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MSchenk

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  • »MSchenk« ist männlich

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1 471

Montag, 29. August 2016, 08:40

Wenn dem so ist, was ich durchaus glauben mag
Ich nicht. Offensichtlich erzeugte sie klanglich Assoziationen an Birgit Nilsson, klang also ähnlich wie jene, nachdem selbige bereits hunderte Isolden, Brünnhildes, Elektras, Färberinnen und Turandots gesungen hatte - ohne selbst diese Partien schon gesungen zu haben...

Sie hat wohl gestern abend in Hamburg zum ersten Mal etwas aus Turandot gesungen, woraus die Rezensentin ihre "Vision" nährt (leider habe ich nichts nachzulesen oder nachzuhören gefunden). Nun ist Frau Netrebko ja noch nicht so alt und wenngleich La Nilsson in dem Alter schon erheblich weiter gewesen sein mag, bin ich grundsätzlich gutwillig und naiv genug, ihr (Netrebko) noch einiges zuzutrauen. An was es Frau Netrebko m.E. eher mangelt, ist die professionelle Einstellung, ihre regelmäßigen Absagen mit der Begründung, die Rolle passe doch nicht so ganz (z.B. Margarethe) oder jetzt dieses rumgeeiere bzgl. Elsa in Bayreuth verwundern doch ein wenig.
mfG Michael

Eine Meinungsäußerung ist noch kein Diskurs.

Rheingold1876

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  • »Rheingold1876« ist männlich

Beiträge: 4 112

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1 472

Montag, 29. August 2016, 09:12

Zumindest danken wir doch erstmal dem Michael, dass er auf diese Veranstaltung und ihr Echo aufmerksam macht. Da steckt doch einiges drin. Vor allem die irrige Kritikervorstellung, dass die Entwicklung einer Sängerin hin zur Nilsson bzw. ins Hochdramatische gehen sollte oder müsste. Ich kenne keinen größeren Unterschied als den zwischen diesen beiden Frauen. Die Netrebko klingt immer dunkler, üppiger und auch mütterlicher, die Nilsson aber hatte keine Tiefen und keine Dunkelheit. Ihre Stimme war auf Höhe gebaut und hatte eine unglaubliche stählerne Durchschlagskraft. Die Netrebko ist jetzt 44. Also nicht mehr ganz jung. In diesem Alter müssten sich die Dinge für eine Sängerin eigentlich entschieden haben. Was ich von ihr kenne, lässt mich etwas ratlos hinsichtlich ihrer Zukunft. Wagner sehe ich da gar nicht. Inzwischen wissen wir es von ihr auch, wie sie zu diesem Komponisten, zu dem sie offenbar nur gedrängt worden ist, steht. Ich kann nachvollziehen, dass sie auch von der Margarethe abrückte. Diese Figur ist keine Mutter, wie wir es erst dieser Tage wieder in Salzburg vorgeführt bekommen haben.

Gruß Rheingold
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

Erda: "Alles, was ist, endet."

Caruso41

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  • »Caruso41« ist männlich

Beiträge: 3 381

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1 473

Montag, 29. August 2016, 11:33

Aber mein Hauptproblem: Netrebko singt nur Arien, von denen man schon fünf dutzend Aufnahmen im Regal (oder wo auch immer) hat.

Ich glaube das ist doch eine falsche Betrachtungsweise. Es geht doch bei solchen Aufnahmen nicht darum, ob man sie eh schon zu Hause hat sondern um die Interpretationen. .....

Lieber Gregor!

Ist ja schön und gut. Sicher singt die Netrebko opulent. Aber ich mag einfach keine Sänger-Portraits mehr anschaffen, wenn da wirklich nur gängiges Repertoire drauf ist. Es gibt so viele Arien im Verismo, für die Netrebko sich hätte einsetzen können.....
Das Verkaufsargument zieht nicht, denn die Leute kaufen Netrebko, ob sie nun die gängigen Arien von Puccini singt oder wenig bekannte von Alfano, Montemezzi, Gnecchi, Pizzetti oder Zandonai. Und von Leoncavallo hätte es ja auch nicht der Bajazzo sein müssen, von Catalani nicht die Wally usw.

