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Joseph II.

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1

Mittwoch, 3. Juli 2013, 17:03

Laurence Olivier (1907—1989) — "Ohne die Schauspielerei kann ich nicht atmen"

Dem großen Olivier wurde bislang kein eigener Thread gewidmet. Eigentlich wollte ich bis zum 11. Juli (24. Todestag) abwarten, aber nun doch schon etwas früher. Ich muss voranstellten, dass er mein Lieblingsschauspieler ist, ob in Bühnen- oder Filmrollen, und ich ein ganz großer Verehrer seiner Kunst bin. Es mag einige Schauspieler geben, die ihm in einzelnen Disziplinen das Wasser reichen können, doch sehe ich das "Gesamtpaket", dann ist er zumindest für mich unerreicht. Mit ihm hat die Welt einen der wirklich Großen verloren und wurde ärmer.



The Right Honourable
The Lord Olivier
OM


Laurence Kerr Olivier, Baron Olivier, of Brighton in the County of Sussex, OM (22. Mai 1907 in Dorking, Surrey, England; gest. 11. Juli 1989 in Ashurst, West Sussex, England).

Bekannt als:

Laurence Olivier (1907—1947)
Sir Laurence Olivier (1947—1970)
The Rt. Hon. The Lord Olivier (1970—1981)
The Rt. Hon. The Lord Olivier, OM (1981—1989)

Laurence Olivier war ein britischer Schauspieler, Regisseur, Produzent und Theaterleiter. Der Sohn eines anglikanischen Geistlichen wurde bekannt als der vielleicht größte Shakespeare-Interpret des 20. Jahrhunderts und generell als einer der bedeutendsten Schauspieler des 20. Jahrhunderts.

Seine mehr als 120 Rollen auf der Bühne umfassten u. a. Richard III, Henry V, Macbeth, Romeo, Othello, King Lear und Hamlet. Besonders seine eigenen Verfilmungen von "Henry V" (1944), "Hamlet" (1948) und "Richard III" (1955) gelten bis heute als unerreichte Gipfelpunkte der Shakespeare-Rezeption. Charles Bennett meinte: "Er konnte Shakespeares Zeilen so natürlich sprechen, so dass man glaubte, dass er sie gerade im Moment erdachte."

Während seiner Filmkarriere wirkte er in beinahe 60 Filmen mit, so in Alfred Hitchocks "Rebecca" (1940), Stanley Kubricks "Spartacus" (1960), Joseph L. Mankiewicz "Sleuth" (dt. "Mord mit kleinen Fehlern") (1972), John Schlesingers "Marathon Man" (1976) und Richard Attenboroughs "A Bridge Too Far" (dt. "Die Brücke von Arnheim") (1977). Er wäre 1971 beinahe für die Rolle des "Paten" in der berühmten Verfilmung ausgewählt worden.

Sein Schauspielkollege Spencer Tracy bezeichnete Olivier als "den größten Schauspieler der englischsprachigen Welt", und Filmkritiker Barry Norman sah in Olivier "den ausgezeichnetesten Schauspieler, den ich jemals gesehen habe und vermutlich jemals sehen werde".

Olivier hält zahlreiche Rekorde. Er wurde (neben Spencer Tracy) am häufigsten für den Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert (9 x), wurde als jüngster Schauspieler im Alter von 40 Jahren zum Ritter geschlagen, als erster Schauspieler überhaupt zum Lord erhoben sowie mit dem order of Merit ausgezeichnet. Gleichwohl bevorzugte er zeitlebens die lässige Anrede "Larry" statt "Sir Laurence" bzw. später "Lord Olivier".

Er war dreimal verheiratet, so mit Jill Esmond (1930—1940), Vivien Leigh (1940—1960) sowie Joan Plowright (1961—1989), mit der er drei Kinder hatte.

Nach seinem Tod infolge von Nierenversagen kam ihm die hohe Ehre zu, in der Poets' Corner (dt. Dichterecke) der Westminster Abbey beigesetzt zu werden.

Ehrungen:

Knight Bachelor (Sir) 12. Juni 1947
Life Peer (Baron Olivier) 13. Juni 1970
Order of Merit 1981

Ehren-Oscar (für "Henry V", 1947)
Oscar als bester Hauptdarsteller (für "Hamlet", 1948)
Oscar für den besten Film (für "Hamlet", 1948)
Ehren-Oscar (für sein Lebenswerk, 1979)
12 weitere Oscar-Nominierungen (9 x als bester Hauptdarsteller, 1 x als bester Nebendarsteller, 1 x für die beste Regie, 1 x für den besten Film)

Golden Globe als bester Hauptdarsteller (für "Hamlet", 1948)
Golden Globe als bester Nebendarsteller (für "Marathon Man", 1976)
Golden Globe "Cecil B. DeMille Award" (1983)
3 weitere Golden-Globe-Nominierungen (2 x als bester Hauptdarsteller, 1 x als bester Nebendarsteller)

BAFTA Award als bester Hauptdarsteller (für "Richard III", 1955)
BAFTA Award als bester Nebendarsteller (für "Oh! What a Lovely War", 1969)
BAFTA Award Ehrenpreis (1976)

5 Emmy Awards (4 x als bester Hauptdarsteller, u. a. für "King Lear", 1 x als bester Nebendarsteller)
4 weitere Emmy-Award-Nominierungen (2 x als bester Hauptdarsteller, 1 x als bester Nebendarsteller, 1 x für die beste Drama-Serie)

Goldener Löwe von Venedig (für "Hamlet", 1948)

Silberner Bär (für "Richard III", 1955)

New York Film Critics Circle Award als bester Hauptdarsteller (für "Sleuth", 1972)

1 Tony-Award-Nominierung als bester Hauptdarsteller

1 Saturn-Award-Nominierung als bester Hauptdarsteller

und viele weitere

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mucaxel

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2

Mittwoch, 3. Juli 2013, 17:37

Sir Laurence Olivier

Fast alles über ihn geschrieben ein wahrhaft ganz großer Schauspieler.
Einmalig!!
Dank für die Erinnerung !
:D :( :jubel:
mucaxel

chrissy

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3

Mittwoch, 3. Juli 2013, 18:01

Dem großen Olivier wurde bislang kein eigener Thread gewidmet.

Lieber Joseph II.
Mit dem eigenen Thread magst Du recht haben. Aber vergessen ist und wurde dieser große Schauspieler nicht. Vor allem auch nicht von mir, denn er gehört wie bei Dir, seit ich ihn in meiner Jugendzeit als Hamlet, Richard III: und als Crassus gesehen habe, ebenfalls zu meinen Lieblingsschauspielern. Darüber haben wir uns beide vor nicht all zu langer Zeit schon mal ausgetauscht.
s. im Thread "Leben und sterben lassen", Btr. 3537 und im Film- Thread betr. Lieblingsfilme, Btr. 190 ff.
Ich meine, ich habe sogar mal einen Link reingestellt mit der Szene aus Richard III. "A Horse, my Kingdom for a Horse..."
Mit diesem Link, den ich jetzt nochmal extra reinstelle, geht ein besonderer herzlicher Gruß an Dich unter uns Filmfreunden
CHRISSY

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Joseph II.

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4

Mittwoch, 3. Juli 2013, 18:17

Lieber chrissy,

natürlich ist er nicht vergessen, und ich danke auch nachwirkend nochmal für unsere damalige Unterhaltung. Eben diese brachte mich sogar auf den Gedanken, Olivier auch ein eigenes Thema zu widmen.

Ich habe mir besagten "Richard III" auf DVD zugelegt, da ich zu meiner Schande seine Verfilmung bisher nur auszugsweise kannte. Ich meine, ich werde nicht enttäuscht werden, denn allein diese Schlussszene, die ich mir damals schon angeschaut habe, ist so beeindruckend, dass man sich wirklich fragt, ob man das überhaupt besser verfilmen könnte als er es getan hat. Dazu die Doppelbelastung als Regisseur und Hauptdarsteller, das ist wirklich eine immense Leistung.

Übrigens habe ich heute "Mord mit kleinen Fehlern" (im Original "Sleuth") als DVD hereinbekommen und sofort angeschaut. Der Film ist von 1972 und mit Olivier und dem jungen Michael Caine hervorragend besetzt. Er stieg sofort in meine Top Ten auf. Das Bild ganz oben im ersten Beitrag ist übrigens aus dem Film. Man bekommt ihn recht umständlich auf deutsch, aber es ist nicht unmöglich (dvduncut.com). 2007 kam eine Neuverfilmung heraus, wo wiederum Michael Caine mitspielt, diesmal aber in der Rolle, die 35 Jahre zuvor Olivier verkörperte. Die Oscar-Nominierung für Olivier und Caine ist aus meiner Sicht völlig verständlich.

