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William B.A.

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Dienstag, 4. Oktober 2011, 01:49

Willi(am)s unverzichtbare Klassikaufnahmen

Gerade aus Bulgarien zurückgekehrt, , möchte ich in dieses Forum einsteigen, und als erste eine Aufnahme vorstellen, die mich seit meienr Jugend geprägt aht:
Diese Aufnahme vom "Allvater" der Mozart-Opern-Dirigenten, Karl Böhm, die im Juni 1964 in der Berliner Jesus Christus-Kirche entstanden war, gilt unter vielen Mozart-Kenneren heute noch als "die" Referenz unter den Zauberflöten-Aufnahmen, und dies gleich aus mehreren Gründen:
Zum ersten wäre da natürlich das singuläre Dirigat Böhms zu nennen, das die Oper mit einem überragenden Orchester wiedergibt (wann habe ich, um nur ein Beispiel zu nennen, eine schlüssigere und spannendere Aufnahme der Ouvertüre gehört), dann sind natürlich die Solisten zu nennen:

Zuvorderst, wie könnte es bei mir auch anders sein, der "Tamino" schlechthin, Fritz Wunderlich. Nicht nur, wie überwältigend er die Bildnisarie singt, nein auch bei so kammermusikalisch kleinen Szenen wie dem Schluss der Nummer 5 . Der Vogelfänger bin ich ja: Alle: "So lebet wohl! Wir wollen gehn, lebt Woh! Auf Wiedersehn!", singt er mit der ihm eigenen Inbrunst, ohne jemals kitschig zu wirken, er ist quasi der Tamino, er singt ihn nicht (nur).

Zum Zweiten wäre da ein Papgeno zu nennen, der ganz anders an die Rolle herangeht, als man vorher gemein hin kannte: Dietrich Fischer-Dieskau. Viele Kritiker haben ihm vorgeworfen, dass er (altbekannt) zu maniriert an die Rolle herangegangen sei. Nein, er gewinnt ihr neue Facetten ab, vom leichten, swingenden Auftrittslied, natrülich sehr akzentuiert, wie er es in seiner lebenslangen Aufgabe als "der" Liedsänger immer wieder demonstriet hat, bis hin zum tiefen Ernst in der Nummer 7, dem Duett "Bei Männern, welche Liebe fühlen", (mit der bezaubernden Evelyn Lear als Pamina, die ich mir in dieser Aufnahme besser als Königin der Nacht vorgestellt hätte), (m.E. eines der besten Duette der Nr. 7 in der Geschichte der Schallplattenrezeption überhaupt.
Schließlich Franz Crass als einer der besten Sarastros, hinter Gottlob Frick und Kurt Böhme, von den neueren Sarastros kann da nur Matti Salminen mithalten, und die Luxusbestzung der "Nebenrollen": der große Hans Hotter als Sprecher, die ebenfalls ganz großen James King und Martti Talvela als Geharnischte. Ebenso die superbe Besetzung der drei Damen, Hildegard Hillebrecht, Svetka Ahlin und Sieglinde Wagner.

Der einzige Wermutstropfen ist in meinen Augen die verkehrte Besetzung der beiden weiblichen Hauptrollen. Umgekehrt eäre besser gewesen. Roberta Peters erschien mir doch ein wenig überfordert. Aber das schmälert nicht den Gesamteindruck dieser großartigen, füur mich unverzichtbarten Aufnahme.

Liebe Grüße

Willi :)
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

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Donnerstag, 6. Oktober 2011, 00:27

Willi(am)s unverzichtbare Klassikaufnahmen

Die nebenstehende Aufnahme, auch schon seit 50 Jahren in meiner Sammlung, aber zunächst als LP lediglich mit dem 5. Klavierkonzert Es-dur op. 73 von Ludwig van Beethoven, später dann auch in der hier vorliegenden Kombination mit Schumanns Klavierkonzert, möchte ich als nächstes vorstellen. Aber als unverzichtbar sehe ich in erster Linie, auch wegen des tiefen Ersteindrucks auf mich, der bis heute anhält, das Emperor-Concerto, einmal wegen des unnachahmlichen sonoren Klangs der Chikago Symphony, vor allem dank Fritz Reiner, von dem ich so nach und nach auch andere Aufnahmen sammle, aber zum anderen auch wegen der m.E. bis heute referenzwürdigen Interpretation Van Cliburns. Das ist eine Aufnahme, wie ich mir das 5. Klavierkonzert vorstelle, majestätisch, brilliant, mitreißend, und ich habe es heute in mehr als ein Dutzend Einspielungen, darunter alleine Brendel in vier Versionen (60er mit Mehta, 70er mit Haitink, 80er mit Levine und 2000er mit Rattle). Alle können sie m.E. Van Cliburn nicht übertreffen, ob Rubinstein, Brendel, Aimard, Gulda, Lupu, Arrau oder wie sie alle heißen mögen (ich habe sie jetzt nicht alle herausgekramt).

