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Registrierungsdatum: 20. Januar 2010

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Donnerstag, 26. September 2013, 23:08

SUPPÉ, Franz von: FATINITZA

Franz von Suppé (1819-1895):
FATINITZA

Komische Oper in drei Akten - Libretto von Camillo Walzel (Friedrich Zell), Richard Genée

Uraufführung am 5. Januar 1876 in Wien, Carl-Theater

DIE PERSONEN DER HANDLUNG

Graf Timofey Kantschukoff, russischer General
Fürstin Lydia Uschakoff, seine Nichte, Sopran
Steipann, Sergeant im Jakutzkischen Infanterieregiment, Bariton
Wladimir Samoiloff, Leutnant eines tscherkessischen Reiterregiments, Mezzosopran
Julian von Golz, Reporter einer deutschen Zeitung, Tenor
Izzet Pascha, Gouverneur der Festung Isaktscha, Sprechrolle
Nursidah, Zuleika, Diona, Besika, Frauen in seinem Haerem, Soprane und Alt
Chor
Ballett und Statisterie: Offiziere, Soldaten, Haremsfrauen, Tänzerinnen, Volk

Die Handlung spielt bei Isaktscha und in Odessa zur Zeit des Krimkrieges, 1853–1856.

INHALTSANGABE

Erster Akt: Auf Vorposten; im russischen Heerlager.

Die Soldaten im Lager, auf der einen Seite der zugefrorenen Donau gegenüber der Festung Isaktscha gelegen, haben große Langeweile; sie vertreiben sich daher die Zeit pflichtwidrig mit einer Schneeballschlacht. Mit dem damit verbundenen Geschrei und Gejohle wecken sie Leutnant Wladimir aus seinem (ebenso pflichtvergessenen) Tiefschlaf, in dem er von einer gewissen Lydia träumte. Die ist aber auch der Grund für seine Strafversetzung von der Kavallerie zur Infanterie, denn General Kantschukoff, Onkel besagter Lydia, übrigens eine Fürstin Uschakoff, will den in der Truppe als Herzensbrecher bekannten Wladimir auf keinen Fall in seiner Familie dulden! Es gilt, Etikette und Ehre zu wahren.

Plötzlich entsteht am Posten richtiger Tumult, haben doch die Lager-Wachen einen Spion erwischt. Die Freude der tapferen Soldaten über ihren Coup währt jedoch nicht lange, denn der Spion, der deutsche Sensationsreporter Julian, ist ein Freund von Wladimir. Und als echter Freund sorgt der Herr Leutnant bei seinen Untergebenen natürlich sofort für Aufklärung und Freilassung des Reporters. Das wiederum führt zu einer lustigen Runde, denn Julian ist nicht nur Kriegsreporter, er kennt auch so einige Amouren seines Freundes Wladimir und er erzählt zur allgemeinen Heiterkeit eine recht pikante Story: Hatte doch Wladimir einst in weiblicher Tscherkessenkleidung und mit dem Namen Fatinitza eine verheiratete Frau aufgesucht. Dabei war 'ihr' unverhofft ein hoher Offizier über den Weg gelaufen, und der hatte sich Hals über Kopf in diese Fatinitza verliebt. Schlimm, aber für Wladimir ging es damals darum, ohne Schaden aus der Sache herauszukommen. Und es gelang ihm tatsächlich, wenn auch nur mit Mühe und Not, die Flucht. Damit war aber ein vielversprechendes Abenteuer zu Ende, ehe es richtig begonnen hatte - und es blieben dem armen Wladimir nur die Träume.

Nach lautem Gelächter über diese Geschichte kommt man auf die Idee, das Gehörte zu einer Komödie zu verarbeiten und natürlich soll Wladimir darin in Frauenkleidern die Hauptrolle spielen. Der Herr Leutnant, immer für einen Spaß zu haben, ist Feuer und Flamme, und die Verkleidung ist auch schnell vollzogen - da kommt General Kantschukoff auf die Szene. Und der glaubt seinen Augen ob dieser Insubordination nicht zu trauen und lässt ein Donnerwetter los, dass weit über das hinausgeht, was die Soldaten vom General gewohnt sind. Einmal so richtig in Fahrt kündigt der Generalissimus für das unsoldatische Verhalten den Männern drakonische Strafen an.

