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Thomas Pape

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1

Donnerstag, 28. Juni 2012, 11:27

Brigitte Engerer

Mit dem nachstehnden Beitrag hatte ich die französische Pianistin Brigitte Engerer 2010 hier im Forum vorgestellt und habe seinerzeit versäumt, Ihr einen Thread zu widmen. Das hole ich hiermit nach. Und stelle das Datum ihres viel zu frühen Todes voran: Am 23.6.2012 hat sie ihren langen Kampf gegen den Krebs verloren. Noch am 13. 6. ist sie mit Schumanns Klavierkonzert öffentlich aufgetreten.

Zitat

französische Pianistin, geb. 27. 10. 1952. Nach einer Grundausbildung in Tunis tritt sie 1963 in die Klasse von Lucette Descaves am Pariser Konservatorium ein. 1969 gewinnt sie den Long-Thibaud-Preis, studiert 1970-1975 bei Stanislaw Neuhaus in Moskau. 1974 Tschaikowsky-Wettbewerb und 1978 Concours Reine-Elisabeth in Brüssel. Ihre Karriere startet 1979, als Herbert von Karajan die junge Pianistin entdeckt und sie einlädt, mit den Berline Philharmonikern Konzerte zu geben.



Ihre aktive Konzerttätigkeit führte zur Zusammenarbeit mit namhaften Musikern wie Barenboim, Metha, Chilly, Dutoit, Rowicki oder Tate.

Ihr Repertoire ist vornehmlich der Romatik verpflichtet (wenngleich sie im Schostakowitsch-Jahr 2006 den Klavierpart des Klavier-Quintettes aufgeführt hat).

Brigitte Engerer zählt zu den stillen Künstlern, die offensichtlich nicht nach maximalem Plattenerfolgen und Öffentlichkeitswirksamkeit schielt, wenngleich sie von Beginn ihrer Karriere an Plattenaufnahmen gemacht hatte. Die für Philipps gemachten Aufnahmen mit Tschaikowsky’s Jahreszeiten, eine Platte mit Werken von Schumann sowie eine Schubert-Platte sind vom Markt verschwunden. Vor allem des Tschaikowsky’s wegen muß man sagen leider.
Dessen Klavierkonzert b-moll hat Brigitte Engerer auf CD eingespielt, allerdings für das verschwundene Label Denon. Dafür sind die bei Harmonie-Mundi erschienene CD’s alle greifbar, zu empfehlen besonders die Schumann-CD und die mit kleinen Werken van Beethovens nebst der Sonate op.110.

Als Kamemusikerin ist Brigitte Engerer auf CD’s in Zusammenarbeit mit Oleg Maisenberg (Klavier vierhändig) Charles Olivier und Regis Pasquier (Violine) zu hören. Die Pianistin widmet sich auf ihren CD’s auch dem wenig Bekannten, wirkte an Einspielungen von Werken von Louise Farrenc (1804-1875) und dem Deutschen Requiem von Johannes Brahms in der Fassung für zwei Klaviere, Soli und Chor mit, spielte auf einer CD die Klavierkonzerte von Robert Schumann und Clara Wieck ein.

2006 war Brigitte Engerer künstlerische Leiterin des Pianoscope-Festivals in Beauvais, das von ihr ins Leben gerufen wurde. Sie ist verheiratet mit dem Schriftsteller Yann Queffélec, der für ihrer aktuelle Recital-CD „Souvenir d’enfance“
die Texte geschrieben hat.



Die erwähnte CD mit den Klavierkonzerten Robert Schumanns und Clara Wiecks möchte ich auch als Hörtip empfehlen.


Liebe Grüße vom Thomas :hello:
Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
Wenn ihr werden wollt wie eure Väter waren werdet ihr so wie eure Väter niemals waren.

sagitt

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2

Donnerstag, 28. Juni 2012, 14:43

Sagitt meint:

ich habe von ihr sehr beachtlichen Beethoven. Sowohl die Kreutzersonate, als auch op.110 und die Rondi op.51. Vielleicht hat jemand Bilder?

In Frankreich scheint sie einiges Renommeé zu haben. Ich sehe sie immer bei den Folles in Nantes.

Harald Kral

Erleuchteter

  • »Harald Kral« ist männlich

Beiträge: 14 983

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3

Donnerstag, 28. Juni 2012, 15:11

Tod der französischen Pianistin Brigitte Engerer

Dann zitiere ich hier auch noch meinen Nachruf aus dem R.I.P.-Thread:

Die franko-tunesische Pianistin Brigitte Engerer, die sowohl den Long/Thibaud-Wettbewerb in Paris, als auch den Moskauer Tschaikowsky- und den Brüsseler Queen-Elisabeth-Wettbewerb gewonnen hat, ist verstorben.

Brigitte Engerer studierte am Pariser Konservatorium, wo sie auch ihre ersten Auszeichnungen erhielt. Sie setzte ihre Studien bei Stanislav Neuhaus am Moskauer Konservatorium fort. Zwischen 1969 und 1979 gewann Sie ihre ersten Preise in höchst renommierten Wettbewerben.

Einen Wendepunkt in ihrer Karriere stellt ihr Debüt bei den Berliner Philharmonikern dar, zu dem sie Herbert von Karajan persönlich einlud.
Kürzlich erschien die Aufnahme der beiden Klavierkonzerte von Saint-Saens mit dem Ensemble Orchestral de Paris. (cf)



R. I. P.
Harald

Freundschaft schließt man nicht, einen Freund erkennt man.
(Vinícius de Moraes)

Thomas Pape

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4

Montag, 2. Juli 2012, 09:36

Ohne beckmessern zu wollen: die Konzerte von Saint-Saens stammen aus 2008, die wohle letzte Platte ist die, die Du abgebildet hast, die "Harmonies Poétiques et réligieuses" von Franz Liszt.

Liebe Grüße vom Thomas :hello:
Früher ist gottseidank lange vorbei. (TP)
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Rainer

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5

Montag, 2. Juli 2012, 22:56

Philips-Aufnahmen von Engerer

Hallo Thomas,

Du hast weiter oben in Deiner Einführung geschrieben, dass die Philips-Aufnahmen von Brigitte Engerer mit Werken von Schubert, Schumann und Tschaikowsky vom Markt verschwunden seien. Könnte es sich um diese Aufnahmen handeln?


Sie wurden 2010 zwar offiziell von Decca herausgebracht, aber es sind Aufnahmen von Schubert, Chopin, Tschaikovsky und Schumann.

Die beiden Schumann-CDs habe ich schon. Die Original-Cover sind (recht klein) im Beiheft abgedruckt. Aber Carnaval und Faschingsschwank vom Mai 1983 sind wohl von Philips, wenn ich das richtig sehe. Hingegen sind die Sonate Nr. 2, die Abegg-Variationen, die Kinderszenen und drei bunte Blätter vom Mai 1979 wohl zunächst in Russland erschienen, dann später bei Le Chant du Monde.

Liebe Grüße,

Rainer

Thomas Pape

Moderator

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6

Mittwoch, 21. August 2013, 17:51

Hallo Reiner,

die frühe Schumann Platte aus dem Jahr 1979 ist schon bei Philips erschienen (war ein Klappalbum). Tatsächlich sind die von Dir gezeigten CD's wohl die Wiederauflagen der Philips-Platten.

Liebe Grüße vom Thomas :hello:
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