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SebastianM

Anfänger

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  • »SebastianM« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 30

Registrierungsdatum: 21. Juni 2011

1

Montag, 27. Juni 2011, 23:25

Progressive Rock - Die Rockmusik für den Klassikfan?

Der Progressive Rock, der seine Blütezeit in den 1970er Jahren erlebte, könnte wohl am ehesten neben dem Jazz als die Musik für den Hörer klassischer Musik gelten, um mit "rockigeren" Tönen zu begeistern. Angefangen bei ersten Einflüssen der Beatles und frühen Zappa Werken, beginnt mit Genesis und Yes die Phase in der Kompositionen groß im sinfonischen Stil angelegt werden. So werden neben Einteilungen in satzähnlichen Formen Elemente wie Motivik, Thematik, Reprise etc. verwendet, die am ehesten an sinfonische Vorstellungen erinnern lassen. (bspw. Genesis "Supper's Ready", Pink Floyd "Atom Heart Mother" oder Yes "Close To The Edge") Des weiteren gingen Emerson, Lake & Palmer soweit Komponisten wie Mussorgski oder Tschaikowsky zu adaptieren (bspw. "Pictures Of An Exhibition"). Anderseits finden auch avantgardistische Anklänge durch Dissonanzen oder Kompositionstechniken von Komponisten der neueren Musikgeschichte Einfluss in diesem Genre (bspw. King Crimson "In Court Of The Crimson King" oder allg. Frank Zappa)
Hört bei dieser Musik die Grenze der U- zur E-Musik schon auf oder ist diese schon überschritten? Kann diese Gattung teilweise schon zur ernsten Musik gezählt werden? Oder ganz einfach, vermag diese Musik auch den engstirnigsten Klassikfan an die Rockmusik heranführen?
Wie ist eure Meinung dazu? Wer kann sich hier für den Progressive Rock begeistern?

Thomas Sternberg

Prägender Forenuser

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Beiträge: 735

Registrierungsdatum: 19. Juni 2010

2

Dienstag, 28. Juni 2011, 04:58

Hallo SebastianM,

ich habe mich mit dieser Musik befasst und sie ist einer Gründe dafür, das ich bei Beethoven "gelandet" bin. Alles ist so halb, diese Musik wird in ihrer Konsequenz nie den Ansprüchen gerecht, die sie anstrebt. Gute Ansätze werden verwaschen, Langeweile kommt auf, Ideen wurden geklaut und mal besser, mal schlechter, in einen progressiven Stil gepresst.

Viele Grüße Thomas

Wolfram

Prägender Forenuser

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Beiträge: 4 158

Registrierungsdatum: 5. August 2006

3

Dienstag, 28. Juni 2011, 08:25

Hallo Sebastian,

über "Atom Heart Mother" bin ich im Alter von 16 oder 17 Jahren mal gestolpert und fand das ein großartiges Album - besser noch als die eher kommerziell angehauchten "Dark side of the moon" u. a. Das hatte schon etwas von einem "Gesamtkunstwerk".

Ich muss die Scheibe mal wieder herauskramen.
Viele Grüße, Wolfram

  • »kurzstueckmeister« ist männlich

Beiträge: 6 799

Registrierungsdatum: 16. Januar 2006

4

Dienstag, 28. Juni 2011, 10:29

Was ich nicht verstehe, ist, was so progressiv daran sein soll, so um 1970 herum sich am "sinfonischen Stil" zu orientieren oder Dissonanzen zu verwenden, die nicht "korrekt" aufgelöst werden? Das war doch auch 1870 nicht progressiv sondern normal.

Vielleicht wäre ja "klassizistischer" Rock eine passendere Bezeichnung?
;)

Allerdings sind die Reihungsformen der mir bekannten Pop/Rock-Alben (Sgt. Pepper, Dark Side of the Moon) überhaupt nicht "sinfonisch" - das sind eher Gebilde, die an Tanzsuiten erinnern könnten, eher Strauss-Walzerketten als Mahler-Sinfonien.