Liebe Grüße

Willi :thumbsup:
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Dienstag, 8. November 2011, 13:57

Willi(am)s unverzichtbare Klassikaufnahmen

Heute möchte ich diese Gesamtaufnahme der Beethoven-Symphonien von Herbert von Karajan nennen, die er Anfangs der 60er-Jahre eingespielt hat. Nicht nur, weil sie meine erste Begegnung mit dem Symphonien-Kosmos Beethovens darstellten, quasi unmittelbar nach Entstehen, denn ich hatte die GA damals auf LP als Subskriptionsausgabe erstanden, sondern auch, weil ich sie noch heute für eine der Referenz-Aufnahmen halte.
Als Einzige enthält sie darüber hinaus zwei absolute Gänsehautstellen für mich, und zwar in der großen Streichersteigerung im Larghetto der Zweiten, kurz vor der Reprise, und im Finale der Neunten im pp-Einsatz des Chorsoprans "über Sternen muss er wohnen". In meinen zahlreichen Gesamtaufnahmen findet sich keine, in der das so gut musiziert wird. Außerdem sind die Berliner Philharmoniker hier auf dem Höhepunkt, und ich sehe auch keine gravierenden Mängel in dieser Aufnahme. Lediglich in der langsamen erhabenen Tutti-Variation gegen Ende der Eroica tut er vielleicht des Guten zu viel, lässt die Stelle etwas sehr langsam spielen.
Trotzdem halte ich dies Aufnahme für unverzichtbar.

Liebe Grüße

Willi :thumbsup:
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Dienstag, 23. April 2013, 23:38



Ich will es mal Joseph nachtun und auch aus meiner Patchwork GA Beethoven die unglaubliche "Erioca" Giulinis aus Los Angeles stellvertretend für die anderen Aufnahmen hier erwähnen. Ich werde in Zukunft auch alle Aufnahmen, die ich hier bespreche und entsprechend einschätze, hier einstellen. Denn ich glaube, dafür ist dieser Thread da.

Liebe Grüße

Willi :)
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Dienstag, 23. April 2013, 23:45


Diese Aufnahme habe ich jüngst hier vorgestellt und halte sie für unverzichtbar. Nicht nur die sängerischen Leistungen von Luciano Pavarotti, Sherill Millnes, Eva Marton und Dolora Zajick, auch die Leistungen von Chor und Orchester der MET samt James Levine sowie die vorbidliche Regie, die den düsteren Charakter dieser Oper unterstreicht, sind Grund dafür.

Liebe Grüße

Willi :)
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Dienstag, 9. Juli 2013, 18:07

Diese unvergessliche Aufnahme, die vor 35 Jahren bei den Salzburger Osterfestspielen 1978 entstand, möchte ich hier in meine Liste der unverzichtbaren Aufnahmen aufnehmen. Dieses ist ein sehr eindringliches Beispiel von Karajans Philosophie nicht nur des hörenden Hörens sondern auch des für ihn und für viele andere unverzichtbaren sehenden Hörens. Der riesenhafte und nichtsdestoweniger ungeheuer präzise und stimmgewaltige Wiener Singverein steht in rautenförmiger Aufstellung, was ein klassisches Ebenmaß ausdrückt, und es ist erstaunlich, zu welchen Zwischentönen dieser Klangkörper unter Karajan fähig war und zu welchen Spitzenleistungen, wie nicht nur hier, sondern auch in der gut 10 Jahre vorher in Berlin entstandenen Neunten Beethoven, die ich auch noch an dieser Stelle vorstellen werde.
Hier wie dort wirkte Gundula Janowitz, die großartige, von Karajan entdeckte Sopranistin, aber, wenn ich mich recht entsinne, zum letzten Male unter Karajan. Im Januar 1978 sang sie an der Wiener Staatsoper unter Bernstein in einer ebenfalls maßstäblichen Live-Aufführung die Leonore aus Beethovens Fidelio. Auch davon wird hier noch die Rede sein.
Auch José van Dam liefert in dieser Aufführung eine adäquate Leistung, ebenso wie die Berliner Philharmoniker und letztendlich der Mann, der alle zu dieser Ausnahmeleistung führte: Herbert von Karajan.

Liebe Grüße

Willi :)
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Dienstag, 23. Juli 2013, 14:48

Angesichts des gestrigen 15. Todestages von Hermann Prey möchte ich auch an dieser Stelle die nebenstehende Aufnahme, über die ich in mehreren Threads schon gesprochen habe, erwähnen.
Ich habe sie als DVD seit mehreren Jahren in meiner Sammlung, zeigt sie doch Hermann Prey auf der Höhe seines Könnens, den Barbier schlechthin, dann Luigi Alva, neben Fritz Wunderlich ein veritabler Almaviva, Theresa Berganza als bezaubernde Rosina, sowie Enzo Dara als glänzender Bartolo sowie Paolo Montarsolo, nicht nur in der grandiosen Verleumdungsarie als einer der Höhepunkte der Oper.

Natürlich bedurfte es zum Gelingen als großartiges Gesamtkunstwerk des mitreißenden Dirigates des (noch) jungen Claudio Abbado und seiner Mailänder Musiker sowie der überzeugenden Regie von Jean-Pierre Ponelle.

Liebe Grüße

Willi :)
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