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SoundEffect

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31

Mittwoch, 12. Januar 2011, 18:34

Eine sehr gelungene Einspielung der 1. Partita ist auf der folgenden CD von Cyprien Katsaris. Sein Bachspiel gefällt mir sehr gut und die Programmzusammenstellung hier ist wieder gewohnt originell:


romeo&julia

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32

Mittwoch, 12. Januar 2011, 21:48

Hallo liebe TaminoanerInnen

einige Aufnahmen sind bereits vorgestellt worden, zwei Gesamteinspielungen die uns gut gefallen fehlen noch.



der feinfühlige Murray Perahia hat auf zwei CD's verteilt sämtliche Partitas eingespielt 2007 - 09 :yes:



die kanadische Bachspezialistin Angela Hewitt hatte ebenfalls alle Partitas in den Jahren 1996/97 aufgenommen.

beide Einspielungen gehören für uns zu den gelungensten Gesamteinspielungen. Bei Platten mit einzelnen Partitas gefällt uns die Aufnahme mit Shura Cherkassky ebenfalls ausgezeichnet. Mit Katsaris haben wir schon mehr Mühe.

Gruss

romeo&julia

SoundEffect

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33

Mittwoch, 12. Januar 2011, 23:39

Hewitts Aufnahme gefällt mir auch sehr gut, wie überhaupt sehr viel von ihren Bacheinspielungen (alle kenne ich nicht). (Übrigens, wen es interessiert: Hier kann man eine 110-minütige Masterclass mit vier Studenten mit Hewitt anschauen, in der es nur um Werke von Bach geht: Masterclass.)
Mit Katsaris haben wir schon mehr Mühe.
Weil er sich so viele Freiheiten rausnimmt?
Für mich scheint bei ihm stets eine Menge Spielspaß und Experimentierfreude durch und der Funke springt auf mich über. Meistens zumindest.

34

Donnerstag, 13. Januar 2011, 02:12

Eine sehr gelungene Einspielung der 1. Partita ist auf der folgenden CD von Cyprien Katsaris. Sein Bachspiel gefällt mir sehr gut und die Programmzusammenstellung hier ist wieder gewohnt originell:

Katsaris hat eine über die Maßen schlechte Bach-CD bei Sony Classical vorgelegt

weshalb man bei Sony Classical die Reißleine zog und das an sich auf weitaus mehr Katsaris-Einspielungen von "italienischen" Bach-Werken angelegte Projekt sofort stoppte. Deshalb ist es bei dieser einen CD mit der Bezeichnung "Vol. 1" aus dem Jahr 1995 geblieben. Ein "Vol. 2" gibt es auch 16 Jahre später nicht. Natürlich kam sofort das "Totschlag-Argument": das hat Sony nur gemacht, weil Katsaris Scientology-Anhänger ist.

Nun also wieder eine Katsaris-CD mit Bach, die "Bach recital Vol. 1" betitelt ist. Herausgeber ist die Firma "Piano 21", also mit anderen Worten das eigene Label von Katsaris (niemand sonst ist noch bereit, CDs von ihm zu produzieren). Erschienen 2004. Und wieder kein "Bach recital Vol. 2", und das seit etwa 6-7 Jahren (oder habe ich etwas übersehen?). Vermutlich hat kein Mensch das "Vol. 1" gekauft. Und diese CD soll nun der Bringer sein? Die Hörschnipsel bei Amazon überzeugen mich jedenfalls nicht wirklich.

@romeo&julia
Es freut mich, dass Euch der Cherkassky gefällt!

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35

Donnerstag, 13. Januar 2011, 10:12

Und wieder kein "Bach recital Vol. 2", und das seit etwa 6-7 Jahren (oder habe ich etwas übersehen?).
Ja:



Was die andere, Deiner Meinung nach "über die Maßen schlechte", Bach-CD angeht, so gehen die Meinungen da offenbar auseinander - auch hier im Forum ist sie mehrfach gelobt worden.

romeo&julia

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36

Donnerstag, 13. Januar 2011, 12:38

Hallo liebe TaminoanerInnen

Unseren Eindruck zu Cyprien Katsaris mit Bach haben wir bereits gesagt. Auch im von SoundEffect verwiesenen Thread zu Cyprien Katsaris haben wir unseren Eindruck zu seinem Bachspiel aufgeführt. Wir haben mit allen seinen Bacheinspielungen Mühe.
Wenn man in den frranzösischen Musikmagazinen über Cyprien Katsaris nachliest, stösst man auf unterschiedliche Bewertungen. Generell haben wir den Eindruck, dass Cyprien Katsaris in Frankreich und der französischen Schweiz präsenter ist als in Deutschland. Generelle Anmerkungen zu Cyprien Katsaris gehören jedoch in den von SoundEffect verwiesenen Thread.