Ich kann an den beiden genannten Alben (und an Zappa) zwar Gefallen finden, aber die Begeisterung hält sich in Grenzen - und die Musik kommt der "Grenze" zur klassischen Musik doch gar nicht nahe.

SebastianM

Anfänger

  • »SebastianM« ist männlich
  • »SebastianM« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 30

Registrierungsdatum: 21. Juni 2011

5

Dienstag, 28. Juni 2011, 20:57

Also die Progressivität darf natürlich lediglich im geschichtlichen Kontext der Rockmusik eingeordnet werden. Gegenüber der traditionellen klassischen Musik wird das ja in erster Linie nicht eingeordnet. Sgt. Peppers und Dark Side Of The Moon sind sicherlich auch keine typischen Werke des Progressive Rocks. Das Beatles Album schonmal gar nicht.
@kurzstueckmeister: Vielleicht hast du Lust dir mal die genannten Werke von Genesis, Yes und ELP anzuhören? Sicherlich werden sich für dich keine bahnbrechenden neuen Erkenntnisse ergeben, aber eventuell ein besserer Eindruck vom typischen ProgRock. Wobei sich deine Meinung grundsätzlich wohl nicht ändern wird. :D

  • »kurzstueckmeister« ist männlich

Beiträge: 6 799

Registrierungsdatum: 16. Januar 2006

6

Mittwoch, 29. Juni 2011, 10:52

da finde ich halbwegs billig:

soll ich das kaufen?
;)

SebastianM

Anfänger

  • »SebastianM« ist männlich
  • »SebastianM« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 30

Registrierungsdatum: 21. Juni 2011

7

Mittwoch, 29. Juni 2011, 14:00

Close To The Edge von Yes ist sicherlich ein Klassiker. Falls du daran jetzt natürlich keinen Gefallen dran findest, möchte ich nicht für das "rausgeschmissene Geld" verantwortlich sein. ;)

Ansonsten gibts noch die:


Emerson, Lake & Palmer - Brain Salad Surgery

recht günstig bei JPC. (Das dreisätzige "Karn Evil 9" mit seinem avantgardistischen Schlussteil)

oder preiswert auch die


Genesis - Seconds out

mit "Supper`s Ready", dem Magnum Opus von Genesis mit Peter Gabriel, hier wohl schon mit Phil Collins am Mikrophon.

oder machs dir leicht und schau bei youtube rein. ?(

  • »kurzstueckmeister« ist männlich

Beiträge: 6 799

Registrierungsdatum: 16. Januar 2006

8

Mittwoch, 29. Juni 2011, 14:27

dankeschön!
ich bin altmodisch und höre cds.
:)
das ist sicher eine interessante ergänzung zu meinen bisherigen (schmalen) beständen.

ich erwarte, dass mir das schon gefallen wird. schließlich finde ich zappa und abba auch ok und eigentlich wollte ich auch etwas death-metal oder wie das heißt haben und auch deutschen schlager der art udo jürgens. damit ich nicht mehr so einseitig bin. nur bei der volkstümlichen musik bin ich noch unsicher.

SebastianM

Anfänger

  • »SebastianM« ist männlich
  • »SebastianM« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 30

Registrierungsdatum: 21. Juni 2011

9

Donnerstag, 30. Juni 2011, 21:11

Oha, Death Metal - das wird für das Tamino Forum aber sehr ungewöhnlich sein. :D Wenn du es komplett haben willst, nimm noch "In Court Of The Crimson King" von King Crimson dazu. Dann hast du von jedem "der großen Vier" aus den 70er Jahren ein Album. Wobei es bei Genesis eigentlich was mit Peter Gabriel sein sollte, aber auf der Seconds Out sind sie noch ganz verspielt ohne irgendwelche Popanleihen.....