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sagitt

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1

Freitag, 8. Juli 2005, 08:55

Bachs Triosonaten BWV 525 ff.

Sagitt meint:

Gar kein Orgelfachmann, aber natürlich immer wieder begeistert von der Königin der Instrumente, wenn man selbst einmal in so einer Orgel sitzt und die Register voll aufdreht und die Orgel rauschen lässt,BWV 565 oder ähnliches, ist dies schon eine besonderes Gefühl. Für mich ist Orgel eigentllich,ganz ungerecht und wenig sachverständig,ich weiss, Johann Sebastian Bach.
Heute soll ein thread zu den Triosonaten begonnen werden. Diese um 1730 komponierten Stücke sind wahrlich eine Herausforderung für Organisten. Ich hoffe sehr auf erhellende Beiträge von Kennern.
Meine Aufnahme dieser Stücke ist nach wie vor diejenige von Daniel Chorzempa. Die Veröffentlichung liegt schon Jahrzehnte zurück, sie wurde damals hochgelobt.Chorzempa spielte mit ungeheuerem Elan und großer Virtuosität. Meine Recherche,ob es diese Aufnahme noch gibt, ist nicht von Erfolg gekrönt gewesen. Auch in diesem Punkt gibt es vielleicht sachverständige Hinweise ?

Karsten

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2

Dienstag, 12. Juli 2005, 16:41

RE: Bachs Triosonaten BWV 525 ff.

Um mal diesen Thread etwas zu beleben:

Die bach'schen Trio-Sonaten sind wirklich eine "Tour de force" für jeden Organisten. Nicht nur, dass sie technisch anspruchsvoll sind, man braucht auch eine gehörige Portion Musikalität, um sie mit Leben zu füllen. Nicht umsonst stehen Triosonaten so ziemlich auf jeden Wettbewerbs-/Prüfungsprogramm bei den Pflichtstücken...

Besondere Aufnahmen herauszugreifen ist aufgrund der Vielzahl an Einspielungen schwierig. Von den neueren Einspielungen sollte vielleicht diese genannt werden:



Bach, Johann Sebastian (1685-1750):
Triosonaten BWV 525-530
John Butt / Harrold-Orgel Hertz Hall, Berkeley
HMF
DDD

Von den Kritikern hochgelobt und zudem mittlerweile äusserst günstig zu haben.


Etwas teurer und in Deutschland schwerer zu bekommen:



Bach, Johann Sebastian (1685-1750)
Triosonaten BWV 525-530
Olivier Latry / Orgel St. Jean l'Evangeliste Grenoble
BNL
DDD

Und wer es "historischer" haben will:



Bach, Johann Sebastian (1685-1750)
Triosonaten BWV 525-530
Hubert Meister / Silbermann-Orgeln in Großhartmannsdorf & Forchheim
Motette
DDD

Es gibt natürlich noch sehr viel mehr AUfnhamen. Dies nur als erster Anstoß.

Gruß
Karsten

eniem

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3

Freitag, 5. August 2005, 11:59

Hallo!

Die Triosonaten sind allesamt (wie alle Werke von bach ;-)) einfach nur genial. Wenn man sie dann weiter "zerlegt" und betrachtet, sind sie ja eigentlich Fugati... Aber einfach nur genial und toll und schön... und eine Herausforderung (wo ich die 1. BWV 525 bereits hinter mir habe...)

mlg
eniem

sebastian

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4

Freitag, 5. August 2005, 13:41

zu den aufnahmen an den silbermann-orgeln:
da ist mir eine interpretation an der sauer-orgel des bremer doms, der walcker-orgel in hoffenheim oder der link-orgel in giengen/brenz aber deutlich lieber als an diesen - wie ich finde - nicht wirklich schönen orgeln....
ich weiß, meine meinung ist pervers und alles mögliche sonst noch, aber mir hat es an genannten beispielen viel besser gefallen als auch an einer cavaille-coll oder was auch immer.
Bach ist Anfang und Ende aller Musik

reklov29

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5

Mittwoch, 24. August 2005, 22:56

RE: Bachs Triosonaten BWV 525 ff.

