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Original von Alfred_Schmidt
In der Tat war Mozarrt ein Verschwender, aber niemand weiß bis heute genau wofür er das viele Geld verbrauchte, das immer an allen Ecken und Enden fehlte.
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s Geld findet immer einen Weg...
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Eure Majestät!
Unterzeichnete hatte das Unglück, den unersetzlichen Verlust ihres Gatten erleben zu müssen und von demselben mit zwey unmündigen Söhnen in Umständen zurückgelassen zu werden, die sehr nahe an Dürftigkeit und Mangel gränzen.......
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Die verlängerte Filmversion habe ich noch nie gesehen, fest steht für mich und zwar eindeutig, daß das nur der Fantasie der Hollywood-Größen entspringen kann: kein Film ohne - zumindest ein bißchen - Sexszene. Hätte man eine entsprechende Szene mit "Wolferl" gezeigt, wäre meine eindeutige Reaktion Zustimmung gewesen...Im Film "Amadeus" setzt sich Constanze Mozart bei Salieri auch mit körperlicher Hingabe ein,damit Salieri ihren Ehemann protegiert. Die entsprechende Szene ist nur im "Directors Cut" aber nicht im "normalen" Kinofilm zu sehen.
Hat Constanze ihrem Wolfgang Hörner aufgesetzt? Oder ist das reine Fantasie a la Hollywood?
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Wie Du richtig schreibst, handelt es sich bei "Amadeus" um einen Film, um eine Unterhaltung, die, wenn ich mich richtig erinnere, nie als Biographie Mozarts oder auch Salieris beworben wurde. Als Fantasieprodukt, als Unterhaltung eben, habe ich diesen Film immer gemocht."Amadeus" ist sowieso aufgrund bewußt inszenierter Dramatik zu mind. 50 % ein Fantasiefilm (er basiert ja auf das Theaterstück "Mozart und Salieri"), leider betrachten diesen Film viel zu viele Menschen als biographisch. Dieser Film hat wohl sicher auch generell das Image geprägt und als Ursprung vieler Klischees gedient. Da es hier erwähnt wurde, es gibt kein Beleg dafür daß Constanze in irgendeiner Form heimlichen Kontakt zu Salieri hatte - wie es auch für so Vieles im Film keine Belege gibt. Selbst die übertrieben infantil, naiv, einfältige Darstellung ist nicht belegbar wenn man alle erhaltenen Briefe sowie Aussagen der Zeitzeugen berücksichtigt. Ein Bruchteil seiner Briefe (Bäsle-Briefe, wenige Stellen an Constanze) wurde bewußt herangezogen um daraus einen Menschen zwischen Genie und Wahnsinn zu erschaffen und so der Dramaturgie wesentlich mehr Reiz zu liefern als einen Mozart darzustellen den er im Großteil seiner Briefe hinterlässt. Salieri dagegen der verbittete neiderfüllte Einzelgänger der in Wahrheit eine Familie mit Frau und 8 Kinder hatte, geschätzt und respektiert wurde (bekanntlich auch Lehrer vieler namhafter Komponisten) aber Salieri ist ja hier nicht das Thema...
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Wohl nicht ausschließlich aber ich bin mir sicher vorwiegend für unsere heutige Zeit da dieser Film der erfolgreichste Komponistenfilm (Weltweit ein Kassenerfolg, einige Filmpreise) aller Zeiten war und viele Menschen erreicht hat die sich sonst nicht mit Klassik auseinandersetzen. Er hat sicher mehr Menschen erreicht als jede Biographie und dieser Boom, dieses neu entfachte Interesse wohl auch mit die Ursache das Falco relativ knapp danach mit gleichem Titel, das inhaltlich genauso voller Klischees steckt (gut werden nicht Alle verstanden haben aber das dazugehörige Video spricht eine klare SpracheEs sei aber auch festgehalten, dass Mozarts Image nicht erst durch "Amadeus" geprägt wurde.
), die Nr.1 in den amerikanischen und britischen Charts werden konnte. Diese Zeit konnte man - wenn auch für Diejenigen die mehr um Fakten und Tatsachen bemüht sind weniger - als eine Art Hype um die Marke Mozart bzw. "Amadeus" sehn und hat geprägt wie kein zweiter Film oder Buch, ob man es jetzt als ernsthafter Mozart-Liebhaber mag oder nicht (ich sehe das zwiegespalten).
Aufgrund wessen? Irgendeine Person xy liest irgendwelche Briefe (man weiß nur eine Zusammenstellung von Ludwig Nohl aber eine Zusammenstellung ist halt nur eine persönliche Selektion) und gibt dadurch eine subjektive Meinung ab.Der Urteilende ist zu dieser Bilanz allerdings mehr als berechtigt.
Falls unbedingt erforderlich kann ich ja Briefstellen von einem nachdenklich, teils sentimentalen Mozart hier zitieren...das Gegenteil läßt sich schließlich leichter beweisen als die Behauptung dieser Aussage.
Ich verstehe das nicht ganz? Die da Ponte Opern - ganz besonders natürlich der Figaro - sind doch hochpolitisch. Wie kann man deutlicher Position beziehen als eines der kontroversiellsten Dramen der damaligen Zeit zu vertonen?
