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Moritz

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1

Dienstag, 16. August 2005, 13:17

Grigory Sokolov - Einer der letzten 'Titanen'?

Hier also der angedachte Thraead über Sokolov, so oft, wie er genannt wurde, verdient er wohl einen eigenen.




Viele der Fakten und biographischen Daten werden wohl bekannt sein, dennoch gehe ich kurz daraf ein:

Grigory Sokolov wurde 1950 in St. Petersburg geboren. Er gewann 1966 sechzehnjährig den Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau, nachdem er unter anderem von Emil Gilels unterrichtet wurde. Dennoch dauerte es noch etliche Jahre, bis er die Konzertsäle im Westen als gefeierter Virtuose eroberte.

Immer wieder wird ihm ein ganz eigener Klang und ein riesiges Farbspektrum attestiert, die ihm die völlige Durchdringung der Werke (laut eigener Aussage spielt er nur Musik, die er 'liebt') ermöglichen, seine Konzerte werden von Anhängern wie Kritikern gefeiert.

Da Sokolov bekanntermassen Live-Auftritte Studioaufnahmen vorzieht, wird der Markt nicht gerade mit Aufnahmen von ihm überflutet. Die Konzertmitschnitte sind meiner Meinung nach z.T allerdings wirklich aussergewöhnlich.

Manches von ihm wurde an anderer Stelle bereits genannt, dennoch:

Was sind Eure Lieblingsaufnahmen, ws haltet ihr von seiner Studio-Abneigung, habt ihr ihn evtl. schon live erlebt....
Viele Fragen, bin gespannt auf Eure Antworten... (meine Favoriten später..)

APUT
"Das beste, an dein Übel nicht zu denken, ist Beschäftigung."
Ludwig van Beethoven

Richard

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2

Dienstag, 16. August 2005, 13:57

@Moritz,

aufmerksam wurde ich auf Sokolov erst hier im Forum. Genauer gesagt durch Uwe.
Zu "unauffällig" ist er um zunächst aufzufallen. Hat man ihn aber für sich "gewonnen" kann man sich zahlreicher Aufnahmen der absoluten spitzenklasse erfreuen.

Als Freund der Kompositionen von J.S. Bach muß ich an dieser Stelle natürlich seine Aufnahme der KDF nennen.



Mich begeistern seine Live-Mitschnitte, da sie die Spannung durch die spezielle Situation wunderbar wiedergeben.

In einem Interview (nachzulesen bei K L A S S I K - H E U T E . D E) hat er sich zu seiner Vorliebe zu den Live-Aufnahmen geäußert!

Wie ich finde ein insgesamt hoch interessanten Pianist!
Man sollte alle seine Aufnahmen kennen / besitzen. :D
S. Rachmaninov:
Music must first and foremost be loved, it must come from the heart and it must be directed to the heart.’

Gino_Poosch

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3

Dienstag, 16. August 2005, 13:57

RE: Grigory Sokolov - Einer der letzten 'Titanen' ?

Hallo Moritz,

danke für den Thread, er war wahrlich überfällig. Danke auch für die Wahl des Titels, denn wirklich ist Sokolov so etwas wie ein letzter Titan des Klaviers. Seine Individualität, seine stets spannende, neue, oft unkonventionelle Auffassung des gängigen Repertoires heben ihn weit über nahezu alle anderen, technisch sicher nicht minder begabten, aber oft langweilig und lediglich korrekt spielenden Pianisten unserer Tage.

Um nicht anderen die Chance zu nehmen Aufnahmen zu empfehlen, halte ich mich zurück und rate dafür mit umso mehr Nachdruck zu seiner schlichtweg sensationellen Brahms-Platte:



Hört man die f-moll Sonate von ihm, meint man das Werk noch nie vorher gehört zu haben. Sein Zugriff ist so kühn, so ausdrucksstark, jenseits jeden holen Schönklangstrebens. Die Balladen wirken unter seinen Händen erstmals wie wirklich erzählende, tiefsinnige Musik.

