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musikwanderer

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1

Mittwoch, 6. Februar 2013, 16:03

HAYDN, Franz Joseph: DIE JAHRESZEITEN

Tamino Oratorienführer
Franz Joseph Haydn (1732-1809):

DIE JAHRESZEITEN
Oratorium in drei Teilen für Soli (STB), Chor (SATB) und Orchester
Libretto von Gottfried van Swieten nach The Seasons“ von James Thomson

Uraufführung am 24. April 1801 in Wien, Palais Schwarzenberg


SOLISTISCHE PARTIEN

Hanne, Sopran
Lukas, Tenor
Simon, Bass


INHALTSANGABE

Erster Teil: Der Frühling.

Die lebhafte Orchestereinleitung stellt den Übergang vom Winter zum Frühling dar. Es ist ein in düsteren Mollfarben gehaltenes Musikstück, das kaum aufhellt, und dass die klassische Sonatenform nur andeutungsweise ausführt. Zunächst genügen Haydn vier Largo-Takte (mit der Tonfolge g-f-es-d), um Winterhärte anzudeuten, ehe ein Vivace-Teil den Kampf der Natur-Mächte um die Vorherrschaft plastisch darzustellen vermag.

Mit einem verminderten Septakkord bricht die Einleitung ab und geht in ein Rezitativ-Trio über, in dem Simon das Fliehen des strengen Winters und seiner stürmischen Winde vor dem Frühling beschreibt, Lukas die Schneeschmelze bestaunt, Hanne aber mit Freude die lauen Winde des Frühlings ankündigt. Der mit Recht berühmte Chor „Komm, holder Lenz“ zeigt Haydns geniale Meisterschaft, mit einfachsten Mitteln die erwachende Natur zu zeichnen. Der Mittelteil dieses Chorsatzes ist als Wechselgesang zwischen Frauen- und Männerstimmen konzipiert, wobei die Männer der Winter-Flucht offensichtlich noch nicht ganz trauen, denn sie warnen mit dissonanzenreichen Mollharmonien. „Frohlocket ja nicht allzufrüh!“ Die negative Einstellung der Männer hält aber nicht vor, die Rückkehr zum Hauptteil des Chorsatzes stellt die freudig-gelöste Stimmung wieder her.

Die Frühjahrsarbeit der Landleute wird von Simon in seiner liedhaften Arie „Schon eilet froh der Ackersmann zur Arbeit auf das Feld“ mit geradezu naiver Freude dargestellt. Und hier wird Haydns Hang zum Scherz deutlich, weil er dem Ackersmann, der dem „Pfluge flötend“ nacheilt, die bekannte Melodie aus dem langsamen Satz seiner „Sinfonie mit dem Paukenschlag“ mitgibt - und das Orchester die Melodie ausführlich repetieren lässt. Diese manchmal als behäbig-zopfig bezeichnete „Cantilena“ so exponiert zu verwenden, war ein genialer Einfall Haydns, der sich der Wirkung dieser immer schon beliebten Melodie an dieser Stelle sicher gewesen sein muss.

Danach kann Simon nur abwarten und flehen: „Sei nun gnädig, milder Himmel“, denn dass aus der Saat auch die Frucht reift, kann nur von dort kommen. Die in den Gesang Simons einstimmenden Lukas und Hanne sowie das Landvolk sind von Haydn mit einer feierlichen Melodie bedacht worden, die zu den Höhepunkten der Partitur gezählt werden darf - es wechseln sich Chor und Solisten zunächst mit einer ruhig dahinfließenden Melodie ab, um sich später zu einem polyphonen Gewebe zu verdichten.

Als ein Intermezzo vor dem Schlusschor ist das Freudenlied „O wie lieblich ist der Anblick der Gefilde“ von Hanne und Lukas zu sehen, die dem Chor der Jugend Melodie und Takt vorgeben. Von A-Dur wechselt der in Terzen dahinfließende frohe Gesang überraschend nach G-Dur, um letztlich in D-Dur anzukommen. Der „Maestoso“ beginnende Dankeschor („Ewiger, mächtiger, gütiger Gott“) macht einen kühnen Sprung nach B-Dur und geht in ein fugiertes Allegro über, das den ersten Teil des Oratoriums mit kraftvollem Klang enden lässt.

Zweiter Teil: Der Sommer.


Haydn und van Swieten haben diesen Teil als einen Sommertag vom Morgen bis zum Abend gestaltet. Die in c-Moll gehaltenen Einleitungstakte symbolisieren die sich zurückziehende Nacht und den beginnenden Morgen. Der dreimalige Weckruf des Hahns, von der Oboe angestimmt, ist abermals ein lustiger Einfall Haydns: das „Kikeriki“ beginnt mit der Quinte, steigt dann zur Sexte und endlich zur Septime auf.

Danach ertönt das Horn des Hirten, denn Simon stellt in einem Rezitativ zunächst fest: „Des Tages Herold meldet sich“, um schließlich arios zu berichten, dass „der muntre Hirt“ seine Herde „um sich her“ versammelt. Ein Höhepunkt der Sommer-Darstellung ist der Gesang für das Solistenterzett und den Chor „Sie steigt herauf, die Sonne“. Die Solisten beginnen im zartesten Pianissimo, schrauben sich chromatisch nach oben und übergeben schließlich an den von strahlenden Trompeten unterstützten Chor, der das Leben und das Wachstum spendende Gestirn preist und mit einem mächtigen Fortissimo erstrahlen lässt. Ein großartiger Hymnus, der den Solisten mit kunstvollen Koloraturen einiges abverlangt und dessen grandiose Wirkung mit dem „Und es ward Licht“ aus der „Schöpfung“ zu vergleichen ist.

Doch der Sommer bringt nicht nur Wachstum, sondern auch Erschöpfung für Mensch und Tier durch die Hitze. Lukas erzählt davon in seiner E-Dur-Cavatine „Dem Druck erlieget die Natur“; Hanne dagegen weiß, wo es Kühle und Schatten gibt: „Willkommen jetzt, o dunkler Hain“ singt sie, vom Klang des Schäferinstruments, der Schalmei, begleitet; ihre folgende Dankesarie „Welche Labung für die Sinne“- von Haydn mit einem bezaubernden Oboensolo vertont - ist eine ebenso ergreifende wie auch bezaubernde Musik.

Aber die Launen der Natur bergen im Sommer auch mancherlei Gefahren, denen der Landmann nicht ausweichen kann. Das Orchester macht diese Gefahren mit elementarer Wucht deutlich: Fahle Harmonien, von dumpfem Grollen der Pauken begleitet, die einwandfrei den Donner markieren, lassen den Chor warnen: „Ach! Das Ungewitter naht“. Einer plötzliche Generalpause folgen Pizzikatoakkorde und ein greller Septakkord mit stürzendem Stakkato der Flöte zeigt den Blitzschlag an. Der anschließende c-Moll-Chorsatz weist mit seinen ängstlichen Rufen des Landvolks, als Fugato vertont, auf die Widrigkeiten eines Sommergewitters hin. Unweigerlich lenkt diese Gewittermusik aber auch die Gedanken auf Beethovens „Pastorale“, und der Eindruck, dass Haydn hier seinen zeitweiligen Schüler vorwegnimmt, ist nicht von der Hand zu weisen.

