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Joseph II.

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  • »Joseph II.« ist männlich

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Registrierungsdatum: 29. März 2005

31

Montag, 6. März 2006, 16:59

Zitat

Original von Bastian
ich kenne jetzt noch nicht so viele Oratorien

aber J. S. Bachs Weihnachtsoratorium (vor allem Anfang und Schluss)
und die Mattäus-Passion von Bach finde ich beide sehr schön und melodisch.

Ist die Johannes-Passion von Bach denn ebenfalls höhrenswert?

Klar. Ich persönlich finde die Johannes-Passion besser. :yes:
Was das Weihnachts-Oratorium betrifft, stimme ich Dir zu, v.a. der Anfang.
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

Bastian

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Beiträge: 58

Registrierungsdatum: 18. Februar 2006

32

Montag, 6. März 2006, 21:15

Danke euch zweien. ;)

sagitt

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Beiträge: 2 558

Registrierungsdatum: 1. November 2004

33

Dienstag, 7. März 2006, 08:05

Elias

Sagitt meint:

Ich will erst einmal nur den Elias posten,eigentlich,um eine Eloge auf Philipp Herreweghe zu schreiben. Herreweghe ist mit Barockmusik großgeworden und da hochgelobt worden.Ich fand ihn da sehr gut,aber nicht umwerfend ( Matthäus-Passion oder h-moll Messe).

Aber sein Mendelssohn ist einfach großartig,was immer er da anfasst. Und sein Elias hat mir diese Musik näher gebracht. Elias ziehe ich ohnehin dem Paulus vor, er ist genuin dramatisch und nicht so aufgesetzt protestantisch. Vielleicht ist das alte Testament den Wurzeln Mendelssohns näher ?
Herreweghe hat einen großartigen Chor und ein entsprechendes Orchester.Die Solisten finde ich nich umwerfend, aber sie mindern nicht die Bedeutung der Aufnahme.
Wenn man den Elias hört, denkt man, ist das der liebliche des Sommernachtstraums, der leichte-Hand-Komponist der frühen Sinfonien oder der Klavierkonzerte ? Nein, aber dieser Teil der Persönlichkeit finde ich viel interessanter. Elias und Walpurgisnacht sind für mich Spitzenwerke von Mendelssohn.

Johannes_Krakhofer

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Beiträge: 3 419

Registrierungsdatum: 24. Februar 2005

34

Dienstag, 7. März 2006, 10:04

Am ehesten würde ich bei Bach aber mit dem Weihnachtsoratorium und der großen Messe in h-moll anfangen. Diese Messe ist das großte geistliche Werk, das je geschrieben wurde.
Bachs Passionen sind zwar nicht unbedingt mein Ding,aber in der Karwoche werde ich sie sicher hören.

LG Joschi
Den Mozart und den Wagner hör´ich gerne, wenn ich jausen
nur beim Herrn Stockhausen kriegt mein Hamster Ohrensausen

(Erste Allgemeine Verunsicherung)

Liebestraum

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Beiträge: 3 121

Registrierungsdatum: 5. Mai 2006

35

Sonntag, 7. Mai 2006, 23:11

Bach: Weihnachtsoratorium
Bach: h-moll Messe
Händel: Messiah
Haydn: Die Schöpfung
Mozart: Requiem
Beethoven: Missa solemnis
Berlioz: Requiem
Verdi: Messa da Reqiuem
Orff: Carmina burana

Herzliche Grüße
LT :hello:
Arm bin ich auf die Welt gekommen,
alle meine Mitgift ist Haupt und Hand.
---
Beharrlichkeit führt zum Ziel!
---
Das wahre Genie wird bei Bewunderung des Fremden nicht dessen Nachahmer,
sondern erhält dadurch nur den schönen Anstoß, neue Bahnen zu finden.
---
... wenn ich keine Oper unter den Fäusten habe ist mir nicht wohl!
---
Soli deo gloria
(CMvW -- Carl Maria von Weber)

Edwin Baumgartner

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Beiträge: 5 583

Registrierungsdatum: 17. Dezember 2005

36

Montag, 8. Mai 2006, 00:05

Reihung ohne Wertung:

Britten: War Requiem
Gubaidulina: Johannes-Passion
Henze: Floß der Medusa
Honegger: Jeanne d'Arc au bucher
Messiaen: Transfiguration de Notre Seigneur Jesus Christ
Prokofjew: Alexander Newskij
Prokofjew: Iwan der Schreckliche
Schönberg: Die Jakobsleiter
Schostakowitsch: Antiformalistischer Rayok
Schtschedrin: Lenin ist unter uns
Schtschedrin: Der versiegelte Engel
Schumann: Faust-Szenen
Swiridow: Erinnerung an Essenin
Tippett: A Masque of Time

Wie man sieht, befindet sich mit "Lenin ist unter uns" eine Parteikantate der KPdSU in der Aufzählung. Dazu ist zu sagen, daß Schtschedrin, der nie Parteimitglied war, hiermit ein Werk schrieb, das für die Partei wie ein Faustschlag auf die Bonzennase gewesen sein muß: Die Basis ist Zwölftontechnik, die Akkorde ballen sich zu Clustern, es gibt auch gesteuerte Improvisationen. Ein musikalisch grandioses Werk, das die Textschablone gleichsam aushöhlt, bzw. eben als Schablone kenntlich macht.
...

musicophil

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Beiträge: 7 091

Registrierungsdatum: 19. Februar 2006

37

Montag, 8. Mai 2006, 00:07

Hallo Edwin,

Irrst Du Dich nicht?
Schumann ist erste Häfte des 19. Jhdt.

LG, Paul
Wirklich schöne Musik rührt

Masetto

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Beiträge: 1 783

Registrierungsdatum: 29. April 2006

38

Samstag, 13. Mai 2006, 21:17

1. Die Matthäus-Passion von J.S. Bach

Ich kann nicht in Worte fassen, wie mich dieses Werk berührt. Ich bin von dieser Musik jedes Mal wie bezaubert. Mir gefällt die Sprache sehr. Die Mellodien und fein gewobenen Stimmen sind wie eine Offenbarung. Dies ist einfach zeitlose Musik. Hier folgt ein magischer Moment dem nächsten. Dem kann ich mich nur anschließen! Alles ist sehr bildhaft!

2. Die H-Moll Messe von J.S. Bach

tja, siehe oben würde ich sagen.

3. Die vier Jahreszeiten von J. Haydn

Der Frühling ist einfach unheimlich schön. Ich finde dieses Werk sehr sehr fromm und gottesfürchtig. Da schreibt ein uralter Mann so schöne Musik :wacky: :angel:

4. Saul von Händel

Wie eine Oper!!! Kompakt und Hitverdächtig

Ich habe auf diesem Gebiet noch viel nachzuholen :yes:
29.08.1958 - 25.06.2009
gone too soon

MarcCologne

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Registrierungsdatum: 4. Juli 2005

39

Montag, 12. Juni 2006, 16:12

...wenn man sich auf EIN Lieblings-Oratorium festlegen müsste (und vorausgesetzt, die Gattung "Passion" zählt da jetzt dazu und Messen/ Totenmessen wiederum nicht -denn die haben ja keine "Handlung"), DANN würde ich mich für Bachs Johannes-Passion entscheiden, definitiv!

Ich mag es gern dramatisch und daher liebe ich gerade die ausführliche Pilatus-Szene heiß und innig - was für Chöre, was für eine Spannung, die sich da aufbaut!
Ansonsten hat die JoPa natürlich auch viele weitere wunderbare Momente - in diesem Zusammenhang finde ich es -zumindest aus Zuhörersicht- von Vorteil, dass sie deutlich knapper gefasst ist, als die Matthäus-Passion. Die hat zwar auch jede Menge wundervoller Musik, die ich nicht missen möchte, aber gerade im 2. Teil zieht es sich manchmal etwas und dann finde ich es schade, dass einige Stücke, die weiter hinten vorkommen, aufgrund der doch nachlassenden Aufmerksamkeit der Zuhörer weitaus weniger Aufmerksamkeit bekommen, als sie es eigentlich verdienten :(
Es ist einfach zu viel "Schönes" darin - das kann dann auch irgendwann des Guten zuviel sein.
Daher also: Johannes-Passion! ;)
"Es ist mit dem Witz wie mit der Musick, je mehr man hört, desto feinere Verhältnisse verlangt man."
(Georg Christoph Lichtenberg, 1773)

Ulli

Erleuchteter

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Registrierungsdatum: 16. Januar 2005

40

Montag, 12. Juni 2006, 19:31

Salut,

mein derzeitiges Lieblingsoratorium ist 'Der Tod Jesu' von Joseph Martin Kraus. Und das, weil es sehr schlank, direkt und recht kurz ist - wobei alles ineinander übergreift. Dem 'Tod' auf den Fersen ist eindeutig Händels 'Messias' und Mozarts 'Davidde Penitente', gefolgt von Haydns 'Schöpfung' und den 'Jahreszeiten', dann erst die Bach-Passionen und weiterer Händel. Das kann sich natürlich übermorgen ändern...

Garnichts anfangen [mit wenigen Ausnahmen] kann ich mit Mendelssohns 'Elias' oder 'Paulus' - ich finde sie insgesamt zu klotzig und zu lang.

Mysliveceks und Paisiellos 'Passione di Nostro Signore Gesú Cristo' mag ich auch beide sehr [sie sind trotz desselben Textes sehr unterschiedlich], aber ich empfinde sie eher als versteckte Opern.

Cordialement
Ulli
Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
(Vincenzo Geilomato Hundini)

Masetto

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Registrierungsdatum: 29. April 2006

41

Montag, 12. Juni 2006, 21:22

Wenn ich in der richtigen Stimmung bin gibt es nichts schöneres als Maddalena ai piedi di cristo von Caldara. Dieses Werk vermag es von Zeit zu Zeit komplett aufzusaugen.
29.08.1958 - 25.06.2009
gone too soon

Maik

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42

Sonntag, 28. Januar 2007, 18:32

Genau diesen Thread hab ich gesucht!
Und hätte ich ihn nicht gefunden, dann gäb's einen Neuen!

Ich danke für die schönen Anregungen bis hierher und hoffe doch, dass nun, nach gut einem halben Jahr, wieder so manche hinzugefügt werden kann!

Persönlich habe ich noch nicht sehr viele Oratorien kennen gelernt und auch nicht weit weg vom bekannten Weg.
Für dieses Jahr habe ich mir aber Herrn Händel vorgenommen, um von ihm vielleicht zwei weitere Oratorien kennen zu lernen.

Ich versuche mich dann aber auch einmal an einer Liste mit den mir bisher Bekannten:

1. Mendelssohns Paulus - tiefgreifend und ergreifend, packt es mich immer wieder!


2. Mendelssohns Elias - wundervolle Musik, die mich stets in eine sehr schöne, besinnliche und freudige Stimmung versetzt.



3. Vitezslav Novak - Der Sturm: wahrhaft stürmig und, wie ich finde, vom inhaltlichen Aufbau interessant gestaltet.

Eigentlich mit Novak auf einer Etage befinden sich Händels Messiah und Haydns Schöpfung.

Mit manchen Oratorien habe ich mich noch zu wenig beschäftigt, um sie jetzt hier einzuordnen.
Und auf die Osterzeit kann ich mich auch freuen: Bachs Passienen liegen bereit :yes: Da bin ich sehr gespannt drauf!


Maik
Wie ein Rubin auf einem Goldring leuchtet, so ziert die Musik das Festmahl.

Sirach 32, 7

Siegfried

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Registrierungsdatum: 26. Oktober 2005

43

Montag, 29. Januar 2007, 11:40

Zitat Maik:
1. Mendelssohns Paulus - tiefgreifend und ergreifend, packt es mich immer wieder!

2. Mendelssohns Elias - wundervolle Musik, die mich stets in eine sehr schöne, besinnliche und freudige Stimmung versetzt.



