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Engelbert

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Beiträge: 897

Registrierungsdatum: 27. August 2005

1

Mittwoch, 26. Mai 2010, 11:33

Haydn: Die Schöpfung

Joseph Haydn (1732-1809)

Die Schöpfung

Oratorium in drei Teilen

deutsch gesungen

Libretto: Gottfried Bernhard Baron von Swieten
nach John Milton's 'Lost Paradise'

Uraufführung am 29.03.1798 in Wien

Zeitdauer: etwa 110 Min.

Charaktere: Gabriel – Uriel – Raphael – Eva - Adam



INHALTSANGABE


ERSTER TEIL

1
Ein Orchestervorspiel stellt das Chaos vor.

2
Der Erzengel Raphael wiederholt die Worte, mit der die Schöpfungsgeschichte das ALTE TESTAMENT einleitet: Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde .... Viel war nicht zu erkennen und deshalb musste erst einmal eine vernünftige Beleuchtung installiert werden.

3
Es gab kaum ein trockenes Plätzchen und deshalb schwebte der Geist Gottes über den Wassern, um sich zunächst einmal ein Bild über den aktuellen Zustand zu verschaffen - so schlussfolgert der Madrigal Chor. Ein zweiter Engel, der sich Uriel nennt – weiten Kreisen der Konzertbesucher kaum bekannt - erklärt, dass er die Idee mit dem Licht gut findet, denn es hat die störende Finsternis vertrieben. Im Grunde meint er nichts anderes als die Drehung der Erdkugel, lässt sich aber in eine naturwissenschaftliche Debatte nicht ein.

Verwirrung weicht und Ordnung keimt empor. Lichtscheues Gesindel - gemeint sind die Höllengeister - fliehen in des Abgrunds Tiefe, wo sie gut aufgehoben sind. Verzweiflung, Wut und Schrecken begleiten ihren Sturz.

ENDE DES ERSTEN TAGES

4
Das Firmament wird geschaffen. Gemäß Raphael kam zuerst die Erde an die Reihe und danach alles Übrige wie Mond, Sterne, Andromedanebel und sonstiger Klimbim.

Jetzt ist die Rede vom Wetter. Was wäre eine Erde ohne Bewegung? Brausende Stürme toben und feurige Blitze zucken. Schrecklich rollte der Donner und alles verheerende Schauer stürzen hernieder. Aber nicht alles ist schaurig. Ein erquickender Regen und leichter flockiger Schnee sollen künftiges Leben angenehm gestalten. Den Kreislauf des Wassers erklärt Raphael ziemlich verdreht, so dass man ihm kaum folgen kann. Von Naturwissenschaft hat er offenbar genau so wenig Ahnung wie Uriel. Vulkanismus scheint ihm völlig unwichtig zu sein. Er erwähnt ihn nicht einmal.

5
Gabriel kommt mit der Himmelsbürger froher Schar hinzu, um das bisher Geschaffene mit Staunen zu betrachten. Viel gibt es allerdings noch nicht zu sehen. Trotzdem ertönt des Werkmeisters Lob aus ihren Kehlen - wahrscheinlich Vorschusslorbeeren zur Aufmunterung.

ENDE DES ZWEITEN TAGES

6
Nun wird sortiert! Die Landmasse bekommt ihren eigenen Platz, indem das Wasser angewiesen wird, sich zurückzuziehen. Die Urkontinente sind damit geschaffen. Benannt wird auch. Das Wasser wird als Meer bezeichnet und das Land erhält den Namen Erde. Und Gott sah, dass es gut war, so lauten die Worte der Bibel.

7
Begonnene Arbeiten werden zu Ende geführt. Rollend schäumende Wellen bewegen ungestüm das Meer. Hügel und Felsen erscheinen, der Berge Gipfel steigt empor. Seine Fläche weit gedehnt durchläuft der breite Strom die Ebene. Leise rauschend plätschert im stillen Tal der helle Bach.