Ganz sicher wäre es auch dazu gekommen, hätte Kantschukoff nicht in diesem Moment eine abseits stehende Tscherkessin entdeckt und dadurch fast nicht nur sein Gleichgewicht verloren, sondern auch noch ein gewisses heißes Gefühl in seinem Herzen verspürt: Das ist doch - ja, das ist einwandfrei Fatinitza, jene Hübsche, die er seit der letzten, wenn auch nur kurzen Begegnung einfach nicht mehr vergessen konnte. Allerdings hat die 'Tscherkessin' jetzt ein Problem, weiß sich aber, angetrieben aus Angst vor Strafe, zu helfen: Verliebtheit heuchelnd verspricht 'sie' dem Herrn General mit unterthänigster Devotion die Ehe. Ob diese Wendung eine Lösung des Problems bringt? Wohl eher nicht, aber zumindest einen Zeitgewinn für weitere strategische Überlegungen.

Ein Leutnant sollte aber wissen, dass eine gewonnene Schlacht keinesfalls den Gesamtsieg bedeutet. Von Wladimir wissen wir nicht, ob er diese Weisheit kennt, sie wird ihm aber plötzlich bewusst: Die Szene betritt nämlich eine gewisse Fürstin Lydia Uschakoff und es kommt, um im Militärjargon zu bleiben, zu einem Scharmützel der besonderen Art: Lydia erkennt sofort in dieser Person einen gewissen Herrn Leutnant, der es ihr vor einiger Zeit angetan hatte, den sie aber aus den geschilderten Gründen aus den Augen verlor. Als Lydia die bemerkte Ähnlichkeit nun erwähnt, reagiert die 'Tscherkessin' reaktionsschnell mit der Bemerkung, das sei familiär bedingt, habe sie doch einen Zwillingsbruder mit dem Namen Wladimir, der als Leutnant bei der Armee diene. Kantschukoff steht vor der Entscheidung, zwei Frauen im Heerlager unterbringen zu müssen und er entscheidet, dass beide in einem leerstehenden Zimmer übernachten müssen. Der General ist froh, ein Problem gelöst zu haben, und die falsche Fatinitza freut sich auch.

Die Vorfreude auf eine gemeinsame Liebesnacht wird jetzt allerdings von eindringenden türkischen Soldaten zerstört; ihnen gelingt es, Lydia und Fatinitza zu entführen, um sie in den Harem von Izzet Pascha zu bringen. Allerdings machen die Türken das Angebot, beide Frauen gegen ein hohes Lösegeld freizulassen. Für diesen Fall ist Julian als Mittelsmann zwischen den Parteien vorgesehen, und der stimmt in Erwartung einer guten Story für sein Blatt auch sofort zu. General Kantschukoff allerdings denkt zunächst weniger an Lösegeld, eher schon an einen militärischen Schlag, kommt dann von diesem Gedanken aber wieder ab, weil eine verirrte Kugel seine geliebte Fatinitza treffen könnte. Auf keinen Fall soll das Sprichwort 'Wie gewonnen, so zerronnen' wahr werden.

Zweiter Akt: Der Palast von Izzet Pascha.

Dass der Gouverneur der türkischen Festung Isaktscha ein gewiefter Taktiker ist, kann der Zuschauer sofort feststellen: Wenn es nämlich um seinen eigenen Vorteil geht, sind ihm Verbote des Korans einfach nur lästig und er legt sie stets zu seinen Gunsten aus. So hat er den Christinnen Lydia und Fatinitza, die von seinen Hauptfrauen angefeindet werden, Schutz zugesagt, jenen vier Frauen aber die Peitsche des Haremswächters angedroht, wenn sie nicht spuren. Merkwürdigerweise folgt dieser Drohung aber kein Duckmäusertum der vier Hauptfrauen, sondern sie zeigen eine wachsende Bereitschaft, Lydia und Fatinitza zur Flucht zu verhelfen. Der Grund ist natürlich klar: Mit Lydia, die sich der Pascha zur neuen Favoritin erkoren hat, wäre eine Konkurrentin verschwunden - die Zofe, als unwichtiges Anhängsel, spielt bei der Konkurrenz-Debatte keine Rolle.

Als Lydia kurz mit Fatinitza allein ist, beweist ihr die Zofe, dass ihre Ahnung richtig war: Fatinitza ist in Wirklichkeit der geliebte Wladimir. Nachdem das nun ein für allemal geklärt ist, steht die Frage im Raum, wie sie aus dem Harem entkommen können? Was geschieht, wenn sie auffallen? Hält des Haremswächters Peitsche dann auf Rücken und Fußsohlen Kirmes? Oder, viel schlimmer noch, trennt das Henkerbeil ihren Kopf vom Rumpf? Klar ist nur, dass beide nicht im Harem des Pascha ihr Leben fristen wollen, dass über Flucht ernsthaft nachgedacht werden muss, dass es aber wohl ohne Hilfe von außen nicht gelingen kann. Eine schwierige Geschichte.

