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Joseph II.

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1

Donnerstag, 4. März 2010, 13:59

Das Philadelphia Orchestra in Referenzaufnahmen

Als vorletztes der US-amerikanischen "Big Five" wird heute das 1900 gegründete Philadelphia Orchestra vorgestellt.

Ich verweise an dieser Stelle auf bereits bestehende Threads:

Das New York Philharmonic in Referenzaufnahmen
Das Boston Symphony Orchestra in Referenzaufnahmen
Das Chicago Symphony Orchestra in Referenzaufnahmen

Musikdirektoren:

Fritz Scheel [1900–1907]
Karl Pohlig [1908–1912]
Leopold Stokowski [1912–1938]
Eugene Ormandy [1936/38–1980]
Riccardo Muti [1980–1992]
Wolfgang Sawallisch [1993–2003]
Christoph Eschenbach [2003–2008]
Charles Dutoit [Chefdirigent, seit 2008]

Die maßgeblichste Figur an der Spitze des Orchesters dürfte ohne Frage Ormandy gewesen sein, der dem Philadelphia Orchestra über 40 Jahre vorstand.

Da ich selber kaum eine Aufnahme mit dem PO in meinem Bestand habe, überlasse ich anderen den Vortritt bei der Nominierung referenzträchtiger Aufnahmen. ;)
"Auflehnung ist das heiligste aller Rechte und die notwendigste aller Pflichten." – Gilbert du Motier, Marquis de La Fayette

Theophilus

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2

Donnerstag, 4. März 2010, 15:51

Schon erstaunlich! Welches Orchester kann sich rühmen, für einen Zeitraum von 68 Jahren nur zwei Chefdirigenten "verbraucht" zu haben.

:hello:

Ciao

Von Herzen - Möge es wieder - Zu Herzen gehn!

Bernward Gerlach

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3

Donnerstag, 4. März 2010, 17:44

Das Philadelphia Orchestra in Referenzaufnahmen

Hallo,

hervorragende Aufnahmen:

Muti, Beethoven Sinfonien 1 - 9
Sawallisch, Bruckner Sinfonie Nr. 4
Muti, Berlioz Sinfonie fantastique
Beethoven Klavierkonzerte mit Fleischer und Szcell.

Grüße aus Burgdorf

"Nicht weinen, dass es vorüber ist
sondern lächeln, dass es gewesen ist"
Waldemar Kmentt (1929-2015)


teleton

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4

Freitag, 5. März 2010, 09:02

RE: Das Philadelphia Orchestra in Referenzaufnahmen

Hallo Gerlach,

Zitat

Beethoven Klavierkonzerte mit Fleischer und Szell.


die sind mit dem Cleveland Orchestra (Szells Orchester) aufgemommen.

;) Es soll hier um Referenzaufnahmen gehen, da sehe ich Muti mit Beethoven allerdings überhaupt nicht !

---------------------------------------------------------------------

Referenzwürdige Aufnahmen fallen mir mit Ormandy / Philadelphia Orchestra gleich mehrere ein.

:angel: Absolut herausragend ist die Aufnahme der
Saint-Saens: Sinfonie Nr.3 Orgelsinfonie mit Virgil Vox (RCA, 1974, ADD).

Dazu habe ich in Kürze ohnehin noch etwas zu berichten, denn ich besitze seit gestern Ormandy´s Aufnahme mit Michael Murry (Telarc).
Die ist allerdings kein Kandidat für diesen Referenz-Thread !
Gruß aus Bonn, Wolfgang

Frank Georg Bechyna

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5

Freitag, 5. März 2010, 15:52

Das Philadelphia Orchestra in Referenzaufnahmen

Bei allen Meinungsverschiedenheiten hier über RICCARDO MUTIS

Beethoven - Interpretationen , von denen mir die Symphonien

Nrn. 1 , 4, 6 und 8 s e h r gefallenm und die 7te doch einen

herrlichen , eben typischen "Philadelphia - Sound" hat , möchte ich

auf die GA der B R A H M S - Symphonien ( Philips ) hinweisen !

