Sie sind nicht angemeldet.


JPC Amazon

AMATEURVIDEO-FILMFORUM-WIEN

Joseph II.

Prägender Forenuser

  • »Joseph II.« ist männlich
  • »Joseph II.« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 11 612

Registrierungsdatum: 29. März 2005

1

Freitag, 23. Februar 2018, 15:42

Wünsche an Klassiklabel

Hier können Wünsche an Klassiklabel (Orfeo u. a.) gerichtet werden, welche bis dato in den Archiven schlummernden Aufnahmen (meist Rundfunkmitschnitte) denn unbedingt endlich auf CD veröffentlicht werden sollten.

Ich beginne mal mit einem Mitschnitt, der mir zwar seit Jahren bekannt ist, der es bis heute aber nicht zu einer offiziellen Veröffentlichung geschafft hat:



Richard Wagner
Die Meistersinger von Nürnberg


Inszenierung: Herbert von Karajan
Bühnenbild: Günther Schneider-Siemssen
Kostüme: Georges Wakhevitch

Hans Sachs: Karl Ridderbusch
Veit Pogner: Peter Lagger
Kunz Vogelsang: Dieter Ellenbeck
Konrad Nachtigall: Martin Egel
Sixtus Beckmesser: Günther Leib
Fritz Kothner: Jef Vermeersch
Balthasar Zorn: Willy Caron
Ulrich Eißlinger: Manfred Jung
Augustin Moser: Martin Vantin
Hermann Ortel: Hans Christian
Hans Schwarz: Hannes Jokel
Hans Foltz: Alois Pernerstorfer
Walther von Stolzing: René Kollo
David: Peter Schreier
Eva: Gundula Janowitz
Magdalene: Kerstin Meyer
Ein Nachtwächter: Nikolaus Hillebrand
Ein Nachtwächter: Gerhard Stolze

Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor
Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien
Salzburger Kammerchor
Berliner Philharmoniker
HERBERT VON KARAJAN, Dirigent

Großes Festspielhaus, Salzburg, 23. März 1975 (Stereo-Mitschnitt des ORF)



"Die Meistersinger von Salzburg" titelte die Presse seinerzeit begeistert. Die Besetzung ist erstklassig. Monumentaler hat man das orchestral im Stereo-Zeitalter wohl auch nie gehört. Karajans Interpretation unterscheidet sich ziemlich von seiner fast kammermusikalischen Studioeinspielung aus Dresden (EMI, 1970). Dort schon wollte er eigentlich Ridderbusch als Sachs, was nicht klappte. Hier in Salzburg sang er ihn tatsächlich.
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

2

Freitag, 23. Februar 2018, 16:51

Meistersinger, Salzburg

Von den inoffiziellen Mitschnitten, die so rumschwirren, ziehe ich den von 1974 dem hier genannten von 1975 vor. Die Besetzung ist praktisch identisch. Es wäre schön, wenn beide als offizielle Versionen erhältlich wären.

Gegen die Dresdner Studio-Aufnahme würde ich sie nicht ausspielen wollen. Theo Adam ist 1970 ein beeindruckender Sachs, der nach seinem Bayreuther Debüt 1968 in dieser Partie sicher erste Wahl für Karajan war. Und René Kollo - und mit Stolzing stehen oder fallen alle Meistersinger - hat sich in den fünf Jahren deutlich weiterentwickelt und gibt in Salzburg einen dominanteren und rücksichtsloseren Ritter als in Dresden.

Ceterum censeo möchte ich alles, was Herr Kollo auf der Bühne gesungen hat, von CD hören können.
..., eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.
-- Aydan Özoğuz

Alfred_Schmidt

Administrator

  • »Alfred_Schmidt« ist männlich

Beiträge: 18 770

Registrierungsdatum: 9. August 2004

3

Freitag, 23. Februar 2018, 17:37

Vorerst hatte ich gedacht, es gäbe diesen Thread bereits.
Aber schnell hatte ich herausgefunden, daß dieser andere Thread sehr spezifisch war.

Wünsche an die Deutsche Grammophon ("The Originals")

Ich weiß nicht, inwieweit unsere Wünsche auf Resonanz bei der Tonträgerindustrie stoßen, aber ich denke, daß speziell Independent Labels auf der Suche nach Alternativprogrammen sich doch die eine oder andere Anregung holen, Allerdings sind die meist davon abhängig, was ein Festival oder eine Rundfunkstation ins Programm nimmt, den Eigenproduktionen von "Nischenrepertoire" dürften nicht wirklich realisierbar sein, wenn man auch den kaufmännischen Aspekt nicht aus den Augen verlieren will

Im übrigen habe ich heute bei der Recherche zahlreiche Ideen und Anregungen zu "Labelthreads" gefunden, die in den nächsten Tagen und Wochen in meinen Output einfließen werden, Wie man weiß, messe ich Labeln sehr viel Bedeutung bei, wenngleich ich hier in Opposition zu den meisten Forianern stehe

