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AMATEURVIDEO-FILMFORUM-WIEN

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severina

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181

Montag, 17. November 2008, 17:00

Liebe Emotione,
danke für diesen Bericht! Ich fürchte, dass Calleja auch in einer anderen Inszenierung nicht viel mehr als herumgestanden wäre :stumm:, aber wenn die Zuschauer wenigstens musikalisch so voll und ganz auf ihre Rechnung kommen, wie dies hier der Fall gewesen zu sein scheint, ist's ja OK.
Petean ist in Wien kein Unbekannter, ich erlebte ihn z.B. als ausgezeichneten Posa in unserem italienischen "Don Carlo", wo er mir auch vom Spiel her zumindest nicht unangenehm in Erinnerung ist. Personenregie war in dieser Inszenierung schon bei der PR nicht zu erkennen.......
lg Severina :hello:

Gregor

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182

Dienstag, 18. November 2008, 00:50

Hallo Mädels,

danke für eure Berichte. Nach genauerer Überlegung muß ich auch sagen, daß diese - auf die heutige Medienwelt adaptierte - Lucia sicher ihren Reiz hat.
Vielleicht ist die Titelrolle für Lisnic derzeit doch noch eine Nummer zu groß. Ich kenne sie als Susanna oder Adina und in diesen Rollen ist sie nahezu ideal.
Petean ist, wie Severina schon erwähnt hat, ein sehr guter Bariton, den ich im Französischen Don Carlos gesehen habe und der im Dezember auch in der Italienischen Fassung in Wien zu sehen sein wird.

Dann drück ich Fairy mal die Daumen, daß sie die Perlenfischer doch noch sehen kann.

Calleja muß wirklich ein Traum-Edgardo sein. Auf seiner homepage kann man einige Ausschnitte aus der Lucia hören und die Rolle steht ihm - zumindest vokal - enorm. :yes:

Gregor

severina

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183

Dienstag, 18. November 2008, 09:39

Kurzes OT: Du hast natürlich Recht, Gregor, es war der franz. Don Carlos, nicht der Don Carlo. Danke für die Richtigstellung! :yes: :)
lg Severina :hello:

Theodora

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184

Mittwoch, 10. Dezember 2008, 19:14

Liebe Taminos,

ich habe nun dank einer freundlichen Tamina :lips: :lips: :lips: die beiden CDs von JC zu Ohren bekommen und bin weiterhin von der wunderschönen Stimme und der Interpretation JCs begeistert! Ich kann zwar die "Meckervibrato"-Fraktion irgendwo verstehen, weil JC einfach ein völlig anderer Typ als Florez oder Villazón ist und wenn man an ihn dieselben Maßstäbe anwendet dann kann es ja sein dass das Urteil negativ ausfällt. Diejenigen von der Fanfraktion (Torten her, ich gehöre auch dazu!) tun das einfach nicht und finden JC als einen Künstler an und für sich außerordentlich gut!

Ich muss auch sagen, dass ich einen grossen Unterschied bemerkt habe zwischen den früheren und den neueren Aufnahmen - ich finde, die Stimme klingt nun viel kräftiger und zugleich harmonischer, aber am schönsten sind bei ihm doch die leisen, die allmählich leiser werdenden Töne - für mich das wichtigste Merkmal der einfühlsamen Interpretation. Schön laut schreien und auf die Ohren der Zuschauer hauen können schon mehrere Sänger und Sängerinnen, doch bei den Piani (heisst das so?) hört man am besten, wer noch etwas darüber hinaus kann. Ich liebe intelligentes Singen, deswegen hat JC bei mir trotz des Vibratos immer die Nase vorn!

Apropos Una furtiva - hier möchte ich ein wenig inkonsequent sein und die Meckerfraktion vielleicht überraschen - JCs Interpretation fand ich zwar sehr schön und in den Gesamtkontext der Oper wunderbar passend - doch an diesem Punkt, nur an diesem, muss ich sagen, kann man dem Villazón mit Fug und Recht die Lorbeeren überreichen, seine Una furtiva ist einfach so stark, für mich das absolute Nonplusultra. :jubel: Ich mochte Villazón nie, aber bei der Aufnahme mit AN habe ich eine verdammte Portion Respekt für ihn gewonnen, und das ist echt schwer zu toppen, obwohl mein Herz wie gesagt an jeder anderen Stelle für JC schlägt.

Nun die Frage in die Runde wiederholt: Mensch, was ist denn nun mit den Perlenfischern und dem Edgardo??? Jemand dabei gewesen???

Eure begeisterte und gespannte

Theodora
Ein Ton, der aus dem Herzen kommt, geht dem Hörer zu Herzen, vielleicht weiß er nicht einmal, was eigentlich ihm solche Freude bereitet, was ihn so zufrieden und glücklich macht. (Leo Slezak)

Gregor

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185

Sonntag, 14. Dezember 2008, 02:17

Zitat

Original von Theodora
Nun die Frage in die Runde wiederholt: Mensch, was ist denn nun mit den Perlenfischern und dem Edgardo??? Jemand dabei gewesen???


Über die Frankfurter Lucia hat Emotione einen Bericht verfasst. Die Perlenfischer finden im Februar 2009 statt. Da mußt du mit Berichten noch warten. ;)

Was den Nemorino betrifft, da bin ich echt Calleja-geschädigt. Es war gerade diese Partie mit der er mich enorm begeistert hat. Vom ersten bis zum letzten Ton einfach phantastisch gesungen. :faint::faint::faint: Eine Superrolle für ihn, mit der er sich als großartiger Belcanto- und Donizetti-Sänger erwiesen hat. :yes:

Gregor

Gregor

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186

Montag, 26. Januar 2009, 20:57

Es ist soweit. Der Mitschnitt von Bellini’s konzertanter Aufführung von I Capuleti e i Montecchi aus dem Wr. Konzerthaus erscheint am 20. Februar 2009 auf CD. Für jemanden wie mich, der live dabei war, die Gelegenheit, sich einen vokal tollen Abend nach Hause zu holen. Garanca und Calleja waren großartig. Aber auch die Netrebko hatte wunderbare Momente.





Vincenzo Bellini
I CAPULETI E I MONTECCHI

Romeo - Elina GARANCA
Giulietta - Anna NETREBKO
Tebaldo - Joseph CALLEJA
Capellio - Tiziano BRACCI
Lorenzo - Robert GLEADOW

Wiener Symphoniker
Wiener Singakademie
Dirigent - Fabio LUISI
Live-Mitschnitt, April 2008, Wiener Konzerthaus
Deutsche Grammophon, 2 CDs


Gregor

Gregor

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187

Sonntag, 15. Februar 2009, 21:19

Auf der Website der Deutschen Grammophon kann man sich nun Ausschnitte aus der neuen Capuleti-Gesamtaufnahme anhören:

I Capuleti e i Montecchi

Belcanto kann wirklich so schön sein..... :faint:


Gregor

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188

Samstag, 25. April 2009, 10:08

Für mich ist Calleja eine absolute Zumutung. Kein anderer Sänger von einem solchen Bekanntheitsgrad singt auf einem derart unterirdischen Niveau. Die Töne sind schlecht gestützt, der Klang und besonders die Höhe dünn, das Vibrato meckert, der Ausdruck tendiert gegen null - alles, was er singt, klingt gleich. Ob Nemorino oder (Gott bewahre) Cavaradossi. Beim Singen schneidet er schreckliche Gesichter, wirkt total verspannt und kann auf der Bühne überhaupt nicht spielen. Daß so jemand an der Met singt, ist ein Zeichen dafür, daß das Niveau der Met stark gesunken ist (ebenso wie die Lucia-Katastrophe von Villazon und Netrebko ein Zeichen war). An der Scala oder einem anderen, wirklich guten Opernhaus wird er wahrscheinlich (oder hoffentlich) niemals auftreten dürfen.

