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AMATEURVIDEO-FILMFORUM-WIEN

Ulli

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31

Donnerstag, 14. Februar 2008, 18:44

Hallo!

Zitat

Original von Radagast
5.

=> musikalisch exquisite und technisch hervorragende Einspielung, Entmystifizierung von Schuberts Romantik, Wien findet nicht statt, hier geht es staub, staub, staubtrocken zu, sehr anspruchsvoll für Ohr und Kopf , für mich eine Einspielung für jemanden, der mindestens schon eine hervorragende Aufnahme hat.


Habe ich aber nicht. Mit "staub" meinst Du eventuell die extrem erschreckende Direktheit der Aufnahme!? Das fasziniert mich total - näher kann Musik mir nicht kommen. Und ich lasse sie an mich heran...

Zum Seitenthema des 1. Satzes des Trios Es-Dur D 929 ist mir bereits beim Konzert von Herrn Buchbinder im Sommer in Wien eine Parallele aufgefallen, die ich nun mit meiner neuen Einspielung verifizieren konnte:

Das Seitenthema des ersten Satzes ist die Medlodie des 3. Impromptu D 935 im Rhythmus des Menuetts der Sonate in G D 894, die auf dem gleichen Motiv bzw. dessen Harmonien aufbaut.

Wow! Was für eine fantastische Interpretation!

:jubel: :jubel: :jubel:

Der Vollständigkeit halber müssen unbedingt die Interpeten mt ihren Instrumenten genannt werden:

Federica Valli, Fortepiano
[D929: Johann Schanz 1810/15, D 28: Johann Schanz, 1795/1805, D 898 & 897: Conrad Graf, 1827]
Stefano Barneschi, Violine
[anonym, Italien, 18. Jahrhundert]
Paolo Beschi, Violoncello
[Jacques Boquay, Paris, 1719]

Und wenn das Andante con moto aus D 929 kein wahrhaftiger Schubert ist, was dann...???

?(

Ulli
Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
(Vincenzo Geilomato Hundini)

raphaell

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Donnerstag, 14. Februar 2008, 19:09

Hallo,

Zitat

Original von Ulli
Das Seitenthema des ersten Satzes ist die Medlodie des 3. Impromptu D 935 im Rhythmus des Menuetts der Sonate in G D 894, die auf dem gleichen Motiv bzw. dessen Harmonien aufbaut.


:hahahaha: - Köstlich...ok...das mit dem Menuett kann ich absolut nachvollziehen aber das Imprompu ist doch ziemlich anders...

Die angeführte Interpretation hat in der Tat einige ganz große Stärken aber auch einige ganz große Schwächen...

Die Särke liegt wohl wirklich in der unwarscheinlich rohen, direkten Art des Spiels - dabei verfällt das Ensemble jedoch nie ins Musikantische sondern holt ganz viele tolle Efekte und Details aus der Partitur - :jubel:
Das so spröde und harte Gesamtbild muss man mögen, aber es ist eine absolute alternative zu glattgebügelten, "verromantisierten" Einspielungen.
Als echten Schwachpunkt erachte ich den Langsamen Satz des Klaviertrios Op.100... Wäre er nicht, so wäre die Aufnahme sicher meine liebste. Aber dieser elegische Gesang wird von dem Cellisten doch übertrieben kurzatmig gespielt - an dieser stelle wünsche ich mir mehr Romantik...
Das Tempo erscheint mir etwas zu hastig - der Trauermasch wird zur Bagatelle...schade...

Aber insgesamt ein wirkliches Hörerlebnis!

LG
Raphael

Ulli

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33

Donnerstag, 14. Februar 2008, 19:46

Zitat

Original von raphaell
:hahahaha: - Köstlich...ok...das mit dem Menuett kann ich absolut nachvollziehen aber das Imprompu ist doch ziemlich anders...


Ja, in der Tat köstlich. Guckmal:



Man könnte beide Themen sogar mozärtlich à la "Don-Giovanni" übereinanderspielen, wobei natürlich zu beachten ist, daß das Menuett in [h-] moll steht, während das Impromptu in [B-] Dur steht. Und "ganz anders" ist es nicht - nur der B-Teil [Takt 3+4 in der Transskription bzw. Takt 2 des Impromptu] ist melodisch umgekehrt. Die harmonische Grundlage ist dieselbe.