Aber das Unwetter geht vorbei, und mit mehreren Diminuendi zeichnet Haydn das Bild des abziehenden Gewitters orchestral nach, wobei der Umschwung auf lichte C-Dur-Harmonien die gereinigte Luft ausdrücken sollen. Ein Solo-Terzett („Die düst'ren Wolken trennen sich“) geht dem beruhigenden Schlusschor dieses zweiten Teils voraus, das insgesamt ein Bild reinen Abendfriedens malt: Posaunenklänge deuten das von der Weide heimkehrende Rind an, eine Wachtel schlägt, die Grille zirpt und aus dem Sumpf quakt der Frosch. Der Satz klingt sanft mit wohlfühligem Es-Dur aus.

Dritter Teil: Der Herbst.

Mit einer ausladenden Orchestereinleitung beginnt der dritte Teil, den man sich als ein Triptychon vorstellen muss: Ernte, Jagd und Traubenlese gehören zu diesem Jahreskreis. Im ersten Bild dieses Triptychons wird die Freude der Bauern über eine reiche Ernte geschildert, die auch Hanne teilt; für Lukas und Simon steht aber auch fest, dass ohne ihren Fleiß die Natur den lebensnotwendigen Lohn nicht gewährt hätte: „So lohnet die Natur den Fleiß“ ist auch das Fazit des Chores der Landleute, die in das vom Solistenterzett angestimmte Lob mit einer Fuge, die mit einer äußerst klangvollen Coda abschließt, einstimmen. Dass Haydn gerade dieses Musikstück mit ironischen Bemerkungen bedacht hat, kann man in den Werkinformationen nachlesen.

Nun schaltet der Librettist um auf Liebe, Scherz und Spiel: Lukas drückt seine Gefühle für Hanne mit Stolz aus: „Ihr Schönen aus der Stadt, kommt her, blickt an die Tochter der Natur, die weder Putz noch Schminke ziert.“ Und Hanne lobt ihren Lukas: „Ihr Herrchen süß und fein, bleibt weg! Hier schwinden eure Künste ganz und glatte Worte wirken nicht.“ Während Haydn dem Text gemäß zunächst einen buffonesken Ton für das Duett anschlägt, wird es später in ein schlichtes Adagio umgewandelt, nämlich dann, wenn das junge Paar sein Glück besingt: „Lieben und geliebet werden, ist der Freuden höchster Gipfel, ist des Lebens Wonn' und Glück.“

Das zweite dieser Genrebilder bringt den Beginn der Jagd und Simon berichtet darüber in seiner Arie: „Seht auf die breiten Wiesen hin“. Eine seltsam anmutende a-Moll-Weise könnte mit raschen Streicherfiguren und Basskoloraturen das Aufspüren und die Hetze des Wildes darstellen, auch der Knall der Flinte findet tonmalerische Verwendung. Dann liegen, wie Lukas berichtet, die aufgescheuchten Hasen, denen die Flucht vor der Übermacht der Jäger und ihrer Hunde nicht gelang, schließlich in Reihen auf der Erde. Der Chor des Landvolks und der Jäger („Hört, hört, das laute Getön“) erzählt mit sattem Hörnerklang noch von der Flucht des Hirsches, dem die Hunde und die Reiter nachsetzen, der aber auch nicht der Meute von Mensch und Tier entkommen kann. Die Halali-Rufe sind fröhlich komponiert, lassen aber auch Zweifel am ungleichen Kampf durchschimmern.

Das dritte Bild des Triptychons beschäftigt sich mit der Traubenlese; es ist musikalisch von großem Übermut gezeichnet; da lassen die Flöten und Geigen Tanzweisen erklingen, da brummt der Dudelsack mit Quintenbässen, und die Singstimmen schreien sozusagen aus vollem Halse lustig durcheinander. Es ist wie ein dionysischer Rausch, von dem Haydn selbst sagte: „Mein Kopf war so voll von dem tollen Zeug: es lebe der Wein, es lebe das Fass!, dass ich alles darunter und darüber gehen ließ. Ich nenne daher die Schlussfuge des 'Herbstes' die besoffene Fuge.“

Vierter Teil: Der Winter.

Die c-Moll-Einleitung, Adagio überschrieben, erinnert an Dunkelheit und dicken Nebel, mit denen diese Jahreszeit die erstarrende Natur anzukündigen pflegt. Es sind Rezitative und ariose Gesänge, die das trostlose Bild zeichnen: „Licht und Nebel sind geschwächt“, klagt Hanne in einer Cavatine, und Lukas malt den „gefesselten See“, der in seinem Lauf gehemmt ist, wie auch den vom Eis zur Säule erstarrten Wasserfall, und den die Felder und Täler deckenden Schnee. Er fährt mit hetzendem Presto fort: „Hier steht der Wandrer nun verwirrt“- er findet den Weg in der weißen Pracht nicht, ist schon ermüdet, ehe er plötzlich den Lichtschein der Hütte sieht.

Das Leben spielt sich jetzt mehr im warmen Haus ab: die Mädchen spinnen am Feuer und besingen dabei ihre Arbeit mit „Knurre, schnurre, knurre“; Hanne stimmt, zu Scherzen aufgelegt, ein Lied mit höchst tugendsamem Text an: „Ein Mädchen, das auf Ehre hielt“; es wird von einem Mädchen berichtet, das ein Edelmann bedrängt, das sich aber zu wehren weiß, indem es mit dem Pferd des Mannes durchgeht. Den Refrain dieses bieder wirkenden Strophenliedes variiert der Chor mit seinem Gelächter.

Simon bekommt dann eine moralisierende Arie, die schon auf das Ende des Oratoriums weist: „Erblicke hier betörter Mensch, erblicke deines Lebens Bild“. Die Jahreszeiten werden als Sinnbilder jeden menschlichen Daseins aufgefasst: „Verblühet ist dein kurzer Lenz, erschöpfet deines Sommers Kraft, schon welkt der Herbst dem Alter zu, schon naht der bleiche Winter sich und zeiget dir das off''ne Grab.“

Letztlich triumphiert die Hoffnung auf das ewige Licht mit Trompetenklang in C-Dur über die Traurigkeit des Grabes, und stimmt ein Finale an, das in all seiner kindlich-naiven Darstellung religiöse Feierlichkeit aufkommen lässt: Der in zwei Gruppen geteilte Chor stellt Fragen, die von den Solisten zuversichtliche Antworten erfahren: „Wer darf durch diese Pforten gehen? - Der Arges mied und Gutes tat! - Wer darf besteigen diesen Berg? - Von dessen Lippen Wahrheit floss! - Wer darf in diesem Zelte wohnen? - Der Armen und Bedrängten half! - Wer wird den Frieden dort genießen? - Der Schutz und Recht der Unschuld gab!“ Eine Chorfuge, die in ihrer Pracht und Einfachheit an Händel gemahnt, beendet das Oratorium und entlässt das Publikum mit großer Zuversicht.


INFORMATIONEN ZUM WERK

DIE JAHRESZEITEN verdanken ihre Entstehung dem großen Erfolg der „Schöpfung“ von 1798. Wie schon bei dem älteren Werk war auch hier wieder Baron Gottfried van Swieten der Librettist, der eine eigene Übersetzung des Gedichtes „The Seasons“ von James Thomson als Vorlage benutzte.

