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  • »Helge Kreisköther« ist männlich
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31

Samstag, 3. Oktober 2009, 12:27

Warum denn das, Ulli? Clementi auf modernen Konzertflügeln geht wunderbar! :yes:

Und Martin Stadtfeld ist ein Bach-Spezialist, der auch Erfahrungen mit Mozart und Beethoven hat...sind das nicht gute Vorraussetzungen für einen Clementi-Interpreten?

:hello:

lg Helge, 15, Essen

Ulli

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32

Samstag, 3. Oktober 2009, 12:29

Zitat

Original von Helge Kreisköther
Warum denn das, Ulli? Clementi auf modernen Konzertflügeln geht wunderbar! :yes:


8o - theoretisch gehts auch auf 'nem elektrischen Keyboard. Nee, Clementi gehört auf einem Clementi gespielt wie Pleyel auf einem Pleyel und Mozart auf einem äh... Walter.

:hello:

Ulli
Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
(Vincenzo Geilomato Hundini)

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33

Samstag, 3. Oktober 2009, 12:33

Na hör mal, da muss ich Dir jetzt aber mal widersprechen!

Hast Du überhaupt schonmal CD-Aufnahmen mit Clementi-Werken auf modernen Konzertflügeln (meistens Steinway) gehört?!

Über die frühen Sonaten Clementis kann man sich ja streiten, aber die Sonaten Opus 25, Opus 40 und die Fantasia Opus 48 sollen nicht zu einem modernen Konzertflügel passen??...Dann kann ich Dir nur sagen: Hör Dir mal die Einspielung von Vittorio Forte oder von mir aus auch Vladimir Horowitz an!!

Man kann es mit der historischen Aufführungspraxis auch übertreiben :yes: :yes:

:hello:

lg Helge, 15, Essen

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Helge Kreisköther« (3. Oktober 2009, 12:34)


Ulli

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34

Samstag, 3. Oktober 2009, 12:40

Zitat

Original von Helge Kreisköther
Hast Du überhaupt schonmal CD-Aufnahmen mit Clementi-Werken auf modernen Konzertflügeln (meistens Steinway) gehört?!


Sehr zu meinem Bedauern :wacky: - auch (mangels anderer Möglichkeiten) selbst gespielt.

Zitat

Über die frühen Sonaten Clementis kann man sich ja streiten, aber die Sonaten Opus 25, Opus 40 und die Fantasia Opus 48 sollen nicht zu einem modernen Konzertflügel passen??...Dann kann ich Dir nur sagen: Hör Dir mal die Einspielung von Vittorio Forte oder von mir aus auch Vladimir Horowitz an!!


Ich hab nicht gesagt, daß es nicht passt. Der Klang aber - das wurde hinreichend an anderer Stelle diskutiert - entfaltet sich besser an den Instrumenten, für welche auch komponiert wurde.

Zitat

Man kann es mit der historischen Aufführungspraxis auch übertreiben :yes: :yes:


Nö, find ich nicht. Da kann es nicht genug geben...

Mich wundert es ehrlich nicht, daß man Clementi als Langweiler und virtuosen Mechaniker in die Ecke stellt. Wenn ich Aufnahmen mit modernen vs. historischen Instrumenten vergleiche, liegt die Lösung quasi auf der Hand...

:hello:

Ulli
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Alfred_Schmidt

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35

Samstag, 3. Oktober 2009, 13:44

ich meine, das wird immer eine "Glaubensfrage " bleiben

Bei Bach bin ich Verfechter des Originalinstruments - vielleicht deshalb, weil sich mir Bach anfangs nur durch diese erschlossen hat.
Heute akzeptiere ich jedoch auch den modernen Flügel.

Mozart - hier ziehe ich - ich weiß selbst nicht warum - den modernen Konzertflügel vor.

Das gleiche gilt bei Beethoven - nur daß ich hier genau weiß WARUM. Beethoven Sonaten SCHREIEN geradezu nach einem modernen Flügel - und Beethoven - das ist belegt - verfolgte stets den neuesten Stand im Klavierbau....

Schubert hingegen - Wer Schubert nicht auf einem alten Hammerflügel gehört hat, dem entgeht etwas. Aber auch der moderne Flügel ist bestens geeignet.

Und nun sind wir bei Clementi angelangt.
Ich liebe Clementi gleichermaßen auf alten und neuen Instrumenten, wobei ich hier insbesondere den unterschiedlichen Klang alter Instrumente geniesse, die die Werke völlig unterschiedlich erscheinen lassen. Dieses Phänomen habe ich beispielsweise bei Mozart nicht so ausgeprägt empfunden..

mfg aus Wien

Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

Ulli

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36

Samstag, 3. Oktober 2009, 13:51

Zitat

Original von Alfred_Schmidt
Das gleiche gilt bei Beethoven - nur daß ich hier genau weiß WARUM. Beethoven Sonaten SCHREIEN geradezu nach einem modernen Flügel - und Beethoven - das ist belegt - verfolgte stets den neuesten Stand im Klavierbau....


Weshalb es ja auch eine spezielle Hammerklavier-Sonate gibt... ja, klingt schon logisch...

:P

Zitat


[...] wobei ich hier insbesondere den unterschiedlichen Klang alter Instrumente geniesse, die die Werke völlig unterschiedlich erscheinen lassen.


Das kann aber m. E. nicht am Komponisten liegen, sondern ist vielmehr auf die Entstehungszeit zu beziehen. Und daher gilt das für meine Ohren ebenso für Mozart, wie für Beethoven, Schubert, Schumann, Clementi, Chopin u.a.

Versuche mal die Sémerjian-Mozart-Sonaten :]

Es gibt ja mitunter - leider sehr selten - Konzerte, in denen vergleichsweise moderne und authentische Instrumente (abwechselnd) verwendet werden. Dies täte z.B. gerade einem Clementi sehr gut. Das wäre für den Hörer höchst interessant!

:hello:

Ulli
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  • »Johannes Roehl« ist männlich

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37

Sonntag, 4. Oktober 2009, 11:45

Ich besitze bisher zwar nur zwei Clementi-CDs (eine modern (Demidenko), eine historisierend (Immerseel)) und weiß auch nicht, ob die Sonatenauswahl repräsentativ ist. Davon ausgehend kann ich eigentlich nicht zustimmen, daß die Werke zu "intim" für den Konzertsaal wären. Sie sind m.E. weniger intim als der größte Teil der Solo-Klaviermusik Bach, Haydns und Mozarts, sondern eher mit durchaus wirkungsvollen und konzertanten Sonaten des frühen Beethoven zu vergleichen, was eines der Booklets auch tut, z.B. mit op. 10,3 oder op.28
Und die Zeiten, daß beim Klavierabend kaum Bach oder Mozart gespielt wurde, sind meinem Eindruck nach vorbei (zumal es ja auch unterschiedlich große Säle gibt).
Wie schon gezeigt, haben sich ja große Pianisten wie Horowitz oder Tipo durchaus Clementis Musik gewidmet.
Bei allen stilistischen Unterschieden ist die Musik nun aber auch nicht so wahnsinnig verschieden von den bekannten Wiener Klassikern. Vielleicht besteht die Nische eben nur bei einem besonders kundigen Teil des Publikums?
Mit reiner Klaviermusik kann sich ein Komponist m.E. nur durchsetzen, wenn diese auch heute noch als sehr originell und spezifisch wahrgenommen und auch auf dem modernen Flügel gespielt wird. Daher z.B. die Popularität von D. Scarlatti (obwohl es hier natürlich auch weniger bekannte, nicht unähnliche Zeitgenossen gibt wie Galuppi oder Soler), Chopin, Liszt, Scriabin usw.

Andererseits sehe ich auch nicht ein, warum nicht einige der Clementi-Sonaten häufiger gespielt werden sollten. Dabei muß man allerdings einräumen, daß auch von Haydn und Mozart nur etwa jeweils eine Handvoll Sonaten Repertoire-Stücke geworden sind. Beethoven ist hier eine Ausnahme, aber auch erst in den letzten Jahrzehnten, seit jeder Pianist seinen Zyklus vorlegen will. Ansonsten dürften "kleinere" Werke wie z.B. op.10,2; op.14, op. 54, op.49, opp. 78 &79 auch nicht besonders oft gespielt werden.

