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AMATEURVIDEO-FILMFORUM-WIEN

Carlo

Anfänger

  • »Carlo« ist männlich

Beiträge: 83

Registrierungsdatum: 11. Februar 2018

91

Sonntag, 8. April 2018, 11:44

Hallo, Amfortas!

Da hast Du Dir aber selbst ein Bein gestellt, wenn Du schreibst, dass Du die Münchner Inszenierung nicht kennst. Damit setzt Du dich
demselben Vorwurf aus, den die RT-Verfechter oft den RT-Gegnern machen: dass sie etwas beurteilen, was sie nicht aus eigenem
Erlebnis (oder nur von Fotos) kennen.

Hast Du schon einmal den Briefwechsel Hofmannsthal - Strauss in Bezug auf den "Rosenkavalier" gelesen? Da geht es sehr explicit um
Stil- und Detailfragen, wie z. B. auch um das Léver im 1. Akt. In München war das jedes Mal ein magischer Moment, wenn der Paravent
zusammengeklappt wurde und die Marschallin in einer prachtvollen Robe erschien. (Ich erinnere mich an den TV-Film von den Salzburger
Festspielen 1960: da war die bildschöne Lisa Della Casa nicht nur neu eingekleidet worden, sondern trug auch eine weiße Perücke. Bei
diesem Anblick hielt man die Luft an!) Meistens verzichtet man auf diesen Effekt - seltsamerweise auch Elisabeth Schwarzkopf in der
"Rosenkavalier"-Verfilmung aus demselben Jahr - um die Kosten für ein aufwändiges Kostüm zu sparen, das man doch nur 20 Minuten
lang bewundern darf.

Aber das ist nur ein Detail von vielen, die man in dieser Münchner Inszenierung sehen kann. Hofmannsthal und Strauss waren Praktiker,
die sehr wohl wussten, wie man effektvolles Theater macht. Und der Hinweis auf Max Reinhardt führt in's Leere, da es zuwenig visuelle
Dokumente seiner "Rosenkavalier"-Arbeit gibt.

Und ja, die "Ariadne" aus Zürich habe ich auf Video - aber das ist ein anderes Thema und auch eine andere Oper!

Gruß,

Carlo

Fiesco

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  • »Fiesco« ist männlich

Beiträge: 784

Registrierungsdatum: 30. August 2017

92

Sonntag, 8. April 2018, 12:13

Hallo Carlo, eine Bitte an dich!!...könntest du deine Postings dahingehend ändern daß das mit den Absätzen nicht so wirr aussieht! ? Ich weiß nicht wie andere das sehen, ich lese sie nicht mehr, das nervt mich total! ?(

LG Fiesco
Il divino Claudio
"Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)

Dr. Holger Kaletha

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  • »Dr. Holger Kaletha« ist männlich

Beiträge: 7 064

Registrierungsdatum: 2. Februar 2008

93

Sonntag, 8. April 2018, 12:29

Den Fehler habe ich auch lange gemacht. :D Wenn man etwas reinkopiert, muss man nicht "Editor" nehmen (rotes Feld links oben auf der roten Leiste mit den Werkzeugen), sondern auf "Quellcode" rechts daneben klicken! :hello:

Joseph II.

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  • »Joseph II.« ist männlich

Beiträge: 11 781

Registrierungsdatum: 29. März 2005

94

Sonntag, 8. April 2018, 12:36

Auch
enthielt diese Arbeit von Otto Schenk eine historisch korrekte Wiedergabe eines 'Lévers': das Ankleiden der Marschallin hinter einem
Paravent. (Meistens behält die Marschallin ihr Negligée bis zum Ende des ersten Aktes an.)

In München war das jedes Mal ein magischer Moment, wenn der Paravent
zusammengeklappt wurde und die Marschallin in einer prachtvollen Robe erschien. (Ich erinnere mich an den TV-Film von den Salzburger
Festspielen 1960: da war die bildschöne Lisa Della Casa nicht nur neu eingekleidet worden, sondern trug auch eine weiße Perücke. Bei
diesem Anblick hielt man die Luft an!) Meistens verzichtet man auf diesen Effekt - seltsamerweise auch Elisabeth Schwarzkopf in der
"Rosenkavalier"-Verfilmung aus demselben Jahr - um die Kosten für ein aufwändiges Kostüm zu sparen, das man doch nur 20 Minuten
lang bewundern darf.

