Sie sind nicht angemeldet.


JPC Amazon

AMATEURVIDEO-FILMFORUM-WIEN

zweiterbass

Prägender Forenuser

  • »zweiterbass« ist männlich
  • »zweiterbass« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 4 163

Registrierungsdatum: 2. Juni 2010

1

Montag, 25. September 2017, 16:53

Ruh, Janina

Hallo,

nach dem Cellokonzert op. 104 von Dvorak gab die Cellistin Janina Ruh vor der Konzertpause eine mehrminütige Zugabe eines zeitgenössischen Komponisten, dessen Namen ich akustisch leider nicht verstanden habe. Es war eine ungewöhnliche Komposition mit viel 1/16 und 1/32 Flageolettönen (teilweise fast an der Hörgrenze) auf dem über dem gesamten Tonumfang gespielten Cellos mit ganz wenigen atonalen Akkorden.
Noch ungewöhnlicher war es aber dann, dass die Cellistin dazu stellenweise (frei improvisiert?) absolut intonationsrein vokalise sang; ihr klarer, nicht harter Sopran mit sehr gut gesteuertem Vibrato und Tremolo gab in Verbindung mit dem Cello ein Gefühl dafür, dass der Klang des Cellos oft mit der menschlichen Stimme verglichen wird – ein überaus beeindruckendes Klangerlebnis, das ich so noch nie gehört habe.

http://www.janinaruh.de/ Es lohnt sich, die ganze Webseite anzusehen.


Viele Grüße
zweiterbass
Wer die Musik sich erkiest, hat ein himmlisch Gut bekommen (gewonnen)... Eduard Mörike/Hugo Distler

lutgra

Prägender Forenuser

  • »lutgra« ist männlich

Beiträge: 5 126

Registrierungsdatum: 9. April 2013

2

Montag, 25. September 2017, 17:34

nach dem Cellokonzert op. 104 von Dvorak gab die Cellistin Janina Ruh vor der Konzertpause eine mehrminütige Zugabe eines zeitgenössischen Komponisten, dessen Namen ich akustisch leider nicht verstanden habe. Es war eine ungewöhnliche Komposition mit viel 1/16 und 1/32 Flageolettönen (teilweise fast an der Hörgrenze) auf dem über dem gesamten Tonumfang gespielten Cellos mit ganz wenigen atonalen Akkorden.
Noch ungewöhnlicher war es aber dann, dass die Cellistin dazu stellenweise (frei improvisiert?) absolut intonationsrein vokalise sang; ihr klarer, nicht harter Sopran mit sehr gut gesteuertem Vibrato und Tremolo gab in Verbindung mit dem Cello ein Gefühl dafür, dass der Klang des Cellos oft mit der menschlichen Stimme verglichen wird – ein überaus beeindruckendes Klangerlebnis, das ich so noch nie gehört habe.

Das klingt nach Peteris Vasks Gramata cellam, das auch Sol Gabetta und David Geringas gerne als Zugabe spielen. Es gibt bei youtube sogar eine Aufnahme mit Janina Ruh.


zweiterbass

Prägender Forenuser

  • »zweiterbass« ist männlich
  • »zweiterbass« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 4 163

Registrierungsdatum: 2. Juni 2010

3

Montag, 25. September 2017, 20:59

Hallo lutgra,
danke für die Mühe, bei YouTube das Stück gefunden und eingestellt zu haben. Bei dem Konzert hat die Cellistin eine etwas andere Version gespielt, es gab viel mehr Flageolettöne; außerdem ist die techn. Qualität bei YT mangelhaft, bei den Gesangspassagen ist das Cello viel zu laut, auch die Gesangspassagen insgesamt.

Viele Grüße
zweiterbass
Wer die Musik sich erkiest, hat ein himmlisch Gut bekommen (gewonnen)... Eduard Mörike/Hugo Distler