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miguel54

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31

Samstag, 10. November 2007, 20:56

Mein unbestrittener Vivaldi-Opernliebling ist L'Incoronazione di Dario - in der Aufnahme mit dem Ensemble Baroque de Nice, Ltg. Gilbert Bezzina (Harmonia Mundi France, 1986) singen gleich drei Altisten, die ich alle gerne höre und die alle etwas verschieden klingen: Gérard Lesne, Henri Ledroit und Dominique Visse, und mein Lieblingstenor, John Elwes - für mich ein Sängerfest.

Wurde auch mal preiswert wiederveröffentlicht, scheint aber aktuell nicht lieferbar zu sein:


Harald Kral

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32

Montag, 12. November 2007, 15:23

Emma Kirkby

Don Baslilio hat zurecht auf das preisgekrönte Album von Cecitia Bartoli mit Vivaldi-Opernarien hingewiesen.
Aber bereit rund zehn Jahre früher hat Emma Kirkby - Alte-Musik-Sängerin der ersten Stunde - ein Album mit Vivaldi-Arien vorgelegt, begleitet von Roy Goodman und The Brandenburg Consort - sozusagen aus der Frühzeit der historischen Aufführungspraxis:



Opernarien & Sinfonias aus Griselda, Tito Manlio, Ottone in villa,
L'Atenaide, Il Bajazet, L'incoronazione di Dario,
Catone in Utica
Emma Kirkby, Brandenburg Consort, Roy Goodman
Label: Hyperion , DDD, 1994 (74 min.)
Harald

Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
(Vinícius de Moraes)

salisburgensis

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33

Montag, 12. November 2007, 22:39

RE: Emma Kirkby

Zitat

Original von Harald Kral
Aber bereit rund zehn Jahre früher hat Emma Kirkby - Alte-Musik-Sängerin der ersten Stunde - ein Album mit Vivaldi-Arien vorgelegt, begleitet von Roy Goodman und The Brandenburg Consort - sozusagen aus der Frühzeit der historischen Aufführungspraxis:

Opernarien & Sinfonias aus Griselda, Tito Manlio, Ottone in villa,
L'Atenaide, Il Bajazet, L'incoronazione di Dario,
Catone in Utica
Emma Kirkby, Brandenburg Consort, Roy Goodman
Label: Hyperion , DDD, 1994 (74 min.)



Hat zwar nichts direkt mit dem Thema zu tun, aber dem muß ich widersprechen: im Jahre 1994 ist HIP schon lange erwachsen gewesen. Bereits zu Beginn des 20. Jh. gab es Bestrebungen in diese Richtung, beispielsweise Nadia Boulangers (die Schwester von Carolas Avatar) Bemühungen um Claudio Monteverdi oder Wanda Landowska, die Bach, Rameau und Consorten auf dem Cembalo spielte (auch wenn's grausam klingende Kisten waren). Damit ist der Grund bereitet worden. So richtig los ging es dann in der 60er Jahren, allen voran: Nikolaus Harnoncourt.


:hello:
Thomas
Da freute sich der Hase:
"Wie schön ist meine Nase
und auch mein blaues Ohr!
Das kommt so selten vor."
- H. Heine -

Johannes_Krakhofer

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34

Montag, 12. November 2007, 22:53

RE: Emma Kirkby

Hallo!

Noch als kleine Ergänzung:

Und in den 50ern entstanden die ersten Opernaufnahmen, wo die Titelhelden mit Countertenören (Deller ua)[Sosarme 1954] besetzt wurden, um wenigstens ein wenig Kastraten-Feeling in die Oper zu bringen. Das Orchester klingt zwar noch immer nicht HIP, aber wenigstens von der Sängerseite tat sich ein bissl was.

LG joschi
Den Mozart und den Wagner hör´ich gerne, wenn ich jausen
nur beim Herrn Stockhausen kriegt mein Hamster Ohrensausen

(Erste Allgemeine Verunsicherung)

Johannes_Krakhofer

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35

Montag, 7. Januar 2008, 08:58

RE: Emma Kirkby

Hallo!