Es bleibt zu hoffen, daß Sokolov, der kein Freund von Studioaufnahmen ist, die Klavierwelt noch lange begeistern und mit dem einen oder anderen Livemitschnitt beschenken wird. Wofür braucht man aufgebaute und vermarktete Stars wie Lang Lang, wenn man Sokolov haben kann?

Liebe Grüße

Gino Poosch
Im Verhältnis zur Musik ist alle Mitteilung durch Worte von schamloser Art.
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4

Dienstag, 16. August 2005, 14:34

Es gibt bei 2001 momentan ein 5 CD-set um 30 oder so EUR; enthalten sind Chopin 2. Sonate und Etudes op. 25, Diabellis, Schubert D 894 & 960, sowie eine CD mit russischen Komponisten (Skrjabin u.ä.)
Außer der letzen kenne ich die alle (habe sie einzeln) und kann sie wärmstens empfehlen. Die Etüden sind so weit von Virtuosenstückchen entfernt, ohne jedoch irgendwelche Zugeständnisse bzgl. virtuoser Brillanz zu machen, seit Jahren eine meiner Lieblingsplatten, die mich seinerzeit zu Chopin "bekehrt" hat. Der Schubert geht ein wenig in Richtung Richter, allerdings ohne die extrem gedehnten Tempi.

viele Grüße

JR
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Cosima

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5

Dienstag, 16. August 2005, 14:43

Hallo allerseits,

ich besitze zwei CDs von Sokolov – nämlich die bereits erwähnten: Bach, Kunst der Fuge und die Brahms-Aufnahme.

Sein markantes und ästhetisches Klavierspiel gefällt mir schon sehr gut, ich habe allerdings bzgl. der KdF keine Vergleichsmöglichkeiten. Die Brahms-Balladen kenne ich von Julius Katchen, hier fällt mir auf, dass Sokolov sie ganz anders, nämlich tiefgründiger interpretiert.

Die Anschaffung seiner Chopin-Préludes ist geplant, um eine Alternative zu Pogorelich hören zu können.

Gruß, Cosima

Daskalos

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6

Dienstag, 16. August 2005, 18:38

Also unter Sokolov fallen mir auf Anhieb die 3 Tschaikowsky Klavierkonzerte mit Roshdestwensky ein.

Das war auch übrigens meine erste Begegnung mit dem zweiten.
Ein Virtuosenstück welches in dem Spielfilm (habe ich noch auf Video):
Ein Amerikaner in Paris kurz angespielt wird. Absolut

Uwe

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7

Mittwoch, 17. August 2005, 21:30

Hallo Moritz,

natürlich muss ich mich hier auch zu Worte melden.

Sokolov ist für mich wirklich der derzeit grösste lebende Pianist. Aufmerksam geworden bin ich auf ihn durch ein Interview - war's Fono Forum, war's Klassik heute (das von Richard erwähnte)? - ich weiß es nicht mehr. Ich kaufte mir die este CD - Chopin 24 Preludes - und schon war ich, wie Cosima sagen würde, verfallen :D. Noch größer ward die Freudes, als ich in meinem Plattenfundus die Tschaikowsky-Aufnahme entdeckte, mit der er damals (1966) den 1. Preis beim Tschaikowsky-Wettbewerb errang (Neeme Järvi als Begleitung). Das Konzert vibriert vor Spannung - wenn ihr es irgendwo entdeckt - kaufen! Gab es mittlerweile kurzfristig auf CD, zur Zeit aber extrem selten.

Bisher habe ich noch keine schlechte oder mittelmässige Aufnahme gefunden: ob die erwähnte Brahms-CD, Bachs KdF, Diabelli-Variationen - alles sehr gute Aufnahmen. Und den Tip mit der 5er-Box bei 2**1 sollte wirklich jeder beherzigen, der Sinn für Klaviermusik hat.

Und noch ein Tip für Vinylisten: es gibt eine alte Melodya DoLP mit den Goldbergvariationen (Leningrad 1982) - sehr empfehlenswert.