:hello:

Ulli
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raphaell

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34

Donnerstag, 14. Februar 2008, 22:40

Hallo,

Ok...du hast mich... :D

LG
Raphael

Ulli

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35

Freitag, 15. Februar 2008, 07:02

Prima! :D

Mir ist selbst auch einmal aufgefallen, daß gewisse musikalische Themen tage-, wochen- oder monatelang in einem herumspuken und dann während des Komponierens in allen möglichen Varianten wieder auftauchen. Mal etwas versteckt, mal extrovertierter. Sie umspannen also einen gewissen [kurzen, manchmal sogar ziemlich langen] Lebensabschnitt. Bei Beethoven ist es beispielsweise u.a. das Thema des Finalsatzes der Sturmsonate, das man bei bereits bei op. 1 Nr. 3 oder auch bei WoO 59 in ganz ähnlicher Weise wiederfindet.

Das Schubert-Thema ist schon ein wirklicher Ohrwurm - meine erste Assoziation war allerdings jene zum B-Dur-Impromptu, obschon die Melodie hier - wie Du richtig festgestellt hast - am entferntesten anklingt. Dazu gesellt sich dann auch das Wiederauftauchen des Rhythmus im B-Teil des Scherzando: Tam-tátátátá-Tam-Tam-Tam, nachdem selbstverständlich zunächst im Andante con moto der Baßtriller aus D960 I [dort: GES-F] anklingt. Und nicht zuletzt die zur Ekstase getriebene Wiederaufnahme des Thema des 2. Satzes im großartigen Finale!

Meisterhaft!

:jubel: :jubel: :jubel:

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audiamus

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Freitag, 15. Februar 2008, 07:22

Lieber Ulli,

noch mehr Ähnlichkeit zum Impromptu bieten das erste Thema zweiter Satz des a-moll-Quartetts D. 804 bzw. die entsprechende Stelle in der Rosamunde-Musik.
Selbstklau bei Komponisten wäre vielleicht mal einen eigenen Thread wert. Oder gibt's den schon?

Gruß,

audiamus


.

"Oh, das schmeckt gut. Danke!" - Johannes Brahms' letzte Worte

audiamus

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37

Freitag, 15. Februar 2008, 07:31

Ach ja, und beim Thema Fremdklau könnte man mit Elgar's Salut d'Amour weitermachen - mit kleinem harmonischen Trickser.

"Oh, das schmeckt gut. Danke!" - Johannes Brahms' letzte Worte

Ulli

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38

Freitag, 15. Februar 2008, 08:05

Zitat

Original von audiamus
noch mehr Ähnlichkeit zum Impromptu bieten das erste Thema zweiter Satz des a-moll-Quartetts D. 804 bzw. die entsprechende Stelle in der Rosamunde-Musik.


Auch wieder köstlich - ich dachte nämlich ebenfalls pausenlos an die "Rosamunde" - wußte nur nicht, warum? Ich hatte das Motiv als Streicherklang im Hinterohr... Nun habe ich leider keine Noten dazu und mußte die Incipite im Deutschverzeichnis zu Rate ziehen, was in dem Fall leider erfolglos war.

:hello:

Ulli
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39

Freitag, 15. Februar 2008, 09:22

Na Ihr drei seid ja neckisch drauf :hahahaha: .

Aber gegebenenfalls noch mal zurück zu op. 100, also: Schuberts op. 100 ..

Zitat

Original von raphaell
Als echten Schwachpunkt erachte ich den Langsamen Satz des Klaviertrios Op.100... ... Aber dieser elegische Gesang wird von dem Cellisten doch übertrieben kurzatmig gespielt - an dieser stelle wünsche ich mir mehr Romantik...
Das Tempo erscheint mir etwas zu hastig - der Trauermasch wird zur Bagatelle...schade...

Eben doch eigentlich gerade nicht, lieber Raphael. Guckst Du bitte mal auf Schuberts Tempo: Andante con moto! Schubert hat hier gar keinen langsamen Satz geschrieben!

