische Begegnung und ihre liedmusikalischen Folgen

Vielleicht hätte ich, so denke ich jetzt, nachdem ich, lieber Christian, Deinen - übrigens mein Herz erfreuenden - Kurzkommentar zu diesem Thread gelesen habe, doch zu den einzelnen hier besprochenen Liedern einen Link zu einer Aufnahme davon einstellen sollen, damit Leser, die über keine solche davon zur Verfügung - oder gerade nicht zur Hand - haben, nicht lange im Internet suchen müssen, wenn sie mit- oder nachhören möchten. Nun ist es ja eigentlich fast zu spät dafür, stehen doch nur noch we...

Mittwoch, 11. Juli 2018, 17:31

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

Robert Schumann und Heinrich Heine. Eine künstlerische Begegnung und ihre liedmusikalischen Folgen

Weil Du mich fragst, lieber La Roche, ob Du mit einem anderen Lied hättest beginnen sollen: Nein, das finde ich gar nicht. Gerade weil Dich Heines "Armer Peter" angesprochen hat, ist es höchst sinnvoll, diesen lyrischen Text zu wählen, um Zugang zu Schumanns Liedmusik darauf zu finden. Du kannst dann nämlich der Frage nachgehen, was Du an den Bildern, die sich in Dir von dieser Gestalt eingestellt haben, und was von den Gedanken und Emotionen, die Du mit bestimmten lyrischen Aussagen verbindest,...

Mittwoch, 11. Juli 2018, 11:30

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

Robert Schumann und Heinrich Heine. Eine künstlerische Begegnung und ihre liedmusikalischen Folgen

Es freut mich sehr, lieber La Roche, dass ich gerade Dich, einen geschätzten Tamino-Gesellen, mit meinen Einlassungen auf Schumanns Heine-Lieder an Deine frühen Begegnungen mit diesem großen Dichter erinnert und Dich auf diese Weise gleichsam zu ihm zurück geführt habe. Die „kleine Geschichte“, die Du diesbezüglich hier erzählst, hat mich nachdenklich gestimmt. Ausgerechnet Heine, der lange Zeit als „undeutscher“ Dichter verunglimpft und in seiner literarischen Größe und Bedeutung völlig verkann...

Dienstag, 10. Juli 2018, 11:38

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

„Tragödie“, op.64, Nr.3

Für diese dreiteilige Komposition hat Schumann den Titel übernommen, den Heine über die drei Gedichte gesetzt hat: „Tragödie“. Er stieß auf diese Heine-Verse im „Taschenbuch für Damen“ aus dem Jahre 1821, das Clara ihm zu Weihnachten 1840 schenkte. Zunächst hat er wohl daraus eine Komposition für zwei Solo-Stimmen und Orchester gemacht. Jedenfalls findet sich im Ehetagebuch zum November 1841 der Eintrag: „Mein erster Versuch von Gesangscomposition mit Orchester“. Er merkte aber dazu an: „Noch ni...

Dienstag, 10. Juli 2018, 11:25

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

Ein großer Sänger spricht Klartext

Zit. Rheingold1876: "Nachdem ich mir das Interview auch angehört und angesehen habe, bin ich erstaunt und erfreut zugleich, im Regisseur Bernd Weikl einen Vertreter des hier oft gescholtenen so genannten Regietheaters gefunden zu haben. Das hatte ich so nicht erwartet" Entschuldige bitte, lieber Rheingold, aber eben tust Du dem guten Herrn Weikl unrecht! Darf ich Dir noch einmal zitieren, was er gesagt hat? Der Interviewer hält ihm vor: „Sie sind kein Vertreter erzkonservativer Inszenierungen, i...

Samstag, 7. Juli 2018, 17:34

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

Sommerthema: Ohrwürmer in der Popmusik

Zit. musikwanderer: "Es hat mich erstaunt, dass mir bei der Suche nach Ohrwürmern aus längst vergangenen Tagen doch eine ganze Reihe von Künstlern aus dem Bereich der so genannten 'U-Musik' in die Erinnerung zurückkamen. " So ging es mir auch, lieber musikwanderer, und das macht für mich den Reiz dieses von Alfred gestarteten Sommer-Threads aus. Insofern stimme ich Dir zu, lieber chrissy, wenn Du ganz begeistert von einer "tollen Idee" sprichst. Ich bin kein wirklicher Pop-Musik-Hörer oder gar -...