8
Neue Einfälle machen den Arbeitsprozess zum wahren Vergnügen. Die Erde hat Gras hervorgebracht und die Kräuter sollen Samen geben. Früchte werden die Obstbäume tragen, aber bitte nicht alles durcheinander auf einem Baum, sondern jeder Stamm soll sich an seinen Samen halten. So läuft es bis heute, bis der Mensch angefangen hat, zu klonen.

9
Dem Erzengel Gabriel macht eine Stipvisite. Ihm gefällt das frische Grün, welches sich dem Auge zur Ergötzung darbietet. Auch lässt er seinen anmutsvollen Blick über die vielen bunten Blumen schweifen. Heilpflanzen hat er ebenfalls bemerkt und sein schlanker Mezzosopran berichtet von der Früchte goldener Last unter denen sich die Zweige krümmen. Die Berge sind mit dichtem Wald bekrönt und der Hain bietet angenehmen kühlen Schatten.

10
Uriel erklärt, dass genug geschaffen wurde und verkündet das

ENDE DES DRITTEN TAGES.

Nun darf gelobt und gepriesen werden. Der Herr hört es gern und die himmlischen Heerscharen erfüllen diese Aufgabe mit Wonne, lassen sich aber vokal durch den Madrigalchor vertreten.

11
Es ergeht die Aufforderung, die Leier zur Hand zu nehmen und in die Saiten zu greifen, damit erneut Lobgesang erschalle. Der Herr hat Himmel und Erde in herrliche Pracht gekleidet, ist aber damit noch längst nicht fertig. denn die Woche ist noch nicht zu Ende.

12
Am zweiten Schöpfungstag wurde das Firmament nicht endgültig fertiggestellt. Es muss nachdekoriert werden. Weitere Sterne werden hinzugefügt und die Tierkreiszeichen wie Widder, Stier, Löwe und Skorpion finden im Universum ein feines Plätzchen.

13 - 14
In vollem Glanz steigt jetzt die Sonne strahlend auf. Ein wonnevoller Bräutigam, ein Riese stolz und froh, zu rennen seine Bahn. Mit leisem Gang und sanftem Schimmer schleicht der Mond durch die stille Nacht, mal nimmt er ab, mal nimmt er zu oder er versteckt sich irgendwo. Den ausgedehnten Himmelsraum ziert ohne Zahl der hellen Sterne Gold. Die Engel und der Chor wechseln sich ab, Lob und Kunstverstand in die vier Himmelsrichtungen zu tragen. Die Himmel erzählen die Ehre Gottes und seiner Hände Werk.

ENDE DES VIERTEN TAGES

:]

ZWEITER TEIL

15 – 16
Es wird langsam Zeit, an die Schaffung von Lebewesen zu denken. Die Vögel des Himmels kommen zuerst an die Reihe. Mit starkem Fittich schwingt der Adler sich stolz der Sonne entgegen. Er teilt den Luftraum mit der Lerche, die den Morgen begrüßt. Vor Liebe girrt das zarte Taubenpaar. Aus Busch und Hain erschallt die süße Kehle der Nachtigall. Noch ist ihre Brust nicht auf Klage eingestimmt.

17 – 18
Von der Vogelwelt geht der Schaffensprozess weiter zum Walfisch. Jedes lebende Geschöpf wird gesegnet, damit es sich mehre. Die Bewohner der Luft sollen auf jedem Ast singen und die Flutenbeweger sollen fruchtbar sein, wachsen und in Schwärmen den Ozean durchfurchen und auf diese Weise ihren Gott erfreuen. Während die Engel ihre Harfen zupfen nähern wir uns dem

ENDE DES FÜNFTEN TAGES.

19
Es wird eine kleine schöpferische Pause eingelegt und Rückschau gehalten. Die Engel und der Chor rühmen nicht nur die Vielfalt, sondern auch die Quantität der geschaffenen Lebewesen. Wer fasst ihre Zahl? Der Herr ist groß in seiner Macht und ewig bleibt sein Ruhm

20 – 21
Vieh und kriechendes Gewürm fehlen noch in der Kollektion. Sogleich öffnet sich der Erde Schoß und Geschöpfe jeder Art in vollem Wuchs nimmt den neuen Lebensraum in Anspruch. Vor Freude brüllend steht der Löwe da. Der gelenkige Tiger schießt empor und das zackige Haupt erhebt der schnelle Hirsch. Mit fliegender Mähne wiehert voll Mut und Kraft das edle Ross. Auf der grünen Matte weidet schon das Rind und das wollereiche sanfte Schaf blökt unentwegt. Und nun die unappetitliche Überraschung: Wie Staub verbreitet sich in Schwarm und Wirbel das Heer der Insekten und in langen Zügen kriecht am Boden das Gewürm.

22
Raphael findet alles gut, egal was kommt. Opposition kann er sich auch nicht leisten – es ergeht ihm sonst wie Luzifer. Der Erzengel meint: Nun scheint in vollem Glanze der Himmel und die Erde prangt in ihrem Schmuck. Die Luft erfüllt das leichte Gefieder und das Wasser schwellt durch der Fische Gewimmel. Den Boden drückt der Tiere Last. Trotz allem, etwas fehlt noch! Es müsste jemand sein, der in der Lage ist, den Wert des Ganzen zu erkennen, um sich positiv auszulassen und sich der frohlockenden Engelschar anschließt.

23
Uriel weiß bereits, was die Schöpferkraft noch in die Wege leiten wird:

DIE ERSCHAFFUNG DES MENSCHEN

Hören wir seinen Report: Und Gott schuf den Menschen nach seinem Ebenbilde. Als Mann und Weib erschuf er sie. Den Atem des Lebens hauchte er ihnen ein und sie wurden zur lebendigen Seele.

24 – 25
Mit Würde und Hoheit angetan, mit Schönheit, Stärke und Mut begabt, gen Himmel aufgerichtet steht der Mensch – ein Mann und König der Natur. Die breitgewölbte erhabene Stirn verkündet der Weisheit tiefen Sinn und aus dem hellen Blick strahlt der Geist, des Schöpfers Hauch und Ebenbild. An seinem Busen schmiegt sich für ihn und aus ihm geformt die Gattin hold und anmutsvoll. In froher Unschuld lächelt sie ihm zu. Der himmlische Chor feiert das

ENDE DES SECHSTEN TAGES

mit lautem Gesang.

26
Vollendet ist das große Werk. Der Schöpfer sieht es und freut sich. Auch unsere Freude erschalle laut. Des Herren Lob gilt unser Lied. Uriel stellt fest: zum Herrn blickt alles auf und fleht ihn an um Speis und Trank. Er öffnet seine Hand und gesättigt werden alle. Die drei Engel erklären noch den Prozess von Werden und Vergehen. Der Herr nimmt den Odem weg und dann stirbt der Mensch. Er haucht ihn wieder ein und dann entsteht er, verjüngt an Gestalt mit neuer Spannkraft zu neuen Schandtaten bereit. Vollendet ist das große Werk. Alles lobt des Herren Namen, denn er allein ist erhaben. Alleluja!

:]

DRITTER TEIL

27 – 28
Von der Schönheit des Paradieses berichtet der dritte Teil des Oratoriums. Uriel beobachtet: Aus Rosenwolken bricht geweckt durch süßen Klang der Morgen jung und schön. Vom himmlischen Gewölbe strömt reine Harmonie zur Erde hinab. Das beglückte Paar geht Hand in Hand im Garten spazieren. Aus ihren Blicken strahlt des heißen Danks Gefühl. Die Welt so groß und wunderbar - sie ist das Werk des Herrn. Gesegnet sei seine Macht und sein Lob erschalle in Ewigkeit. In diesen Tönen geht es eine ganze Weile weiter.