Als ich letztens nach einiger Zeit das Trio, und zwar speziell diesen Satz, mal wieder anhörte - natürlich in der fröhlich-wissenschaftlichen Aufnahme - kam ich frisch von der Überlegung her, dass Stanley Kubrick diesen Satz in Barry Lyndon in der Balkonszene zwischen Barry und Lady Lyndon verwendet. Kubrick erklärte dazu in einem Interview mit Michel Ciment, dass er für diese Szene ein tragisches Liebesthema gesucht und in diesem Satz gefunden habe. Er halte dies für ein großartiges Musikstück, mit genau der richtigen ausgeglichenen Balance zwischen Tragik und Romantik.

Hätte Kubrick (nur) die Einspielung der Gaia Scienza gekannt, hätte er diesen Satz wohl nicht ausgewählt. Er stieß nur auf die üblichen, bekannten spätromantischen Einspielungen, die aus diesem Satz einen pathetischen Kaugummi-Lindwurm à la Trauermarsch "zwischen Tragik und Romantik" machen. Eine entsprechende Einspielung verwendet er dann auch in seinem Film.

Nur erreichst Du diesen Effekt eben nicht, wenn Du den Satz Andante con moto spielst, wie Schubert es verlangt und wie Gaia Scienza es spielen.

Ich gebe ja zu: Ich selbst war verblüfft, als ich nach der Lektüre des Kubrick-Interviews (Balkonszene zwischen Tragik und Romantik) dieses bewegte Andante con moto hörte und musste erst zweimal auf die Satzbezeichnung schauen - aber das ist nun mal das, was Schubert, der wienerisch-biedermeierliche Schlingel, haben wollte.

Chacqu'un à son gout, aber ich ziehe dann - hmm, sagen wir mal: mindestens in diesem Fall - doch die Einspielung vor, die die Tempovorgaben des Komponisten berücksichtigt, also die durch Gaia Scienza.

Liebe Grüße, Ulrich

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ulrich Kudoweh« (15. Februar 2008, 10:41)


40

Freitag, 15. Februar 2008, 10:12

Zitat

Original von raphaell
Die Stärke liegt wohl wirklich in der unwarscheinlich rohen, direkten Art des Spiels - dabei verfällt das Ensemble jedoch nie ins Musikantische sondern holt ganz viele tolle Efekte und Details aus der Partitur - :jubel:
Das so spröde und harte Gesamtbild muss man mögen, aber es ist eine absolute alternative zu glattgebügelten, "verromantisierten" Einspielungen.
... Aber insgesamt ein wirkliches Hörerlebnis!


Lieber Raphael,

wer die Aufnahme nicht kennt, könnte meinen, hier soan' s, die lustigen Holzhackerbuam am Werk, so "unwahrscheinlich roh" und direkt und spröde und hart.

Das empfinde ich überhaupt nicht so.

Direkt ist die Aufnahme auf jeden Fall, aber gleichwohl sehr räumlich unter Einbeziehung der ausgesprochen angenehmen Akustik dieser norditalienischen Villa aufgenommen. Das heißt, mir sitzt hier niemand auf dem Schoß, ich werde nicht mit dem Bogen des Cellisten erstochen, also eine angenehme Direktheit im Sinne einer besonderen klanglichen Intimität, die der Kammermusik sehr gut tut. Das ist auch klanglich weder staub- noch sonst trocken: staubtrocken sind die 60er-Jahre-Aufnahmen der Beaux Arts, das ist eine Akustikabbildung, die ich mir nicht anhören kann und für mich das Hauptargument gegen diese angebliche Referenzaufnahme ist. Bei Gaia Scienza sind die Instrumente aufnahmetechnisch kernig eingefangen - sehr schön.

Den drei Wissenden gelingt es, sich von der Reduktion des Menschen Schubert auf einen eindimensionalen wienerisch-biedermeierlichen Biedermann zu lösen. Ich habe volles Verständnis dafür, dass kein Österreicher oder jedenfalls kein Wiener (vielleicht von wenigen Ausnahmen abgesehen) die Abgründe und Schmerzen in der Seele dieses vom Leben gequälten und vernachlässigten armen Menschen Franz Schubert mit seinen charakterlichen Ecken und Kanten hören mag. Ich meinerseits rechne es Gaia Scienza hoch an, dass sie neben dem Wienerischen und Biedermeierlichen, neben der in diesen Trios ebenso und vor allen Dingen enthaltenen und gelebten, durch Gaia Scienza unbeschwert eingefangenen Fröhlichkeit und Leichtigkeit auch diese Ecken und Kanten hörbar, erfahrbar, spürbar, erlebbar machen. Dafür liebe ich diese Aufnahmen, mag ich sie nicht wieder her geben. Übrigens scheint mir: gerade weil auch die Ecken und Kanten sichtbar werden, gelingen die lyrischen Momente dieser Musik um so besser; schau hierzu doch vielleicht auch einmal in den parallelen Fred zum Notturno und das dort zu den Aufnahmen mit L'Archibudelli und Gaia Scienza Gesagte.