Mit alter Schule hat Calleja nun mal gar nichts zu tun. Die Sänger der alten Schule hatten einen ganz anderen Ansatz und sangen nicht ohne Stütze. Das einzige, was entfernt an einige Schellackplatten erinnert, ist das schnelle Vibrato, was bei Calleja allerdings ein lästiger Defekt ist und nicht Kennzeichen einer guten Technik.

:hello:
M.
Mein Wort hörtest Du... hüte Dich wohl.

Gregor

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189

Samstag, 25. April 2009, 12:52

Ach du Schreck! Einen Sänger nicht zu wollen ist ja eine Sache, ihm aber gleich jedes Können abzusprechen ist schon eher niveaulos. Es gibt so ein paar Sänger, die mir auch nicht gefallen, aber trotzdem haben diese Künstler auch ihre Vorzüge, die ich ihnen niemals absprechen würde.
Severina freut sich sicher über dieses posting, boshaft wie sie ist. ;)

Ich finde es aber interessant, daß gerade zu diesem Zeitpunkt dieser Beitrag auftaucht, hat doch Calleja gerade mit sensationellem Erfolg an der MET den Rigoletto-Herzog und den Nemorino gesungen. Nach Una furtiva lagrima gab es stehende Ovationen und man schreibt vom "besten Nemorino seit dem jungen Pavarotti". Ich selbst habe Auszüge aus der MET gehört und muß sagen, daß er in der Rolle inzwischen noch besser ist als vor ein paar Jahren in Wien. Die Berichte aus New York sind jedenfalls überwältigend positiv.

Gerade die Gesangstechnik ist doch unglaublich, gerade für einen Sänger seines jungen Alters. Herrliche piani, und dazu noch diminuendi, wie sie derzeit kein zweiter besitzt. Daß das Vibrato nicht jedermanns Geschmack ist, ist klar, obwohl dieses über Radio mehr zum Vorschein kommt als live. Aber viele gute Sänger der Vergangenheit verfügten über ein ausgeprägtes Vibrato und verloren es großteils über die Jahre. Bei Calleja wird es wohl nicht anders sein. Eine Gesangspädagogin sagte mir, daß ein Vibrato in der Stimme Zeuge davon ist, daß es sich um eine wirklich gesunde Stimme handelt. Denn jeder Mensch verfügt bis zu einem gewissen Grad über ein natürliches Vibrato.
Ich halte mich bei der Beurteilung über die Stimme eines Sängers sowieso eher an Fachleute oder an Tamino-Mitglieder wie Fairy, die wirklich etwas von Stimmen versteht und nicht nur nach persönlichem Gefallen eine Stimme beurteilt.

Was Callejas Zukunft angeht, ist er voll eingedeckt. Er hat viele Pläne für unter anderem München, Wien, London und der MET. Wie er erzählt hat, mußte er Angebote der Scala ablehnen, da er eben vollkommen ausgebucht ist. Die italienischen Häuser planen allerdings auch sehr spät und da sind die Topstars meist schon anderswo engagiert. Aber was sich da an der Scala derzeit so tut, kann man nicht unbedingt mehr von einem ersten Haus sprechen.

Aber ehrlich, so ein posting wie das vorangeganene amüsiert mich eher als daß es mich ärgert. Warum sollte es? Geschmäcker sind nun mal verschieden. Daß der Schreiber nicht viel von Gesangstechnik versteht ist eher sein Problem als meines. Und Fairy, Petra und einige andere hier wissen schon was wir an diesem Ausnahmesänger haben. :yes:

Gregor

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Samstag, 25. April 2009, 13:14

Zitat

Original von Gregor
Ach du Schreck! Einen Sänger nicht zu wollen ist ja eine Sache, ihm aber gleich jedes Können abzusprechen ist schon eher niveaulos. Es gibt so ein paar Sänger, die mir auch nicht gefallen, aber trotzdem haben diese Künstler auch ihre Vorzüge, die ich ihnen niemals absprechen würde.
Severina freut sich sicher über dieses posting, boshaft wie sie ist. ;)

Ich finde es aber interessant, daß gerade zu diesem Zeitpunkt dieser Beitrag auftaucht, hat doch Calleja gerade mit sensationellem Erfolg an der MET den Rigoletto-Herzog und den Nemorino gesungen. Nach Una furtiva lagrima gab es stehende Ovationen und man schreibt vom "besten Nemorino seit dem jungen Pavarotti". Ich selbst habe Auszüge aus der MET gehört und muß sagen, daß er in der Rolle inzwischen noch besser ist als vor ein paar Jahren in Wien. Die Berichte aus New York sind jedenfalls überwältigend positiv.


Aber ehrlich, so ein posting wie das vorangeganene amüsiert mich eher als daß es mich ärgert. Warum sollte es? Geschmäcker sind nun mal verschieden. Daß der Schreiber nicht viel von Gesangstechnik versteht ist eher sein Problem als meines. Und Fairy, Petra und einige andere hier wissen schon was wir an diesem Ausnahmesänger haben. :yes:

Gregor


Tztztztz - ich muss doch sehr bitten! ;) :D :D :D :D
Mich stört überhaupt nichts an deiner Calleja-Begeisterung, nur eines: Bei deinen Lieblingen stellen tolle Kritiken und ein jubelndes Publikum immer den Beweis für ihre Klasse dar, bei Sängern, die du nicht magst, ist es aber "ein unbegreiflicher Hype" und "Hysterie". Wenn schon, denn schon!
Ich nehme Zeitungskritiken prinzipiell nicht ernst, egal ob sie positiv oder negativ ausfallen. Die Lobeshymnen über Villazóns Werther im Vorjahr fand ich ebenso absurd wie momentan die Züricher Rezension über Netrebkos Traviata. Mich interessieren viel mehr persönliche Eindrücke von Freunden oder eben von uns Taminos, deshalb freue ich mich über jeden Beitrag, auch wenn er nicht meinen Einschätzungen entspricht.
Noch einmal: Ich will dir Calleja in keiner Weise vermiesen - das könnte ich auch gar nicht ;) - aber das Publikum, das für ihn das Maß aller Dinge ist, hat nicht sein Gehör verloren, wenn dann einmal z.B. Flórez auf der Bühne steht und dem genauso standing ovationes zuteil werden.
lg Severina :hello:

Gregor

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191

Samstag, 25. April 2009, 14:00

Zitat

Original von severina
Tztztztz - ich muss doch sehr bitten! ;):D:D:D:D
Mich stört überhaupt nichts an deiner Calleja-Begeisterung, nur eines: Bei deinen Lieblingen stellen tolle Kritiken und ein jubelndes Publikum immer den Beweis für ihre Klasse dar, bei Sängern, die du nicht magst, ist es aber "ein unbegreiflicher Hype" und "Hysterie". Wenn schon, denn schon!
Ich nehme Zeitungskritiken prinzipiell nicht ernst, egal ob sie positiv oder negativ ausfallen. Die Lobeshymnen über Villazóns Werther im Vorjahr fand ich ebenso absurd wie momentan die Züricher Rezension über Netrebkos Traviata. Mich interessieren viel mehr persönliche Eindrücke von Freunden oder eben von uns Taminos, deshalb freue ich mich über jeden Beitrag, auch wenn er nicht meinen Einschätzungen entspricht.
Noch einmal: Ich will dir Calleja in keiner Weise vermiesen - das könnte ich auch gar nicht ;) - aber das Publikum, das für ihn das Maß aller Dinge ist, hat nicht sein Gehör verloren, wenn dann einmal z.B. Flórez auf der Bühne steht und dem genauso standing ovationes zuteil werden.
lg Severina :hello:


Nichts für ungut, aber du legst dir auch immer alles so zurecht wie du es gerade brauchst. Den Vorwurf, den du an mich richtest, kannst du dir gerne auch selbst machen, denn du hörst ja offensichtlich auch nur das was du hören willst.

Und wenn du schon Villazon's Werther vom letzen Jahr erwähnst, muß ich dich vielleicht daran erinnern, daß ich nicht so begeistert von ihm war und du mir gleich an die Gurgel gesprungen bist, weil er doch so wunderbar war. Ein bißchen widersprüchlich, findest du nicht?

Noch etwas wäre klarzustellen: Ich beziehe mich bei den Kritiken auf Calleja's Nemorino aus der MET lediglich auf Besucherkommentare, nicht auf Zeitungsrezensionen. Da bin ich genauso wie du sehr skeptisch. Zeitungskritiken gab es da nicht, schließlich sang Calleja nur die letzte Vorstellung, die nicht gesondert in der Presse rezensiert wurde.
Die Kommentare zu Calleja's Nemorino stammen hauptsächlich aus dem Netz von Leuten, die tatsächlich in der Vorstellung waren und/oder die Radioübertragung gehört haben. Auch wenn es dir bitter aufstößt, daß Calleja einen Riesenerfolg hatte, es ist aber so. Ihm das gleich abzusprechen, finde ich fast schon gemein.
Ich habe auch Auftritte von ihm erlebt, die nicht so gut gelaufen sind und dazu kann ich zweifellos stehen. Er übrigens auch, und wenn er es kann sollte ich auch kein Problem damit haben. Mir fällt da in diesem Zusammenhang sein Macduff in London und sein Arturo in Wien ein. Da war er allerdings wirklich gesundheitlich angeschlagen.

Keine Angst, du kannst mir Calleja nicht vermiesen. Wie ich gesagt habe, hängt viel vom persönlichen Geschmack ab und das ist nun mal eine sehr individuelle Sache. Aber wenn du dir herausnimmst, Villazon in den höchsten Tönen zu loben und alle anderen runterzuputzen, darf ich wohl auch positive Dinge herausstreichen. Bitte nicht immer mit zweierlei Maß messen.
Ich hätte wahrscheinlich gar kein Wort über seine MET-Auftritte hier verloren, wenn ich nicht dieses posting von, ich weiß nicht mehr wem, gelesen hätte. Ich kommentiere weiß Gott nicht alles was Calleja so macht. Ich habe auch noch was anderes zu tun.
Aber gerade die absolvierten MET-Auftritte bilden einen Karrierehöhepunkt für Calleja. Da darf ich mich doch für ihn mitfreuen.

Gregor

severina

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Samstag, 25. April 2009, 14:32

OK, Gregor, lassen wir's, ich hätte wissen müssen, dass du gleich wieder eingeschnappt bist.
Ich gönne jedem Sänger einen Erfolg, und es stößt mir kein bisschen bitter auf, dass Calleja an der MET Triumphe feiert. Wieso auch?? Ich kann mich aber auch nicht erinnern, dass ich dem Publikum je einen "Hype" unterstellt hätte, wenn er einem Sänger zujubelt, den ich nicht mag. Was mich stört ist die Tatsache, dass bei dir das Publikum einmal Recht und einmal Unrecht hat, je nachdem, wem der Jubel gilt.
Und dass ich von Villazóns Werther begeistert gewesen wäre, ist mir neu. Von seiner schauspielerischen Leistung, ja, aber doch nicht von der stimmlichen.(Und musste dafür in der Oper auch viele verbale Prügel von Fans einstecken, die meine Rezension gelesen hatten :wacky: ) Ich springe auch niemandem an die Gurgel, der an meinen Lieblingen Kritik übt, weil ich im Unterschied zu dir nicht vom missionarischen Eifer erfüllt bin, die ganze Welt von den Qualitäten meiner Lieblingssänger zu überzeugen.
Im Gegenteil, ich fände es ziemlich langweilig, wenn alle den gleichen Geschmack häten. Und dann kämen wir ja auch mit einem Sänger pro Stimmfach aus ;)
Also wirklich kein Grund, gleich wieder auf 100 zu sein! :)
lg Severina :hello:

PS: Interessieren würde mich auch, welche "anderen Sänger ich immer runterputze"?????

Gregor

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193

Samstag, 25. April 2009, 15:13

Zitat

Original von severina
OK, Gregor, lassen wir's, ich hätte wissen müssen, dass du gleich wieder eingeschnappt bist.
Ich gönne jedem Sänger einen Erfolg, und es stößt mir kein bisschen bitter auf, dass Calleja an der MET Triumphe feiert. Wieso auch?? Ich kann mich aber auch nicht erinnern, dass ich dem Publikum je einen "Hype" unterstellt hätte, wenn er einem Sänger zujubelt, den ich nicht mag. Was mich stört ist die Tatsache, dass bei dir das Publikum einmal Recht und einmal Unrecht hat, je nachdem, wem der Jubel gilt.
Und dass ich von Villazóns Werther begeistert gewesen wäre, ist mir neu. Von seiner schauspielerischen Leistung, ja, aber doch nicht von der stimmlichen.(Und musste dafür in der Oper auch viele verbale Prügel von Freunden einstecken, die meine Rezension gelsen hatten :wacky: ) Ich springe auch niemandem an die Gurgel, der an meinen Lieblingen Kritik übt, weil ich im Unterschied zu dir nicht vom missionarischen Eifer erfüllt bin, die ganze Welt von den Qualitäten meiner Lieblingssänger zu überzeugen.
Im Gegenteil, ich fände es ziemlich langweilig, wenn alle den gleichen Geschmack häten. Und dann kämen wir ja auch mit einem Sänger pro Stimmfach aus ;)
Also wirklich kein Grund, gleich wieder auf 100 zu sein! :)
lg Severina :hello:

PS: Interessieren würde mich auch, welche "anderen Sänger ich immer runterputze"?????


