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AMATEURVIDEO-FILMFORUM-WIEN

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Joseph II.

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31

Freitag, 8. Juni 2012, 13:32

Ich gebe zu, dass Guths Meistersinger nicht allerunterste Schublade á la Bieito waren. Allein sie beglückten mich nicht. Wieso etwa der Nachtwächter ein schwarzer Müllmann sein musste, erschließt sich mir bis heute nicht. Die beste Idee hatte der Regisseur noch im Schlussmonolog, den er dankenswerterweise nicht unterbrach (heute ja schon nicht mehr selbstverständlich), sondern Sachs groß auf die Leinwand projizierte. Das hatte schon etwas. Aber insgesamt eine mangelhafte Angelegenheit, die summa summarum nicht zu überzeugen wusste.
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

Gerhard Wischniewski

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32

Freitag, 8. Juni 2012, 13:36

Zitat

Zitat von Wolfram: Nimm beim Opernbesuch doch mal die Ohrstöpsel raus ...
weiterer Ratschlag an Opernbesucher: Nimm zwei undurchsichtige Augenklappen mit und vergiss nicht, sie vor Beginn der Ouvertüre aufzusetzen!! Man geht doch nicht ins Opernhaus, um etwas zu sehen, ha,ha :hahahaha: :hahahaha: :hahahaha:

Liebe Grüße
Gerhard
Alle Kunst ist der Freude gewidmet, und es gibt keine höhere und keine ernsthaftere Aufgabe, als die Menschen zu beglücken. Die rechte Kunst ist nur diese, welche den höchsten Genuß verschafft.
(Schiller: Die Braut von Messina, Kapitel 2)

Wolfram

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33

Freitag, 8. Juni 2012, 13:37

(Und nochmal, tu uns beiden den Gefallen und stell´Dich nicht dumm. Du bist es nicht und das weißt Du genauso gut, wie ich. Bei mir wirkt so etwas nicht)

Na na na, lieber Chrissy,

:angel: :angel: :angel:

Du stellst Dich aber auch dumm, wenn Du sagst, Du wüsstest nicht, in welcher Oper Du gerade wärst ... :hello:

Zitat von »Milletre«

Das Problem ist, dass Deine Antwort, lieber Wolfram, nur so trieft vor Sarkasmus und Zynismus!

Lieber Milletre,

ich bin sicher, dass Du den Unterschied zwischen Sarkasmus und Zynismus kennst und beide Wörter kontextsicher verwenden kannst.

Ich glaube nicht, dass meine Antwort Euer wirkliches Problem ist ...
Viele Grüße, Wolfram

Figarooo

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34

Freitag, 8. Juni 2012, 13:40

Auch wenn jetzt eine NP ansteht: An dieser Stelle muss natürlich noch der Affen-Rigoletto von Mdm Dörrie erwähnt werden!
Während des Vorspiels sah man wie ein Spaceshuttle auf der Bühne landete, Rigoletto entstieg diesem im Astronauten-Anzug, den er den ganzen Abend lang anbehielt!
Liebe Grüße,
Figarooo

Gerhard Wischniewski

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35

Freitag, 8. Juni 2012, 14:16

Zitat

Zitat von zweiterbass: Fachwerkhäuser strahlen schon eine gewisse Symbolik aus.
wenn du diese Symbolik nötig hast. Ich brauche sie nicht. ich bin glücklicherweise noch in der Lage, selbst zu denken. Und wenn schon Fachwerkhäuser eine Symbolik ausstrahlen, warum nicht groß auf der Bühne, wie sie für eine Szenerie der Meistersinger angemessen wären? Ich halte das Ganze für hirnverbrannten Blödsinn, der einem kindischen Gemüt entsprungen ist, das in seiner Kindheit wohl des Spielzeugs entbehrte. :baeh01:

Liebe Grüße
Gerhard
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(Schiller: Die Braut von Messina, Kapitel 2)

Wolfram

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36

Freitag, 8. Juni 2012, 14:22

wenn du diese Symbolik nötig hast. Ich brauche sie nicht.

Genau! Ausgerechnet in den Meistersingern, die doch bekanntlich völlig symbolfrei sind ...

... Beckmesser, die regel- und textfixierten Meistersinger (Ähnlichkeiten mit lebenden Forianern sind rein zufällig), Fanfarenklänge als Leitmotiv für die Meistersinger, der Fliederbusch, die nächtliche Prügelei (mit Fuge und cantus firmus!!! Auch geprügelt wird nach festen Regeln und unter dem Banner der Dogmatik ... ), ein bei Wagner ansonsten völlig untypisches Quintett als Symbol für einen exterritorialen Bezirk von Kunstfreiheit jenseits der dörflichen Enge, ...