Der folgende Auftritt von Julian, sozusagen als Deus ex machina, macht deutlich, dass wir uns in einer Komödie befinden: Der Reporter soll die Verhandlung über die Freilassung von Lydia und Fatinitza führen. Zunächst kann er Wladimir aber unbemerkt dessen Armeeuniform zustecken, denn General Kantschukoff soll auf keinen Fall 'seine' Fatinitza vorfinden, wenn er einen Angriff auf die Festung ausführen sollte.Unterdessen ist aber Julians Begleiter, Sergeant Steipann, heimlich in der Festungsanlage auf der Erkundung von Fluchtwegen unterwegs.

Bei den Verhandlungen zwischen Izzet Pascha und Julian gibt es, dem wichtigen Anlass entsprechend, Champagner zu trinken. Julian muss sich anhören, dass Lydia auf keinen Fall freikommen wird, wohl aber kann er sich problemlos von der Zofe Fatinitza trennen, allerdings nur zu einem hohen Lösegeld. Izzet Pascha hat sich für seinen westlichen Gast etwas Besonderes ausgedacht: Er befiehlt seine vier Hauptfrauen zu sich und verlangt von ihnen, dass sie vor dem Gast ihre Schleier ablegen. Zweifellos will er zu gerne, Julians Beruf als Reporter in Betracht ziehend, in den Klatschspalten der westlichen Presse als reformorientierter Muselmann dargestellt werden.

Der Pascha hat für den Gast auch noch ein Schattentheaterspiel angesetzt. Aber den Zuschauern ist der Spaß nicht lange gegönnt, denn General Kantschukoff bricht mit seiner Soldateska herein und ruft nur nach 'seiner' Fatinitza. Julian reagiert sofort: Lydias Zofe ist verschwunden, niemand weiß, wo sie ist. Kismet sagt man wohl dazu, Schicksal. Leider ist Kantschukoff mit so einer Aussage unzufrieden, er gerät schwer in Rage und lässt die Haremsdamen umgehend „beschlagnahmen“- was sich der Pascha natürlich nicht bieten lassen kann. Erst erstaunt, dann allerdings wütend reagierend, muss er feststellen, dass die Damen ob dieser Beschlagnahme auch noch freudestrahlend zustimmen. Das geht ja nun überhaupt nicht! Haremswächter Mustapha muss kommen, sofort; ihm wird befohlen, die Peitsche tanzen zu lassen. Das ist eine wunderbare Gelegenheit für Kantschukoff, mit der Knute zu antworten, um seine Sicht der Dinge darzulegen. Und der Komponist verpackt die Prügelszene in einen völkerverbindenden Walzertakt und lässt die Frauen sarkastisch
Orient und Abendland,/gehn von nun an Hand in Hand,/geeinigt durch der Liebe Band
dazu singen.

Dritter Akt: Palais Kantschukoff in Odessa.

Der Krieg ist vorbei. Wer aber nun geglaubt hat, es gehe dadurch im Palais des Generals friedlich zu, der sieht sich getäuscht. Der Generalissimus ist immer noch in der Bredrouille wegen der unauffindbaren Fatinitza; seine angeordnete Fahndung blieb ohne jeden Erfolg. Und dann ist da auch noch ein ominöser Brief, der Kantschukoff innerlich schwer zusetzt: In dem Schreiben werden nämlich orientalische Lebenssituationen geschildert, die einem westlich orientierten Menschen Gänsehaut verschaffen. (Unter uns: Dieses Schreiben ist das Machwerk eines geldgierigen Halunken, der auch für den Einfall der Türken-Soldaten ins russische Heerlager und der daraus resultierenden Entführung von Lydia und Fatinitza verantwortlich ist.)

