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Felix Meritis

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31

Samstag, 25. Januar 2014, 13:46

Hallo Gombert!

Freut mich, dass Dich die Mandelrings auch überzeugt haben. Für deren Mendelssohn kann ich wirklich mit dem Brustton de Überzeugung eine Empfehlung aussprechen.

Meine Aufnahmen zu op. 80 habe ich in diesem Thread besprochen und meinen Favoriten gekürt:

MENDELSSOHN BARTHOLDY: Streichquartett in f-moll op. 80

Zu op. 44 gibt es auch einen eigenen Thread, welchen ich allerdings vor Erscheinen der Mandelring Aufnahmen gestartet habe.

Mendelssohns Streichquartetttrias Opus 44


Die Cremonesen kenne ich noch nicht, nicht zuletzt deshalb, weil ich in den letzten paar Jahren einige Beethovenzyklen dazugekauft habe (Artemis, Belcea, Guarneri). Bis auf weiteres gilt ein Moratorium... ;) .

Die frage nach dem Mendelssohn Violinkonzert ist sehr schwer zu beantworten bei der unerschöpflichen Zahl an Einspielungen. Mein derzeitiger Favorit ist die alte Aufnahme von Isaac Stern mit Eugene Ormandy:



Stern trifft ganz genau die richtige Balance aus Gefühl und Brio. Kein Wackelpuddingvibrato wie bei Mutter oder Vengerov aber auch nicht so fade wie bei Daniel Hope.

lutgra

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32

Mittwoch, 9. April 2014, 21:26

Artemis Quartett mit neuer Primaria

Das Artemis Quartett spielt auch mit der neuen ersten Geigerin Vineta Sareika weiter ganz, ganz oben mit, das wird schon nach wenigen Minuten der neuen CDs mit drei Streichquartetten von Felix Mendelssohn-Bartholdy klar. Was dieses Quartett an Nuancen und Feinheiten aus den Partituren holt und in perfektem Ensemblespiel darbietet, ist schon unglaublich. Das op. 13 habe ich jedenfalls noch nie so faszinierend dargeboten bekommen. Teils fast vibratolos, mit tausenden von dynamischen Abschattierungen und einem Zusammenklang, wie er schöner nicht sein kann. Wie schon beim Hagen und Belcea Quartett ist hier ein Level erreicht worden, wo man nur sagen kann: es geht vielleicht anders aber nicht besser. Während wir bei Dirigenten und SängerInnen beim Begriff "Goldenes Zeitalter" eher an frühere Zeiten denken, muss man sagen, beim Streichquartett ist das "Goldene Zeitalter" jetzt.



Morgen abend, Stuttgart Liederhalle: Artemis Quartett mit Brahms und Kurtag.

Felix Meritis

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33

Donnerstag, 10. April 2014, 22:35

Opus 13 habe ich noch nicht gehört, allerdings haben mich die beiden anderen Quartette (op. 44/1 und op.80) auf hohem Niveau enttäuscht. Das ist natürlich technisch perfektes Quartettspiel - keine Frage - aber irgendwie scheinen mir passende Gestaltungsideen zu fehlen. Die Artemis verlieren sich zu sehr in der Ausformulierung von Details, meist indem sie die Mittelstimmen stark gegen die Primgeige aufwerten, was punktuell fasziniert, aber in letzter Konsequenz nur ablenkt. Besonders stark habe ich das bei op. 80 empfunden, wo schon im ersten Satz die Linie etwas verloren zu gehen droht - und zwar vor allem dadurch, dass die Primgeige und abschnittsweise das Cello, welche das thematische Material tragen, hinter die Bratsche rutschen. Zwar hat man das so noch nie gehört - allerdings hat das auch seine Gründe. Mendelssohns f-Moll Quartett ist nämlich kein Beethoven sondern ein stark orchestral konzipiertes SQ und der "Star" ist hier nun einmal die erste Geige. Jedenfalls lassen die Artemis die Musik nicht dort laufen, wo sie sie laufen lassen sollten. Die Ecksätze von op. 44/1 haben mir hingegen sehr gut gefallen - vielleicht sogar besser als bei Mandelrings. Allerdings ist das Andante viel zu langsam und mit zuviel Vibrato gespielt. Dadurch geht die mozartsche Leichtigkeit des Satzes verloren - zumal die Artemis auch hier wieder Details in ihrer Bedeutung fast zu sehr aufladen und streckenweise einen Beethoven aus diesem innocente Satz machen wollen. Fazit: So sehr ich Artemis' Beethoven bewundere, so skeptisch bin ich bei ihrem Mendelssohn.