Samstag, 7. Juli 2018, 11:35

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

„Belsatzar“, op.57

Die Mitternacht zog näher schon; In stummer Ruh' lag Babylon. Nur oben in des Königs Schloß, Da flackert's, da lärmt des Königs Troß. Dort oben in dem Königsaal, Belsatzar hielt sein Königsmahl. Die Knechte saßen in schimmernden Reihn, Und leerten die Becher mit funkelndem Wein. Es klirrten die Becher, es jauchzten die Knecht'; So klang es dem störrigen Könige recht. Des Königs Wangen leuchten Glut; Im Wein erwuchs ihm kecker Mut. Und blindlings reißt der Mut ihn fort; Und er lästert die Gotthei...

Dienstag, 3. Juli 2018, 11:54

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

„Der arme Peter“, Lied III

Der arme Peter wankt vorbei, Gar langsam, leichenblaß und scheu. Es bleiben fast, wenn sie ihn seh´n, Die Leute auf der Straße steh´n. Die Mädchen flüstern sich ins Ohr: "Der stieg wohl aus dem Grab hervor?" Ach nein, ihr lieben Jungfräulein, Der steigt erst in das (Heine: legt sich erst ins) Grab hinein. Er hat verloren seinen Schatz, Drum ist das Grab der beste Platz, Wo er am besten liegen mag Und schlafen bis zum Jüngsten Tag. In einem hochgradig kontrastiven, hohes emotionales Potential auf...

Montag, 2. Juli 2018, 19:50

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

Was bedeutet euch die Sparte "Lied" ?

Zit. WoKa: "So gesehen bin ich froh über dieses "Missverständnis"." Und ich auch! Weniger, weil ich dadurch zum Nachdenken über die Ursachen meiner Liebe zum Kunstlied angehalten worden wäre, vielmehr aus dem zwar banalen, für mich aber durchaus gewichtigen Grund, dass sich im Kunstliedforum endlich wieder einmal ein wenig diskursives Leben entfaltet hat.

Sonntag, 1. Juli 2018, 11:48

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

Was bedeutet euch die Sparte "Lied" ?

Du sagst, lieber MDM: „Mit einem Tag Abstand liest sich das, was ich oben schrieb, in der Tat als dümmlicher und unausgegorener Mist“ Das sehe ich gar nicht so! Du hast Dich in ganz spontaner Weise über das Kunstlied geäußert und dabei Fragen aufgeworfen, die sich Dir in diesem Zusammenhang aufdrängen. Diese unmittelbar-spontane Art, über Liedmusik zu sprechen, ist oft viel ausdrucksstärker und wirkungsvoller, als wenn man das, wie ich hier im Forum, in Orientierung am Geist, der Methodik und de...

Samstag, 30. Juni 2018, 12:05

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

Was bedeutet euch die Sparte "Lied" ?

Zit. MDM: „Ich würde mich über viele Meinungen freuen!“ Ich mich auch! Und deshalb möchte ich Dir, lieber MDM, erst einmal danken dafür, dass Du hier ins Kunstliedforum eingestiegen bist und ein bisschen Leben mitgebracht hast. Aber weil ich mich für die Leblosigkeit und Stille, die hier grassiert, in schuldhafter Weise verantwortlich fühle, wäre es aus meiner Sicht ein großer Fehler, wenn ich nun sofort auf all die vielen interessanten Fragen einginge, bevor sich andere dazu geäußert haben. Ich...

Freitag, 29. Juni 2018, 11:29

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

„Der arme Peter“, Lied II

"In meiner Brust, da sitzt ein Weh, Das will die Brust zersprengen; Und wo ich steh' und wo ich geh', Will's mich von hinnen drängen. "Es treibt mich nach der Liebsten Näh', Als könnt´s die Grete heilen; Doch wenn ich der ins Auge seh', Muß ich von hinnen eilen. "Ich steig' hinauf des Berges Höh', Dort ist man doch alleine; Und wenn ich still dort oben steh', Dann steh' ich still und weine." Im Unterschied zu den situativ-deskriptiv angelegten Versen des ersten Gedichts kreisen diese in monologi...

Mittwoch, 27. Juni 2018, 19:52

Forenbeitrag von: »Helmut Hofmann«

Was ist die Aufgabe der Kunst?

"...doch ein etwas anderes Thema..." Ich war der erste, der auf dieses Wieder-Aufgreifen dieses alten Threads durch Alfred Schmidt reagiert hat. Damit habe ich die thematische Richtung seiner weiteren Entfaltung gleichsam eingeleitet. Dass es nicht die war, die Alfred beabsichtigte, hatte ich nicht erkannt. Tut mir leid! Obwohl: Das Thema hat mich sofort wieder angesprochen. Denn es ist ein altes, eines, das mich sehr lange beschäftigt hat.