Neu erschienen:

GRISELDA

Giles Tomkins, Marion Newman, Carla Huuhtanen, Lynne McMurtry
Aradia Ensemble, Kevin Mallon
Naxos

LG joschi
Den Mozart und den Wagner hör´ich gerne, wenn ich jausen
nur beim Herrn Stockhausen kriegt mein Hamster Ohrensausen

(Erste Allgemeine Verunsicherung)

salisburgensis

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36

Sonntag, 15. März 2009, 17:25

Servus,

Naive schmeißt die oben schon gezeigten Vivaldiopern als Würfel auf den Markt. Nummer eins ist soeben erschienen, 27CDs@180€ bei jpc:



Atenaide RV 702b (Federico M. Sardelli / 2007)
Griselda RV 718 (Jean-Christophe Spinosi / 2005)
Tito Manlio RV 738 (Ottavio Dantone / 2004)
Orlando Furioso RV 728 (Jean-Christophe Spinosi / 2004)
Il Farnace RV 711 (Jordi Savall / 2001)
Orlando finto Pazzo RV 727 (Alessando de Marchi / 2004)
Juditha Triumphans RV 644 (Alessandro de Marchi / 2000)
La Verita in Cimento RV 739 (Jean-Christophe Spinosi / 2001)
L'Olimpiade RV 725 (Rinaldo Alessandrini / 2001)


Wer's braucht... :rolleyes:


herzliche Grüße,
Thomas
Da freute sich der Hase:
"Wie schön ist meine Nase
und auch mein blaues Ohr!
Das kommt so selten vor."
- H. Heine -

Joseph II.

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37

Freitag, 20. März 2009, 02:37

Arsilda

Hallo,

hat jemand mittlerweile diese preiswerte Aufnahme bzw. kann was dazu sagen?



:hello:
"Auflehnung ist das heiligste aller Rechte und die notwendigste aller Pflichten." – Gilbert du Motier, Marquis de La Fayette

Johannes_Krakhofer

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38

Sonntag, 12. April 2009, 11:08

RE: Arsilda

Zitat

Original von Joseph II.
Hallo,

hat jemand mittlerweile diese preiswerte Aufnahme bzw. kann was dazu sagen?



:hello:


Hallo!

Die Arsida kenne ich nicht, die Tito Manlio Aufnahme mit dem selben Orchester und Dirigenten kenne ich und muss dir mitteilen, dass sie mir nicht so zusagt. Der Dirigent spielt den Tito sehr gefühllos und etwas gelangweilt herunter.
Wie gesagt, das ist der Tito, ob er die Arsilda mit mehr Enthusiasmus dirigiert hat, weiß ich nicht.




LG Joschi
Den Mozart und den Wagner hör´ich gerne, wenn ich jausen
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(Erste Allgemeine Verunsicherung)

Ulli

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39

Sonntag, 12. April 2009, 11:33

RE: Arsilda

Zitat

Original von Joschi Krakhofer
Hallo!

Die Arsida kenne ich nicht, die Tito Manlio Aufnahme mit dem selben Orchester und Dirigenten kenne ich und muss dir mitteilen, dass sie mir nicht so zusagt. Der Dirigent spielt den Tito sehr gefühllos und etwas gelangweilt herunter.
Wie gesagt, das ist der Tito, ob er die Arsilda mit mehr Enthusiasmus dirigiert hat, weiß ich nicht.




Kann ich bestätigen. Einzelne Arien aus dem 'Tito' kann man durchaus genießen - aber den Klotz am Stück eher nicht. Von 'Arsida' habe ich daher Abstand genommen.

:hello:

Ulli
Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
(Vincenzo Geilomato Hundini)

Johannes_Krakhofer

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40

Sonntag, 12. April 2009, 11:34

RE: Arsilda

Auch ich hab mir die Arsilda dann verkniffen und außerdem interessiert mich das Sujet nicht...

LG Joschi
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  • »Frostrubinchen« ist weiblich

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41

Sonntag, 2. August 2009, 10:59

Bajazet

Hallo,

ich fange gerade erst an mich mit Vivaldi-Opern zu beschäftigen.
Eher zufällig sind mir Noten für "Sposa son disprezzata" aus der Oper Bajazet in die Hände gefallen....wunderschöne Musik.....