Aber das ist kein Argument gegen die die Gesangskunst der Netrebko sondern gegen die Programmwahl. Ob die nun in ihrer Verantwortung lag oder bei den Produzenten, weiß ich nicht. Ist mir auch egal.

Beste Grüße

Caruso41
;) - ;) - ;)

Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

MSchenk

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  • »MSchenk« ist männlich

Beiträge: 2 436

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1 474

Montag, 29. August 2016, 12:57

Anna Netrebko: Eine Klasse für sich schreibt das Hamburger Abendblatt über das gestrige Konzert in der Musikhalle, in der schon Maria Callas Triumphe feierte. Und auch der gerade gehörte Bericht auf NDRkultur war positiv, sie entwickle sich zunehmend ins schwere, dramatische Fach einer Birgit Nilsson. Wenn dem so ist, was ich durchaus glauben mag, sollte sie ihre Haltrung gegenüber Wagner (siehe hier) vielleicht nochmal überdenken.

Nachtrag: Netrebkos Ausflug ins dramatische Fach
mfG Michael

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Rheingold1876

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  • »Rheingold1876« ist männlich

Beiträge: 4 112

Registrierungsdatum: 5. Mai 2011

1 475

Montag, 29. August 2016, 17:32

Was Frau Lange im NDR verbreitet, ist dann doch mehr Fanpost als Musikkritik. :( Zitat: "Wer am Sonntag in der Hamburger Laeiszhalle saß, konnte ein veritables Debüt erleben: Weltstar Anna Netrebko war sichtbar bewegt, als sie zum ersten Mal öffentlich als Giacomo Puccinis legendäre Prinzessin Turandot auftrat. Auch wenn der Ausschnitt nur ein paar Minuten dauerte, er zeigt, wohin Netrebko strebt: in das schwerere, fast schon dramatische Repertoire, in dem Primadonnen wie Birgit Nilsson große Erfolge feierten." Was hat sie denn nun gesungen? "In questa reggia" - wie auf er neuen Verismo-CD, die übrigens die Arien und Szenen unter diesem Dach auf eine sehr freie und eigenwillige Weise zusammenfasst? Oder nur eine Sequenz daraus? Was ist das also für ein Ausschnitt gewesen, der nur wenige Minuten dauerte. Für ihren Auftritt braucht Turandot in der Regel mehr als sechs Minuten. Als Leser oder Hörer einer Kritik möchte ich das schon etwas genauer wissen. Das Problem scheint mir nicht die Künstlerin zu sein, die kann wirklich singen und macht meistens einen sehr guten Job, das Problem ist offenbar wieder einmal die Kritik - oder das, was man dafür hält!

Gruß Rheingold
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

Erda: "Alles, was ist, endet."

Caruso41

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  • »Caruso41« ist männlich

Beiträge: 3 381

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1 476

Dienstag, 30. August 2016, 21:29

Ich hab mir jetzt die neue und mit so viel Hype promotete CD mal in aller Ruhe angehört.
Mein ganz persönlicher Eindruch:
Hinreißend die Stimme! Es gibt einfach jede Menge luxuriösen Gesang! Wohllaut in Hülle und Fülle! Üppig noch in den Piani! Technisch große Klasse, wie sie die Bögen spannt und die Spitzentöne flutet!
Einfach herrlich!

Am besten Gefallen mir "La Mamma morta" und "Suicidio". Da ist auch die Gestaltung eindrucksvoll und überzeugend.