Gruß
Uwe



Zitat

Original von Daskalos
Also unter Sokolov fallen mir auf Anhieb die 3 Tschaikowsky Klavierkonzerte mit Roshdestwensky ein.


@Daskalos: Wo gibt's denn die? Habe ich noch in keiner Liste gefunden.

Gruß
Uwe

Daskalos

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8

Mittwoch, 17. August 2005, 21:51

Sorry, war ein Gedächnisfehler von mir:
Ist zwar eine Doppel LP mit dem 3 Konzerten, allerdings ist nur das erste mit Sokolow. Die anderen mit Shukow :jubel:

Cosima

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9

Mittwoch, 17. August 2005, 23:30

Zitat

Original von Uwe
Ich kaufte mir die este CD - Chopin 24 Preludes - und schon war ich, wie Cosima sagen würde, verfallen :D.


Nur so am Rande, lieber Uwe:

Wenn ich (als Frau) sage, dass ich Sviatoslav Richter verfallen bin, klingt das irgendwie hübscher, als wenn Du (als Mann) sagst, dass Du Sokolov verfallen bist. :baeh01:

Aber ist schon recht… :angel:

Gruß, Cosima

Daskalos

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10

Donnerstag, 18. August 2005, 18:21

Habe heute bei 2001 eine Video DVD von ihm für 18.- gesehen.
Spielte Beethoven, Debussy und noch einen. Hatte leider kein Gekld mehr, sonst hätte ich die auch noch mitgenommen.

Moritz

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11

Freitag, 19. August 2005, 14:46

Die DVD ist die Live aufnahme in Paris, Regie führet Bruno Monsaingeon.
Die Kritiken sind durchweg vorzüglich...



Hab sie schon bestellt :D :D

Darauf u.a.: Beethoven Klaviersonaten 9, 10 und 15, Prokofiev Klaviersonate No.7
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Ludwig van Beethoven

Pius

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12

Samstag, 15. Oktober 2005, 22:11

Hallo!

Vor ein paar Tagen habe ich in der Alten Oper ein Konzert mit Grigori Sokolov erleben können. Er spielte Schuberts A-dur-Sonate D 959 und Schumanns fis-moll-Sonate op. 11, und danach gab er noch fünf (!) Zugaben.

Ihn spielen zu hören (und zu sehen) war wirklich ein Erlebnis. Die Überschrift dieses threads ist wirklich angebracht: Er spielt mit titanischer Wucht, setzt aufs Extreme. So interpretiert waren die gehörten Sonaten wie neu für mich.

@TB: Wie er D 959, diesen erratischen Block der Sonatenliteratur, spielte, sichert ihm einen oberen Platz in der Unverwechselbarkeitsskala der Schubert-Interpreten. :baeh01:

Im ernst: Wenn er in Eurer Nähe mal ein Konzert gibt - hingehen!

Allerdings auf CD muß ich seine Interpretationen nicht unbedingt besitzen, vielleicht als Drittaufnahme, denn seine Deutung des Werks ist nichts für alle Tage und wohl sehr weit weg von dem eigentlichen Gestus, das dem Komponisten vorschwebte (?).

Viele Grüße,
Pius.

Caesar73

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13

Dienstag, 27. Dezember 2005, 15:55

Liebe Forianer,

ich muss jetzt etwas beichten: Der Name "Sokolov" ist mir seit etlichen Namen ein Begriff- und des öfteren hatte ich eine seiner Aufnahmen in der Hand nur um dann eine andere CD zu kaufen, die mir zu der Zeit mehr am Herzen lag, um so merkwürdiger weil Sokolov Repertoire spielt was mich immer besonders interessiert: Bach und Chopin. Seltsam werdet Ihr sagen, aber so war´s .....

