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Bernhard

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31

Freitag, 4. Januar 2008, 16:10

Guten Tag

Zitat

Original von Hildebrandt

Mir ist neulich ein Fachblatt über den Weg gelaufen, dass sich speziell mit der Musikhistorie Deiner Region auseinandersetzt. Wenn mir der genaue Titel wieder zwischen die Finger kommt, werde ich ihn kundtun.

.


Würde mich interessieren :yes:

Zur "Mannheimer Schule" gibts eine Forschungsstelle, aber für vor 1740 fehlt noch was ?!
Und vor 1700 wird man hier -der Pfälzer Erbfolgekrieg hat da seine Spuren hinterlassen- kaum noch etwas finden. Höchstens in den Düsseldorfer oder Münchner Archíven der Wittelsbacher.


Gruß :hello:

aus der Kurpfalz

Bernhard

Bernhard

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Beiträge: 3 511

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32

Samstag, 1. März 2008, 14:04

Guten Tag

Zitat

Original von miguel54
[Parallel hat das FBO in dieser Serie eine CD mit den 4 Suiten von Johann Bernhard Bach aufgenommen - davon scheint es auch keine weitere Aufnahme zu geben.


Mittlerweile ist eine neue CD mit den Suiten J.B. Bachs -die Overtüren D-Dur, g-moll, G-Dur, e-moll-, gespielt vom Ensemble Bach Concentus ,auf dem Markt:



Wenn auch der Lullist J.B. Bach nicht so schätzt :D, J.S. Bach schätze die Suiten seines Vetters für das Eisenacher Hoforchester sehr, er kopierte sie und führte sie mit den Collegium musicum in Leipzig auf.

Gruß :hello:

aus der Kurpfalz

Bernhard

Bernhard

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  • »Bernhard« ist männlich

Beiträge: 3 511

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33

Samstag, 31. Mai 2008, 21:43

Guten Abend

einige schöne Beispiele von barocke Orchestersuiten beinhaltet diese



CD mit "Musik der Hamburger Pfeffersäcke".
Eingespielt die "Overtüre e-moll L'Omphale" von G.Ph. Telemann und die Suite aus "Hercules und Hebe" von R. Keiser.
Das kleinbesetzte Elbipolis Barockorchester Hamburg besticht durch eine farbenprächtige, lebhafte und durch eine mitreißende Spiellaune geprägten Musizierstil dieser Tanzsätze.


Gruß :hello:

aus der Kurpfalz

Bernhard

der Lullist

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Beiträge: 3 963

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34

Mittwoch, 4. Juni 2008, 20:25

zwei weitere CD's die ganz großartige Werke beinalten sind diese Aufnahmen:



Jean Baptiste Farinelli - Musique de Ballet
Concerto Farinelli



Farinelli oder Farinel war Hofkapellmeister in Hannover und hatte die Aufgabe prächtige Orchestermusik im frz. Stil zu schreiben.
Warscheinlich war er und sein Stellvertreter Valoix beide in Frankreich ausgebildet worden und dann vom Hannoverschen Hof eingekauft worden.


Die CD bieten einen bemerkenswerten Einblick in seine Orchestermusik.
Denn Farinel behandelt die Suite doch recht frei, so gibt es keine direkten Ouvertüren, sondern "Préludes" wie sie eigentlich nur bei den Lautenisten und Cembalisten üblich war.
Außerdem schrieb er auch recht freie Instrumentalstücke "Simphonies" die er als Concerts bezeichnete, die jedoch mit den italienischen Concerti nichts gemeinsam haben, sondern eher an die Ritournelle und Instrumentalstücke aus Lullys Tragèdies erinnern.

Zusätzlich ist noch eine "Division on A Ground" von seinem Bruder Michel Farinel mit aufgenommen worden, eine wunderbare Folia Variation.

Ansnonsten finden sich folgende Werke auf der CD:

I Suite in a-moll
Prelude - Gigue - Sarabande - Bourrée - Menuett - Gavotte - Canaries

II Suite in g-moll
Gravement - Air Grave - Rondeau - Courante - Gigue

X Suite in e-moll
Simphonie - Bourrée - Rondeau - Gavotte I / II - Gigue

VI Suite in F-Dur
Chaconne

VIII Concert in G-Dur

V Concert in E-Dur

X Concert in f-moll

VI Concert B-Dur



besonders die abschließende Chaconne der VI Suite hat es mir angetan, eine der schönsten Chaconnes die ich je hörte !


Die originalen Handschriften liegen übrigens in der Darmstädter Bibliothek, bemerkenswert, dass das Land Hessen unfähig ist solche Schätze selbst zu pflegen ..... dürfte genauso unbeachtet sein wie die Murhardsche Bibliothek in Kassel. :no:



und eine weitere CD mit einem ähnlichen Programm:



Johann Christoph Pez: Concerti & Ouvertüren
Les Muffatti / van Heygen



Pez war wie Kusser Hofkomponist am Stuttgarter Hof.
Und wie Farinel legte er die Form der Suite etwas frei aus.
Seine Orchesterkompositionen sind Zwitter zwischen Concerto Grosso und Orchestersuite.