Hallo Sagitt,
Zitat:
Heute soll ein thread zu den Triosonaten begonnen werden. Diese um 1730 komponierten Stücke sind wahrlich eine Herausforderung für Organisten. Ich hoffe sehr auf erhellende Beiträge von Kennern.
-----------------------------------------------------

Eine Herausforderung für jeden Organisten allemal, die Triosonaten gekonnt im Sinne von Bach künstlerisch und virtuos umzusetzen erfordert eine menge an Rüstzeug. um sich an diese Werke heranzutrauen

Eine neuere Einspielung von dem Organisten Weinberger, Orgel-Dozent an der hiesigen Musikhochschule
in Detmold, habe ich vor ein paar Monaten mir zugelegt.
Leider spielt er dort nur die Triosonaten 526 &529 an der wunderschönen Throst-Orgel in der
Schlosskirche zu Altenburg ein.
Diese Orgel ist für Bachinterpretationen vorzüglich geeignet und bietet sich für die Einspielungen der
Triosonaten förmlich an.
Mich wundert es nur, dass weitere Einspielungen z.Zt. nicht vorliegen.
Als gelungen kann die nachstehende CD empfohlen werden, auch wenn nicht das Gesamtwerk vorhanden ist.




Choräle BWV 718, 726, 730-732, 733, 736, 738,
1085;
Triosonaten BWV 526 & 529;
Passacaglia BWV 582
Gerhard Weinberger / Heinrich Gottfried TrostOrgel der Schloßkirche Altenburg

Grüsse nach Bremen
reklov29
Bach ist so vielfältig, sein Schatten ist ziemlich lang. Er inspirierte Musiker von Mozart bis Strawinsky. Er ist universal ,ich glaube Bach ist der Komponist der Zukunft.
Zitat: J.E.G.

Karsten

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6

Donnerstag, 25. August 2005, 15:05

RE: Bachs Triosonaten BWV 525 ff.

Zitat

Original von reklov29
Mich wundert es nur, dass weitere Einspielungen z.Zt. nicht vorliegen.
Als gelungen kann die nachstehende CD empfohlen werden, auch wenn nicht das Gesamtwerk vorhanden ist.

Es ist klar, dass das Orgelgesamtwerk Bachs nicht auf eine CD passt ;)
Aber mich wundert, wie Du darauf kommst, dass weitere Einspieluneg Weinbegers "nicht vorliegen" sollen... Seine Einspielung der Bach'schen Orgelwerke ist mittlerweile bei Vol. 16 angekommen (alle erschienen bei cpo, dem "Hauslabel" von www.jpc.de) und ist damit im Prinzip "komplett". Die Reihe hat sehr guten Kritiken bekommen und alle Folgen sind lieferbar.

Man spielt nun mit dem Gedanken ob und inwieweit die Reihe durch "Die Kunst der Fuge" sowie "zugeschriebene" bzw. "zweifelhafte" Orgelwerke Bachs, ergänzt werden soll.

In der Zwischenziet widmet sich Wienberger einer Gesamtaufanhem der Orgelwerke von Krebs (in Kooperation mit seiner Ehegattin), die bei Mottet erscheinen...

Das hier nicht alle Triosonaten auf einer CD erscheinen, liegt wohl an dem "Konzertprogramm-Konzepten" der einzelnen CDs, was ich sehr sinnig halte.

Gruß
Karsten

reklov29

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7

Freitag, 26. August 2005, 22:27

RE: Bachs Triosonaten BWV 525 ff.

Hallo Karsten,
Zitat:
Aber mich wundert, wie Du darauf kommst, dass weitere Einspieluneg Weinbegers "nicht vorliegen" sollen
------------------------------------------------------
Hier hast Du mich wohl missverstanden, ich habe bemängelt, dass die weiteren Triosonaten
nicht auf der herrlichen Trost-Orgel in der Schlosskirche zu Altenburg z,Zt. wohl nicht eingespielt, oder
nicht erhältlich sind.


Gruss
reklob29
Bach ist so vielfältig, sein Schatten ist ziemlich lang. Er inspirierte Musiker von Mozart bis Strawinsky. Er ist universal ,ich glaube Bach ist der Komponist der Zukunft.
Zitat: J.E.G.