Herausragend das Klavierkonzert Nr. 1 d - Moll mit Alexis Weissenberg

(EMI ) , das selbst in der britischen , traditionell Weissenberg - skep-

tischen Fachpresse als überragende , geschlossenste Aufnahme

besprochen worden ist .

( Weissenberg / Muti / Philadelphia Orchestra ) haben das B - Dur -

Klavierkonzert von Johannes Brahms unter anderem mehrffach

öffentlich gespieklt ( so in der Carnegie Hall in New York, 1982 ) .

Leider ist es nie veröffentlicht worden . Es gibt nur einen Radio-

mitschnitt aus New York .

Viele Grüsse,


Frank
Frank Georg Bechyna
Musik & Medizin

Agon

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6

Freitag, 5. März 2010, 23:23

Also, bei aller Wertschätzung für Riccardo Muti, aber seinen Beethoven-Zyklus mit diesem Orchester kann ich beim besten Willen nicht als "Referenz" bezeichnen. Ich fand ihn furchtbar schwerfällig, auf der Stelle tretend, nicht in Fahrt kommend. Er badet im Klang - und das geht mit dem Philadelphia Orchestra ganz wunderbar - nur hat es mit Beethoven rein gar nichts zu tun.

Ein Live-Erlebnis mit Ihm und dem Scala-Orchester in Italien mit Beethovens Neunter bestätigte diesen Eindruck: Big Sound, aber langweilig, es passiert einfach nichts, es berührt nicht, es reißt nicht mit, man wird im Klang ertränkt.

Wenn schon Muti und Philadelphia, dann sicherlich diese wahre Referenzaufnahme:


Stravinsky: Le Sacre du Printemps
Mussorgsky/Ravel: Bilder einer Ausstellung
EMI

Beide Werke in brutal-dramatischer Interpretation. Klanglich fantastisch.


Agon
Es gibt kein richtiges Leben im falschen. (Theodor W. Adorno)

allegro_assai

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7

Samstag, 6. März 2010, 09:58

Phillies mit Ormandy

Keine Referenzaufnahme, auch nicht HIP, aber doch unique mit
seinem Sound, eine Aufnahme mit hohem Nostalgiewert von
CBS in 1972 eingespielt:

Eugene Ormandy/Philadelphia Orchestra: Händel - Wassermusik

teleton

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8

Samstag, 6. März 2010, 11:19

Leopold Stokowsky und Eugene Ormandy haben einen großen Anteil daran, das es mit dem Philadelphia Orchestra so manche Referenzaufnahme gibt.

David Oistrach und Mstislav Rostropowitsch waren 1960 und 1974 in Philadelphia und haben referenzwürdiges mit Ormandy aufgenommen:

Im Falle von Rostropowitsch sogar eine dankbare Angelegenheit, da die Aufnahmetechnik im russischen Heimtlande noch sehr historisch und MONO war. Hier bei CBS in gutem (natürlich nicht rauschfreiem) Stereo.

Tschaikowsky und Sibelius - Violinkonzerte


CBS, 1974, ADD


Schostakowitsch - Cellokonzert Nr.1


CBS, 1960, ADD
Gruß aus Bonn, Wolfgang

novecento

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9

Sonntag, 7. März 2010, 13:07

RE: Das Philadelphia Orchestra in Referenzaufnahmen

Zitat

Original von Frank Georg Bechyna


Herausragend das Klavierkonzert Nr. 1 d - Moll mit Alexis Weissenberg

(EMI ) , das selbst in der britischen , traditionell Weissenberg - skep-

tischen Fachpresse als überragende , geschlossenste Aufnahme

besprochen worden ist .








Wie unterschiedlich doch Beurteilungen sein können...

