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Stimmenliebhaber

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  • »Stimmenliebhaber« ist männlich

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1 561

Sonntag, 1. April 2018, 13:11

Aber wie sie die (für sie neue!) Riesenpartie
Das gesetzte Ausrufezeichen machen diese Behauptung nicht richtiger, denn Anja Kampe sang die Isolde bereits 2011 in der Jahrhunderthalle in Bochum!

http://www.omm.de/veranstaltungen/festsp…und-isolde.html
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

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Melomane

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  • »Melomane« ist männlich

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Registrierungsdatum: 8. November 2017

1 562

Sonntag, 1. April 2018, 16:43

Aber wie sie die (für sie neue!) Riesenpartie
Das gesetzte Ausrufezeichen machen diese Behauptung nicht richtiger, denn Anja Kampe sang die Isolde bereits 2011 in der Jahrhunderthalle in Bochum!

http://www.omm.de/veranstaltungen/festsp…und-isolde.html


Wirklich erstaunlich, dass diese so viel beachtete Produktion bei der Ruhrtriennale 2011 (Musikalische Leitung: Kirill Petrenko, Regie: Willy Decker), an einem das internationale Operngeschehen so kompetent überblickendem Experten wie „Sixtus“ offensichtlich völlig vorübergegangen ist.

Sixtus

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  • »Sixtus« ist männlich

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1 563

Sonntag, 1. April 2018, 17:19

Es muss doch schön sein, wenn zwei Rumpelstilzchen sich gegenseitig die vergifteten Pfeile reichen und bei anderen auf fehlerhafte Informationen lauern, um sie dann pünktlich, prompt und zuverlässig abzuschießen.
Ich habe nie behauptet, lückenlose Informationen zu besitzen. Zu den Sammlern und Zählern von Erbsen gehöre ich nicht. Ich habe Wichtigeres zu tun. Und bei der Schließung von Lücken kann man auch mit weniger Häme behilflich sein. Aber dazu gehört ein Mindestmaß an Fairness und Großzügigkeit.

Stimmenliebhaber

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1 564

Sonntag, 1. April 2018, 17:26

Ich wüsste nicht, was an meinem Beitrag 1561 mit der sachlichen Richtigstellung "rumpelstilzchenhaft" sein sollte? :no:
Auch Häme ist darin nicht enthalten, mir ging es einfach um die Richtigstellung einer Tatsache!

Daher empfehle ich sehr, bevor man etwas behauptet, erst einmal selbst zu recherchieren, ob das Behauptete denn auch stimmt! Das erpart dann eine Menge Peinlichkeit, die übrigens nur noch größer wird, wenn man dann diejenigen angreift, die jemanden auf seinen Irrtum aufmerksam machen!
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

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Sixtus

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1 565

Sonntag, 15. April 2018, 13:06

Verdi: "Luisa Miller" in der MET am 14.4.

Von der gestrigen MET-Aufführung gab es ja neben der Kino-Übertragung auch eine von mehreren Sendern ausgestrahlte Rundfunkübertragung, die ich mir angehört habe. Mein besonderes Interesse galt der Besetzung des Miller mit Placido DOMINGO, der sich inzwischen, nach langer glorreicher Tenorkarriere, auch die wichtigsten Baritonpartien Verdis angeeignet hat. Und das mit Riesenerfolg. Deshalb wollte ich es, nach langer skeptischer Zurückhaltung, jetzt genau wissen, ob diese Erfolge einer rein akustischen Prüfung standhalten.
Ich habe Verständnis dafür, dass ein solcher Sänger auch die großen Vaterfiguren Verdis interpretieren will. Dazu besitzt er auch eine enorme Bühnenpräsenz und große musikalische und stilistische Begabung. Er erfüllte die Partie mit starkem Ausdruck und großer Sicherheit, was sich auch beim bloßen Hören erkennen ließ. Was er ihr schuldig blieb (bleiben musste), war das charakteristische dunkle Edelmetall eines echten Baritons. Stattdessen hörte ich den indifferenten Klang eines altgewordenen Tenors, der über eine erstaunlich volle Mittellage und Tiefe verfügt. Was fehlte, war das dafür charakteristische TIMBRE. Dadurch klangen seine Passagen zwar voll, aber wie in einem klanglichen Niemandsland.
Wie Verdis Charaktere klingen können (und, wie ich meine, sollten), führten seine Partner vor, allen voran der Rodolfo von Pjotr BECALA und die Luisa von Sonya YONCHEVA. Hier stimmte alles: Stimmschönheit, Volumen, professionelle Technik - und Timbre. Das war Verdi, wie der es sich gewünscht hätte.
Dass die Vorstellung zu einem großen Abend wurde, verdankte sich auch der erstaunlichen Leistung des Dirigenten Bertrand DE BILLY, der anstelle des vorgesehenen Levine die Produktion souverän leitete - angesichts der Schwierigkeiten, die dieses Scharnierwerk zwischen dem Galeeren- und dem reifen Verdi darstellt, keine geringe Leistung.
So wurde der Opernabend am Radio doch noch zu einer runden Sache.
Herzliche Grüße von Sixtus

rodolfo39

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1 566

Sonntag, 15. April 2018, 17:52

Ich habe Luisa Miller im Kino gesehen.Ich fand alle Sänger großartig. Mit dem Miller hat Placido Domingo eine Rolle gefunden, die er glaubwürdig gestalten kann und sängerisch gibt es auch nichts auszusetzen. Anstatt ihn zu kritisieren, gebührt ihm eher Respekt. Am Ende gab es sogar Applaus im Kino.

