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AMATEURVIDEO-FILMFORUM-WIEN

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Gregor

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121

Sonntag, 6. Juli 2008, 20:49

Zitat

Original von petra
Liebe Maggie,

da sieht man, wie unterschiedlich Stimmen auf Hörer wirken können:
Gerade Calleja habe ich, als ich die "neueren" Tenöre der letzten Jahre noch nicht so gut kannte, immer als erstes herausgehört, wenn ich im Rundfunk die Ansage verpasst hatte, da sein Timbre für mich wirklich einen sehr hohen Wiedererkennungswert hat.
Ob man es mag oder nicht, ist dann wieder eine andere Geschichte ...

:hello: Petra


Stimmt, Calleja's Stimme ist unverwechselbar. Nachdem ich ihn das erste mal gehört habe, war sofort klar, das ist eine Stimme die man sofort wieder erkennt. Durch diesen einzigartigen Klang traue ich mir zu sagen, man kann ihn unter Hunderten herauserkennen. :yes::yes::yes:Egal ob man die Stimme nun mag oder nicht.

Gregor

Gregor

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122

Sonntag, 6. Juli 2008, 20:55

Zitat

Original von severina
Also dann auf zur fröhlichen Tortenschlacht, meine Damen! :hahahaha::hahahaha:(Ich fürchte, Alfred kriegt gleich die Krise :untertauch:)
Aber im Ernst:
Liebe Fairy,
ich sehe Flórez Zukunft eigentlich nicht im Verdifach, auch nicht in 20 Jahren, dazu ist mir seine Stimme einfach nicht voluminös genug. Außerdem gefiele mir sein extrem helles Timbre auch gar nicht in dramatischen Partien, das merke ich deutlich bei seinem Duca.
Tja, und ich fürchte, dass der moderne Opernbetrieb mit all seinen negativen Begleiterscheinungen schon dafür sorgen wird, dass wir in 20 Jahren weder einen Flórez noch einen Calleja auf der Bühne erleben werden, und wenn, dann mit wenig Genuss ;(;(;(;(;(;(Auch Alagna hatte einmal eine wunderschöne Stimme, und was ist davon geblieben?????
lg Severina :hello:


Du sagst es.

Zu Alagna fällt mir nur ein, daß dieser der Liebling des neuen Wiener Operndirektors ist und ich fürchte, der wird uns seinen Favoriten bei jeder Gelegenheit aufs Auge bzw. Ohr drücken. :kotz:

Gregor

P.S. Was die Tortenschlacht betritt, mache ich gerne auch mit. Aber dann auf der Seite von Fairy. War ja eh klar, oder?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Gregor« (6. Juli 2008, 21:00)


severina

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123

Sonntag, 6. Juli 2008, 21:05

Zitat

Original von Gregor

Zitat

Original von severina
Also dann auf zur fröhlichen Tortenschlacht, meine Damen! :hahahaha::hahahaha:(Ich fürchte, Alfred kriegt gleich die Krise :untertauch:)
Aber im Ernst:
Liebe Fairy,
ich sehe Flórez Zukunft eigentlich nicht im Verdifach, auch nicht in 20 Jahren, dazu ist mir seine Stimme einfach nicht voluminös genug. Außerdem gefiele mir sein extrem helles Timbre auch gar nicht in dramatischen Partien, das merke ich deutlich bei seinem Duca.
Tja, und ich fürchte, dass der moderne Opernbetrieb mit all seinen negativen Begleiterscheinungen schon dafür sorgen wird, dass wir in 20 Jahren weder einen Flórez noch einen Calleja auf der Bühne erleben werden, und wenn, dann mit wenig Genuss ;(;(;(;(;(;(Auch Alagna hatte einmal eine wunderschöne Stimme, und was ist davon geblieben?????
lg Severina :hello:


Du sagst es.

Zu Alagna fällt mir nur ein, daß dieser der Liebling des neuen Wiener Operndirektors ist und ich fürchte, der wird uns seinen Favoriten bei jeder Gelegenheit aufs Auge bzw. Ohr drücken. :kotz:

Gregor

P.S. Was die Tortenschlacht betritt, mache ich gerne auch mit. Aber dann auf der Seite von Fairy. War ja eh klar, oder?


Na, dann herrscht wenigstens ein ausgewogenes Kräfteverhältnis - 3 gegen 3! :D :D :D :D :D :D
Der Alagna-Schwemme schaue ich auch schon mit Entsetzen entgegen, im Besetzungsbüro ist man um Schadensbegrenzung bemüht...... Ich denke vorerst mit Grauen an seinen Faust in der nächsten Saison 8o, gottlob übernimmt dann Beczala.
lg Severina :hello:

Fairy Queen

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124

Montag, 7. Juli 2008, 00:07

Was Alagna angeht....... er war wirklich mal richtig gut........ :stumm:

Lieber Gregor, mit Vordersitz meine ich eine Gesangstechnik, die die Resonanzen vor allem in der Maske und eben im vorderen Sitz der Stimme sucht.
Ich finde das auf der ersten Cd aber noch ausgeprägter als auf seiner zweiten.