Liebe Grüße, Ulrich

audiamus

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41

Freitag, 15. Februar 2008, 10:25

Hier gibt's die Rosamunde, und hier den Elgar zum Vergleichen.

Gruß,

der neckische audiamus

"Oh, das schmeckt gut. Danke!" - Johannes Brahms' letzte Worte

raphaell

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42

Freitag, 15. Februar 2008, 13:57

Hallo,

@Ulrich:
Naja...Schubert mags zwar schreitend gewollt haben, es ändert aber nichts daran, dass ichs langsam einfach besser finde :D
Wäre halt mein Verbesserungstipp an Franzerl... :pfeif:

Und mit der "Roheit" - Ich spreche mich doch gar nicht so grob dagegen aus.
Die "Holzhackerbuam" wäre ja doch eher Musikanten als Musker - das sage ich ja keinesfalls. Die Partitur ist wunderbar ausgeleuchtet und äußerst differenziert gespielt (man beachte die feinen dynamischen Nuancen schon im ersten Satz).
Direkt heißt in diesem Falle für mich aber einfach Roh - das schließt die dir so holde Intimität ja garnicht aus...
Ich teile deine und Ullis Ansicht vollkommen, dass es wundervoll ist, das Ensemble quasi im Wohnzimmer zu haben! Ein Erlebnis - wie gesagt - und zwar ein überaus positives! :yes:

LG
Raphael

PS: Mit Abstrich des "langsamen" Satzes... :rolleyes:

Sonnensucher

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43

Samstag, 24. Januar 2009, 19:00

Zitat

Original von Radagast

Moin,

ja, ja ich gebe es ja zu, ich habe die Klaviertrios gar nicht. :wacky:

[...]

Kennt jemand diese Aufnahme


=> sehr teuer

[...]



Hallo Radagast,

die Aufnahme ist nicht nur sehr teuer, sondern meines Erachtens auch sehr gut. :jubel: :jubel: :jubel:

Insbesondere Schiffs Klavierspiel klingt in meinen Ohren außerordentlich bestechend. Der wunderbar brillante und kristallklare Klavierklang tut ein übriges, um diese eher schwelgerische Aufnahme unter den - ich glaube fünf - von mir besessenen Einspielungen auf den Sonnenplatz zu hieven.

Wer einer gewissen romantischen Verklärung nicht abgeneigt ist, wird die Anschaffung dieser CD trotz des ansehnlichen Preises nicht bereuen!


Beste Grüße sendet

Laurenz :hello:
`
(...) Ich erinnere mich, daß wir alle nach München in die Oper fuhren, um die „Fledermaus“ zu sehen. Als die magischen Klänge der Ouvertüre einsetzten, wandte sich Frau Strauss zu unserer Verblüffung ihrem Mann zu, der immerhin der größte lebende Komponist dieser Zeit war, und sagte: „Siehst du, Richard, das ist Musik!“ (...)

— aus „Gala-Abend“ von Sir Rudolf Bing —

.

schmello

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44

Samstag, 2. Mai 2009, 19:39

Hallo,

gibt es von Schubert außer dem Es-Dur Trio noch ein bedeutendes Werk, in dem ein Thema aus einem vorigen Satz in einem späteren Satz direkt zitiert wird? Mir scheint, dass das so explizit nur in diesem Stück der Fall ist, aber es kann gut sein, dass ich falsch liege. Bei Beethoven findet man dies ja des öfteren (C-Dur Cellosonate, oder (wenn auch ohne kunstvolle Einarbeitung) in der 9. Symphonie uvm), auch bei Brahms hin und wieder (B-Dur Quartett, Klarinettenquintett). Aber Schubert? Vielleicht hat ihn dieses Thema nicht losgelassen?

Übrigens denke ich, dass das Tempo des zweiten Satzes sich aus der Bewegung des vierten ableiten lässt. Bei einem gemütlichen Allegro moderato-Tempo sind die 16tel-Girlanden dennoch sehr schnell, die Wiederkehr des Themas aus dem zweiten Satz dagegen bewegt, ohne hastig zu sein. Es sei denn, man ist der Meinung, es sei für das Thema in einem anderen Kontext ein anderes Tempo zu wählen. Allerdings wäre das für Schubert nicht typisch, dessen Tempi in der Regel (vielleicht mit Ausnahme einiger Lieder) in sich ruhen.

Schöne Grüße!

  • »Johannes Roehl« ist männlich

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45

Samstag, 2. Mai 2009, 20:40

Zitat

Original von schmello
gibt es von Schubert außer dem Es-Dur Trio noch ein bedeutendes Werk, in dem ein Thema aus einem vorigen Satz in einem späteren Satz direkt zitiert wird? Mir scheint, dass das so explizit nur in diesem Stück der Fall ist, aber es kann gut sein, dass ich falsch liege. Bei Beethoven findet man dies ja des öfteren (C-Dur Cellosonate, oder (wenn auch ohne kunstvolle Einarbeitung) in der 9. Symphonie uvm), auch bei Brahms hin und wieder (B-Dur Quartett, Klarinettenquintett). Aber Schubert? Vielleicht hat ihn dieses Thema nicht losgelassen?


In der A-Dur Sonate D 959 taucht ein Motiv aus dem Kopfsatz am Ende des Finales wieder auf. Sehr prägnant, aber natürlich keine ausgedehnte Episode. Die Wandererfantasie zählt wohl nicht, da dort ja das Hauptmotiv überall wiederkehrt. Aber auch in der Fantasie f. Violine/Klavier taucht, wenn ich recht erinnere das Variationenthema (Sei mir gegrüßt) im Finale noch mal auf.

Wirklich häufig ist so etwas bei Beethoven aber auch nicht. Die 5. Sinfonie natürlich noch und vielleicht Werke, die eine Art Motto/Leitmotiv haben wie op.131. Aber da wirkt es dann nicht als Selbstzitat.
EDIT: op.101 ist vielleicht das deutlichste Beispiel, aber eben auch ein in vieler Hinsicht außergewöhnliches Werk.

:hello:

JR
Struck by the sounds before the sun,
I knew the night had gone.
The morning breeze like a bugle blew
Against the drums of dawn.
(Bob Dylan)

schmello

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46

Montag, 4. Mai 2009, 11:54

In jedem Fall nimmt das Es-Dur Trio eine Sonderstellung in Schuberts Werk ein. Bei der A-Dur-Sonate ist das Wiederaufgreifen des Motvis ebenso bemerkenswert, aber es wirkt mehr als Fingerzeig denn als alles dominierendes, unbeugsames Motto (eine Fantasie ist ja naturgemäß freier in seiner Form, daher finde ich diese Beispiele weniger bemerkenswert.). Im vierten Satz des Es-Dur Trios erscheint das dunkle Thema des zweiten Satzes in einer beschwingt ausgelassenen Umgebung, als wolle es zu etwas gemahnen. Erst am Schluss findet es eine versöhnliche Dur-Wendung, gerade so als sei der dem Tod endlich der Stachel genommen und als werde er freundschaftlich herbeigerufen.

Ulli

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47

Montag, 4. Mai 2009, 12:01

Zitat

Original von Johannes Roehl
Wirklich häufig ist so etwas bei Beethoven aber auch nicht. Die 5. Sinfonie natürlich noch und vielleicht Werke, die eine Art Motto/Leitmotiv haben wie op.131. Aber da wirkt es dann nicht als Selbstzitat.
EDIT: op.101 ist vielleicht das deutlichste Beispiel, aber eben auch ein in vieler Hinsicht außergewöhnliches Werk.


Schumann: op. 44 - vergleiche hier:

Das kammermusikalische Werk Robert Schumanns

:hello:

Ulli
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48

Montag, 4. Mai 2009, 12:39

Zitat

Original von Ulli

Zitat

Original von Johannes Roehl
Wirklich häufig ist so etwas bei Beethoven aber auch nicht. Die 5. Sinfonie natürlich noch und vielleicht Werke, die eine Art Motto/Leitmotiv haben wie op.131. Aber da wirkt es dann nicht als Selbstzitat.
EDIT: op.101 ist vielleicht das deutlichste Beispiel, aber eben auch ein in vieler Hinsicht außergewöhnliches Werk.


