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La Roche

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  • »La Roche« ist männlich

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31

Montag, 10. April 2017, 13:37

Ich bin bzw. war Beamter im gehobenen Dienst (A11 bzw. die letzten drei Jahre A12) und bin heute sogar in der Lage, trotz des durch den Ruhestand deutlich reduzierten Einkommens weiterhin annähernd so viel (oder wenig) zu sparen wie vorher. Und auch der Fall b) trifft auf uns überhaupt nicht zu.
Das hättest Du besser nicht schreiben sollen. Damit ist Dir nämlich ein Beweis gelungen, wie wenig Beamte oder pensionierte Beamte von dem vestehen oder verstehen wollen, was um sie herum so alles passiert.

La Roche
Musik ist eine heilige Kunst - Hugo von Hofmannsthal. Aussage des Komponisten aus der Oper "Ariadne auf Naxos" mit der Musik von Richard Strauss.


timmiju

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  • »timmiju« ist männlich

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Registrierungsdatum: 5. Oktober 2010

32

Montag, 10. April 2017, 14:42

Ich bin bzw. war Beamter im gehobenen Dienst (A11 bzw. die letzten drei Jahre A12) und bin heute sogar in der Lage, trotz des durch den Ruhestand deutlich reduzierten Einkommens weiterhin annähernd so viel (oder wenig) zu sparen wie vorher. Und auch der Fall b) trifft auf uns überhaupt nicht zu.
Das hättest Du besser nicht schreiben sollen. Damit ist Dir nämlich ein Beweis gelungen, wie wenig Beamte oder pensionierte Beamte von dem vestehen oder verstehen wollen, was um sie herum so alles passiert.

Bravo! Bravo! Bravo! :jubel: :jubel: :jubel: :jubel:
Wenn schon nicht HIP, dann wenigstens TOP

lutgra

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  • »lutgra« ist männlich

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33

Montag, 10. April 2017, 15:13

es ging mir mit meiner Bemerkung nicht um andere Länder oder dieses Europa - es ging mir um den einzelnen normalen Durchschnitts - Bürger und seine persönliche wirtschaftlich /finanzielle Situation, der mit der Einführung dieses Euro zunehmend spürbar immer mehr geschröpft wurde. Die Realität dieser Tatsache, müßte eigentlich jedem im normalen Alltag klar werden, wenn er nicht die Augen bewußt davor verschließt.

Das hat aber mit der Einführung des Euros kaum etwas zu tun, sondern damit, dass wir in einem (neo)kapitalistischen System leben, das die Akkumulation von Reichtum bei wenigen massiv fördert, den Reichtum von allen aber nicht.
Wer vor 10 Jahren genügend Geld hatte, um in Stuttgart/München/Berlin/Hamburg Immobilien zu kaufen, darf sich über eine Verdoppelung seines Einsatzes freuen. In den meisten Branchen konnten sich die arbeitenden Menschen über diesen Zeitraum noch nicht einmal über 10% Reallohnzuwachs freuen. Dafür müssen Sie jetzt aber doppelt hohe Mieten zahlen, was den Reichtum der anderen wiederum fördert.

musikwanderer

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Registrierungsdatum: 20. Januar 2010

34

Montag, 10. April 2017, 15:42

Ich teile die Meinung der Euro-Ablehner und seine Einführung war in meinen Augen der größte Schwachsinn des Jahrtausends. Alle politischen Entscheider haben das Volk belogen und betrogen. Regeln einhalten? Wozu? Sie sind dazu da, gebrochen zu werden! Und wenn ich an den italienischen Geldvernichter in der EZB-Zentrale denke, kann ich nur mit Max Liebermann sagen: Ick kann ja nischt soviel fressen, wie ick kotzen möchte.

X(
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MUSIKWANDERER

  • »Johannes Roehl« ist männlich

Beiträge: 11 505

Registrierungsdatum: 12. August 2005

35

Montag, 10. April 2017, 15:54

es ging mir mit meiner Bemerkung nicht um andere Länder oder dieses Europa - es ging mir um den einzelnen normalen Durchschnitts - Bürger und seine persönliche wirtschaftlich /finanzielle Situation, der mit der Einführung dieses Euro zunehmend spürbar immer mehr geschröpft wurde. Die Realität dieser Tatsache, müßte eigentlich jedem im normalen Alltag klar werden, wenn er nicht die Augen bewußt davor verschließt.

Das hat aber mit der Einführung des Euros kaum etwas zu tun, sondern damit, dass wir in einem (neo)kapitalistischen System leben, das die Akkumulation von Reichtum bei wenigen massiv fördert, den Reichtum von allen aber nicht.
Wer vor 10 Jahren genügend Geld hatte, um in Stuttgart/München/Berlin/Hamburg Immobilien zu kaufen, darf sich über eine Verdoppelung seines Einsatzes freuen. In den meisten Branchen konnten sich die arbeitenden Menschen über diesen Zeitraum noch nicht einmal über 10% Reallohnzuwachs freuen. Dafür müssen Sie jetzt aber doppelt hohe Mieten zahlen, was den Reichtum der anderen wiederum fördert.

Eben, alles das ist wahr (wer eine Immobilie irgendwo auf dem Land außerhalb eines Speckgürtels hat, wird sie dagegen vermutlich erst einmal nicht mehr los, jedenfalls macht er keinen Gewinn, d.h. auch bei dieser Art Altersvorsorge wurden manche überproportional belohnt, andere gucken in die Röhre), ebenso wie viele andere Fehlentwicklungen. Es wird auf vielen Gebieten mehr und mehr eine "winner takes it all" Situation. (So kann z.B. bislang erfolgreiche Spekulant jetzt sehr billig Geld aufnehmen und z.B. in weitere Immobilien investieren. Während die Festgeld-Ersparnisse des einen schrumpfen, kann der andere bei seinen Mietern immer mehr abschöpfen.)
Das alles hat jedoch überhaupt nichts mit dem EUR zu tun. Oder höchstens in so indirekter Weise, dass zumindest ich den Zusammenhang nicht verstehe (und den hat hier auch noch keiner erklärt).
Der EUR ist ein wohlfeiler Sündenbock, auf den draufzuschlagen eher den Blick auf die tatsächlichen Entwicklungen zu einseitiger Umverteilung verstellt.

Bertarido

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Registrierungsdatum: 24. April 2014

36

Montag, 10. April 2017, 16:44

Der EUR ist ein wohlfeiler Sündenbock, auf den draufzuschlagen eher den Blick auf die tatsächlichen Entwicklungen zu einseitiger Umverteilung verstellt.

Genauso ist es. Hinter der Euro-Kritik gerade in Deutschland steckt viel Bauchgefühl und wenig Sachverstand.

Dieter Stockert

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37

Montag, 10. April 2017, 17:31

Das hättest Du besser nicht schreiben sollen. Damit ist Dir nämlich ein Beweis gelungen, wie wenig Beamte oder pensionierte Beamte von dem vestehen oder verstehen wollen, was um sie herum so alles passiert.
Da wirst Du wohl Recht haben – was versteht ein verbeamteter Diplom-Sozialpädagoge (FH) im Gesundheitsamt schon von der sozialen Wirklichkeit? In meiner schlichten Denkweise hatte ich nur folgendes überlegt: Die staatlichen Leistungen für Menschen ohne oder mit zu geringem Einkommen sind in Deutschland seit der Einführung des Euro zwar gestiegen, aber nicht annähernd so viel, als dass ein Betroffener damit eine Verdoppelung der Lebenshaltungskosten hätte auffangen können. Und nachdem die Höhe der Leistungen auch vorher nie so bemessen war, als dass man damit große Ersparnisse hätte bilden können (sprich das Geld ging jeden Monat drauf), hätte der betroffene Personenkreis keine Chance gehabt zu überleben, wenn durch den Euro das Leben wirklich doppelt so teuer geworden wäre.
»Ich habe keine Zeile geschrieben.« (Thomas Brasch: Der schöne 27. September)

Stimmenliebhaber

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  • »Stimmenliebhaber« ist männlich

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Registrierungsdatum: 3. Dezember 2012

38

Montag, 10. April 2017, 18:02

Und bitte nicht darüber diskutieren oder das in Abrede stellen - ich spreche aus jahrelanger (bequemer) positiver Erfahrung!
Du hast deine Erfahrungen, ich habe meine! Fast überall in Liberec konnte ich nicht mit Euro zahlen. Und dass umtauschen lzu müssen ästiger ist als nicht umtauschen zu müssen, wird wohl miemand ernstlich bestreiten wollen, oder???
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

Inhalten aller Art in Beiträgen anderer in diesem Forum stimme ich hier ausdrücklich nur dann zu, wenn ich ihnen in Antwortbeiträgen ausdrücklich zustimme! ;)

m-mueller

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Beiträge: 3 661

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39

Montag, 10. April 2017, 18:44

Individuell gefühlt, sowie für einige soziale Gruppen, mag es stimmen, daß seit Einführung des Euro alles teurer geworden ist und die Löhne nicht mitgehalten haben - im Durchschnitt aber trifft das nicht zu - fast alles ist billiger geworden, jedenfalls, wenn man die eigentliche Währung, unsere Arbeitszeit, zugrunde legt.

So hat man für ein Mischbrot 1960 immerhin 19 Minuten lang arbeiten müssen, 1991 nur noch 11 Minuten und 2015 noch 10 Minuten.
Für Markenbutter gilt: 39; 6; 4
1 kg Kotlett: 2:35 h, 0:37; 0:29 usw.

Nur sehr wenig ist teurer geworden, seit 1991 z.B. Kabeljau, Damenstrumpfhosen, Strom, Benzin, Tageszeitung, Rundfunkbeitrag, Damenfriseur.
Nicht in der Aufstellung enthalten sind Miete, Urlaub, Bahntarife etc, also durchaus auch größere Anteile an einem "Normalbudget"

Quelle: http://www.deutschlandinzahlen.de/filead…on/DIZ_2016.pdf, Tableau 6.7 - Kaufkraft der Lohnminute

Thomas Pape

Moderator

  • »Thomas Pape« ist männlich

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Registrierungsdatum: 30. August 2006

40

Montag, 10. April 2017, 19:23

Volle Zustimmung zu Johannes' Ausführungen. zunächst: auch die DM hat im Laufe ihres Bestehens kräftig an Wert eingebüßt, hatte zum Schluß nur noch ein Viertel ihres ursprünglichen Wertes. Dass viele den Gürtel enger schnallen müssen, liegt weniger an der Währung, sondern an der Politik seit den 1990er Jahren, vor allem der rot-grünen Koalition. Kurz zum Osten: es waren zur Wendezeit durchaus Ersparnisse vorhanden. Die Mark Ost wurde 2:1 umgetauscht, es gab sogar Freibeträge bis zu 6.000 M, die 1:1 getauscht wurden. Höhere Kosten entstanden überall da, wo Staatssubventionen entfielen Die Ostdeutschen wurden sofort in das Westdeutsche Rentensystem übernommen. Auch wenn die Renten Ost (ich glaube bis heute) niedriger sind als im Westen, so machte sich der Umstand bezahlt, dass in der DDR in aller Regel beide Eheleute gearbeitete hatten und somit zwei Renten in einen Haushalt fließen. Bestimte Nebenkosten wie etwa Mieten sind per Einigungsvertrag noch einige Jahre niedrig gehalten worden, wenngleich auch nicht auf dem Niveau von 1939, das Honegger als Maßstab gedient hatte. Es hätte wirklich schlimmer kommen können. Und: mit dem Euro hat das nun wirklich nichts zu tun.

Die Kaufkraft von Währungen richtet sich auch immer auch an ihrem Verhältnis zu anderen Währungen. 2003 war der Euro keinen Dollar wert, heute liegt er bei 1,06 USD und war schon bei 1,36. Das Platzen der dotcom-Blase ist ebensowenig vom Euro zu verantworten, wie die Bankenkrise 2007.

Freiberufler hat immer schon eine besondere Vorsorgepflicht getroffen. Und operus hat völlig recht, dass die in den 1990ern so hochgelobte Privatvorsorge derzeit kollabiert. Aber auch das ist nicht die Folge des Euro. Es ist die Folge der Möglichkeit, sich aus den Vorsorgesystemen auf Gegenseitigkeit in die Richtung individueller Privatvorsorge verabschieden zu können. In der Schweiz z.B. geht das gar nicht. Unter unter Kohl lag die Latte auch in Deutschland noch recht hoch. Abgesenkt hat das Maschmeyer-Freund Schröder. Suum quique et mihi plerumque.

Fatal ist der Euro für die Länder, die wirtschaftlich eigentlich gar nicht in der Lage waren, der Währungsunion beizutreten, Griechenland, Portugal, Spanien z.B. Von Hungerleiderstaaten wie Bulgarien und Rumänien, auch noch Ungarn rede ich hier gar nicht. Da kann aber die arme und eigentlich recht stabile Währung nichts für. Zumal transnational ohnehin zuvor vielfach in Ecu, als Buchwährung der Vorgänger des Euro, gehandelt wurde. Viele Probleme, die wir haben, liegen in den Konstruktionsfehlern der EU begründet. Und an einer gemeinschaftsfeindlciehn Politik. Da geht aber keiner dran. Wird's auch nicht tun, zumal eine Partei gerade aus Brüssel einen Bock eingeladen hat, in Deutschland Gärtner zu werden.

Liebe Grüße vom Thomas :hello:
Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

Stimmenliebhaber

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41

Montag, 10. April 2017, 19:44

es gab sogar Freibeträge bis zu 6.000 M
Der übliche war nach meiner Erinnerung zur Währungsunion am 1.7.1990: 4000 M = DM (1:1) pro Kopf. Alles darüber hinaus dann 2:1.
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

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Thomas Pape

Moderator

  • »Thomas Pape« ist männlich

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Registrierungsdatum: 30. August 2006

42

Montag, 10. April 2017, 19:46

Die 6.000 gab's für Rentner 60+, die 4.000 waren der Durchschnittssatz, für Kinder galt 2.000.

Liebe Grüße vom Thomas :hello:
Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

chrissy

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Registrierungsdatum: 20. Oktober 2010

43

Montag, 10. April 2017, 19:51

Ich teile die Meinung der Euro-Ablehner und seine Einführung war in meinen Augen der größte Schwachsinn des Jahrtausends. Alle politischen Entscheider haben das Volk belogen und betrogen. Regeln einhalten? Wozu? Sie sind dazu da, gebrochen zu werden! Und wenn ich an den italienischen Geldvernichter in der EZB-Zentrale denke, kann ich nur mit Max Liebermann sagen: Ick kann ja nischt soviel fressen, wie ick kotzen möchte.

X(
Danke, lieber Musikwanderer :hail: :jubel: :yes: :jubel: :yes: :hail: Du triffst es auf den Punkt. Es war vielleicht weniger der größte Schwachsinn, denn der Staat verdient ja auch daran,
dafür aber eine einschneidende Maßnahme, die in der Folgezeit den "normalen Durchschnittsbürger", dem Lohn, Gehalt, Pension, Rente, Ersparnisse halbiert wurde,
mit den betrügerischen Umrechnungen und den automatischen, teilweise drastischen Preissteigerungen, immer mehr in wirtschaftliche Schwierigkeiten brachte.
Vor allem freut es mich, daß hier einer erkannt hat, was ich eigentlich ausdrücken und gedanklich vermitteln wollte:
Es geht mir nicht um Miethaie, Spekulanten und andere Finanzhasardeure, (und es geht mir auch überhaupt nicht um mich /uns), ich wiederhole mich:
es ging mir um den normalen Durchschnittsbürger /Familien, die sich durch diese automatische Teurungswelle, vieles nicht mehr leisten können,
kein Theater, kein Kino, kein Museum, kein Spaßbad, keinen Freizeitpark etc...
Ich weiß von Familien, die ihren Kindern keine Zuckerwatte für 5 Mark kaufen können!
Entschuldigung, nicht 5 Mark, es sind ja nur 2,50 Euro (klingt doch viel besser, weil es durch geschickt gesteuerte psychologische Täuschung nicht so viel erscheint!!!)
CHRISSY
Jegliches hat seine Zeit...

Dieter Stockert

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44

Montag, 10. April 2017, 20:03

Wie wäre es, wenn Du auf Argumente eingehen würdest?
»Ich habe keine Zeile geschrieben.« (Thomas Brasch: Der schöne 27. September)

chrissy

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  • »chrissy« ist männlich

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45

Montag, 10. April 2017, 20:11

Wie wäre es, wenn Du auf Argumente eingehen würdest?
Entschuldigung, sind das keine Argumente???...
Es geht mir nicht um Miethaie, Spekulanten und andere Finanzhasardeure, (und es geht mir auch überhaupt nicht um mich /uns), ich wiederhole mich:
es ging mir um den normalen Durchschnittsbürger /Familien, die sich durch diese automatische Teurungswelle, vieles nicht mehr leisten können,
kein Theater, kein Kino, kein Museum, kein Spaßbad, keinen Freizeitpark etc...
Ich weiß von Familien, die ihren Kindern keine Zuckerwatte für 5 Mark kaufen können!

Entschuldigung, nicht 5 Mark, es sind ja nur 2,50 Euro (klingt doch viel besser, weil es durch geschickt gesteuerte psychologische Täuschung nicht so viel erscheint!!!)
CHRISSY
Jegliches hat seine Zeit...

lutgra

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  • »lutgra« ist männlich

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46

Montag, 10. April 2017, 20:31

Ich weiß von Familien, die ihren Kindern keine Zuckerwatte für 5 Mark kaufen können!

Aus ernährungsphysiologischer Sicht gibt es kaum etwas besseres als seinen Kindern KEINE Zuckerwatte zu kaufen, weder für 5,00 noch für 2,50. :D

Alfred_Schmidt

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  • »Alfred_Schmidt« ist männlich

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47

Montag, 10. April 2017, 20:37

Meine Lieben
Ich weise nur darauf hin, daß dieser Thead heut um 24 Uhr (mit 24 Stunden Verspätung übrigens) gescjlosen wird. Die Entscheidung wurd folgendermaßen beründet: Es ist kein Klassikthema, lag aber vieln von uns am Herzen und wurde deshalb temporär zugelassen. Der Thread zieht aber auf Grund seiner Brisanz doch Leute von den Klassiktheads ab und lähmt auf dies Weise das Forum. Darüber hinaus hat er erhöhtes Streitpotential, ein Risiko dem ich mich für längere Zeit nicht aussetzen wollte. Bei brisanten Klassikthemen liegt die Sachlage anders - sie ist ein mit einzubeziehende Risiko...

mfg aus Wien
Alfred ADMIN 001

MIT ARBEIT VERSAUT MAN SICH DIE GANZE FREIZEIT

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48

Montag, 10. April 2017, 21:15

Faszinierender Thread ... erschreckender Thread.

Faszinierend, weils interessant ist, wie Taminos jenseits von Beethoven und C-Dur so ticken ...
Erschreckend, weil das eigentlich recht gebildete Leute sind ...

Und alle sind Wähler! ?(

zweiterbass

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49

Montag, 10. April 2017, 21:35

Und alle sind Wähler!

eigentlich recht gebildete Leute sind ...

und eben deswegen gehen ihre Stimmen in der Masse der ungebildeten Wähler unter.
Wer die Musik sich erkiest, hat ein himmlisch Gut bekommen (gewonnen)... Eduard Mörike/Hugo Distler

m-mueller

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50

Montag, 10. April 2017, 22:34

Für Deutschland (und auch Österreich) ist der Euro ein gigantisches Vollbeschäftigungsprogramm, insofern grundsätzlich ein Segen (wenn nicht unsere hohen Engagements bei den Schulden anderer Länder wären, der Target II-Saldo für D liegt gerade bei über 800 Milliarden Euro, von denen wohl niemand weiß, wie sie auch nur annähernd wieder eingefangen werden sollen). Im Prinzip bezahlt der deutsche Steuerzahler die deutsche Industrie dafür, daß sie Waren an Südeuropa liefert.

Für die Südländer ist es die Verdammnis zur Abhängigkeit von Kreditgebern. Und deshalb hat die EZB keine anderen Chance, als die Zinsen zu senken und irgendwann einmal auf knackige Inflation umzuschalten. Bzw. der Markt selbst wird umschalten, Betonwährung, Gold, Aktien und anderes von höherem Konsumwert sind ja schon reichlich inflationär.

Zu Zeiten der DM hat die Deutsche Bundesbank über 20mal aufgewertet, um unsere Wettbewerbsstärke (resp. die Schwäche der anderen) ein wenig einzuebnen. Wie Politiker auf den schmalen Pfad kommen konnten, zu glauben, das sein nach Einführung des € nicht mehr nötig, wird mir ewig ein Rätsel bleiben. Jedenfalls, wenn man nach wie vor souveräne Nationalstaaten mit einer Vielzahl von Politikern hat, die sich darauf verstehen, other people´s money auszugeben.

Der Euro wird nicht scheitern, er ist schon gescheitert, aber die EZB druckt immer noch dagegen an ("whatever it takes"), daß sich diese Erkenntnis allgemein durchsetzt.

operus

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51

Montag, 10. April 2017, 22:54

Verhaltensänderungen werden meist nur durch Not, Zwang oder Revolution erzwungen. Der bessere Weg wäre die Einsicht. Ich hoffe, dass sich diese doch noch in Europa durchsetzen wird. Das ist weit mehr als die Währungsfrage, das ist die bittere Erkenntnis, dass Europa ohne Einigung in Kleinstaaterei versinkt und dann in der globalisierten Welt mit ihren Machtblöcken keine Chancen mehr hat.

Herzlichst
Operus
Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

Stimmenliebhaber

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52

Montag, 10. April 2017, 23:52

das ist die bittere Erkenntnis, dass Europa ohne Einigung in Kleinstaaterei versinkt und dann in der globalisierten Welt mit ihren Machtblöcken keine Chancen mehr hat.
Nicht in Kleinstaaterei, sondern in Nationalstaaterei - und die europäische Nationalstaaterei hat bereits zu zwei furchtbaren Weltkriegen geführt - und einen dritten wird diese Erde nicht überleben - aber das zu kapieren, sind einige leider zu blöd... ;(

(Warum ein Blatt vor den Mund nehmen, wenn diese Rubrik in wenigen Minuten eh gelöscht wird?)
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

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m-mueller

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53

Montag, 10. April 2017, 23:57

Bevor hier abgeschaltet wird: Ihr habt ja so recht. Europa ist als Ganzes wesentlich stärker als die Summe seiner Mitglieder. Leider ändert Wunschdenken wenig an der ökonomischen Realität, daß zumindest der Euro nichts auf Dauer ist.