Es wird berichtet, dass die Kompositionsarbeit für Haydn mühsam war, nicht nur seiner altersbedingt angegriffenen Gesundheit wegen oder weil ihn der Text van Swietens nicht in allen Punkten überzeugte, sondern weil sich der Baron, für Haydn sicherlich ungewohnt, auch in die musikalische Arbeit einmischte. Seine Empörung über den rechthaberischen Baron kritzelte er bei der Korrektur des Klavierauszugs in die Noten: „Diese ganze Stelle [...] ist nicht aus meiner Feder [...]; es wurde mir aufgedrungen, diesen französischen Quark niederzuschreiben.“ An anderer Stelle äußerte er fast schon sarkastisch, dass er sein Leben lang fleißig gewesen sei, und nun gebeten wurde, einen Chorgesang zum Lobe des Fleißes zu schreiben. Es verwundert also nicht, dass Haydn fast zwei Jahre benötigte, um DIE JAHRESZEITEN fertigzustellen.

Wenngleich die Uraufführung am 24. April 1801 im Palais Schwarzenberg in Wien ein Erfolg war, reichte er aber nicht an den der „Schöpfung“ heran. Da hat sich bis heute nicht viel geändert, denn DIE JAHRESZEITEN werden deutlich weniger aufgeführt als das ältere Oratorium. Grundsätzlich wird aber nicht an Haydns Musik gekrittelt, sondern van Swietens Text für diese geringere Beliebtheit verantwortlich gemacht. Typisch für das Genre des Oratoriums sind nämlich Schilderungen von Ereignissen aus der griechischen oder römischen Mythologie sowie Erzählungen aus dem christlichen Bereich. Davon weicht van Swieten ab, indem er lediglich Bilder mit idyllischem Charakter erzeugt - nur der Schlusschor des vierten Teils, der nicht dem Gedicht Thomsons entstammt, sondern eine originale Arbeit des Barons sind, spricht die Bedeutung des Lebens, das ewige Leben, und das Lob Gottes in seiner Herrlichkeit an.

Berücksichtigt man diese Anlage des Oratoriums, das Fehlen eines roten Fadens, wie er in der „Schöpfung“ durch den biblischen Bericht existiert, dann kann man nur feststellen, dass DIE JAHRESZEITEN, darin Bachs „Weihnachtsoratorium“ sehr ähnlich, eher eine Folge von vier in sich abgeschlossenen Kantaten darstellt.

Wie Haydn zu seinem letzten großen Chorwerk stand, wird sich wohl nie mehr klären lassen. Neben der schon zitierten ironischen Bemerkung über den „Fleiß“-Chor gibt es ja auch noch seine Äußerung über das Libretto als „französischen Abfall“, die oftmals als ein Indiz für Haydns Ablehnung der Rousseauschen Thesen gewertet wird. Es lässt sich aber zumindest die humorvolle Haltung des Komponisten an vielen Stellen aus der Musik heraushören, beispielsweise im Chor des Landvolks beim Weinfest, von dem Haydn sagte,
„einen so komischen Kontrapunkt und eine so besoffene Fuge habe ich noch nie geschrieben“.



© Manfred Rückert für Tamino-Oratorienführer 2013
unter Hinzuziehung folgender Quellen:
Eulenburg-Taschenpartitur
Propyläen - Welt der Musik (Alfred Baumgartner)
Kurt Pahlen: Oratorien der Welt
.

MUSIKWANDERER

musikwanderer

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2

Mittwoch, 6. Februar 2013, 16:56

Diskographische Hinweise

Auch an den Aufnahmen der JAHRESZEITEN läßt sich feststellen, daß "Die Schöpfung" wesentlich beliebter ist. Dennoch ist bei den Tamino-Werbepartnern eine Vielzahl von Einspielungen im Angebot; einige seien hier aufgeführt:


Nebenstehend die Aufnahme des Eröffnungskonzertes der Schwetzinger Festspiele von 1959, das Jahr des 150. Todestages von Joseph Haydn. Mit Fritz Wunderlich, Agnes Giebel und Kieth Engen, Dirigent Hans Müller-Kray.


Aus Anlaß des 200. Todestages von Haydn dirigierte Bruno Weil in der Philharmonie Essen DIE JAHRESZEITEN. Mit Sibylla Rubens, Jan Kobow und Hanno Müller-Brachmann, dem Tölzer Knabenchor und der Capella Coloniensis.


Nikolaus Harnoncourts Einspielung mit Angela Maria Blasi, Josef Protschka und Robert Holl; der Wiener Singverein; die Wiener Symphoniker. Ulrich Schreiber schrieb in stereoplay 1/88: "...ein Haydn in frischen, leuchtenden Farben, mit viel innerer Dynamik und äußerem Glanz. Höchste und hohe Bewertungen für Interpretation und Klangqualität."


Die Karajan-Aufnahme mit Gundula Janowitz, Walter Berry, Werner Hollweg; der Chor der Deutschen Oper Berlin, die Berliner Philharmoniker.


Bei Karl Böhm ist Gundula Janowitz ebenfalls dabei, ferner Peter Schreier und Martti Talvela. Wie bei Karajan singt auch hier der Wiener Singverein den Chorpart, wie bei Harnoncourt spielen die Wiener Symphoniker. "Grand Prix du Disque","Edison-Preis" "Deutscher Schallplattenpreis". FonoForum kommentierte in 2/89: "Ein Juwel aus dem diskographischen Vermächtnis Karl Böhms. Die Aufnahmetechnik sorgt für optimale Transparenz, so daß Haydns Instrumentationskunst voll zur Geltung kommt. Die Sänger der Aufnahme befanden sich damals auf der Höhe ihrer Darstellungskunst.


Als Solisten sind in John Eliot Gardiners Aufnahme Barbara Bonney, Anthony Rolfe Johnson und Andreas Schmidt eingesetzt; der Monteverdi Choir, die English Baroque Soloists. W. Goertz urteilte in FonoForum 7/92: "Von Frühling bis Winter hat das Jahr einen enormen dynamischen Spielraum, bunt-animierende Farben und schillernde, ja drastische Kontraste. (...) Auf dem vokalen Acker scheint die Saat von Barbara Bonney, Anthony Rolfe Johnson und Andreas Schmidt ebenfalls aufs Beste aufgegangen. Die Qualität des Monteverdi Choirs sind überwältigend."


Nochmals Nikolaus Harnoncourt, hier mit seinem Concentus musicus Wien, dem Arnold Schönberg Chor und den Solisten Genia Kühmeier, Werner Güra und Christian Gerhaher. In stereoplay 09/09 war zu lesen: "Dem stellt das grandiose Solistenterzett eine fast schon Schubert-nahe existenzielle Inbrunst gegenüber: Genia Kühmeier mit bestens geführtem Sopran, Werner Güra mit licht-intensivem Tenor, Christian Gerhaher mit expressivem Bariton."


