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Harald Kral

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1

Dienstag, 16. Februar 2010, 20:58

Experience is a dirty word - über den GMD der Deutschen Oper Berlin, DONALD C. RUNNICLES

Im Gegensatz zu den vielen Senkrechtstartern wie Gustavo Dudamel hat Donald C. Runnicles eine eher langsame Karriere gemacht. Erfahrung gilt heute bei vielen als Schimpfwort! Das hält er für einen groben Fehler!



Donald C. Runnicles, schottischer Dirigent, * 16.11.1954 Edinburgh.
Er studierte in Edinburgh, am St. John's College in Cambridge sowie 1977 am London Opera Centre. 1980 begann er als Ballett- und Opernrepetitor, dann Assistent des Generalmusikdirektors in Mannheim.
Runnicles war 1987 Erster Kapellmeister in Hannover, ab 1989 GMD in Freiburg. Ab 1981 Assistent James Levines in Bayreuth. Gab 1988 sein Debüt an der New Yorker Metropolitan Opera (Lulu), 1990 in San Francisco (Ring), im folgenden Jahr in Glyndebourne (Don Giovanni).

Seit August 2009 arbeitet der Schotte als Generalmusikdirektor der Oper an der Berliner Bismarckstraße. Ob er dort mit dem neuen, als Bilderstürmer bekannten Dietmar Schwarz als Intendanten besonders glücklich werden wird, bleibt noch abzuwarten.

Meine erste Opern-Gesamtaufnahme mit ihm war eher märchenhaft; die gibt es jetzt zum kleinen Preis als Wiederauflage:



Lange davor habe ich in live erleben können, allerdings war er da noch völlig unbekannt, arbeitete als Repetitor und durfte ab und zu mal abends als Dirigent einspringen, allerdings nur bei Ballettabenden. Den Namen habe ich mir damals - vor 30 Jahren, allerdings schon gemerkt.

Er hat übrigens auch seine eigene Website.

LG

:hello:
Harald

Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
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Engelbert

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2

Dienstag, 16. Februar 2010, 23:58

RE: Donald Runnicles in San Francisco

Hallo Harald,

Ein Schönes Bild hast Du von Donald Runnicals entdeckt - wie er leibt und lebt. Zu Deinen umfassenden Ausführungen möchte ich noch nachtragen, dass er in den mittleren 1990er Jahren in St. Francisco stark engagiert war. In diese Zeit fällt auch die Uraufführung der 'Gefährlichen Liebschaften -The Dangerous Liaisons' von Conrad Susa.

Selbst besitze ich von ihm seine Teldec-Einspielung von Glucks "Orphée et Eurydice" mit der vielbeschäftigten Jennifer Larmore und der unverwüstlichen Dawn Upshaw. Aufgenommen wurde das Werk 1995 an der Oper von San Francisco. Bei JPC ist die Teldec-Einspielung bereits vergriffen, über den USA-Import aber noch zu haben.

Das Textheftchen enthält das Libretto der Berlioz-Version zusätzlich in deutscher Sprache. Vielleicht kann ein Forianer das ansprechende Cover-Bildchen noch einfügen.

Danke
:angel:
Engelbert

Harald Kral

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3

Donnerstag, 18. Februar 2010, 14:48

RE: Donald Runnicles in San Francisco

Hallo Engelbert,

mein Eröffnungsbeitrag ist bewußt unvollständig gehalten, ich wollte nur den Anfang machen für - hoffentlich - eine ganze Anzahl von Postings zu Donald Runnicles, dessen Job in Berlin ja gerade erst vor ein paar Monaten in Berlin begonnen hat - da gibt es sicher noch viel zu berichten.

Hier erst mal das Bildchen zu Deinem Beitrag:

Orphée et Eurydice
Aufnahme: Mai 1995, Studio
Dirigent: Donald Runnicles
Orchestra of the San Francisco Opera
Chorus of the San Francisco Opera
Chorleitung: Ian Robertson
( Fassung von H. Berlioz)
Label: Teldec CD: 4509 98418 2 (2 CD)

Amore (L'Amour): Alison Hagley
Euridice: Dawn Upshaw
Orfeo (Orphée): Jennifer Larmore

++++++++++++++++++++++

Für Leute, die die Leistungsfähigkeit ihrer Lautsprecherboxen testen oder es mal so richtig krachen lassen wollen, denen sei diese SACD empfohlen:


Orff: Carmina Burana [Hybrid SACD]
Aufnahme: April/Mai 2000, Studio
Spieldauer: 60'
Dirigent: Donald Runnicles
Atlanta Symphony Orchestra
Atlanta Symphony Chorus
Label: Telarc

Bariton-Solo: Earle Patriarco
Sopran-Solo: Hei-Kyung Hong
Tenor-Solo: Stanford Olsen


Weitere CD-Tipps folgen!