Karsten

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8

Samstag, 27. August 2005, 10:36

RE: Bachs Triosonaten BWV 525 ff.

Zitat

Original von reklov29
Hier hast Du mich wohl missverstanden, ich habe bemängelt, dass die weiteren Triosonaten
nicht auf der herrlichen Trost-Orgel in der Schlosskirche zu Altenburg z,Zt. wohl nicht eingespielt, oder
nicht erhältlich sind.

Hallo!

Die Orgel der Schlosskirche Altenburg wird in Fachkreisen eher als ein Instrument von Johann Ludwig Krebs, der ein Meisterschüler Bachs war, angesehen, da dieser dort lange Zeit Organist war. Dementsprechend gibt es mehr "Krebs"- als "Bach"-Einspielungen an dieser Orgel ;)
Bach hat die Orgel allerdings auch gekannt: er hat die Orgel im Bau begutachtet und auch später gespielt. Er war voll des Lobes über Trost. Also ist es "auch" eine "Bach-Orgel" ;)
Nebenbei: auch Liszt hat die Orgel in Altenburg gespielt ;)

Zurück zu den Trios und Weinberger:

Weinberger verwendet verschiedene Orgeln, die alle irgendwie in Relation zu Bach stehen, sei es, dass sie der Tradition entsprechen oder ähneln, die Bach gekannt/geschätzt hat, oder die stilistisch zu dem ausgewählten Repertoire passen.

Die weitere vier Triosonaten hat Weinberger zum einen auf einer anderen Trost-Orgel eingespielt:



Orgelwerke Vol. 12
Sonaten BWV 525 & 528
Präludium & Fuge BWV 566
Orgelchoräle aus der Neumeister Sammlung BWV 957, 1108-1120
Heinrich Gottfried Trost Orgel St. Walpurgis / Thüringen (1712-16)
CPO, DDD, 99

und zum anderen die schon erwähnte und gelobte Orgel in Naumburg:



Orgelwerke Vol. 16
Sonaten BWV 527&530;
Fuge BWV 542 / 2;
Piece d'Orgue BWV 572;
Choral BWV 728;Präludium &
Fuge BWV 536;
Kanonische Veränderungen BWV 769a "Vom Himmel hoch, da komm ich her" (autographe Fassung)
Zacharias Hildebrandt-Orgel in St. Wenzel, Naumburg (1743-46)
CPO, DDD, 03

Sicherlich ebenfalls adäquate Instrumente, die anders, aber nicht unbedingt "schlechter" als Altenburg sind.

Gruß
Karsten

bubba

Fortgeschrittener

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9

Samstag, 27. August 2005, 11:08

Hallo

ich kann hier wegen Mangel an Wissen keine CD empfehlen, aber meine Bewunderung für jeden Organisten, der diese genialen Triosonaten spielt, bekunden. Mir ist es tatsächlich schleierhaft, wie man derartige Polyphonie verbunden mit technischem Anspruch bewältigen kann. Besonders beeindruckt hat mich, daß das Pedal von der Stimmführung fast nicht von den Manualen zu unterscheiden ist. :jubel: :jubel:
Vielleicht könnten diejenigen, welche schoneinmal so eine Triosonate gespielt haben erzählen, ob sie dabei horizontal oder vertikal denken, würde mich echt interessieren.
Viele Grüße
Das Frühstück ist ihm viel zuviel Zeremonie. Die ganze Lächerlichkeit kommt zum Ausdruck, wenn ich den Löffel in die Hand nehme. Die ganze Sinnlosigkeit. Das Zuckerstück ist ja ein Anschlag gegen mich. Das Brot. Die Milch. Eine Katastrophe. So fängt der Tag mit hinterhältiger Süßigkeit an.

sagitt

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10

Samstag, 27. August 2005, 11:57

RE: Bachs Triosonaten BWV 525 ff.