Nebenstehend Historisches mit Ferenc Fricsay, dem RIAS Kammerchor und dem RIAS Orchester Berlin. Als Solisten wirken Elfride Trötschel, Walther Ludwig und Josef Greindl mit. Aus der Produktinformation: Dank der kristallinen Klarheit und analytischen Tiefenschärfe seiner Interpretationen galt der ungarische Dirigent Ferenc Fricsay (1914-1963) als idealer Anwalt nicht nur für Musik der Gegenwart, sondern auch für die der Wiener Klassik. Entsprechend seinem Naturell nahm Fricsay hier von romantisierendem, breitwandigem Musizieren Abstand. Vielmehr ist er als kühl lodernder Musiker zu charakterisieren, der jedoch bei allem Intellekt immer auch in die emotionale Tiefe ging. Exemplarisch hierfür ist die vorliegende, lange vergriffene, Studioproduktion von Haydns Oratorium „Die Jahreszeiten“, die 1952 entstand.


Edith Mathis, Werner Hollweg und Franz Crass hatte Rafael Kubelik für seine Einspielung der JAHRESZEITEN zur Verfügung. Chor und Orchester des Bayerischen Rundfunks. W. Pfister urteilte in FonoForum 8/98: "Der Chor hat optimale Präsenz, das Orchester glänzt mit eloquenten Holzbläser-Soli, und ein Cembalist sorgt in den Rezitativen für eine fantasievoll-lebendige Continuo-Stütze."


Und auch nebenstehend Historisches und in englischer Sprache. Mit Morison, Young, Langdon; die Beecham Choral Society, das Royal PO, Leitung Thomas Beecham. Aus dem Produktinfo: In der Boxen-Serie COLLECTOR'S EDITION sind jetzt endlich Sir Thomas Beechams Einspielungen von Haydns berühmten 12 "Londoner Sinfonien" sowie des Oratoriums "The Seasons" (Die Jahreszeiten) von 1958-1960 wieder aufgelegt worden: Nach Meinung maßgeblicher Kritiker Referenz-Aufnahmen der Haydn-Diskographie. Beecham und das Royal Philharmonic Orchestra mißverstehen Haydn nicht als gepflegten Klassiker, sondern musizieren einen springlebendigen, augenzwinkernden Haydn voller origineller Einfälle und überraschender musikalischer Einfälle.


In der Naxos-Einspielung ist die bei Bruno Weill eingesetzte Sibylla Rubens ebenfalls dabei, außerdem Andreas Karasiak und Stephan MacLeod; das Leipziger Kammerorchester, der Gewandhaus Kammerchor, Leitung Morten Schuldt-Jensen.
.

MUSIKWANDERER

Theophilus

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3

Donnerstag, 12. November 2015, 20:18

Haydn - Die Jahreszeiten - Das Libretto

Tamino Oratorienführer



DER FRÜHLING

Nr. 1 - Ouverture

Die Einleitung stellt den Übergang vom Winter zum Frühling dar.

Recitativo

SIMON
Seht, wie der strenge Winter flieht!
Zum fernen Pole zieht er hin.
Ihm folgt auf seinen Ruf
Der wilden Stürme brausend Heer
Mit grässlichem Geheul.

LUKAS
Seht, wie vom schroffen Fels der Schnee
In trüben Strömen sich ergiesst!

HANNE
Seht, wie vom Süden her,
Durch laue Winde sanft gelockt,
Der Frühlingsbote streicht!

Nr. 2 - Chor des Landvolks

LANDVOLK
Komm, holder Lenz,
Des Himmels Gabe, komm!
Aus ihrem Todesschlaf
Erwecke die Natur!

WEIBER UND MÄDCHEN
Er nahet sich, der holde Lenz;
Schon fühlen wir den linden Hauch,
Bald lebet alles wieder auf.

MÄNNER
Frohlocket ja nicht allzufrüh!
Oft schleicht, in Nebel eingehüllt,
Der Winter wohl zurück und streut
Auf Blüt' und Keim sein starres Gift.

ALLE
Komm, holder Lenz,
Des Himmels Gabe komm!
Auf unsere Fluren senke dich,
Komm, holder Lenz, o komm!
Und weile länger nicht!

Nr. 3a - Recitativo

SIMON
Vom Widder strahlet jetzt
Die helle Sonn' auf uns herab.
Nun weichen Frost und Dampf,
Und schweben laue Dünst' umher.
Der Erde Busen ist gelöst;
Erheitert ist die Luft.

Nr. 3b - Aria

SIMON
Schon eilet froh der Ackersmann
Zur Arbeit auf das Feld;
In langen Furchen schreitet er
Dem Pfluge flötend nach.
In abgemessnem Gange dann
Wirft er den Samen aus;
Den birgt der Acker treu
Und reift ihn bald
Zur goldnen Frucht.

NR. 4a - Recitativo

LUKAS
Der Landmann hat sein Werk vollbracht
Und weder Müh' noch Fleiss gespart.
Den Lohn erwartet er
Aus Händen der Natur
Und fleht darum den Himmel an.

Nr. 4b - Chor

LUKAS UND CHOR
Sei nun gnädig, milder Himmel!
Öffne dich und träufe Segen
Über unser Land herab!

LUKAS
Lass deinen Tau die Erde wässern!

SIMON
Lass Regenguss die Furchen tränken!

HANNE
Lass deine Lüfte wehen sanft,
Lass deine Sonne scheinen hell!

ALLE DREI
Uns spriesset Überfluss alsdann,
Und deiner Güte Dank und Ruhm.

CHOR
Sei nun gnädig, milder Himmel!
Öffne dich und träufe Segen
Über unser Land herab!

MÄNNER
Lass deinen Tau usw.

WEIBER
Lass deine Lüfte usw.

ALLE
Uns spriesset Überfluss alsdann,
Und deiner Güte Dank und Ruhm.

Nr. 5a - Recitativo

HANNE
Erhört ist unser Flehn;
Der laue West erwärmt und füllt
Die Luft mit feuchten Dünsten an.
Sie häufen sich nun fallen sie
Und giessen in der Erde Schoss
Den Schmuck und Reichtum der Natur.

Nr. 5b - Freudenlied
Mit abwechselndem Chor der Jugend

HANNE
Oh, wie lieblich
Ist der Anblick
Der Gefilde jetzt!
Kommt, ihr Mädchen,
Lasst uns wallen
Auf der bunten Flur!

LUKAS
Oh, wie lieblich
Ist der Anblick
Der Gefilde jetzt!
Kommt, ihr Bursche,
Lasst uns wallen
Zu dem grünen Hain!

BEIDE
Oh, wie lieblich
Ist der Anblick
Der Gefilde jetzt!

HANNE
Kommt, ihr Mädchen!

LUKAS
Kommt, ihr Bursche!

BEIDE
Lasst uns wallen
Auf der bunten Flur!
Oh, wie lieblich
Ist der Anblick
Der Gefilde jetzt!

HANNE
Seht die Lilie, seht die Rose,
Seht die Blumen all!

LUKAS
Seht die Auen, seht die Wiesen,
Seht die Felder all!

CHOR (MÄDCHEN UND BURSCHE)
Oh, wie lieblich
Ist der Anblick
Der Gefilde jetzt!

MÄDCHEN
Lasst uns wallen
Auf der bunten Flur!

BURSCHE
Lasst uns wallen
Zu dem grünen Hain!