Also, um es gleich vorwegzunehmen, eingeschnappt bin ich nicht, schon eher amüsiert.
Ich weiß auch nicht, was du ständig mit diesem "Hype" hast, den du zum wiederholten Mal zitierst. Aber selbst wenn, schon mal was von "Geschmackssache" gehört? Ich möchte nicht wissen, wie oft du schon in der Oper gewesen bist und du enttäuscht von irgendwelchen Stars warst während das Publikum gejubelt hat.

Ob dir Calleja gefällt oder nicht ist mir ehrlich gesagt so was von egal, da ich niemanden von irgendwelchen Qualitäten überzeugen will. Also kannst du dir deine Präpotenz ruhig sparen. Schließlich weiß ich ja, daß du meine Meinung einfach nicht akzeptieren kannst, und du ständig diesen thread mit Negativaussagen überfällst. Wer will da also jemanden missionieren?
Ich bin doch auch nicht wie du ständig in threads von Sängern unterwegs, die ich nicht mag. Man kann schon mal seine Antipathie loswerden, aber dauernd??? Das verstehe ich ehrlich nicht. Du scheinst da eher eine Mission erfüllen zu wollen, und das schon auf fanatische Weise.
Ich würde daher meinen Atem nicht dafür verschwenden ständig über Künstler zu reden, die nicht zu meinen Favoriten gehören.
Aber diese Boshaftigkeit ist schon wieder typisch für dich. Schon blöd, wenn dir mal einer nicht nach deinem Mund redet, wie so viele andere hier, was. :wacky:

Aber in einem Punkt gebe ich dir recht. Ich finde diesen Sängerthread sehr interessant, da sehr unterschiedliche Standpunkte aufeinandertreffen.

Was den Wiener Werther betrifft, entschuldige, belügen kannst du dich selbst, aber mich mußt du nicht pflanzen. ;)

ein inzwischen eher belustigter
Gregor

severina

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Samstag, 25. April 2009, 15:52

Welches Problem hast du eigentlich? ?( ?( Jeder, der mich kennt, weiß, was er von deinen absurden Unterstellungen zu halten hat, und das ist jetzt mein letztes Wort dazu. (Im übrigen bist du ja auch auf Fairy los gegangen, als sie es einmal gewagt hatte, trotz ihrer Callejabegeisterung etwas Kritisches zu äußern - nur weil du jetzt Fairy zu deiner "Kronzeugin" machst....)
lg Severina :D

PS: Falls jemanden meine angeblich so tolle Werther-Kritik interesiert: RV-Thread, 6.1.2008 :wacky:

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195

Samstag, 25. April 2009, 16:21

Naja, das ist eigentlich nichts Neues, daß von bestimmten Fans keine sachlichen Argumente, sondern ausschließlich Angriffe auf die Person der Kritiker zu erwarten sind.

Daß Calleja beliebt ist, sagt nichts über die Qualität seines Gesangs aus. Daß die menschliche Stimme ein Vibrato hat, sagt nichts über das Vibrato Callejas aus.

Den Kommentar, daß man nicht mehr in Threads über Sänger posten soll, die man nicht mag, verbitte ich mir. Was soll denn das heißen? Kritik, bitteschön, aber nur positive? Das ist doch ein demokratisches Forum, oder?

Ich habe den Eindruck, daß man mit gesangstechnischer Terminologie und Argumenten hier nicht weiter kommt. Solange der Gegenspieler lediglich höhere Autoritäten zitiert (Experten A und B sagen dies und das...), macht das ohnehin wenig Sinn.

Ich denke, daß die Defekte Callejas nicht zu überhören sind. Das hat mit seinem Timbre, mit Gefallen und Nicht-Gefallen nichts zu tun. Man schaue sich zur Analyse das Video der Arie "La mia letizia infondere" auf youtube an. Mit so einer Leistung fällt man hierzulande normalerweise durch die Abschlußprüfung.

Was mich an dem zitierten Hype nervt, ist die Tatsache, daß viel talentiertere Sänger als Calleja oder Netrebko nicht zum Zuge kommen. In den vielen Theatern Italiens gibt es wunderbare Talente. Die RAI berichtet wöchentlich in der Sendung "Prima della prima" davon. Die haben nur leider, so scheints, nicht die Kontake und kein Marketing, das sie dahin bringt, wohin sie es verdient hätten.

:hello:
M.
Mein Wort hörtest Du... hüte Dich wohl.

Jolanthe

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Samstag, 25. April 2009, 16:44

Nun kenne ich Calleja noch nicht so gut. Als seine erste CD erschien, wurden auf einem Klassiksender zwei Arien daraus vorgestellt. Mir fiel da auch sofort das für mich unangenehme Vibrato auf und das hat mich bisher davon abgehalten, mir eine CD von ihm zuzulegen. Ansonsten kenne ich natürlich auch den ein oder anderen youtubeclip. Auch da vermochte er mich nicht allzusehr zu überzeugen.

Als Tebaldo auf der neuen Capuletiaufnahme gefiel er mir dann recht gut und ich denke, dass er sich inzwischen positiv weiterentwickelt hat.

Aber wie gesagt die Geschmäcker sind Gott sei Dank verschieden.

Liebe Grüße
:hello:
Jolanthe

Jacques Rideamus

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197

Samstag, 25. April 2009, 17:04

Zitat

Original von Gregor

Ich bin doch auch nicht wie du ständig in threads von Sängern unterwegs, die ich nicht mag. Man kann schon mal seine Antipathie loswerden, aber dauernd??? Das verstehe ich ehrlich nicht. Du scheinst da eher eine Mission erfüllen zu wollen, und das schon auf fanatische Weise.
Ich würde daher meinen Atem nicht dafür verschwenden ständig über Künstler zu reden, die nicht zu meinen Favoriten gehören.
Aber diese Boshaftigkeit ist schon wieder typisch für dich. Schon blöd, wenn dir mal einer nicht nach deinem Mund redet, wie so viele andere hier, was. :wacky:


Nanu! Bin ich hier ins Dschungelcamp geraten? Leidenschaft kann ja eine gute Sache sein, aber meist wird ein Standpunkt mit Sachlichkeit besser und jedenfalls glaubhafter vertreten. Nicht jeder Angriff ist die bessere Verteidigung!

Zitat


Aber in einem Punkt gebe ich dir recht. Ich finde diesen Sängerthread sehr interessant, da sehr unterschiedliche Standpunkte aufeinandertreffen.