Schon dieser Punkt rechtfertigt m. E. den Erhalt dieser Münchner Inszenierung.
Ich habe vor Jahren mal die Wiener Inszenierung von Schenk von 1968 gesehen, kann mich aber nicht mehr recht erinnern, ob dies dort auch so gehandhabt wird oder nicht. Weiß da jemand Genaueres?
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

Stimmenliebhaber

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  • »Stimmenliebhaber« ist männlich

Beiträge: 7 977

Registrierungsdatum: 3. Dezember 2012

95

Sonntag, 8. April 2018, 13:06

Hallo "Carlo", bei mir am Festrechner sieht bei deinen Beiträgen gar nichts "wirr" aus! :hello:
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

Inhalten aller Art in Beiträgen anderer in diesem Forum stimme ich hier ausdrücklich nur dann zu, wenn ich ihnen in Antwortbeiträgen ausdrücklich zustimme! ;)

Bertarido

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  • »Bertarido« ist männlich

Beiträge: 2 966

Registrierungsdatum: 24. April 2014

96

Sonntag, 8. April 2018, 14:21

"
Hallo "Carlo", bei mir am Festrechner sieht bei deinen Beiträgen gar nichts "wirr" aus! :hello:

"Wirr" sind die unnötigen festen Zeilenumbrüche im Text, die sich allerdings nur dann störend bemerkbar machen, wenn das Browser-Fenster schmaler wird als die Zeilenlängen. Das ist bei der Darstellung auf meinem iPhone immer der Fall, beim PC nur bei einer starken Verkleinerung des Fensters.

Man sollte der besseren Darstellung willen auf manuelle Zeilenumbrüche im Text verzichten, denn die Umbrüche werden automatisch an die Breite des Fensters angepasst.

Stimmenliebhaber

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  • »Stimmenliebhaber« ist männlich

Beiträge: 7 977

Registrierungsdatum: 3. Dezember 2012

97

Sonntag, 8. April 2018, 14:39

Jetzt habe ich es mir mal auf dem Smartphone angesehen und verstehe, was gemeint ist - so dramatisch, dass ich mich daurch "genervt" fühlen würde, finde ich das Ganze freilich nicht im Geringsten!
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

Inhalten aller Art in Beiträgen anderer in diesem Forum stimme ich hier ausdrücklich nur dann zu, wenn ich ihnen in Antwortbeiträgen ausdrücklich zustimme! ;)

Amfortas08

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  • »Amfortas08« ist männlich

Beiträge: 1 514

Registrierungsdatum: 4. Juni 2008

98

Sonntag, 8. April 2018, 14:58

Da hast Du Dir aber selbst ein Bein gestellt, wenn Du schreibst, dass Du die Münchner Inszenierung nicht kennst. Damit setzt Du dich demselben Vorwurf aus, den die RT-Verfechter oft den RT-Gegnern machen: dass sie etwas beurteilen, was sie nicht aus eigenem Erlebnis (oder nur von Fotos) kennen.
Ganz und gar nicht setze ich mich diesem Vorwurf aus. Denn die Münchner Inszenierung wurde nicht beurteilt, sondern es wurde lediglich darauf hingewiesen, dass im Roka keine historische Authentizität intendiert ist. Das ist ein entscheidender Unterschied.
Und der Hinweis auf Max Reinhardt führt in's Leere, da es zuwenig visuelle Dokumente seiner "Rosenkavalier"-Arbeit gibt.
Nein überhaupt nicht, weil es weniger mit geringen visuellen Dokumenten der UA zu tun hat, als vielmehr mit der schlichten Tatsache, dass selbst im Bereich sog. traditioneller Inszenierungen Veränderungen, Neuerung auftreten, sodass da vieles „anders als bisher gemacht“ wird/wurde.
Und ja, die "Ariadne" aus Zürich habe ich auf Video - aber das ist ein anderes Thema und auch eine andere Oper!
Das diente dem Zweck, den Allgemeinplatz, dass der 'Zeitgeist' zu grob und zu wenig feinsinnig sei, in Frage zu stellen.

Gerhard Wischniewski

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  • »Gerhard Wischniewski« ist männlich

Beiträge: 4 531

Registrierungsdatum: 7. April 2011

99

Mittwoch, 18. April 2018, 20:59

Es ist erstaunlich, wie viele Unterschriften in 2 1/2 Wochen zusammen gekommen sind. Vermutlich wäre das nächste Ziel (2500) längst erreicht, wenn alle Opernfreunde auch über Computer und das zugehörige Wissen verfügten und auf diese Petition aufmerksam geworden wären.
Interessant sind auch viele Kommentare, die Teilnehmer zu den Gründen ihrer Unterschrift gegeben haben. Vorsicht, liebe Leute, die das Regisseurstheater so heftig verteidigen! Nicht lesen!! Manche könnten euch zur Weißglut bringen.