Das haben nun aber wirklich sehr wenige berühmte Komponisten gemacht... Der arme Mozart hätte sogar die Barrikaden selber errichten und seine Mitbürger überhaupt erst einmal für die Revolution einpeitschen müssen! Angesichts dieser Strapazen ist es ihm wohl kaum übelzunehmen, dass er sich entschieden hat, lieber in Form von Schokoladekugeln und Konfekt aller Art seiner Nachwelt in Erinnerung zu bleibenMan kann selbst auf die Barrikaden gehen oder politische Pamphlete verfassen.Das haben nun aber wirklich sehr wenige berühmte Komponisten gemacht...
Lassen wir hier einmal unberücksichtigt, ob irgendwo verlangt wird, daß sich Mozart "zu politischen Dingen äußern sollte", bleibt aus den Familienbriefen rekonstruierbar, daß sich Leopold und Wolfgang zu diesen Dingen sogar geäußert haben. Und zwar mittels einer Geheimschrift. In der Briefausgabe sind die Stellen entschlüsselt, aber entsprechend kenntlich gemacht. Muß also doch ein irgendwie geartetes Interesse gegeben haben...Persönlich halte ich es für eine Frechheit von einem Komponisten oder Musiker zu verlangen, er möge sich zu den "großen Fragen der Zeit" äussern. Mozart hat ja nirgendwo für sich die Attribute "Genie", oder "Weltmann" ,"ritterlich","edelmütig","progressiv","politisch interessiert", "sozial engagiert" etc. reklamiert -sondern er hat einfach Musik gemacht.
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Das mag stimmen ebenso ist es Jedem vorbehalten das Geschriebene zu verurteilen oder nicht (wenn ich da zB manche Briefstellen Beethovens hernehme da sind mir die meisten Mozart-Briefe schon sympathischer), aber das hat Alles ja nichts mit der Ausgangsthese zu tun er wäre nur mit Musik und einer eigentümlichen Albernheit angefüllt. Es ist irrevelant ob er jetzt dem Vater etwas vormacht oder nicht (abgesehn davon daß es nicht immer nur darum ging ihm etwas vorzumachen), die Briefe widerlegen diese These eindeutig.Ich habe nie einen Band mit Briefen komplett durchgelesen. Ich bezweifle, dass man damit ein gerundetes Bild Mozarts erhält. Bekanntlich war sein Vater ständig in Sorge, Wolfgangs Karriere in Wien könnte scheitern und es ist naheliegend, dass sich Mozart in solchen Briefen immer ins bestmögliche Licht rückt und jeglichen Misserfolge kleinredet oder auf "Kabalen" anderer Komponisten schiebt usw.
Daß Mozart hier eine "politische Entscheidung" gefällt haben soll, kann ich auch nicht nachvollziehen. Daß sie einer "taktischen Überlegung" entsprungen sein soll, auch nicht. Wir wissen alle nicht, was sich Mozart dabei gedacht hat, den Freimaurern beizutreten, keiner von uns war dabei, vom Komponisten selber gibt es keine Äußerung dazu, die explizit den oder die Gründe nennen würde. Ich bin aber trotzdem eher davon überzeugt, daß Mozart von den Idealen dieser Vereinigung fest überzeugt gewesen ist. Dafür spricht m. E. nicht nur die emotionale Bindung an die Loge, sondern auch Mozarts "Pflichtbewußtsein" in der Schaffung von Kompositionen für sie. Ich wünschte, er hätte diese Pflicht nicht so ernst genommen, dann hätten wir vielleicht ein vollendetes Requiem und die Kantate "Laut verkünde unsre Freude" wäre nicht geschrieben worden...Mozarts Mitgliedschaft bei den Freimaurern halte ich für keine politische Entscheidung, sondern für einen taktischen Schachzug, der Mozart besseren Zugang zur Gesellschaft ermöglichen sollte.
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Wie erhält man ein "gerundetes Bild"? Nur von den Biographen? Woher wissen die, wie sie das Bild des Komponisten Mozart "runden" können? Sind es nicht in Wirklichkeit gerade die Briefe, die den Nachgeborenen die Möglichkeit geben, sich ein Bild über den Menschen Mozart zu machen? Mozart und sein Vater haben sich, und das war Ausgangspunkt meines weiter oben Geschriebenen, haben sich sehr wohl über politische und gesellschaftliche Ereignisse ausgetauscht, bzw. sie von ihren Reisen nach den in Salzburg gebliebenen Frauen - Mutter und Tochter - mitgeteilt. Und was an diesen Mitteilungen nicht jeder lesen sollte, weil es despektierlich war, wurde in einer Geheimschrift geschrieben. Was ja auch darauf schließen läßt, das die Schreiber immer mit einer "Mitleserschaft außerhalb der Familie" rechneten, wie die Herausgeber der vier Briefbände argumentierten.Ich habe nie einen Band mit Briefen komplett durchgelesen. Ich bezweifle, dass man damit ein gerundetes Bild Mozarts erhält.
Na ja, das begann ja schon auf der Reise nach Paris, die Wolfgang bekanntermaßen mit seiner Mutter machte. Da wurde dem Vater in Salzburg schon so einiges vorenthalten. Mutter Mozart hat dann in Nachsätzen oder auch eigenen Schreiben manches geradebiegen oder erklären müssen. Und auch das gehört zum "gerundeten Bild" Mozarts.Bekanntlich war sein Vater ständig in Sorge, Wolfgangs Karriere in Wien könnte scheitern und es ist naheliegend, dass sich Mozart in solchen Briefen immer ins bestmögliche Licht rückt und jeglichen Misserfolge kleinredet oder auf "Kabalen" anderer Komponisten schiebt usw.
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