Stimmenliebhaber

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1 567

Sonntag, 15. April 2018, 19:07

Ich habe Luisa Miller im Kino gesehen.Ich fand alle Sänger großartig. Mit dem Miller hat Placido Domingo eine Rolle gefunden, die er glaubwürdig gestalten kann und sängerisch gibt es auch nichts auszusetzen. Anstatt ihn zu kritisieren, gebührt ihm eher Respekt. Am Ende gab es sogar Applaus im Kino.
Ich habe die "Luisa Miller" nicht gesehen (keine Zeit) und spare es mir deshalb, detailliert auf die bekannten Schubladen-Argumenten von "Sixtus" einzugehen. (Aber dass Domingos Stimme über kein charakteristisches Timbre verfügen würde, darauf muss man erst einmal kommen...)

Heute morgen las ich auf der Start-Seite von Online-Merker dazu lediglich:

Zitat

Über Altmeister Placido Domingo kann man nicht genug an Lobeshymnen anstimmen. Wieder hat er eine für ihn neue Baritonrolle erobert, ähnlich dem Vater Germont spielt er auch hier seine hohe Gestaltungskraft aus und gibt einen sehr berührenden Vater Miller. Es ist nicht selbstverständlich, dass man diese Rolle mit so viel Gefühl, Stilsicherheit und natürlich auch stimmlicher Bravour singt. Sein heller Bariton kommt hier bestens zur Geltung…
https://onlinemerker.com/new-york-wien-cineplexx-met-kino-luisa-miller/

Ich habe Domingo nun oft genug live erlebt (zuletzt im vergangenen Sommer als alten Foscari in Salzburg), um eher diesen Ausführungen zu glauben als den dazu allseits bekannten Urteilen von "Sixtus", der ja nach eigener Aussage ein großer Prophet ist, weil er (und nur er) ganz genau weiß, was Verdi sich gewünscht hätte...
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

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Gerhard Wischniewski

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1 568

Sonntag, 15. April 2018, 20:31

Es war eine beeindruckende Inszenierung. Ich habe mich inzwischen daran gewöhnt - da es in der Umgebung kaum mehr werkgerechte Inszenierungen gibt - mir mit Freunden die guten Inszenierungen aus der MET im Kino anzusehen. Mittlerweile finde ich auch, dass die Kamera das Erlebnis noch verstärken kann. Man fühlt sich noch mehr in das Geschehen einbezogen und kann die darstellerischen Leistungen noch weit besser beurteilen als wenn man sie im Opernhaus aus größerer Entfernung sieht. Hinzu kommt noch, dass man - zumindest bei uns, wo die nächste Reihe zwei Stufen höher liegt als in den Theatern, die ich früher besucht habe, keine störenden Köpfe, sondern das gesamte Geschehen vor sich hat. Wieder einmal waren zwei Kinosaäle voll besetzt (wir hatten Glück, dass wir schon im Oktober die Karten gebucht haben und ich werde diesmal schon bei Beginn des Vorverkaufs alle Inszenierungen buchen, die ich, nach dem, was ich bisher an Informationen über deren Inszenierung habe, sehen möchte). Die Inszenierung war völlig werkgerecht, man erlebte den Dorfplatz, den Saal im gräflichen Schloss und das Zimmer im Hause Millers. Lediglich das dritte Bild des zweiten Aktes (gräfliche Gärten) war mit dem zweiten Bild (Saal im Schloss) zusammengelegt, was aber der Handlung keinen Abbruch tat, sondern durchaus sinnvoll erschien.
Die Handlung entsprach dem Libretto, ohne dass die Regie unsinnige Mätzchen hinzugefügt hat. Auch ohne erhobenen Zeigefinger war die Handlung für jeden verständlich. Die Sänger waren nicht nur musikalisch, sondern auch darstellerisch hervorragend, von Placido Domingo als Miller, über Piotr Beczala und Sonya Yoncheva bis hin zu der jungen Bäuerin, so dass nicht nur wir und die Freunde, sondern auch die Gäste, deren Urteile ich in der Pause und nach Schluss hörte, vollauf begeistert waren. Nach der Arie des Rodolfo im zweiten Akt ("Quando le sere al placido") fingen sogar einige vor Begeisterung im Kino an, zu klatschen (was da natürlich keinen Sinn hat, mir aber die Stimmung im Publikum zeigte).
Es war wieder einmal ein packender und gelungener Abend und ich glaube, dass dies für viele Opernfreunde wohl in Zukunft die letzte Möglichkeit ist, die Kunstwerke in ihrer von ihrem Autor geschaffenen Form zu erleben, da auch das Fernsehen in der Regel nur noch die entstellten Werke zeigt.


Liebe Grüße
Gerhard
Ich mache dringend darauf aufmerksam, dass die szenischen Vorschriften, wie sie in der Partitur mit großer Genauigkeit angegeben sind, mit skrupulöser Treue befolgt werden.
(Wagner in einem Brief zu seinem "Tannhäuser" an Stocks 1841)

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