Das Repertoire der Aufnahme ist wie folgt bezeichnet:

Ouvertüre in B - Dur
Ouverture - Allemande - Aria: Largo - Rondeau - Aria: Adagio - Menuett
Gavotte - Gigue en Rondeau

Concert Sonata
Adagio - Presto - Fuga alla breve - Presto / Adagio - Allegro

Concerto Grosso / Sinfonia
Sinfonia - Rondeau - Aria: Andante - Menuett Trio - Aria: Presto - Aria: Allegro
Chaconne - Bourrée

Sonata / Concerto Simphonia
Sinfonia - Fuga alla breve - Aria: Presto - Aria: Adagio - Menuett - Rondeau - Gigue

Ouverture (Pieces pour la Musique de Table)
Ouverture - Entree - Air - Rondeau - Menuett - Gigue

Concert Pastoral
Pastorella - Allegro / Largo / Adagio / Allegro
Andante


Selten hat man das Ideal des vermischten Geschmacks in solch einer Vollendung gehört.


Beide Einspielungen sind wunderbar und sind hervorragende Beispiele für die frz. Orchesterkultur an deutschen Höfen.

Bernhard

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  • »Bernhard« ist männlich

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35

Montag, 8. Juni 2009, 16:48

Darmstadt

Guten Tag

Zitat

Original von der Lullist

Hannover, Celle, Darmstadt, München und Düsseldorf wurden zu den Zentralen Höfen der frz. Musikpflege.


An den Darmstädter Hof hielt der französische Stil ab 1683 Einzug; bei einem Besuch des jungen Prinzen Ernst Ludwig in Paris lernte er die franzözische Spielart kennen und verpflichtete einige tüchtige Musiker für die Darmstädter Hofkapelle. Später wurde auch eine französische Ballettgruppe angestellt.
Die Hessische Landes- und Hochschulbibliothek verwahrt mehr als 250 Ouvertüren größtenteils aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, ein Drittel davon hat Gg. Ph. Telemann komponiert.
Telemann lernte übrigens die französische Schreibart schon wähernd seiner Schulzeit an der Hannoveraner Hofkapelle kennen; die ersten Ouvertüren komponierte er in seiner Zeit als Hofkapellmeister in Sorau in der Niederlausitz. Die dortigen Hofkapelle besaß Werke von Lully und Campra.
Angeblich soll Telemann rund 1000 Overtürensuiten komponiert haben !

Eine schöne Aufnahme einiger in der Hessischen Landes- und Hochschulbibliothek aufbewahren "Darmstädter Ouvertüren" Telemanns
hat N. Harnoncuort mit dem Concentus Musicus Wien auf dieser



CD eingespielt.

Gruß :hello:

aus der Kurpfalz

Bernhard

Alfred_Schmidt

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  • »Alfred_Schmidt« ist männlich

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Registrierungsdatum: 9. August 2004

36

Sonntag, 30. Oktober 2016, 02:27

Erst vor wenigen Tagen habe ich diese CD mit Werken des Österreichischen Komponisten Benedict Anton Aufschnaiter (1665-1742) erworben. Heute habe ich sie erstmals gehört. Auf der Suche nach einem geeigneten Platz im Forum, wo ich sie vorstellen könnte habe ich diesen ausgezeichneten Thread aus den Jahren 2007-2009 gefunden. Aufschnaiter wird hier bereits erwähnt, aber - wenn ich nichts überlesen habe - nicht näher vorgestellt. Überhaupt bedarf der Thread einer Aktualisierung, denn seit den letzten Einträgen ist viel Wasser die Donau hinab gelaufen, einiges ist bereits aus den Katalogen verschwunden, oder vielleicht nur neu aufgelegt und wieder erhältlich, es sollte doch in gut 7 Jahren seit dem letzten Eintrag auch etwas neues erschienen sein. Heute begnüge ich mit der Vorstellung der hier gezeigten CD mit "Concors discordia" ("Einträchtige Zwietracht") einer Sammlung von 6 Serenaden aus dem Jahre 1695. Die Eigenart dieses Werkes besteht für mich darin, dass es nach längerem Hören eigenartigerweise nicht ermüdend wirkt, sondern von Stück zu Stück immer farbiger und interessanter klingt, vermultlich durch die geschickte und einfallsreiche Instrumentation verursacht. Ein gewisser französischer Unterton ist nicht zu überhören, vermutlich von seinem Vorgänger in Passau, Georg Muffat (1653-1704) abgeschaut, der in Frankreich bei Jean Baptiste Lully (1632-1687) studiert hat.
"Concors Discordia" war zu Lebzeiten Aufschnaiters sehr beliebt. Leider macht der Anteil weltlicher Kompositionen nur einen kleinen Teil von Aufschnaiters Werk aus. Sogar sein Dienstherr in Passau hat das beanstandet, wogegen sich Aufschnaiter in einem Brief selbstbewusst gewehrt hat.

mit freundlichen Grüßen aus Wien
Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix