Sie sind nicht angemeldet.


JPC Amazon

AMATEURVIDEO-FILMFORUM-WIEN

rodolfo39

Prägender Forenuser

  • »rodolfo39« ist männlich
  • »rodolfo39« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3 222

Registrierungsdatum: 7. Oktober 2010

1

Samstag, 22. September 2018, 12:14

DOR Düsseldorf Wiederaufnahme Arabella mit Michael Volle als Mandryka

Gestern Abend war Ich in Düsseldorf in der Wiederaufnahme von Arabella. Arabella gehörte bis vor kurzem nicht zu meinen Lieblings Opern, bis ich diese zum ersten Mal diese Oper live in Düsseldorf in der Inszenierung von Tatjana Gürbaca gesehen habe. Im Publikum waren viele junge Zuschauer Das Haus war gut besucht,, obwohl Arabella wohl doch eher was für die Opernkenner ist. Die Inszenierung von Frau Gürbaca wird im Gegensatz zu der Traviata Inszenierung von Andreas Homoki nicht besser, wenn man häufiger hingeht. Es gibt ein Einheits Bühnenbild das an eine Nervenheilanstalt erinnert ind aus großen weißen Wänden besteht die sich ständig öffnen oder schließen. Alles wirkt auch sehr beengt, da hauptsächlich der vordere Teil der Bühne genutzt wird. Beim Faschingsball gibt es natürlich auch eine Massen Orgie, welche ein Ehepaar aus der ersten Reihe im Parkett dazu veranlaßt hat, die Vorstellung zu verlassen. Axel Kober dirigierte den ersten Akt leider etwas zu laut, steigerte sich dann aber nach der Pause und war den Sängern ein guter Begleiter Die Besetzung ließ wirklich keine Wünsche offen. Gut gesungen haben die drei Grafen Cornel Frey, Gübes Gürle und Dmitry Vargin. Der Matteo wurde von Jussy Myllus mit einem schönen lyrischen Tenor gesungen. Das Grafen Ehepaar Sami Luttinen und Susan Maclean hatten meißtens mit der Lautstärke des Orchesters zu kämpfen. Schon bei der Premiere wurde die Zdenka von Anja Nina Bahrmann gesungen. Sie hat einen Sopran mit strahlenden Höhen und kann aber auch in den leisen Passagen berühren. Die Fiaker Milli wurde von Nora Friedrichs mit Koleraturen ohne Anstrengungen gesungen. Ein Rollendebüt gab es auch. Gabriela Scherer sang ihre erste Arabella und ihr gelang eine hervorragende Leistung. Sie ist bildhübsch und hat einen vollen warmen Sopran ohne Höhenprobleme Der Mandryka wurde von Michael Volle gesungen und das war meine erste Live Begegnung mit ihm. Er ist einfach beeindruckend. Eine imposante Bühnenerscheinung und er legt den Mandryka nicht ganz so grobschlächtig an wie Simon Neal, der ihn bei der Premiere gesungen hat. Er verfügt über einen satten vollen raumfüllenden Bariton Fast alle Sänger waren textverständlich und grandiose Sänger Darsteller wurde., allen voran aber Michael Volle. Am Ende gab es beim Schlüßapplaus für Gabriela Scherer und Michael Volle einen Bravosturm, den man bis draußen hören können müsste. Beim Einzelapplaus haben sich viele Zuschauer von den Plätzen erhoben, als Michael Volle und Gabriela Scherer auf die Bühne kamen. Auch Anja Nina Bahrmann und Axel Kober und die Symphoniker erhielten lautstarke Bravos. Vielen Dank DOR für den gelungenen Saisonstart. Meine Bitte an die Taminos, die nicht mehr in die Oper gehen, aus Angst vor einem Regisseur oder weil sie keine echten Werke mehr zu sehen bekommen. Besucht das Opernhaus in euerer Nähe denn euch entgeht wirklich viele Gänsehautmomente oder gelungene Aufführungen die keine DVD mit noch so werkgerechten Inszenierungen ersetzten kann. Nächsten Freitag bin ich in Duisburg und werde zum ersten Mal eine Ballett Premiere sehen Schwanensee in einer Bearbeitung von Martin Schläpfer. Und Samstag seh ich Tosca in Düsseldorf.