lutgra

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34

Donnerstag, 10. April 2014, 23:09

Mendelssohns f-Moll Quartett ist nämlich kein Beethoven sondern ein stark orchestral konzipiertes SQ und der "Star" ist hier nun einmal die erste Geige.
Ist das nicht ein Widerspruch? Orchestral auf der einen Seite und eine dominante erste Violine?

Felix Meritis

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Freitag, 11. April 2014, 00:00

Mendelssohns f-Moll Quartett ist nämlich kein Beethoven sondern ein stark orchestral konzipiertes SQ und der "Star" ist hier nun einmal die erste Geige.
Ist das nicht ein Widerspruch? Orchestral auf der einen Seite und eine dominante erste Violine?

Naja, Solokonzerte sind ja auch Orchesterwerke. Entscheidend ist, dass nicht alle Stimmen gleichberechtigt sind, sondern dass manche eher Begleitfunktion haben (zumindest über weite Strecken) - im f-Moll Quartett gibt es ja wirkliche Klangflächen. Außerdem empfinde ich auch diverse Effekte wie Tremolos als orchestral. Inzwischen habe ich das a-Moll angehört und finde es sehr gut, allerdings nicht sehr auffällig. Die Interpretation ist ziemlich auf der kontrollierten Seite - am ehesten wie die des Cherubini-Quartetts. Insgesamt sind das sicher interessante und hörenswerte Interpretationen (ich habe vorher vergessen das Adagio aus dem f-Moll Quartett zu loben, denn dieses ist wirklich exzeptionell gut gelungen) mit einigen Höhepunkten, aber für mich bleiben die Mandelrings deutlich vorne.

lutgra

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36

Dienstag, 13. Januar 2015, 18:08

Mandelringer sextieren heute in Stuttgart

Verstärkt durch Cellist Maximillian Hornung und Violistin Mirjam Tschopp rückt heute abend das Mandelring Quartett in Stuttgart an um drei berühmte Streichsextette zu offerieren. Wir sind voller Vorfreude. :)

Strauss Streichsextett aus Capriccio
Brahms Streichsextett G-Dur op. 36
Tschaikowsky Sextett für Streicher d-Moll op. 70 "Souvenir de Florence"

WoKa

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Samstag, 11. April 2015, 01:11

Da waren wir wohl im selben Konzert...
"Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."

Victor Hugo

lutgra

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Samstag, 11. April 2015, 10:43

Am 30.4. bin ich wieder im Mozartsaal:

Artemis Quartett -

Dvorák Streichquartett Nr. 12 F-Dur op. 96 "Amerikanisches"
Tschaikowsky Streichquartett Nr. 1 D-Dur op. 11
Vasks Streichquartett Nr. 5

WoKa

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Montag, 13. April 2015, 17:28

Vielleicht erkennen wir uns ja. Üblicherweise bin ich hinterher noch an der Theke im Vinum auf ein Glas Wein.
"Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."

Victor Hugo

lutgra

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Montag, 13. April 2015, 17:32

Vielleicht erkennen wir uns ja.

Die Ähnlichkeit mit meinen Avatar ist ziemlich begrenzt :D, vielleicht sollten wir etwas vereinbaren, z.B. in der Pause an der kleinen Abendkasse.

WoKa

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41

Montag, 13. April 2015, 17:40

Ich hätte jetzt glatt nach einem Vierbeiner Ausschau gehalten. Das Bild kommt mir bekannt vor - woraus ist das? Erst dachte ich, es sei Petey the Pit aus den kleinen Strolchen. Treffpunkt passt.
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Victor Hugo

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