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musica

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Registrierungsdatum: 5. Oktober 2010

1

Mittwoch, 13. Mai 2009, 20:23

ABRAHAM, Paul: BLUME VON HAWAII

Abraham Paul,
Blume von Hawaii


Libretto Emmerich Földes, Alfred Grünwald und Fritz Löhner-Beda.

UA 24.7.1931 in Leipzig.
Hawaii 90er Jahre des 19. Jahrhunderts

[B]Personen:
Laya, Prinzessin von Hawaii
Prinz Lilo-Taro
Kanako Hilo, ein vornehmer Hawaiianer
Reginald Stone, Kapitän der US-Marina
Lloyd Harrison, Gouverneur von Hawaii
John Buffy, sein Sekretär
Bessie Worthington, Harrisons Nichte
Raka, eine junge Hawaiianerin
Jim Boy, amerikanischer Jazzsänger
Suzanne Provence, seine Partnerin
u.a.


1. Akt
Kurz vor Beginn des 20. Jahrhunderts hat die amerikanische Armee Hawaii besetzt und die Königin entmachtet. Seither herrscht ein Gouverneur über die Inselgruppe. Die hawaiische Prinzessin Laya hat sich mehr oder weniger mit den neuen Verhältnissen abgefunden, hält sie sich doch lieber in Paris auf, wohin sie ihre Eltern in ihrer Jugend zur Ausbildung gegeben haben. Schon im Kindesalter wurde sie dazu ausersehen, später einmal die Frau des Prinzen Lilo-Taro zu werden. Dieser liebt jedoch das Leben mehr als seine Heimat und befindet sich oft auf Reisen.
Einem großen Teil der Eingeborenen ist die amerikanische Besatzung zuwider. Die königstreue Partei hat Kanako Hilo zu ihrem Führer gewählt und hofft, dass es ihm gelingen möge, die Kolonialherrschaft abzuschütteln. Gouverneur Harrison aber hegt den Plan, seine Nichte Bessi mit Lilo-Taro zu vermählen, um so Einfluss auf die hawaiische Führungselite zu gewinnen. Harrisons Sekretär John Buffy hingegen passt dies überhaupt nicht, weil er selbst ein Auge auf Bessi geworfen hat.
Kapitän Stone trifft in Honolulu ein. Mit an Bord seines Schiffes hatte er ein Künstlerpaar: Der junge Mann ist der berühmte Jazzsänger Jim-Boy. Die ihn begleitende Dame gibt sich als die nicht minder berühmte Sängerin Susanne Provence aus. Tatsächlich aber ist sie die heimkehrende Prinzessin Laya, die zunächst unerkannt bleiben möchte. Auf der Überfahrt hat sich Kapitän Stone in die „Sängerin“ verliebt.
Als Kanako Hilo die wahre Identität der Sängerin gelüftet hat, hofft er, in ihr eine Verbündete im Kampf gegen die Besatzungsmacht zu gewinnen. Die Prinzessin jedoch kann sich für diese Idee nicht begeistern, obwohl sie vom Volk wie eine Königin begrüßt wird.

2. Akt
Bei dem alljährlich stattfindenden Blumenfest ist es Brauch, dass eine junge Dame zur Blumenkönigin gekürt wird, zur „Blume von Hawaii“. Als solche soll heuer Prinzessin Laya ausgerufen werden. Gouverneur Harrison befürchtet, das Volk werde dieses Ereignis zum Anlass nehmen, gegen die Besatzungsmacht zu revoltieren. Von Prinzessin Laya verlangt er, eine Erklärung zu unterzeichnen, wonach sie im Namen des hawaiischen Volkes auf jegliche Souveränitätsansprüche verzichtet. Nachdem die Prinzessin dieses Ansinnen zurückgewiesen hat, wird sie vom Gouverneur zur Staatsfeindin erklärt. Kapitän Stone erhält den Befehl, sie umgehend zu verhaften. Weil dieser jedoch die Prinzessin zutiefst verehrt, verweigert er den Befehl und riskiert damit, dass er seinen Posten verliert. Um Stone aus der Patsche zu helfen, unterschreibt schließlich Laya doch noch die Erklärung. Lilo-Taro, bei dem inzwischen die Liebe zu seiner Verlobten entbrannt ist, deutet dies falsch. Er ist zutiefst verzweifelt und flieht an das Meer, um dort den Tod zu finden. Laya weiß nun, wem ihr Herz gehört.

3. Akt
Hier treffen alle Protagonisten der Operette zusammen, um dem Gesang der „echten“ Susanne Provence zu lauschen. Kapitän Stone, dem in Honolulu das Glück hold war, Lilo-Taro vor dem Selbstmord zu bewahren, hat nun auch Glück im Spiel. Er und der Prinz sind inzwischen richtig dicke Freunde geworden. Susanne Provence tröstet ihn, weil er in der Liebe auf Laya verzichten muss. Das Ende der Operette ist vorhersehbar: es finden sich vier glückliche Paare, zu denen selbstverständlich auch Laya und Lilo-Taro gehören.

Bekannte Lieder daraus:
Blume von Hawaii, ich liebe dich fürs Leben
Mein golden Baby
Ich hab ein Diwanpüppchen
Du traumschöne Perle der Südsee
Will dir die Welt zu Füßen legen
musica

Wer selbst keinen inneren Frieden kennt, wird ihn auch in der Begegnung mit anderen Menschen nicht finden.
Dalai Lama