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Klaus 2

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  • »Klaus 2« ist männlich

Beiträge: 1 415

Registrierungsdatum: 28. Oktober 2011

31

Donnerstag, 8. März 2012, 17:53

Es ist ja auch nciht ganz unerheblich, dass die Musiker bestimmte Kleidung tragen. Und zwar praktisch immer, das kommt ja nicht von ungefähr und gehört einfach zu dem schönen, oft feierlichen Anlass dazu. Das sieht schön aus und soll schön aussehen. Und wenn dann einzelne Musiker dieser Kleiderordnung widersprechen, haben sie genau dadurch eine Möglichkeit, aufzufallen.
Und vielleicht spielt es sogar eine Rolle (ich glaube das), dass das Publikum schön angezogen ist. Auch da hört das Auge ja mit, man guckt ja ncht immer nur nach vorn.

Doch doch, das Auge lauscht ganz gespannt

Klaus
ich weiß, dass ich nichts weiß. Aber ganz sicher bin ich mir da nicht.

operus

Ehrenpäsident und Außenminister

  • »operus« ist männlich

Beiträge: 5 377

Registrierungsdatum: 14. Mai 2008

32

Donnerstag, 8. März 2012, 19:01

Natürlich. lieber zweiterbass, das ist die albekannte Strategie "Anders als alle Anderen". Dadurch durchbricht man die allgemein üblichen Rollenerwartungen, fällt auf und wird bekannt. Wenn dann wie im Falle des von Dir zitierten Friedrich Gulda der selbstgewählte Anzug durch exzellentes Können auch noch ausgefüllt wird, dann funktioniert diese Strategie. Es hat mal eine Cellistin gegeben, die oben ohne spielte. Offenischtlich hatte sie außer einer ansehnlichen Oberweite jedoch nicht genügend zu bieten, denn nach kurzem Rummel war sie wieder weg vom Fenster. Damit kein falscher Eindruck entsteht. Ich habe diese Künstlerin (leider) nie im Konzertsaal erlebt, nur auf einem Foto gesehen.
Das heißt also, in der Regel müssen die Rollenerwartungen erfüllt werden. Die optischen Anfordernugen bei Konzerten wurden von mir im vorigen Beitrag ansatzweise genannt. Lauter Exzentriker, die gegen Erwartungen des Publikums verstoßen, das würde einfach nicht funktionieren. Nur weil sich Musizierende an die Norm halten, haben die ausgeflippten Könner ihren Freiraum und ihre Chancen.
Herzlichst
Operus
Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

moderato

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  • »moderato« ist männlich

Beiträge: 5 170

Registrierungsdatum: 14. November 2010

33

Donnerstag, 8. März 2012, 20:49

Lieber Alfred_Schmidt

Zu Beitrag 16: Ich danke von Herzen, dass du diesen You Tube Clip mit Wilhelm Kempff ins Forum gestellt hast. Dem Regisseur ist etwas Seltenes gelungen: Den Sieg des Geistes über die Materie darzustellen.
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Alleen / Alleen und Blumen // Blumen / Blumen und Frauen // Alleen / Alleen und Frauen // Alleen und Blumen und Frauen und / ein Bewunderer

Aus Solidarität mit Eugen Gomringer habe ich die Übersetzung eines seiner Poeme gesetzt, weil dieses Gedicht, das sich an einer Hausfassade in spanischer Sprache befindet, überpinselt werden muss. Grund: Sexismus-Vorwurf
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zweiterbass

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  • »zweiterbass« ist männlich

Beiträge: 4 166

Registrierungsdatum: 2. Juni 2010

34

Donnerstag, 8. März 2012, 23:39

Das heißt also, in der Regel müssen die Rollenerwartungen erfüllt werden. Die optischen Anfordernugen bei Konzerten wurden von mir im vorigen Beitrag ansatzweise genannt. Lauter Exzentriker, die gegen Erwartungen des Publikums verstoßen, das würde einfach nicht funktionieren. Nur weil sich Musizierende an die Norm halten, haben die ausgeflippten Könner ihren Freiraum und ihre Chancen.

Hallo operus,
da wäre zu fragen - von der Oper abgesehen - welche opitschen Rollenerwartungen das Hören von Musik fordert. (Es wurde zu "meinem" Orgelspieler als Gegenbeispiel der Orgelspieler genannt, der den Spieltisch und sich selbst per Videokamera auf die Leinwand vor die Zuhörer bringt, was wohl die Ausnahme sein dürfte?)
Und Exzentriker, die ihren Aufzug um des Auffallens willen wählen, meine ich schon gar nicht, schon eher Musiker, die ihen Anzug wählen um konservativen opitschen Rollenerwartungen und damit der"Norm" zu entsprechen, von dem Wunsch der "gefälligen" (auchMedien)-Präsenz (Beispiele?) ganz zu schweigen. (Die Auswüchse auf der Publikumsseite sind in Bayreuth, Salzburg usw. zu bestaunen!)

Es ist nicht beweisbar, aber ich bin überzeugt davon, dass Musiker ganz ohne äußeren Zwang (wozu viel gehört), wenn sie sich also völlig unbeschwert ganz der Musik hingeben können, die besten, kreativsten Ergebnisse bringen können (es würde diesen Rahmen sprengen, hier meine Erlebnisse zu berichten). Dabei sehe ich durchaus ein, dass ein Musiker im Konzertsaal Alles um sich vergessen kann und ganz in "seiner" Musik aufgeht; dazu ist es aber auch dann nicht nötig, irgendwelche optischen Normen zu erfüllen.
Viele Grüße
zweiterbass
Wer die Musik sich erkiest, hat ein himmlisch Gut bekommen (gewonnen)... Eduard Mörike/Hugo Distler

operus

Ehrenpäsident und Außenminister

  • »operus« ist männlich

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Registrierungsdatum: 14. Mai 2008

35

Freitag, 9. März 2012, 10:21

Lieber zweiterbass,

sich ganz vergessen, sich völlig unbeschwert der Musik hingeben.
(leider habe ich noch immer nicht begriffen, wie die Funktion der Ziitierens hier im Forum funktioniert.) DieseAussagen sind sicherlich richtig, solange es sich um Solisten handelt. Ein Orchestermusiker hat sich jedoch musikalisch und optisch ins Kollektiv, in den homogenen Klang seiner Gruppe einzuordnen. Kaum etwas ist einer befriedigenden Gesamtleistung eines Orchesters abträglicher als wenn einzelne Musiker vergessen, dass sie Teil eines Klangkörpers sind und solistisch spielen und herausstechen.
Herzlichst
Operus
Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

zweiterbass

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  • »zweiterbass« ist männlich

Beiträge: 4 166

Registrierungsdatum: 2. Juni 2010

36

Freitag, 9. März 2012, 11:37

Hallo operus,

musikalischauf jeden Fall, da hat der Dirigent das letzte Wort, zur Optik hat der Dirigent weniger zu sagen - tut es auch, z. B. neuer Chef der New Yorker - und da kommt es auf die Konventionen an, wie lange ein Orchesterkollektiv da mitspielt/mitspielen muss, weil...!? Dein letzter Satz gilt auch für Chöre!

Viele Grüße
zweiterbass
Wer die Musik sich erkiest, hat ein himmlisch Gut bekommen (gewonnen)... Eduard Mörike/Hugo Distler