Dem kann ich mich voll anschliessen.Erst zum Jahreswechsel den Elias in der Stuttgarter Liederhalle genossen. Fazit: :jubel: :jubel: :jubel:
Freundliche Grüße Siegfried

Sven Kappler

Anfänger

  • »Sven Kappler« ist männlich

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Registrierungsdatum: 15. Januar 2007

44

Montag, 29. Januar 2007, 15:45

selbst musiziert...

Hallo,
schade, dass Mendelssohn "Paulus" :jubel: so selten genannt wird.
Bachs WO gefällt mir - vor allem in einer weihnachtlichen Kirche - gut, solange es nicht komplett (1 bis 6) musiziert wird.
Außerdem das Bramhs-, Verdi-, Berlioz- (hehe... Blechbläserherz :D) und Mozart-Requiem.
Außerdem als ganz außerordentliches oratorisches Werk: Orff: Carmina Burana
Grüße
Sven
Tuba mirum spargens sonum....

MarcCologne

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Registrierungsdatum: 4. Juli 2005

45

Montag, 29. Januar 2007, 16:25

Hallo Sven,

Zitat

Bachs WO gefällt mir - vor allem in einer weihnachtlichen Kirche - gut, solange es nicht komplett (1 bis 6) musiziert wird.


... wieso das denn nicht?

Gerade die Kantaten 4 bis 6 bergen jede Menge wundervoller Musik, die meines Erachtens viel zu oft (und zu Unrecht!) von der größeren Popularität der Kantaten 1 bis 3 (ok - die sind natürlich schon eine Klasse für sich!) verdrängt wird :(

Ich habe schon zweimal an Aufführungen des gesamten WOs an einem Abend mitgewirkt (allerdings in einem Konzertsaal, nicht in einer Kirche) - und das ging ohne Weiteres :yes:
"Es ist mit dem Witz wie mit der Musick, je mehr man hört, desto feinere Verhältnisse verlangt man."
(Georg Christoph Lichtenberg, 1773)

Chorknabe

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46

Montag, 29. Januar 2007, 19:03

Ich möchte hier ein recht unbekanntes Oratorium nennen, welches mich jedoch sehr gefesselt hat:

Das Bonhoeffer Oratorium von Tom Johnson.

Ein Werk eines Komponisten des 20. Jahunderts, teilweise mit repetativen Elementen. Manchmal kommt sogar, um die eigenen Worte Bonhöfers vom Bibelzitat und dort Gottes Rede zu trennen gar Sprechgesang zum Einsatz. Dabei verläßt Johnson jedoch nie den tonalen Rahmen. Insgesamt ist das Werk stellenweise sehr beeindruckend, vergleichbares habe ich bisher nicht entdecken können.

Daher eine fette Empfehlung :)


Liebe Grüße, der Thomas. :hello:

Maik

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47

Montag, 29. Januar 2007, 20:43

Hallo Thomas,

hast du zu dem Bonhoeffer Oratorium auch einen CD-Tipp?

In welchem Stil ist es denn komponiert?
Thematisch würde es mich schon interessieren - nur halt auch, auf welche Art Musik man sich gefasst machen müsste auch :wacky:

Besten Dank, Maik
Wie ein Rubin auf einem Goldring leuchtet, so ziert die Musik das Festmahl.

Sirach 32, 7

Chorknabe

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48

Dienstag, 30. Januar 2007, 00:15

Zitat

Original von Maik
hast du zu dem Bonhoeffer Oratorium auch einen CD-Tipp?

In welchem Stil ist es denn komponiert?
Thematisch würde es mich schon interessieren - nur halt auch, auf welche Art Musik man sich gefasst machen müsste auch :wacky:


Die CD die ich besitze ist wohl nicht im freien Handel erhältlich. Scheinbar wurde bei irgend einem Event der Deutschen Bank das Oratorium aufgeführt und mitgeschnitten. Die Doppel-CD gibts wohl nur über die Deutsche bank, oder halt per ebay wie bei mir :)
Aber laut google scheint das Werk gar nicht mal so selten aufgeführt worden sein, vielleicht/wahrscheinlich gibts noch andere Einspielungen..?!