Bei den anderen Arien fehlt mir der Versuch, etwas über die Figuren zu vermitteln. Ich höre nicht Tosca oder Butterfly sondern Netrebko. Da war sie auf ihrer Verdi-CD schon weiter in der Auseinandersetzung mit den Charakteren, die sie sang. Irgendwie wirkt die Verismo-CD unfertig. Erstaunlicherweise trägt auch Pappano nichts zur Schärfung der Profile bei.
Mit einer Claudia Muzio oder Magda Olivero darf man gar nicht erst vergleichen. Auch nicht mit einer Tebaldi. Aber selbst eine Denia Mazzola-Gavazzeni, die nun wirklich keine außergewöhnliche Stimme hatte und auch technisch nicht mit der Netrebko konkurrieren kann, war eigentlich spannender wenn sie Verismo sang.

Und die Beiträge von Yusif Eyvazov sind einfach ein paar Klassen unter dem, was man von einer Premium-Produktion erwartet.

Anschaffen werde ich die CD wahrscheinlich doch. Aber erst wenn sie 8.--€ kostet. Ich wette, dass das in 12 Monaten schon sein wird.

Beste Grüße
Caruso41
;) - ;) - ;)

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Gregor

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  • »Gregor« ist männlich

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Registrierungsdatum: 25. Januar 2008

1 477

Mittwoch, 10. Mai 2017, 17:03

Jetzt hat Anna Netrebko den genauen Grund verraten, warum sie ihr Rollendebüt als Norma abgesagt hat. Gleichzeitig hat sie damit eine interessante Frage aufgeworfen.

"Ich habe mir die Partitur angesehen. Ehrlich - ich konnte mir die Oper nicht mal zu Ende anhören. Ich bin ehrlich mit Ihnen. Das ist so uninteressant für mich. Ich mag die Musik nicht. Ich mag die Figur nicht. Ich habe es versucht, wirklich, weil dieses Projekt so wichtig war. Aber am Ende sagte ich, 'Ich kann nicht, mein Herz ist da nicht dabei'. Und wenn es nicht dabei ist, kann ich auch nichts Besonderes daraus machen, und das ist der Hauptgrund warum ich ausgestiegen bin."

Das heißt also, sie hat für eine Partie zugesagt, ohne die Rolle vorher gekannt zu haben? Das ist doch eher ungewöhnlich. Sagt man für eine Rolle in der Regel nicht erst zu, wenn man schon weiß was auf einen zukommt? ?(

Nebenbei hat sie auch das Gerücht bestätigt, dass sie Strauss' Salome singen wird. Der Artikel dazu findet sich auf operawire.

Gregor

Stimmenliebhaber

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  • »Stimmenliebhaber« ist männlich

Beiträge: 7 049

Registrierungsdatum: 3. Dezember 2012

1 478

Mittwoch, 10. Mai 2017, 17:08

Jetzt hat Anna Netrebko den genauen Grund verraten, warum sie ihr Rollendebüt als Norma abgesagt hat. Gleichzeitig hat sie damit eine interessante Frage aufgeworfen.

"Ich habe mir die Partitur angesehen. Ehrlich - ich konnte mir die Oper nicht mal zu Ende anhören. Ich bin ehrlich mit Ihnen. Das ist so uninteressant für mich. Ich mag die Musik nicht. Ich mag die Figur nicht. Ich habe es versucht, wirklich, weil dieses Projekt so wichtig war. Aber am Ende sagte ich, 'Ich kann nicht, mein Herz ist da nicht dabei'. Und wenn es nicht dabei ist, kann ich auch nichts Besonderes daraus machen, und das ist der Hauptgrund warum ich ausgestiegen bin."

Mit dieser Äußerung ist mir diese Frau zum ersten Mal seit Ewigkeiten wieder richtig sympathisch! :thumbsup:
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

Inhalten aller Art in Beiträgen anderer in diesem Forum stimme ich hier ausdrücklich nur dann zu, wenn ich ihnen in Antwortbeiträgen ausdrücklich zustimme! ;)

MSchenk

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  • »MSchenk« ist männlich

Beiträge: 2 436

Registrierungsdatum: 5. März 2011

1 479

Mittwoch, 10. Mai 2017, 17:18

Das heißt also, sie hat für eine Partie zugesagt, ohne die Rolle vorher gekannt zu haben? Das ist doch eher ungewöhnlich. Sagt man für eine Rolle in der Regel nicht erst zu, wenn man schon weiß was auf einen zukommt? ?(

Aus einer ähnlichen Begründung hat sie vor ein paar Jahren in Hamburg einen konzertanten Faust abgesagt (siehe hier).
mfG Michael

Eine Meinungsäußerung ist noch kein Diskurs.