Hinter jedem Label steht ein Verantwortlicher, der die Programmauswahl entscheidet. Verlässt diese Person das Label oder verstirbt sie, so ändert sich in der Regel die Firmenphilosophie und die Programmauswahl - Im schlimmsten Fall schrumpt solch ein Label dan bis zur Bedeutungslosigleit oder erlischt völlig

mfg aus Wien
Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

Alfred_Schmidt

Administrator

  • »Alfred_Schmidt« ist männlich

Beiträge: 18 770

Registrierungsdatum: 9. August 2004

4

Freitag, 23. Februar 2018, 18:04

So - und nun meine erste Anregung



Carl Helsted (1818-1904) ein dänischer Komponist feiert seinen 200 Geburtstag, bzw feiert man ihn nicht - und es gibt auch keinen deutschen WIKIPEDIA-Eintrag, der englische ist auch eine Schande. Vorzugsweis auf der dänischen Seite wird er beschrieben.
Helsted hat 2 Sinfonien geschreiben, wovon scheinbar lediglich eine bereits aufgenommen wurde (ist aber bereits gestrichen)
BRILLIANT CLASSICS sei hier freundlichst darauf aufmerksam gemacht
Aber auch eine Neuaufnahme BEIDER Sinfonien durch NAXOS wäre willkommen

Sinfonie No.1 in D-dur (1842)



mit freundlichen Grüssen aus Wien
Alfred


EDIT/Nachtrag

Ich hatte vergessen, zu erwähnen, daß diese Sinfonie genau meinen Geschmack in Richtung der Post-Beethoven-Ära trifft _

Majestätisch - eingängig und strahlend
Zuf Gattung jener Sinfonien gehörend, die es eigentlich gar nicht gibt in jenen Tagen....

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

Joseph II.

Prägender Forenuser

  • »Joseph II.« ist männlich
  • »Joseph II.« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 11 612

Registrierungsdatum: 29. März 2005

5

Freitag, 23. Februar 2018, 20:32

Von den inoffiziellen Mitschnitten, die so rumschwirren, ziehe ich den von 1974 dem hier genannten von 1975 vor. Die Besetzung ist praktisch identisch. Es wäre schön, wenn beide als offizielle Versionen erhältlich wären.

Lieber Hans, danke für Deine Reaktion.

Das wäre tatsächlich die Alternative. Ich habe auch den Mitschnitt von 1974. Leider ist er klangtechnisch nicht so ausgereift wie der von 1975 (zwar auch Stereo, jedoch geringere Dynamik, leichte Übersteuerungen) - aber wer weiß, wie gut die Masterbänder klingen. Das müsste das jeweilige Label dann entscheiden, was vorzuziehen ist.

Gegen die Dresdner Studio-Aufnahme würde ich sie nicht ausspielen wollen. Theo Adam ist 1970 ein beeindruckender Sachs, der nach seinem Bayreuther Debüt 1968 in dieser Partie sicher erste Wahl für Karajan war. Und René Kollo - und mit Stolzing stehen oder fallen alle Meistersinger - hat sich in den fünf Jahren deutlich weiterentwickelt und gibt in Salzburg einen dominanteren und rücksichtsloseren Ritter als in Dresden.

Ich meine gelesen zu haben, dass politische Gründe (Ost-West-Co-Produktion) dazu führten, dass der Sachs mit einem Ostdeutschen besetzt werden sollte. Theo Adam ist sicherlich ein respektabler Sachs, allerdings nicht ganz unumstritten. Die Meinung im Forum geht weit auseinander. Aber ich stimme Dir voll zu, dass René Kollo herausragend agiert, und zwar in allen drei Karajan-Aufnahmen aus den 70er Jahren.
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

Joseph II.

Prägender Forenuser

  • »Joseph II.« ist männlich
  • »Joseph II.« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 11 612

Registrierungsdatum: 29. März 2005

6

Freitag, 23. Februar 2018, 20:54

Meine nächsten Wünsche wären folgende:



"Der Ring des Nibelungen", Bayreuther Festspiele 1968 oder 1969 unter Lorin Maazel

Besetzung u. a. Wolfgang Windgassen, Thomas Stewart, Josef Greindl, Leonie Rysanek, Berit Lindholm, Marga Höffgen.



"Der Ring des Nibelungen", Bayreuther Festspiele 2000 unter Giuseppe Sinopoli

Besetzung u. a. Plácido Domingo, Alan Titus, Günter von Kannen, Ricarda Merbeth, Gabriele Schnaut, Waltraud Meier.

Grandios die unheimliche Stimmung, die Sinopoli im Vorspiel zum 2. Akt des "Siegfried" mit seinem getragenen Tempo erzielt.
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

9079wolfgang

Prägender Forenuser

  • »9079wolfgang« ist männlich

Beiträge: 7 063

Registrierungsdatum: 15. April 2010

7

Freitag, 23. Februar 2018, 21:13

Zitat

Meine nächsten Wünsche wären folgende: .....