... aber nein, Symbole braucht kein Mensch. Man kann auch so glauben, alles verstanden zu haben - Hauptsache, die Bühne sieht aus wie eine Puppenstube.

:hello:
Viele Grüße, Wolfram

chrissy

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37

Freitag, 8. Juni 2012, 14:32

Du stellst Dich aber auch dumm, wenn Du sagst, Du wüsstest nicht, in welcher Oper Du gerade wärst
Nein, so habe ich das nicht behauptet. Ich wiederhole mich aber gern nochmal zum Mitschreiben: wenn ich in der Semperoper- Traviata von Anfang bis Ende Ohrstöpsel dringehabt hätte, hätte ich am Schluß tatsächlich nicht sagen können, um welche Oper es sich hier handelt. Wie auch, wenn die große Bühne mit einem riesigen Garagentor und einem roten Sessel ausgestattet ist und sonst nichts. Wenn die überwiegende Kleidung sich nicht von den Leuten unterscheidet, die ich vorher auf den Straßen habe flanieren sehen und sich einige nackt, nur mit Badehose bekleidet auf dem Bühnenboden suhlen. Noch nicht mal Gläser zum Trinklied "Libiamo, libiamo..." gab es. Ist auch ganz einfach nachzuprüfen. Gib´ein: La traviata Semperoper. Da kannst Du Bilder von dieser großartig und oppulent ausgestatteten Inszenierung sehen. (Nebenbei erwähnt: für ein Konzert der engl. Rockband "Rolling Stones" wurden für die Bühne und deren Ausstattung 100 (in Worten: einhundert!!!) LKW´s benötigt. Hier genügen höchstens zwei).
Ich habe Bilder eines ital. Tenors, der früher an der Berliner Staatsoper tätig war. Private, wie auch im Theater- Rollenkostüm. Jeder von Euch, der diese Bilder sehen würde, würde sofort sagen, hier ist er als Pinkerton, hier als Kalaf, dieses zeigt ihn als Duca und das ist der Radames usw.. Und das sind für mich stinknormale Mindestanforderungen und Erwartungen, die ich an eine Inszenierung stelle. Das Bühnenbild und die Kostüme müssen, neben einigem anderen, dem Zeitgeschehen und der Handlung entsprechen. Ist das denn so schwer zu kapieren!? Ich akzeptiere keinen Rigoletto im Raumanzug!

Fast alle von uns werden diese großartig ausgestatteten und inszenierten Filme kennen und gesehen haben: Der Name der Rose, Spartacus und Meuterei auf der Bounty.
Und ich denke, jedem von uns werden sie auch gefallen haben. Es war für uns selbstverständlich, daß es ein altes Kloster, eine alte spartanisch ausgestattete Abtei war, daß die Mönche in einfache Kutten gekleidet waren, daß ihre Zähne so gestaltet waren, daß wahrscheinlich jeder Zahnarzt beim Betrachten dem Herzkasper nahe war. Die Schilderung gilt natürlich adäquat auch für die anderen beiden Filme. Keiner von unseren RT- Verteidigern wäre wohl zufrieden und fände es gut, wenn die Handlung der Bounty, in einer Neudeutung in die heutige Zeit verlegt auf dem Kreuzfahrtschiff Aida verlagert wäre. Komisch, hier sind wir uns wahrscheinlich wohl alle einig und gehen konform. Warum soll es da ausgerechnet in der Oper anders sein? Mit mir jedenfalls nicht !!! Dazu habe ich glücklicherweise sehr viele wirklich gute Inszenierungen erleben dürfen. Erinnerung an die schönsten (Theater-) Zeiten.
CHRISSY
Jegliches hat seine Zeit...

Gerhard Wischniewski

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38

Freitag, 8. Juni 2012, 14:33

Lieber Wolfram,

du verdrehst wieder einmal die Worte. Natürlich gibt es vom Komponisten gewollte Symbolik. Dazu brauche ich nicht noch zusätzliche Symbolik wie diese Spielzeughäuschen.

Liebe Grüße
Gerhard
Alle Kunst ist der Freude gewidmet, und es gibt keine höhere und keine ernsthaftere Aufgabe, als die Menschen zu beglücken. Die rechte Kunst ist nur diese, welche den höchsten Genuß verschafft.
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Joseph II.

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39

Freitag, 8. Juni 2012, 14:36

Keiner von unseren RT- Verteidigern wäre wohl zufrieden und fände es gut, wenn die Handlung der Bounty, in einer Neudeutung in die heutige Zeit verlegt auf dem Kreuzfahrtschiff Aida verlagert wäre.

Ich glaube, die RT-Fraktion fände auch sowas toll. :no:
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La Roche

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40

Freitag, 8. Juni 2012, 14:43

kleiner Tipp: Nimm beim Opernbesuch doch mal die Ohrstöpsel raus ... also, Rigoletto erkenne ich nach drei Sekunden, Traviata auch. Zur Not guck ins Programm oder auf Deine Eintrittskarte. Oder frag vor Beginn jemand, der sich auskennt.

Ach, Wolfram, Du machst hier so richtig den Clown für uns. Ich freue mich über jeden Beitrag von Dir. Lachen erhält gesund!!

Aber ich bewundere Chrissy, wie ruhig er auf Deinen Schuß reagiert hat.

La Roche
Musik ist eine heilige Kunst - Hugo von Hofmannsthal. Aussage des Komponisten aus der Oper "Ariadne auf Naxos" mit der Musik von Richard Strauss.


Wolfram

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41

Freitag, 8. Juni 2012, 14:59

du verdrehst wieder einmal die Worte. Natürlich gibt es vom Komponisten gewollte Symbolik. Dazu brauche ich nicht noch zusätzliche Symbolik wie diese Spielzeughäuschen.

Lieber Gerhard,

was Du brauchst oder nicht weißt Du sicher am besten.

Aber ausgerechnet bei den Meistersingern eine texttreue 1:1-Umsetzung einzufordern, das hat schon eine besondere Ironie ... darauf muss man erstmal kommen ... Beckmesser for President!!!

:hahahaha: :hahahaha: :hahahaha: :hahahaha:
Viele Grüße, Wolfram

La Roche

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42

Freitag, 8. Juni 2012, 15:02

Absurd, aber als Erfolg gefeiert

Vor drei Jahren in meinem Heimattheater.

Der Vorhang geht auf, eine marode Fabrikhalle ist zu sehen, defekte Maschinen, kaputte Fenster. In der Ecke ein Dixiklo. Eine vergammelt angezogene Frau soll bestraft werden, warum weiß ich nicht. Der Fabrikbesitzer (Kostüm Helmut Kohl) verspricht blühende Landschaften. Alle gehen eine Wurst essen, etliche trinken Flaschenbier. Die vergammelte Frau soll nicht bestraft werden, wenn einer dem Kohl dabei hilft, die kaputte Fabrik zu sanieren. Und das wird ausgerufen. Und wirklich erscheint ein Unbekannter. Er will die Dame retten. Nun ist schon ein japanischer Investor da, und der ist sauer, daß ihm der Neue die Butter vom Brot nehmen will.

Im 2. Akt ist Kohl weg, der neue Chef sieht aus wie Gerhard Schröder. Die Dame ist zufrieden mit ihrem Retter, aber der Japaner stinkt. Er wird von einer pikfeinen Lady im kurzen Rock und High Heels beschwatzt (sie schien von der Treuhand zu sein), dem Neuen den Kampf anzusagen. Inzwischen geht die vergammelte Dame, die sich etwas aus ihrer Lethargie erholt hat, mit dem Neuankömmling ins Bett und stellt ihm peinliche Fragen. Der ist deswegen sauer.

Im 3. Akt ist Schröder weg. Der Chef sieht jetzt aus wie Angela Merkel. Der Japaner verliert die Chance, blühende Landschaften herzustellen. Er stirbt kurzerhand. Die jetzt muntere Dame wird zu neugierig mit ihren Fragen an ihren jetzt angetrauten Ehemann. Der hat die Faxen dicke und macht sich aus dem Staub.

Titel des Stückes: Lohengrin. Ort: Theater Gera

Für mich der Hauptgrund, mein Anrecht zu kündigen. Ich bin sehr interessiert, wie Wolfram das verteidigen will.

La Roche
Musik ist eine heilige Kunst - Hugo von Hofmannsthal. Aussage des Komponisten aus der Oper "Ariadne auf Naxos" mit der Musik von Richard Strauss.


zweiterbass

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43

Freitag, 8. Juni 2012, 15:02

Hallo
ein Bild genügt mir nicht um eine Meinung zu haben, allerdings: Fachwerkhäuser strahlen schon eine gewisse Symbolik aus.
wenn du diese Symbolik nötig hast. Ich brauche sie nicht. ich bin glücklicherweise noch in der Lage, selbst zu denken.

auch zu lesen?
Wer die Musik sich erkiest, hat ein himmlisch Gut bekommen (gewonnen)... Eduard Mörike/Hugo Distler

Wolfram

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44

Freitag, 8. Juni 2012, 15:10

Ich wiederhole mich aber gern nochmal zum Mitschreiben: wenn ich in der Semperoper- Traviata von Anfang bis Ende Ohrstöpsel dringehabt hätte, hätte ich am Schluß tatsächlich nicht sagen können, um welche Oper es sich hier handelt.