Was die weitere Entwicklung Richtung Verdi oder wohin auch immer angeht, kann ich nciht mitreden, denn ich kenne ja ncihts Anderes bisher. Das gilt auch für Diskrepanzen zwischen Cds und Live-Auftritten. Das , was ic hauf den Cds gehört habe und weiter höre, gefällt mir ausserordentlich gut. Siehe oben Nun bin ich einfach neugierig auf "die Gegenwart" und die " BühnenRealität".
Fûr diese CD- Bellinis und Donizettis lasse ich mich aber gerne mit allen Torten Wiens bewerfen! Sie sind göttlicher als eine Sachertorte je sein kann! :yes: :yes: :yes:

F.Q.
Leben zeugt Leben, Energie erschafft Energie. Man wird reich , indem man sich verschwendet. (Sarah Bernardt)

severina

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125

Montag, 7. Juli 2008, 00:22

Hallo Fairy,
Gregor steht ja wacker neben dir und wird als echter Kavalier sicher den Großteil der Torten abfangen ;)
Möglicherweise würde ich Calleja ja auch in einem milderen Licht betrachten, wenn ich ihn über CDs kennen gelernt hätte, aber ich kenne ihn leider nur live, und da ist der Eindruck von seiner Bühnenpräsenz exakt so, wie ihn Zauberton geschildert hat. Ich kenne eigentlich keinen anderen Sänger, in dessen Gesicht sich so wenig abspielt wie in dem Callejas, er steht (In meinen Augen!) meist herum, als ob ihn das alles gar nichts anginge. Zitat meines Begleiters anlässlich seines Alfredo (Duett im 1. Akt): "Der singt das, als ob sie schon 30 Jahre verheiratet wären!" Es ist ja bezeichnend, dass mir Calleja bisher in den konzertanten "Capuleti e Montecchi" am besten gefallen hat, da störte sein dröges Herumstehen nicht.
lg Severina :hello:

PS: Ich hoffe, Gregor schläft schon :untertauch: :untertauch: :untertauch: :untertauch:

Fairy Queen

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126

Montag, 7. Juli 2008, 08:08

Liebe Severina, meinst du die Perlenfischer in Frankfurt würden konzertant aufgeführt, um Calleja nicht zu blamieren?????? 8o

Nun, ich lasse mich überraschen- notfalls geht es nach dem Motto: mach die Augen zu und denk an Bizet :D


F.Q

Alfredo und Violetta nach 30 Jahren Ehe wäre ein guter Stoff für eine Opernfortsetzung ;)
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Gregor

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127

Dienstag, 8. Juli 2008, 00:35

Dann hast du seinen Alfredo im Jahr 2007 wohl nicht gesehen. Denn gerade im dritten Akt mußte man schon fast ein bißchen Angst um Frau Ushakova haben als der zornige Alfredo sie am Arm über die Bühne zog und man meinte sie würde gleich über die Treppen fallen. Irgendjemand hat in diesem thread ja schon über seine Darstellung in diesem dritten Akt gesprochen. Da war er aber wirklich sehr intensiv. Er ist sicher nicht der beste Darsteller, aber er bemüht sich immer. Ehrlich gesagt, wenn jemand so singt wie er, noch dazu technisch so sauber, dann muß er auch kein Spitzenschauspieler sein.
Eine Bekannte sagte einmal zu mir, was nützt es wenn du einen guten Darsteller wie Villazon hast, wenn er dann gesanglich kläglich scheitert. (siehe Londoner Don Carlo).
Also dann habe ich es lieber gesagt umgekehrt. ;)

Gregor

Gregor

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128

Dienstag, 8. Juli 2008, 00:49

Zitat

Original von Fairy Queen
Fûr diese CD- Bellinis und Donizettis lasse ich mich aber gerne mit allen Torten Wiens bewerfen! Sie sind göttlicher als eine Sachertorte je sein kann! :yes::yes::yes:

F.Q.


Ich denke, er ist inzwischen in einer Art Zwischenfach angekommen. Kein reiner Belcantosänger aber natürlich auch noch kein Verdisänger. Da gibt es einige Belcantopartien die ihm sehr gut stehen, aber wohl nicht das gesamte Repertoire, bei Verdi sind es nachwievor Alfredo, Macduff und Duca.

Live finde ich seine Stimme eigentlich noch viel interessanter. Das erwähnte Vibrato fällt da gar nicht so sehr auf wie auf CD oder Live-Aufnahmen. Dieses ist inzwischen auch längst nicht mehr so präsent.
In den Capuleti war er jedenfalls großartig in Form. Hinter mir saß eine nette, etwas ältere Italienische Dame und die war vollends begeistert. Sie sagte zu mir, daß sie diesen Tenor sensationell finde. Endlich mal wieder ein großartiger, mitreißender Tenor mit aufregendem Timbre. Ich glaube, ihr gefiel auch, daß er so viel lächelte. Naja, sie ist ja auch Italienerin. ;)

Schön, daß dir die CDs so gut gefallen, aber deswegen gleich auf unsere Sachertorten verzichten?????

Gregor

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129

Dienstag, 8. Juli 2008, 01:09

Tja, Gregor, in diesem Punkt werden wir nie zusammenkommen :D Ich halte es mit Natalie Dessay, die ziemlich wörtlich gesagt hat: "Ein Sänger, der seine Rolle nicht glaubhaft spielt, ist eine Zumutung für das Publikum!" Perfekter Schöngesang ist mir in der Oper zu wenig (Daran kann ich mich daheim im stillen Kämmerlein erfreuen), ich will mitgerissen werden, und da ist es mir dann nicht so wichtig, ob jeder Ton exakt getroffen wird. Ob mich eine Stimme verzaubert, hängt in erster Linie vom Timbre ab, in zweiter von der Gesangslinie, technische Finessen kommen erst ganz am Schluss, aber wenn der Besitzer dieser Stimme sich mit der bloßen Vorführung derselben begnügt, ohne seiner Rolle Leben einzuhauchen, weicht die Verzauberung bald der Langweile. Ich gestehe gerne, dass ich mich auch bei Flórez schon gelangweilt habe, wenn er wieder einmal nur dekorativ in den Kulissen herumsteht (z.B. beim vorletzten "L'Italiana"-Block) Unter meinen vielen Lieblingen der Vergangenheit und Gegenwart befindet sich eigentlich kein einziger "Nur-Sänger", das war und ist mir immer zu wenig gewesen.
Wenn es nur um die Perfektion geht, braucht man doch nicht in die Oper zu gehen, da wird man durch die CD-Branche wesentlich besser bedient, die schon mit diversen technischen Mätzchen dafür sorgt.
lg Severina :hello:

Gregor

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130

Dienstag, 8. Juli 2008, 01:49

Da hast du mich jetzt aber mißverstanden, oder vielleicht willst du das ja auch.
Ich definiere eine gute Vorstellung auch nicht an einem ausgelassenen Spitzenton. Das Timbre ist immer das Wichtigste und wenn das Timbre passt kann es auch technische Mängel geben, das ist mir dann gar nicht so wichtig.
Wenn jemand eine gute Darstellung mitbringt ist das natürlich das Optimum. Aber es steht niemals vor dem Gesang, jedenfalls nicht für mich. Wenn ich in die Oper gehe möchte ich in erster Linie vom Gesang angesprochen werden. Wenn das fehlt, kann er seine Figur noch so toll darstellen. Es geht hier um Oper nicht um Sprechtheater. Dann kann ich ja gleich ins Burgtheater gehen.

In der Oper soll mich in erster Linie der tolle Gesang mitreißen, nicht ob der Sänger in der Spielszene in Manon ein Poker-face aufsetzt. ;)Das kann dann eben nur der Bonus sein.

Es gibt übrigens Sänger, die es als Zumutung für das Publikum finden, wenn Sänger gesangliche Defizite hinter gekonntem Schauspiel verstecken. Ja, sowas gibt es auch.


Gregor

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Dienstag, 8. Juli 2008, 12:38

Lieber Gregor, wieso soll ich dich missverstehen wollen? Dazu besteht von meiner Seite nicht die geringste Veranlassung :) Du bist ja auch nicht der Einzige, der am absoluten Primat des Gesangs festhält, und das ist auch OK, für mich ist halt beides gleich wichtig, Stimme und Spiel. Aber natürlich wiegt eine noch so intensive Gestaltung eine inferiore vokale Darbietung nicht auf, außer es handelt sich um eine schlechte Tagesverfassung. Natürlich müssen mich meine Lieblingssänger auch stimmlich überzeugen, das ist doch klar, sonst müssten wir wirklich über das Burgtheater diskutieren.
Womit du da unbewusst die Ursache für mein besonderes Interesse an den schauspielerischen Qualitäten der Sänger gefunden hast, denn meine Leidenschaft für die Oper erwachte erst lange nach der für die Sprechbühne, eben weil ich das früher übliche sture Rampensingen nicht ertragen konnte und erst Singschauspieler wie Domingo den berühmten Funken überspringen ließen. (Meinen verzweifelter Ausruf bei einer Traviata mit Juan Oncina "Warum tut er nicht endlich, wovon er die ganze Zeit singt?" hält mir meine Freundin nach beinahe 30 Jahren noch immer vor...)
Übrigens habe ich Villazón, auf den du ständig anspielst, noch nie "kläglich eingehen" gehört, selbst in schlechter Verfassung singt und spielt er noch viele andere an die Wand. (Nein, ich meine jetzt nicht deinen Liebling :baeh01: ) Aber das ist wirklich Auffassungssache, daher lassen wir's doch am besten dabei, dass wir unsere unterschiedlichen Vorlieben akzeptieren und respektieren. Ich verspreche, mich in Zukunft aus dem Calleja-Thread rauszuhalten, OK? :angel:
lg Severina :hello:

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Dienstag, 8. Juli 2008, 13:40

Zitat

Original von severina
Ich verspreche, mich in Zukunft aus dem Calleja-Thread rauszuhalten, OK? :angel:
lg Severina :hello:


Neeeeeeee!!!!! Lautstarker Protest!!!!!!!! :motz:

Was ist denn das für eine Diskussion, wenn nciht mehr kontrovers diskutiert werden soll???????
Ich glaube auch sowieso nciht, dass Gregor das möchte :no:

Bei mir spielt die szenische Umsetzung auch im Normalfall grosse Rolle, denn Oper ist Theater, da führt kein Weg dran vorbei.
Allerdings lege ich bei verschiedenen Sängern auch verschiedene Massstäbe an und differenziere da sehr stark.
Hauptsache, sie bewegen mich, wie und womit ist erstmal egal.
Wenn einer mich mit seinem Timbre schon umhaut, kann er auch stocksteif in der Gegend rumstehen-dem verzeihe ich das, weil er es auf andere Weise schafft, mich zu begeistern.
Wenn einer phantastisch spielt und eine überragende Bühnenpersönlchkeit ist und mal ein paar Töne in den Sand setzt oder sosntwas verhudelt, verzeihe ich dem auch, solange mich die Stimme an sich nciht abstösst.

Was ich nciht ertrage und verzeihe sind dagegen permanente stimmliche Hochstapelei (sprich Überforderung und miserable Basistechnik), hässliche Grundstimme und vollkommen unpassende Besetzung.

Wenn mcih ein Stimm-Timbre nciht anspricht oder sogar abstösst ist das grundsätzlcih nciht zu reparieren, da kann er/sie spielen wie der Teufel und die tollste Technik der Welt haben. Respekt ist dann da , das war's dann aber leider auch und Cd Kauf ausgeschlossen.