Weiß jemand, wo die Arie im Werk steht und was sie bedeutet? Mein Italienisch ist nicht so gut und ich finde auch nichts dazu.

Es ist eher schwierig etwas zu singen, dessen Bedeutung man nicht versteht.


Vielen Dank und einen schönen sonnigen Sonntag noch!


Anna

Alfred_Schmidt

Administrator

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Registrierungsdatum: 9. August 2004

42

Sonntag, 2. August 2009, 12:59

RE: Bajazet

2. Akt Nr 8

Aria der Irene:

In etwa übersetzt

Die Braut ist verschmäht (verachtet ?)
(wobei sie selbst diese Braut ist)

Sie jammert, dsß sie Ihren Bräutigam (Liebhaber) für untreu hält.
singt über ihre liebe, seine Untreue
und fragt sich ob sie sich hinlegen und sterben soll
Dann beklagt siem ihren Mangel an Tapferkeit und Stärke...

(das Übliche halt...)

------------------------------------------

nur als Anhaltspunkt...

LG

Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

  • »Frostrubinchen« ist weiblich

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Registrierungsdatum: 13. April 2009

43

Sonntag, 2. August 2009, 14:24

Vielen, vielen Dank!!! :)


Kriegt sie ihren Bräutigam zum Schluß dann doch?



Anna

Bernhard

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Registrierungsdatum: 26. Februar 2007

44

Sonntag, 2. August 2009, 16:51

RE: Die Opern des Herrn Vivaldi

Guten Tag

einen wundervollen Klangteppisch mit Arien aus Opern des
"Hernn Vivaldi " hat Magdalena Kozena mit dem
Venice Baroque Orchestra auf dieser



CD eingespielt.
Perfekt singt die Kozena diese herrlichen Arien aus
Tito Manlio, Juditha triumphans, La verita incimento, Farnace, Arsilda, Orlando furioso, Ottone in villa,
Griselda, L'incoronazione di Dario, Orlando finto pazzo und L'Olimpiade.

Gruß :hello:

aus der Kurpfalz

Bernhard

Garaguly

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45

Freitag, 4. November 2011, 18:05

Dieser Thread hier ist, glaube ich, die passende Adresse zur Vorstellung und Empfehlung einer neuen CD mit Arien aus verschiedenen Opern Antonio Vivaldis. Nathalie Stutzmann singt mit schön dunkel timbriertem Alt und leitet gleichzeitig das von ihr 2009 gegründete und hier hervorragend klingende Barockensemble "Orfeo 55", das aus 27 Musikerinnen und Musikern besteht. Die Aufnahmen entstanden im September 2010 im Arsenal (einem zum Konzertsaal umgebauten ehemaligen Militärkomplex) im französischen Metz; es sind keine Live-Aufnahmen.

Die Wucht schlechthin ist die Zusammenstellung der Arien. Ein faszinierendes Musikdrama en miniature folgt dem nächsten, mit teilweise exotischer Instrumentation, sodass auch auf dieser Ebene für große Abwechslung gesorgt ist. Die arien selbst sind mit Blick auf ihre Stimmung ebenfalls sehr gut ausgesucht; da wechselt Rasantes mit Sehnsuchtsvoll-Getragenem, Zorniges mit Sanftem - herrlich! Eine sehr zu empfehlende CD.



Grüße,

Garaguly

Schneewittchen

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46

Mittwoch, 30. November 2011, 23:30

Natalie Stutzmann gab am 17.11.2011 ein Konzert in Paris mit Vivaldi und Händel Arien.
Aktuell kann man es hier ansehen/anhören
www.citedelamusique.tv/concert/0977240.html

Außerdem steht das Konzert bei medici.tv noch einige Zeit gratis zur Ansicht bereit.
mfG
Michael

Harald Kral

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47

Donnerstag, 1. Dezember 2011, 09:21

Dieser Thread hier ist, glaube ich, die passende Adresse zur Vorstellung und Empfehlung einer neuen CD mit Arien aus verschiedenen Opern Antonio Vivaldis. Nathalie Stutzmann singt mit schön dunkel timbriertem Alt und leitet gleichzeitig das von ihr 2009 gegründete und hier hervorragend klingende Barockensemble "Orfeo 55", das aus 27 Musikerinnen und Musikern besteht. Die Aufnahmen entstanden im September 2010 im Arsenal (einem zum Konzertsaal umgebauten ehemaligen Militärkomplex) im französischen Metz; es sind keine Live-Aufnahmen.