Ich finde ihn nicht interessant, eher unersprießlich, und das nicht wegen der unterschiedlichen Ansichten, sondern wegen der aggressiven Art, in der sie zum Beispiel in Obigem ausgedrückt werden. Ob Calleja wohl was davon hat, wenn die meisten nur noch weglesen? im Übrigen ist es hier wirklich jedem überlassen, wo er sich äußern will, und so soll es auch bleiben. Wer keine kritischen Kommentare zu seinen Lieblingen mag oder aushalten kann, möge deren Aufnahmen in den Unverzichtbaren preisen, denn da sind Kommentare unerwünscht.

Ich bitte um Mäßigung und bei gegebener Belustigung einen Ausdruck davon, an dem man die auch erkennen kann. Ich vermag das nämlich hier nicht.

J.R.II
Ein Problem ist eine Chance in Arbeitskleidung

Ingrid

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198

Samstag, 25. April 2009, 17:47

Zitat

Original von severina

PS: Falls jemanden meine angeblich so tolle Werther-Kritik interesiert: RV-Thread, 6.1.2008 :wacky:


Liebe Severina,

das habe ich gerade getan und ehrlicher geht's doch wirklich nicht:

Im 2. Akt schummelte er sich mit einigen effektvollen "Verzweiflungsstöhnern" um die meisten hohen Töne herum - so etwas verzeihe ich auch einem Rolando Villazon nicht, und bei "Traduirre..." im 3. Akt hörte ich ihn phasenweise überhaupt nicht mehr. Und das, obwohl mit Marco Armiliato zu Rolandos Glück einer der sängerfreundlichsten Dirigenten am Pult stand, der einen beinahe kammermusikalischen Werther dirigierte, um ihn nicht komplett zuzudecken. Das Schlussbild war dann allerdings zum Niederknien: Da passte die "sterbende Stimme" perfekt, und er hat sich im wahrsten Sinn des Wortes die Seele aus dem Leib gespielt.

Liebe Grüße
Ingrid

Fairy Queen

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199

Samstag, 25. April 2009, 18:03

Da ich hier namentlich erwähnt werde, will ich auch noch etwas dazu sagen.

Zuerstmal: Mengelberg versteht als ausgebildeter Sänger genausoviel oder genausowenig von Stimmen wie ich.
So schmeichelhaft es auch ist, als Spezialistin genannt zu werden(danke für die Blumen :] ) : das Argument gilt für Mengelberg mindestens genauso.
Ich finde im übrigen auch , dass Jeder da posten kann, wo er will, solange sich das in zivilisierten Grenzen abspielt. Reine Lobhudelthread sind ja wohl das Langweiligste, was es gibt.
Ich habe hier auch schon gegen solche Superstars wie Edda Moser, Joan Sutherland udn Elisabeth Schwarzkopf wenig Schmeichelhaftes gesagt, versuche aber immer eine gesangstechnische Leistung trotzdem als das zu würdigen, was sie ist und nicht meinen persönlichen stlilistischen und Timbre-Geschmack zum Mass der Dinge zu machen.

Was nun Calleja angeht, teile ich Mengelbergs vernichtendes Urteil absolut nicht, habe aber was Tenöre angeht, offenbar etwas andere Massstäbe als er.

Ich habe ihn überhaupt erst mit dem Bellini-Tebaldo kennengelernt und war von dieser Stimme spontan berührt und begeistert. Wer kann schon Bellini singen- allein das ist für mich ein hoher qualitätsstandard! Puccini brüllen können nämlcih viel mehr Tenöre.
Die Arien-Cd hat mein positives Urteil weiter bestätigt- live habe ich ihn aber leider noch auf keiner Bühne erlebt, was ich einschränkend unbedingt sagen muss.
Ein unverwechselbares Timbre, zu dem auch das gewöhnungsbedürftige Vibrato gehört, das mich aber hier NICHT so negativ abstiess.
Ich mag das Weiche und Emotionale und Individuelle in dieser Stimme sehr und dass er heutzutage durchAbschlussprüfungen fallen würde- nun ja... man sollte sich mal anhören, was an normalen Opern-Häusern so an Tenorleistungen geboten wird. Wenn schon Callaeja durchfallen sollte, wären 80% aller Tenöre erst gar nie zum Studium zugelassen worden, geschweige denn zur Prüfung.

Was "unterridische" Technik angeht, tut mir leid: aber die kann ich nicht entdecken!
Ic hwerde mir aber das empfohlene Beispiel ma lgenau anhören - wobei man jedem Sänger auchmal schlechte Tage zugestehen muss.

Wenn jemand natürlich einen volltönenden Heldentenor hören will, ist er hier falsch- das ist einfach nciht Callejas Fach!

Er ist für meine Ohren ein relativ leichter lyrischer Tenor und ich erwarte nicht von einem Birnbaum dass er Kirschen trägt.

In diesem Stimmfach starke Emotionen zu erzeugen (und das keinesfalls nur bei mir) ist schon selten genug.

Ich kann dieses verncihtende Urteil wirklich nicht nachvollziehen, sowenig ich an Mengelbergs sängerischer Kritikfähigkeit zweifle.

An der von (der ganz und gar nicht bösartigen!) Severina natürlich schon gar nicht.

F.Q.
Leben zeugt Leben, Energie erschafft Energie. Man wird reich , indem man sich verschwendet. (Sarah Bernardt)

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200

Samstag, 25. April 2009, 18:52

Hallo FQ,

lang ist's her. Damit wir dieselbe Diskussionsgrundlage haben, ist hier der Link zu dem Video. Ich habe gesehen, daß da gar nicht "La mia letizia" drauf steht, sondern nur Verdi. Ist vielleicht sonst schwer zu finden.

