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Alfred_Schmidt

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1

Samstag, 8. April 2017, 00:11

Die großen Operettenstars der Vergangenheit

Da der Breich Operette im Form Verstärkung erhalten hat und sich das allmählich auf das "allgemeine Interesse" in diesem Bereich auszuwirken beginnt möchte ich mein Scherflein dazu beitragen und einen Thread mit Namen "Operettenstars" der Vergangenheit eröffnen. Um diesen Thread im Sinne des Beitragstarters (also mir) zu gestalten, sollte man sich ein wenig die Spielregeln ansehen.
Unter Vergangenheit ist unbedingt die Schellak oder Mono Ära zu verstehen UND auch, so via youtube Tonbeispiele vorliegen die AKUSTISCHE Ära (= vor 1925 - Trichteraufnahmen), NICHT aber "Gelegenheitsaufnahmen" von klassischen Opernsängern, die mal so NEBENBEI Operette machen, und auch nicht die Ära um 1960, wo zahlreiche prominent besetzte aber irgendwie allzu routinierte Operettenqurschnitte entstanden (Auch damit können wir uns befassen - aber in einem anderen Thread).
Es ist mir bewusst, daß die Grenzen fliessend sind, etliche Opernsänger haben die Operette geliebt und dann MASSSTÄBLICHE Interpretationen abgeliefert, diese sind natürlich auch hier willkommen. Die spezielle Entscheidung liegt beim jeweiligen Beitragsersteller. In den meisten fällen werden wir uns mit Namensnennungen und Anekdoten bescheiden müssen, aber es gibt doch einiges Soundtracks und Videobeispiele auf Youtube. Idealerweise handelt es sich hier um "Operettengrößen" die untrennbar mit diesem Genre verbunden sind, in manchen Fällen waren das auch "Schlagersänger".

BITTE PRO BEITRAG NUR EIN Sänger
(ausgenommen wenn hier der Partner genannt werden sollte, weil eben als Künstlerpaar untrennbar miteinander verbunden)

Wie man sieht gibt es hier eine ganze Menge an Grenz- und Zweifelsfällen - aber das schaffen wir schon.

mit freundlichen Grüßen aus Wien
Alfred

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operus

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2

Samstag, 8. April 2017, 08:53

Bei großen Operettensängern fällt mir sofort Johannes Heesters ein. Ihn braucht man nicht vorzustellen. Sein Name ist untrennbar mit der Operette und der leichten Muse verbunden. Allein in der "Lustigen Witwe" stand er 1.600 mal auf der Bühne. Er wurde und ist der Danilo. Allein durch die Unverwechselbarkeit und den Charme mit der Heesters "Da geh' ich ins Maxim" vortrug wurde das Lied und Heesters unsterblich. :jubel: :jubel: :jubel: :jubel: :jubel:

Herzichst
Operus
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La Roche

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3

Samstag, 8. April 2017, 13:41

In fast jeder Operettensendung im "Westfernsehen" war eine Sängerin dabei, die man getrost als Operettenstar bezeichnen kann

Margot Schramm


Herzlichst La Roche
Ein Gespräch setzt voraus, daß der andere Recht haben könnte. Gadamer


La Roche

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4

Samstag, 8. April 2017, 13:43

Da ich nur einen Sänger nennen kann, muß ich eben nochmals schreiben. Bei jeder Operettenübertragung aus Österreich konnte ich die letzte Diva bewundern

Birgit Pietsch-Sarrata


Herzlichst La Roche
Ein Gespräch setzt voraus, daß der andere Recht haben könnte. Gadamer


9079wolfgang

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5

Samstag, 8. April 2017, 14:20

In der folgenden Operette sind mit Franz Fehringer und Willy Hofmann gleich zwei ehemals unverzichtbare Operetten-Größen vereint:

W.S.