Hallo Reklov,

ich glaube,weiss es aber nicht, dass Chorzempa die Triosonaten an der Orgel der Grote Kerk in Alkmaar eingespielt hatte. Diese Aufnahme, vor Jahrzehnten hoch gelobt und mit Preisen versehen, ist nach meiner Erkenntnis momentan nicht erhältlich ( jedenfalls in Deutschland).
Auch von dem vorzüglichen Organist Chorzempa- herrlich seine Händelorgelkonzerte, die gerade als SACD neu erscheinen bei pentatone, ist heute nicht mehr viel zu hören.

Oder wissen Experten mehr ?

Schöne Grüsse aus Bremen

Sagitt

sebastian

Schüler

  • »sebastian« ist männlich

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11

Samstag, 27. August 2005, 12:02

Ob ich horizontal oder vertikal denke???
Oje - am Anfang steht erst einmal, dass alle Töne stimmen (meine Übmethodik brauche ich hier aber nicht aufzurollen, oder lieber doch?). Wenn man dann die einzelnen Stimmen einzeln durch hat, weiß man auch ungefähr, was man hervorheben muss etc - das ergibt sich dann mit häufigem "richtigem" Spiel von selbst...
Viele Grüße
Bach ist Anfang und Ende aller Musik

eniem

Anfänger

  • »eniem« ist männlich

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12

Sonntag, 4. September 2005, 20:47

hmm.. die frage zu horizontalem oder vertikalem denken ist wirklich interessant, denn darüber habe ich mir eigentlich wenn ich solche stücke spiele noch nie gedanken gemacht.

tja... also, wie sebastian vorher schon gesagt hat ist es am anfang doch mal am allerwichtigsten, dass die töne stimmen.

dann kann man schön langsam mal die verschiedensten stimmen kombinieren zb. rh + ped, rh + lh, lh + ped... und irgendwann zusammen.

gut. soweit war das nun übetechnisch. spieltechnisch würde ich sagen, bewege ich mich hier eher horizontal und betrachte hier jede stimme als seine einzige - polyphonie! - und nicht "untereinander". und das mit dem "hervorheben" gibt sich dann eigentlich auch. es ist ja schon allein interessant z.b. bei der BWV 525 in Es-Dur sich am Motiv (b' es'' g'') festzuhalten und dieses konsequent hervorzuheben...

mlg
eniem

eniem

Anfänger

  • »eniem« ist männlich

Beiträge: 14

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13

Mittwoch, 7. September 2005, 17:55

Zitat

Original von mir
BWV 525 in Es-Dur sich am Motiv (b' es'' g'')


hoppla... woran habe ich da gedacht... es' g' b' muss es ja heißen...

mlg
eniem

reklov29

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  • »reklov29« ist männlich

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14

Sonntag, 2. Oktober 2005, 18:29

RE: Bachs Triosonaten BWV 525 ff.

Hallo Orgelforum,

seit ein paar Tagen besitze ich folgende Bachaufnahme der Triosonaten
eingespielt vom Organisten der Stiftskirche in Stuttgart: Kay Johannsen




Kay Johannsen überzeugt vor allem mit seiner brillanten Aufnahme der 6 Triosonaten, die man selten so souverän musiziert gehört hat. Die klangschöne Metzler-Orgel in Stein am Rhein bringt die nötige Transparenz auf, um diese Aufnahme zu einem besonderen Genuss werden zu lassen.

Eine weitere empfehlenswerte Einspielung, die sehr zu begeistern weis.


Grüsse
reklov29
Bach ist so vielfältig, sein Schatten ist ziemlich lang. Er inspirierte Musiker von Mozart bis Strawinsky. Er ist universal ,ich glaube Bach ist der Komponist der Zukunft.
Zitat: J.E.G.

15

Sonntag, 20. November 2005, 11:16

Hi Bubba,

übertreibs mal nicht,
die Pedalparts in den Triosonaten sind eigentlich ziemlich leicht, fast immer nur Begleitfunktion in Achtelnoten, selten wird das Thema übernommen.
z.B: C-Dur 3.Satz: das Seitenthema

- ich gehe manchmal so weit, zu sagen, daß Buxtehude die wesentlich bessere Pedaltechnik als Bach hatte! Es gibt ein G-Dur Trio (BWV 10, das die Bearbeitung eines Gambensonaten Satzes ist - man kann hier sehen, was er alles vereinfacht hat...