Die Wucht schlechthin ist die Zusammenstellung der Arien. Ein faszinierendes Musikdrama en miniature folgt dem nächsten, mit teilweise exotischer Instrumentation, sodass auch auf dieser Ebene für große Abwechslung gesorgt ist. Die arien selbst sind mit Blick auf ihre Stimmung ebenfalls sehr gut ausgesucht; da wechselt Rasantes mit Sehnsuchtsvoll-Getragenem, Zorniges mit Sanftem - herrlich! Eine sehr zu empfehlende CD.



Grüße,

Garaguly



Eigentlich hat die Sängerin hier im Forum einen eigenen Thread, für den sich jedoch scheinbar niemand interessiert!

Sängerin und Dirigentin: Nathalie Stutzmann, Alt

LG

?(
Harald

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Harald Kral

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48

Freitag, 13. Januar 2012, 21:13

"L'oracolo in Messenia" aus Wien im Radio DLR

Deutschlandradio Kultur, Samstag, 14. Januar 2012, 19.05 Uhr:

Resonanzen
Live aus dem Konzerthaus Wien, Großer Saal

Antonio Vivaldi
"L'oracolo in Messenia"

Dramma per musica in drei Akten RV 726 (1738 )

Polifonte - Magnus Staveland
Merope - Ann Hallenberg
Epitide - Vivica Genaux
Emira - Romina Basso
Trasimede - Julia Lezhneva
Licisco - Franziska Gottwald
Anassandro - Xavier Sabata
Europa Galante
Leitung/Violine - Fabio Biondi

Zitat

Resonanzen, Festival für Alte Musik Wien
Vivaldis "L'oracolo in Messenia" mit Europa Galante

Ist es nicht ein Jammer, dass wir Antonio Vivaldi nicht in demselben Umfang für uns reklamieren können wie Schubert, die Sträuße und die Schrammeln? In unsere sprichwörtliche Gasse ist er dennoch gekommen und hat daselbst im Sommer 1741 seinen Geist aufgegeben oder - wie man seinerzeit so sinnreich sagte - "das Zeitliche mit dem Ewigen verwechselt". Der Tod in Venedig ist ihm ebenso erspart wie die erhoffte Anstellung am Wiener Kaiserhof versagt geblieben.

260 Jahre später wurde ihm hinter der Votivkirche ein Denkmal errichtet, das freilich dem Vergessen dieser weniger rühmlichen Umstände nicht vorbaut. Vivaldis sterbliche Überreste ruhen irgendwo auf dem Gelände der Technischen Universität am Karlsplatz, wo man den Komponisten auf dem 1789 aufgelassenen "Armensünder"-Gottesacker des Bürgerspitals verscharrte.

Sein letztes Quartier hatte er gemeinsam mit der Primadonna Anna Girò im Haushalt einer Wiener Sattlerswitwe beim Kärntnertor genommen; in unmittelbarer Nachbarschaft zum Kärntnertortheater also, wo seit 1730 mehrere seiner Opern erfolgreich über die Bühne gegangen waren und wo er schließlich auch "L'oracolo in Messenia overo La Merope" (nach einem vielfach vertonten Libretto von Apostolo Zeno, dem Vorgänger Pietro Metastasios im Amt des kaiserlichen Hofdichters) neu herausbringen wollte.

Inwieweit er allerdings die Wiener Fassung dieses bereits 1738 in Venedig uraufgeführten Werks noch selbst einrichten konnte, ist ungewiss. Erst im Karneval 1742 erschien die Oper - ein Jahr nach Vivaldis Tod - auf dem Spielplan.

Fabio Biondi hat die nur fragmentarisch überlieferte Partitur akribisch rekonstruiert und eröffnet nun die Jubiläumsausgabe der "Resonanzen" mit einem wahren Paukenschlag: Vivaldis letzter Oper in internationaler Starbesetzung!
www.konzerthaus.at


LG

:hello:
Harald

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