LG

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Harald

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Harald Kral

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4

Sonntag, 21. März 2010, 17:40

Für Belcanto-Fans

Bellinis Shakespeare-Vertonung des Romeo & Julia-Sujets hat seinerzeit Runnicles sehr am Herzen gelegen. Viel Sorgfalt wurde für diese Aufnahme verwendet:



Vincenzo Bellini (1801-1835)
I Capuleti e I Montecchi

Künstler: Larmore, Hong, Groves, Aceto, Lloyd,
Scottish Chamber Orchestra,
Dirigent: Donald Runnicles
Label: Teldec , DDD, 98

Als die Box vor 10 Jahren erschienen, war sie natürlich im Hochpreis-Segment angesiedelt.

Umso erfreulicher ist es heute für Leute mit schmalerem Budget, dass Warner davon jetzt eine preiswerte Version herausgebracht hat:



gleiche Aufnahme, nur etwas abgespeckte Ausstattung, und statt über 30,-- jetzt unter 10,--- €!

LG

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Harald

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Harald Kral

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5

Samstag, 10. April 2010, 21:40

Tristan und Isolde in London

Eigentlich hatte ich gehofft, dass einer der Taminos, der mehr von Wagner versteht als ich, diese Aufnahme hier vorstellt:



Richard Wagner (1813-1883)
Tristan und Isolde


Aufnahme: 12.12.2002 (Akt 1),
5., 19.2.2003 (Akt 2 und 3),
live, konz., London, Barbican Hall
Dirigent: Donald Runnicles
BBC Symphony Orchestra
Apollo Voices
Chorleitung: Stephen Betteridge

Brangäne: Dagmar Pecková
Ein Hirt: Eugene Ginty
Ein junger Seemann: Mark Le Brocq
Ein Steuermann: Jonathan Lemalu
Isolde: Christine Brewer
König Marke: Peter Rose
Kurwenal: Boaz Daniel
Melot: Jared Holt
Tristan: John Treleaven

Zitat

Die Plattenfirma hieß damals Eastwest Records (heute Warner), und sie verbündete sich für diese Produktion mit der BBC. Das Ergebnis kann sich hörenlassen, sowohl was die Technik betrifft als auch die sängerischen Leistungen; und nicht zu vergessen das Orchester unter dem Dirigenten Donald Runnicles!
Sein Tristan steht auf einem mächtigen Bassfundament, die seltenen Orchesterentladungen kommen wuchtig, kraftvoll, aber nie schneidend. Runnicles versteht sein Handwerk, die Balance zwischen Orchester und Singstimmen ist hervorragend - ein Lob auch an die Techniker.


LG

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Harald

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6

Freitag, 30. September 2011, 17:05

Runnicles verlängert Vertrag in Schottland

Zitat

Der Dirigent Donald Runnicles, der GMD der Deutschen Oper Berlin, verlängert seinen Vertrag als Chefdirigent mit dem BBC Scottish Symphony Orchestra bis 2015. Er ist seit 2009 in dem Amt.

Der 1954 in Edinburgh geborene Runnicles wurde 1989 Generalmusikdirektor in Freiburg. 1991 gab er sein Debut bei den Festspielen in Glyndbourne, wo er die Jubiläumsproduktion von Don Giovanni zu Mozarts 200. Todestag leitete.

Seit 1992 ist er regelmässig beim Edinburgh Festival zu Gast, wo er 1994 mit Mahlers 8. Symphonie das Festival eröffnete. Er war von 1992 bis 2009 Music Director der San Francisco Opera und ist seit August 2009 Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin. (cf)

LG

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Harald

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7

Samstag, 19. Mai 2012, 08:46

Runnicles verlängert seinen Vertrag als Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin

Pressemitteilung
Berlin, den 18.05.2012


Zitat

Donald Runnicles wird seinen Vertrag als Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin vorzeitig bis 2018 verlängern.

Der Stiftungsrat der Stiftung Oper in Berlin stimmte einem entsprechenden Vorschlag des Regierenden Bürgermeisters, Klaus Wowereit, als Vorsitzender des Stiftungsrates zu.