Zum Stil: er ist schwer zu beschreiben. Einerseits ist die Musik auf jeden Fall stark von der Minimal Music geprägt. Dabei bin ich auf das Werk gestoßen, bevor ich die Minimal Music überhaupt kannte. Mir fällt auch kein rechter passender Vergleich ein der dem Oratorium nahe käme. Sicher wiederum am ehesten (mehr) Reich oder (weniger) Glass. Dabei ist der Text jedoch stets eine wichtige Komponente, und wird, vor allem von den Solisten, wenig wiederholt.

Am besten mal reinhören :)


Liebe Grüße, der Thomas.

musica

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49

Dienstag, 30. Januar 2007, 22:28

Für mich ist und bleibt Elias DAS Oratorium, habe es sehr oft gesungen und es fansziniert mich immer wieder auf's neue.
Die einzelnen Arien, Ensembles, passen textlich oft in alltägliche Situationen und ich rufe sie mir dann hervor und sie trösten mich.

Ich habe die Alt-Arien gesungen und gerade das "Sei stille dem Herrn" und "Denn er hat seinen Engeln befohlen," "Wirf dein Anliegen auf den Herrn" und, ach eigentlich alle Texte, geben mir Halt und Glauben.

Eine Tenorarie berührt mich besonders, "Dann werden die Gerechten leuchten", sie bringen mich jedes Mal dazu Tränen in den Augen zu haben...ich kann nix dafür.

Huch, ich bin sentimental, aber ich stehe dazu. Sind es doch fast immer auch die Alt-Arien, die Tod und Trauer beeinahlten und ich singe sie besonders gerne.

LG
musica

Wer selbst keinen inneren Frieden kennt, wird ihn auch in der Begegnung mit anderen Menschen nicht finden.
Dalai Lama


dietergoebler

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50

Mittwoch, 7. November 2007, 13:28

Mein Lieblings-Oratorium ist : DER MESSIAS von Händel

und zwar in allen unterschiedlichen Fassungen und Bearbeitungen!

ob "Altbacken" oder im Pop Sound , Mozart-Fassung

alte Instrumente oder neue , egal!

es kommt auf meine Stimmung an.

Wichtig ist für mich zunächst auch das "HÖREN IN DEUTSCHER SPRACHE"

erst dann entfaltet sich die Musik für mich erst richtig. Dann darf es auch "original gesungen" sein.
Das trift für mich auch auf alle anderen Werke (Opern und Oratorien ) zu.

Musik und Sprache bilden für mich eine Einheit.

Neben einigen englischen Aufnahmen (CD /DVD / Schallplatte) besitze ich inzwischen ca. 14 verschiedene deutschsprachig gesungene Aufnahmen.

In unterschiedlichen MUSIK oder TEXT- Fassungen Fassungen .

Jede ist für sich ein Erlebnis.

Ich stelle fest, das die englisch gesungen Aufnahmen inzwischen bei mir im Ohr auch in deutsch ankommen!

Geht es anderen auch so?

Habe ich nicht dann erst ein Werk "VERSTANDEN" wenn ich es auch in einer fremden Sprache "versehend hören" kann?

Gruß
Dieter Göbler

:hello:
Glaube - Hoffnung - Liebe
Miteinander - Füreinander

jaaan

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51

Mittwoch, 7. November 2007, 18:59

Gepriesen sei...dieser Grieche

TO AXION ESTI - Mikis Theodorakis.

Am liebsten mit Dimitrief / Bhitikotsis...diese Aufnahme steht für mich definitif auf dem Gipfel dessen, was EMI für den Griechen je produziert hat.

...