:hello:

JR
Struck by the sounds before the sun,
I knew the night had gone.
The morning breeze like a bugle blew
Against the drums of dawn.
(Bob Dylan)

  • »Helge Kreisköther« ist männlich
  • »Helge Kreisköther« ist der Autor dieses Themas

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38

Sonntag, 4. Oktober 2009, 13:08

Na Ulli, da hast Du aber ausnahmsweise mal Unrecht :P

Guck doch mal nach, was es mit der "Hammerklavier"-Sonate und ihrer Entstehungsgeschichte auf sich hat...Alfred hat vollkommen Recht: Beethoven wollte immer auf dem neusten Stand der Klavierbautechnik bleiben, so bevorzugte er beispielsweise auch den robusteren englischen Flügel und nicht die leichtere Wiener Bauart. Also, informier Dich mal wegen der Sonate :yes:

:hello:

lg Helge

  • »Helge Kreisköther« ist männlich
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39

Sonntag, 4. Oktober 2009, 13:15

Der vollständige Titel der Sonate lautet: "Große Sonate für das Hammerklavier".

Der Titel ist einfach eine damals gefundene Übersetzung des italienischen Begriffs "Pianoforte" und steht somit in der Tradition eines Versuches, italienische Musikterminologie durch deutsche Wörter zu ersetzen (siehe auch Klaviersonate A-Dur op. 101). „Hammerklavier“ hat sich auch in anderen Sprachen durchgesetzt und scheint am besten geeignet, den titanischen Charakter und die Größe dieses Werkes zu beschreiben.

Wir kommen aber hier auch immer von Hölzchen auf Stöckchen...das ist ein Themen-Block für/über Muzio Clementi :yes:

Nicht vergessen: Es gibt noch ein Themen-Block namens "Buch über Muzio Clementi" für alle, die grundsätzlich Interesse haben, ab ungefähr Anfang November ein Buch von mir über den Italiener kaufen zu können.

:hello:

lg Helge

Ulli

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40

Sonntag, 4. Oktober 2009, 13:22

Zitat

Original von Helge Kreisköther
Na Ulli, da hast Du aber ausnahmsweise mal Unrecht :P

Guck doch mal nach, was es mit der "Hammerklavier"-Sonate und ihrer Entstehungsgeschichte auf sich hat...Alfred hat vollkommen Recht: Beethoven wollte immer auf dem neusten Stand der Klavierbautechnik bleiben, so bevorzugte er beispielsweise auch den robusteren englischen Flügel und nicht die leichtere Wiener Bauart. Also, informier Dich mal wegen der Sonate :yes:


Ich mache keine Ausnahmen (nur in Ausnahmefällen :D ). Schau mal hier:

Beethoven: Klaviersonate Nr 29 in B-Dur Op. 106 - ein Hammer

Aber Du hast Recht, kommen wir zu Clementi zurück...

:hello:

Ulli
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(Vincenzo Geilomato Hundini)

Alfred_Schmidt

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41

Montag, 28. Juni 2010, 12:28

Das Problem von Clementis Musik ihre Eingängikeit, die dazu verleitet zuviel Clementi aus einmal zu hören. Hier ist Stärke und Schwäche ausnahmsweise dieselbe Seite der Medaille.

Viele von Clementis Sonaten erweisen sich als Ohrwürmer, bzw man hat den Eindruck sie schon zu kennen, Diese Eigenart wird von vielen Hörern als angenehm empfunden, verhindert aber in der Regel sowohl Profilierung des Komponisten, als auch ein bewusstes Erarbeiten der Werke.
Änliches könnte man über Scarlattis, oder Haydns frühe Klaviersonaten sagen..

Abhilfe kann hier ein gezieltes Hören immer wieder derselben Werke bringen, denen man nach und nach neues hinzufügt.

Ähnlich wie bei Mozart klingen Clementis Sonaten vorerst belanglos, gefällig - die wahre Schönheit und Qualität eröffnet sich dem Hörer des 21. Jahrhunderts erst nach mehrfachem Hören.

Um differenzierte Beschreibungen zu ermöglichen habe ich schon vor einiger Zeit den Thread


Meine liebste Clementi Klaviersonate

eingerichtet, der noch wachgeküsst werden will.
Oder wird Clementi tatsächlich zu wenig gewürdigt ??