Bertarido

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  • »Bertarido« ist männlich

Beiträge: 2 705

Registrierungsdatum: 24. April 2014

1 480

Mittwoch, 10. Mai 2017, 17:46

Ich fände es ja sehr sympathisch, eine angebotene Rolle nicht zu übernehmen, wenn man das Stück nicht mag oder mit der Figur nichts anfangen kann. Aber dann soll man sich das doch bitte vorher überlegen und nicht erst zusagen und das Haus dann hängen lassen. Und ich frage mich auch, wie es sein kann, dass eine Opernsängerin die "Norma" nicht kennt und dann erst beim Studium der Partie feststellt, dass sie das Stück eigentlich nicht interessiert. ?(

La Gioconda

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  • »La Gioconda« ist weiblich

Beiträge: 714

Registrierungsdatum: 26. Mai 2009

1 481

Donnerstag, 11. Mai 2017, 21:35

"Ich habe mir die Partitur angesehen. Ehrlich - ich konnte mir die Oper nicht mal zu Ende anhören. Ich bin ehrlich mit Ihnen. Das ist so uninteressant für mich. Ich mag die Musik nicht. Ich mag die Figur nicht. Ich habe es versucht, wirklich, weil dieses Projekt so wichtig war. Aber am Ende sagte ich, 'Ich kann nicht, mein Herz ist da nicht dabei'. Und wenn es nicht dabei ist, kann ich auch nichts Besonderes daraus machen, und das ist der Hauptgrund warum ich ausgestiegen bin."


Wie unglaublich unprofessionell. Will sie einem tatsächlich sagen, dass sie von der Oper NORMA vorher noch kaum etwas gehört oder gekannt hat...??
Kein Thema - manche Partien liegen einem vom Charakter, von der Musik, der Tessitura her nicht. Aber man sagt zu obwohl man sich mit der Partie nicht einmal annähernd beschäftigt hat, wartet bis der Kartenverkauf angelaufen ist und lässt das Haus dann so kurz vor Probenbeginn hängen? Wann hat sie sich zum ersten Mal ernsthaft mit der Partie beschäftigt - lernt man eine Partie wie Norma in 1-2 Monaten....??
Wie unglaublich unseriös und unprofessionell - das disqualifiziert sich von selbst.
"Man muß nicht fliegen können um ein guter Ornithologe zu sein."

"Stimm´ brauchst kane, SINGEN muasst können!!" Julius Patzak

"WIRKLICH gut singt man vielleicht EIN MAL im Jahr." Fernando De Lucia

La Gioconda

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  • »La Gioconda« ist weiblich

Beiträge: 714

Registrierungsdatum: 26. Mai 2009

1 482

Donnerstag, 11. Mai 2017, 21:37

Das heißt also, sie hat für eine Partie zugesagt, ohne die Rolle vorher gekannt zu haben? Das ist doch eher ungewöhnlich. Sagt man für eine Rolle in der Regel nicht erst zu, wenn man schon weiß was auf einen zukommt? ?(
Aus einer ähnlichen Begründung hat sie vor ein paar Jahren in Hamburg einen konzertanten Faust abgesagt (siehe hier).

So kann sie es sich natürlich auch richten. Ehrlich - weder für Marguerite noch für Norma hat sie die stimmliche Agilität und Elastizität, da hätte sie geklungen wie ein Elefant im Porzellanladen.
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Sixtus

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  • »Sixtus« ist männlich

Beiträge: 897

Registrierungsdatum: 2. Dezember 2015

1 483

Freitag, 12. Mai 2017, 09:51

Casta (?) diva...