CHOR (ALLE)
Oh, wie lieblich
Ist der Anblick
Der Gefilde jetzt!

HANNE
Seht die Erde,
Seht die Wasser,
Seht die helle Luft!

LUKAS
Alles lebet,
Alles schwebet,
Alles reget sich.

HANNE
Seht die Lämmer,
Wie sie springen.

LUKAS
Seht die Fische,
Welch Gewimmel!

HANNE
Seht die Bienen,
Wie sie schwärmen.

LUKAS
Seht die Vögel,
Welch Geflatter!

CHOR (ALLE)
Alles lebet,
Alles schwebet,
Alles reget sich.

MÄDCHEN
Welche Freude,
Welche Wonne
Schwellet unser Herz!

BURSCHE
Süsse Triebe,
Sanfte Reize
Heben unsre Brust.

SIMON
Was ihr fühlet,
Was euch reizet
Ist des Schöpfers Hauch.

CHOR (MÄDCHEN UND BURSCHE)
Lasst uns ehren,
Lasst uns loben,
Lasst uns preisen ihn!

MÄNNER
Lasst erschallen,
Ihm zu danken,
Eure Stimmen hoch!

CHOR (ALLE)
Es erschallen,
Ihm zu danken,
Unsre Stimmen hoch!

CHOR (ALLE)
Ewiger, mächtiger, gütiger Gott!

HANNE, LUKAS
Von deinem Segensmahle

SIMON
Hast du gelabet uns.

MÄNNER
Mächtiger Gott!

HANNE, LUKAS
Vom Strome deiner Freuden

SIMON
Hast du getränket uns.
Gütiger Gott!

CHOR (ALLE)
Ewiger, mächtiger, gütiger Gott!

SIMON
Ewiger!

LUKAS
Mächtiger!

HANNE
Gütiger Gott!

CHOR (ALLE)
Ehre, Lob und Preis sei dir, Ewiger, gütiger, mächtiger Gott!


Der Sommer

Nr. 6a - Recitativo
Die Einleitung stellt die Morgendämmerung vor.

LUKAS
In grauem Schleier rückt heran
Das sanfte Morgenlicht,
Mit lahmen Schritten weicht vor ihm
Die träge Nacht zurück.
Zu düstren Höhlen flieht
Der Leichenvögel blinde Schar;
Ihr dumpfer Klageton
Beklemmt das bange Herz nicht mehr.

SIMON
Des Tages Herold meldet sich;
Mit scharfem Laute rufet er
Zu neuer Tätigkeit
Den ausgeruhten Landmann auf.

Nr. 6b - Aria

SIMON
Der muntre Hirt versammelt nun
Die frohen Herden um sich her;
Zur fetten Weid' auf grünen Höh'n
Treibet er sie langsam fort.
Nach Osten blickend steht er dann
Auf seinem Stabe hingelehnt,
Zu sehn den ersten Sonnenstrahl,
Welchem er entgegenharrt.

Recitativo

HANNE
Die Morgenröte bricht hervor;
Wie Rauch verflieget das leichte Gewölk;
Der Himmel pranget im hellen Azur,
Der Berge Gipfel in feurigem Gold.

Nr. 7 - Chor

HANNE, LUKAS
Sie steigt herauf, die Sonne, sie steigt.

SIMON
Sie naht, sie kommt.
Sie strahlt, sie scheint.

CHOR
Sie scheint in herrlicher Pracht
In flammender Majestät.
Heil, o Sonne, Heil!
Des Lichts und Lebens Quelle, Heil!
O du, des Weltalls Seel' und Aug',
Der Gottheit schönstes Bild,
Dich grüssen dankbar wir!

HANNE, LUKAS, SIMON
Wer spricht sie aus, die Freuden alle,
Die deine Huld in uns erweckt?
Wer zählet sie, die Segen alle,
Die deine Mild' auf uns ergiesst?

CHOR
Die Freuden, o wer spricht sie aus?
Die Segen, o wer zählet sie?
Wer spricht sic aus? Wer zählet sie?
Wer?

HANNE
Dir danken wir, was uns ergötzt.

LUKAS
Dir danken wir, was uns belebt.

SIMON
Dir danken wir, was uns erhält.

ALLE DREI
Dem Schöpfer aber danken wir,
Was deine Kraft vermag.

CHOR MIT SOLI
Heil, o Sonne, Heil!
Des Lichts und Lebens Quelle, Heil!
Dir jauchzen alle Stimmen,
Dir jauchzet die Natur.

Nr. 8a - Recitativo

SIMON
Nun regt und bewegt sich alles umher;
Ein buntes Gewühl bedecket die Flur.
Dem braunen Schnitter neiget sich
Der Saaten wallende Flut,
Die Sense blitzt – da sinkt das Korn;
Doch steht es bald und aufgehäuft
In festen Garben wieder da.

Nr. 8b - Recitativo

LUKAS
Die Mittagssonne brennet jetzt
In voller Glut und giesst
Durch die entwölkte Luft
Ihr mächtiges Feuer in Strömen hinab.
Ob den gesengten Flächen schwebt
Im niedern Qualm ein blendend Meer
Von Licht und Widerschein.

Nr. 8c - Cavatina

LUKAS
Dem Druck erlieget die Natur.
Welke Blumen,
Dürre Wiesen,
Trock'ne Quellen:
Alles zeigt der Hitze Wut,
Und kraftlos schmachten Mensch und Tier
Am Boden hingestreckt.

Nr. 9a - Recitativo

HANNE
Willkommen jetzt, o dunkler Hain,
Wo der bejahrten Eiche Dach
Den kühlenden Schirm gewährt,
Und wo der schlanken Espe Laub
Mit leisem Gelispel rauscht!
Am weichen Moose rieselt da
In heller Flut der Bach,
Und fröhlich summend irrt und wirrt
Die bunte Sonnenbrut;
Der Kräuter reinen Balsamduft
Verbreitet Zephyrs Hauch,
Und aus dem nahen Busche tönt
Des jungen Schäfers Rohr.

Nr. 9b - Aria

HANNE
Welche Labung für die Sinne!
Welch' Erholung für das Herz!
Jeden Aderzweig durchströmet
Und in jeder Nerve hebt
Erquickendes Gefühl.
Die Seele wachet auf
Zum reizenden Genuss,
Und neue Kraft erhebt
Durch milden Drang die Brust.

Nr. 10a - Recitativo

SIMON
O seht! Es steiget in der schwülen Luft
Am hohen Saume des Gebirgs
Von Dampf und Dunst ein fahler Nebel auf.
Empor gedrängt, dehnt er sich aus
Und hüllet bald den Himmelsraum
In schwarzes Dunkel ein.

LUKAS
Hört, wie vom Tal ein dumpf Gebrüll
Den wilden Sturm verkünd't!
Seht, wie von Unheil schwer
Die finst're Wolke langsam zieht
Und drohend auf die Eb'ne sinkt!

HANNE
In banger Ahnung stockt
Das Leben der Natur.
Kein Tier, kein Blatt beweget sich,
Und Todesstille herrscht umher!