Beste Grüße von Olivier-Fan zu Olivier-Fan
Joseph
:hello:
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chrissy

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5

Mittwoch, 3. Juli 2013, 18:47

Ich habe mir besagten "Richard III" auf DVD zugelegt, da ich zu meiner Schande seine Verfilmung bisher nur auszugsweise kannte. Ich meine, ich werde nicht enttäuscht werden,

Nein, Du wirst ganz sicher nicht enttäuscht sein. Ich hoffe, Du hast diese DVD zum besseren Verständnis auf deutsch. Als der Film seinerzeit in unseren Kinos lief, habe ich ihn mir an mehreren Tagen hintereinander angeschaut, so beeindruckt war ich.
allein diese Schlussszene, die ich mir damals schon angeschaut habe, ist so beeindruckend, dass man sich wirklich fragt, ob man das überhaupt besser verfilmen könnte als er es getan hat.

Nicht nur die Schlußszene, den gesamten Film kann man nicht besser machen. Und selbst wenn man es könnte, es bleibt immer (!!!) der persönliche Eindruck, der persönliche individuelle subjektive Geschmack. Den kann einem keiner nehmen und das ist auch gut so. So ist es ja auch in der Musik und eigentlich in allen Bereichen. Auch da hat jeder seine Favoriten und bestimmte Werke. Es ist natürlich schön zu wissen, wenn es bei bestimmten Sachen Überein- und Zustimmung gibt.
habe ich heute "Mord mit kleinen Fehlern" (im Original "Sleuth") als DVD hereinbekommen und sofort angeschaut. Der Film ist von 1972 und mit Olivier und dem jungen Michael Caine hervorragend besetzt.

Natürlich kenne ich den Film und ich kann Dir bestätigen, auch aus meiner Sicht - Prädikat "großartig".
Nun wünsche ich Dir mit Deinen DVD´s viel Freude und Genuß und vielen Dank für Deine Antwort.
Herzliche Grüße
CHRISSY
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chrissy

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6

Mittwoch, 10. Juli 2013, 20:48

Zum 24. Todestag im Gedenken an einen der größten und bedeutendsten engl. Schauspieler



Sir Laurence Kerr Olivier, Baron Olivier of Brighton, OM (* 22. Mai 1907 in Dorking, Surrey, England; † 11. Juli 1989 in Steyning, West Sussex, England), war ein britischer Schauspieler, Regisseur, Produzent und Theaterleiter. Der vierfache Oscar-Preisträger wird als einer der größten englischsprachigen Bühnen- und Filmdarsteller des 20. Jahrhunderts angesehen.
(Im Bild als großartiger, beeindruckender "Marcus Licinius Crassus" im Film "Spartacus").
CHRISSY
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Joseph II.

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7

Donnerstag, 11. Juli 2013, 13:38

Anlässlich des sich jährenden Todestages sei noch auf eine Biographie verwiesen, die als das Standardwerk gilt und auch auf deutsch erschienen ist:

=>

"Weithin als der größte Schauspieler des 20. Jahrhunderts angesehen, war Laurence Olivier (1907—1989) genauso mit Problemen belastet wie mit Talent gesegnet. Ein Mann, verzweifelt um Zuneigung und Anerkennung ringend, geplagt von Selbstzweifeln und Selbsthass, entkam Olivier seinen persönlichen Konflikten auf der Bühne, wo er seine Fähigkeiten zu außergewöhnlichem Grade perfektionierte. Seine Interpretationen von Shakespeare, Tschechow, Coward und ungezählten anderen Stücken machten Theatergeschichte, und seine Auftritte in den Filmen "Sturmhöhe", "Heinrich V.", "Richard III." und "Spartacus" sind gleichermaßen legendär. Spotos Biographie des Schauspielers erinnert an die verblüffenden dramatischen Erfolge und die schmerzvollen Erfahrungen, die seinen Charakter formten, auch als seine Talente sich entwickelten. Spoto untersucht Oliviers drei turbulente Ehen, seine Rivalität mit den Schauspielerkollegen John Gielgud und Ralph Richardson sowie seine zehnjährige Liebesaffäre mit Danny Kaye."
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Theophilus

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8

Sonntag, 14. Juli 2013, 02:53

Besonders seine eigenen Verfilmungen von "Henry V" (1944), "Hamlet" (1948) und "Richard III" (1955) gelten bis heute als unerreichte Gipfelpunkte der Shakespeare-Rezeption.