Lieber Joseph!

Hier bin ich ganz bei Dir! Diese Aufnahmen lassen mir das Wasser im Munde fließen! Das wären auch meine Wünsche! :thumbup:
W.S.

8

Freitag, 23. Februar 2018, 23:08

Salzburg

Das wäre tatsächlich die Alternative. Ich habe auch den Mitschnitt von 1974. Leider ist er klangtechnisch nicht so ausgereift wie der von 1975 (zwar auch Stereo, jedoch geringere Dynamik, leichte Übersteuerungen) - aber wer weiß, wie gut die Masterbänder klingen. Das müsste das jeweilige Label dann entscheiden, was vorzuziehen ist.


Lieber Joseph, das ist ein sehr schöner Thread. Nicht, weil ich glaube, daß die Wünsche an die Plattenfirmen in Erfüllung gehen werden, sondern, weil wir uns darüber austauschen können, wieviel ungehobene Schätze es gibt.
Deine Bemerkung zur Qualität der Salzburger Mitschnitte von 1974 und 1975 regt mich dazu an, beide Mitschnitte vergleichend zu hören. Bisher hatte mir der ältere immer besser gefallen. Das werde ich prüfen.

Ich meine gelesen zu haben, dass politische Gründe (Ost-West-Co-Produktion) dazu führten, dass der Sachs mit einem Ostdeutschen besetzt werden sollte. Theo Adam ist sicherlich ein respektabler Sachs, allerdings nicht ganz unumstritten. Die Meinung im Forum geht weit auseinander. Aber ich stimme Dir voll zu, dass René Kollo herausragend agiert, und zwar in allen drei Karajan-Aufnahmen aus den 70er Jahren.


Über die Meinungen zu Theo Adam als Hans Sachs in der Dresdner Aufnahme habe ich mir noch keinen Überblick verschafft. Als Kind der DDR fühle ich mich dem Sänger durchaus verbunden und freue mich, daß er die großen Partien bei Karajan und zehn Jahre später im Janowski-Ring singt.
..., eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.
-- Aydan Özoğuz

Alfred_Schmidt

Administrator

  • »Alfred_Schmidt« ist männlich

Beiträge: 18 770

Registrierungsdatum: 9. August 2004

9

Freitag, 23. Februar 2018, 23:32

Damit der Thread nicht zum Richard Wagner Thread entgleist, ein weiterer Wunsch aus meiner Hand.
Cipriani Potter (1792-1871) war ein englischer Komponist, eigentlich (fast) eine Altersgenosse von Franz Schubert, nur daß er wesentlichlänger gelebt hat. Er hat unter anderem 9 Sinfonien hinterlassen (an Hand der Nummerierung kann man darauf schliessen, daß es ursprünglich 10 waren.
es gab einer eie Augnahme von einigen (oder allen ) Sinfonien mit dem Milton Keynes City Orchestra Conductor unter Hilary Davan Wetton für das Label Unicorn Kanchana.
Ich besitze eine diesese Uralt CDs und lediglich deshalb ist mir der Komponist bekannt, etwa um 2003 suchte ich das gesamte Internet nach infos über den Komnisten ab - erfolglos.
Heute gibt es immerhin eine neue hyperion Aufnahme mit Klavierkonzerten (Er gibt insgesamt 4, irgendwie habe ich im Hinterkopf, daß eines unvollendet ist (?) ) und einige Sinfonien kann man sich via youtube anhören



mfg aus Wien
Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

Rheingold1876

Prägender Forenuser

  • »Rheingold1876« ist männlich

Beiträge: 4 466

Registrierungsdatum: 5. Mai 2011

10

Samstag, 24. Februar 2018, 08:53

Ich meine gelesen zu haben, dass politische Gründe (Ost-West-Co-Produktion) dazu führten, dass der Sachs mit einem Ostdeutschen besetzt werden sollte.


Es gab ja einige deutsch-deutsche Joint-Venture-Produktionen, bei denen beide Seiten ihre Interessen durchsetzten. Für die diese "Meistersinger" stellte die DDR das Orchester, den Chor und das Studio (Lukaskirche Dresden) mit samt der Aufnahmetechnik. Das war bei weitem der kostenintensivste Teil. Dirigent und Sänger aus dem Westen wurden sehr komfortabel untergebracht. Die brauchten nur noch anzureisen. Wie ich aus Teilnehmerkreisen weiß, soll Karajan außerordentlich gut vorbereitet gewesen sein und sehr professionell agiert haben. Er sei auch sehr freundlich und umsichtig gewesen. Es wurde ja immer auch vermutet, dass er seinen Philharmonikern deutlich machen wollte: Seht her, ich kann auch im Osten arbeiten.