Bei Calleja spricht mich das Timbre nun aber so an, dass ich bereit bin, allerhand hinzunehmen. ......... :pfeif:

Fairy Queen
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severina

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Dienstag, 8. Juli 2008, 15:23

Zitat

Original von Fairy Queen

Zitat

Original von severina
Ich verspreche, mich in Zukunft aus dem Calleja-Thread rauszuhalten, OK? :angel:
lg Severina :hello:


Neeeeeeee!!!!! Lautstarker Protest!!!!!!!! :motz:

Was ist denn das für eine Diskussion, wenn nciht mehr kontrovers diskutiert werden soll???????
Ich glaube auch sowieso nciht, dass Gregor das möchte :no:

Bei mir spielt die szenische Umsetzung auch im Normalfall grosse Rolle, denn Oper ist Theater, da führt kein Weg dran vorbei.
Allerdings lege ich bei verschiedenen Sängern auch verschiedene Massstäbe an und differenziere da sehr stark.
Hauptsache, sie bewegen mich, wie und womit ist erstmal egal.
Wenn einer mich mit seinem Timbre schon umhaut, kann er auch stocksteif in der Gegend rumstehen-dem verzeihe ich das, weil er es auf andere Weise schafft, mich zu begeistern.
Wenn einer phantastisch spielt und eine überragende Bühnenpersönlchkeit ist und mal ein paar Töne in den Sand setzt oder sosntwas verhudelt, verzeihe ich dem auch, solange mich die Stimme an sich nciht abstösst.

Was ich nciht ertrage und verzeihe sind dagegen permanente stimmliche Hochstapelei (sprich Überforderung und miserable Basistechnik), hässliche Grundstimme und vollkommen unpassende Besetzung.

Wenn mcih ein Stimm-Timbre nciht anspricht oder sogar abstösst ist das grundsätzlcih nciht zu reparieren, da kann er/sie spielen wie der Teufel und die tollste Technik der Welt haben. Respekt ist dann da , das war's dann aber leider auch und Cd Kauf ausgeschlossen.

Bei Calleja spricht mich das Timbre nun aber so an, dass ich bereit bin, allerhand hinzunehmen. ......... :pfeif:

Fairy Queen


Liebe Fairy,
das tue ich sowieso, sonst wäre Flórez nie und nimmer die Nr. 1 in meinem Sängerolymp, denn seine schauspielerischen Fähigkeiten sind auch alles andere als berauschend. Er neigt sehr stark dazu, auf konzertant umzuschalten, wenn er nicht von so starken Persönlichkeiten wie z.B. einer Natalie Dessay zum Spielen animiert wird. Aber bei seinem Pesaroer Otello begnügte er sich völlig damit, schnuckelig auszusehen, berückend zu singen und verträumt ins Nirwana zu schauen, selbst aus der 3. Reihe konnte ich nicht erkennen, dass er an Interaktionen mit seinen Sangeskollegen sonderlich interessiert war.
Was Calleja betrifft, so habe ich ja nie behauptet, er wäre ein schlechter Sänger, hätte eine hässliche Stimme und Gregor und seine vielen anderen Wiener Fans würden auf ihren Ohren sitzen. Aber seine Stimme erreicht nur mein Ohr, nicht mein Herz, und da er mit seiner schwachen Bühnenpräsenz das eben nicht kompensieren kann, bleibt unter dem Strich für mich nichts übrig. Und so wie man sich nicht zwingen kann, einen Menschen zu lieben, kann man sich auch nicht zwingen, eine Stimme zu lieben. Callejas Timbre spricht mich nicht an und daneben stört mich sein Vibrato, wobei ich gerne zugebe, dass ich diesbezüglich extrem empfindlich bin. (Sascha wird dir das bestätigen, wir haben da schon etliche Diskussionen geführt, weil viele seiner geliebten alten Knüller, die er mir immer so ans Herz legt, auch nicht frei davon sind :D )
Aber es gibt ja auch die Liebe auf den zweiten Blick, vielleicht mutiere ich ja in einigen Jahren zum rabiaten Calleja-Fan und ihr werdet euch noch wünschen, ich wäre bei meiner Trias F&K&V geblieben ;)
lg Sevi :hello:

petra

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Dienstag, 8. Juli 2008, 17:03

Zitat

Original von severina:

Ich verspreche, mich in Zukunft aus dem Calleja-Thread rauszuhalten, OK?


Zitat

Original von Fairy Queen:

Neeeeeeee!!!!! Lautstarker Protest!!!!!!!!


Ich schließe mich dem Protest an! :motz: ;) Nachdem die, die ihn gern hören, ja zu Anfang deutlich in der Minderheit waren, würde sich, wenn du dein „Versprechen“ wahr machst und andere folgen, das Verhältnis vielleicht umkehren: Dann sitzt hier ein versprengtes Häufchen und schwärmt, und niemand liest mehr die Postings, weil doch immer nur dasselbe drinsteht (nur variierend um die einzelnen Rollen).

Mir geht es wie Fairy: Mir gefallen Timbre und in den richtigen Rollen auch die verhaltene, „verinnerlichte“ Art zu singen, und vielleicht höre ich ja als (Auch-aber-nicht-nur)-Fan der alten Schellack-Sänger wirklich Parallelen zu einigen davon – ähnlich wie mein Mann, der, als er Calleja zum ersten Mal hörte, wohl im Geiste meine bescheidene CD/LP/Kassetten-Sammlung durchging und eine Mischung aus dem jungen Björling (innerliche Glut), Alfredo Kraus (etwas grandezza) und Heinrich Schlusnus („restraint“ und doch auch dramatisch) ausmachte.
Klingt auf den ersten Blick schräg, hat aber etwas für sich, finde ich. Vielleicht ist es eine ähnlich gehörte Mischung, die Fairy weiter oben zu dem Vergleich inspirierte?