29 – 30
Adam und Eva kommen nun selbst zu Wort. Mit tiefem Bass fordert der Erstgenannte seine Gefährtin auf, ihm zu folgen. Er wird sie leiten und jeder ihrer Schritte erweckt Freude in seiner Brust. Sie betrachtet ihn als ihr Ein und Alles. Sein Wille sei ihr Gesetz. Das Gehorchen bringt ihr Freude, Glück und Ruhm, piepst ihr heller Sopran. An der Seite der holden Gattin fließen sanft die Stunden dahin. Keine Sorge trübt den Augenblick. In Freude schwimmt ihr das Herz, denn seine Liebe ist ihr Lohn. Der Tau des Morgens - wie ermuntert er und die Kühle des Abends - wie erquickt sie. Überhaupt, wie reizend ist der Blumen süßer Duft. Wie labend ist der runden Früchte süßer Saft.

ENDE DES SIEBTEN TAGES

31
Uriel meint ganz trocken, dass der Glückszustand ewig anhält, wenn falscher Wahn die beiden nicht verleiten wird. Ahnt er bereits, dass Adam und Eva die Plantage bald nicht mehr bewirtschaften dürfen?

8o

© Mai 2010 für TAMINO - Engelbert

operus

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2

Mittwoch, 26. Mai 2010, 12:44

RE: Haydn: Die Schöpfung

Lieber Engelbert,

schon wieder dürfen wir uns über eine überaus kompetente, ausführliche Werkvorstellung von Dir freuen. Grosser Dank und nachdrückliche Anerkennung.

Unter meinen Aufnahmen der Schöpfung sind zwei ältere Aufnahmen meine Favoriten:
1. Die Gesamtaufnahme unter dem Dirigenten Karl Forster mit den Berliner Symphonikern und dem Chor der St. Hedwigskathedrale mit den Solisten Elisabeth Grümmer, Josef Traxel und Gottlob Frick Der dirigierende Geistliche Karl Forster hatte offensichtlich eine besondere Affinität zu diesem Werk. Ich habe es nie seelenvoller, inspirierter und erfüllter gehört.(EMI-Classics CZS 7 62595 2)
2. Die Aufnahme unter Eugen Jochum mit dem Chor und Orchester des Bayerischen Rundfunks. Solisten Agnes Giebel, Waldemar Kmentt und Gottlob Frick.(Philips 6700 002)
Ich durfte damals die Aufführung in der Basilika in Ottobeuren miterleben und eine Kritik schreiben. Natürlich verklärt der monumentale Aufführungsort und die Erinnerung diese für mich unvergessliche Sternstunde ergreifender sakraler Musik auf höchstem Niveau.
Herzlichst
Operus

Oolong

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3

Donnerstag, 27. Mai 2010, 08:21

Lieber operus,

so unterschiedlich nehmen wir Aufnahmen wahr...! Wie ich schon weiter oben vor ein paar Jahren schrieb, habe ich als großer Freund der Musik Haydns - besonders seiner Symphonien und Messen- von je her Schwierigkeiten mit der " Schöpfung" und den "Jahreszeiten".

Die Aufnahme unter Karl Forster war meine erste, Jahre habe ich mit ihr gerungen, es sprang kein Funke über - dies sagt natürlich NICHTS über die Qualität dieser Aufnahme, aber es wurde bis heute nicht meine Aufnahme.
Obwohl ich alles andere als ein HIP- Purist bin, hat dieses Musizierpraxis die " Schöpfung" für mich dann doch noch von der persönlichen schwarzen Liste gerettet - nämlich konkret mit Andreas Sperings großartiger Aufnahme bei Naxos. Diese Energie, dieses Leben hat mir immer gefehlt!
Und nebenher habe ich erstmals begriffen, wie wichtig ein auftrumpfendes, freches Kontrafagott für die " Schöpfung ist, denn das habe ich so noch nie erlebt: Es lebe dieser wunderbare Exzentriker unter den Orchesterinstrumenten! :yes:



Nun kann ich auch bald mal wieder Karl Forster mit neu justierten Ohren eine Chance geben.