Anosonsten schließ ich mich gerne dem Messias-Wahn in diesem Forum
an und mag die Naxos-Aufnahme mit Sunhae Im (und wegen ihr :-)

:pfeif:
...ein voller Becher Weins zur rechten Zeit ist mehr Wert als alle Reiche dieser Erde...

miguel54

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Registrierungsdatum: 12. September 2007

52

Samstag, 10. November 2007, 12:49

Mein eindeutiger Favorit:

Händel - La Resurezzione (1708 ) in der Aufnahme mit der Academy of Ancient Music und Christopher Hogwood.
Wunderbare Arien und Instrumentationseffekte, und eine meiner Lieblingsstimmen:
Patrizia Kwella.

audiamus

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53

Donnerstag, 15. November 2007, 22:12

Da hier schon die meisten meiner Favourites genannt wurden - Bachs Passionen, HMM, Magnificat etc würde ich persönlich garnicht in eine Auflistung stellen wollen, bei mir laufen die unter "außer Konkurrenz" - möchte ich noch ein sehr ergreifendes Werk nennen, bei dem sich die Diskussion um Übersetzung oder nicht erübrigt: Elgars "The Dream of Gerontius", am besten in der sehr noblen Aufnahme mit Sir Adrian Boult und einem göttlichen Nicolai Gedda.





Und dann schieben wir gleich noch "The Black Knight" hinterher. Mal weg vom Cellokonzert und den Märschen...


LG,


audiamus


.

"Oh, das schmeckt gut. Danke!" - Johannes Brahms' letzte Worte

dietergoebler

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Beiträge: 13

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54

Freitag, 16. November 2007, 17:57

Zitat

Original von Chorknabe
Ich möchte hier ein recht unbekanntes Oratorium nennen, welches mich jedoch sehr gefesselt hat:

Das Bonhoeffer Oratorium von Tom Johnson.

Ein Werk eines Komponisten des 20. Jahunderts, teilweise mit repetativen Elementen. Manchmal kommt sogar, um die eigenen Worte Bonhöfers vom Bibelzitat und dort Gottes Rede zu trennen gar Sprechgesang zum Einsatz. Dabei verläßt Johnson jedoch nie den tonalen Rahmen. Insgesamt ist das Werk stellenweise sehr beeindruckend, vergleichbares habe ich bisher nicht entdecken können.

Daher eine fette Empfehlung :)


Liebe Grüße, der Thomas. :hello:

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Hallo!
Es ist auch ein großes Bonhoeffer Orotorium von Siegfried Fietz erschienen!

Die Melodie des Liedes "Von guten Mächten , wunderbar geborgen" ist in dieser Interpretation unerreicht .


d.g. ;)
Glaube - Hoffnung - Liebe
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Rosenkavalier

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Samstag, 17. November 2007, 14:57

Frank Martin "Golgatha"

Mein Lieblingsoratorium ist seit heute Frank Martins "Golgatha", uraufgeführt 1949 in Genf. Ich höre nachfolgende CD jetzt schon zum zweiten Mal heute und bin völlig fasziniert.



Lassen wir Herrn Martin (1890-1974) selbst zu Wort kommen.
In einem Vortrag erklärt er einiges zur Entstehung des Werkes, das ich hier auszugsweise zitiere.

"Die Texte habe ich aus den Evangelien zusammen gestellt; hinzu kommen Auszüge kontemplativen Charakters, die den Schriften des Heiligen Augustinus entnommen sind. Der Entschluss, mich einem solchen Vorhaben zu unterziehen, widerspricht so sehr den Einwänden der Vernunft, die man hierzu machen könnte, dass einige erklärende Wort wohl angebracht sind. Ein Passion zu schreiben, nachdem J.S. Bach die seinigen geschrieben hat, muss zudem höchst anmaßend erscheinen. Der Entschluss wurde mir durch eine Kupferstich von Rembrandt gewissermaßen aufgezwungen; er nennt sich "Die drei Kreuze". Trotz meines inneren Widerstandes drängte sich mir das Thema auf, und vor allem vermittelte mir Rembrandts Werk eine für mich ganz neue Vision von dem, was eine Passion sein kann." [...]