Vor einigen Wochen war es dann soweit: Angeregt durch das Forum und getrieben von meiner Neugier erwarb ich meine erste Sokolov-CD: Chopin´s Sonate No. 2 und die Etüden op. 25. Nun kenne ich von beiden Kompositionen einige Aufnahmen von Referenzcharakter (Pollini, Rubinstein etc.) und doch war ich beim Hören regelrecht elektrisiert- die Sonate No. 2 hatte ich so noch nie gehört .... Eine makellose Technik, eine eruptive Kraftentfaltung gepaart mit einem außerordentlichen Klangsinn. Fazit: Die Meriten Sokolovs sind wohlverdient und es wird sicher nicht die letzte CD von ihm sein, die ich gekauft habe. Im Auge habe ich schon die eine oder andere. Ganz oben steht jetzt seine Interpretation der "Kunst der Fuge"!



:jubel: :jubel: :jubel:


Herzliche Grüße,:hello:

Christian
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14

Dienstag, 27. Dezember 2005, 16:34

Sokolov's Haydn

Ich habe vor gut 2 Wochen den Mitschnitt eines Konzerts gehört, das Sokolov am 12. Mai. 2002 beim Braunschweig Clasix Festival gegeben hat. Auf dem Programm standen im ersten Teil drei Haydn-Sonaten. Es ist alleine schon toll, dass sich ein Künstler dazu entscheidet, einen kompletten Konzertblock nur mit Haydn zu bestreiten - Haydn satt kommt ja nicht eben oft vor.
Das was ich zu hören bekam, hat mich restlos überzeugt (obwohl ich bis dato eigentlich kein S.-Fan war). Derartig verspielt, originell und von einer solchen Anschlagsvielfalt - wahnsinn! Da kann man sich hinterher nur ärgern, nicht dabei gewesen zu sein...

:hello:
Daniel

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15

Donnerstag, 29. Dezember 2005, 00:17

Sokolov hat's

Aus der Vielzahl der guten und der sehr guten Interpreten ragen immer noch einige heraus - Sokolov gehört zu ihnen. Es ist die Überwältigung, die einen bei ihnen überkommt - wenn der Augenblick zum Ereignis wird.

Bei Sokolovs Helsinki-Konzert von 1992 mit Schuberts 894 und 960 kann man es fühlen, auch wenn man nicht dabei war. Die Live-Geräusche der Aufnahmen tun in dem Fall ein Übriges.

Daniel

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16

Freitag, 30. Dezember 2005, 17:28

Hallo,

auch ich hatte das Glück Sokolov's A-Dur Sonate von Schubert, die oben schon genannt wurde, live zu erleben. Bemerkenswert ausgeleuchtet und sensibelst abgestuft, jede Sekunde Spannung! Bemerkenswert auch die Pausen, in der die Musik im letzten Satz stockt, um dann zu ihrem Ende zu finden.

Weitere Programmpunkt war z.B. Chopin. Auch sehr hörenswert, jedoch bleibt sein Schubert mein Favorit.

Gut gewählt sind auch immer seine Zugaben, um die er sich nicht lange bitten läßt, sondern sich energisch hinsetzt und gleich wieder losspielt. Bei diesem Konzert waren es, glaube ich, 5 Zugaben. Und seine Zugaben sind exquisit. Oft Barockwerke wie seine legendär gespielten Rameau-Stücke.

Deshalb werde ich auch wieder zu seinem nächsten Konzert gehen. Auf dem Program stehen:
Bach, 3. Französische Suite h-moll BWV 814
Beethoven, Sonate Nr. 17 d-moll op.31/2
Schumann, Sonate Nr. 1 fis-moll op.11

Ich bin gespannt! :yes:

Grüße,
Daniel

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Daniel« (30. Dezember 2005, 17:29)


romeo&julia

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17

Freitag, 24. März 2006, 12:41

Hallo liebe TaminoanerInnen

Auch wir wollen uns dem Lob von Daniel und Helmut der Schubertsonateneinspielung durch Sokolov aus dem Jahre 1992 anschliessen.
Die Sonate D.894 ist ungemein beseelt, warm gespielt, schöne Akzentuierung, live Eingespielt, zweiter Satz wiederum beseelt und differenziert. Der dritte Satz ausgeglichen und doch spannungsreich, der vierte Satz schön singend, spannend und kontrastreich. Wunderschöne Aufnahme mit farblichen Varianten, versunken mit polyphoner Duftigkeit.