Diva hin, diva her: Wer so singt, dem (der) kann ich nur schwer böse sein.
Ich bin gar nicht so sicher, dass Netrebko die Norma verfehlt hätte. So lange ist es ja noch nicht her, dass sie eine exzellente (und überaus agile!) Adina abgeliefert hat.
Wenn es eine Partie gibt, die ihr nicht lag, dann war es eher die Lady Macbeth - aber nicht wegen fehlender Agilität, sondern wegen wenig überzeugender Dämonie.
Vielleicht hat das Aussteigen auch ganz andere Gründe. Wer schaut schon hinter alle Kulissen...

gibt Sixtus zu bedenken

La Roche

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  • »La Roche« ist männlich

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Registrierungsdatum: 21. Februar 2012

1 484

Freitag, 12. Mai 2017, 11:27

Ich glaube, daß Anna Netrebko schon eine Entwicklung genommen hat, weg von der Violetta, hin auch in Richtung Norma. Die Gründe, warum sie letztens mit Absagen Aufmerksamkeit erregte, die kennen wir nicht. Netrebko habe ich eigentlich immer gerne gesehen, weil sie immer in traditionellen Inszenierungen mitwirkte. Wer weiß, was man da vor hatte.....?

Enttäuscht war ich von ihrer Elsa, die vor Kurzem aus Dresden übertragen wurde. Sie hatte sichtlich Probleme mit schnelleren Passagen in deutscher Sprache. Sie mußte sich zu sehr auf richtige Aussprache, überhaupt auf den Text konzentrieren und verwischte dadurch manchen Ton. Langsame Passagen, auch Spitzentöne gelangen da besser. Aber eine Elsa wie die großen Wagnersängerinnen wird sie wohl nie. Da hatte mir Beczala schon besser gefallen.

Also "Schuster bleib bei Deinen Leisten".

Herzlichst La Roche
Ein Gespräch setzt voraus, daß der andere Recht haben könnte. Gadamer
Nihil fit sine causa

9079wolfgang

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1 485

Samstag, 13. Mai 2017, 10:51

Zitat

Da hatte mir Beczala schon besser gefallen.

Als Elsa? :pfeif:
W.S.

La Roche

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  • »La Roche« ist männlich

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1 486

Samstag, 13. Mai 2017, 12:50

  • :thumbsup:
Herzlichst La Roche
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Rheingold1876

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Donnerstag, 3. August 2017, 11:20

Aida auf dem Kaffeetisch

Wer Anna Netrebko schätzt, gern "Aida" hört und zufällig ein neues Kaffeegeschirr braucht, kann sich gleich dreifach beglücken lassen: Die Sängerin betätigt sich als Porzellandesignerin und hat gelegentlich ihres Debüts als Aida das passende gleichnamige Service entworfen. Und zwar in garantiert unverfälschter Darstellung mit Pyramiden und Palmen. :D Weiterlesen bitte hier:

https://deutsch.rt.com/newsticker/42844-…irr-marke-aida/
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

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Bertarido

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  • »Bertarido« ist männlich

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1 488

Donnerstag, 3. August 2017, 13:28

Und zwar in garantiert unverfälschter Darstellung mit Pyramiden und Palmen. :D

Vorsicht: Das komplette Design stammt von Anna Netrebko, die in ihren Entwürfen ihre eigene Interpretation des Vierakters von Giuseppe Verdi an den Tag legt.

Hoffentlich hat sie sich ans Libretto gehalten! :hahahaha:

Gregor

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1 489

Montag, 2. Oktober 2017, 00:11

In einem Interview mit dem französischen Magazin Classica gab Anna Netrebko bekannt, welche neuen Opernpartien auf sie warten.