Schumann: op. 44 - vergleiche hier:

Das kammermusikalische Werk Robert Schumanns


Bei Schumann sind solche Selbst- und Fremdzitate recht häufig, keine Frage! Es ging aber um Beethoven und Schubert. Und dort sind sie m.E. vergleichbar selten, nicht bei Beethoven üblich und bei Schubert einmalig. Dabei widerspreche ich freilich nicht der Sonderstellung der wiederkehrenden Episode im Es-Dur-Trio.

:hello:

JR
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Zitterbart

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49

Montag, 4. Mai 2009, 14:12

Guten Tag,

der Hintergrund des Es-Dur-Trios ist ein bißchen kompliziert, es hat etwas zu tun mit Beethoven, seinem Tod genau ein Jahr vor der Komposition und dem übermächtigen Vorbild und Übervater-Bild für Schubert. Es gibt hierzu interessante Arbeiten des Musikwissenschaftlers Anselm Gerhard (Bern).
In jedem Fall: das ganze Werke lebt von den Motiven einer fallenden Terz (siehe Beethoven 5. Sinfonie) und einem Trauermarsch-Rhythmus aus Tonrepetitionen, die nicht nur als Trauermarsch auftreten, sondern im ganzen Werke (besonders 1. und letzter Satz). Das Thema des Trauermarschs kommt aus einem schwedischen Volkslied, einem Abschiedslied. Das ganze Werk ist wohl wie ein Epitaph für Beethoven gedacht gewesen. In einer verworfenen Urfassung des 2. Satzes gibt es gruselige Zitate aus der 5. Sinfonie, die hat Schubert dann gestrichen. Das Auftauchen dieses Abschieds-Themas im letzten Satz hat dann den Effekt einer Erinnerung, einer Überhöhung. Übrigens ist dieser Satz nur verständlich in der originalen ungekürzten Version (leider sehr selten gespielt), denn da ist er zwar länger, aber schlüssiger mit einer Durchführung versehen.
Herzlichen Gruß
Gerrit Zitterbart

Ulli

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50

Sonntag, 10. Mai 2009, 15:31

Zitat

Original von Johannes Roehl
Es ging aber um Beethoven und Schubert.


Eroica natürlich: Zitat und Dramatisierung eines Teils des Marcia funebre im langsamen Teil des Finales. Auch eine unglaublich spannende Stelle (g-moll-Akkord als Höhepunkt).

~ ~ ~


Kommenden Freitag übrigens werde ich das Trio Wanderer mit Schuberts Es-Dur-Trio in Schwetzingen live erleben. Bin sehr gespannt darauf.

:hello:

Ulli
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Ulli

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51

Sonntag, 17. Mai 2009, 08:07

Zitat

Original von Zitterbart
Das Thema des Trauermarschs kommt aus einem schwedischen Volkslied, einem Abschiedslied. Das ganze Werk ist wohl wie ein Epitaph für Beethoven gedacht gewesen. In einer verworfenen Urfassung des 2. Satzes gibt es gruselige Zitate aus der 5. Sinfonie, die hat Schubert dann gestrichen. Das Auftauchen dieses Abschieds-Themas im letzten Satz hat dann den Effekt einer Erinnerung, einer Überhöhung.


Dieser Hinweis ist einer der interessantesten, den ich im Zusammenhang mit Schubert je bekam. Ich hatte am Freitag während der Einführungsveranstaltung zu D929 mit dem Trio Wanderer die Gelegenheit, Ausschnitte sowohl aus der Urfassung des 2. Satzes als auch aus dem schwedischen (Volks-) Lied zu hören. Das Lied wird hin und wieder dem Komponisten Isak Albert Berg (1803-1886) zugeschrieben und ist wirklich hinreißend! Die 28 Takte habe ich bereits sehr liebgewonnen:



Se solen sjuker back
höga bergens topp
för nattens dystra skuggor
Du flyr o sköna hopp.
Farväl, farväl, ack, vännen
glömdebort sin trogna vänna brud.
Lalala.


Sieh die Sonne versinken
hinter hohen Bergesspitzen,
vor den düstren Schatten der Nacht
fliehst Du, oh schöne Hoffnung.
Leb wohl, leb wohl, ach, der Freund
vergaß seine treue holde Braut.
Lalala.


Neben dem Oktavsprung auf Färvel (Leb wohl), welcher den 2. Satz des Trios D929 charakterisiert und so spannend macht, finden sich mehrere Stellen, die in Schuberts 'Winterreise' wiederkehren: Der Beginn des Liedes z.B. erinnert ebenso an 'Gute Nacht' (dieses wiederum an den Beginn des Andante con moto) wie auch an 'Der Wegweiser'. Auch der Dezim-Terz-Sprung (auf brud / Braut) kommt im Finale des Trio vor - bei der fantastischen Auflösung von moll nach Dur. Aus dem 'Lalala', welches jenem wenig heiteren 'Tralaléra' Osmins ähnelt, kehrt bei Schubert der Akkord (im Lied: Es-B-g'-d' / unverminderter Septakkord) wieder. Dieser (Trugschluß-) Akkord gehört ohnehin zu meinen liebsten.

Das Lied wurde zweifach eingespielt:



Diese CD des Abegg-Trios (mit Gerrit Zitterbart) enthält sowohl das Lied als auch die Urfassung des 2. Satzes... und ist leider derzeit nicht zu erhalten.

Das Lied findet sich auch auf dieser CD der Salzburger Hofmusik wieder:



Auch bei dieser Einspielung wird das 'Andante con moto' aus dem Es-Dur-Trio dem schwedischen Lied zur Seite gestellt (allerdings finden sich keine Angaben darüber, ob es sich um die Urfassung oder die letztgültige handelt).

Im ersten Moment war ich ja schockiert, als ich von diesem Lied erfuhr und war schon dabei, Schubert jegliche Genialität (zumindest bezüglich des Andante con moto) abzusprechen. Dann aber faszinierte mich der Gedanke über die Meta-Idee, welche Schubert offenbar verfolgte - und damit war ich versöhnt.

:]

Ulli
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Zitterbart

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Sonntag, 17. Mai 2009, 08:57

Guten Morgen,

die CD "Schuberts Werkstatt" ist direkt zu erwerben beim Abegg Trio oder bei mir: gerritzitterbart@hotmail.com, der Preis beträgt 15 €, es kommen keine Versandkosten hinzu.
Schönen Sonntag wünscht
Gerrit Zitterbart

Ulli

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Dienstag, 19. Mai 2009, 21:46

Zitat

Original von Zitterbart
Guten Morgen,

die CD "Schuberts Werkstatt" ist direkt zu erwerben beim Abegg Trio oder bei mir: gerritzitterbart@hotmail.com, der Preis beträgt 15 €, es kommen keine Versandkosten hinzu.
Schönen Sonntag wünscht
Gerrit Zitterbart


Danke für die Zusendung dieser CD:



Wirklich phänomenal diese Früh- bzw. Urfassung. Ja, es stimmt, daß sie zum besseren 'Verständnis' der Erschaffung meines Lieblingsklaviertrios beiträgt. Dennoch empfinde ich das Zitieren des 'Schicksalsmotivs' etwas banal und plakativ (mag aber an der heutigen Zeit liegen, in der das zitierte Werk auf die Nerven geht). Insgesamt gibt es einige wunderbare Stellen, um die es sehr schade ist, daß Schubert sie eliminiert hat. Dennoch ist D929 m. E. übersichtlicher und schlüssiger in der späteren (und jetzt allgemein bekannten) Version.

Auch die Liedinterpretation von Torsten Meyer gefällt mir sehr gut - allerdings singt er beim Vorhalt Es (T. 21 / T. 25) anstelle des D in meinen Noten (die aber nicht unbedingt authentisch sein müssen). Was mich noch interessiert: in meinen Noten steht in Takt 9 g-moll: ist das korrekt oder muß es ggfs. G-Dur sein?

:hello:

Ulli
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54

Dienstag, 26. Mai 2009, 20:00



So,

nun habe ich auch den gesprochenen Textteil dieser CD mehrfach durchgehört und finde das alles sehr schlüssig. Ich kann diese CD nur empfehlen!

:jubel: :jubel: :jubel:

Etwas schade (oder Marketing?) ist, daß die extented Version des Finalsatzes nicht (auch noch) mitenthalten ist (sie wird nur erläuternder Weise angespielt). Komplett ist sie dann der Einspielung vorbehalten:



Übrigens ist mir nun auch die Bedeutung des Femtio-Kronor-Lapp klar:



Darauf zu erkennen ist Jenny Lind (1820-1887), die Schülerin des Komponisten Isak Berg, der für die verarbeitete schwedische Melodie verantwortlich ist.