In Anbetracht der ständigen Neuerscheinungen ist das für mich schwer vorstellbar....

mfg aus Wien

Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

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42

Montag, 28. Juni 2010, 15:23

Zitat

Original von Alfred_Schmidt
Das Problem von Clementis Musik ihre Eingängikeit, die dazu verleitet zuviel Clementi aus einmal zu hören. Hier ist Stärke und Schwäche ausnahmsweise dieselbe Seite der Medaille.

Interessant - solche Erfahrungen habe ich mit ihm nicht gemacht. Mir ist es mit Clementi eigentlich recht ähnlich wie mit Dusseck gegangen - hat mir gleich gefallen und habe ich oft gehört - in einer Zeit, als ich noch nicht so viele Komponisten pro Monat kennengelernt habe, wie es jetzt der Fall ist. Besonders nervende Ohrwürmer habe ich nicht im Gedächtnis, ich kann mir jetzt auch keine Melodien ins Gedächtnis rufen ...

Alfred_Schmidt

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43

Montag, 28. Juni 2010, 19:59

Vielleicht habe ich es auch schlecht ausgedrückt:

Bei aller Gefälligkeit (und ich benutze sdieses Wort nicht im negativen Sinn) - konnte ich mir anfangs keine Melodien einprägen, sie waren schön , schienen bekannt, aber hinterliessen keinen Eindruck. Das Charakteristische einiger Stücke trat jedoch nach wiederholtem Hören zutage...

Ich glaube, das trifft es eher (?)

mfg aus Wien
ALfred

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scriabin007

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44

Samstag, 21. Mai 2011, 18:32

Hallo,

ich muss gestehen dass ich erst jetzt nach fast 20 JAhren Klavier-Musik hören und genießen auf "Clementi" Sonaten stoße! Ich bin erstaunt, dass ich diese Vielzahl an verschiedene Sonaten erst jetzt entdecke. Clementi ist mir leider nur im Zusammenhang mit seinen unsterblichen Sonatienen aus meinen Klavierunterricht in Erinnerung!

Ich liebe Mozart, Haydn und Beethoven Sonaten! Und ich sehe nicht ein warum nicht auch die eine oder andere Clementi Sonate mit ins Repertoir aufgenommen wird. Sicherlich einen ganzen CLementi Sonaten Abend sehe ich als "Problem" an. Aber in einem gemischten Klavierarbend wäre er klassen unterzubringen.

Weiter oben ist von einigen Schreiben erwähnt worden, dass die Sonaten sich nicht für den großen Konzertsaal eigen. Das sehe ich nicht so. Es gibt unter den fast 100 Sonaten von Clementi wahre "Schlacht"-Rösser (Z.B. op. 25 No1 oder op. 50); sie sind brilliant und "pianistisch" gesetzt. CLemeti schöpft den Tonumfang der damaligen Pianoforte Instrumente voll aus...mehr als es Mozart in seinen Sonaten macht!

Ein schönes Erlebnis hatte ich vor Jahren als Pietro Da Maria seinen Klavierabend mit einer Clementi Sonate (möglich dass es die fis-moll Sonate op. 25 war) begann und dann mit Beetovens f-moll op. 2 weiter machte. Das war ein schöner Einstieg! ;)

VG

NIko

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45

Freitag, 3. Juni 2011, 10:53

Gesamtaufnahmen der Clementi Klavierwerke


Das Label Arts hat auf 18 CD eine Gesamtaufnahme herausgebracht, welche die zwischen 1981 bis 1993 entstandenen Aufnahmen von Pietro Spada, (vierhändig zu spielende Werke mit George Darden) vereinigt. Der italienische Pianist hat sich 12 Jahre Zeit genommen, die Werke auf einem modernen Flügel einzuspielen. Bei einem der Tamino-Werbepartnerist die BOX exclusiv zu einem erschwinglichen Preis erhältlich. Clementi-Liebhaber kommen auf ihre Kosten.


Bei Brilliant ist eine Gesamteinspielung verteilt auf 5 Boxen zu 3 CD auf dem Hammerklavier gespielt erhältlich. Costantino Mastroprimiano ist der Pianist. Die vierhändigen Werke fehlen in diesem Projekt.


Howard Shelley ist daran die Clementi Sonaten auf einem modernen Flügel beim Label Hyperion einzuspielen. Er ist bei der sechsten Box (mit je 2 CD) angelangt.


