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scriabin007

Schüler

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Beiträge: 158

Registrierungsdatum: 13. März 2007

1

Donnerstag, 4. März 2010, 23:29

Schmitt Florent_ein französischer Scriabin?

Schmitt Florent,

Seine Klaviermusik ist heute nahezu vergessen. Dabei könnte mann in ihm eine franzöischen "Scriabinisten" sehen. Sein umfangreiches Klavierwerk weist sehr starke Einflüsse von Wagner, Strauss, Ravel, Debussy und Scriabin auf. Also eine interessante Mischung....und eine üppige Prachtentfaltung in Klang und Form.

Während seine frühen Klavierwerke, noch sehr spähromantische Züge (Wagner,Strauss) aufweisen sind seine späteren Werke eher impressionistisch- expressionistisch angehaucht.

Besonders raffiniert leuchtet er die Klavieratur aus, bringt das Klavier zum schweben und versteht sich darauf, einen orginären Klavierstiel zu schaffen, und dabei niemals das Insturment zu strapazieren. Dabei geht er weiter als seine Kollegen Debussy und Ravel... baut eine pianistische Atmosphäre wie Scriabin auf.

Besonders beindruck hat mich:

Crepuscules op. 56
Ombres op. 64

Beide Zyklen sind hervorragen gearbeitete feinsinnige und mitunter äußerst prachtvolle Klavierwerke. Wer Debussy und Ravel auf der einen Seite und Scirbain auf der anderen Seite am Klavier schätzt der wird auch zu Schmitt einen Zugang finden.

Gruß
Niko

scriabin007

Schüler

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Beiträge: 158

Registrierungsdatum: 13. März 2007

2

Montag, 14. Juni 2010, 01:26

RE: Schmitt Florent_ein französischer Scriabin?

Ein weiteres Werk des Franzosen Florent Schmitt,

möchte ich seine Enfants op. 94 vorstellen: Diese 8 Miniaturen sind meines erachtens ein sehr gutes Beispiel für Schmitts musikalische Entwicklung von der Späten Romantik über den Impressionismus hin zu einer eigenständigen modernen Sprache. Dabei handelt es sich in diesen Miniaturen um kleine Charakterstücke, die sensibel und feinsinnig zwischen heiteren und melancholischen Charaktären abwechseln. Die eine oder andere Melodie lässt noch mal die Erinnerung an die vergangen Tage der Romantik erklingen um dann wieder zu verebben.

Gerade in diesen Miniaturen bietet er die Stirn seinen anderen französischen Kollegen, zeigt seine Eigenständigkeit als Komponist.

Laurent Wagschal hat beim "Saphier" diesen Zyklus wunderbar plastisch eingespielt!

Gruß
Niko