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Caruso41

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  • »Caruso41« ist männlich

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31

Mittwoch, 8. November 2017, 15:25

Lieber Wolfgang! Lieber Hart! Lieber William"

Also, so richtig verstehe ich die Aufregung über meinen letzten Beitrag nicht! Der Titel des Threads hat am Ende ein Fragezeichen. Darauf habe ich geantwortet: "Ja, sicher ist er weithin vergessen!".

Selbst in unserem Forum, das ja "DAS deutschsprachige Musikforum" ist, wird über Walter Geisler eigentlich nur in diesem Thread hier etwas geschrieben, der, wie gesagt, ausdrücklich die Frage stellt, ob Walter Geisler vergessen ist.
Ansonsten kommt der Name in Aufzählungen vor oder in Besetzungsangaben einiger weniger Mitschnitte, die von ihm greifbar sind. Da finden sich durchweg keine Äußerungen über Qualitäten und Rang des Sängers.
Wenn - das ist ja ein beliebtes Spiel - in den verschiedenen Threads denkbare oder wünschenswerte Idealbesetzungen für einzelne Arien, Partien oder ganze Werke gesucht werden, taucht sein Name nicht auf.

Ist es da wirklich respektlos, wenn ich konstatiere, dass der Sänger vergessen ist?

Ich bin einer der Melomanen, die geradezu zwanghaft Aufnahmen von Sängern sammeln, die sie irgendwann und irgendwo einmal gehört habe. Ihr glaubt sicher nicht, von wem ich alles Aufnahmen besitze. So habe ich auch den Lohengrin-Querschnitt, der diese ganze Diskussion ausgelöst hat. Zudem den Macbeth, auf dem Geisler den Macduff singt. ICH habe Walter Geisler nicht vergessen. Hätte ich dann in diesem Thread geschrieben? Ich habe ihn vermutlich öfter gehört als jeder, der hier im Forum unterwegs ist. Deshalb habe ich auch gesagt, dass ich seine Leistungen meist "verlässlich" , "ordentlich" oder "brav" fand. Walter Geisler - ein vergessener Tenor? Genau das hast du auch gesagt, lieber Hart!
Dass es eine Leistung ist, wenn jemand den Judas Maccabäus, Pylades, Stewa, José oder Stolzing ordentlich singt, stellt ja überhaupt niemand in Abrede! Ich ganz sicher als letzter! Für mich ist das aber denn doch nicht genug, um mich dafür einzusetzen, dass dieser Sänger im kollektiven Gedächtnis des heutigen Opernpublikums einen Platz hat.

Bei meiner Suche nach Stellen, in denen etwas in unserem Forum über Geisler geschrieben wurde, bin ich auf eine nette Anekdote gekommen, die Milletre - es ging um Einspringer - erzählt und die ich vielleicht noch zitieren darf!

Zitat

Ein "Otello" z.B. fällt mir ein, in dem der Sänger der Titelrolle kurzfristig ausfiel und ein gewisser Walter Geisler husch-husch eingeflogen wurde. Das Pikante an dieser Sache war, dass Geisler die Rolle nur deutsch konnte, also erwartete ich, dass die Jurinac im Liebesduett auch deutsch singen würde, hat sie doch dieses Duett in einer großartigen Aufnahme mit Peter Anders auf Deutsch gestaltet. Doch sie sang hartnäckig wie vorgesehen auf Italienisch und der arme Geisler natürlich auf Deutsch.

Den bizarren Höhepunkt des Abends gab es kurz nach Beginn des 2. Akts, als Gobbi seine paar Takte sang, dann Geisler sichtbar wurde und zu Gobbi sagte: "Was sagst du?" Gobbi darauf: "Nulla!" Da war dann der Abend als Lachnummer gerettet.


Beste Grüße Euch allen

Caruso41
;) - ;) - ;)

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Caruso41

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Registrierungsdatum: 19. November 2010

32

Mittwoch, 8. November 2017, 16:12

Auch über Trudeliese Schmidt urteilte Caruso41:

Zitat

Danach etwas über die Sängerin zu sagen, bedürfte es einer besonderen Motivation. Die aber habe ich leider nicht.
Bitte sei nicht bös! Wenn Sänger Jubiläen haben, denen ich mich irgendwie verbunden fühle, schreibe ich gerne wieder was.

Werter Caruso! Als anerkannter Fachmann sollte man sich nicht so äußern. Sonst landen wir schon wie geschrieben bei Kategorie A oder B. Und Erinnerungen nur an Sänger/innen der Kategorie A? Sei bitte nicht böse, aber das mußte raus!