Herzliche Grüsse

romeo&julia

Melot1967

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18

Montag, 4. Dezember 2006, 16:47

Ein Klavierabend mit Sokolov - gestern Abend wieder im Wiener Konzerthaus erlebt - ist ein Atem beraubendes Erlebnis und ein musikalischer Hochgenuss der etwas anderen Art; nämlich der Art, dass man die eigenen Lieblingsstücke kaum wiedererkennt. Fantastisch!

Wenn er wieder mal in eurer Nähe ist: unbedingt Karten kaufen!
Bitte bedenken Sie, dass lautes Husten - auch zwischen den Stücken - die Konzentration der Künstler wie auch den Genuss der Zuhörer beeinträchtigt und sich durch den Filter eines Taschentuchs o. ä. erheblich dämpfen lässt.

Melot1967

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19

Samstag, 20. Oktober 2007, 00:02

aus einem anderen Thread:

Zitat

Original von Caesar73

Zitat

Original von Stabia
Na endlich finde ich einen Mitliebhaber! kam mir schon ein bißchen außenseiterisch vor.


Nicht die Spur :D

Sokolov hat sogar seinen eigenen Thread:

Sokolov, der letzte der Titanen oder so ähnlich :D

Allerdings würde es dieser Thread verdienen mal wieder wachgeküsst zu werden. Konzertkarten für sein nächstes Konzert bei mir in der Nähe habe ich schon geordert. Seine Beethoven- und Chopin Einspielungen schätze ich sehr. Warum er so scheinbar unbekannt ist? Nun, die Zahl seiner Veröffentlichungen ist relativ gering. Aber vielleicht können wir die Frage ja im Sokolov thread weiterverfolgen?

Radu Lupu? Den habe ich vor vielen Jahren einmal mit Schubert in Ludwigshafen gehört, im Gedächtnis geblieben ist mir von dem Abend allerdings wenig, was aber definitv an mir und nicht an Lupus Spiel liegt. Übrigens höre ich Lupu am Dienstag mit Bartoks drittem Klavierkonzert.

Wenn gewünscht poste ich gerne mien Eindrücke, nur sind Bartoks Klavierkonzerte für mich relatives Neuland.

Herzliche Grüße,:hello: :hello:

Christian



Sokolov am 6. Dezember im Wiener Konzerthaus mit
Schubert: Sonate c-Moll D958
Chopin: 24 Préludes

Ich sehe gerade, dass es noch einige freie Plätze gibt.
Bitte bedenken Sie, dass lautes Husten - auch zwischen den Stücken - die Konzentration der Künstler wie auch den Genuss der Zuhörer beeinträchtigt und sich durch den Filter eines Taschentuchs o. ä. erheblich dämpfen lässt.

Zwielicht

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20

Samstag, 20. Oktober 2007, 00:15

Zitat

Original von Melot1967
Sokolov am 6. Dezember im Wiener Konzerthaus mit
Schubert: Sonate c-Moll D958
Chopin: 24 Préludes

Ich sehe gerade, dass es noch einige freie Plätze gibt.



Und am 3. März 2008 in der Bamberger Konzerthalle. "Programm wird noch bekanntgegeben". Vermutlich das gleiche, mit dem er jetzt durch die Gegend tourt.


Ich freu mich schon.


Viele Grüße

Bernd
Was heut gehet müde unter, hebt sich morgen neugeboren.

Caesar73

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21

Sonntag, 21. Oktober 2007, 18:00

Zitat

Original von Zwielicht

Zitat

Original von Melot1967
Sokolov am 6. Dezember im Wiener Konzerthaus mit
Schubert: Sonate c-Moll D958
Chopin: 24 Préludes

Ich sehe gerade, dass es noch einige freie Plätze gibt.



Und am 3. März 2008 in der Bamberger Konzerthalle. "Programm wird noch bekanntgegeben". Vermutlich das gleiche, mit dem er jetzt durch die Gegend tourt.