"Mit diesem Passionsdrama, das ich "Golgatha" nenne, beabsichtige ich etwas ganz anderes als das, was Bach im Sinne hatte. Sein Werk ist Kirchenmusik, er schrieb es für seine Kirche, und so scheint kaum ein Zweifel zu bestehen, dass eine Passionen vor allem die Empfindungen der Gläubigen angesichts der Leidensgeschichte zum Ausdruck bringen. [...] Das "Golgatha", das zu vollenden ich mir vorgenommen habe, versucht das Ereignis als solches darzustellen, wobei es dem Hörer überlassen bleibt, die Lehre daraus zu ziehen. Das Oratorium ist zwar dazu bestimmt, in einer Kirche aufgeführt zu werden, aber es ist keine Kirchenmusik. Es soll so etwas wie ein Drama der Passion sein und nciht ein Gottesdienst. Die kontemplativen Stücke zwischen den einzelnen Bildern nach den Texten des Heiligen Augustinus haben vor allem die Funktion, dem Hörer Zeit zum Nachdenken zu lassen und dem Ganzen eine musikalische Form zu geben, was die rein erzählenden Texte der Evangelien nicht gestatten würden."

Ich würde behaupten, Frank Martin hat sein Vorhaben hervorragend umgesetzt.

LG
Rosenkavalier
Ich glaube, dass es in jedem Sänger einen einzigen, reinen und kleinen Ton gibt, welcher der wahre Ton der Stimme ist, und was immer man tut und wie man seine Stimme auf diesem Ton aufbaut, man muss zu ihm zurück kehren können, sonst ist es aus.
Agnes Baltsa

Misha

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Registrierungsdatum: 16. März 2005

56

Sonntag, 23. Dezember 2007, 12:18

In beliebiger Reihenfolge (etwas weiter oben hieß es ja, es gehe nicht nur um Oratorien):

Britten, War Requiem
Brahms, Deutsches Requiem
Bach, Johannes Passion
Widor, Messe op. 36
res severa verum gaudium

Herzliche Grüße aus Sachsen
Misha

andythr

Profi

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Beiträge: 350

Registrierungsdatum: 6. Januar 2007

57

Sonntag, 23. Dezember 2007, 12:34

Mein Lieblings - Oratorium:

Händel: Alexander Balus


oper337

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Registrierungsdatum: 29. Februar 2008

58

Montag, 17. März 2008, 11:24

Mein Lieblingsoratorium

ist seitz Jahrzehnten Haydn Schöpfung,

habe jetzt eine CD von einem Bekannten bekommen, mit:

Gundula Janowitz - Sopran,
Fritz Wunderlich - Tenor,
Werner Krenn - Tenor,
Dietrich Fischer Dieskau -,Bariton,
Walter Berry - Bass,
Christa Ludwig - Alt, das kleine Altsol zumm Schluss.

Wiener Singverein, Berliner Philharmoniker,

Dirigent: Herbert von Karajan.

Wobei ich etwas ratlos bin, bei dieser Besetzung 2 Tenöre zu lesen,
muss es mir nochmals anhören.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »oper337« (17. März 2008, 11:25)


salisburgensis

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Beiträge: 2 305

Registrierungsdatum: 16. Februar 2005

59

Montag, 17. März 2008, 11:42

RE: Mein Lieblingsoratorium

Zitat

Original von oper337
Fritz Wunderlich - Tenor,
Werner Krenn - Tenor,

Wobei ich etwas ratlos bin, bei dieser Besetzung 2 Tenöre zu lesen,
muss es mir nochmals anhören.



Als Wunderlich aus dem Leben gerissen wurde, waren noch nicht alle Tenorpartien für diese Aufnahme im Kasten; alles was noch offen war, wurde mit Werner Krenn eingespielt.


herzliche Grüße,
Thomas
Da freute sich der Hase:
"Wie schön ist meine Nase
und auch mein blaues Ohr!
Das kommt so selten vor."
- H. Heine -

60

Montag, 17. März 2008, 11:47

Wunderlich und Krenn

Fritz Wunderlich sollte in einem Salzburger Konzert und bei der Plattenaufnahme singen.

Der Mitschnitt des Konzertes vom 29. August 1965 nur mit Wunderlich ist als DGG CD-Ausgabe erschienen (Deutsche Grammophon/Festspieldokumente DG 474 955-2).



Herzlicher Gruß
Alexander
Freundlicher Gruß
Alexander