Wo sichs wirklich abspielt - die Trios von Max Reger, bzw. eigentlich alles Polyphone von ihm...


was mich betrifft - fast ausschließlich horizontal gedacht - man merkt es ja schnell, wenn die Harmonie nicht stimmt...


An die Interpreten hier: wie registriert man "heutzutage"?
mit 16' im Pedal
mit wechselnden Registrierungen

was ist in?

die lebhaften Diskussionen während meiner Studienzeit hab ich noch gut in Erinnerung...
Im übrigen bin ich der Ansicht, dass gepostete Bilder Namen des Fotografen, der dargestellten Personen sowie eine genaue Angabe des Orts enthalten sollten.
(frei nach Marcus Porcius Cato Censorius)

sebastian

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16

Sonntag, 20. November 2005, 14:20

Dann sag das mal nem Studenten, der sich bei Bach einen abbricht (nicht falsch verstehen - ich hab wenig Probleme damit!). Denn es kommt ja nicht auf die richtigen Töne drauf an, sondern du musst die Linien im Pedal anders als die im Manual führen, musst mit Tonan- und -absprache spielen etc - also sooo einfach ists dann nicht...
Zum Thema Registrierung: kommt ganz auf das Instrument drauf an; ich lass mich da jedes Mal beim Konzert überraschen^^
Viele Grüße
Bach ist Anfang und Ende aller Musik

17

Sonntag, 20. November 2005, 17:36

soo einfach ists nicht - dafür studiert man ja...

zur Registrierung - wollte ich bloß Trends wissen...
Im übrigen bin ich der Ansicht, dass gepostete Bilder Namen des Fotografen, der dargestellten Personen sowie eine genaue Angabe des Orts enthalten sollten.
(frei nach Marcus Porcius Cato Censorius)

tom

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18

Mittwoch, 14. Dezember 2005, 14:14

Wirklich gut finde ich die Einspielung von Edward Power Biggs mit einem Pedalchembalo, aufgenommen ausweislich des Begleitheftes vom 7. bis 9. Dezember 1966. Diese Triowerke sind wirklich wünderschön, eignen sich auch als Kammermusik. Ich persönlich kann dem Andante aus der 4. Sonate in e-moll am meisten abgewinnen.

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19

Mittwoch, 14. Dezember 2005, 15:42

Zitat

Original von tom
Wirklich gut finde ich die Einspielung von Edward Power Biggs mit einem Pedalchembalo, aufgenommen ausweislich des Begleitheftes vom 7. bis 9. Dezember 1966. Diese Triowerke sind wirklich wünderschön, eignen sich auch als Kammermusik. Ich persönlich kann dem Andante aus der 4. Sonate in e-moll am meisten abgewinnen.


Ja, ja, ja! Ich (nicht gerade ein Orgelfreund) habe die Stücke mit dieser Aufnahme erst richtig kennengelernt und ich liebe sie! Alle!
Zwar wohl vergriffen, aber ab und zu auf Ebay oder anderswo zu kriegen. Von Power Biggs gab es wohl noch eine ganze Menge Platten, teils mit etwas kühnen Transkriptionen, leider entweder nie auf CD erschienen oder vergriffen...
Die oben im thread genannte CD mit John Butt gefäällt mir auch recht gut, eine kleine transparent klingende Orgel;; mit den Monsterorgeln kann ich mich einfach nicht anfreunden...
Aber am besten gefällt mir das trockene Pedalcembalo

viele Grüße

JR
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tom

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20

Mittwoch, 14. Dezember 2005, 15:54

Hallo JR,

ich kann mir vorstellen, daß Du auch die Kunst der Fuge von JSB magst. Dieses Werk wurde in den 60ern von Isolde Ahlgrimm, einer exzellenten Chembalistin, gleichfalls auf einem Pedalchembalo eingespielt, wobei die Klangqualität freilich den Standard der 60er Jahre wiederspiegelt.