Lieber Chrissy,

wenn dieses unrealistische Szenario der Maßstab ist - ok. Aber mal im Ernst: Ist das denn der Maßstab?

Noch nicht mal Gläser zum Trinklied "Libiamo, libiamo..." gab es.

"Und sogar vom Singstuhl ist er gesprungen!"

Ist das denn so schwer zu kapieren!? Ich akzeptiere keinen Rigoletto im Raumanzug!

Das steht Dir völlig frei. Akzeptierst Du, wenn im "Paulus" Gottes Stimme von einem Frauenchor gesungen wird - als künstlerisches Mittel? (Das wäre dochmal ein Arbeitsthema: "Weibliche Gottesbilder bei Mendelssohn-Bartholdy")

Wahrscheinlich würdest Du auch keinen heiratswilligen Idamante akzeptieren, der von einem Kastraten gesungen wird.

Fast alle von uns werden diese großartig ausgestatteten und inszenierten Filme kennen und gesehen haben: Der Name der Rose, Spartacus und Meuterei auf der Bounty.

Waaaas? Du beschwerst Dich über einen Raumanzug, aber wo diese Verfilmungen von der originalen Romanvorlage abgewichen sind, ist Dir egal? Na, jetzt bist Du aber unter die geistigen Exhibitionisten gegangen ... Bösartig formuliert: Hauptsache geile Optik mit 100 LKWs Materialaufwand, dann ist Chrissy zufrieden.

Das will ich nicht von Dir glauben!

:hello:
Viele Grüße, Wolfram

Wolfram

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45

Freitag, 8. Juni 2012, 15:13

Ich bin sehr interessiert, wie Wolfram das verteidigen will.

Lieber La Roche,

warum sollte ich das verteidigen?

:hello:
Viele Grüße, Wolfram

chrissy

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46

Freitag, 8. Juni 2012, 15:59

wenn dieses unrealistische Szenario der Maßstab ist - ok. Aber mal im Ernst: Ist das denn der Maßstab?
Natürlich kann und sollte ein solches Szenario nicht der Maßstab sein! Leider war es aber die Tatsache. Und diese hält selbstverständlich keinem Vergleich stand.


wo diese Verfilmungen von der originalen Romanvorlage abgewichen sind
Romane von mehreren 100 Seiten in einen filmischen Zeitrahmen von etwa 2 Std. zu pressen und umzusetzen um daraus die Quintessenz zu ziehen, wird immer gewisse Abstriche bis hin zu leichten Veränderungen notwendig machen. Das sehe ich bei einer Operninszenierung nicht so. Vor allem sprechen wir hier von stimmigen Kulissen, der Ausstattung und den Kostümen.


Hauptsache geile Optik mit 100 LKWs Materialaufwand
Dieses blöde und unpassende Wort "geil" assoziiere und berichtige ich mal in "gigantisch, genial, toll". Ein Aufwand, der dem Rahmen des Konzertes absolut entsprach und stimmig war.


dann ist Chrissy zufrieden.
... und mit CHRISSY waren es auch ca. 50 - 60.000 über alle Maßen begeisterte und zufriedene Fans. Anders halt als Klassik, aber auch ein kultureller absoluter Höhepunkt, den man nie vergißt. (Keith Richards würde jetzt sagen "You have the Moon, you have the Sun and you´ve got the Rolling Stones!)

Herzliche Grüße
CHRISSY
Jegliches hat seine Zeit...

Milletre

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47

Freitag, 8. Juni 2012, 16:07


Genau! Ausgerechnet in den Meistersingern, die doch bekanntlich völlig symbolfrei sind ...

... Beckmesser, die regel- und textfixierten Meistersinger (Ähnlichkeiten mit lebenden Forianern sind rein zufällig), Fanfarenklänge als Leitmotiv für die Meistersinger, der Fliederbusch, die nächtliche Prügelei (mit Fuge und cantus firmus!!! Auch geprügelt wird nach festen Regeln und unter dem Banner der Dogmatik ... ), ein bei Wagner ansonsten völlig untypisches Quintett als Symbol für einen exterritorialen Bezirk von Kunstfreiheit jenseits der dörflichen Enge, ...

... aber nein, Symbole braucht kein Mensch. Man kann auch so glauben, alles verstanden zu haben - Hauptsache, die Bühne sieht aus wie eine Puppenstube.

Mein lieber Wolfram! Bitte komm mal ins "rückständige" Wien und besuche unsere "Meistersinger", die Otto Schenk ganz wunderbar und stimmig inszeniert hat. Damit Du endlich einmal einmal erkennst, wo der Bartl den Most herholt!

Ich bin wahrlich nicht chauvinistisch, aber mir tun die Menschen in Deutschland aufrichtig leid, die keine Möglichkeit haben, großartige Operninszenierungen zu erleben.

Du wärst herzlich willkommen - und vor allem: Du hättest es nötig!
Arrestati, sei bello! - (Verweile, Augenblick, du bist so schön!)

Wolfram

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48

Freitag, 8. Juni 2012, 16:10

und vor allem: Du hättest es nötig!

... womit Du schon wieder beim Missionieren wärest ...

Weder der Schenk-Ring aus New York noch das in Wien gesehene langweilige Rheingold unter von Dohanyi können mich verlocken, dieses Angebot anzunehmen.

Trotzdem danke!

:hello:
Viele Grüße, Wolfram

Joseph II.

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49

Freitag, 8. Juni 2012, 16:27

Lächerlicher "Tito" aus Wien

Ein neuer Kandidat für eine absurd-lächerliche Inszenierung, diesmal aus der Kaiserstadt Wien:



In einem Interview vor der Premiere sagte Regisseur Jürgen Flimm, dass er den Tito so inszenieren werde, dass das Publikum von heute die Geschichte nachvollziehen kann. Bislang konnte das diese Oper, die Mozart als Auftragswerk anläßlich der Krönung Kaiser Leopold’s II. zum König von Böhmen komponiert hat, eigentlich ganz gut, ohne dass man dabei gezwungen war, das Werk irgendwie „modern“ zu deuten. Nun, Herr Flimm hat ganz offensichtlich sein Ziel nicht erreicht, da zu viele Fragen aufkommen, die seine Inszenierung nicht beantworten kann.

Modern soll er sein, dieser Tito. In der Gegenwart spielend. Man fragt sich, in welcher Gegenwart?
Gut, da wären die Wände mit den an das alte Rom erinnernden Fresken, die gerne mal von einer Seite auf die andere geschoben werden. Tito tritt einmal in einer feschen Gardeuniform auf wie man sie aus dem 19. Jahrhundert kennt, um im nächsten Moment im legeren Freizeitlook von heute aufzutreten. Sehr auffällig, die fast ständig auf der Bühne herumlungernden Damen in Miniröcken und High Heels. Konnte er sich nicht entscheiden, welche Zeit es denn nun sein soll?
Wenn der Chor auftritt, tut er das immer mit Notenständern.
Titus wird uns als ziemlich aggressiver und brutaler Mensch vorgeführt, der gerne auch schon mal Sessel durch die Gegend wirft und hektisch über die Bühne flitzt, als müsse man Angst haben, gleich eine gescheuert zu bekommen. Fast cholerisch und wie ein Despot wirkt dieser Tito. Paßt das zu einem Menschen, der Attentätern verzeiht und seine Braut so einfach einem anderen überläßt?
Beinahe schon komisch mutet die Szene an, als nach dem Brand des Kapitols wieder mal kurzberockte, stöckelschuhbewaffnete, in müllabfuhrorangenen Jacken gekleidete Damen den Putztrupp spielen und die Stadt blitzschnell wieder sauber machen. Warum eigentlich immer diese Obsession mit den leichtbekleideten Mädchen???
Aber all diese Merkwürdigkeiten regen gar nicht auf. Dafür wirkt das alles wieder viel zu einfallslos und erscheint belanglos.

(Hervorhebungen von mir.)

Leopold II. hätte sich wohl im Grabe umgedreht. Da wird nicht nur (mal wieder, gähn) die Zeit verändert, auch "Die Milde des Titus" (Operntitel!) ins Gegenteil verkehrt. Wozu??? ?(

Herr Flimm, es ist vielleicht an der Zeit, in Pension zu gehen.
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

musikwanderer

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50

Freitag, 8. Juni 2012, 16:54

Leopold II. hätte sich wohl im Grabe umgedreht. Da wird nicht nur (mal wieder, gähn) die Zeit verändert, auch "Die Milde des Titus" (Operntitel!) ins Gegenteil verkehrt. Wozu??? ?
Herr Flimm, es ist vielleicht an der Zeit, in Pension zu gehen.

:jubel: :jubel: :jubel:
Warum nur einschränkend "vielleicht"? Die Zeit abzutreten ist schon lange überschritten.
.

