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operus

Ehrenpäsident und Außenminister

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Beiträge: 5 372

Registrierungsdatum: 14. Mai 2008

31

Montag, 9. Oktober 2017, 20:16

Herr Holecek hat abgesagt?
Lieber Stimmenliebaber,

"Niemals sollst Du mich befragen." Erstens kannst Du zwischen den Zeilen lesen, zweitens bist Du so tief im Theaterbetrieb involviert, dass Du gleich die richtigen Schlüsse ziehst. Es ist so. Wir haben Ersatz gefunden, der m. E. kein Ersatz sondern ein Gewinn ist. Bitte akzeptiere, wenn ich beim Namen noch etwas mauere, denn es ist in der Presse und Öffentlichkeit noch nicht bekanngegeben. Wir möchten Spekulationen und Diskussionen so weit wie möglich vermeiden. Wobei glücklicher Weise beide Konzerte nahezu ausverkauft sind

Herzlichst
Operus
Umfassende Information - gebündelte Erfahrung - lebendige Diskussion- die ganze Welt der klassischen Musik - das ist Tamino!

Stimmenliebhaber

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Beiträge: 8 023

Registrierungsdatum: 3. Dezember 2012

32

Montag, 9. Oktober 2017, 22:14

Lieber "Operus",

auf alle Fälle wünsche ich dir und euch Toi toi toi! :hello:
Beste Grüße vom "Stimmenliebhaber"

Inhalten aller Art in Beiträgen anderer in diesem Forum stimme ich hier ausdrücklich nur dann zu, wenn ich ihnen in Antwortbeiträgen ausdrücklich zustimme! ;)

operus

Ehrenpäsident und Außenminister

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Beiträge: 5 372

Registrierungsdatum: 14. Mai 2008

33

Samstag, 8. September 2018, 11:02

Außergewöhnlich!

Außergewöhnlich ist an der zweiten Lied CD, die der Bassist Günther Groissböck nach seiner viel beachteten "Winterreise" wiederum mit dem Pianisten Gerold Huber bei DECCA eingespielt hat, bereits der Titel, denn dieser heißt Herz-Tod. Dabei handelt es sich laut Erklärung im Booklet-Text bei dem mit Bindestrich geschriebenen Herz-Tod um ein geschaffenes, nicht real existierendes Kunstwort. Das mag aus dem offizilellen Logo nicht sofort hervorgehen, aber beim weiteren Eintauchen in die Herz-Tod - Welt sollte es sich dem Hörer bald klar erschließen. Aussergewöhnlich empfinde ich auch die Programmzusammenstellung mit: Brahms "Vier Ernste Gesänge", Wagner "Wesendonck-Lieder", Wolf "Michelangelo Lieder und Mahler "Rückert Lieder". Die Bezeichnung Außergewöhnlich trifft sicherlich am meisten auf die Tatsache zu, dass ein Bassist, sich - wahrscheinlich erstmalig - an die "Wesendonck-Lieder heranwagt, die ja expilizit für eine Frauenstimme geschrieben wurden. Der Sänger bekennt: "Mich hat die Klangsprache der "Wesendonck-Lieder" immer schon fasziniert, da sie dem "Tristan" an vielen Stellen so nahe stehen. Außerdem habe ich im Text keine verbindliche Geschlechtszugehörigkeint entdeckt, sodass ich mir einfach gedacht habe: Warum denn nicht mal diese "gender-neutralen" Lieder als Mann singen, weil es ja auch Titel wie "Schmerzen" oder "Stehe still" gibt, zu denen etwas draufgängerisches Testeroson sehr gut passt"