Bei der sehnsüchtig auf Wladimir wartenden Lydia ist auch keine Ruhe eingekehrt; mit den befreiten Haremsdamen wird unentwegt auf die Rückkehr der Soldaten Ausschau gehalten. Immerhin bringt jetzt Julian einige Nachrichten: Die gute lautet, Wladimir ist eingetroffen und wird, so schnell es geht, zu ihr kommen. Die schlechte: Fürstin Lydia Uschakoff soll nach dem Willen von Onkel General den alten Fürsten Swertikoff ehelichen - und zwar Stante pede, heute noch. Lydia fällt in eine tiefe Depression. Was ist da zu tun? Die Lösung heißt 'Fatinitza'- sie muss helfen. Und Wladimir, kaum bei Lydia eingetroffen, wird zum Onkel General geschickt, bei dem er sich als Zwillingsbruder von jener Fatinitza vorstellt. Kantschukoff gerät so aus dem Häuschen, dass er Wladimir umgehend zum Major befördert und sogar einer familiären Doppel-Verbindung zustimmt: Für das Jawort vom Bruder der Fatinitza gibt der Onkel dann sein Jawort. Wladimir jubelt innerlich, eilt hochzufrieden zu Lydia und es kommt zur sofortigen Trauung in der Palastkapelle. Hier wartet schon der Pope, allerdings mit dem ungeduldigen Swertikoff, der aber jetzt in die Röhre schaut und niedergeschlagen von dannen zieht.

Stat sua cuique dies, sagt der Lateiner, denn General Kantschukoff erfährt weitere Liebesenttäuschungen: Erstens ist die (vom schon erwähnten Halunken) schriftlich angekündigte Fatinitza nicht die erwartete Schönheit, sondern eine Schwarze; und zweitens überbringt Julian einen erschütternden, von Fatinitza unterschriebenen Brief. Darin wird von 'unerfüllter Sehnsucht' geschwafelt, dann aber auch von einem 'letztem Lebenshauch' und Tod aus Liebeskummer. Kantschukoff lässt seine Trauer heraus:
Mordelement, ich bin gerührt,
welch Weib hat je so heiß geliebt,/dass Sehnsucht gar den Tod ihr gibt!

Wladimir fragt seinen Freund Julian entgeistert, was er denn da gemacht habe und der antwortet, sozusagen hinter vorgehaltener Hand, er habe sie „einfach umgebracht“ und damit ein Problem gelöst. Das gesamte Ensemble lässt die dahin geschiedene Fatinitza noch einmal hochleben, und bedauert den mit viel Lametta behangenen, untröstlichen General. Der arme geht leer aus.


INFORMATIONEN ZU KOMPONIST UND WERK

Franz von Suppe, als Francesco Ezechiele Ermenegildo Cavaliere Suppè-Demelli am 18. April 1819 im dalmatinischen Split geboren, und am 21. Mai 1995 in Wien verstorben, ist mit über 200 Bühnenwerken einer der produktivsten Komponisten der Zeit der Goldenen Operette. Dass von seinen Melodien heute hauptsächlich nur noch die Ouvertüren gespielt werden, ist angesichts vieler durchaus bühnenwirksamer Sujets mehr als bedauerlich.

Mit fünfzehn Jahren nahm der Jüngling auf Wunsch seines Vaters eine Ausbildung zum Juristen an der Universität von Padua auf. Die in dieser Zeit häufig unternommenen Fahrten nach Mailand zu Opernaufführungen brachten ihn in einen persönlichen Kontakt mit Rossini, Donizetti und Verdi.

Mit sechzehn Jahren schrieb Suppé eine Messe in F-Dur, die aber erst vierzig Jahre später als „Missa Dalmatica“ veröffentlicht wurde. Nach dem Tod des Vaters zog Franz 1835 nach Wien, um dort, wenn auch nur für kurze Zeit, ein Medizinstudium zu beginnen. Das Interesse an der Musik war aber viel zu groß und so begann der junge Mann ein Studium bei Simon Sechter und Ignaz Xaver von Seyfried. 1836 vollendete Suppé eine weitere Messe, 1837 seine erste Oper: „Virginia“, die allerdings noch immer auf die Uraufführung wartet.

Nach dem Ende der Studienzeit bekam Suppé 1840 seine erste - unbezahlte - Stelle als Kapellmeister am Theater in der Josefstadt unter Direktor Franz Pokorny, ging dann nach Preßburg (Bratislava), danach ans Theater an der Wien und ab 1865 in gleicher Position an das Wiener Carl-Theater. Direktor Pokorny war vom großen Talent seines Kapellmeisters sehr überzeugt und förderte ihn in der Folgezeit entscheidend. Seine Dankbarkeit bewies Suppé nach dem Tod seines Mentors mit der Komposition eines Requiems, das am 22. November 1855 in der Wiener Piaristenkirche Maria Treu aufgeführt wurde.