MUSIKWANDERER

Figarooo

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51

Freitag, 8. Juni 2012, 18:49

Dieses Kostüm der Garanca erinnert mich an Kasperle-Theater!!!
Liebe Grüße,
Figarooo

Lynkeus

Fortgeschrittener

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52

Freitag, 8. Juni 2012, 21:27

Fast alle von uns werden diese großartig ausgestatteten und inszenierten Filme kennen und gesehen haben: Der Name der Rose, Spartacus und Meuterei auf der Bounty.
Und ich denke, jedem von uns werden sie auch gefallen haben. Es war für uns selbstverständlich, daß es ein altes Kloster, eine alte spartanisch ausgestattete Abtei war, daß die Mönche in einfache Kutten gekleidet waren, daß ihre Zähne so gestaltet waren, daß wahrscheinlich jeder Zahnarzt beim Betrachten dem Herzkasper nahe war. Die Schilderung gilt natürlich adäquat auch für die anderen beiden Filme. Keiner von unseren RT- Verteidigern wäre wohl zufrieden und fände es gut, wenn die Handlung der Bounty, in einer Neudeutung in die heutige Zeit verlegt auf dem Kreuzfahrtschiff Aida verlagert wäre. Komisch, hier sind wir uns wahrscheinlich wohl alle einig und gehen konform. Warum soll es da ausgerechnet in der Oper anders sein?

Lieber chrissy,
du fragst, warum es ausgerechnet in der Oper anders sein sollte? Ich will mich an eine Antwort wagen: Im Gegensatz zur Oper müssen diese Filme nicht seit ihrer Entstehung Jahr für Jahr in unzähligen Städten auf der ganzen Welt für volle Kinosäle sorgen. Sie laufen im Kino, solange die verkauften Eintrittskarten genügend Gewinne einspielen, dann geht's auf DVD/Blue-Ray, dann ab ins Pay-TV, dann ab ins Free-TV zur Hauptsendezeit und dann fristen sie ein Schattendasein als Wiederholungen zur Unzeit. Eine neue Aufführung im Kino legitmiert sich meist nur durch Überarbeitung (3D, Director's Cut, Special Edition) oder als Remake.

Wer wollte sich denn beispielsweise eine Inszenierung des Don Giovanni ansehen, wenn dieser seit zweihundert Jahren nur librettogetreu auf die Bühne gebracht würde? Erstseher natürlich und Liebhaber, wobei letztere dann gewiss auch mokieren würden, dass die Aufführung annodazumal besser war weil... und das Bühnenbild in dieser Stadt atmosphärischer war als in jener... und die Kostüme erst... und früher sowieso...

Das ist tatsächlich ganz änhlich wie beim Hören verschiedener Interpretationen von instrumentallen Werken. Warum gebe ich nach Abbado, Giehlen, Haitink, Bernstein und Rattle mit Mahlers Dritter nochmal Geld für Horenstein aus, statt die erstgenannten erneut zu hören? Weil ich neues zu entdecken hoffe. (Und ja, da hat sich Horenstein gelohnt.) Das klappt nicht immer, aber hin und wieder. Nur habe ich die Wahl: Analytisch oder emotional! Diese Wahl - das wurde oft genug betont - fehlt aufgrund der Überzahl der absurd anmutenden Regieeinfälle.

(Hier gleich das Gegenargument: Die Dirigenten halten sich an den vom Komponisten hinterlassenen Notentext und fügen nichts eigenes hinzu. Regisseure aber ignorieren die Anweisungen des Librettos. Es ist ein Vergleich, er hinkt! Aber das machen alle Vergleiche früher oder später! :) )
"Geduld und Gelassenheit des Gemüts tragen mehr zur Heilung unserer Krankheiten bei, als alle Kunst der Medizin." (W.A. Mozart)

Joseph II.

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53

Freitag, 8. Juni 2012, 22:47

Na ja. Der Don Giovanni wurde doch bis mindestens 1970 rum auch "nur librettogetreu" aufgeführt. Der Beliebtheit der Oper schadete das offensichtlich mitnichten. ;)
»Finis coronat opus.« (Das Ende krönt das Werk.) – Ovid

MSchenk

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54

Freitag, 8. Juni 2012, 22:48

Fast alle von uns werden diese großartig ausgestatteten und inszenierten Filme kennen und gesehen haben: Der Name der Rose, Spartacus und Meuterei auf der Bounty.
Und ich denke, jedem von uns werden sie auch gefallen haben. Es war für uns selbstverständlich, daß es ein altes Kloster, eine alte spartanisch ausgestattete Abtei war, daß die Mönche in einfache Kutten gekleidet waren, daß ihre Zähne so gestaltet waren, daß wahrscheinlich jeder Zahnarzt beim Betrachten dem Herzkasper nahe war. Die Schilderung gilt natürlich adäquat auch für die anderen beiden Filme. Keiner von unseren RT- Verteidigern wäre wohl zufrieden und fände es gut, wenn die Handlung der Bounty, in einer Neudeutung in die heutige Zeit verlegt auf dem Kreuzfahrtschiff Aida verlagert wäre. Komisch, hier sind wir uns wahrscheinlich wohl alle einig und gehen konform. Warum soll es da ausgerechnet in der Oper anders sein?