Nr. 10b - Chor. Das Ungewitter

CHOR
Ach, das Ungewitter naht!
Hilf uns, Himmel!
O, wie der Donner rollt!
O, wie die Winde toben!
Wo flieh'n wir hin?
Flammende Blitze durchwühlen die Luft;
Von zackigen Keilen berstet die Wolke,
Und Güsse stürzen herab.
Wo ist Rettung?
Wütend rast der Sturm;
Der weite Himmel entbrennt.
Weh' uns Armen!
Schmetternd krachen,
Schlag auf Schlag,
Die schweren Donner fürchterlich.
Weh' uns, weh' uns!
Erschüttert wankt die Erde
Bis in des Meeres Grund.

LUKAS
Die düstren Wolken trennen sich,
Gestillet ist der Stürme Wut.

HANNE
Vor ihrem Untergange
Blickt noch die Sonn' empor,
Und von dem letzten Strahle glänzt
Mit Perlenschmuck geziert die Flur.

SIMON
Zum langgewohnten Stalle kehrt,
Gesättigt und erfrischt,
Das fette Rind zurück.

LUKAS
Dem Gatten ruft die Wachtel schon.

HANNE
Im Grase zirpt die Grille froh,

SIMON
Und aus dem Sumpfe quakt der Frosch.

ALLE DREI
Die Abendglocke tönt;
Von oben winkt der helle Stern
Und ladet uns zur sanften Ruh.

MÄNNER
Mädchen, Bursche, Weiber, kommt,
Unser wartet süsser Schlaf,
Wie reines Herz, gesunder Leib
Und Tages Arbeit ihn gewährt.
Mädchen, Bursche, Weiber, kommt!

MÄDCHEN
Wir gehen, wir folgen euch.

CHOR: ALLE
Die Abendglocke hat getönt;
Von oben winkt der helle Stern
Und ladet uns zur sanften Ruh.


Der Herbst

Nr. 11 - Recitativo
Der Einleitung Gegenstand ist des Landmanns freudiges Gefühl über die reiche Ernte.

HANNE
Was durch seine Blüte
Der Lenz zuerst versprach,
Was durch seine Wärme
Der Sommer reifen hiess,
Zeigt der Herbst in Fülle
Dem frohen Landmann jetzt.

LUKAS
Den reichen Vorrat führt er nun
Auf hochbeladnen Wagen ein.
Kaum fasst der weiten Scheune Raum,
Was ihm sein Feld hervorgebracht.
SIMON
Sein heitres Auge blickt umher,
Es misst den aufgetürmten Segen ab,
Und Freude strömt in seine Brust.

Nr. 12 - Terzetto mit Chor

SIMON
So lohnet die Natur den Fleiss,
Ihn ruft, ihn lacht sie an;
Ihn muntert sie durch Hoffnung auf,
Ihm steht sie willig bei;
Ihm wirket sie mit voller Kraft.

HANNE, LUKAS
Von dir, o Fleiss, kommt alles Heil.
Die Hütte, die uns schirmt,
Die Wolle, die uns deckt,
Die Speise, die uns nährt,
Ist deine Gab', ist dein Geschenk.
O Fleiss, o edler Fleiss!

SIMON
O Fleiss, o edler Fleiss!
Von dir kommt alles Heil.

HANNE
Du flössest Tugend ein,
Und rohe Sitten milderst du.

LUKAS
Du wehrest Laster ab
Und reinigest der Menschen Herz.

SIMON
Du stärkest Mut und Sinn
Zum Guten und zu jeder Pflicht.

ALLE DREI UND CHOR
O Fleiss, o edler Fleiss!
Von dir kommt alles Heil.
Die Hütte, die uns schirmt,
Die Wolle, die uns deckt,
Die Speise, die uns nährt,
Ist deine Gab', ist dein Geschenk.

Nr. 13a - Recitativo

HANNE
Seht, wie zum Haselbusche dort
Die rasche Jugend eilt!
An jedem Aste schwinget sieh
Der Kleinen lose Schar,
Und der bewegten Staud' entstürzt
Gleich Hagelschau'r die lockre Frucht.

SIMON
Hier klimmt der junge Bau'r
Den hohen Stamm entlang
Die Leiter flink hinauf.
Vom Wipfel, der ihn deckt,
Sieht er sein Liebchen nah'n,
Und ihrem Tritt entgegen
Fliegt dann in trautem Scherze
Die runde Nuss herab.

LUKAS
Im Garten stehn um jeden Baum
Die Mädchen gross und klein,
Dem Obste, das sie klauben,
An frischer Farbe gleich.

Nr. 13b - Duetto

LUKAS
Ihr Schönen aus der Stadt, kommt her!
Blickt an die Tochter der Natur,
Die weder Putz noch Schminke ziert!
Da seht mein Hannchen, seht!
Ihr blüht Gesundheit auf den Wangen,
Im Auge lacht Zufriedenheit,
Und aus dem Munde spricht das Herz,
Wenn sie mir Liebe schwört.

HANNE
Ihr Herrchen süss und fein, bleibt weg!
Hier schwinden eure Künste ganz,
Und glatte Worte wirken nicht;
Man gibt euch kein Gehör.
Nicht Gold, nicht Pracht kann uns verblenden.
Ein redlich Herz ist, was uns rührt,
Und meine Wünsche sind erfüllt,
Wenn treu mir Lukas ist.

LUKAS
Blätter fallen ab,
Früchte welken hin,
Tag' und Jahr' vergehn,
Nur meine Liebe nicht.

HANNE
Schöner grünt das Blatt,
Süsser schmeckt die Frucht,
Heller glänzt der Tag,
Wenn deine Liebe spricht.

BEIDE
Welch ein Glück ist treue Liebe!
Unsre Herzen sind vereinet,
Trennen kann sie Tod allein.

LUKAS
Liebstes Hannchen!

HANNE
Bester Lukas!

BEIDE
Lieben und geliebet werden
Ist der Freuden höchster Gipfel,
Ist des Lebens Wonn' und Glück.

Nr. 14a - Recitativo

SIMON
Nun zeiget das entblösste Feld
Der ungebet'nen Gäste Zahl,
Die an den Halmen Nahrung fand,
Und irrend jetzt sie weiter sucht.
Des kleinen Raubes klaget nicht
Der Landmann, der ihn kaum bemerkt;
Dem Übermasse wünscht er doch
Nicht ausgestellt zu sein.
Was ihn dagegen sichern mag,
Sieht er als Wohltat an,
Und willig frönt er dann zur Jagd,
Die seinen guten Herrn ergötzt.

Nr. 14b - Aria

SIMON
Seht auf die breiten Wiesen hin!
Seht, wie der Hund im Grase streift!
Am Boden suchet er die Spur
Und geht ihr unablässig nach.
Jetzt aber reisst Begierd' ihn fort;
Er horcht auf Ruf und Stimme nicht mehr;
Er eilet zu haschen – da stockt sein Lauf,
Nun steht er unbewegt wie Stein.
Dem nahen Feinde zu entgehn,
Erhebt der scheue Vogel sich;
Doch rettet ihn nicht schneller Flug.
Es blitzt, es knallt, ihn erreichet das Blei,
Und wirft ihn tot aus der Luft herab.

Nr. 15a - Recitativo

LUKAS
Hier treibt ein dichter Kreis
Die Hasen aus dem Lager auf.
Von allen Seiten hingedrängt
Hilft ihnen keine Flucht.
Schon fallen sie und liegen bald
In Reihen freudig hingezählt.