Ich versuche Dir mal kurz zu erklären, warum ich die Technik unterirdisch finde.
  • Die Stimme hat für mein Empfinden einen ganz schlechten Sitz. Sie rutscht "nach hinten" und verliert den Fokus (sehr gut zu hören in "palpiti", 0:07; "amore" 0:16 und viele andere Stellen). Dann wird die Stimme permanent durch die Nase gezogen (nächste Phrase: "nnntante nnarmonie"; "nnnooooaaaa" 0:32 - das soll ein italienisches "ah" sein). Das schadet nicht nur dem Klang sondern macht ein reines Italienisch unmöglich. Italienisch kennt keine Nasale, und Calleja packt zudem ein ausgeprägtes "nnn" vor alle Verschluß-Konsonanten ("nnndove mortale", 0:52).
  • Calleja ist oft unglaublich kurzatmig. Hier zerstückelt er die von Verdi geschriebenen Bögen und atmet des öfteren da, wo es absolut unzulässig ist.
  • Die Stimme ist sehr sehr halsig. Hört das keiner? "Ir seco" (0:46) zum Beispiel ist so schlecht gestützt, daß es mich fassungslos macht, daß dieser Mann da singen darf. Die Stimme sitzt nur im Hals. Das klingt fast wie Andrea Bocelli.
  • Die Höhe klingt sehr dünn und ist sehr falsettig. Ich rede hier nicht von Volumen, sondern von Substanz. Das interpolierte H ist wie - mir fällt da kein besserer Vergleich ein - "Diet Coke". Das ist kein H von einem Verdi-Tenor, das würde vielleicht, wenn es hochkommt, für Nemorino reichen, aber doch nicht für Oronte...
  • Überhaupt: was macht Calleja, wenn er ein leichter lyrischer Tenor ist, in diesem Fach? Schaue ich bei Youtube, sehe ich, daß er Arien aus Tosca und Turandot singt. Ich sehe in seiner Biographie, daß er den kompletten Don José bereits hinter sich hat. Ebenso MacDuff und natürlich den Duca. La Bohème ist auch keine Oper für einen lirico leggero. Und ich will keinen lirico leggero in diesen Opern hören - das ist genauso ein Fehler wie wenn Floréz plötzlich meint, genügend Substanz für den Duca zu haben... Mein Gott, Schuster bleib' bei deinen Leisten.
    Klar: Wenn Herr Calleja Repertoire singt, das für seine Stimme zu schwer ist, dann wird's dünn im oberen Register.
  • Den vielbeschworenen Diminuendi kann ich nicht viel abgewinnen. Für mich klingen sie immer so wie auf diesem Video (ab 1:35). Das ist für mich eine Ziegenstimme - schlecht gestützt und absolut ungenießbar.
  • Dann kommen die Gesichter dazu, die Calleja beim Singen macht. Wer singt, der weiß, daß man nicht derartig verspannen soll und daß solche Verspannungen ein sicheres Indiz dafür sind, daß etwas ganz gewaltig im Argen ist. Man schaue sich mal Kraus an, wie er aussah, als er die viel schwerere Perlefischer-Arie sang: Kraus.

So, das sind meine Kritikpunkte in Kürze. Ich erwarte von Calleja nicht, daß er wie ein Heldentenor klingt. Puccini muß man auch nicht brüllen, das geht auch anders. Aber bitte mit der passenden Substanz, dem richtigen Material und bitte nicht mit einer so mangelhaften Technik (ich bleibe zunächst dabei).
Ich habe so manchen Hochschulabsolventen gehört, der besser war. Die Berliner kennen sicher den Hauskomprimario der DOB, Clemens Bieber. Der ist um Klassen besser als Calleja, aber den kennt kaum einer...

:hello:
M.
Mein Wort hörtest Du... hüte Dich wohl.

oper337

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201

Samstag, 25. April 2009, 19:45

LieberMengelberg!

ich kann Dir nur in allen Belangen Recht geben.

Herr Calleja ist wirklich äußerst kurzamtig singt ohne Stütze und die Stimme sitzt im Hals, die Grimassen sind schrecklich, habe mir noch das Nessun dorma angehört, er sollte dringend zu einem guten Gesangsllehrer sich begeben,aber ich denke, dass hier kaum mehr was zu machen ist?

Da hat man uns bei den Sängerknaben schon gelehrt, dass keiner merken darf wie schwer eine Arie sein kann.

Liebe Grüße sendet Dir Peter aus Wien. :hello: :hello:

Fairy Queen

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202

Samstag, 25. April 2009, 23:40

Lieber Mengelberg, mit dieser Kritik zu exact diesem Video kann ich konkret etwas anfangen, danke.
Ich habe Calleja noch nie singen SEHEN, und sein Ausdruck, bzw das, was ihr Grimassen nennt, gefällt mir auch nicht.
Die Höhe ist hier bei dieser Aufnahme tatsächlich nicht gut und mit klar hörbarem Bruch ins Fast-Falsett- das ist kein einregistriger bruchloser Übergang.
Seine Höhe klingt aber auf den mir bekannten CDs durchaus anders und ich muss einem Sänger da auch einfach mal eine schlechte Tagesform zugestehen.
Dieses Beispiel hier ist tatsächlich keine Glanzleistung und keine gute Visitenkarte, da muss ich Dir Recht geben. Aber "unterirdisch" ist trotzdem sehr übertrieben.
Ob eine Stimme Fokus hat und gut projiziert ist, kann ich nur beurteilen, wenn ich im Publikum in einer der hinteren Reihen sitze.
Ich bin da schon bei Bartoli einem totalem CD-Irrtum aufgesessen und urteile nur noch live.
Allerdings singt der Mann in grossen Häusern Verdi und Puccini und das wÜrde er mit einer schlecht fokussierten Stimme kaum können- wie kommt er denn über das Orchester?
Ich habe eher den Eindruck, dass seine Stimme sehr wohl den notwendigen Strahl hat und damit weit nach vorne projiziert wird - für leichtere Stimmen ein unbedingtes Muss , um tragfähig zu sein.
Der Vorwurf des Subtanzmangels kann sich m.E. nur auf ein falsches Stimmfach beziehen, denn die Stimme hat in sich eine weiche volle Rundung und ist weder spitz noch schrill noch ausgedunnt- zumindest höre ich davon nichts.

Das eigentliche Problem ist vielleicht tatsächlich eine Fachüberschreitung, denn in den genuin leichten lyrischen Tenorrollen gefällt er mir ausserordentlich gut.

Allerdings kommt er ,was Höhe und Beweglichkeit angeht, da nicht ganz an Florez heran und ist auch vom Stimmtyp etwas lyrischer- was die Verführung, im grossen italiensischen Fach zu singen natürlich umso grösser macht.

Ich denke, er wäre im lyrischen frz. Fach besser aufgehoben- schade, dass ich in Frankfurt nicht seinen Nadir hören konnte.
Die Stimme selbst gefällt mir wie gesagt serh sehr gut. Ich habe persönlich jedenfalls noch keinen schöneren(sic! das Wort ist wichtig) Tebaldo gehört.
Das hier zu Rate gezogene Video ist ein ausgesprochenes Negativbeispiel und ich finde nicht, dass man eine sängerische Gesamtlesitung danach beurteilen sollte.

Hätte ich ausser diesem Video noch nichts von Calleja gehört, wäre ich zugegebenermassen auch nciht begeistert von seiner Leistung. :wacky:

F.Q.

Lieber Peter, wenn Du schon von Kindesbeinen an gelernt hast, wie man richtig singt, warum singst du nciht statt des furchtbaren Herrn Calleja "Nessun dorma"????? :D
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oper337

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203

Sonntag, 26. April 2009, 06:46

Liebe Fairy Queen!

Ganz einfach, weil ich einen Bariton habe, aber das Gesichter verziehen bei Höhen mache ich nicht.

Wahrscheinlich hast Du Recht, er singt im faschen Fach, aber meine Gesangslehrerin sagte mir, was auch Wilma Lipp zu ihren Schüler im Mozarteum sagte.

Man darf nie am Gesichtsausdruck sehen, wie schwer es ist eine bestimmte Arie zu singen, das Gesicht sollte immer eine Ruhe ausstrahlen, das ist die vornehmste Art zu singen. Bitte es ist schon an die 43 Jahre her, dass ich vor fast 45 Jahren Gesangsunterricht hatte, aber ich denke es hat sich hier nicht so viel geändert.