Von vornherein war klar, dass die DDR-Co-Firma Eterna ihre besten Pferde im Stall, nämlich Adam und Schreier, würde einspannen wollen. Und das ist auch gut so, wenngleich mir beide live immer besser gefielen als im Studio. Günther Leib, der den Beckmesser nach meinem Verständnis hervorragend sang und den Karajan ja auch in seiner Salzburger Produktion, die Joseph gern auf CD hätte, einsetzte, war wohl im Gespräch, letztlich aber nicht durchzusetzen. Geraint Evans ist für mich keine Ersatz. Zoltan Kélémen war als Kother auch nicht unbedingt nötig. Und Ridderbusch gefällt mir persönlich auch als Pogner in der Dresdener Plattenproduktion besser als später in der Rolle des Sachs.
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

Erda: "Alles, was ist, endet."

11

Samstag, 24. Februar 2018, 18:26

Freischütz, London 1977, Colin Davis

Ich wünsche mir eine bearbeitete Fassung des Londoner Freischütz' von 1977.

Es singen René Kollo - Max, Kurt Moll - Kaspar, Hannelore Bode - Agathe, Lucia Popp - Ännchen.
Mir fiel auf, wie oft der Buchstabe o bei dieser Aufnahme eine Rolle spielt: London, Kollo, Moll, Bode, Popp.

Die Toningenieure hätten allerdings eine Menge Arbeit zu leisten: Bei der unbearbeiteten Aufnahme leiert die Ouvertüre entsetzlich. Die Oper selbst ist durch häßliches Brummen deutlich gestört. Es flaut zuweilen ab, zieht sich aber sonst bis zur letzten Sekunde durch.

Was bekäme man?

  • Eine herrliches Mädchenpaar: Von Fr. Bode gibt es sowieso zu wenig Aufnahmen, jede weitere wäre ein Gewinn. Fr. Popp singt ein gewitztes, sehr charakteristisches Ännchen. Das sollte ebenfalls in besserer Qualität dokumentiert werden.
  • Kurt Moll, den man sonst eher mit dem Eremiten verbindet, als Kaspar.
  • Einen schweren, zuweilen brutalen Max. Kollos Interpretation steht in interessantem und durchaus merkwürdigen Gegensatz zur eigentlich schwachen Gestalt dieses Helden.
..., eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.
-- Aydan Özoğuz

Rheingold1876

Prägender Forenuser

  • »Rheingold1876« ist männlich

Beiträge: 4 466

Registrierungsdatum: 5. Mai 2011

12

Samstag, 24. Februar 2018, 18:54

"Lohengrin", Bayreuth 1972

Richard Wagner
Lohengrin

Chor und Orchester der Bayreuther Festspiele 1972
Dirigent SILVIO VARVISO

Heinrich der Vogler
KARL RIDDERBUSCH
Lohengrin
RENE KOLLO
Elsa von Brabant
HANNELORE BODE
Friedrich von Telramund
DONALD MCINLYRE
Ortrud, seine Gemahlin
URSULA SCHRÖDER-FEINEN
Der Heerrufer des Königs
GERD NIENSTEDT
Vier brabantische Edle
HERIBERT STEINBACH
HEINZ ZEDNIK
RUDOLF HARTMANN-GNIFFKE
HEINZ FELDHOFF

Dieses Mitschnitts, der nach meinen Informationen beim Bayerischen Rundfunk in pertfektem Stereo vorliegt, sollte ORFEO in seiner Bayreuter Festspieledition annehmen. Der Klang ist wirklich rauschhaft. Varviso dirigiert einen oppulenten "Lohengrin". So glanzvoll habe ich dieses Werk so nie gehört. Eine offizielle Veröffentlichung wäre auch eine Hommage an Ursula Schröder-Feinen, die nur eine kurze Karriere im hochdramatischen Fach hatte und alsbald stimmliche Probleme bekam, die sie zur Aufgabe ihres Sängerlaufbahn zwangen.
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

Erda: "Alles, was ist, endet."

Rheingold1876

Prägender Forenuser

  • »Rheingold1876« ist männlich

Beiträge: 4 466

Registrierungsdatum: 5. Mai 2011

13

Samstag, 24. Februar 2018, 20:14

"Freischütz" in der Bearbeitung von Berlioz

Carl Maria von Weber / Hector Berlioz
DER FREISCHÜTZ

Bearbeitet und unter Einbeziehung der Dialoge neu instrumentiert von Hector Berlioz

Max - Clifton Forbis
Agathe - Michaela Kaune
Annette - Annick Massis
Gaspard - José van Dam
Kouno - Jean-Philippe Courtis
Ottokar - Marc Barrard
L'Ermite - Carsten Stabell