Ich habe diese CD wegen der Symphonischen Variationen unter Karajan gekauft und ware dann ziemlich enttäuscht von der 'Dreingabe', der Interpretation eines meiner Lieblingswerke unter Muti.
Ich fand es völlig belanglos und langweilig, freilich nicht schlecht, ja, auch in sich geschlossen, aber eben nicht begeisternd, dabei gibt es von diesem Konzert einfach so viele wesentlich bessere Interpretationen, um mit Böhm/Pollini, Szell/Serkin oder Fricsay/Hansen nur drei meiner Favoriten zu nennen.
'Architektur ist gefrorene Musik'
(Arthur Schopenhauer)

Wolfram

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10

Sonntag, 7. März 2010, 19:27

Hier sind die Klavierkonzerte Rachmaninows mit dem Komponisten am Flügel zu nennen:



Es gibt auch eine GA der Rachmaninow-Sinfonien unter Ormany mit dem Philadelphia Orchestra. Die wird im Penguin Guide sehr empfohlen (**** + Rosette + Schlüssel), mir gefällt die GA mit Ashkenazy deutlich besser.

Eher ein Exot ist die Sinfonie Fis-Dur von Korngold, mit Franz Welser-Möst am Pult des Philadelphia Orchestra. Referenz aus Mangel an Alternativen oder mehr als das ... ?

Viele Grüße, Wolfram

Norbert

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11

Sonntag, 7. März 2010, 21:25

Zu den sehr empfehlenswerten Aufnahmen zählt für mich Mutis Interpretation von Liszts "Eine Faust-Sinfonie":



Begründung siehe Franz Liszt: Die Sinfonischen Dichtungen und Sinfonien -Thread
Grüße aus der Nähe von Hamburg

Norbert

Tradition ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche.
Gustav Mahler

teleton

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12

Montag, 8. März 2010, 11:14

Rishard Strauss: Burleske d-moll

Bei meinem Poisting Referenzen des Cleveland Orchetras ist mir soeben eine weitere Refgenzaufnahme aufgefallen, die ich unbedingt erwähnen möchte, auch wenn das Werk nur 20Minuten dauert.
Es ist die legändere Aufnahme der Burleske d-moll von Richard Strauss.
Es gibt einige gute Aufnahmen, aber die Serkin/Ormandy-Aufnahme ist bis heute unerreicht geblieben:


SONY, 1966, ADD
Gruß aus Bonn, Wolfgang

teleton

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13

Montag, 8. März 2010, 11:26

RE: Korngold Sinfonie fis-Dur op.40

Zitat

Referenz aus Mangel an Alternativen oder mehr als das ... ?


Hallo Wolfram,

ich habe von Korngold Sinfonie fis-Dur auch die cpo-Aufnahme mit Werner Andreas Albert.
Welser Möst´s Philadelphia-Aufnahme scheint mir dagegen wie eine "Referenz der neuen Welt". Diese Aufnahme ist weit überlegen und zeigt die interessanten Facetten der Korngold - Sinfonie erst richtig auf.

Ich habe die EMI-Aufnahme als Einzel-CD (leider mit für mich uninteressanter Kopplung):

EMI, 1995, DDD

Die EMI-2CD-Box von Dir wäre mir lieber gewesen.
Gruß aus Bonn, Wolfgang

Joseph II.

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14

Sonntag, 28. Oktober 2012, 19:12

Der legendäre "Philadelphia Sound"

Den findet man am besten mit dem langjährigen Chefdirigenten Eugene Ormandy:



Sibelius: Symphonien Nr. 2 & 7 (1957 & 1960)



Sibelius: Symphonie Nr. 4 (1978)



Sibelius: Symphonien Nr. 1 & 5 (1978 & 1975)



Beethoven: Symphonien Nr. 1—9 (1961—1966)
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teleton

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15

Montag, 29. Oktober 2012, 15:53

Referenzen beim Philadelphia Orchestra mit Eugene Ormandy

Eine ganze Reihe referenzwürdiges findet sich in der abgebildeten 12D-Box Ormandy conducts 20th Century Classics:

=
SONY, 1957 - 1979, ADD

In dieser Box findet sich keine Aufnahme, an der man entscheidend negative Punkte anmerken könnte.