Du hast einen sehr schönen Beitrag über Sir Laurence geschrieben, aber mit obigem Satz bin ich nicht einverstanden. Seine Shakespeare-Verfilmungen sind hervorragend, aber ich stehe nicht alleine mit meiner Meinung, dass sie nicht nur erreicht, sondern wahrscheinlich sogar übertroffen worden sind. Und zwar vor allem von Grigori Michailowitsch Kosinzew. Dieser herausragende russische Regisseur hat 1964 und 1971 Hamlet und König Lear verfilmt und neue Maßstäbe gesetzt (beide Filme mit Filmmusik von Schostakowitsch!).

:hello:

Ciao

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chrissy

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9

Sonntag, 14. Juli 2013, 10:13



Ergänzend zum Thema hier die Grabstelle von Vivian Leigh und Laurence Olivier.
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Joseph II.

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10

Sonntag, 14. Juli 2013, 13:58

Lieber Theophilus,

danke für die Ergänzung. Dieser russische Regisseur ist mir gänzlich unbekannt. Es gibt übrigens auch einen "Othello" (1965) und einen "König Lear" (1983) mit Olivier, auch wenn er da nicht selbst die Regie geführt hat.



Lieber chrissy,

bist Du Dir sicher mit der Grabstelle? Meinen Informationen zufolge liegt Lord Olivier in der Westminster Abbey, London.



Liebe Grüße euch beiden
Joseph
:hello:
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chrissy

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11

Sonntag, 14. Juli 2013, 14:28

Lieber chrissy,

bist Du Dir sicher mit der Grabstelle? Meinen Informationen zufolge liegt Lord Olivier in der Westminster Abbey, London.

Nein, lieber Joseph II., ganz sicher bin ich mir nicht. Im Gegenteil, jetzt wo Du es sagst...
Ich hatte in guter Absicht bei Google eingegeben "Laurence Olivier Grab- und Ruhestätte" und es erschien bei Bilder diese Abbildung mit dem Hinweis "Laurence and Vivian". Da ging ich von der Richtigkeit aus. Und nun das für mich ganz seltsame, ich habe versucht, es jetzt nochmal zu überprüfen - und da ist es nicht mehr zu finden. Dafür bestätigt jetzt Google in einem weiteren Beitrag Deine Information. Du hast selbstverständlich recht. Danke für Deinen Hinweis und die Korrektur.
Ich bitte um Entschuldigung und vielleicht ist ein Moderator so nett nach Kenntnisnahme den von mir reingestellten Btr. 9 zu löschen.
Vielen Dank im Voraus und nochmals entschuldige ich mich für meinen Irrtum.
Herzliche Grüße
CHRISSY
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Theophilus

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12

Sonntag, 14. Juli 2013, 15:12

Dieser russische Regisseur ist mir gänzlich unbekannt.

Dann richte dich auf Film-Erlebnisse der Extraklasse ein!


Ciao

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chrissy

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13

Sonntag, 14. Juli 2013, 17:40

Grigori Michailowitsch Kosinzew. Dieser herausragende russische Regisseur hat 1964 und 1971 Hamlet und König Lear verfilmt und neue Maßstäbe gesetzt

1955 gab es von der damaligen Sowjetunion schon eine Verfilmung eines Shakespeare- Dramas "Othello" in der Regie von Sergej Jutkewitsch. In der Haupt- und Titelrolle auch ein großartiger Schauspieler "Sergej Bondartschuk".
Der Film lief in der damaligen DDR in den Kinos und auch mehrmals im Fernsehen. Es ist natürlich schon viele, viele Jahre her, aber aus der Erinnerung meine ich, der war auch sehr gut gemacht und hatte mir damals richtig gut gefallen.

CHRISSY
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14

Freitag, 11. Juli 2014, 01:53

Zum 25. Todestag des "Statthalters Shakespeares auf Erden"


The Right Honourable
Laurence Kerr Olivier, Baron Olivier, of Brighton in the County of Sussex, OM
* 22. V. 1907 — 11. VII. 1989 †




Heute vor exakt 25 Jahren starb Laurence Olivier, zwischen 1947 und 1970 bekannt als Sir Laurence Olivier, von 1970 bis zu seinem Tode als Lord Olivier, der berühmteste britische Schauspieler des 20. Jahrhunderts ("Der Spiegel", 29/1989).