Choeur et Orchestre de Paris
Conductor - Christoph Eschenbach

Paris, Salle Pleyel
16.02.2002

Diese konzertante Aufführung wurde im Rundfunk gesendet, dürfte also als Band vorliegen. Davon wünsche ich mir einen offiziellen Umschnitt auf CD. Es ist ein ganz neues Hörgefpühl, diese wohl deutscheste aller deutschen Opern in einer anderen Sprache zu hören. Berlioz hat nicht nur eins zu ein instrumentiert, sondern die Musik seiner Sprache angepasst. Manches klingt sogar viel dramatischer als bei Weber. Die komponierten Dialoge empfand ich zunächst als höchst gewöhnungsbedürftig. Inzwischen ist das nicht mehr so. Die Sänger werden nicht vor das oft unlösbare Problem gestellt, vom Gesang auf Sprechen umzuschalten. Gesungen und musiziert wird auf - wie ich finde - höchstem Niveau. Besonders gut gefällt mir Clifton Forbis als Max, der mich an den jungen James King, der diese Rolle auch sang, erinnert. Der "Freischütz" in der Bearbeitung von Berlioz wurde 2011 auch bei den Proms unter Sir John Eliot Gardiner gegeben - nach meinem Eindruck nicht ganz so hinreißend und bedrohlich wie unter Eschenbach. Der kommt ja als neuer Chef des Konzerthausorchesters nach Berlin, also an den Ort, wo Webers Werk uraufgeführt wurde. Inständig hoffe ich, dass er das Pariser Konzertprojekt neu aufgreift.
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

Erda: "Alles, was ist, endet."

Joseph II.

Prägender Forenuser

  • »Joseph II.« ist männlich
  • »Joseph II.« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 11 612

Registrierungsdatum: 29. März 2005

14

Samstag, 24. Februar 2018, 20:38

Diese "Freischütz"-Bearbeitung ist tatsächlich ein Desiderat der einschlägigen Diskographie. Zwar spielte Jean-Paul Penin die französische Bearbeitung ein, doch ist die Aufnahme längst vergriffen. Da würde eine Veröffentlichung des Mitschnitts von Eschenbach also eine Lücke füllen. Das Risiko wäre bei einem solch beliebten Werk für ein Label auch gering. Also dürfen wir ja noch hoffen.
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

15

Samstag, 24. Februar 2018, 22:55


Richard Wagner
Lohengrin
Chor und Orchester der Bayreuther Festspiele 1972
Dirigent SILVIO VARVISO


Lieber Rheingold, diese Aufnahme hätte ich selbst als nächste genannt. Daß Du mir zuvor gekommen bist, freut mich.
Es wäre wirklich schön, wenn sich jemand ein Herz faßte und sie ohne den Glitch im Vorspiel herausbrächte.
..., eine spezifisch deutsche Kultur ist, jenseits der Sprache, schlicht nicht identifizierbar.
-- Aydan Özoğuz

Fiesco

Prägender Forenuser

  • »Fiesco« ist männlich

Beiträge: 597

Registrierungsdatum: 30. August 2017

16

Sonntag, 25. Februar 2018, 10:34

Ich wünsche mir vorallem mehr unbekannte *Barockopern mit Countertenören,> ( das Forum hier ist ja in dieser Hinsicht ein trauriges Kapitel!, noch nicht mal beim großen Händel :pfeif: ) *davon kann ich die Ohren nicht voll genug kriegen! Wie z.B. von Hasse, Ariosti, Gasparini, Jommelli, Vinci, Stradella, Pallavicino, Cavalli, Agostini, Pasquini usw.!
Da liegt noch vieles im Argen, ich bin mit der Dokumentation von Wagner usw. sehr zufrieden, aber generell von mehr oder weniger unbekannten Opern sehr unzufrieden! :(

Neues braucht das Ohr! :thumbsup:

LG Fiesco
Die Tonkunst begrub hier einen reichen Besitz, aber noch viel schönere Hoffnungen.

Grillparzers Worte auf der Reliefplatte Schuberts.

Rheingold1876

Prägender Forenuser

  • »Rheingold1876« ist männlich

Beiträge: 4 466

Registrierungsdatum: 5. Mai 2011

17

Sonntag, 25. Februar 2018, 10:45

Hier können Wünsche an Klassiklabel (Orfeo u. a.) gerichtet werden, welche bis dato in den Archiven schlummernden Aufnahmen (meist Rundfunkmitschnitte) denn unbedingt endlich auf CD veröffentlicht werden sollten.


Lieber Fiesco, ich kann Deine Wünsche sehr gut nachvollziehen, doch in diesem Thread ging es nach meinem Verständnis doch ehr darum, Schätze aus den Archiven zu heben.

Die Debatten im Forum um Countertenöre war vor Jahren sehr emotional aufgeladen. Ich schätze diese Stimmlage sehr, habe mich aber bei dem Thema nicht mehr engagiert. Eine ehemaliges Forumsmitglied befürchtete gar, sie nähmen den Frauen die Rollen weg. In Carusos Thread über die neuen Stimmen wurde wieder dieses und jenes Beispiel genannt. Wenn ich den Markt nicht völlig falsch einschätze, hat er in jüngster Zeit so viele Barockopern hervorgebracht wie nie zuvor. Oder siehst Du das ganz anders?
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

Erda: "Alles, was ist, endet."

