Sie sind nicht angemeldet.


JPC Amazon

AMATEURVIDEO-FILMFORUM-WIEN

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Tamino Klassikforum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Karsten

Profi

  • »Karsten« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 400

Registrierungsdatum: 16. Januar 2005

1

Samstag, 29. Januar 2011, 16:37

France Clidat - Referenz in Sachen Liszt

Hallo!

Zum Liszt-Jahr 2011 hat Decca eine umfangreiche Box mit Liszt'schen Klavierwerken , eingespielt von der Pianistin France Clidat.
Diese Aufnahemn scheinen in den 1960er und 1970er Jahren entstanden zu sein und Clidat gat als eine der führenden Liszt-Interpretinnen.

Möchte jemand etwas zu France Clidat sagen (Biografien finden sich in der englischen und französischen WIkipedia)?
Auch wäre ich an Kommentaren und Beurteilungen der Liszt-Aufnahmen sehr interessiert.

Gruß
Karsten

Rainer

Anfänger

  • »Rainer« ist männlich

Beiträge: 40

Registrierungsdatum: 1. Juli 2010

2

Samstag, 29. Januar 2011, 23:33

Hallo Karsten!

Vielen Dank für den Hinweis. Diese Neuerscheinung war mir bislang entgangen.

Mir bedeutet die Klaviermusik von Franz Liszt sehr viel. Ich besitze schon zahlreiche Aufnahmen, mit Arrau, Bolet, Cziffra, Howard und vielen anderen. Von der Einspielung durch France Clidat hatte ich schon gelesen, aber bis jetzt hatte ich keine Aufnahmen von ihr. Von einem persönlichen Höreindruck kann ich Dir daher nicht berichten.

In dem Buch Pianisten-Profile schreibt aber Ingo Harden über ihr Liszt-Spiel. Sie interpretiere Liszt mit beherztem Zugriff, besitze den hochgemuten Schwung und die nötige Virtuosität. Dann grenzt er sie gegenüber anderen Pianisten ab: Sie führe nicht die Unerbittlichkeit eines Richter ins Feld, nicht die Wucht Bolets, die Tiefe Arraus oder die Hexenkünste eines Horowitz oder Cziffra; ihr Liszt sei leichtgewichtiger. Ihre Darstellungen seien aber großzügig angelegt, besäßen einen schön gerundeten Klavierton, vor allem klängen sie immer musikalisch richtig.

Wenn man das hier auszugsweise wiedergegebene Kritikerdeutsch richtig würdigt, wird man mit dem Kauf sicher keinen Fehlgriff tun. Auf ihrer Website (franceclidat.com) kann man schon den Inhalt der 14 CDs studieren. Weggelassen oder vielleicht für später aufgehoben scheinen die Opernparaphrasen und Liedtranskriptionen (wikipedia spricht von 28 CDs). Die Box scheint alle wesentlichen Originalwerke zu umfassen: die Années, Etüden, Ungarische Rhapsodien, die Sonate, Consolations, Liebesträume, alle Mephisto-Walzer und Valses oubliées, Legenden, Balladen, die Harmonies, den Weihnachtsbaum, späte Stücke und noch viel mehr.

Für den Preis und ohne Überschneidungen wird man diese (teilweise sehr selten gespielten) Stücke so sonst kaum zusammenbekommen. Da kann man eigentlich nichts falsch machen.

Gruß,

Rainer

Karsten

Profi

  • »Karsten« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 400

Registrierungsdatum: 16. Januar 2005

3

Montag, 31. Januar 2011, 09:33

Hallo!

herzlichen dank für die erste Rückmeldung. Ein Schnäppchen ist diese Box allemal.
Wenn man das hier auszugsweise wiedergegebene Kritikerdeutsch richtig würdigt, wird man mit dem Kauf sicher keinen Fehlgriff tun. Auf ihrer Website (franceclidat.com) kann man schon den Inhalt der 14 CDs studieren. Weggelassen oder vielleicht für später aufgehoben scheinen die Opernparaphrasen und Liedtranskriptionen (wikipedia spricht von 28 CDs). Die Box scheint alle wesentlichen Originalwerke zu umfassen: die Années, Etüden, Ungarische Rhapsodien, die Sonate, Consolations, Liebesträume, alle Mephisto-Walzer und Valses oubliées, Legenden, Balladen, die Harmonies, den Weihnachtsbaum, späte Stücke und noch viel mehr.
Ich habe mittlerweile nachgelesen, dass das damilige Aufnahmekonzept wirklich "nur" die Originalwerke für Klavier umfasste. Transkripionen, Paraphrasen, Bearbeitungen etc. fremder Werke waren nicht aufgenommen worden. Es könnte sich um einen Übersetzungsfehler auf Wikipedia handeln, denn "disques" heißt ja allgemein "Platte". Der Inhalt von 28 Schallplatten (damals) würde in etwas 14 CDs umfassen...

Weitere Einschätzungen?

Gruß
Karsten

Harald Kral

Erleuchteter

  • »Harald Kral« ist männlich

Beiträge: 14 983

Registrierungsdatum: 20. Juni 2007

4

Mittwoch, 23. Mai 2012, 17:11

Tod der französischen Pianistin France Clidat



Sie galt als Massstäbe setzend in Sachen Liszt-Interpretationen. Nun ist «Madame Liszt», die französische Pianistin France Clidat, laut französischen Pressemeldungen im Alter von 79 Jahren verstorben.

Die in Nantes geborene Pianistin studierte bei Lazare Lévy, Emil Gilels und Lelia Gousseau und machte 1956 mit dem Gewinn des Budapester Liszt-Wettbewerbs international auf sich aufmerksam.

Für eine Gesamteinspielung von Liszts Werken auf 26 Schallplatten erhielt sie den Preis der ungarischen Académie du disque. Daneben nahm sie unter anderem auch Werke von Rachmaninow, Chopin und Landowski auf sowie das Gesamtwerk Saties. (cf)



R. I. P.
Harald

Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
(Vinícius de Moraes)