Zitat

Original von Fairy Queen:

Mich erinnert er seltsamerweise an das, was Victoria de los Angeles im Sopranfach ist-ich muss noch ergründen, warum- denn das ist bisher nur ein Gefühl.


:hello: Petra
(heute etwas komparatistisch gestimmt ;) :angel: )
"Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann." - Francis Picabia

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Dienstag, 8. Juli 2008, 17:24

Liebe Petra,
ich glaube langsam-auch dank Deiner Inspiration- heraus zu bekommen, warum er mich an die Engels-Victoria erinnert.
Grandezza von der verhalteneren Art, eine introvertierte Eleganz und eben ein wunderschönes Timbre.
Irgendetwas engelhaftes müssen soweiso alle Bellini-Stimmen haben, da darf nciht zuviel Körper und Sinnlichkeit mit hinein-so wie schon Heine etwas mokant sagte: die Ballerina auf Zehenspitzen!

Eigentlch will ich nicht, dass sichso einer zum Duca entwickelt., .... :no: :no: :no:
Das soll er den Söhnen und Enkeln Domingos überlassen.
F.Q.
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136

Dienstag, 8. Juli 2008, 17:48

Zitat

Original von Fairy Queen
Liebe Petra,
ich glaube langsam-auch dank Deiner Inspiration- heraus zu bekommen, warum er mich an die Engels-Victoria erinnert.
Grandezza von der verhalteneren Art, eine introvertierte Eleganz und eben ein wunderschönes Timbre.
Irgendetwas engelhaftes müssen soweiso alle Bellini-Stimmen haben, da darf nciht zuviel Körper und Sinnlichkeit mit hinein-so wie schon Heine etwas mokant sagte: die Ballerina auf Zehenspitzen!

Eigentlch will ich nicht, dass sichso einer zum Duca entwickelt., .... :no: :no: :no:
Das soll er den Söhnen und Enkeln Domingos überlassen.
F.Q.


Die komponieren leider nur..... :pfeif: :D
lg Sevi :hello:

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Dienstag, 8. Juli 2008, 19:01

Zitat

Original von severina
Übrigens habe ich Villazón, auf den du ständig anspielst, noch nie "kläglich eingehen" gehört, selbst in schlechter Verfassung singt und spielt er noch viele andere an die Wand. (Nein, ich meine jetzt nicht deinen Liebling )


Du irrst dich, ich spiele gar nicht immer auf Villazon an, da gibt es noch andere Kandidaten mit denen ich meine Probleme habe. Die Aussage mit dem 'kläglich eingehen' stammt im Grunde gar nicht von mir sondern habe ich nur von jemand anderem übernommen.

Zitat

Original von Fairy Qeen
Wenn einer mich mit seinem Timbre schon umhaut, kann er auch stocksteif in der Gegend rumstehen-dem verzeihe ich das, weil er es auf andere Weise schafft, mich zu begeistern.
Wenn einer phantastisch spielt und eine überragende Bühnenpersönlchkeit ist und mal ein paar Töne in den Sand setzt oder sosntwas verhudelt, verzeihe ich dem auch, solange mich die Stimme an sich nciht abstösst.

Was ich nciht ertrage und verzeihe sind dagegen permanente stimmliche Hochstapelei (sprich Überforderung und miserable Basistechnik), hässliche Grundstimme und vollkommen unpassende Besetzung.

Wenn mcih ein Stimm-Timbre nciht anspricht oder sogar abstösst ist das grundsätzlcih nciht zu reparieren, da kann er/sie spielen wie der Teufel und die tollste Technik der Welt haben. Respekt ist dann da , das war's dann aber leider auch und Cd Kauf ausgeschlossen.

Bei Calleja spricht mich das Timbre nun aber so an, dass ich bereit bin, allerhand hinzunehmen. .........


Das hast du sehr gut beschrieben, Fairy. Genauso empfinde ich das auch. Severina setzt halt andere Prioritäten, und das ist völlig in Ordnung.

Es gibt keine Formel die uns erklärt, wieso manche Stimmen uns berühren, und andere eben nicht. Calleja löst bei ihr halt gar nichts aus, mich erreicht diese Stimme immer wieder aufs Neue. Dafür kann ich mit Villazon's Stimme gar nichts anfangen, die auf mich einfach nur kalt wirkt, während severina dafür ausflippt.
Es soll auch Leute geben, die bei Curà in Ekstase geraten. ?(
Severina vielleicht? Hoffentlich trete ich da jetzt nicht in ein Fettnäpfchen :untertauch:

Gregor

severina

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Dienstag, 8. Juli 2008, 19:25

Zitat

Original von Gregor

Zitat

Original von severina
Übrigens habe ich Villazón, auf den du ständig anspielst, noch nie "kläglich eingehen" gehört, selbst in schlechter Verfassung singt und spielt er noch viele andere an die Wand. (Nein, ich meine jetzt nicht deinen Liebling )


Du irrst dich, ich spiele gar nicht immer auf Villazon an, da gibt es noch andere Kandidaten mit denen ich meine Probleme habe. Die Aussage mit dem 'kläglich eingehen' stammt im Grunde gar nicht von mir sondern habe ich nur von jemand anderem übernommen.