Fiesco

Prägender Forenuser

  • »Fiesco« ist männlich

Beiträge: 597

Registrierungsdatum: 30. August 2017

18

Sonntag, 25. Februar 2018, 11:04

Lieber Rheingold1876,

Zitat

doch in diesem Thread ging es nach meinem Verständnis doch ehr darum, Schätze aus den Archiven zu heben. 
Sorry, habe ich erst jetzt so richtig wahrgenommen! ;)

Zitat

Wenn ich den Markt nicht völlig falsch einschätze, hat er in jüngster Zeit so viele Barockopern hervorgebracht wie nie zuvor. Oder siehst Du das ganz anders?

Jaja, das ist in gewisser Weise richtig, obwohl das nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist bei der Vielzahl der noch nicht veröffentlichen Oper.

LG Fiesco
Die Tonkunst begrub hier einen reichen Besitz, aber noch viel schönere Hoffnungen.

Grillparzers Worte auf der Reliefplatte Schuberts.

lutgra

Prägender Forenuser

  • »lutgra« ist männlich

Beiträge: 5 042

Registrierungsdatum: 9. April 2013

19

Sonntag, 25. Februar 2018, 15:59

Bei mir gibt es vor allem Wünsche in Richtung Russland, sprich Melodiya.

Ganz vorne: der Schostakowitsch-Symphoniezyklus mit Kondrashin, der sollte IMMER im Katalog sein. Der von Roshdestvensky sicher auch.

Gleiches gilt für die Streichquartettzyklen mit dem Beethoven und dem Taneyev Quartett. Ich habe zudem drei alte LPS, auf denen das Beethoven Quartett die Rasumovsky Quartette spielt. Ich vermute, es gibt alle Beethoven Quartette im Archiv.

Und dann die zahlreichen Aufnahmen der Werke von Andrej Eshpai, die im Internet zirkulieren. Die sind alle mal von Melodiya aufgezeichnet worden.

Und dann ein ganz persönlicher Wunsch, die romantischste aller Symphonien, die 2. von Peteris Barisons.

La Roche

Prägender Forenuser

  • »La Roche« ist männlich

Beiträge: 2 579

Registrierungsdatum: 21. Februar 2012

20

Mittwoch, 28. Februar 2018, 09:23

Und dann ein ganz persönlicher Wunsch, die romantischste aller Symphonien, die 2. von Peteris Barisons.
Lieber lutgra,

Dein Beitrag hatte mich neugierig gemacht. Den Namen Peteris Barisons kannte ich gar nicht, natürlich auch seine 2. Sinfonie nicht. Bei Wikipedia habe ich auch nicht in deutsch über ihn gefunden, nur die Nationalität und sein kurzes Lebensalter konnte ich entziffern.

Aber die von Dir so gelobte 2. Sinfonie ist bei youtube abrufbar. Gestern war Hörtag. Wir haben die gut 40 Minuten (in 2 Teilen) gehört, leider konnten wir nicht finden, wo die Aufnahme herstammt, auch nicht das Orchester. Nur der Dirigent war angegeben. Die Tonqualität war so lala, aber immerhin entstand ein Gesamteindruck.

Meine Frau und ich fanden die Neuentdeckung spannend. Keine Spur von Atonalität, viel Melodie, allerdings häufig wiederholt. Der 1. Satz erinnerte in seinen vielen Steigerungen manchmal an Bruckner, mal klangen mahlerische Effekte auf, besonders bei der Nutzung des Blechs und der Schlaginstrumente. Der 2. Satz eindeutig der attraktivste, man konnte so etwas wie den Ausdruck von Liebe und Zartheit hören, wozu gegen Schluß des 2. Satzes die fast dämonisch aufkommenden leisen Paukenschläge ein tragisches Ende erwarten lassen. Der 3. Satz war für mich der am wenigsten attraktive. Im 4. Satz kamen die Motive der Liebesszene aus dem 2. Satz wieder und alles endete wie schon angenommen in sich steigernden Schicksalsschlägen. Hier glaubt ich wieder das Finale der 9. von Bruckner mit Elementen des Tristanfinales zu hören.

Insgesamt eine überraschend schöne und angesichts des Entstehungsjahres 1939 sehr im klassischen Stil gehaltene Sinfonie. Mitunter wurden wir auch an Filmmusik erinnert. Es wäre wünschenswert, diese Sinfonie (die sicher sowohl Liebhaber als auch Gegner hat) in Deutschland zu hören.

Vielen Dank für dieses interessante Erlebnis.

Herzlichst La Roche
Ein Gespräch setzt voraus, daß der andere Recht haben könnte. Gadamer


teleton

Prägender Forenuser

  • »teleton« ist männlich

Beiträge: 5 229

Registrierungsdatum: 10. Dezember 2004

21

Mittwoch, 28. Februar 2018, 10:36

Andej Eshpai

Und dann die zahlreichen Aufnahmen der Werke von Andrej Eshpai, die im Internet zirkulieren. Die sind alle mal von Melodiya aufgezeichnet worden.