Weil Opern genauso, wie Theaterstück wunderbarerweise immer wieder neu aufgeführt (vielleicht sogar neu erfunden) werden können. Im Vergleich dazu ist der viel dynamischer wirkende Film paradoxerweise statisch. Die von dir genannten Filme werden auch in 20 Jahren, in 50 Jahren und in 100 Jahren genauso unverändert vorliegen, wie jetzt.

Und das im Film keine Verfremdung oder Neudeutung vorgenommen wird, ist auch nicht richtig: Nehmen wir dass vollkommen unverdächtige Beispiel der West Side Story, da ist ja schon das "Original"-Musical nichts anderes, als eine Neu-Interpretation von Shakespeares Romeo und Julia. Oder Buz Luhrmanns William Shakespeares Romeo + Julia, der im Vergleich zur West Side Story geradezu das Prädikat "werkgetreu" verdient ... Klar, auch wenn es nicht draufsteht, mag hier viel offensichtlicher sein, dass es sich um Bearbeitungen handelt. Aber mal ehrlich: Angenommen, die Forderung nach einer klaren Kennzeichung einer bearbeitenden Opern-Inszenierung würde erfüllt (der Sinn erschließt sich mir übrigens nicht, da ich - außer ich würde nur Premieren besuchen - immer die Möglichkeit habe, mich vorab über eine Inszenierung zu informieren und anschließend frei entscheiden kann, ob ich mir das nun "antue" oder nicht), dann wäre doch trotzdem die nächste (eigentliche?) Forderung, solche bearbeitenden/interpretierenden/verfremdenden Inszenierungen abzuschaffen!?
mfG Michael

Eine Meinungsäußerung ist noch kein Diskurs.

Gerhard Wischniewski

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55

Freitag, 8. Juni 2012, 22:49

Zitat

Zitat von Lynkeus: Wer wollte sich denn beispielsweise eine Inszenierung des Don Giovanni ansehen, wenn dieser seit zweihundert Jahren nur librettogetreu auf die Bühne gebracht würde?
Lieber Lynkeus,

ich habe von manchen Opern eine Reihe von Inszenierungen gesehen( ich nenne als Beispiele mal die Zauberflöte oder Carmen). In jedem Einzelfall waren die Kulisse, die Kostüme, die Auftritte und die Sänger andere, aber die Gesamtinszenierung ließ jeweils den Ort und die Zeit, in der die Handlung des Originalwerkes spielt, erkennen und die Handlung hielt sich an das Libretto. Ich kann nicht sagen, dass es mir jeweils langweilig geworden wäre. Langweilig wird es mir allerdings, wenn ich eine leere Bühne, vielleicht noch ein paar Stühle, immer wieder die Alltagsklamotten aus der Altkleidersammlung oder Naziuniformen sehe, die mit dem Werk überhaupt nichts zu tun haben, wenn vom Schwert gesungen wird und ein Gewehr verwendet wird oder statt eines ( wenn auch nur angedeuteten) Drachens ein Bagger auf die Bühne rollt. Librettogetreu wird von den Gegnern konventionellen Theaters oft mit wortgetreu in Bezug auf die Regieanweisungen gleichgesetzt, was völlig falsch ist. Es ist nicht so, dass fabrikmäßig Einheitskulissen und Einheitskostüme hergestellt werden könnten, die von allen Opernhäusern verwendet werden, und das ist es auch nie gewesen. Aber Ort und Zeit des Originalwerks muss zumindest erkennbar bleiben und -wie ich schon einmal sagte - sehe ich einen Eingriff in die Handlung als Frevel am Komponisten und seinem Werk an.

Liebe Grüße
Gerhard.
Alle Kunst ist der Freude gewidmet, und es gibt keine höhere und keine ernsthaftere Aufgabe, als die Menschen zu beglücken. Die rechte Kunst ist nur diese, welche den höchsten Genuß verschafft.
(Schiller: Die Braut von Messina, Kapitel 2)

Wolfram

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Freitag, 8. Juni 2012, 22:58

Fast alle von uns werden diese großartig ausgestatteten und inszenierten Filme kennen und gesehen haben: Der Name der Rose, Spartacus und Meuterei auf der Bounty.
Warum soll es da ausgerechnet in der Oper anders sein?

Tja, lieber Chrissy,

warum schmeckt ein Menü in einem Drei-Sterne-Restaurant nicht wie Pizza, Pommes und BigMac? Was Millionen von Menschen schmeckt, muss doch wohl auch gut genug sein für die, die mittlere dreistellige Beträge für ein Menü auszugeben bereit sind, oder?

Warum schmeckt ein großer Bordeaux im Stadium der Trinkreife nicht so wie Cola-Bier? Was Millionen von Menschen schmeckt, muss doch wohl auch gut genug sein für die, die für eine Flasche Rotwein dreistellige Beträge auf den Tisch des Hauses legen, oder?

Vielleicht ist es sogar so, dass dem BigMac-Liebhaber das Drei-Sterne-Menü nicht schmeckt. Vielleicht ist es sogar so, dass der Cola-Bier-Liebhaber den Spitzenbordeaux nicht mögen wird - viel zu anspruchsvolle Tanninstruktur ...

Ganz sicher werden de BigMac-Liebhaber und Cola-Bier-Trinker das Drei-Sterne-Menü und den großen trinkreifen Bordeaux ablehnen, wenn sie mit der Haltung "Mir schmeckt nur, was ich schon immer kannte" der neuen Erfahrung begegnen. Schade um die verpasste Chance.

Ich finde den Vergleich mit Filmen ziemlich krude. Nicht, dass der Vergleich mit Drei-Sterne-Menü und Bordeaux besser wäre. Aber: Hilft uns das weiter?

Noch eines: Glaubst Du, dass der Film "Der Name der Rose" in 200 Jahren noch läuft ... ?

:hello:
Viele Grüße, Wolfram

Milletre

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Freitag, 8. Juni 2012, 23:11

und vor allem: Du hättest es nötig!

... womit Du schon wieder beim Missionieren wärest ...

Weder der Schenk-Ring aus New York noch das in Wien gesehene langweilige Rheingold unter von Dohanyi können mich verlocken, dieses Angebot anzunehmen.

Trotzdem danke!

:hello:

Du schwadronierst wieder wie so oft ziellos herum. Ich habe von den "Meistersingern" in Wien gesprochen - und was machst Du? Du kommst mit New York und dann mit dem wirklich ärgerlichen "Rheingold". Das ist keine Diskussion!
Arrestati, sei bello! - (Verweile, Augenblick, du bist so schön!)

Gerhard Wischniewski

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Freitag, 8. Juni 2012, 23:15

Zitat

Zitat von Milletre: Du schwadronierst wieder wie so oft ziellos herum
Das ist nun mal seine Leidenschaft. Aber sie füllt ganze Bücher.

Liebe Grüße
Gerhard
Alle Kunst ist der Freude gewidmet, und es gibt keine höhere und keine ernsthaftere Aufgabe, als die Menschen zu beglücken. Die rechte Kunst ist nur diese, welche den höchsten Genuß verschafft.
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Wolfram

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Freitag, 8. Juni 2012, 23:24

Lieber Milletre,

Du willst mir vorwerfen, ich würde keine Diskussion führen?

Du hast mir den Besuch einer Meistersinger-Inszenierung (Komponist: Richard Wagner) von Otto Schenk in Wien empfohlen.

Ich habe entgegnet, dass mich weder Otto Schenk (wegen seines New Yorker Ringes, den ich todlangweilig finde) noch Wien (wegen eines langweiligen Rheingold unter von Dohnanyi) in Sachen Wagner reizen können.

Ich hoffe, ich habe das jetzt so erklärt, dass es Deiner Auffassungsfähigkeit angemessen ist und bitte Dich um eine verbindlichere Wortwahl. Zeig doch mal durch Dein Verhalten im Forum, dass Dein "werktreues Theater" Dich zu einem besseren Menschen gemacht hat ...

:hello:
Viele Grüße, Wolfram

chrissy

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Freitag, 8. Juni 2012, 23:55

Glaubst Du, dass der Film "Der Name der Rose" in 200 Jahren noch läuft ... ?

Ja, natürlich.Wir schauen uns den bei mir auf dem Blu- Ray- Player an. Das beste, wir machen gleich mal einen Termin aus. Du bist, mittels inzwischen erfundenem Teilchenbeschleuniger in max. 5 Minuten bei mir, bringst einen Bordeaux mit, wir machen es uns gemütlich und schwatzen über die gute alte Zeit... Weißt Du noch wie wir uns damals alle bei Tamino manchmal gefetzt haben?
Jetzt mal im Ernst. Das glaube ich nicht, da wird wohl niemand mehr von sprechen. Vorausgesetzt unsere schöne Welt existiert überhaupt noch, glaube ich auch nicht, daß noch Opern gespielt werden. Aber das ist natürlich spekulativ. Ich gebe trotzdem zu, daß meine Prognose betreffs Kultur für die Zukunft nicht sehr positiv ausfällt.

Herzliche Grüße und eine gute Nacht
CHRISSY
Jegliches hat seine Zeit...