Herausragende Aufnahmen sind
Ravel: Rhapsody espagnole und Rimsky-Korsakow: Capriccio espagnole
de Falla: Nächte in spanischen Gärten (mit Rubinstein)
Rachmaninoff: Paganini-Rh (mit Van Cliburn)
Schostakowitsch: Cellokonzert Nr.1 (mit Yoyo Ma)
Enescu: Rumänische Rh Nr.1
Copland: Apalachian Spring
Barber: Adagio
Alfven: Schwedische Rh Nr.1
Hindemith: Mathis der Maler
Ives: Sinfone Nr.2

:thumbsup: und die beste Aufnahme, die ich je mit Ormandy/Philadelphia Orchestra gehört habe:
Kodaly: Harry Janos - Suite

Als Ergänzung dazu diese CD mit Kodaly: Tänze aus Galanta und Marosseker Tänze:


SONY, 1972 (Kodaly), ADD

Bei CBS waren diese 3 Werke damals auf einer LP zusammen. Jahre habe ich gewartet bis endlich auch die Harry-Janos-Suite auf CD erscheint ... :jubel:
:angel: Diese 3Kodaly-Werke sind nochmal weit besser getroffen als dies Dorati in seinen beiden Aufnahmen mit der Philharmonia Hungarica ... auf Mercury und Decca hinbekommen hatte.
Gruß aus Bonn, Wolfgang

Joseph II.

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16

Montag, 29. Oktober 2012, 20:33

Heute fiel mir eine weitere Referenzaufnahme des Philadelphia Orchestra ein — allerdings eher aus nostalgischen Gründen:


Händel: Messiah
Farrell, Lipton, Cunningham, Warfield
Mormon Tabernacle Choir
Philadelphia Orchestra
Eugene Ormandy
1959

Nicht ganz so "entstellt" wie Beechams Aufnahme aus demselben Jahr, aber auf jeden Fall ein Musterbeispiel für eine spätromantische Interpretation mit einem riesigen Chor. Auch wenn die Einspielung historisch informierten Kriterien nicht im Mindesten genügt, macht es einfach Spaß, sie zu hören. :thumbsup:
"Auflehnung ist das heiligste aller Rechte und die notwendigste aller Pflichten." – Gilbert du Motier, Marquis de La Fayette

Gombert

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17

Freitag, 10. Januar 2014, 14:55

Da der Ruhm Philadephias als Spitzenorchester ja vor allem in der Vorkriegszeit begründet wurde, sei an dieser Stelle zunächst auch auf ältere Aufnahmen hingewiesen, die über die Zeit hinweg bei verschiedenen Label erschienen sind:

Strawinsky: Petrouchka-Suite, Leopold Stokowski

Brahms: Doppelkonzert, Eugene Ormandy (mit Heifetz & Feuermann)

Respighi: Feste romane, Arturo Toscanini

Eigentlich ist mir das Philadelphia Orchestra nicht sehr nah, da es seit der Stokowski/Ormandy - Zeit vor allem sein Talent
für Orchesterreißer und "Parafilmmusik" kultiviert hat; dies Repertoire "kann" es dann aber auch, so wie in diesen jüngeren Aufnahmen:

Mussorgsky. Bilder einer Austellung, Riccardo Muti (EMI) [von Agon verlinkt, s.o.]

Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 11, Mariss Jansons (EMI)

MSchenk

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18

Montag, 3. März 2014, 21:18

Passend gerade durch die Urwaldfluß-Aktion "3 für weniger Geld" hereinbekommen:


Ob es für eine wirkliche Referenz reicht ... man kann wohl streiten. Solide ist das, was Thielemann vor nunmehr 16 Jahren mit dem Philadelphia Orchestra abgeliefert hat, allemal. Da merke ich noch nichts von dieser bisweilen störenden Hybris des Ich kann es besser, ich weiß, welches Tempo! zu bemerken. Und interessanterweise ist auch das "laute" Meistersinger-Vorspiel eher am wenigsten gelungen. Die sehnenden, sehrenden und schmachtenden Vorspiele aus Lohengrin, Parsifal und Tristan doch immerhin so schön, dass ich beizeiten denke: Was hätte aus diesem Mann doch für ein großartiger Dirigent werden können ... :untertauch:
mfG Michael

Eine Meinungsäußerung ist noch kein Diskurs.

teleton

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19

Dienstag, 4. März 2014, 20:16

Saint-Saens: Orgelsinfonie mit Virgil Vox / Philadelphia Orchestra / Ormandy

Hier möchte ich noch eines der CD-Cover nachliefern, die im Jahre 2010 in Beitrag 4 nicht zur Verfügung standen.

