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Figarooo

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  • »Figarooo« ist männlich

Beiträge: 1 135

Registrierungsdatum: 19. März 2010

91

Freitag, 27. April 2012, 12:56

Die Antwort der Deutschen Oper am Rhein auf sachliche Kritik am Barbier von Sevilla auf Facebook:

Sehr geehrte Herren, seit Monaten "arbeiten" Sie sich hier auf unserer Facebook-Seite an unserer "Barbiere"-Inszenierung ab. Wir akzeptieren, dass sie Ihnen nicht gefällt. Wir müssen uns aber nicht rechtfertigen - es gibt viele Gäste, die diese Inszenierung sehr schätzen und genießen.

"Wir müssen uns aber nicht rechtfertigen" Jetzt wird man schon agressiv, weil die Argumente ausgehen. Und nicht mal das haben diese arroganten Herrschaften begriffen: Wer mit öffentlichen Steuergeldern umgeht, der muss sich sehr wohl rechtfertigen können!

:hello:
Liebe Grüße,
Figarooo

Joseph II.

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  • »Joseph II.« ist männlich

Beiträge: 11 825

Registrierungsdatum: 29. März 2005

92

Freitag, 27. April 2012, 13:33

Lustig auch die "Beweisführung" mit irgendeiner unbelegten Aussage, dass sie ja "vielen Gästen" (vermutlich dem Regietheater-Team) gefiele.
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

La Roche

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  • »La Roche« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 2 907

Registrierungsdatum: 21. Februar 2012

93

Freitag, 27. April 2012, 14:17

Applaus, Applaus

es gibt viele Gäste, die diese Inszenierung sehr schätzen und genießen


Lieber Figaroooo,

es ist immer so. Zur Premiere kommen die regietheatergeilen Journalisten, die Regietheateranhänger aus dem ganzen Land und wenn das noch nicht reicht, die Familie des Regisseurs und die bezahlten Claqueure. Dann gibt es Riesenpremierenapplaus, die Anrechtsbesucher trauen sich nicht, ihren Unmut zu äußern, und schon ist das eine erfolgreiche Inszenierung. Und die Theaterchefs sehen nur diesen Tag. Wenn sie dann behaupten, die Inszenierung sei erfolgreich, dann ist das auch im tiefsten Inneren eine Schutzbehauptung. Oder wer würde schon zugeben, Mist gebaut zu haben?

In den nachfolgenden Vorstellungen ist niemand mehr da, an dem man seine Wut auslassen kann. Der Regisseur ist weg und plant schon längst irgendwo den nächsten Streich. Das Schlimme ist doch nur, daß diese Skandalregisseure immer wieder verpflichtet werden. Welchen Grund mag ein Intendant haben, jemanden zu verpflichten, von dem er weiß, das er provozieren wird?

Leider ist im Forum offensichtlich keiner, der das aus persönlichen Erfahrungen beantworten kann. Es hilft nur eines - immer weiter kritisieren (man nennt es auch nörgeln oder meckern) oder mit den Füßen abstimmen nach dem Motto: Ein steter Tropfen höhlt den Stein. Und es hat ja schon Erfolge gebracht - siehe Konwitschny.

Eines verstehe ich aber auch nicht. Wagner in Bayreuth - das ist abstoßend und schändlich, was die Damen da tun. Auch die Wagnergesellschaft ist am Meckern. Warum kürzt sie die Unterstützung nicht? In diesem Falle wären amerikanische Verhältnisse gar nicht so verkehrt!

Herzlichst La Roche
Ein Gespräch setzt voraus, daß der andere Recht haben könnte. Gadamer


Figarooo

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Beiträge: 1 135

Registrierungsdatum: 19. März 2010

94

Freitag, 27. April 2012, 14:32

Lieber La Roche, du hast vollkommen recht, Wie eine so genannte erfolgreiche Premiere zustandekommt. In München habe ich aber die Erfahrung gemacht, dass sich der Unmut des Publikums, keineswegs auf die Premiere beschränkt. So gibt es in den Münchner berüchtigten Skandal-Inszenierungen immer wieder auf offener Szene lautstarke Proteste. Was ich aber noch einigermaßen bemerkenswert fand, war, dass bei einem Publikumsgespräch der bayerischen Staatsoper, einer der Verantwortlichen zumindest indirekt zugab, mit dem Ergebnis, der vollständig verunglückten Don Giovanni Inszenierung nicht zu Frieden zu sein! Es liegt für mich deshalb im Rahmen des realistischen, wenn ein Opernhaus, auch mal zugibt Mist gebaut zu haben und nicht ständig damit weitermacht, diesen unsinn als genial zu verkaufen.
Liebe Grüße,
Figarooo