Die vier Liedzyklen eint die thematische Klammer von Liebe, Tod, Vergänglichkeit und Zerbrechlichkeit im emotionalen Sinn. Günther Groissböck kann in den Liedern durch seine Außergewöhnlichen stimmlichen, sängerischen und gestalterischen Stärken voll überzeugen, dies sind die edel klingende, warme Stimme, das ausgezeichnete Legato, die fließend strömenden Bögen und die Fähigkeit der Beherrschung der ganzen Gefühlsskala von zartem lyrischen Ausdruck bis hin zum urgewaltigen kraftvollen Volumen. Wobei die Stimme besonders in den tiefen Lagen noch an Klangkraft gewonnen hat. Bei den meisten Sängern höherer Stimmlage werden die exponierten tiefen Töne oft nur gehaucht, bei Günther Groissböck aber haben sie Fundament und den vollen Klang, der den echten Bass auszeichnet. Vorbildlich auch das Zusammenwirken mit dem kongenialen Gerold Huber am Flügel. Die beiden Künstler schaffen in idealer Partnerschaft einen nahezu vollkommenden Dialog durch den die Geschlossenheit dieser Liedaufnahmen erst ermöglicht wird. Besonders beeindruckend ist, dass der Sänger sich durchweg sängerisch anpasst und niemals der Gefahr unterliegt, sich stimmlich in den Vordergund zu drängen, oder allein um der Wirkung willen puren Schönklang zu produzieren. Auch unter Repertoiregesichtspunkten sind diese die Bassgrenzen überschreitenden Liedaufnahmen eine erfreuliche Bereicherung.


Für mich das Außergewöhnlichste ist jedoch das künstlerische Glaubensbekenntnis, das Günter Groissböck im Interview mit Iris Steiner mit beeindruckender Ernsthaftigkeit und philosophischem Tiefgang im Booklet formuliert hat. Ich habe ja das Glück, dass ich Günther Groissböck seit seinen Anfängen kenne, seine Karriere begleiten konnte und sogar mit ihm gemeinsam anlässlich des 100. Geburtstags von Gottlob Frick das für mich unvergessliche Konzert "Bassimo" konzpieren und durchführen durfte. Dabei erlebten meine Frau und ich immer den sympathischen, gewinnenden jugendlich wirkenden Strahlemann, der ein fast unwiderstehlich wirkender "Herzensdieb" ist. Es mir bitte gestattet, nun bitte ganz persönlich zu formulieren: Lieber Günther, Ingrid und ich fragen uns mit Erstaunen, warum wir diese andere so wertvolle Seite Deiner Persönlichkeit bisher nicht nicht erkannten. Du hast diese in dem Interview hervorragend dargestellt und unser Groißböck-Bild enorm erweitert und bereichert. Es ist Dir gelungen eine Saite in unserem Inneren anzuschlagen, die nachklingt. Wir danken Dir , lieber Günther.


Herzlichst

Deine

Ingrid und Hans, der für alle Taminofreunde Operus ist..

Lied CD Herz-Tod Günther Groissböck, Bass -Gerold Huber, Piano - DECCA 481 6957


Für alle Groißböck-Freunde zur Information und langfristigen Planung: Es ist uns gelungen, für das Festkonzert zum 25-jährigen Bestehen der Gottlob Frick Gesellschaft am 26. September 2020 Günther Groissböck als Solisten zu gewinnen.
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Fiesco

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Beiträge: 833

Registrierungsdatum: 30. August 2017

34

Samstag, 8. September 2018, 11:43

Ob ich mir die CD zulegen werde steht noch in den Sternen, eildiweil ich den Mahler und den Strauss nicht so liebe mit Klavierbegleitung! ;)



LG Fiesco
Il divino Claudio
"Wer vermag die Tränen zurückzuhalten, wenn er den berechtigten Klagegesang der unglückseligen Arianna hört? Welche Freude empfindet er nicht beim Gesang seiner Madrigale und seiner Scherzi? Gelangt nicht zu einer wahren Andacht, wer seine geistlichen Kompositionen anhört? … Sagt nur, und glaubt es, Ihr Herren, dass sich Apollo und alle Musen vereinen, um Claudios vortreffliche Erfindungsgabe zu erhöhen." (Matteo Caberloti, 1643)