Zitat

Original von Fairy Qeen
Wenn einer mich mit seinem Timbre schon umhaut, kann er auch stocksteif in der Gegend rumstehen-dem verzeihe ich das, weil er es auf andere Weise schafft, mich zu begeistern.
Wenn einer phantastisch spielt und eine überragende Bühnenpersönlchkeit ist und mal ein paar Töne in den Sand setzt oder sosntwas verhudelt, verzeihe ich dem auch, solange mich die Stimme an sich nciht abstösst.

Was ich nciht ertrage und verzeihe sind dagegen permanente stimmliche Hochstapelei (sprich Überforderung und miserable Basistechnik), hässliche Grundstimme und vollkommen unpassende Besetzung.

Wenn mcih ein Stimm-Timbre nciht anspricht oder sogar abstösst ist das grundsätzlcih nciht zu reparieren, da kann er/sie spielen wie der Teufel und die tollste Technik der Welt haben. Respekt ist dann da , das war's dann aber leider auch und Cd Kauf ausgeschlossen.

Bei Calleja spricht mich das Timbre nun aber so an, dass ich bereit bin, allerhand hinzunehmen. .........


Das hast du sehr gut beschrieben, Fairy. Genauso empfinde ich das auch. Severina setzt halt andere Prioritäten, und das ist völlig in Ordnung.

Es gibt keine Formel die uns erklärt, wieso manche Stimmen uns berühren, und andere eben nicht. Calleja löst bei ihr halt gar nichts aus, mich erreicht diese Stimme immer wieder aufs Neue. Dafür kann ich mit Villazon's Stimme gar nichts anfangen, die auf mich einfach nur kalt wirkt, während severina dafür ausflippt.
Es soll auch Leute geben, die bei Curà in Ekstase geraten. ?(
Severina vielleicht? Hoffentlich trete ich da jetzt nicht in ein Fettnäpfchen :untertauch:

Gregor


Lieber Gregor,
keine Sorge, Cura ertrage ich nur, wenn ich mich gleichzeitig mit Keenlyside als Posa trösten kann ;) :D
Zum Ausflippen ist Vilazón stimmliche Verfassung momentan leider nicht :(, ich hoffe sehr, das kommt wieder. (sein Timbre allerdings elektrisiert mich nach wie vor :] :] :] :] ) Dass du ihn nicht magst, hat durchaus Vorteile - ein Konkurrent weniger im Kampf um Karten ;)
lg Severina :hello:

Gregor

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Dienstag, 8. Juli 2008, 19:35

Zitat

Original von severina
keine Sorge, Cura ertrage ich nur, wenn ich mich gleichzeitig mit Keenlyside als Posa trösten kann ;):D


Puh, Glück gehabt. ;)
Interessant, daß du Keenlyside erwähnst. Ich war auch in diesem Don Carlo, eh klar. Ich weiß noch, daß ich mich wunderte, daß Cura der Tenor ist und Keenlyside der Bariton. Ich hatte nämlich das Gefühl, es müßte eher umgekehrt sein. Cura hörte sich tiefer an als Simon. Aber das kann wohl passieren wenn du einen tiefen Tenor mit einem hohen Bariton auf die Bühne stellst :yes:

Gregor

Alfred_Schmidt

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140

Dienstag, 8. Juli 2008, 19:49

Ich habe mich zwar schon zu Beginn des Threads FÜR Calleja ausgesprochen - aber ich wiederhole gern an dieser Stelle nochmal mein positives Urteil - aus einem relativ großen zeitlichen Abstand heraus. Es gibt ja Stimmen, die einen anfangs begeistern, nach einiger Zeit aber nerven. Letzteres ist zumindest bei mir nicht der Fall.

Calleja - das ist mir persönlich sehr wichtig , weil ich seit Jahren ausschließlich Tondokumente - ohne störende verfälschende Ausstattung - höre - hat ein unverwechselbares Timbre, eine Eigenschaft die man in den letzten Jahrzehenten sehr selten antraf,m die aber, so scheint es mir, allmählich wieder zunehmend geschätzt wird.

Ob der Sänger - notabene in einer modernen Inszenierung mit hässlicher Ausstattung - "überzeugend" spielt oder nicht - das ist mir völlig gleichgültig. Ich will schöne - und (noch wichtiger) markante Stimmen hören, die man auf der CD gut von ihren Gegenspielern differenzieren kann.

Von diesem Standpunkt aus gesehen ist Calleja eine erfreuliche Bereicherung des zeitgenössischen Stuimmenangebots.

mfg aus Wien

Alfred

WISSEN ist MACHT - Nicht WISSEN MACHT auch nix

severina

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Dienstag, 8. Juli 2008, 20:04

Zitat

Original von Gregor

Zitat

Original von severina
keine Sorge, Cura ertrage ich nur, wenn ich mich gleichzeitig mit Keenlyside als Posa trösten kann ;):D


Puh, Glück gehabt. ;)
Interessant, daß du Keenlyside erwähnst. Ich war auch in diesem Don Carlo, eh klar. Ich weiß noch, daß ich mich wunderte, daß Cura der Tenor ist und Keenlyside der Bariton. Ich hatte nämlich das Gefühl, es müßte eher umgekehrt sein. Cura hörte sich tiefer an als Simon. Aber das kann wohl passieren wenn du einen tiefen Tenor mit einem hohen Bariton auf die Bühne stellst :yes:

Gregor


Den Eindruck hatte ich früher oft, wenn Cappuccilli auf der Bühne stand, der ließ so manchenTenor ganz schön alt aussehen!
Zu Alfreds Post liegt mir natürlich eine Bemerkung auf der Zunge, aber ich hab ja versprochen, nix Böses mehr über C. zu schreiben ;)
Wie kommst du übrigens auf die Idee, ich könnte Curafan sein 8o 8o 8o 8o 8o???? Meinst du: Einmal kein Geschmack, immer kein Geschmack? ;) :pfeif:
lg Severina :hello:

Gregor

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Mittwoch, 9. Juli 2008, 19:38

Zitat

Original von severina
Wie kommst du übrigens auf die Idee, ich könnte Curafan sein 8o8o8o8o8o???? Meinst du: Einmal kein Geschmack, immer kein Geschmack? ;):pfeif:


Nein, so weit würde ich nicht gehen, du bist hoffentlich lernfähig. ;)
Ich dachte du stehst generell auf diese dunkeltimbrierten Tenöre. Vor allem die, die so brutal ihre Töne aus den Kehlen schleudern :pfeif:

Gregor

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Mittwoch, 9. Juli 2008, 19:57

Zitat

Original von Gregor

Zitat

Original von severina
Wie kommst du übrigens auf die Idee, ich könnte Curafan sein 8o8o8o8o8o???? Meinst du: Einmal kein Geschmack, immer kein Geschmack? ;):pfeif:


Nein, so weit würde ich nicht gehen, du bist hoffentlich lernfähig. ;)
Ich dachte du stehst generell auf diese dunkeltimbrierten Tenöre. Vor allem die, die so brutal ihre Töne aus den Kehlen schleudern :pfeif:

Gregor

Hallo Gregor,
generell stimmt nicht ganz, im Belcantofach schätze ich durchaus auch die hellen Tenöre, nicht aber bei Verdi, das stimmt. (Deshalb ist Flórez Duca für mich sehr entbehrlich...) Ein Tenor allerdings, der seine Töne "brutal aus der Kehle schleudert", hätte bei mir nie ein Leiberl, ganz im Gegenteil, ich lege großen Wert auf kultiviertes Singen. Deshalb kann ich ja mit vielen adorierten Größen der Vergangenheit (del Monaco, Corelli etzc.) absolut nichts anfangen, weil die genau das tun, was du meinen Lieblingen zu Unrecht vorwirfst. Ein Jonas Kaufmann braucht keinen Ton brutal hinauszuschleudern, der hat die Spitzentöne einfach, und ein Domingo war immer klug genug, seiner Stimme nichts abzuzwingen, was nicht drinnen war. (Darum konnte er sich sein herrliches Timbre bis heute unversehrt bewahren!)
Was Cura betrifft, so fällt mir zu ihm nur ein eher uncharmanter Vergleich ein: "Tenorale Wildsau!" Er ist für mich das Paradebeispiel eines völlig unkultiviert singenden Tenors, und über Jarl Löbels treffende Bemerkung anlässlich seines Carlos "Cura unterwarf Verdi einem vokalen Freistil" amüsiere ich mich noch heute.
lg Severina :hello:

PS: Ich anerkenne durchaus, dass Calleja sehr kultiviert singt, daran scheitert's also nicht :no:

Gregor

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Mittwoch, 9. Juli 2008, 20:18

Zitat

Original von severina
Was Cura betrifft, so fällt mir zu ihm nur ein eher uncharmanter Vergleich ein: "Tenorale Wildsau!" Er ist für mich das Paradebeispiel eines völlig unkultiviert singenden Tenors, und über Jarl Löbels treffende Bemerkung anlässlich seines Carlos "Cura unterwarf Verdi einem vokalen Freistil" amüsiere ich mich noch heute.


Tenorale Wildsau???? :hahahaha:Mir persönlich gefällt seine Stimme gar nicht, er hat kein Feingefühl beim Singen, und er "fährt" über alles unsensibel drüber. Ist mir beim Don Carlo stark aufgefallen. Bei der konzertanten Norma hatte ich nie das Gefühl, daß da ein Tenor auf der Bühne stehen würde.

Gregor

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severina

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Mittwoch, 9. Juli 2008, 20:38

Lieber Gregor,
wie meistens, wenn's nicht um C. geht, sind wir völlig einer Meinung ;) :D Cura scheint übrigens abseits der Bühne ein sehr feinfühliger Mensch zu sein, der malt, Gedichte schreibt usw., und ich finde es immer sehr verwunderlich, dass er diese Sensibiität so gar nicht in sein Singen und sein Darstellung (Das ist immer gröbste Schmiere, irgendwie legt er jede Rolle als tobsüchtigen Otello an....)) einbringen kann.
So, ich glaube, wir sollten dieses OT langsam beenden, bevor unsere MODs zur Rute greifen :angel:
lg Severina :hello:

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Donnerstag, 10. Juli 2008, 02:01

Hallo Severina
ähm...Da es ja offenbar noch keinen Curathread gibt, muss ich hier doch nochmal OT was dazu sagen.

Zitat

wie meistens, wenn's nicht um C. geht, sind wir völlig einer Meinung Cura scheint übrigens abseits der Bühne ein sehr feinfühliger Mensch zu sein, der malt, Gedichte schreibt usw., und ich finde es immer sehr verwunderlich, dass er diese Sensibiität so gar nicht in sein Singen und sein Darstellung (Das ist immer gröbste Schmiere, irgendwie legt er jede Rolle als tobsüchtigen Otello an....)) einbringen kann.