Lieber Lutz,
:thumbup: diesen Wunsch kann ich nur noch einmal bekräftigen !
Alles was verfügbar ist, habe ich mir ja runtergeladen ... aber ich bin auch daran interessiert in möglichst guter Qualität diese famosen Werke auf CD zu besitzen. Leider ist dieser Wunsch durch das knappe CD-Angebot sehr eingeschräkt.

Natürlich ist auch der Wunsch nach der Verfügbarkeit der Schostakowitsch-Sinfonien mit Kondraschin und Roshdestwensky sehr berechtigt.
^^ Aber diese Referenz-GA haben wir selber ja schon auf CD !
Gruß aus Bonn, Wolfgang

Friese

Fortgeschrittener

  • »Friese« ist männlich

Beiträge: 260

Registrierungsdatum: 5. August 2017

22

Mittwoch, 28. Februar 2018, 20:02

Ich bin ja kein großer Radiohörer, von daher weiß ich nicht, was so in den Archiven schlummert, aber falls da irgendein CD-Verlag noch die Sinfonien 6, 7 oder 8 herausbringen könnte. ... oder Portraits of a country Fiddler, davon gibt es ja Youtube Aufnahmen, es könnte also doch irgendwo im Archiv schlummern.... dat wäre schön. 8-)

Joseph II.

Prägender Forenuser

  • »Joseph II.« ist männlich
  • »Joseph II.« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 11 612

Registrierungsdatum: 29. März 2005

23

Mittwoch, 28. Februar 2018, 21:36

Im Archiv des BR befindet sich eine Studioeinspielung der 1. Symphonie von Wassili Kalinnikow. Sie entstand 1974 mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Yuri Ahronovitch. Es ist m. E. eine der gelungensten Darbietungen dieses wenig beachteten Meisterwerkes und verdiente eine CD-Veröffentlichung. Packend von der ersten bis zur letzten Note, die Schlussapotheose ausgekostet bis zum Geht-nicht-mehr.

»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

lutgra

Prägender Forenuser

  • »lutgra« ist männlich

Beiträge: 5 042

Registrierungsdatum: 9. April 2013

24

Donnerstag, 1. März 2018, 15:33

Insgesamt eine überraschend schöne und angesichts des Entstehungsjahres 1939 sehr im klassischen Stil gehaltene Sinfonie. Mitunter wurden wir auch an Filmmusik erinnert. Es wäre wünschenswert, diese Sinfonie (die sicher sowohl Liebhaber als auch Gegner hat) in Deutschland zu hören.

Vielen Dank für dieses interessante Erlebnis.

Es freut mich lieber La Roche, dass Euch das Werk angesprochen hat, ich habe es sicher ein halbes Dutzend Male gehört und war immer mehr angetan.
Die Aufnahme ist wohl vom Latvian TV und Rundfunk Orchester unter Edgars Tons (1917-1967). Man findet jedenfalls eine entsprechende LP bei Discogs. Die Aufnahme schlummert also irgendwo im Archiv von Melodia.

Joseph II.

Prägender Forenuser

  • »Joseph II.« ist männlich
  • »Joseph II.« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 11 612

Registrierungsdatum: 29. März 2005

25

Freitag, 2. März 2018, 22:42

Die Zeit ist reif für August Bungerts "Odyssee"!

Ich würde mir wünschen, dass endlich die Opern-Tetralogie "Die Odyssee" bzw. "Homerische Welt" von August Bungert eingespielt wird.

Dieser Opern-Vierteiler umfasst die Opern "Kirke", "Nausikaa", "Odysseus' Heimkehr" und "Odysseus' Tod" und stellt eine Art antiken Gegenentwurf zu Wagners "Ring" dar. Ursprünglich war es gar als Hexalogie geplant mit "Die Ilias" als Zweiteiler davor.

Die Werke wurden zwischen 1896 und 1903 unter großem Erfolg in Dresden uraufgeführt.

Anstatt, dass wir den x-ten mediokren "Ring" bekommen (die besten Aufnahmen werden eh nicht mehr übertroffen), wäre das mal eine echte Pioniertat, mit der man Schallplattengeschichte schreiben würde!

Nähere Informationen hier:

August Bungert — Der Mann, der Richard Wagner übertreffen wollte
BUNGERT, August: DIE ODYSSEE, Teil 1 KIRKE
BUNGERT, August: DIE ODYSSEE, Teil 2 NAUSIKAA
BUNGERT, August: DIE ODYSSEE, Teil 3 ODYSSEUS' HEIMKEHR
BUNGERT, August: DIE ODYSSEE, Teil 4 ODYSSEUS' TOD
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

Alfred_Schmidt

Administrator

  • »Alfred_Schmidt« ist männlich

Beiträge: 18 770

Registrierungsdatum: 9. August 2004

26

Samstag, 3. März 2018, 06:03



An sich muß man ja einigen Klassiklabels durchaus Dank aussprechen - und hier besonders den "Indepedents"
Was die an Ausgrabungen zustandegebracht haben, das ist schon Spitze.
Aber natürlich bleiben immer einige Wünsche offen:
Christian Cannabich, mit Mozart befreundet oder bekannt (1731-1798) sollte besser dokumentiert werden - es gibt vereinzel Aufnahmen seiner Werke, aber das ist nur ein Tropfen auf den heissen Stein.

Generell ist es sehr schwer sich einen Überblick über sein Werk zu verschaffen- mann muß mehrere Sprachversionen von WIKI aufsuchen, überall wird etweas anders erwähnt.
Die Anzahl seiner Sinfonien wird offensichtlich nur geschätzt, die Angaben schwanken zwischen 70 und 90
Angeblich gibt e 40 Ballette aus seiner Feder (die frz WIKIPEDIA kennt indes nur 3)
Die Deutsche Wikipedia erwähnt lediglich eine Oper, anderenorts werden mehrere erwähnt, mit dem Hinweis, daß sie weitgehend erfolglos blieben
In Frankreich kennt man indes 2 Opern (Es gibt nachweislich mehr)
4 Violinkonzerte
1 Klavierkonzert
7 Instrumentalkonzerte mit Orgel
Die Engländer unterschlagen ein Violinkonzert, sie nennen nur 3
Dafür bieten sie:

12 Streichquartette
6 Klaviertrios
30 Sonaten für Klavier und Violine


Es dürfte noch mehr geben aber darüber werde ich beil passender Gelegenheit im Cannabich Thread schreiben.
Genug Futter für Entdeckerlabels - und offensicht solche, das es Wwert ist ausgegraben zu werden.
Eine Aufnahme der Streichquartette sollte auch mit moderaten Geldmitteln finanzierbar sein....

mfg aus Wien
Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

27

Sonntag, 18. März 2018, 22:05

Dringender Nachholbedarf für -> DG Originals!



Jetzt zum 90. Geburtstag von Comissiona. Nicht erst zum 100. in zehn Jahren.

teleton

Prägender Forenuser

  • »teleton« ist männlich

Beiträge: 5 229

Registrierungsdatum: 10. Dezember 2004

28

Montag, 19. März 2018, 18:59

Hallo Johannes Schlüter,

ich kann Dich ja verstehen, dass Du diese DG-Aufnahme der Pettersson 8 gerne wiederveröffentlicht sehen würdest.
Aber genau die DG-Originals - Serie ist es doch, die manchmal als Einzige in CD-Regalen von Fotogeschäften (Foto Porst) , oder auch bei der spärlichen Auswahl von SATURN hier und da (nie komplett) zu finden ist. DA kannst Du kaum erwarten, dass diese CD das allgemeine und schwach aufgestellte Kaufpuplikum interesssieren würde ... da ist doch in diesen Serien meist nur Mainstream gefragt.
Mit anderen Worten: Aus wirtschaftlichen Gründen glaube ich nicht, dass die DG es als lohnend ansehen würde, diese Comisssiona-Aufnahme bei den ORIGINALS heraus zu bringen.

Wer sich für das Werk interessiert ... der hat es schon ...
Gruß aus Bonn, Wolfgang

Hosenrolle1

Prägender Forenuser

  • »Hosenrolle1« ist männlich

Beiträge: 1 060

Registrierungsdatum: 3. August 2017

29

Montag, 19. März 2018, 19:04

Wünsche an Klassiklabel?

Ich wünsche mir, dass die meisten davon eingehen. Wer mich kennt der weiß warum. Nuff said.



LG,
Hosenrolle1
„Begreifen wir endlich, dass der emotionale Kult der Tradition nur eine Form unserer geistigen Faulheit ist.“ (Stanislaw Brzozowski)

Thomas Pape

Moderator

  • »Thomas Pape« ist männlich

Beiträge: 3 850

Registrierungsdatum: 30. August 2006

30

Montag, 19. März 2018, 19:12

Der Dirigent Fritz Rieger, über 17 Jahre Chefdirgent de Münchener Philharmoniker, hat immer wieder Bruckner gespielt. Meines Wissens nach hat der Bayrische Rundfunk die Aufnahmen aller 9 Sinfonieen aufgezeichnet, auch gesendet, aber nie auf Tonträger veröffentlicht. Das ist schade. Ebenfalls schade, dass die Aufnahme Riegers von Pfitzners kleiner C-Dur Sinfonie auch nicht auf Tonträger erschienen ist.

Überhaupt Fritz Rieger: dessen Aufnahmen sind weitestgehend bei kleineren Plattenclub-Labeln erschienen. Auch hier der Wunsch an Plattenlabel, diesen hervorragenden Dirigenten aus der Versenkung zu holen.

Liebe Grüße vom Thomas :hello:
Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.