Alfred_Schmidt

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6

Samstag, 8. April 2017, 14:45

Louis Treumann (1872-1943)

Als meinen persönlichen Einstand in diesem Thread bringe ich hier Louis Treumann (1872 -1943) eigentlich Alois Pollitzer ins Spiel
Sein Ruhm war darauf begründet, dass er bei der Uraufführung von Lehars "Die lustige Witwe" den "Danilo" sang, aber den eigentlichen Durchbruch brachte sein Auftritt in Lehars "Der Rastelbinder" am Wiener "Carltheater" (1929 aus finanziellen Gründen geschlossen, 1944 durch Bomben schwer beschädigt, 1951 abgerissen)
Davon gibt es scheinbar keine Aufnahme - zumindest keine derzeit im Internet verfügbare, so behelfe ich mir mit eine anderen Clip um die Stimme und vor allem die sprachliche Interpretation vorzustellen,. Der "klassische" Operettensänger hatte oft gar keine große Stimme (ich glaube das war erst mit Richard Tauber ein Thema) sondern sang eher leicht und unbekümmert, manchmal waren es eher Couplets als Arien, die da gesungen wurden, es gab oft auch Anklänge ans Chanson mit teilweise kabarettischen Zügen,

Ein gutes Beispiel ist hier das "Reporterlied" aus der heute allenfalls noch durch die Ouvertüre bekannten Operette Fatinitza von Franz von Suppe (1819-1895 eigentlicher Name: Francesco Ezechiele Ermenegildo Cavaliere Suppè-Demelli.) Es beginnt mit einem Sprachgesang der dann allmählich in den eigentlichen Teil überleitet.

Sehr gut ist hier zu sehen, daß Operette nicht die kleine Schwester der Oper (von Ausnahmen abgesehen) ist sondern eher eine Spielart des gehobenen Cabarets, man beachte den ironisch süffisanten Unterton vieler Buffonummern
Operette war in erster Linie der Unterhaltung und nicht der Konst geschuldet, diesen Anspruch stellten nur vereinzelte Komponisten und - die Nachwelt. Hier wäre vor allem Franz Lehar zu nennen, dessen Operetten ja verkappte - Opern waren (dazu folgt mal eine eigener Thread - bitte dieses Detail hier nicht diskutieren)
Zurück zu Treumann: Auch er war ein großer Lehar-Star - seine Karriere endete aus politischen Gründen 1935
1943 starb er im KZ Theresienstadt,an gebrochenem Herzen über den Tod seiner Frau, den Anstrengungen des Lagers nicht gewachsen war.

Ich bin übrigens überzeugt, daß in versteckten Archiven noch weiter Aufnahmen von ihm schlummern - er war in den 20er Jahren zu berühmt, als daß es nicht eine ganze Kaskade von Aufnahmen geben sollte....



mit freundlichen Grüßen aus Wien
Alfred

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William B.A.

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7

Samstag, 8. April 2017, 16:35

An diese Dame, die ich nun anstelle meines ursprünglichen Beitrages hier vorstellen möchte, habe ich auch schon in meinem Erinnerungsthread erinnert (in neun Tagen ist wieder ihr Geburtstag:


Marta Eggerth (1912 – 2013)


hier mit Paul Hörbiger in dem Film „Die Czardasfürstin“ (1934)


Liebe Grüße

Willi
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

musikwanderer

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8

Samstag, 8. April 2017, 16:37

In fast jeder Operettensendung im "Westfernsehen" war eine Sängerin dabei, die man getrost als Operettenstar bezeichnen kann
Margot Schramm

Also jetzt habe ich lange genug gewartet! Da sich Stimmenliebhaber hier noch nicht gemeldet hat, spiele ich nun den Korrektor: Die Dame hieß mit Vornamen Margit. Margot hieß eine meiner Tanten. Aber die konnte nicht singen...
:jubel:
.

MUSIKWANDERER

WoKa

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9

Samstag, 8. April 2017, 17:44

Hallo!

Es ist nicht mein Fach - aber mit meinen Eltern vor dem Bildschirm sah ich den Zigeunerbaron mit ihm:


Ivan Rebroff

Gruß WoKa
"Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber Schweigen unmöglich ist."

Victor Hugo

Herbert Henn

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10

Samstag, 8. April 2017, 17:46

Die großen Operettensängerinnen und Sänger der Vergangenheit
waren fast immer auch große Opernsängerinnen und Sänger.

:hello: Herbert
Tutto nel mondo è burla.

William B.A.

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11

Samstag, 8. April 2017, 18:29

Dem kann ich nur vorbehaltlos zustimmen, lieber Herbert, vor allem, nachdem ich mich vorhin durch diesen Threrad gelesen habe:

Die glorreichen Sieben-Lieblingsoperettensänger

Liebe Grüße

Willi :)
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

operus

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12

Samstag, 8. April 2017, 18:34

Einer der vielseitigsten und größten Künstler in der leichten Muse war Peter Alexander. Auch in Operetten hatten seine Auftritte immer den Rang des Außergewöhnlichen. Ein Star, dem ein ähnlicher Rang gebührt, wie ihn große Opersänger in den Annalen der Gesangskunst einnehmen. :jubel:

Herzlichst
Operus
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Alfred_Schmidt

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13

Samstag, 8. April 2017, 18:46

Dan schreite ich mit meinen Vorstellungen berühnter Operettenstars - oder wen ich als solchen bezeichnen würde - voran

Alexander Girardi (* 5. Dezember 1850 in Graz; † 20. April 1918 in Wien) war ein österreichischer Schauspieler und Operettensänger (Tenor).
Er trat voerst am Strampfer Theater auf wechselte dann aber 1874 ans Theater an der Wien, das 1896 verließ um ans Carltheater zu wechseln. Zwei Jahre später ging er ans Deutsche Volkstheater (heute: Volkstheater). Daneben absolvierte er zahlreiche Gastspiele an anderen Wiener Bühnen und in Deutschland. An sich war er Gesangskomiker, aber er war ein Star der Operette und spiele in fast allen wichigen Rollen. Im Zigeunerbaron erfand er in der Arie "Ja das Schreiben und das Lesen" das berühme "oink oink" Grunzen, welches dann von zahlreichen Interpreten übernommen wurde.
Girardi war ein beliebter Volsschauspieler und Operettensänger, privat soll er eher unausstehlich gewesen sein, was durch einige Anekdoten belegt ist.

Ich weiß, daß es von Girardi zahlreiche Aufnahmen gibt wo er Operette singt. Aus dem Internet sind die meisten verschwunden. Aber ich habe hier eine ganz besondere Kostbarkeit: Ein TONFILMAUFNAHME aus einer Zeit, wo es den Tonfilm offiziell noch gar nicht gab. Es sind Experimente mit dem Nadeltonfilm BIOPHONE - seit 1903!!! (der dann wegen seiner Unzuverlässigkeit und Synchronprobleme nicht realisiert wurde, an dessen Stelle trat der Lichtton).
Girardi singt hier das "Rauschlied" as der Operette "Künstlerblut" von Edmund Eysler.



Hier nochmals Alexander Girardi mit Robert Stolz


mfg aus Wien
Alfred

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Herbert Henn

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14

Samstag, 8. April 2017, 19:33

Eduard Künneke schrieb die Tenor-Partie in der Operette "Die große Sünderin" Helge Rosvaenge auf den Leib.

:hello: Herbert
Tutto nel mondo è burla.

Rheingold1876

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15

Samstag, 8. April 2017, 20:42

Egentlich breche ich hier die von Alfred zu Beginn aufgestellten Regeln. Täte ich es nicht, könnte ich nicht eine der - wie ich finde - besten "Gelegenheitsaufnahmen" vorstellen, die ich kenne. Also verhalte ich mich für die Kunst gern regelwidrig. ;)

Anneliese Rothenberger singt das Couplet "Künstlerball bei Kroll" aus der Operette "Die lockende Flamme" von Eduard Künneke:



Es begleitet das Hamburger Rundfunkorchester unter der Leitung von Wilhelm Stephan.

Die Aufnahme stammt von 1950 und damit aus den Anfangsjahren dieser Sängerin, deren spätere Operettenaufnahmen mir zu glatt, unverbindlich und weichgespült sind. Diese aber hat es in sich. Sie wechselt bei einem atemberaubenden Tempo ständig die stimmlichen Positionen. Dazu ist noch jedes Wort zu verstehen. Man könnte mitschreiben. So ironisch und frech habe ich die Rothenberger nie wieder gehört. Es kommt nicht so oft vor, dass am Anfang einer Sängerkarriere eine Meisterschaft steht, die in de folgenden Jahren nicht mehr erreicht, geschweige denn überboten werden konnte. Sie war zur Zeit der Aufnahme 24 Jahre. Und vielleicht ist es ja genau diese Tatsache. Das Couplet ist auch von anderen Sängerinnen vorgetragen worden, darunter Evelyn Künneke, die Tochter des Komponisten. Keine erfasst das Wesen des Genres so instinktiv und genau wie die Rothenberger. Nichts ist routiniert. Routine ist es, woran nach meinem Dafürhalten so viele Operetteneinspielungen kranken.

Gruß Rheingold
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

Erda: "Alles, was ist, endet."