Nur ein Widerspruch am Rande: Ich würde das Pedalchembalo nicht als "trocken" klingend bezeichnen. Im Gegenteil, gerade die Aufnahme mit Power Biggs zeigt doch wie räumlich auch dieses Instrument klingt. Zudem ermöglicht es dieses Instrument mE, daß die einzelnen Stimmen der Triosonaten besonders durchsichtig und transparent, gleichsam miteieinander kommunizierend, dargestellt werden können, was bei Orgelaufnahmen manchmal ein wenig zu kurz kommt.

Beste Grüße

tom

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21

Mittwoch, 14. Dezember 2005, 16:16

@ JR

Wenn Dir trockener Orgelklang gefällt, dann wirst Du an der Einspielung eines Teils der Kunst der Fuge mit Glenn Gould nicht vorbeikommen. Wie fast immer hat Gould aber auch hier aufnahmetechnisch gearbeitet, indem er die Mikrophone direkt an den Orgelfeifen positioniert hat, dadurch die Aufnahme räumlich sehr trocken wirkt.

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22

Mittwoch, 14. Dezember 2005, 16:44

Ja, genau diese Transparenz gefällt mir bei Power Biggs, "trocken" war vielleicht das falsche Wort. Das ist auf einer Orgel immer nur bedingt möglich, ebenso klare Phrasierung; häufig tendiert alles zu verschwimmen. Eine Orgelpositiv o.ä. (was Butt verwendet kann nicht viel größer sein) ist da besser.
Die Kunst der Fuge mit Gould an der Orgel kenne ich, schade dass er nie eine Gesamtaufnahme auf dem Klavier gemacht hat. Ich bin allerdings kein so großer Fan des Werkes, habe etliche Aufnahmen, aber selten Lust darauf.

viele Grüße

JR
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sebastian

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23

Mittwoch, 14. Dezember 2005, 22:40

"wenn du trockenen orgelklang magst" - was für instrumente habt ihr auf euren cd's?
Bach ist Anfang und Ende aller Musik

tom

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24

Mittwoch, 14. Dezember 2005, 22:51

"Trocken" im Sinne von nicht hallig oder nachhallig. Eben alles nur eine Frage von Manipulationen bei der Aufnahmetechnik, um eben Transparenz, Unterscheidbarkeit der Stimmen, ggf. Betonung auch der Mittelstimmen zu erhalten. Glenn Goulds Orgelaufnahme (Teile aus Kunst der Fuge), die ich sehr schätze, sehe ich als Musterbeispiel an.

Beste Grüße

sebastian

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25

Freitag, 16. Dezember 2005, 20:58

und was für instrumente bezeichnest du als trocken?
Bach ist Anfang und Ende aller Musik

tom

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26

Freitag, 16. Dezember 2005, 21:17

Hallo,

Instrumente bezeichne ich nicht als "trocken", allenfalls Aufnahmen (s.o.). Leider fällt mir kein besserer Begriff ein.

Beste Grüße aus Norddeutschland


P.S.: vorsorglich, um Mißverständnissen vorzubeugen, wäre wohl mitzuteilen, daß ich den Begriff "trocken" nicht als negativ empfinde. Dies ergibt sich, so meine ich, aus meinem Beitrag vom 14.12.2005, 22:51 Uhr.

SMOB

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27

Mittwoch, 8. November 2006, 21:18

Hallo liebe Orgelfans,

Ich wollte noch einmal diesen Threat nach vorne holen.

Wow, bisher kannte ich die Triosonaten kaum, bin aber jetzt
rechtlos fassungslos über die Schönheit dieser Musik.
Besonders von dem ersten Satz der Sonate in d-Moll BWV 527
kann ich nicht genug kriegen.

:beatnik: :beatnik: :beatnik:

Ich habe mal eine Gesamtaufnahme des Bachschen Orgelwerkes
geschenkt bekommen. Interpret: Wolfgang Stockmeier.



Ich bin sehr begeistert, allerdings ist diese meine bisherig einzige
Einspielung, also fehlen mir die Vergleichsmöglichkeiten. Aber es
gibt ja genügend Vorschläge von euch. Daher werde ich mir demnächst,
wenn es der Geldbeutel erlaubt, auch noch andere Einspielungen
anschaffen.