Ich finde Herrn Cura gerade als Otello und Calaf hervorragend (habe ich live in Zürich gesehen). Auch seine Pucciniarien-CD gehört zum besten, was ich auf diesem Gebiet von lebenden Tenören kenne. ich habe ihn aber auch schon im Fernsehen geshen, wo ich ihn ganz furchtbar unsensibel fand, z.B. in der Traviata, was aber auch live in Zürich bedeutend besser war (wenngleich ihm Puccini wohl mehr liegt).

Gruss

Syrinx :hello:
Wenn ihr's nicht fühlt, ihr werdet's nicht erjagen, Wenn es nicht aus der Seele dringt Und mit urkräftigem Behagen Die Herzen aller Hörer zwingt.
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Donnerstag, 10. Juli 2008, 07:10

Was mal wieder all meine "Vorurteile" gegen Puccini aufs Schönste bestätigt....... :D


Liener Gregor, ich bin ja im Falle Calleja ganz Deiner Meinung, aber ich kann nciht begreifen, wie man ausgerechnet Rolando Villazon "kalt" nennen kann. Es gibt doch wohl keinen Sänger, der sich derart hingibt und bis zum Äussersten auch emotional engagiert wie er ?( ?( ?(

F.Q.
Leben zeugt Leben, Energie erschafft Energie. Man wird reich , indem man sich verschwendet. (Sarah Bernardt)

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Donnerstag, 10. Juli 2008, 08:48

Zitat

Original von Syrinx
Hallo Severina
ähm...Da es ja offenbar noch keinen Curathread gibt, muss ich hier doch nochmal OT was dazu sagen.

Zitat

wie meistens, wenn's nicht um C. geht, sind wir völlig einer Meinung Cura scheint übrigens abseits der Bühne ein sehr feinfühliger Mensch zu sein, der malt, Gedichte schreibt usw., und ich finde es immer sehr verwunderlich, dass er diese Sensibiität so gar nicht in sein Singen und sein Darstellung (Das ist immer gröbste Schmiere, irgendwie legt er jede Rolle als tobsüchtigen Otello an....)) einbringen kann.


Ich finde Herrn Cura gerade als Otello und Calaf hervorragend (habe ich live in Zürich gesehen). Auch seine Pucciniarien-CD gehört zum besten, was ich auf diesem Gebiet von lebenden Tenören kenne. ich habe ihn aber auch schon im Fernsehen geshen, wo ich ihn ganz furchtbar unsensibel fand, z.B. in der Traviata, was aber auch live in Zürich bedeutend besser war (wenngleich ihm Puccini wohl mehr liegt).

Gruss

Syrinx :hello:


Lieber Syrinx,
ich weiß, dass Cura in Zürich ein Publikumsliebling ist, in Wien ist das etwas anders, da wird er immer wieder ausgebuht, und zwar nicht nur wegen stimmlicher Defizite, sondern wegen seiner ziemlich unprofessionellen Einstellung. Klar, auch einen Sänger darf sein Job manchmal nerven, nur sollte man das nicht so unverblümt zeigen, wie Cura das immer wieder tut. Ich denke an die konzertante "Norma", von der auch Gregor gesprochen hat, wo er drei Stunden gelangweilt mit seiner Brille herumspielte, seine vorgeschriebenen Noten ablieferte ohne jeden spürbaren Gestaltungswillen, und seine Bühnenpartnerinnen (immerhin Gruberova und Garanca) mehr oder weniger ignorierte. Auch eine konzertante Oper ist eine Ensembleleistung, und Curas Verweigerungshaltung war nicht nur unprofessionell und eine Verar...... des Publikums, sondern auch höchst unkollegial. Das dürfte in Zürich eben anders sein, dort "will" er offensichtlich!
Was mich betrifft, so gefällt mir genau wie Gregor schlicht und einfach seine Stimme nicht, aber damit sind wir wieder auf dr Ebene des persönlichen Geschmacks! ;)
lg Severina :hello:

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Donnerstag, 10. Juli 2008, 08:51

Zitat

Original von Fairy Queen
Was mal wieder all meine "Vorurteile" gegen Puccini aufs Schönste bestätigt....... :D


Liener Gregor, ich bin ja im Falle Calleja ganz Deiner Meinung, aber ich kann nciht begreifen, wie man ausgerechnet Rolando Villazon "kalt" nennen kann. Es gibt doch wohl keinen Sänger, der sich derart hingibt und bis zum Äussersten auch emotional engagiert wie er ?( ?( ?(

F.Q.


Bitte verdoppeln! :lips: :lips: :lips: :lips: :lips: :lips:
lg Severina :hello:

Gregor

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Donnerstag, 10. Juli 2008, 21:43

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Original von severina

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Original von Fairy Queen
Was mal wieder all meine "Vorurteile" gegen Puccini aufs Schönste bestätigt....... :D


Liener Gregor, ich bin ja im Falle Calleja ganz Deiner Meinung, aber ich kann nciht begreifen, wie man ausgerechnet Rolando Villazon "kalt" nennen kann. Es gibt doch wohl keinen Sänger, der sich derart hingibt und bis zum Äussersten auch emotional engagiert wie er?(?(?(

F.Q.


Bitte verdoppeln! :lips::lips::lips::lips::lips::lips:
lg Severina :hello:


Bitte wieder halbieren! :baeh01:

Da sind wir halt wieder bei persönlichem Geschmack und Empfinden, Fairy. Mich läßt seine Stimme kalt, sie berührt mich einfach nicht.
Hingabe und emotionales Engagement in allen Ehren, aber ich mag einfach sein Timbre und seinen Gesangsstil nicht.
Laßt mir meinen Calleja, ich lasse euch euren Villazon, einverstanden? Wie schon Shakespeare sagte "As you like it". :yes:

Gregor