Ormandy hat von Saint-Saens Sinfonie Nr.3 drei Aufnahmen gemacht - zwei davon mit Murray-Orgel (Telarc) und Power-Biggs (SONY) sind weniger herausragend gelungen. Bei Telarc steht das Augenmerk nur auf den Effekt des Orgelklanges - das Orchester bleibt unterbelichtet. Bei Power-Biggs deutlich besser, aber erfüllt klangtechnisch nicht die Erwartungen.

:thumbsup: Diese in jedem Punkt stimmige Hammeraufnahme mit Vigil Vox-Orgel würde ich als die Referenz bezeichen:


RCA, 1974, ADD

Diese RCA-Aufnahme wurde von RCA in mind.3 Auflagen vertrieben - und es gibt zusätzlich eine Japan-Ausgabe.
Gruß aus Bonn, Wolfgang

Rheingold1876

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20

Dienstag, 4. März 2014, 20:50

Heute fiel mir eine weitere Referenzaufnahme des Philadelphia Orchestra ein — allerdings eher aus nostalgischen Gründen:


Händel: Messiah
Farrell, Lipton, Cunningham, Warfield
Mormon Tabernacle Choir
Philadelphia Orchestra
Eugene Ormandy
1959

Nicht ganz so "entstellt" wie Beechams Aufnahme aus demselben Jahr, aber auf jeden Fall ein Musterbeispiel für eine spätromantische Interpretation mit einem riesigen Chor. Auch wenn die Einspielung historisch informierten Kriterien nicht im Mindesten genügt, macht es einfach Spaß, sie zu hören.
Diese Aufnahme höre ich auch gern. Sie hat für mich auch wunderbare versonnene Momente - gleich in der Ouvertüre. Die Solisten passen perfekt in den wahrlich historisch zu nennenden üppigen Stil von Ormandy. Bei dem mitunter gewöhnungsbedürftigen Tenor Davis Cunningham, über den ich leider nichts in Erfahrung gebracht habe, klingen aber schon Ansätze einer in die Zukunft weisenden Interpretation an. Faszinierend sind die wechselnden Tempi in Rezitativen, wodurch die Aufnahme sehr an Dynamik gewinnt. Wie die Farrell ihren voluminösen Wagnersopran verschlankt, ist für mich ganz große Kunst. Nur leider ist die Einspielungen scharf gekürzt, um mindestens eine Stunde Spielzeit. Das war nicht zwangsläufig die Regel zu damaliger Zeit. Die etwa gleichzeitig entstandene Produktion aus Wien unter Scherchen ist wesentlich vollständiger.

Gruß Rheingold
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

Erda: "Alles, was ist, endet."

Maurice

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21

Samstag, 15. März 2014, 12:03

Darf ich noch eine weitere Aufnahme vorstellen?

Auf dieser Scheibe enthalten:

Liszt, Franz (1811-1886)
Les Préludes (Sinfonische Dichtung Nr. 3)

Dvorak, Antonin (1841-1904)
Karneval op. 92 (Ouvertüre)
In der Natur op. 91 (Ouvertüre)
Othello op. 93 (Ouvertüre)

Eine »staubtrockene« Aufnahme – reicht (zumindest für mich) nahe an Referenzstatus … :thumbup:
Einer der erhabensten Zwecke der Tonkunst ist die Ausbreitung der Religion und die Beförderung und Erbauung unsterblicher Seelen. (Carl Philipp Emanuel Bach)

Bernward Gerlach

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22

Sonntag, 16. März 2014, 18:11

Was hätte aus diesem Mann doch für ein großartiger Dirigent werden können ...
Was ist denn aus ihm geworden? Kapellmeister zweiter Klasse?

Ob man Thielemann mag oder nicht mag, ist die eine Seite, die andere: er ist ein großartiger Dirigent!

LG, Bernward

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MSchenk

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23

Sonntag, 16. März 2014, 19:12

Hallo Bernward,

Was hätte aus diesem Mann doch für ein großartiger Dirigent werden können ...
Was ist denn aus ihm geworden? Kapellmeister zweiter Klasse? - Ob man Thielemann mag oder nicht mag, ist die eine Seite, die andere: er ist ein großartiger Dirigent!

tja, ich denke, man darf da durchaus verschiedener Meinung sein und wahrscheinlich wäre "Kapellmeister zweiter Klasse" etwas übertrieben, aber zum erstklassigen Dirigenten fehlt da für mich einiges, von dem ich nicht glaube, dass es noch kommen wird: Da wäre das immer noch sehr eingeschränkte Repertoire, da wären diverse umstrittene, wenn nicht gar "verunglückte" Einspielungen (Schumann-Zyklus, der Wiener-Ring und der Beethoven-Zyklus) und last but not least der Eindruck, dass Thielemann eher im Zusammenhang mit kulturpolitischen Ränkespielen in den Medien auftaucht, als mit tatsächlichen künstlerischen Leistungen. Vielleicht sind meine Ansprüche an einen erstklassigen Dirigenten auch zu groß, aber da sind m.E. eher andere Namen zu nennen; in der Altersgruppe und jünger z.B. Nelsons, Dudamel, Hengelbrook ...

p.s. Und all dies hat nichts damit zu tun, dass ich Thielmann mag oder nicht mag ;)
mfG Michael

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24

Sonntag, 16. März 2014, 19:26

Das hat Manfred Schenk hier sehr gut auf den Punkt gebracht. Besonders der Aspekt, dass der Name Thielemann aufgrund irgendwelcher anderer nicht-künstlerischer Tatsachen in den Medien auftaucht, wurde mir dadurch erstmals richtig bewusst.

Interessant, dass er mit dem Philadelphia Orchestra diese Wagner-Aufnahmen machte. An diese Kombination denkt man ja nicht sofort. ;)
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25

Sonntag, 16. März 2014, 19:58

Interessant, dass er mit dem Philadelphia Orchestra diese Wagner-Aufnahmen machte. An diese Kombination denkt man ja nicht sofort. ;)

Das ist mit auch schon aufgefallen. Zudem ist das Philadelphia-Orchestra auch nicht unbedingt ein typischer DGG-Klangkörper!? - Vielleicht weiß jemand näheres darüber, wie diese Zusammenarbeit zustande gekommen ist?
mfG Michael

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Joseph II.

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26

Sonntag, 16. März 2014, 20:05

Pardon übrigens, lieber Michael. Oben dachte ich scheinbar an den Sänger Manfred Schenk ... :stumm:
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MSchenk

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27

Sonntag, 16. März 2014, 20:16

Pardon übrigens, lieber Michael. Oben dachte ich scheinbar an den Sänger Manfred Schenk ... :stumm:

Kein Problem! Ist mir hier im Forum schon öfter passiert :hello:
mfG Michael

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Alfred_Schmidt

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28

Sonntag, 16. März 2014, 21:10

Zitat

Da wäre das immer noch sehr eingeschränkte Repertoire
Richard Strauss
Anton Bruckner
Ludwig van Beethoven
Carl Orff
Hans Pfitzner
Franz Liszt
Richard Wagner


Zitat

da wären diverse umstrittene, wenn nicht gar "verunglückte" Einspielungen (Schumann-Zyklus, der Wiener-Ring und der Beethoven-Zyklus)
Da ich nur den Beethoven Zyklus kenne - kann ich natürlich nur zu diesem Punkt Stellung nehmen.
Ich würde sagen, dass Thielemann hier die großorchestrale, monumentale Lesart vertritt - und zwar derzeit konkurrenzlos.
Das hat ihn noch ein bisschen weiter nach vorne katapultiert - und ich bin davon überzeugt, dass diese Aufnahme den Maßstab "konservativer" Beethoveninterpretation der nächsten 10 bis 20 Jahre darstellen wird. Von "verunglückt" kann hier keine Rede sein.. Die Wiener Philharmoniker hätten diese Aufnahme mit keinem zweitklassigen Dirigenten gemacht,der deutsche Kritikerpapst Prof. Joachim Kaiser seinen guten Namen nicht zur Verfügung gestellt....

Dazu noch der Erfolg beim als unbarmherzig verschrieenen Wiener Publikum:
Denkwürdiges Thielemann-Gastspiel in Wien.
http://kurier.at/kultur/musik/denkwuerdi…wien/55.394.384
http://diepresse.com/home/kultur/klassik…=gl.home_kultur


Zitat

und last but not least der Eindruck, dass Thielemann eher im Zusammenhang mit kulturpolitischen Ränkespielen in den Medien auftaucht, als mit tatsächlichen künstlerischen Leistungen.
Das ist meiner Meinung nach eine Fehleinschätzung. Ein "Schwieriger" der viele Gegner hat und sich dennoch durchsetzen kann, der muß schon sehr gut sein, damit er sich "kulturpolitische Ränkespiele" leisten kann
Zudem hat nicht Thielemann mit diesen Ränkespielen begonnen, sondern seine Gegner. Er dirigierte Pfitzner - was einen Kritiker (ich habe den Namen längst vergessen) auf die Palme brachte. und er beendete die Rezension mit den Worten "Sehr unsympathisch".
Thielemann war von diesem Zeitpunkt an ein "Dirigent im Stile Furtwänglers" - und es wurde immer wieder versucht ihn ins "rechte Eck" zu stellen. Tatsache ist, dass dieser "Kunstkniff" ihm nicht nur nicht geschadet - sondern vermutlich sogar genutzt hat. Jeder wollte Thielemann hören. Bei dieser Gelegenheit sind dann doch etliche draufgekommen, dass dieser Mann einfach gut ist.
Und - was "das Schlimmste" ist -ER SELBST WEISS ES INZWISCHEN AUCH !!! - und nützt es auch aus. Wer würde das nicht tun ?
"Mein Wille geschehe"
Zitat aus einem Artikel der Osnabrücker Zeitung:

Zitat

Nur gibt es in Dresden einen zweiten starken Mann: Christian Thielemann. Der bringt die dortige Staatskapelle neu an die Weltspitze und ist der unumschränkte Musikstar in Dresden. Gegen ihn wird niemand eine Führungsrolle einnehmen.
http://www.noz.de/deutschland-welt/kultu…ldet-thielemann


Zitat

Vielleicht sind meine Ansprüche an einen erstklassigen Dirigenten auch zu groß, aber da sind m.E. eher andere Namen zu nennen; in der Altersgruppe und jünger z.B. Nelsons, Dudamel, Hengelbrook ...
Das ist eine Sache des Standpunkts. Und ich bin hier vermutlich genauso patreiisch wie DU:
Nelsons kenne ich nicht wirklich und Dudamel und Hengelbrook sind mir von ihrer Grundhaltung her einfach unsympathisch - Von denen kaufe ich keine Aufnahmen........

mfg aus Wien
Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

JLang

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Registrierungsdatum: 4. August 2013

29

Sonntag, 16. März 2014, 22:14

Vielleicht kann man ja diesen Teil des threads in einen Thielemann Thread verschieben, um nicht weiter OT zu gehen?
An dieser Stelle würde ich mich gern äußern, habe aber Angst, daß dieser Thread sich zu weit von der Ursprungsidee entfernt.

Beste Grüße
JLang
Gute Opern zu hören, versäume nie
(R. Schumann, Musikalische Haus- und Lebensregeln)

Alfred_Schmidt

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Registrierungsdatum: 9. August 2004

30

Sonntag, 16. März 2014, 23:32

Das Zerschnippseln von Threads und das Wiedereinfügen an beliebiger Stelle erzeugt "Patchwork"
Ich versuche diesmal was neues: Ich belasse die Texte hier - undlade ein weiter beim eigentlichen Thema zu bleiben
GLEICHZEITIG KOPIERE ich einige Textge und füge sie in einen bestehenden Thread ein....

Thielemann macht schon wieder Schlagzeilen....

LG
MOD 001 Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix