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Alfred_Schmidt

Administrator

  • »Alfred_Schmidt« ist männlich
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Beiträge: 18 458

Registrierungsdatum: 9. August 2004

1

Sonntag, 6. März 2011, 00:13

Georg Philipp Telemann: Musique de Table

Ich erinnere mich, daß in meiner Schulzeit die Tafelmusik als eines der wichtigsten Werke Telemanns bezeichnet wurde.
Wie immer man dies bewerten mag, Telemanns Tafelmusik folgte nicht nur einem traditionell-höfischem Ideal, sondern sorgte bei ihrem Erscheinen 1733 in 3 Produktionen - jeweils im Intervall von 3 Monaten – für Furore.
Über 200 Examplare der Noten wurden trotz des exorbitanten Preises damals verkauft, 186 Namen weist die Subskriptionsliste auf, darunter auch Händel, Pisendel und Quantz und zahlreiche Vertreter des Adels.
Die Sache ist leicht erklärt: Telemann war am Höhepunkt seiner Karriere der berühmteste Deutsche Komponist seiner Zeit. Erst als er 1722 den Posten des Thomaskantors in Leipzig ablehnte war der Weg frei für Bach…….

Telemann verband in seinen Werken französische, Italienische und polnische Stilelemente, war ein Meister des Lokalkolorits – und wusste sich zudem dem Publikumsgeschmack anzupassen ohne das Niveau zu vernachlässigen….

Telemanns Tafelmusik ist wohl der bedeutendste, aber auch einer der letzten Vetreter der Gattung „Tafelmusik“

Jede der drei Produktionen war in der Lage ein Festbankett mit Musik abzudecken.
Jeder der Produktionen gliedert sich in Ouvertüre (Suite) , Quartett, Concerto, Trio, Sonata und Conclusion.

Es gibt zahlreiche Aufnahmen, teilweise als „Auszüge“, teilweise in Folgen einzeln erhältlich, oder als Gesamtaufnahme.

Ich erinnere mich, daß in meiner Schulzeit die Tafelmusik als eines der wichtigsten Werke Telemanns bezeichnet wurde.
Wie immer man dies bewerten mag, Telemanns Tafelmusik folgte nicht nur einem traditionell-höfischem Ideal, sondern sorgte bei ihrem Erscheinen 1733 in 3 Produktionen - jeweils im Intervall von 3 Monaten – für Furore.
Über 200 Examplare der Noten wurden trotz des exorbitanten Preises damals verkauft, 186 Namen weist die Subskriptionsliste auf, darunter auch Händel, Pisendel und Quantz und zahlreiche Vertreter des Adels.
Die Sache ist leicht erklärt: Telemann war am Höhepunkt seiner Karriere der berühmteste Deutsche Komponist seiner Zeit. Erst als er 1722 den Posten des Thomaskantors in Leipzig ablehnte war der Weg frei für Bach…….

Telemann verband in seinen Werken französische, Italienische und polnische Stilelemente, war ein Meister des Lokalkolorits – und wusste sich zudem dem Publikumsgeschmack anzupassen ohne das Niveau zu vernachlässigen….

Telemanns Tafelmusik ist wohl der bedeutendste, aber auch einer der letzten Vetreter der Gattung „Tafelmusik“

Jede der drei Produktionen war in der Lage ein Festbankett mit Musik abzudecken.
Jeder der Produktionen gliedert sich in Ouvertüre (Suite) , Quartett, Concerto, Trio, Sonata und Conclusion.

Es gibt zahlreiche Aufnahmen, teilweise als „Auszüge“, teilweise in Folgen einzeln erhältlich, oder als Gesamtaufnahme.

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Zum Kennenlernen wäre die extrem günstige Gesamtaufnahme von Brilliant ins Auge zu fassen



Interessanterweise gibt es jede Menge an Aufnahmen der Tafelmusik, die offenbar auch heute noch beliebter ist als es vorerst den Anschein hat.....


mfg aus Wien


Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

Harald Kral

Erleuchteter

  • »Harald Kral« ist männlich

Beiträge: 14 983

Registrierungsdatum: 20. Juni 2007

2

Montag, 14. März 2011, 18:00

Meine liebste Gesamtaufnahme!

Zum heutigen 330. Geburtstag des Komponisten aufgelegt:



Georg Philipp Telemann (1681-1767)
Tafelmusik (Gesamtaufn.)
Musica Antiqua Köln, Reinhard Goebel

4 CDs, Erscheinungstermin: 8.10.2010
Label: DGG , DDD, 1988

Ob ich alle 4 CDs heute schaffe?

LG

;) aus Düsseldorf
Harald

Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
(Vinícius de Moraes)

Andrew

Prägender Forenuser

  • »Andrew« ist männlich

Beiträge: 1 944

Registrierungsdatum: 4. März 2006

3

Montag, 14. März 2011, 19:50

Eine ausgezeichnete und sehr empfehlenswerte Gesamtaufnahme ist die Einspielung mit der Camerata des 18. Jahrhunderts unter Leitung von Konrad Hünteler.



Georg Philipp Telemann:
Tafelmusik Vol. 1-4
Camerata des 18.Jahrhunderts, Hünteler


Eine HIP-EInspielung, die nicht ganz den energischen Drive und den Mut zur Schroffheit hat wie Goebel/Musica Antiqua, dafür aber sehr natürlich, ausgewogen und harmonisch klingt. Ich glaube, eigentlich muss man beide haben ...

Freundliche Grüße von Andrew
„Nichts auf Erden ist kräftiger, die Traurigen fröhlich, die Ausgelassenen nachdenklich, die Verzagten herzhaft, die Verwegenen bedachtsam zu machen, die Hochmütigen zur Demut zu reizen, und Neid und Hass zu mindern, als die Musik.“

Alfred_Schmidt

Administrator

  • »Alfred_Schmidt« ist männlich
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Beiträge: 18 458

Registrierungsdatum: 9. August 2004

4

Freitag, 20. Januar 2017, 23:26

Ich freue mich, daß der Thread noch so "unbearbeitet" ist - das ermöglicht uns, ihn im TELEMANN-JAHR 2017 gebührend weiterzuführen. Schön wäre es, nicht nur Aufnahmen ziemlich pauschal zu erwähnen und vorzustellen sondern idealerweise ein wenig über die Eigenarten der einzelnen Veröffentlichungen ein paar Worte zu verlieren....
Am Anfang solcher Beiträge steht indes immer das HÖREN.....

Vielleicht sollte man noch erwähnen, daß VOR dem HÖREN die Anschaffung von dafür notwendigen Aufnahmen steht.
Ich war nicht immer ein Telemann-Fan. So kaufte ich nach langem Zögern die Brilliant- Ausgabe - eigentlich des Preises wegen. Die beginnene Baxos Ausgabe stoppte ich nach 2 Ausgabenm, weil ich meinte mit einer Gesamtaufnahme ausreichend versorgt zu sein. Ein Fehlschluss wie ich heute weiss. Zudem ist die Naxos Aufnahme durchaus konkurrenzfähig mit den Aufnahmen berühmterer Ensembles, ja übertrifftt sie teilweise sogar.

mit freundlichen Grüßen aus Wien
Alfred

PS: Der Abbildungsfehler in Beitrag Nr 1 (Abbildung Dvorak statt Telemann - aber richtiger Text ) liegt nicht an Tamino, sondern an jpc, wobei bei Amazon derselber Fehle auftritt, womit belegt ist, daß beide dieselbe Grafikdatenbank benützen....

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

Uranus

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Beiträge: 571

Registrierungsdatum: 11. August 2004

5

Sonntag, 10. September 2017, 16:59

Telemann ist in meiner Sammlung noch eine ziemlich breite Lücke... Ich werde Alfreds Empfehlung folgen und mir die Naxos-GA zulegen.
Herzliche Grüße
Uranus

Maurice

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  • »Maurice« ist männlich

Beiträge: 4 947

Registrierungsdatum: 7. Oktober 2010

6

Sonntag, 10. September 2017, 18:03

Eine ausgezeichnete und sehr empfehlenswerte Gesamtaufnahme ist die Einspielung mit der Camerata des 18. Jahrhunderts unter Leitung von Konrad Hünteler.

Bei mir steht noch die ältere Ausgabe, die ich auch gerne höre:

Einer der erhabensten Zwecke der Tonkunst ist die Ausbreitung der Religion und die Beförderung und Erbauung unsterblicher Seelen. (Carl Philipp Emanuel Bach)

  • »Johannes Roehl« ist männlich

Beiträge: 11 259

Registrierungsdatum: 12. August 2005

7

Sonntag, 10. September 2017, 18:39

Für die Tafelmusik gibt es sicher bessere und ähnlich günstige Optionen als die Naxos-GA. Die ist nicht schlecht, aber schon die Brilliant-GA ist m.E. besser. Leider ist die anscheinend vergriffen, gebraucht um 12 EUR ist für Brilliant, die neu kaum mehr kosteten, eigentlich zu teuer.
Goebel/MAK gibt es in einer (vermutlich minimalen Papierhüllen-)Box (10 CDs) für 21 EUR, zusammen mit tollen anderen Telemann-Aufnahmen, u.a. der "Hamburger Ebb und Flut" und der großartigen Scheibe mit Bläserkonzerten. Oder nur die Tafelmusik für 26 (bez. unter 20 von anderen Anbietern).
Hünteler/MDG muss man sich wohl gebraucht zusammenstückeln; die ist auch sehr gut, kammermusikalischer, da immer nur mit einem Instrument pro Stimme besetzt.