Gruß Wolfgang ;)


Lieber Wolfgang!

Ich lasse mal beiseite, ob ich das Recht habe, selbst zu entscheiden, über wen ich was schreibe, ob ich genug über ihn/sie weiss und ob ich hinreichend aufschlussreiche und aussgekräftige Aufnahmen von ihm/ihr habe, die ein fundiertes Urteil erlauben!

Hinter Deiner Mahnung oder Belehrung steht ja ein Thema, das eher grundsätzlicher Art ist:

Dürfen wir zwischen schlechten, soliden, guten, und herausragenden Sängern unterscheiden? Und Du schließt daran die Frage an, ob wir nur die Erinnerung an die Besten pflegen dürfen. Diese Frage würde ich entschieden mit "Nein" beantworten. Natürlich können wir auch an weniger gute Sänger erinnern. Manch einem wird die eine oder andere Aufführung mit ihnen einen starken Eindruck gemacht haben und deshalb unvergesslich sein. Ich will gerne zugeben, dass ich auch für mach einen Tenor oder Sopran eine Schwäche habe, der/die nicht in der Champiosleague gesungen hat. Darüber müssen wir nicht streiten.

Interessanter finde ich die erste Frage! Ich drehe sie mal etwas provokativ um: Müssen wir nicht - auch hier im Forum - versuchen, in einem durchaus kontroversen Meinungsbildungsprozeß etwas Klarheit darüber gewinnen, welcher Sänger herausragende Gesangsleistungen bietet (und was diese Gesangsleistungen zu herausragenden macht), wer gute und wer eben nicht. Es soll natürlich nicht um Rangfolgen und Taxonomien gehen. Aber die Aufmerksamkeit auf Qualitätsunterschiede zu lenken, fände ich schon wichtig.
Aber vermutlich sind wir auch in dieser grundsätzlichen Frage gar nicht weit voneinander entfernt.

Dissenz gäbe es vermutlich nur bei dem einen oder anderen Fall. Darüber kann man dann ja streiten! Ist das schlimm?

Beste Grüße
Caruso41
;) - ;) - ;)

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9079wolfgang

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33

Mittwoch, 8. November 2017, 20:29

Zitat

Aber vermutlich sind wir auch in dieser grundsätzlichen Frage gar nicht weit voneinander entfernt.

Doch, lieber Caruso! Bei mir zählen auch Sänger/innen, die ich entweder selber erlebt habe, oder mir durch Opernaufnahmen im TV in Erinnerung sind.
Dazu zählen z. Bsp. Toni Blankenheim, Heiner Horn, Robert Schunk, Jean Löhe, Horst Wilhelm, Matthias Hölle, Trudeliese Schmidt u. A.. Wahrscheinlich entsprechen diese nicht Deinen hohen Anforderungen, aber ich möchte sie dennoch in Erinnerung rufen. Leider habe ich damals zu spät von der schweren Erkrankung von Toni Blankenheim erfahren, sonst hätte ich ihn noch im naheliegenden Waldkrankenhaus besucht. Ich sehe ihn noch gerne in einer Gesamtaufnahme des "Freischütz" mit Ernst Kozub und Gottlob Frick.

Gruß Wolfgang
W.S.

William B.A.

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34

Mittwoch, 8. November 2017, 20:51

Zitat

Für mich ist das aber denn doch nicht genug, um mich dafür einzusetzen, dass dieser Sänger im kollektiven Gedächtnis des heutigen Opernpublikums einen Platz hat.

Siehst du, lieber Caruso,
das sind die unterschiedlichen Ansätze, die wir haben. Du setzt dich für die Sänger ein, an denen dir etwas liegt, damit sie im "kollektiven Gedächtnis des heutigen Opernpublikums" einen Platz haben. Ich setze mich in meinem Thread für alle Sänger ein, nach Möglichkeit noch mit der Benenung einer Aufnahme, ebenso für alle Instrumentalisten, Dirigenten und für alle die, ohne die der Rest gar nicht möglich wäre, die Komponisten, damit sie im Gedächstnis aller Musikliebhaber einen Platz behalten. Jedenfalls versuche ich, mit meinen Beiträgen dazu ein wenig beizutragen. Ausdrücklich akzeptiere ich jedoch deine Anischt, so wie du siicherlich meine akzeptierst.

Übrigens: heute hatte ich wirklich keine Sänger!

Liebe Grüße

Willi :)

So, jetzt geht' s auf den Ergometer.
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
2. "Es gibt nur ein Tempo, und das ist das richtige". (Wilhelm Furtwängler).

9079wolfgang

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35

Mittwoch, 8. November 2017, 21:00

Hier ein Sänger, den ich persönlich kennengelernt habe und auch aus der Bonner und Kölner Oper in Erinnerung habe, nämlich den Tenor Robert Schunk. Auch im Ausland war er tätig, sogar an der Met in New York. Da es den "Freischütz" mit ihm leider momentan nicht gibt, sehe und höre ich mir die Walküre" mit ihm an:

W.S.

William B.A.

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36

Mittwoch, 8. November 2017, 22:40

Ihn hatte ich auch noch nicht auf meiner Liste, lieber Wolfgang, aber jetzt. So kann ich ihm am 5. Januar, also in 8 Wochen, zum 70. Geburtstag gratulieren. Ich habe ihn in meinem Text einstweilen mit dem Tannhäuser (unter Sir Colin) verknüpft, mit dem ich ihn auch in meiner Sammlung habe.

Liebe Grüße

Willi :)
1. "Das Notwendigste, das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo". (Wolfgang Amadeus Mozart).
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Caruso41

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37

Donnerstag, 9. November 2017, 08:53

Ausdrücklich akzeptiere ich jedoch deine Anischt, so wie du siicherlich meine akzeptierst.


Lieber William!

Total!! Ich akzeptiere Deine Ansicht total.
Vor allem aber: ich würdige Deinen Einsatz um einen breit ansetzenden Überblick über Jubiläen in der Musikwelt sehr nachdrücklich!
Es ist doch einfach gut, wenn verschiedene Ansichten und Ansätze sich nicht ausschließen sondern ergänzen!

Beste Grüße

Caruso41
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Caruso41

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38

Donnerstag, 9. November 2017, 09:17


Zitat

Aber vermutlich sind wir auch in dieser grundsätzlichen Frage gar nicht weit voneinander entfernt.

Doch, lieber Caruso! Bei mir zählen auch Sänger/innen, die ich entweder selber erlebt habe, oder mir durch Opernaufnahmen im TV in Erinnerung sind.
Dazu zählen z. Bsp. Toni Blankenheim, Heiner Horn, Robert Schunk, Jean Löhe, Horst Wilhelm, Matthias Hölle, Trudeliese Schmidt u. A.. Wahrscheinlich entsprechen diese nicht Deinen hohen Anforderungen, aber ich möchte sie dennoch in Erinnerung rufen. Leider habe ich damals zu spät von der schweren Erkrankung von Toni Blankenheim erfahren, sonst hätte ich ihn noch im naheliegenden Waldkrankenhaus besucht. Ich sehe ihn noch gerne in einer Gesamtaufnahme des "Freischütz" mit Ernst Kozub und Gottlob Frick.

Gruß Wolfgang


Also, lieber Wolfgang, Jean Löhe und Horst Wilhelm schätze ich durchaus sehr hoch. Beide sangen in den 50er Jahren ja viel in der Städtischen Oper Berlin: Löhe als Ensemblemitglied Wilhelm meist als Gast aus Kassel. Von Löhe habe sogar ich die Gesamtaufnahme der "Perlenfischer", die ich immer wieder mal höre! Und von Wilhelm habe ich zwei LPs; unter anderem singt er da Puccini, den er - zumindest zu der Zeit - auf der Bühne sicher nicht gesungen hat, ganz ausgezeichnet! Als Rudolfo und Pinkerton singt der die Duette mit Lisa Otto, die nie soetwas auf der Bühne gesungen hat. Es ist mir immer wieder ein Vergnügen, diese schlanken und herrlich jugendlich klingenden Stimmen. in den Duetten zu hören, die meist mit größeren Stimmen assoziiert werden!

Und Robert Schunk habe ich häufig im Wagner-Fach in München gehört. Er hat mich nie enttäuscht, aber auch nie vom Stuhl gerissen! Trotzdem schätze ich ihn als Siegmund in den Sawallisch-Aufnahme, die ich öfter mal wegen der Varady höre!

Auch Matthias Hölle habe ich in verschiedenen Partien gehört. Vor allem ist er mir durch seine Mitwirkung auf verschiedenen Wagner-Aufnahmen von Barenboim wichtig geworden!

Also ganz so ausschließlich, wie Du glaubst, bin ich nun auch wieder nicht auf einen kleinen Kreis von ganz herausragenden Sängern fixiert!

Liebe Grüße

Caruso41
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