Liebe Grüße
Gerhard
Alle Kunst ist der Freude gewidmet, und es gibt keine höhere und keine ernsthaftere Aufgabe, als die Menschen zu beglücken. Die rechte Kunst ist nur diese, welche den höchsten Genuß verschafft.
(Schiller: Die Braut von Messina, Kapitel 2)

Amfortas08

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  • »Amfortas08« ist männlich

Beiträge: 1 514

Registrierungsdatum: 4. Juni 2008

100

Mittwoch, 18. April 2018, 21:57

wenn alle Opernfreunde auch über Computer und das zugehörige Wissen verfügten und auf diese Petition aufmerksam geworden wären.
Anscheinend gibt jede Menge wohlinformierte Opernfreunde, denen der Münchner Roka nicht besonders am Herzen liegt. Aber das bilden in deiner Perspektive sowieso keine "wahren" Opernfreunde oder die sind zu doof.
Vorsicht, liebe Leute, die das Regisseurstheater so heftig verteidigen! Nicht lesen!! Manche könnten euch zur Weißglut bringen.
Zu deiner Enttäuschung macht die überwiegende Anzahl aufgeschlossener Opernbesucher sich nicht mit einem derartig platten Niveau deiner Postings gemein. Sie pöbeln nicht und verwünschen keinesfalls Otto Schenk in die Klapse oder an einen virtuellen Pranger, wie es RT-Phobe im Forum praktizierten z.B. mit Peter Konwitschny oder Bieito...

Carlo

Anfänger

  • »Carlo« ist männlich

Beiträge: 83

Registrierungsdatum: 11. Februar 2018

101

Donnerstag, 26. April 2018, 00:24

Lieber Joseph II. (Beitrag Nr. 94),

in der Wiener "Rosenkavalier"-Inszenierung von Otto Schenk (1968) trägt die Marschallin bis zum Ende des 1. Aktes einen goldgelben seidenen Morgenmantel mit Hermelin-Besatz. Auch in Schenks Inszenierung dieser Oper an der Deutschen Oper am Rhein (1981) wird sie nicht neu eingekleidet, wie es eigentlich ein "Lever" vorschreibt. Lediglich im nun schon legendären Münchner "Rosenkavalier" (1972) trägt die Marschallin ein prachtvolles dunkelgrünes Brokatkleid. 1977 sah ich an der Pariser Opéra Rudolf Steinboecks (zeitweilig 'Burgtheater'-Direktor) an verschwenderischer Opulenz kaum zu überbietende Inszenierung (Ausstattung: Ezio Frigerio) und auch da behielt Christa Ludwig bis zum Ende des 1. Aktes einen Morgenmantel an; dies scheint wohl 'Wiener Tradition' zu sein. Zugegeben, es ist nur ein Detail - aber es zeigt, wie effektvoll es auch sein kann, wenn man sich bei der Inszenierung bzw. Ausstattung an 'historische' Vorgaben hält.

Carlo

Ich hoffe, dass ich nun 'den Bogen raus habe' und durch Vermeidung der manuellen Zeilenumbrüche (sprich: Nicht-Betätigung der "Enter"-Taste) ein einheitliches Schriftbild erhalte. Allerdings war auf meinem Notebook (und dem einiger Anderer, die ich danach befragte) in der Vergangenheit alles einwandfrei lesbar. Vermutlich liegt es daran, dass einige "Taminos" eine andere Schriftgröße benutzen.

Gerhard Wischniewski

Prägender Forenuser

  • »Gerhard Wischniewski« ist männlich

Beiträge: 4 531

Registrierungsdatum: 7. April 2011

102

Freitag, 27. April 2018, 20:00

Inzwischen hat die Petition(bei einem nicht unbedingt so populären Thema) schon über 1800 Unterschriften eingebracht. Heute las ich als Kommentar dazu folgende Frage

Zitat

Zitat: ich kenne einige Personen, die mitmachen möchten, aber nicht "online" sind. Gibt es irgendwo aufliegende Listen?
Das bestätigt meine hier schon geäußerte Annahme, dass es wohl ein Vielfaches an Unterschriften gäbe, wenn alle die, die das Regisseurstheater leid sind, online wären, und auf diese Petition in irgendeiner Weise aufmerksam geworden wären und mit den Computer umgehen könnten. Auch ich kenne einige Leute, die sofort mitmachen würden, wenn sie die Möglichkeit dazu hätten.

Liebe Grüße
Gerhard
Alle Kunst ist der Freude gewidmet, und es gibt keine höhere und keine ernsthaftere Aufgabe, als die Menschen zu beglücken. Die rechte Kunst ist nur diese, welche den höchsten Genuß verschafft.
(Schiller: Die Braut von Messina, Kapitel 2)

Melomane

Fortgeschrittener

  • »Melomane« ist männlich

Beiträge: 253

Registrierungsdatum: 8. November 2017

103

Freitag, 27. April 2018, 20:04

Das bestätigt meine hier schon geäußerte Annahme, dass es wohl ein Vielfaches an Unterschriften gäbe, wenn alle die, die das Regisseurstheater leid sind, online wären, und auf diese Petition in irgendeiner Weise aufmerksam geworden wären und mit den Computer umgehen könnten.


Dann gib doch endlich mal an verschiedenen Volkshochschulen einen Computerkurs, der auf die Bedürfnisse der Gegner des Verunstaltungstheaters zugeschnitten ist! Die ganze europäische Opernlandschaft könnte revolutioniert werden, wenn du mit deinem kostbaren Wissen nicht so hinter dem Berg halten würdest.