Gruss

romeo&julia

37

Donnerstag, 13. Januar 2011, 13:06

Was die andere, Deiner Meinung nach "über die Maßen schlechte", Bach-CD angeht, so gehen die Meinungen da offenbar auseinander - auch hier im Forum ist sie mehrfach gelobt worden

Unseren Eindruck zu Cyprien Katsaris mit Bach haben wir bereits gesagt. Auch im von SoundEffect verwiesenen Thread zu Cyprien Katsaris haben wir unseren Eindruck zu seinem Bachspiel aufgeführt. Wir haben mit allen seinen Bacheinspielungen Mühe.

Ich habe im von SoundEffect verlinkten Thread eine in einer Klammer gemachte Bemerkung, welche sich offenbar auf diese CD bezieht (Posting 2), und sonst nur kritische Stimmen zu "Italy in Bach, Vol. 1" (in den Postings 10 und 11, u.a. von meinen Vorrednern romeo&julia) gelesen - die Meinungen gehen wohl vor allem insoweit auseinander, als einige diese CD ziemlich schlecht finden und andere (nämlich ich) grottenschlecht. Ein sterileres, uninspirierteres Bach-Spiel, welches sich im Prinzip auf das Mitteilen von Tonhöhen beschränkt, ist kaum vorstellbar. Da spielt ja selbst Keith Jarrett leidenschaftlicher Bach. Dazu hört man ständig das Geräusch der Fingernägel auf den Tasten (hätte Katsaris sich die nicht vielleicht vor der Aufnahme mal schneiden können?). Würde bei allen Pianisten Bach auf dem modernen Konzertflügel so seelenlos klingen (was glücklicherweise nicht der Fall ist, siehe Fischer, Lipatti, Haskil, Gilels, Richter, Gould, Serkin, Kempff, Yudina, Nikolajewa, Cherkassky, Argerich, Gawrilow, Perahia, Koroliov, Sokolov etc.), wäre ich längst in das HIP-Lager übergewechselt und würde nur noch Cembaloaufnahmen hören.

Damit sage ich nichts allgemein gegen Katsaris, sondern nur gegen sein Bach-Spiel. Dass er im Bereich des romantischen und spätromantischen Repertoires Verdienste hat, ist unbestritten.

tom

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38

Samstag, 15. Januar 2011, 16:46

Damit sage ich nichts allgemein gegen Katsaris, sondern nur gegen sein Bach-Spiel. Dass er im Bereich des romantischen und spätromantischen Repertoires Verdienste hat, ist unbestritten.



Kats. Solospiel, was Bach anbetrifft, vermag ich nicht zu beurteilen. Seine Konzerteinspielungen mit Janos Rolla (1052, 1054, 1056 1057), immerhin auch Bach, erscheinen mir jedoch alles andere als uninspiriert, nämlich ausnehmend spielfreudig, wie ich vor einigen Jahren bereits im Kats-Tread mitgeteilt habe.

romeo&julia

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39

Dienstag, 22. März 2011, 12:56

Irma Issakadze

Hallo liebe TaminoanerInnen

Eine brandaktuelle Einspielung der Partiten für Klavier stammt von der im georgischen Tiflis geborenen Irma Issakadze. Sie stammt aus einer Musikerfamilie, ihr Vater ist Cellist, die Geigerin Liana ist ihre Tante. Mit vierzehn kam sie nach Deutschland, studierte bei Ludwig Hoffmann in München, danach beim russischen Pianisten Vladimir Krainev.

Ihre Interpretation der Partiten wirkt spontan mit agogischen Freiheiten. Auffallend sind auch kleine Tempoverzögerungen, die jedoch nie störend oder gar willkürlich wirken. Langsamen Sätzen verleiht Issakadze etwas Kontemplatives. Nie gleitet sie ins sentimental Romantische ab. Man spürt ihre Suche nach Transzendenz. Die schnelleren Passagen wirken partiell sehr beschwingt. Ihr Spiel zeichnet sich durch einen glasklaren Anschlag und überlegter Phrasierung aus.

Es ist eine Freude Irma Issakadze zuzuhören. Man hört, dass sich Issakadze schon Jahre mit Johann Sebastian Bach auseinandergesetzt hat. Bereits vor einigen Jahren hatte Issakadze die Goldberg-Variationen eingespielt.

André Sittner sagte über diese Aufnahme: "Nun kommt diese junge Georgierin, Irma Issakadze, und bietet einen Bach, der das ganze Spektrum, von leicht galant bis klangverloren tiefsinnig abdeckt. Und doch behält die 34-jährige aus Tiflis immer die komplexe Struktur dieser kleinen Tanzsätze im Blick."

André Sittner, FIGARO-Musikredakteur



Erschienen ist die Aufnahme dieses Jahr bei OehmsClassics

Herzliche Grüsse

romeo&julia