Ich habe noch eine Frage an die Orgelexperten: Ich habe noch
keine Orgelerfahrung und mein Traum wäre es die irgend einmal die
Triosonaten zu beherrschen. In unserem Haus habe ich Zugriff
auf eine Orgel in der integrierten Kapelle, habe allerdings noch
Probleme mit der Koordinierung der Füße mit den Händen. Wie
kann ich das Problem in den Griff bekommen? Mit welchen
Stücken sollte ich anfangen? Welche Übungen gibt es? Ist es möglich,
sich die 'Dinge autodidaktisch beizubringen? Ist es dafür mit 21 schon
zu spät?
"Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten" Gustav Mahler

ThomasBernhard

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Beiträge: 4 310

Registrierungsdatum: 21. Januar 2005

28

Mittwoch, 8. November 2006, 22:03

Zitat

Original von SMOB
Ich habe noch eine Frage an die Orgelexperten: Ich habe noch
keine Orgelerfahrung und mein Traum wäre es die irgend einmal die
Triosonaten zu beherrschen.

...

Ist es dafür mit 21 schon
zu spät?



Zu spät ist es mit 21 für nix.
Ich habe die Triosonaten nie versucht zu spielen, aber sie gelten als ausserordentlich tückisch und schwer innerhalb des Bach´schen Orgelwerks (kommt da Zustimmung von den Berufsorganisten?)

Besorg Dir doch eine orgelschule, etwa "Die Kunst des Orgelspielens" von Hermann Keller im Peters-Verlag. Und an Bachs "Acht kleine Präludien und Fugen" kannst Du Dich auch autodidaktisch heranwagen.
Frauen und Kinder zuerst

good night and good luck

thomasbernhards-1[ätttttt]yahoo[punkt]de

29

Donnerstag, 16. November 2006, 11:43

Zitat

Original von SMOB


Ich habe noch eine Frage an die Orgelexperten: Ich habe noch
keine Orgelerfahrung und mein Traum wäre es die irgend einmal die
Triosonaten zu beherrschen. In unserem Haus habe ich Zugriff
auf eine Orgel in der integrierten Kapelle, habe allerdings noch
Probleme mit der Koordinierung der Füße mit den Händen. Wie
kann ich das Problem in den Griff bekommen? Mit welchen
Stücken sollte ich anfangen? Welche Übungen gibt es? Ist es möglich,
sich die 'Dinge autodidaktisch beizubringen? Ist es dafür mit 21 schon
zu spät?



Hallo SMOB!

in der Tat sollte es niemals zu spät sein, mit etwas Neuem zu beginnen. :D

Ich habe auch recht spät (so mit 16 Jahren) mit dem Orgelspiel begonnen und kann auch ein Lied von den ersten Koordinierungsproblemen (v.a. linke Hand und Pedal :angry: ) singen.

Geholfen hat mir da erst einmal die Orgelschule von Keller, die ich für den Anfang bestens empfehlen kann!

An den Triosonaten von Bach würde ich erst mal keine Gedanken verschwenden, weil sie für den Anfänger überhaupt nicht geeignet sind und selbst Fortgeschrittene beißen sich noch sämtliche Zähne an ihnen aus. 8o

Für den Anfang würde ich es erst mal mit den 8 "Kleinen Präludien" versuchen, die übrigens aus satztechnischen und stilistischen Gründen nicht aus der Hand J.S. Bachs stammen sollen. Es gibt übrigens wunderbare Orgelmusik von Diedrich Buxtehude, den Bach sehr geschätzt hat, die ich Dir nur wärmstens empfehlen kann und die auch technisch eher zu bewältigen ist. 8)

Liebe Grüße Bernhard

Masetto

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Registrierungsdatum: 29. April 2006

30

Samstag, 30. Dezember 2006, 22:24

Das mit dem horizontalen oder vertikalen Denken ist eine sehr interessante Frage.

Ich denke es geht nur im Zusammenspiel. Und dann noch ein bißchen Diagonal mit Gefühl und es passt :D

Und die Triller schön langsam!
29.08.1958 - 25.06.2009
gone too soon