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Joseph II.

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1

Samstag, 18. November 2017, 00:48

Arthur Fiedler – Klassik und Pop



Arthur Fiedler, geboren am 17. Dezember 1894 in Boston, Massachussetts, gestorben am 10. Juli 1979 in Brookline, Massachusetts, war ein US-amerikanischer Dirigent und Violinist.

Er wurde als Sohn eines aus Österreich stammenden Violinisten geboren, welcher im Boston Symphony Orchestra (BSO) spielte. Seine Mutter war Pianistin. Er wuchs in Boston auf. 1910 zog die Familie nach Wien um, dann nach Berlin, wo er zwischen 1911 und 1915 an der Hochschule für Musik Violine studierte. Kurz nach dem Beginn des Ersten Weltkrieges kehrte er nach Boston zurück und wurde 1915 Mitglied des Boston Symphony Orchestra unter Karl Muck. Daneben arbeitete er als Pianist, Organist und Schlagwerker.

1924 gründete er die Boston Sinfoniette, ein Kammerorchester, das sich aus Mitgliedern des BSO zusammensetzte.

1930 wurde er 18. und bislang bei weitem am längsten amtierender Chefdirigent des 1885 gegründeten Boston Pops Orchestra. Diese Position sollte er bis zu seinem Tode 49 Jahre lang behalten. Daneben fungierte er zwischen 1951 und 1978 als Gastdirigent des San Francisco Pops Orchestra.

Mit dem Boston Pops Orchestra spielte er zahlreiche, oftmals sehr erfolgreiche Schallplatten ein, meist "leichte" Klassik und traditionelle US-amerikanische Volksmusik, aber auch symphonische Arrangements beliebter Musicals und Filmmusiken. Aber auch zur Popmusik hatte Fiedler keine Berührungsängste und arrangierte unter anderem Songs der Beatles und von Elvis Presley.

In den 1950er Jahren nahm er für RCA bereits sehr frühzeitig in Stereo auf (ab 1954). Ein einziges Mal spielte er auch eine klassische Aufnahme mit dem Boston Symphony Orchestra ein: Dvořáks Symphonie "Aus der Neuen Welt" im Jahre 1970.

1977 erhielt er die Freiheitsmedaille, die höchste zivile Auszeichnung der Vereinigten Staaten.

Arthur Fiedler starb am 10. Juli 1979 im Alter von 84 Jahren an Herzversagen, nachdem sich sein Gesundheitszustand bereits zuvor verschlechtert hatte.

Er war seit 1942 mit Ellen Bottomley (gest. 1984) verheiratet und hatte mit ihr drei Kinder: Johanna, Deborah und Peter.

Trotz seines Fokus auf die "leichte" Klassik war Fiedler zweifellos ein ernstzunehmender Musiker mit fundiertem Hintergrund.




»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

Joseph II.

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2

Samstag, 18. November 2017, 01:38

Absolut großartig fand ich dieser Tage das Beatles-Album, das Arthur Fiedler für Orchester arrangierte:



Aufnahmen zwischen 1964 und 1969.
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

Rheingold1876

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3

Samstag, 18. November 2017, 08:18

Absolut großartig fand ich dieser Tage das Beatles-Album, das Arthur Fiedler für Orchester arrangierte:


Das hat schon was, lieber Joseph! Ich höre das seit den frühen Morgenstunden, und ich genieße diese ungenierten, doch dezenten Anklänge an Richard Strauss und Aram Khachaturian. :)
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

Erda: "Alles, was ist, endet."

Erich Ruthner

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4

Samstag, 18. November 2017, 22:59

Ich kann die Gershwin - Aufnahmen von Arthur Fiedler nur empfehlen!
Meine Meinung steht fest. Bitte verwirren Sie mich nicht durch Tatsachen.

teleton

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5

Sonntag, 19. November 2017, 11:40

Gershwin - sinfonische Werke

Ich kann die Gershwin - Aufnahmen von Arthur Fiedler nur empfehlen!

:thumbsup: JA, man muss auch deutlich hervorheben, welch genialer Pianist hier spielt: Earl Wild.


Die von Josef gnaz unten in Beitrag 1 abgebildete RCA-CD wurde mir seinerzeit von Michael Schlechtriem empfohlen. Obwohl ich mit den enthaltenen Werken schon spitzenmässig ausgestattet war, habe ich die CD gekauft und war anschliessend "geplättet" - das sind die besten Aufnahmen dieser Gershwin-Werke und logischerweise steht die CD auch bei Tamino im BestBuy.

Die CD enthält:
Rhapsody in blue
Klavierkonzert
Ein Amerikaner in Paris
Variationen I got Rhythm
Cuban Ouvertüre
Gruß aus Bonn, Wolfgang

dr.pingel

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6

Sonntag, 19. November 2017, 11:59

Die Tochter von Arthur Fiedler heißt Johanna; sie war lange Jahre Assistentin an der MET. Sie hat ein Buch über die MET ("Molto agitato")geschrieben, das bis 2003 reicht. Es gibt hier einen thread von mir, dessen Quelle hauptsächlich dieses Buch ist: "Die Geschichte der MET in Anekdoten".
"Früher war alles besser!" Sogar die Kommentare zu "Früher war alles besser!" waren früher besser (Dr. Pingel´s Brosamen, Band 1, Nr. 65).

Joseph II.

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7

Sonntag, 19. November 2017, 17:09

Die Tochter von Arthur Fiedler heißt Johanna [...]

Leider hieß. Sie starb 2011 im Alter von gerade 65 Jahren (Quelle).
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

dr.pingel

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8

Sonntag, 19. November 2017, 18:47

Danke für die Nachricht; es war ein kleiner Schock für mich, weil "Molto agitato" einfach ein schönes Buch ist.
"Früher war alles besser!" Sogar die Kommentare zu "Früher war alles besser!" waren früher besser (Dr. Pingel´s Brosamen, Band 1, Nr. 65).