Nr. 15b - Chor (Landvolk und Jäger)

MÄNNER
Hört das laute Getön,
Das dort im Walde klinget!

WEIBER
Welch ein lautes Getön
Durchklingt den ganzen Wald!

ALLE
Es ist der gellende Hörner Schall,
Der gierigen Hunde Gebelle.

MÄNNER
Schon flieht der aufgesprengte Hirsch,
Ihm rennen die Doggen und Reiter nach.

ALLE
Er flieht, er flieht. O wie er sich streckt!
Ihm rennen die Doggen und Reiter nach.
O wie er springt! O wie er sich streckt!
Da bricht er aus den Gesträuchen hervor
Und läuft über Feld in das Dickicht hinein.

MÄNNER
Jetzt hat er die Hunde getäuscht;
Zerstreuet schwärmen sie umher.

ALLE
Die Hunde sind zerstreut,
Sie schwärmen hin und her.

JÄGER
Tajo! Tajo! Tajo!

MÄNNER
Der Jäger Ruf, der Hörner Klang
Versammelt auf's neue sie.

JÄGER
Ho! Ho! Tajo! Tajo!

MÄNNER UND WEIBER
Mit doppeltem Eifer stürzet nun
Der Haufe vereint auf die Fährte los.

JÄGER
Tajo! Tajo! Tajo!

WEIBER
Von seinen Feinden eingeholt,
An Mut und Kräften ganz erschöpft,
Erlieget nun das schnelle Tier.

MÄNNER
Sein nahes Ende kündigt an
Des tönenden Erzes Jubellied,
Der freudigen Jäger Siegeslaut.

JÄGER
Halali, Halali, Halali!

WEIBER
Den Tod des Hirsches kündigt an
Des tönenden Erzes Jubellied,
Der freudigen Jäger Siegeslaut.

ALLE
Halali, Halali, Halali!

Nr. 16a - Recitativo

HANNE
Am Rebenstocke blinket jetzt
Die helle Traub' in vollem Safte
Und ruft dem Winzer freundlich zu,
Dass er zu lesen sie nicht weile.

SIMON
Schon werden Kuf' und Fass
Zum Hügel hingebracht,
Und aus den Hütten strömet
Zum frohen Tagewerke
Das muntre Volk herbei.

HANNE
Seht, wie den Berg hinan
Von Menschen alles wimmelt!
Hört, wie der Freude Ton
Von jeder Seit' erschallet!

LUKAS
Die Arbeit fördert lachender Scherz
Vom Morgen bis zum Abend hin,
Und dann erhebt der brausende Most
Die Fröhlichkeit zum Lustgeschrei.

Nr. 16b - Chor

ALLE
Juchhe! Juchhe! Der Wein ist da,
Die Tonnen sind gefüllt.
Nun lasst uns fröhlich sein,
Und Juchhe, Juchhe, Juch!
Aus vollem Halse schrein.

MÄNNER
Lasst uns trinken!
Trinket, Brüder!
Lasst uns fröhlich sein.

WEIBER
Lasst uns singen,
Singet alle!
Lasst uns fröhlich sein.

ALLE
Juchhe, Juch! Es lebe der Wein!

MÄNNER
Es lebe das Land, wo er uns reift!
Es lebe das Fass, das ihn verwahrt!
Es lebe der Krug, woraus er fliesst!

MÄNNER
Kommt, ihr Brüder,
Füllt die Kannen,
Leert die Becher!
Lasst uns fröhlich sein!

ALLE
Heida! Lasst uns fröhlich sein,
Und Juchhe, Juchhe, Juch!
Aus vollem Halse schrein!

WEIBER
Nun tönen die Pfeifen
Und wirbelt die Trommel.
Hier kreischet die Fiedel,
Da schnarret die Leier,
Und dudelt der Bock.

MÄNNER
Schon hüpfen die Kleinen,
Und springen die Knaben;
Dort ?iegen die Mädchen
Im Arme der Burschen
Den ländlichen Reih'n.

WEIBER
Heisa, hopsa, lasst uns hüpfen!

MÄNNER
Ihr Brüder, kommt!

WEIBER
Heisa, hopsa, lasst uns springen!

MÄNNER
Die Kannen füllt!

WEIBER
Heisa, hopsa, lasst uns tanzen!

MÄNNER
Die Becher leert!

ALLE
Heida, lasst uns fröhlich sein!
Heida und Juchhe!
Aus vollem Halse schrein!

MÄNNER
Jauchzet, lärmet,
Springet, tanzet,
Lachet, singet!
Nun fassen wir den letzten Krug!

ALLE
Und singen dann im vollen Chor
Dem freudenreichen Rebensaft!
Heisa, hei, Juchhe, Juch!
Es lebe der Wein, der edle Wein,
Der Grillen und Harm verscheucht!
Sein Lob ertöne laut und hoch
In tausendfachem Jubelschall!
Heida, lasst uns fröhlich sein!
Und Juchhe, Juchhe, Juch, aus vollem Halse schrein!

Der Winter

Nr. 17 - Recitativo

Die Einleitung schildert die dicken Nebel, womit der Winter anfängt.

SIMON
Nun senket sich das blasse Jahr,
Und fallen Dünste kalt herab.
Die Berg' umhüllt ein grauer Dampf,
Der endlich auch die Flächen drückt
Und am Mittage selbst
Der Sonne matten Strahl verschlingt.

HANNE
Aus Lapplands Höhlen schreitet her
Der stürmisch düst're Winter jetzt.
Vor seinem Tritt erstarrt
In banger Stille die Natur.

Cavatina

HANNE
Licht und Leben sind geschwächet;
Wärm' und Freude sind verschwunden.
Unmutsvollen Tagen folget
Schwarzer Nächte lange Dauer.

Nr. 18a - Recitativo

LUKAS
Gefesselt steht der breite See.
Gehemmt in seinem Laufe der Strom.
Im Sturze vom türmenden Felsen hängt
Gestockt und stumm der Wasserfall.
Im dürren Haine tönt kein Laut;
Die Felder deckt, die Täler füllt

Nr. 18b - Aria

LUKAS
Hier steht der Wand'rer nun,
Verwirrt und zweifelhaft,
Wohin den Schritt er lenken soll.
Vergebens suchet er den Weg;
Ihn leitet weder Pfad noch Spur.
Vergebens strenget er sich an
Und watet durch den tiefen Schnee;
Er find't sich immer mehr verirrt.
Jetzt sinket ihm der Mut,
Und Angst beklemmt sein Herz,
Da er den Tag sich neigen sieht,
Und Müdigkeit und Frost
Ihm alle Glieder lähmt.
Doch plötzlich trifft sein spähend Aug'
Der Schimmer eines nahen Lichts.
Da lebt er wieder auf;
Vor Freude pocht sein Herz.
Er geht, er eilt der Hütte zu,
Wo starr und matt er Labung hofft.

Nr. 19a - Recitativo

LUKAS
So wie er naht, schallt in sein Ohr,
Durch heulende Winde nur erst geschreckt,
Heller Stimmen lauter Klang.

HANNE
Die warme Stube zeigt ihm dann
Des Dörfchens Nachbarschaft,
Vereint im trauten Kreise,
Den Abend zu verkürzen
Mit leichter Arbeit und Gespräch.

SIMON
Am Ofen schwatzen hier
Von ihrer Jugend Zeit die Väter.
Zu Korb' und Reusen flicht
Die Weidengert' und Netze strickt
Der Söhne munt'rer Haufe dort.
Am Rocken spinnen die Mütter,
Am laufenden Rade die Töchter,
Und ihren Fleiss belebt
Ein ungekünstelt frohes Lied.

Nr. 19b - Chor

CHOR (WEIBER UND MÄDCHEN)
Knurre, schnurre, knurre!
Schnurre, Rädchen, schnurre!

HANNE
Drille, Rädchen, lang und fein,
Drille fein ein Fädelein
Mir zum Busenschleier!

WEIBER UND MÄDCHEN
Knurre, schnurre, knurre!
Schnurre, Rädchen, schnurre!

HANNE
Weber, webe zart und fein,
Webe fein das Schleierlein
Mir zur Kirmesfeier.

WEIBER UND MÄDCHEN
Knurre, schnurre, knurre!
Schnurre, Rädchen, schnurre!

HANNE
Aussen blank und innen rein
Muss des Mädchens Busen sein,
Wohl deckt ihn der Schleier.

WEIBER UND MÄDCHEN
Knurre, schnurre, knurre!
Schnurre, Rädchen, schnurre!

HANNE
Aussen blank und innen rein,
Fleissig, fromm und sittsam sein,
Locket wack're Freier.

CHOR (ALLE)
Aussen blank und innen rein,
Fleissig, fromm und sittsam sein,
Locket wack're Freier.

Nr. 20a - Recitativo

LUKAS
Abgesponnen ist der Flachs;
Nun steh'n die Räder still.
Da wird der Kreis verengt
Und von dem Männervolk umringt
Zu horchen auf die neue Mär',
Die Hanne jetzt erzählen wird.

Nr. 20b - Chor

HANNE
Ein Mädchen, das auf Ehre hielt,
Liebt einst ein Edelmann;
Da er schon längst auf sie gezielt,
Traf er allein sie an.
Er stieg sogleich vom Pferd' und sprach:
Komm, küsse deinen Herrn!
Sie rief vor Angst und Schrecken: Ach!
Ach ja! ... von Herzen gern.

CHOR
Ei, ei, warum nicht nein?

HANNE
Sei ruhig, sprach er, liebes Kind,
Und schenke mir dein Herz!
Denn meine Lieb' ist treu gesinnt,
Nicht Leichtsinn oder Scherz.
Dich mach' ich glücklich: nimm dies Geld,
Den Ring, die gold'ne Uhr!
Und hab' ich sonst, was dir gefällt,
So sag's und ford're nur!

CHOR
Ei, ei, das klingt recht fein!

HANNE
Nein, sagt sie, das wär' viel gewagt,
Mein Bruder möcht' es sehn,
Und wenn er's meinem Vater sagt,
Wie wird mir's dann ergehn?
Er ackert uns hier allzu nah.
Sonst könnt' es wohl geschehn.
Schaut nur: von jenem Hügel da
Könnt Ihr ihn ackern sehn.

CHOR
Ho, ho! Was soll das sein?

HANNE
Indem der Junker geht und sieht,
Schwingt sich das lose Kind
Auf seinen Rappen und entflieht
Geschwinder als der Wind.
Lebt wohl, ruft sie, mein gnäd'ger Herr!
So räch' ich meine Schmach.
Ganz eingewurzelt stehet er
Und gafft ihr staunend nach.

CHOR
Ha, ha, das war recht fein!

Nr. 21a - Recitativo

SIMON
Vom dürren Oste dringt
Ein scharfer Eishauch jetzt hervor.
Schneidend fährt er durch die Luft,
Verzehret jeden Dunst
Und hascht des Tieres Odem selbst.
Des grimmigen Tyranns,
Des Winters Sieg ist nun vollbracht,
Und stummer Schrecken drückt
Den ganzen Umfang der Natur.

Nr. 21b - Aria

SIMON
Erblicke hier, betörter Mensch,
Erblicke deines Lebens Bild.
Verblühet ist dein kurzer Lenz,
Erschöpfet deines Sommers Kraft.
Schon welkt dein Herbst dem Alter zu;
Schon naht der bleiche Winter sich
Und zeiget dir das offne Grab.
Wo sind sie nun, die hoh'n Entwürfe,
Die Hoffnungen von Glück,
Die Sucht nach eitlem Ruhme,
Der Sorgen schwere Last?
Wo sind sie nun, die Wonnetage,
Verschwelgt in Üppigkeit?
Und wo die frohen Nächte,
Im Taumel durchgewacht?
Verschwunden sind sie, wie ein Traum.
Nur Tugend bleibt.

Recitativo

SIMON
Die bleibt allein
Und leitet uns unwandelbar
Durch Zeit und Jahreswechsel,
Durch Jammer oder Freude
Bis zu dem höchsten Ziele hin.

Nr. 22 - Chor

SIMON
Dann bricht der grosse Morgen an!
Der Allmacht zweites Wort erweckt
Zu neuem Dasein uns,
Von Pein und Tod auf immer frei.

LUKAS, SIMON
Die Himmelspforten öffnen sich,
Der heil'ge Berg erscheint.
Ihn krönt des Herren Zelt,
Wo Ruh' und Friede thront.

ERSTER CHOR
Wer darf durch diese Pforte gehn?

HANNE, LUKAS, SIMON
Der Arges mied und Gutes tat.

ZWEITER CHOR
Wer darf besteigen diesen Berg?

HANNE, LUKAS, SIMON
Von dessen Lippen Wahrheit floss.

ERSTER CHOR
Wer wird in diesem Zelte wohnen?

HANNE, LUKAS, SIMON
Der Armen und Bedrängten half.

ZWEITER CHOR
Wer wird den Frieden dort geniessen?

HANNE, LUKAS, SIMON
Der Schutz und Recht der Unschuld gab.

ERSTER CHOR
O seht, der grosse Morgen naht.

ZWEITER CHOR
O seht, er leuchtet schon.

BEIDE CHÖRE
Die Himmelspforten öffnen sich;
Der heil'ge Berg erscheint.

ERSTER CHOR
Vorüber sind,

ZWEITER CHOR
Verbrauset sind,

ERSTER CHOR
Die leidenvollen Tage,

ZWEITER CHOR
Des Lebens Winterstürme.

BEIDE CHÖRE
Ein ew'ger Frühling herrscht,
Und grenzenlose Seligkeit
Wird der Gerechten Lohn.

HANNE, LUKAS
Auch uns wird einst ein solcher Lohn!

SIMON
Lasst uns wirken, lasst uns streben!

ERSTER CHOR
Lasst uns kämpfen,

ZWEITER CHOR
Lasst uns harren,

BEIDE CHÖRE
Zu erringen diesen Preis.
Uns leite deine Hand, o Gott!
Verleih' uns Stärk' und Mut;
Dann singen wir, dann gehn wir ein
In deines Reiches Herrlichkeit.
Amen.

Für HTML eingerichtet von Franz Korat ©2015


Ciao

Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!