Das Orchester spielt auf Originalistrumenten oder deren Nachbauten und verbindet Spritzigkeit und Transparenz mit schönem Klang und Spielfreude - ohne jedoch je "über die Stränge" zu schlagen, wie beispielsweise gewisse Kölner Formationen..
Ich könnte den Satz etwa so stehen lassen, dabei würde ich aber am Anfang "Concerto Köln" setzen und am Schluss das "Orfeo-Barockorchester", das für meinen Geschmack immer wieder "über die Stränge" schlägt, also Geräuschhaftes und Kantiges auf eine Weise einsetzt, die mir konträr zum Ausdrucksbedürfnis der Musik steht, besonders wenig gefallen mir die Grobheiten bei der Holzbauer- und der Aufschneiter-CD, die ich nicht mehr als besonders musikalisch empfinde.
Abgesehen von diesen in meinen Ohren aufgesetzten Effekten des Harten, Wilden zweifle ich daran, dass die Vorliebe für Hackbrett als Generalbassinstrument irgendetwas mit der Praxis der Zeit Wagenseils zu tun hat. Das Bedürfnis dieses Klangkörpers, es "einmal anders" und neuartig-ungewohnt zu spielen, ist bei einem Repertoire, das auf Tonträger sonst ohnehin nicht verfügbar ist, ärgerlich.
Erfreulicherweise relativ zurückhaltend ist diese Einspielung:

die ich somit empfehlen möchte.