9079wolfgang

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16

Samstag, 8. April 2017, 21:03

Der unvergessene Christo Bajew, hier in der Operette mit einer Vielzahl von Operetten-Größen:

W.S.

wega

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17

Samstag, 8. April 2017, 21:31

Hallo,
für mich der Operettenstar schlechthin in den leider nur wenigen Aufnahmen, die er gemacht hat: Nicolai Gedda! Er gehört hier unbedingt genannt. An der Wiener Volksoper hat er auch Operette auf der Bühne gesungen.
Natürlich :Auch seine unendlich vielen anderen Einspielungen sind in jeder Hinsicht maßstabsetzend.
Schöne Grüße
wega

Portator

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18

Samstag, 8. April 2017, 22:17

Wenn die großen Operettenstars der Vergangenheit aufgeführt werden, darf einer nicht fehlen: Richard Tauber



Er hat in den "Glanzzeiten" der ausgehenden 20-er und beginnenden 30-er Jahre des vorigen Jahrhunderts in Berlin umd in Wien große Erfole in fast allen Hauptrollen der Lehar-Operetten gehabt.


Liebe Grüße

Portator

Alfred_Schmidt

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19

Sonntag, 9. April 2017, 00:21

Zitat

Egentlich breche ich hier die von Alfred zu Beginn aufgestellten Regeln. Täte ich es nicht, könnte ich nicht eine der - wie ich finde - besten "Gelegenheitsaufnahmen" vorstellen, die ich kenne. Also verhalte ich mich für die Kunst gern regelwidrig.


Eigentlich haben sogut wie alle die Regeln gebrochen., denn die meisten der genannten Namen stammen schon aus der Stereo-Ära - und da war die Operette eigentlich einerseite bereits zu Oper hochstilisiert, der bissige Humor der in Hintergrund lauert, war weg, und die Stars der ersten Stunde (oder zumindest nahe am Puls dran) waren schon im Ruhestand oder verstorben.

Ich werde also erneut dorhin eintauchen wo ich die echte Operette sehe.

Aber EIN wichitger Name wurde schon genannt: Richard Tauber
Wiichtig deshald, weil ihm der eister der sogenannten silbernen Operetttenära zahlreiche Rollen auf den Leib schrieb. Er sang Operette nicht mehr leicht beschwingt, sondern mit Opernhafter Attitüde, allerdings in diesem Falle kein Stilfehler, es war Lehar selbst, der das unterstützte. Böse Stimmen haben ja behauptet, Lehars operetten seien eigentlich mißglückte oder zweitrangige OPern, orientiert an den kitschigen Vorbildern von Puccini, und in bezug auf Kitsch diesen übertreffend. Das alles aber konnte Weder Lehers noch Taubers Erfolg aufhalten.Tauber war nicht rein arisch und wurde immer wieder deswegen angepöbelt. Reichpropagandaminister Goebbels wollte Tauber indes im Lande halten und versprach Tauber sogar eine 100%ige "Arisierung" Ob Tauber ihm nicht glaubte oder ob er ahnte, daß Goebbels Feinde somtheiten lch eine Regelung nutzen würden diesen zu schwächen (und somit die abgegebene Garantie in Frage zu stellen) - er entschied sich im Rahmen einer Tournee in England zu bleiben, wo er 1948 an Lungenkrebs starb.
Wie alle Berühmtheiten hatte auch Richard Tauber Feinde. Karl Kraus sagte über ihn: "Kotzenswürdigeres hat sich nie in einem Theaterraum begeben" (Karl Kraus) Na ja. ein angeblich berühmter Schriftsteller muß ja nicht unbedingt Geschmack oder gutes Benehmen haben. Vielleicht hat er auch nicht damit gerechnet, daß jemand seinen Tritt ins Fettnäpfchen bemerkt und der Nachwelt weitergibt... (?)





Das Problem bei Tauber ist, daß man - hat man ihm einmal gehört - ihn immer im Hintergrund mitsingen hört, wenn ein heutiger Sänger eine "Tauber.Nummer " singt - was selten zugunsten des heutigen Interpreten ausgeht..

Er sang Oper, Operette UND Schlager - ausserdem hatte er ...... Humor

mit freundlichen Grüßen aus Wien
Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

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20

Sonntag, 9. April 2017, 09:54

Die berühmteste Operettendiva in der Zeit von ca. 1910-1933 war wohl

Fritzy Massary.

Sie kreirte einen ganz eigen Stil, Sprech und Gesang in einem, vor allem sehr sehr textverständlich. Sie war der absolute Star vieler Uraufführungen, vor allem von Werken von Leo Fall und Oscar Straus. Letzterer schrieb ihr viele Rollen auf den Leib und sogar eine ganze Operette: "Eine Frau die weiß was sie will", aus der nachfolgendes Chanson stammt.



Im Gegensatz zu den meisten ihrer Rollen als femme fatale führte sie, soweit mir bekannt, eine recht solide Ehe.

:) Uwe

La Roche

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21

Sonntag, 9. April 2017, 10:05

lso jetzt habe ich lange genug gewartet! Da sich Stimmenliebhaber hier noch nicht gemeldet hat, spiele ich nun den Korrektor: Die Dame hieß mit Vornamen Margit
Ich bin ein schlechter Mensch. Ich hatte es mit Absicht falsch geschrieben. Und ich hatte einen anderen Korrektor erwartet!!!

Herzlichst La Roche
Ein Gespräch setzt voraus, daß der andere Recht haben könnte. Gadamer


musikwanderer

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22

Sonntag, 9. April 2017, 15:30

Ich bin ein schlechter Mensch. Ich hatte es mit Absicht falsch geschrieben. Und ich hatte einen anderen Korrektor erwartet!!!
Ich bin ein guter Mensch! Ich wollte einfach die Gelegenheit nutzen, an meine Tante Margot zu erinnern...

:hail:
.

MUSIKWANDERER

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23

Sonntag, 9. April 2017, 15:45

Ich weiß wirklich nicht mehr, bei wem ich - in meiner sehr frühen Jugendzeit - eine alte Schellackplatte mit Rupert Glawatsch gehört habe. Ich weiß auch nicht mehr, was ich gehört habe, aber der Name! der ist mir seit damals in Erinnerung geblieben. Und ich kann den Grund nicht erklären, denn Tatsache ist, dass der Klang fürchterlich ist. Oder hat das was mit "verwöhnt" zu tun? Ich fand bei youtube keine Aufnahme mit Glawatsch als Solisten, nur jenes folgende Terzett aus der "Dollarprinzessin" und der Text unter dem Video-Clip besagt, dass Leo Fall selber dirigiert:

.

MUSIKWANDERER

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24

Sonntag, 9. April 2017, 16:03

Hier ist noch so'n alter Clip mit einer Diva der Leichten Muse: Lizzi Waldmüller

.

MUSIKWANDERER

Mme. Cortese

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25

Sonntag, 9. April 2017, 16:11

Ich weiß wirklich nicht mehr, bei wem ich - in meiner sehr frühen Jugendzeit - eine alte Schellackplatte mit Rupert Glawatsch gehört habe. Ich weiß auch nicht mehr, was ich gehört habe, aber der Name! der ist mir seit damals in Erinnerung geblieben.


Lieber Musikwanderer,

könnte es sich da um eine Verwechslung handeln? Du sprichst von einem Rupert Glawatsch; der Sänger auf dem von dir eingestellten Video heißt aber laut Cover Franz Glawatsch. Allerdings gab es einen Sänger namens Rupert Glawitsch, dessen Aufnahmen in meiner Jugend noch häufig im Radio gespielt wurden und der sich auch besser anhört als der Franz:



Viele Grüße

Mme. Cortese
Gott achtet mich, wenn ich arbeite, aber er liebt mich, wenn ich singe (Tagore)

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26

Sonntag, 9. April 2017, 16:49

Zählen auch Operettenstars aus der Vor-Tonträgerzeit? Dann hätte ich hier als erste

Hortense Schneider



Sie war der Star Offenbachs, brillierte u. a. als Schöne Helena und Großherzogin von Gerolstein. Bei der Weltausstellung in Paris lag ihr die ganze euopäische Aristokratie zu Füßen. Sie war, nicht nur auf der Bühne, sehr skandalumwittert.

:) Uwe

musikwanderer

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27

Sonntag, 9. April 2017, 17:36

Lieber Musikwanderer, könnte es sich da um eine Verwechslung handeln? Du sprichst von einem Rupert Glawatsch; der Sänger auf dem von dir eingestellten Video heißt aber laut Cover Franz Glawatsch. Allerdings gab es einen Sänger namens Rupert Glawitsch, dessen Aufnahmen in meiner Jugend noch häufig im Radio gespielt wurden und der sich auch besser anhört als der Franz:
'tschuldigung, verehrte Madame Cortese, Du hast mich beim Fehler erwischt, bei einem Freudschen nämlich, ich dachte wohl insgeheim an den Rupert Glawitsch, meinte aber tatsächlich den Fraz Glawatsch. Ich könnte den Fehler noch ausbessern, aber dann ist Dein Einwand unverständlich...

:stumm:
.

MUSIKWANDERER

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28

Sonntag, 9. April 2017, 17:50

Auch die Buffostars sollten nicht vergessen werden. Hier:

Ferry Gruber

Er war sowohl in der Oper wie in der Operette gleichermaßen zuhause.



:) Uwe

Alfred_Schmidt

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29

Sonntag, 9. April 2017, 18:53

Ich komme gern noch einmal auf Fritzi Massary aus Beitrag Nr 20 zurück. sie ist übriegen seine der wenigen, die WIRKLICH in diesen Trhead gehören. Peter Alexander, Ferry Gruber,Annelies Rothenberger, Iwan rebroff etc etc. Sie alle sollten hier NICHT erscheine, weil ich eigentlich recht nahe an die WURZELN der Operette kommen wollte. Das hab ich in meinem Einführungsthread AUSFÜHRLICH beschrieben - aber sowas liest anscheinend niemand. So haben wir aus meiner Sicht, wieder einen Thread der durch die "Möchtegern- Operettenstars", wie Schlagersänger und abgetakelte Opernsänger abgewertet wird, genau diese Leute (natürlich nicht alle) haben in Verbindung mit den Polydor-Operettenquerschnitten und Wunschkonzerten der sechziger und siebziger Jahre die Operette dauerhaft beschädigt, unterstützt durch Arrangeure, welche gelegentlich die Orchestrierung "verbessert und modernisiert" haben.

Kommen wir zurück zu Fritzi Massary (1882-1969 - eigentlich hieß sie Massaryk)
In der Tat - Uwe Aisenpreis erwähnte es bereits - hatte sie eine ganz eigene Art des Vortrags. Die Stimme selbst war eigentlich nicht schön, aber umso markanter. Sie war spezialisiert auf Gesangsnummern mit lasziver Note, welche sie perfekt vortrug.
Das führte dazu, daß man ihr für bestehende Operetten Gesangseinlagen komponiert (sowas hats schon zu Mozarts Zeiten - und wahrscheinlich schon vor - gegeben)
Eine solche Einlage zu Leo Falls "Madame Pompadour" (komponiert von Arthur Guttmann) ist das sogenannte "Trallalalal-Lied" aus dem Jahre 1926 - Man höre den Text und bedenke WANN das getextet wurde....



Die berühmteste Nummer ist aber wohl - diesmal ORIGINAL aus Falls "Madame Pompadour" - "Joseph, ach Joseph was bist Du so keusch" Sie sang diese Nummer mit dem Komiker MAx Pallenberg, der nebenbei noch mit ihr verheiratet war.
Man höre auf die Feinheiten des Textes und der Interpretation - unerreicht !!!



Hier ein Teil eines Interviews mit der Massary aus 1965 - weitere Teile findet man im Internet




mit freundlichen Grüßen aus Wien
Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

Rheingold1876

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30

Sonntag, 9. April 2017, 20:08

Peter Alexander, Ferry Gruber,Annelies Rothenberger, Iwan rebroff etc etc. Sie alle sollten hier NICHT erscheine, weil ich eigentlich recht nahe an die WURZELN der Operette kommen wollte. Das hab ich in meinem Einführungsthread AUSFÜHRLICH beschrieben - aber sowas liest anscheinend niemand.


Als ich habe den Eröffnungsbeitrag durchaus sehr genau gelesen und meinen wohl begründeten Beitrag (15) nicht als im Widerspruch dazu stehend empfunden. Es gibt auch Aufnahmen von 1950, die durchaus an diese Wurzeln gelangen. Ja, ich würde sogar so weit gehen, dass gelegentlich die Ausdrucksfülle einer solchen Komposition erst mit gehörigen Abstand, mitunter sogar erst in der Folgegeneration erkannt und realisiert wird. Die ganz frühe Rothenberger in eine Reihe mit Hans Rolf Rippert, der behauptete, russische Wurzeln zu haben und sich fortan Rebroff nannte, gestellt zu sehen, entsprach wahrlich nicht meinen Intentionen. Da liegen Welten zwischen, Lichtjahre! Mich interessieren diese ganz alten Aufnahmen nicht separat, weil ich die Wrkung letztlich nicht nachvollziehen kann, sondern immer nur in ihre Bezüglichkeit zu dem, was darauf oder daraus folgt. Aber das ist ein andres.

Gruß Rheingold
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

Erda: "Alles, was ist, endet."