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AcomA02

Profi

  • »AcomA02« ist männlich

Beiträge: 383

Registrierungsdatum: 9. Juli 2017

211

Sonntag, 3. September 2017, 13:43

Hallo,

ich beginne mal mit dem 10. Prélude aus dem 1. Band: La cathédrale engloutie. Dieses Stück hat mir von Anfang an sehr gefallen mit seiner dynamischen Entwicklung und den Akkordfolgen sowie dem repriseartigen Schluss mit dem Bass-Ostinato. Ich habe mit großem Enthusiasmus die Ausführungen Khampans zur Auslegung des Notentextes (Erstausgabe bei Durand) und den diversen Eindpielungen inclusive der Klavierrolle Debussys hier gelesen.

Von den zur Zeit auf CD mir zur Verfügung stehenden Aufnahmen (inklusive Moravec), welche ich oben aufführte, verteilen sich die Interpretationen folgendermaßen:

Entsprechend Debussys Klavierrolle und den korrigierten Ausgaben, also richtig:

Alfred Cortot
Michel Béroff
Maurizio Pollini
Alexei Lubimov

Wörtlich nach der Durand-Ausgabe und damit 'falsch':

Arturo Benedetti Michelangeli
Ivan Moravec
Youri Egorov

Nun muss ich sagen, dass die drei mit der 'falschen ' Auslegung ' ihre Sache sehr gut machen. Insbesondere Benedetti Michelangeli und Moravec überzeugen referenzartig mit ihren klanglichen Möglichkeiten. Egorov, zu dem in diesem Forum nichts zu finden ist, war ein junger exzellenter russischer Pianist, welcher früh an AIDS verstarb. Seine GA der Préludes ist sehr fein und empfehlenswert. Bei der cathédrale tut er sich mit der wörtlichen Auslegung der Durand-Ausgabe tatsächlich schwer.

LG Siamak