Harald Kral

Erleuchteter

  • »Harald Kral« ist männlich

Beiträge: 14 983

Registrierungsdatum: 20. Juni 2007

95

Freitag, 27. April 2012, 16:47

Die Antwort der Deutschen Oper am Rhein auf sachliche Kritik am Barbier von Sevilla auf Facebook:

Sehr geehrte Herren, seit Monaten "arbeiten" Sie sich hier auf unserer Facebook-Seite an unserer "Barbiere"-Inszenierung ab. Wir akzeptieren, dass sie Ihnen nicht gefällt. Wir müssen uns aber nicht rechtfertigen - es gibt viele Gäste, die diese Inszenierung sehr schätzen und genießen.

"Wir müssen uns aber nicht rechtfertigen" Jetzt wird man schon agressiv, weil die Argumente ausgehen. Und nicht mal das haben diese arroganten Herrschaften begriffen: Wer mit öffentlichen Steuergeldern umgeht, der muss sich sehr wohl rechtfertigen können!

:hello:

@figaroo - Die Replik der Rheinoper war ja bei FB auch an mich gerichtet. Ich wollte sie ebenfalls veröffentlichen, im Rheinoper-Thread. Da bist Du mir zuvorgekommen! Du solltest mich bei facebook mal anklicken!
Harald

Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
(Vinícius de Moraes)

Figarooo

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  • »Figarooo« ist männlich

Beiträge: 1 135

Registrierungsdatum: 19. März 2010

96

Freitag, 27. April 2012, 16:52

Die Antwort der Deutschen Oper am Rhein auf sachliche Kritik am Barbier von Sevilla auf Facebook:

Sehr geehrte Herren, seit Monaten "arbeiten" Sie sich hier auf unserer Facebook-Seite an unserer "Barbiere"-Inszenierung ab. Wir akzeptieren, dass sie Ihnen nicht gefällt. Wir müssen uns aber nicht rechtfertigen - es gibt viele Gäste, die diese Inszenierung sehr schätzen und genießen.

"Wir müssen uns aber nicht rechtfertigen" Jetzt wird man schon agressiv, weil die Argumente ausgehen. Und nicht mal das haben diese arroganten Herrschaften begriffen: Wer mit öffentlichen Steuergeldern umgeht, der muss sich sehr wohl rechtfertigen können!

:hello:

@figaroo - Die Replik der Rheinoper war ja bei FB auch an mich gerichtet. Ich wollte sie ebenfalls veröffentlichen, im Rheinoper-Thread. Da bist Du mir zuvorgekommen! Du solltest mich bei facebook mal anklicken!

lieber Harald - gerne, aber ich hoffe du hast kein Problem damit, dass ich auf Facebook einen anderen Namen verwende! Den richtigen würde ich dir dann selbstverständlich mitteilen!
Liebe Grüße,
Figarooo

Gerhard Wischniewski

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  • »Gerhard Wischniewski« ist männlich

Beiträge: 4 537

Registrierungsdatum: 7. April 2011

97

Freitag, 27. April 2012, 18:59

LIeber Figarooo, lieber Harald,

das klingt nach Standardschreiben, die man nur umdruckt und an viele Adressaten versendet. Hattet ihr etwa eine konkrete Antwort erwartet? Die wissen die doch selbst nicht, weil auch ihnen bekannt sein muss, dass sie sich hinter dem von La Roche genannten Publikum verschanzen, sie aber auch darum wissen müssten, dass eine überwiegende Anzahl der Opernbesucher solche Inszenierungen verabscheuit. Nichts ist leichter, als diese zu ignorieren, solange man sich noch aus den Steuergeldern für "Kunst" ernähren kann. Auch ich denke, dass sie sich denen gegenüber, auf deren Tasche sie leben, rechtfertigen müssten. Kann man es überhaupt "Kunst" nennen, wenn ich Kunstwerke anderer Leute so verschandele?

LIebe Grüße
Gerhard
Alle Kunst ist der Freude gewidmet, und es gibt keine höhere und keine ernsthaftere Aufgabe, als die Menschen zu beglücken. Die rechte Kunst ist nur diese, welche den höchsten Genuß verschafft.
(Schiller: Die Braut von Messina, Kapitel 2)