Der Sohn eines anglikanischen Geistlichen aus Surrey, Nachkommen von Hugenotten, spielte bereits mit neun Jahren den Brutus in einer Schüleraufführung von "Julius Casar" und mit 15 die Katharina (sic!) in "Der Widerspenstigen Zähmung". Seine drei Shakespeare-Verfilmungen "Henry V" (1944), "Hamlet" (1948) und "Richard III" (1955) lassen ihn bis heute als den funkelndsten Stern am Firmament des Shakespeare-Himmels erscheinen. Eine Verfilmung des "Macbeth" (1956—1958) kam aufgrund finanzieller Probleme letztendlich nicht mehr zustande. 1965 spielte er die Titelrolle in einer Verfilmung des "Othello", 1983 jene in "King Lear". Zwischen 1920 und 1986 trat er ungezählte Male im Theater auf.



Trotz seiner Klassiker-Priorität wäre er gerne ein zweiter Cary Grant geworden und startete parallel eine fast beispiellose Hollywood-Karriere, welche ihm vier Academy Awards einbrachte: 1947 einen Spezial-Oscar für "Henry V", 1948 zwei Oscars als bester Schauspieler und für den besten Film für "Hamlet" sowie einen Ehren-Oscar im Jahre 1979 für sein Lebenswerk. Er hält bis heute den Rekord für die meisten Oscar-Nominierungen. Daneben gewann er je dreimal den Golden Globe und den BAFTA Award sowie fünfmal den Emmy Award.



Zu seinen berühmtesten Filmrollen zählen u. a. Crassus in "Spartacus" (1960), Mahdi in "Khartoum" (1966), der fiktive sowjetische Premierminister Kamenev in "Die Schuhe des Fischers" (1968), Air Chief Marshal Sir Hugh Dowding in "The Battle of Britain" (1969), Andrew Wyke in "Sleuth" (1972), Dr. Szell in "Marathon Man" (1976), Van Helsing in "Dracula" (1979) sowie Admiral Lord Hood in "The Bounty" (1984). Selbst schwächere Filme waren dank Olivier sehenswert, so etwa sein Porträt des Rudolf Heß in "Wild Geese II" (1985). Er hätte beinahe die Hauptrolle in "Der Pate" gespielt, zog es aber vor, "Sleuth" zu drehen. Seinen letzten Auftritt hatte Olivier als an den Rollstuhl gebundener Kriegsveteran in "War Requiem" (1989).



Bereits 1967 wurde ihm Prostatakrebs attestiert und wurde er wegen einer Lungenentzündung behandelt. Ab den 70er Jahren folgten weitere gesundheitliche Probleme wie Bronchitis, Gedächtnisschwund und Brustfellentzündung. Ab 1974 litt er an Dermatomyositis, einer seltenen Muskelerkrankung, die ihm im Folgejahr beinahe das Leben kostete. Lord Olivier starb am 11. Juli 1989 im Alter von 82 Jahren in seinem Haus in Ashurst, West Sussex, infolge von Nierenversagen. Er war dreimal verheiratet: Mit Jill Esmond (verh. 1930—1940), Vivien Leigh (verh. 1940—1960) und Joan Plowright (verh. 1961—1989). Er wurde von Esmond und Plowright sowie von seinen vier Kindern überlebt.


Oscar-Verleihung 1979


Requiem 1989 (ab 4:40 seine größte Rede :hail: :hail: :hail: )

Unvergessen.

R. I. P.
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15

Freitag, 11. Juli 2014, 11:18

Hallo, Joseph,

vielen Dank für den You-Tube-Ausschnitt des Gedenkgottesdienstes.
In der Trauergemeinde sah man viele prominente Kollegen des Verstorbenen, neben Alec Guiness, der die Trauerrede hielt, z.B. Peter O´Toole oder Derek Jakobi.
Henry V mit Olivier in der Hauptrolle war immer schon eine meiner liebsten Shakespeare-Verfilmungen. Recht groß ist der Unterschied zwischen dieser und der späteren Version mit Kenneth Branagh in der Hauptrolle.
Hinweisen möchte ich noch auf eine Gesamtaufnahme der Filmmusik von William Walton mit Neville Marriner und der Academy; hier fungiert Christopher Plummer als Rezitator (Chandos, Chan 8892).

Übrigens - Off Topic - aber wenn wir schon von Shakespeare-Verfilmungen sprechen: sehr sehenswert ist die japanische Lear-Version (Ran) von Akira Kurosawa!

Viele Grüße

J.Schneider
"Die Musik steht hinter den Noten" (Gustav Mahler)