:hello:

Ulli
Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
(Vincenzo Geilomato Hundini)

Radagast

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55

Mittwoch, 10. März 2010, 11:44

Moin,

zur Zeit laufen bei mir immer wieder diese beiden Interpretationen:



Haydn Trio Eisenstadt wegen ihrer Klarheit und Transparenz

und



Florestan Trio wegen ihrer Schönheit und Musikalität
Grüsse aus Rhosgobel

Radagast

Alfred_Schmidt

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56

Sonntag, 7. Januar 2018, 22:03

Soeben habe ich mit viel Vergnügen das Klaviertrio D929 (op 100) gehört. Entweder habe ich es zuvor nie wirklich konzentriert gehört, oder die Aufnahme mit den schwedischen Kungsbacke Klaviertrio (Das Ensembele war zur Zeit der Aufnahme (2003) grase mal 6 Jahre alt. Das Trio klingt eher nach einem ganzen Orchester als nach einem Trio, rd idt füllig und präsent - wobei die Autnahmetechnikk mit Sicherheit großen Anteil hat. Besonders bewundere ich die Balance zwischen festem Zugriff einerseits und lieblichem - aber niemals süsslichem - Klang andrerseits.
Abgesehen von allem anderen: Dieses Trio mit einer Spieldauer von beinahe einer Stunde - ist ein Geniestreich Schuberts.

mfg aus Wien
Alfred

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Alfred_Schmidt

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57

Montag, 8. Januar 2018, 23:21

Nachdem ich gestern eine wunderbare Aufnahme von D929 gehört habe, hat es mich irgendwie zu dem Werk hingezogen und deshalb habe ich in meiner Sammlung gestöbert und wurde fündig. Da gäbe es eine ganze Reihe guter Einspielungen. Ich habe mich für eine Aufnahme mit dem Jess Trio Wien entschieden, einer Aufnahme die 2012 in Mürzzuschlag gemacht wurde. War ich gestern von den Schweden begeistert, so bin ich es heute von den Österreichern. Es ist schwer die Unterschiede zu beschreiben, nicht nur, aber auch weil ich gestern mit Lautsprechern gehört habe , heute aber Kopfhörer zum Einsatz kommen. Daher beschreibe ich nur einen subjektiven Eindruck, ohne Anspruch auf Neutralität oder gar Ewigkeitswert, Die gestern gehörte Aufnahme mit dem Kungsbacka Trio beeindruckte mich durch ihren beinahe orchestral anmutenden Klang, sehr präsent und stellenweise frappierend "livelike"
Das Jess Trio Wien bezaubert durch einen durchsichtig silbrigen Klang voll Eleganz, klingt schlanker und intimer ist aber voll da...
Ich möchte und muss glücklicherweise keine der Aufnahmen bevorzugen...

Technische Daten:
Johannes Jess-Kropfitsch , Klavier (Spezialanfertigunfg der Fa Bösendorfer für diese Aufnahme "Modell 225"
Elisabeth Jess Kropfisch, Vioine Giambattista Guadagini "d' Elia 1751 (Eigenbesitz)
Stefan Jess-Kropfitsch, Cello Mattias Alban 1710

Diese CD wurde von Frau Traudl Engelhorn, Schweiz gesponsert
Label: Gramola

mfg aus Wien
Alfred

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Christian B.

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Mittwoch, 10. Januar 2018, 21:37

Besten Dank für den Hinweis auf diese Aufnahme, Alfred! Ich kenne sie noch nicht, aber da dieses wundersame Trio mich immer wieder in Erstaunen setzt, sammle ich wie bei einigen anderen großen Werken durchaus zwanghaft alle Aufnahmen in der Hoffnung, mal auf die eine zu stoßen, die alle Fragen beantwortet. Ein Zustand, der naturgemäß nie eintritt ;-)
Bislang unerreicht ist für mich hier allerdings noch die alte Aufnahme mit den Busch-Brüdern und Rudolf Serkin, die in den langen Ecksätzen nun wirklich in Welten reisen, die nicht vor hier sind.



Viele Grüße
Christian