FATINITZA war einmal ein Erfolgsstück, das es (bis zum ersten Weltkrieg) im deutschsprachigen Raum auf ungefähr 1200 Aufführungen brachte. Die Kritiker schätzten es ebenso hoch wie „Boccaccio“. Dann verschwand FATINITZA in der Versenkung und aus den Operettenführern, damit aber auch aus einem kollektiven Gedächtnis. Verschiedene „Rettungsversuche“ haben FATINITZA nicht aus dem Tiefschlaf holen können - was nicht am Stoff, wohl den Bearbeitern zuzurechnen ist. Radikal brachen beispielsweise Otto Schneidereit und Herbert Kawan 1962 in Gera mit dem Inhalt: Im Original ist die Titelrolle eine Hosenrollen-Konstruktion, die einem Mezzosopran anvertraut ist und die mal als Wladimir, mal als Fatinitza auftreten muss. Die Bearbeiter teilten diese Rolle auf zwei reale Personen auf, wobei Wladimir in schönster Operettentradition einem Tenor zugewiesen wurde. Völlig verquast ist in dieser Bearbeitung das Happy End,denn Schneidereit/Kawan geben Wladimir Fatinitza zur Frau, während Lydia nicht mehr auftaucht.

cpo hat Suppés komische Oper in einer vorzüglichen Aufnahme vorgelegt, die inhaltlich auf die Originalfassung zurückgreift; als Solisten werden Stephanie Houtzeel, Steven Scheschareg, Zora Antonic und Bernhard Adler genannt; es singt der Chor des Lehar-Festivals Bad Ischl, es spielt das Franz-Lehar-Orchester; die Gesamtleitung hat Leitung Vinzenz Praxmarer.

Die Presse artikulierte so:
Badische Zeitung 08/07: Aus dem rundum homogenen Ensemble ragen Stephanie Houtzeels geschmeidiger Mezzosopran in der charmanten Hosenrolle, die dem Stück den Titel gab, aber auch Zora Antonics rassiger Sopran sowie der Bariton Steven Scheschareg und der Tenor Christian Bauer heraus. Überragende Klangauthentizität. Preisverdächtig.
WDR 3 Hörzeichen 09/07: 'Fatinitza' ist ein vortreffliches Beispiel für die beißende zeitkritische Komik der jungen Operette.
FonoForum 10/07: Dieses Werk besitzt anarchischen Witz und weiß Charaktere hintergründig zu profilieren.
Rheinischer Merkur 09/07: Eine Wiederbelebung des immer nur sporadisch aufgeführten Meisterwerkes.


© Manfred Rückert für den Tamino-Operettenführer 2013
unter Hinzuziehung folgender Quellen:
Volker Klotz: Operette, Pieper
Wikipedia über Suppé und Fatinitza
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MUSIKWANDERER

  • »Uwe Aisenpreis« ist männlich

Beiträge: 467

Registrierungsdatum: 8. Januar 2010

2

Samstag, 28. September 2013, 17:54

Hallo Manfred,

danke dafür, dass Du dieses Meisterwerk in den Operettenführer aufgenommen hast. :love:

Ich möchte in diesem Zusammenhang auch auf einige Beiträge von mir (Nr. 49, 50, 77, 81) im Thread Suppés Operetten - mehr als nur Ouvertüren hinweisen.

:) Uwe

musikwanderer

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Beiträge: 4 316

Registrierungsdatum: 20. Januar 2010

3

Sonntag, 29. September 2013, 11:47

Hallo Uwe,

lieben Dank für den Hinweis auf den Suppé-Thread. Das ist mir gestern durchgeflutscht. Eigentlich wollte ich mir angewöhnen, zu den Beiträgen in den Inhaltsangaben auf Parallel-Themen hinzuweisen. Die können nämlich Zusatzgewinn für Interessierte bringen.

Dank aber auch an den Admin/Mod aus Graz für die Bild-Ergänzung und die Einrichtung auf Blocksatz (ich bin mir sehr sicher, dass diese Änderungen von Theophilus vorgenommen wurden). Aber, bitt'schön, für mein Auge (ästhetisches Empfinden wäre zu hoch gegriffen!) käme es noch besser, wenn die Presse-Zitate, in diesem Fall ab FonoForum unter das Cover verschoben
würden. Dadurch wäre der Raum unter dem Bild nicht gar so groß.


Einen schönen Wahlsonntag in die Alpenrepublik und hoffentlich viele neue Erkenntnisse am heutigen Abend...

:hello:
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MUSIKWANDERER