Das Label Naxos will Clementi in seinem Katalog in einer Gesamtaufnahme berücksichtigen. Susan Alexander-Max spielt auf dem Fortepiano Clementi-Sonaten ein. Sie hat bisher auf drei CDs Klaviersonaten interpretiert.

Bei der Fülle an Einspielungen verwundert es mich, dass man Clemnti nicht mehr in Konzertprogramm begegnet.
.
Um ein guter Zuhörer zu sein, muss man eine musikalische Kultur erwerben...man muss vertraut sein mit der Geschichte und Entwicklung der Musik, man muss zuhören...Um die Musik zu empfangen, muss man seine Ohren öffnen und auf die Musik warten, man muss glauben, dass man sie braucht...Zuhören ist anstrengend, und blosses Hören ist keine Leistung. Auch eine Ente kann hören.
Igor Strawinsky

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Alfred_Schmidt

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46

Mittwoch, 8. Juni 2011, 01:55

Vielen Dank an Moderato für die Erwähnung aller dieser wunderbaren Aufnahmeprojekte. Jedes davon ist auf seine Weise faszinierend. Ists Zufall oder Absicht ? Beinahe jede der hier gelisteten Einspielungen klingt anders - schon allein durch die Auswahl des verwendeten Instruments. Wenn wir Bezug auf die im Titel enthaltene Frage nehmen, ob denn Clementi heutzutage zu wenig gewürdigt wird - dann kann man die Frage zumindest in Bezug auf Tonaufnahmen eindeutig mit "NEIN" beantworten.

mfg aus Wien

Alfred

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47

Samstag, 16. August 2014, 13:53


Der Pianist Olivier Cavé hat für sein Programm der Klaviersonaten Muzio Clementis (1752-1832) ausschliesslich solche in Molltonarten ausgewählt. Der Ausdruck ist leidenschaftlich und entbehrt nicht einer gewissen Dramatik, so wie es in der Produktinformation beschrieben ist.

Klaviersonaten op. 13 Nr. 6, op. 25 Nr. 5, op. 40 Nr. 2, op. 50 Nr. 3



In den nächsten Tagen wird eine andere Auswahl der Klaviersonaten erscheinen, die Piotr Kepinski getroffen hat.

Klaviersonaten op. 10 Nr. 1, op. 24 Nr. 2 & op. 25 Nr. 5; Monferrinas op. 49 Nr. 3 & 12; The Sprig of Shillelah; La chasse op. 16; Exercise Nr. 83 aus "Gradus ad Parnassum" op. 44; Prelude 1 alla Clementi aus op. 19



Ein Kuriosum ist diese CD. Die Besetzung mit Flöte, Claviorganum und Cello ist wohl selten im Konzert zu hören.

Sonaten für Flöte & Claviorganum op. 2, 3 & op. 31; Triosonaten für Flöte, Cello & Claviorganum op. 21 Nr. 1 & 2; op. 22, 1

Claudio Brizi (Claviorganum), Naotaka Nishida (Flöte), Francesco Pepicelli (Cello)



Bisher wurden in diesem Thread Solo-Klavierwerke erwähnt. Es sind uns wenige Sinfonien Clementis überliefert. Beim Label Naxos kümmert man sich um Werke mit Orchester mit dieser CD: Das Klavierkonzert in C-Dur op. 33 und die beiden Sinfonien op. 18 sind auf dieser CD vereinigt.

Bruno Canino sitzt am Piano. Seine Mitmusiker sind das Orchestra Sinfonica di Roma sowie Francesco La Vecchia am Dirigentenpult.

Bisher sind noch zwei andere Scheiben mit Sinfonien Muzio Clementis bei diesem Label erschienen, welche die äusserst bescheidene Discographie sinfonischer Werke dieses Komponisten bereichern:



Eine ältere Doppel-CD der Sinfonien ist noch erhältlich (allerdings ohne op. 18, die auf der Naxos CD enthalten ist). Hier sind Claudio Scimone und das Philharmonia Orchestra die Interpreten.


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Um ein guter Zuhörer zu sein, muss man eine musikalische Kultur erwerben...man muss vertraut sein mit der Geschichte und Entwicklung der Musik, man muss zuhören...Um die Musik zu empfangen, muss man seine Ohren öffnen und auf die Musik warten, man muss glauben, dass man sie braucht...Zuhören ist anstrengend, und blosses Hören ist keine Leistung. Auch eine Ente kann hören.
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