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Cartman

Profi

  • »Cartman« ist männlich
  • »Cartman« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 339

Registrierungsdatum: 30. März 2011

1

Samstag, 30. März 2013, 09:40

Zeitgenossen aus England

Seit geraumer Zeit wird von Faber Music und der renommierten Edition Peters viel Notenmaterial für zeitgenössischen Chorgesang (überwiegend) aus England veröffentlicht. Die Ausschnitte auf einem kostenlosen CD-Sampler zu einem Teil der Publikationen überzeugen mich jedoch nicht, ein Konzert zu besuchen, auf dem diese Werke dargeboten werden. Es sind hier Kompositionen von z.B. Ben Parry, Jonathan Dove, Judith Bingham, Roxanna Panufnik etc. zu hören. Keiner dieser Komponisten und Komponistinnen waren mir zuvor ein Begriff (aber man lernt ja nie aus), und ich frage mich, ob ich da irgendetwas verpasst habe. Muss man diese Namen (und andere) kennen (hier im Forum tauchen sie z.B. nirgends auf)? Ist der moderne Chorgesang aus England, Australien & Amerika so bedeutend?

Wenn ich, wie gesagt, in das Aktuelle Angebot hineinhöre, kann ich mich nicht damit anfreunden. Zu gleichförmig, langweilig und uninteressant klingt mir das alles. Geht das noch anderen Taminos so? Oder bin ich da ganz alleine mit meiner Meinung? Oder stößt diese Abteilung zum Thema "zeitgenössische Chormusik" generell auf kein großes Interesse?
Das Tagtägliche erschöpft mich!
LUDWIG VAN BEETHOVEN in einem Brief an seinen Neffen Karl

WolfgangZ

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  • »WolfgangZ« ist männlich

Beiträge: 2 227

Registrierungsdatum: 16. April 2007

2

Samstag, 30. März 2013, 11:33

Eric Whitacre



Eric Whitacre ist wohl eine der bekanntesten gegenwärtig als Komponist und Chorerzieher tätigen Persönlichkeiten, auf die sich Cartman bezieht. Man wird nicht fehlgehen, wenn man ihm das geläufige Attribut des Postmodernen zuweist. Das ist eine leicht zu hörende, oft stimmungsvolle und vor allem effektvolle Chormusik, die sich bis hin zum Pop aus den Formen und Stilen der Vergangenheit und Gegenwart bedient und doch auch unverwechselbar zu sein scheint, wobei diese Unverwechselbarkeit eher an einfachen, repetitiven Mustern festzumachen ist - auf abstrakter Ebene vergleichbar vielleicht mit Phil Glass, dessen Stil ich aber banaler finde.

Mir leuchtet ein, warum diese Musik bei Ausführenden, wohl auch bei Laien Anklang findet. Mir gefällt die obige CD durchaus, ich weiß aber auch, woran ich bin. Der Vergleich mit Bach, Mendelssohn, Distler ... dürfte sich eher verbieten.

Die von Cartman genannten Namen kenne ich allerdings nicht.

:hello: Wolfgang
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Garaguly

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  • »Garaguly« ist männlich

Beiträge: 11 677

Registrierungsdatum: 9. Juli 2011

3

Samstag, 30. März 2013, 12:52

Die von Cartman erwähnte Roxanna Panufnik (Jahrgang 1968) gibt es mit einigen ihrer Kirchenwerke zur Zeit in der günstigen apex-Serie. Wer sich einen Eindruck von ihrer Musik verschaffen möchte, kann das damit tun, ohne große finanzielle Wagnisse eingehen zu müssen.



Roxanna Panufnik ist übrigens die Tochter des polnisch-britischen Komponisten Andrzej Panufnik (1914 - 1991), dessen orchestrales Gesamtwerk derzeit durch eine - mittlerweile schon mehrere Volumes umfassende - Integrale beim Label CPO gewürdigt wird. Panufnik hatte die Volksrepublik Polen 1954 aus Protest gegenüber der kommunistischen Diktatur verlassen und war nach Großbritannien übergesiedelt. Dort erhielt er bald auch die britische Staatsbürgerschaft.

Grüße,
Garaguly

WolfgangZ

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  • »WolfgangZ« ist männlich

Beiträge: 2 227

Registrierungsdatum: 16. April 2007

4

Samstag, 30. März 2013, 14:35

Zitat

Roxanna Panufnik ist übrigens die Tochter des polnisch-britischen Komponisten Andrzej Panufnik (1914 - 1991) [...]


Richtig, den kenne ich dem Namen nach!

:hello: Wolfgang
Lieber Fahrrad verpfänden denn als Landrat enden!