Liebe Grüße und guten Morgen sowie Handküsse aus Wien sendet Dir Peter.

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204

Sonntag, 26. April 2009, 08:47

Liebe Fairy Queen,

die Bemerkung mit der Substanz bezog sich klar auf das falsche Fach, da hast Du recht. Das mit der Projizierung ist m.M. nach eine andere Sache. Calleja hat eine sehr laute Stimme, die im Haus gelegentlich klingen kann, als wäre da Elektronik im Spiel. Das täuscht über Schwächen hinweg, auf die man vielleicht ansonsten eher hinweisen würde. Ich denke aber, daß z.B. Floréz Calleja in Punkto Projizierung weit überlegen ist. Florez hat eine wirklich kleine Stimme, aber was er damit macht, ist großartig. Ich würde mir nur wünschen, daß er im richtigen Fach bleibt, keine Ducas mahr singt und keine Rodolfos singen wird (die stehen, so meine Befürchtung, als nächstes auf dem Menü).

Lieber Peter,

was ich schlimm finde, ist ja, daß Calleja diese Grimassen nicht unbedingt auf hohen Tönen macht, sondern die ganze Zeit auch bei (ihm unangenehmen?) Vokalen in der Mittellage.
Beobachte auch mal die Atmung: Der Brustkasten hebt und senkt sich in einem fort. Calleja atmet in die Brust rein, daher die Kurzatmigkeit und vielleicht auch die schlechte Stütze.
Was seinen Lehrer angeht: Calleja hat ja bei dem malteser Tenor Asciak gelernt. Dann ging er irgendwann zu Salvatore Fisichella, um die Höhe zu verbessern. Ob er noch da ist und ob es etwas gebracht hat, kann ich nicht sagen.

Beste Grüße nach Wien. :hello:
M.
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205

Sonntag, 26. April 2009, 10:40

Lieber Mengelberg!

Du schreibst es richtig, was ich meine, es ist nicht angenehm ihm zuzuschauen wie er sich abmüht.

Das mit Brustamtung meinte ich auch, Wilma Lipp, die besonders begabte Schüler hatte, warnte vor diesem Singen und noch Eines, sie sagte immer im Fach bleiben ist wichtig.

Das hat sie ja besonders gut bewiesen und auch meine Emmy Loose war mir eine große Hilfe. Ich weiß, dass ich nie ein großer Opernsänger werden konnte, nicht einmal ein guter Lehrer, glaube ich, aber aus Deinen Zeilen sprich Fachwissen, genauso hätte ich es auch gesagt, konnte mich nur nicht so perfekt ausdrücken.

Besten Dank und einen schönen Sonntag wünscht Dir Peter aus Wien. :hello: :hello:

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206

Sonntag, 26. April 2009, 11:15

RE: Stimmen von heute - Joseph Calleja

Ich habe Calleja zweimal live gehört, vor 3 oder 4 Jahren in Wien als Herzog und in einem Arienabend in Regensburg (wo er in ganz jungen Jahren einmal engagiert war).
Ich finde seine Stimme weich und schön. Wenn man ihn in eine Schublade einordnen wollte, dann m.E. (vom Typus her) eher Gigli als Caruso.
Die extreme Höhe ist wohl nicht seine Stärke. Den Schlusston in der Cabaletta in "Rigoletto" hat er nicht gesungen.
Ich würde ihn nicht mit Villazon oder Beczala gleichsetzen, aber doch in der Reihe dahinter einordnen.

Fairy Queen

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207

Sonntag, 26. April 2009, 20:26

Ich möchte ein anderes Video aus dem kritisierten "falschen Fach" von 2007 mit "La donna é mobile" zur Diskussion stellen, das von vollkommen anderer Qualität ist als das von Mengelberg angeführte: http://www.youtube.com/watch?v=w2xL8lmvrXQ

Da ich Kritik ernst nehme, habe ich hier insbesondere den Vorwurf der Kurzatmigkeit überprüft und kann gerade den nun überhaupt nicht bestätigt finden.
Callaeja singt alle Phrasen aus, nimmt keine Zwischenatmung, und führt keine Brust-Hochatmung durch sondern die von vielen Sängern gelernte Flankenatmung. Die Bewegungen des Oberkörpers sind hier für meine Wahrnehmung keine Atmenbewegungen sondern Ausdruckbewegung.

Natürlich kann man der Meinung sein, dass es effektiver ist, mit tiefer Bauchatmung zu arbeiten als mit Flankenatmung, aber er atmet nicht hoch bzw dezidiert in die Brust-das würde auch bei diesem Repertoire überhaupt nicht funktionieren- wo soll denn da die Stütze herkommen?

Dass er eine funktionierende Stütze hat, steht für mich ausser Frage. Wahrscheinlich nicht dieselbe wie etwa ein Domingo, aber ausreichend, um seine Phrasen ohne Wackeln und Unsauberkeiten durchzutragen.

Ich würde mal gerne von Peter, der sich ja so hervorragend damit auskennt, erklärt bekommen, was hier kuratmig ist. ?(

Mir gefällt diese Aufnahme gut und ich stehe weiter dazu, dass Calleja ein Sänger mit aussergewöhnlich schönem Material und keinesfalls unterirdischer Technik ist. (wenn ich ihn auch nicht vorbildlich nennen kann oder will oder muss ;) )

Was die Grimassen angeht- es gibt "seltsame" Gesangsschulen, die das lehren. Ausser Bartoli habe ich schon etliche andere Sänger mit dieser Manier gesehen. Auch Ileana Cortrubas war davon nicht frei.
Unsereins bekommt das zwar ausgetrieben, aber es scheint Sänger zu geben, wo es trotz allen Warnungen vor Resonanzverlust, Ersatzstütze und ästhetischen Widrigkeiten funktioniert.

F.Q.
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Gregor

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Sonntag, 26. April 2009, 21:17

Auf so manche Unterstellungen möchte ich ehrlich gesagt gar nicht mehr eingehen, und daß man das Thema auch fachlich sehr gut diskutieren kann beweisen gott sei dank andere Diskutanten. Da ist das Mitlesen sogar sehr hilfreich.

Ich kann nur hoffen, Fairy, daß severina in ihrem letzten posting vergebens versucht einen Keil zwischen uns zu treiben, noch dazu mit Unwahrheiten - ich bin nicht auf Fairy losgegangen wegen einer Kritik an Calleja, wie sie behauptet, sondern es schien als hätte Fairy mich beleidigt weil ich Villazon's Nemorino nicht so euphorisch wahrgenommen habe wie sie. Ich wollte nur noch mal klarstellen, daß ich Fairy's Fachwissen, welches sie hier mit uns teilt, sehr interessiert verfolge.