So wird sie bei den Salzburger Festspielen die Lisa in Tschaikowsky's Pique Dame singen. Mariss Jansons soll dirigieren.
Außerdem kündigt sie zwei Verdi-Partien an, die sie in ihr Repertoire aufnehmen möchte: Amelia in Un ballo in maschera und Leonora in La forza del destino.
Dazu kommt noch Strauss' Salome an der MET zur Saisoneröffnung 2021/22 unter dem Dirigat von Yannick Nezet-Seguin. Claus Guth soll Regie führen.

Zudem bestätigt sie, dass sie 2019 endlich ihr Bayreuth-Debüt geben wird. Sie übernimmt dann die Elsa in Lohengrin mit Piotr Beczala in der Titelrolle.

Neue Rollen stehen allerdings schon in dieser Saison an: Im Sommer sang sie erstmalig Cilea's Adriana Lecouvreur in St. Petersburg. Die Rolle ist in der laufenden Saison auch für Wien und Baden-Baden angekündigt. Die Maddalena in Andrea Chenier gibt sie in Mailand und Budapest. Puccini's Tosca kommt in New York und München.

Gregor

Rheingold1876

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1 490

Montag, 2. Oktober 2017, 18:47

In einem Interview mit dem französischen Magazin Classica gab Anna Netrebko bekannt, welche neuen Opernpartien auf sie warten.


Lieber Gregor, ganz herzliche Bitte: Könntest Du wohl den originalen Beitrag aus "Classica" hierher verlinken? Danke im Voraus.
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

Erda: "Alles, was ist, endet."

Hosenrolle1

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1 491

Montag, 2. Oktober 2017, 19:07

Dazu kommt noch Strauss' Salome an der MET zur Saisoneröffnung 2021/22

Ich weiß nicht, ob ich mir das vorstellen will, nicht nur, weil AN dann 50 Jahre alt sein wird ...



LG,
Hosenrolle1
„Begreifen wir endlich, dass der emotionale Kult der Tradition nur eine Form unserer geistigen Faulheit ist.“ (Stanislaw Brzozowski)

Gregor

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1 492

Montag, 2. Oktober 2017, 23:23

Lieber Gregor, ganz herzliche Bitte: Könntest Du wohl den originalen Beitrag aus "Classica" hierher verlinken? Danke im Voraus.

Den Artikel gibt es in der Print-Ausgabe. Online konnte ich ihn nicht finden, lieber Rüdiger. Ich glaube da muss man die Ausgabe von Classica digital erwerben.

Ich habe für dich jetzt mal recherchiert. Beim französischen Blog Revopera findet man auch den Hinweis auf die neuen Partien. Mehr konnte ich bisher leider nicht finden.

http://revopera.com/anna-netrebko-salome-verdi-bayreuth/




Dazu kommt noch Strauss' Salome an der MET zur Saisoneröffnung 2021/22

Ich weiß nicht, ob ich mir das vorstellen will, nicht nur, weil AN dann 50 Jahre alt sein wird ...

Viele Sängerinnen singen doch in diesem Alter Salome. Man denke nur mal an Denoke, Johansson, Naglestad, Mattila.

Was übrigens den Tanz der sieben Schleier betrifft, hat Netrebko verraten, dass sie nicht die Absicht hat, am Ende des Tanzes nackt zu sein. Sollte deine Befürchtung in diese Richtung zielen ... ;)
Im Gegensatz zu Karita Mattila, die auch mit Ende 40 keine Hemmungen hatte, sich als Salome - wenn auch nur für einen kurzen Moment - nackt zu zeigen. 8-)

Gregor

Gregor

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Montag, 9. Oktober 2017, 17:38

Ein reichlich ungewöhnliches Stück Papier hat seinen Weg in die Öffentlichkeit gefunden. Denn Sängerverträge werden in der Regel wohl nicht veröffentlicht. Jedenfalls sehe ich das das erste Mal.
So hat Anna Netrebko angeblich selbst daraufhingewiesen, dass sie einen Vertrag mit Bayreuth hat. Offensichtlich wollten das viele immer noch nicht glauben.

Wird in so einem Vertrag auch gleich die Gage vereinbart oder gibt es da noch einen gesonderten Vertrag? Weiß das jemand? Man sieht ja nur einen Teil des Vertrages. Es könnte natürlich sein, dass jener Teil nicht gescannt wurde. Geht im Grunde ja auch niemanden etwas an, was sie bekommt.

Da übrigens Rüdiger deutliches Interesse an zukünftigen Netrebko-Rollen gezeigt hat, sei ihm auch noch mitgeteilt, dass Frau Netrebko eine weitere Verdi-Partie für die fernere Zukunft in Planung hat - die Abigaille in Nabucco. Damit nimmt sie wohl - nach der Salome - eine weitere sogenannte "unsingbare" Rolle in ihr Repertoire auf.



Gregor

Rheingold1876

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Registrierungsdatum: 5. Mai 2011

1 494

Montag, 9. Oktober 2017, 18:04

Lieber Gregor, Respekt! Was Du alles herausbekommst. :) Also dürfen wir mal gespannt sein. Danke auch noch für den Hinweis auf das Magazin "Classica". Mich wundert auch sehr, dass so ein Vertragsblatt an die Öffentlichkeit gelangt. Ein Datum findet sich allerdings in dem Faksimile nicht. Schließlich gab es schon einmal eine Vereinbarung für die Premiere des neuen "Lohengrin" 2018, die nun Anja Harteros singt, wie auch in dem französischen Magazin verlautet. Nach der Aufführung in Dresden, die ich als eine Art Probe verstanden habe, hatte Frau Netrebko ja verkündet, dass sie Wagner nicht weiter verfolgen wolle. Mir schien damals ihre Entscheidung plausibel und konsequent. Ihre Elsa hat mir aber sehr gut gefallen. Allerdings kenne ich nur die DVD. Ich habe nicht in der Vorstellung gesessen.

Was man so über die Bayreuther Gagen gehört hat, sollen die nicht besonders hoch gewesen sein. Die Nilsson wurde oft dahingehend zitiert, dass sie ihr Geld anderswo verdienen müssen. Bayreuth sei die Ehre. Und Knappertsbusch nahm gar kein Geld. Er dirigierte umsonst.

Nochmals: Ich habe mir gefreut über Deine Nachricht.
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

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Misha

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Registrierungsdatum: 16. März 2005

1 495

Dienstag, 10. Oktober 2017, 11:59

Da KW seit dem WS 10/11 "Professorin" :hahahaha: ist, muss der Vertrag also aus der Zeit danach stammen. ;)
res severa verum gaudium

Herzliche Grüße aus Sachsen
Misha

Melot1967

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1 496

Mittwoch, 11. Oktober 2017, 17:39

Bayreuther Lohengrin 2019

Ich fände das Engagement von Netrebko und Beczala für den Bayreuther Lohengrin plausibel und wundere mich nur, warum nicht schon in der ersten Saison (und warum hat Jonas Kaufmann den Lohengrin nur in der ersten Saison gesungen und dann nicht mehr?). Ich hätte auch Verständnis für die Erklärung, sie müsse vom Teleprompter ablesen und das sei in Bayreuth nicht möglich. Aha, und in der nachfolgenden Saison ist das möglich, oder braucht sie ein weiteres Jahr, um die Partie auswendig zu lernen? Sehr seltsam. Was sie als Elsa in Dresden geleistet hat, ist doch fabelhaft. So ein Profi kann den Text der Elsa nicht auswendig lernen? Das ist doch sicher leichter zu schaffen, als als Spanisch sprechender Star-Tenor die deutsche Diktion für die Partie des Lohengrin richtig zu können, der Jahrzehnte Lang nie Lust/Zeit gehabt hat, sie zu trainieren.
Bitte bedenken Sie, dass lautes Husten - auch zwischen den Stücken - die Konzentration der Künstler wie auch den Genuss der Zuhörer beeinträchtigt und sich durch den Filter eines Taschentuchs o. ä. erheblich dämpfen lässt.