Gruß
Stefan
Psalmen sprechen und Tee trinken kann niemals schaden!

operus

Ehrenpäsident und Außenminister

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4

Donnerstag, 27. Mai 2010, 10:19

Lieber Oolong,
danke für die Reaktion. Die von Dir erwähnte Aufnahme kenne ich nicht.
Nach dem Chor und dem Orchester dürfte es sich um eine wahrscheinlich kammermusikalisch ausgerichtete Interpretation handeln.
Ich werde versuchen, diese Aufnahme unter Andreas Spering zu bekommen. Es ist ja immer lehrreich und befruchtend, Alternativen zu hören.
Herzlichst
Operus

WotanCB

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5

Donnerstag, 27. Mai 2010, 10:29

Erstmal Danke dir Engelbert übder diesen höchst informativen, aber auch amüsanten Text zu einem meiner Lieblings-Oratorien. Leider habe ich dieses werk bislang noch nicht mitgestaltet, weder solistisch noch im Chor.
Ich persönlich ziehe ja am meisten die Gardiner-Aufnahme vor.



Diese Aufnahme hat so viel Dynamik, vermittelt so viel Freude, dass ich sie immer wieder gerne anhöre.
Das Solistenquintett hat es in sich: Sylviy McNair, Michael Schade und Gerald Finley sind mehr als nur würdige Vertreter der Himmelsschar und Donna Brwon sowie Rodney Gilfry verkörpern die Menschen.
Großes Highlight der Schlusschor (aber eigentlich jeder) voller Kraft vorgetragen vom Monteverdichor.
Schüler werden Meister, Meister sind schüler - ohne Anfang, ohne Ende

Engelbert

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6

Freitag, 28. Mai 2010, 09:23

Haynd, Die Schöpfung

Ich bedanke mich für den Zuspruch und habe 'Die Jahreszeiten' heute nachfolgen lassen.

Meine Decca-Einspielung aus dem Jahre 1982 ist längst aus dem Programm genommen. George Solti hatte mit historischer Aufführungspraxis nicht viel im Sinn und das Chikago-SO gab 'volle Pulle'. Die solistische Besetzung war exzellent:

Siegfried Nimsgern als Adam, Sylvia Greenberg als Eva, Norma Burrwowes, als Gabriel, Rüdiger Wohlers als Uriel und James Morris als Raphael.

Ich könnte mir vorstellen, dass unser Wotan den Raphael sehr gut interpretieren würde.

:(

Der Text ist unter die Engel gleichmäßig verteilt. Der Chor kommt zu seinem Recht und Adam und Eva bewegen sich erst auf der vierten Plattenseite.


Mit freundlichen Grüßen
:angel:
Engelbert

Siegfried

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7

Freitag, 28. Mai 2010, 14:35

RE: Haydn, Die Schöpfung

Siegmund Nimsgern als Adam...

:hello:
Freundliche Grüße Siegfried

Joseph II.

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  • »Joseph II.« ist männlich

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8

Freitag, 28. Mai 2010, 14:55

Die Aufnahme, die mich bisher am meisten beeindruckt hat, ist jene von Bernstein von 1986:



Auch als DVD erschienen:



Kurt Moll und Lucia Popp sind hier überragend, Bernsteins getragene, breite Tempi in sich schlüssig.
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

Engelbert

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9

Freitag, 28. Mai 2010, 15:06

RE: Haydn, Die Schöpfung

@ Siegfried

Siegmund Nimsgern als Adam, exakt!

Die LP liegt neben mir.
Bitte nicht mir der DVD verwecheln.

Das Cover habe ich bei Bilder-Google nicht mehr finden können, sonst hätte ich es gebracht. Vielleicht kann Harald Krahl oder sonst jemand aushelfen.
Es ist ein brauner karton mit ovalem Bildausschnitt. Centrales Motiv ist ein leuchtender Regenbogen, rechts ein Baum mit exotischen Vögel.

Mit freundlichen Grüßen
:angel:
Engelbert

William B.A.

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  • »William B.A.« ist männlich

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Registrierungsdatum: 6. Oktober 2010

10

Montag, 1. November 2010, 23:10

Haydn: Die Schöpfung

Die Schöpfung habe ich jetzt gerade in der neueren Aufnahme von Nikolaus Harnoncourt gehört:



Ich hatte schon seine ältere, referenzwürdige Aufnahme aus den 80er Jahren in meiner Sammlung, aber die neue ist in meinen Augen noch wieder eine Steigerung, mitreißend von der ersten bis zur letzten Note, großartige Solisten, großartiger Chor, großartiges Orchester, großartiger Dirigen.

Schöne Grüße

Willi :thumbsup:
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

wok

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  • »wok« ist männlich

Beiträge: 863

Registrierungsdatum: 18. Juli 2011

11

Donnerstag, 21. Juli 2011, 02:21

Haydns: Die Schöpfung

Lieber Operus,

Als Neuling in diesem Forum stoße ich erst jetzt auf Deinen Beitrag vom 26.05.2010.
Ich habe viele Einspielungen, Übertragungen und Konzerte der Schöpfung gehört und komme zu dem gleichen Ergebnis. Keine Interpretation berührt mich so wie die gute alte KARL FORSTER-Aufnahme. Auch ich habe bei jedem Takt den Eindruck, daß FORSTER das richtige Verhältnis zu diesem Werk hat und dessen Nerv in idealer Weise trifft. Das Tempo ist angemessen, und es wird weder trocken noch mit zuviel Pathos musiziert. Wunderbar der CHOR DER ST. HEDWIGSKATHEDRALE, Allein schon die Solisten bürgen hier für höchste Qualität und ein Hörerlebnis. Herrlich der strahlende; nuancierte Sopran von ELISABETZ GRÜMMER, m. E. nahezu konkurrenzlos im Vergleich zu anderen Einspielungen dieses Werkes der TenorJOSEF TRAXEL mit seinem so unverwechselbaren , reinen und sehr "menschlichen" Timbre, das viel mehr unter die Haut geht als der oft blutarme Schöngesang von manch anderem renommierten Interpreten dieses Werkes. Dabei wirkt seine Stimmer selbst in größten exponierten Höhen immer noch natürlich und nie angestrengt. Ich bin ganz sicher, daß diese Aufnahme noch in vielen Jahren ihre Bewunderer finden wird.

Viele Grüße

wok

Bernward Gerlach

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  • »Bernward Gerlach« ist männlich

Beiträge: 2 734

Registrierungsdatum: 19. November 2009

12

Donnerstag, 21. Juli 2011, 05:23

Das war auch meine erste Schöpfung. Inzwischen 3 mal HvK, 2 mal Solti und je einmal Dorati, Jochum, Weil, Markevitch, Livene, Harnoncourt, Gardiner, Marriner, Jacobs und schließlich Keilberth wieder mit Traxel als Uriel. Und zwei DVD - einmal Bernstein, wie oben abgebildet und einmal Schreier als Dirigent. Vorzüglich. Der Uriel von Wunderlich, sowohl in der Aufnahme, die mit Krenn fertig gestellt wurde (Todesjahr von Wunderlich) als auch im Live-Mitschnitt kann neben Traxel gut bestehen.

LG, Bernward

"Nicht weinen, dass es vorüber ist
sondern lächeln, dass es gewesen ist"
Waldemar Kmentt (1929-2015)