Ich finde es nur traurig, daß mit dem vorgestellten link aus I Lombardi natürlich wieder auf ein Video zurückgegriffen wurde, in dem Calleja wirklich nicht gut war. Ich erinnere mich noch gut an diesen Auftritt, es war das Neujahrskonzert aus Venedig 2006. Er hatte damals einen grippalen Infekt und wollte zuerst gar nicht auftreten. Warum er es dann doch tat, weiß ich nicht mehr. Schließlich gab es ja eine TV-Übertragung. Ich weiß, daß er damals mit Fieber aufgetreten ist, und sein Vortrag war wirklich nicht gut. Da ging gesanglich so einiges schief, nicht nur das total verunglückte diminuendo. Selbst mir fällt hier das Zuhören nicht leicht. ;) . Ich weiß, daß es ihm damals wirklich schlecht ging und man hört und sieht wie er sich müht. Er wußte zu dem Zeitpunkt auch nicht, daß das Ding dann auch noch als DVD veröffentlicht wird. Aber er hat aus diesem Debakel gelernt.
Aber natürlich wird gerade so ein video ausgewählt, damit man seine Antipathie gut anbringen kann und die Erkrankung natürlich verschwiegen. :wacky: Noch dazu ist es schon drei Jahre alt. Bei einem jungen Sänger in der Entwicklung nicht unbedingt sehr aussagekräftig.

Bei youtube gibt es ja noch einige videos mehr mit ihm, die dazu noch viel aktueller sind. Zum Beispiel sein Che gelida manina aus der MET Gala vom Vormonat, da sang er wirklich großartig.

Gregor

severina

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Sonntag, 26. April 2009, 23:16

Zitat

Original von Gregor
Auf so manche Unterstellungen möchte ich ehrlich gesagt gar nicht mehr eingehen, und daß man das Thema auch fachlich sehr gut diskutieren kann beweisen gott sei dank andere Diskutanten. Da ist das Mitlesen sogar sehr hilfreich.

Ich kann nur hoffen, Fairy, daß severina in ihrem letzten posting vergebens versucht einen Keil zwischen uns zu treiben, noch dazu mit Unwahrheiten - ich bin nicht auf Fairy losgegangen wegen einer Kritik an Calleja, wie sie behauptet, sondern es schien als hätte Fairy mich beleidigt weil ich Villazon's Nemorino nicht so euphorisch wahrgenommen habe wie sie. Ich wollte nur noch mal klarstellen, daß ich Fairy's Fachwissen, welches sie hier mit uns teilt, sehr interessiert verfolge.


Ich finde es nur traurig, daß mit dem vorgestellten link aus I Lombardi natürlich wieder auf ein Video zurückgegriffen wurde, in dem Calleja wirklich nicht gut war. Ich erinnere mich noch gut an diesen Auftritt, es war das Neujahrskonzert aus Venedig 2006. Er hatte damals einen grippalen Infekt und wollte zuerst gar nicht auftreten. Warum er es dann doch tat, weiß ich nicht mehr. Schließlich gab es ja eine TV-Übertragung. Ich weiß, daß er damals mit Fieber aufgetreten ist, und sein Vortrag war wirklich nicht gut. Da ging gesanglich so einiges schief, nicht nur das total verunglückte diminuendo. Selbst mir fällt hier das Zuhören nicht leicht. ;) . Ich weiß, daß es ihm damals wirklich schlecht ging und man hört und sieht wie er sich müht. Er wußte zu dem Zeitpunkt auch nicht, daß das Ding dann auch noch als DVD veröffentlicht wird. Aber er hat aus diesem Debakel gelernt.
Aber natürlich wird gerade so ein video ausgewählt, damit man seine Antipathie gut anbringen kann und die Erkrankung natürlich verschwiegen. :wacky: Noch dazu ist es schon drei Jahre alt. Bei einem jungen Sänger in der Entwicklung nicht unbedingt sehr aussagekräftig.

Bei youtube gibt es ja noch einige videos mehr mit ihm, die dazu noch viel aktueller sind. Zum Beispiel sein Che gelida manina aus der MET Gala vom Vormonat, da sang er wirklich großartig.

Gregor


Dein Verfolgungswahn respektive Fanatismus treibt immer seltsamere Blüten, du kannst versichert sein, dass ich Besseres zu tun habe als Keile zwischen Leute zu treiben, abgesehen davon, dass sich mir der Sinn nicht erschließt, was ich davon hätte. Was du dir von diesen immer abstruser werdenden Rundumschlägen gegen meine Person versprichst, ist mir zwar auch nicht klar, aber da du's offensichtlich brauchst - bitte, nur zu.... Du blamierst dich schließlich nur selber.
lg Severina :hello:

Fairy Queen

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210

Montag, 27. April 2009, 05:59

Selbst wenn jemand hier Keile zwischen wen auch immer treiben wollte-was ich wahrlich nicht glaube: in der Sache ist das in meinem Fall nicht möglich.
Wenn ich von etwas überzeugt bin, bin ich das und versuche das mit Argumenten deutlich zu machen. Basta.

Meinungsverschiedenheiten in einer Sache haben nichts mit persönlichen Affinitäten und Sympathien zu tun- wer das nicht unterscheiden kann, hat m.E. einige Reife-Lektionen im Leben verpasst.

Im Gegenteil: ich achte Leute besonders hoch, die mich trotz freundschaftlicher Bindung zu kritisieren wagen und die es aushalten wenn ich umgekehrt auchmal total getrennte Wege gehe.
Leider scheiden sich an diesem Punkt auch in Tamino so manche Geister- das weiss ich wohl und bedaure es zutiefst!

Mengelberg und ich haben sogar schon zusammen gesungen und kennen/schätzen uns persönlch- was ncihts daran ändert, dass wir hier im Falle Calleja total anderer Ansicht sind.
Gleiches gilt für Severina, auch wenn ich mit ihr nicht singe ;)
In einem Sach-Forum ist das die normalste Sache der Welt-oder?

Was Gregors und meine Auseinandersetzung um Villazons Nemorino angeht, habe ich das zu dem Zeitpunkt ad acta gelegt, als wir es versöhnlich ausgetragen hatten.

Ich kenne mein etwas aus dem Ruder laufendes Temperament leider zu gut und gestehe das auch Anderen zu. Man hat schliesslich immer die Möglichkeit sich für Entgleisungen zu entschuldigen, wovon wir dann auch Beide Gebrauch gemacht haben.

Ich bin zwar kein Moderator aber ich bitte nun herzlich, all diese persönlichen Animositäten hier nicht wieder aufzuwärmen und so argumentativ wie möglich beim Thema zu bleiben.
Sänger sind keine Halbgötter, deren Sockel man nciht ankratzen darf, sondern Menschen mit Schwächen und Stärken.

Ich wusste z.B. nciht, dass Calleja bei der eingestelllten Video-Aufnahme krank war- das erklärt wahrlich so Manches!


Ich kann manche der ihm hier gemachten Vorwürfe zumindest im Ansatz nachvollziehen (etwa die Grimassierung und die Höhenprobleme- ja, Florez hat natürlich eine bessere Höhe, keine Frage!)) Andere wiederum gar nicht (Hoch-Atmung, Stütze, Projektion, Strahlkraft) und bitte da um Belege bzw Argumente aus den normal-guten bzw nciht-kranken Gesangsbeispielen.

F.Q.
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