Klaus Wowereit: „Ich freue mich sehr, dass wir Donald Runnicles auch für die kommenden Jahre an Berlin binden konnten. Seit seinem Amtsantritt 2009 hat er maßgeblich dazu beigetragen, dass die Deutsche Oper Berlin wieder eines der führenden Opernhäuser Europas ist.“

Donald Runnicles: „Ich bin sehr glücklich, dass diese Vertragsverlängerung dem Orchester und mir die Möglichkeit gibt, unseren erfolgreichen gemeinsamen Weg fortzusetzen und Berlin weiterhin große, glanzvolle Opernabende zu bieten.“

Senatskanzlei des Landes Berlin

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Harald

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mucaxel

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8

Sonntag, 27. Mai 2012, 21:17

Letzte Spielzeit hörte und sah ich an der Deutschen Oper Berlin den Ring da fand ich ihn nur Mittelklssse!
Der Lohengrin in dieser Spielzeit war dagegen ein Erlebnis mit Runnicles.
Für Berlin offensichtlich doch eine gute Wahl!

:)
mucaxel

Joseph II.

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9

Samstag, 5. Januar 2013, 21:12

Bewusst habe ich von Runnicles bis vor kurzem gar nichts gehört. Jetzt gibt es die Mitschnitte des kompletten Rings aus San Francisco (bei Operalia). Sängerisch sicher nicht TOP-Klasse, aber das Dirigat ist wirklich gelungen. Orchestral eine sehr positive Überraschung für mich.
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

rodolfo39

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10

Samstag, 5. Januar 2013, 21:43

Hab mir den Ring aus San Francisco auf Todopera runtergeladen. Gefällt mir sehr. Runnicles scheint auch nicht zu der Sorte "Reisedirigenten" zu gehören die mehr auswärts als in dem Opernhaus dirigieren, wo sie als GMD beschäftigt sind. Schade das er nicht bei der Rheinoper ist.

Harald Kral

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11

Samstag, 5. Januar 2013, 21:52

Schade das er nicht bei der Rheinoper ist

Hat aber schon bei uns dirigiert - vor ca. 30 Jahren. Ich glaube mich an einen Ballettabend erinnern zu können, bei dem er die Düsys geleitet hat, da war er noch ganz am Anfang seiner Karriere.
Seine Einspielung von "Hänsel und Gretel" wurde übrigens letzte Woche im WDR gesendet - als Referenzaufnahme der Oper - für das Weihnachtsfest.

Zitat

Unter den zahlreichen Einspielungen dieses Meisterwerks gehört die 1994 entstandene Aufnahme mit einem ausgezeichneten Gesangsensemble und dem souveränen Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Donald Runnicles zu jenen Produktionen, die kind-kompatibel nicht mit kindlich oder gar kindisch verwechseln; weder instrumental noch vokal wird hier ein übertriebener Märchenton angeschlagen.

Peter, Besenbinder: Bernd Weikl
Gertrud, sein Weib: Hildegard Behrens
Hänsel: Jennifer Larmore
Gretel: Ruth Ziesak
Knusperhexe: Hanna Schwarz
Sandmännchen: Rosemary Joshua
Taumännchen: Christine Schäfer
Tölzer Knabenchor

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Leitung: Donald Runnicles
(Quelle: WDR3)

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Harald

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Sven Godenrath

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Sonntag, 6. Januar 2013, 14:09

Es gibt zu diesem Trsitan auch noch den "original Rundfunkmitschnitt" mit einem kleinen Aussetzer im Mild und leise.
Ich habe das Gefühl Frau Brewer, klang an diesem Abend besser als in der allgemein einfacher zugängliche Fassung, die bei Warner erschien.
Auch wenn die 4 letzter Lieder ein wenig unter der nicht ganz sicheren deutschen Artikulation von Frau Brewer leiden, vom Dirigat und auch der gesanglichen Interpretation, ich liebe ihre opulente Stimme und den Orchestersound von Donald C. Runnicles, sollte man diese Aufnahme gehört haben.
Ich fand es daher sehr bedauerlich, was ich ihm auch persönlich geschrieben habe (in meiner einmaligen charmanten Art und Weise, nein ich war hier wirklich mal nett), dass Jürgen Kesting im Fono Forum diese Aufnahme sowie vier andere bedeutende Werkinterpretinnen ( Zylis Gara, Stich Randall, Kenney, Meyer Topsoe ) unerwähnt ließ.