Das Konzert in Ludwigshafen im Feierabendhaus der BASF ist am 1. März- Karten gibt es dem Vernehmen nach noch. Nur leider ist bisher nichts über das Programm bekannt- aber wahrscheinlich wird es dann das oben genannte sein. Ich freue mich jedenfalls schon sehr. Die Preludes? Und Schubert? Das verspricht ein Erlebnis zu werden :D

Herzliche Grüße,:hello: :hello:

Christian
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Caesar73

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22

Sonntag, 17. Februar 2008, 10:47

Liebe Klavierfreunde,

inzwischen liegt das Programm für das Konzert von Grigory Sokolov in Ludwigshafen vor. Am ersten März wird er voraussichtlich spielen:

Zitat



Samstag, 1. März 2008, 20 Uhr


GRIGORY SOKOLOV, Klavier

Programm
Wolfgang Amadeus Mozart: Sonate f-Moll KV280
Wolfgang Amadeus Mozart: Sonate f-Moll KV332
Frédéric Chopin: 24 Préludes op. 28

Ein Urgestein der Pianistenzunft ist der 1950 in Leningrad geborene Grigory Sokolov. Seine makellose Technik und die Reife seiner Interpretationen überzeugen Kritiker wie Publikum der ganzen Welt. Einst war er erster Preisträger beim Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau. Berühmt geworden in der ehemaligen Sowjetunion, eroberte er seit den 1980er Jahren den Westen. Trotz umjubelter Orchesterkonzerte konzentriert sich Sokolov heute eher auf Klavier-Recitals. Er liebt den direkten Dialog mit dem Publikum. Das macht die Auftritte dieses außergewöhnlichen Pianisten zu ganz besonderen Abenden.





Ich freue mich schon! Es wird das erste Mal sein, dass ich den Pianisten live hören kann!


Herzliche Grüße,:hello::hello:

Christian
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Khampan

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23

Sonntag, 17. Februar 2008, 11:11

Berichtigung

Zitat

Wolfgang Amadeus Mozart: Sonate F-Dur KV280
Wolfgang Amadeus Mozart: Sonate F-Dur KV332
Frédéric Chopin: 24 Préludes op. 28


und ich kann leider nicht kommen ;(

Khampan

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24

Sonntag, 17. Februar 2008, 11:29

Zitat

Original von Khampan
Berichtigung

Zitat

Wolfgang Amadeus Mozart: Sonate F-Dur KV280
Wolfgang Amadeus Mozart: Sonate F-Dur KV332
Frédéric Chopin: 24 Préludes op. 28


und ich kann leider nicht kommen ;(

Khampan


Lieber Khampan,

ich werde über das Konzert berrichten- das ist zwar nur ein schwacher Trost, aber ich gebe mir Mühe! ;)

Besonders auf die Preludes bin ich sehr sehr gespannt! Danke für Deine Korrektur. Eigentlich peinlich, wenn man als Veranstalter so etwas ins Netz stellt.

Herzliche Grüße,:hello: :hello:

Christian
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steppenhund

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25

Sonntag, 17. Februar 2008, 12:14

RE: Grigory Sokolov - Einer der letzten 'Titanen' ?

Zitat

Original von Moritz

Immer wieder wird ihm ein ganz eigener Klang und ein riesiges Farbspektrum attestiert, die ihm die völlige Durchdringung der Werke (laut eigener Aussage spielt er nur Musik, die er 'liebt') ermöglichen, seine Konzerte werden von Anhängern wie Kritikern gefeiert.

Da Sokolov bekanntermassen Live-Auftritte Studioaufnahmen vorzieht, wird der Markt nicht gerade mit Aufnahmen von ihm überflutet. Die Konzertmitschnitte sind meiner Meinung nach z.T allerdings wirklich aussergewöhnlich.

Viele Fragen, bin gespannt auf Eure Antworten... (meine Favoriten später..)


Ich kenne Sokolov in erster Linie von Einspielungen auf youtube. Ich verstehe jetzt, warum er mir so zusagt. (Ich bin ein echter Fan von ihm)
Er spielt nur Musik, die er 'liebt'. Das kann ich bei ihm sehr deutlich spüren. Ich bezeichne es als "er musiziert".

Ich werde mich freuen, ihn einmal in Wien zu hören.

danke für den Thread
Hans
Eine Signatur, die ich 1990 verwendet habe:
"Better to create than to consume"

Stabia

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26

Sonntag, 17. Februar 2008, 13:59

Sokolov

Viel Freude, es ist zum Hören und auch Sehen schon etwas Extras, wirklich Uriges.
Hoffentlich kommt er nochmal nach Bonn, für ihn wollte ich zum Concertgebouw fahren.

L :hello:ieben Gruß aus Bonn
Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg auch keinem andern zu

27

Sonntag, 17. Februar 2008, 17:26

RE: Sokolov

Mit seinem neuen Programm stellt sich Grigory Sokolov der schwierigen Frage, ob Chopins 24 Préludes mit ihrem sehr pessimistischen Schlussstück als Ende eines Konzertprogrammes geeignet sind. Wie auch immer diese Frage beantwortet werden kann: Pianistisch und musikalisch überzeugt er wahrscheinlich immer und ohne Einschränkungen. Ich konnte ihn in Bielefeld begeisternd mit folgendem Programm hören:

Schubert, Sonate A-Dur D 959

Chopin: Vier Impromptus, zwei Nocturnes Opus 62, Polonaise-Fantaisie Opus 61.
Liebe Grüße!

Ralf

Dr. Holger Kaletha

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28

Dienstag, 19. Februar 2008, 09:21

RE: Sokolov

Beim Sokolov-Konzert in der Bielefelder Oetker-Halle war ich auch dabei - überwältigend! Schade, daß es von den Chopin-Impromptus keinen Mitschnitt auf CD gibt!

Gruß Holger

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29

Dienstag, 19. Februar 2008, 11:56

RE: Sokolov

Zitat

Original von Kulturvermittler
Mit seinem neuen Programm stellt sich Grigory Sokolov der schwierigen Frage, ob Chopins 24 Préludes mit ihrem sehr pessimistischen Schlussstück als Ende eines Konzertprogrammes geeignet sind.


pessimistisch? Inwiefern eher als z.B. die jeweils letzten Etüden aus op.10 und 25 oder das Finale von Beethovens Sturmsonate oder Appassionata? Kann ich eigentlich nicht nachvollziehen.
Ludwigshafen ist mir aber eh zu weit und zu aufwendig...

Zitat


Wie auch immer diese Frage beantwortet werden kann: Pianistisch und musikalisch überzeugt er wahrscheinlich immer und ohne Einschränkungen. Ich konnte ihn in Bielefeld begeisternd mit folgendem Programm hören:

Schubert, Sonate A-Dur D 959

Chopin: Vier Impromptus, zwei Nocturnes Opus 62, Polonaise-Fantaisie Opus 61.


Weiß jemand, ob es Funkmitschnitte gibt oder sonst was im Netz kursiert?
(beim hr gibt es z.B. einen Mitschnitt des 1. Brahms-Konzerts...)
Das Programm klingt nämlich wirklich sehr vielversprechend!

viele Grüße

JR
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(Bob Dylan)

Khampan

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30

Dienstag, 19. Februar 2008, 15:51

RE: Sokolov

Zitat

Original von Johannes Roehl
Weiß jemand, ob es Funkmitschnitte gibt oder sonst was im Netz kursiert?
(beim hr gibt es z.B. einen Mitschnitt des 1. Brahms-Konzerts...)
Das Programm klingt nämlich wirklich sehr vielversprechend!


anläßlich eines Abends im SWR, der aus zwei Konzerten bei Schwetzinger Festspielen zusammengestellt wurde (Scriabin / Schubert A-Dur), wurde den Hörern erklärt, daß Sokolov auch bei der Freigabe solcher Konzertmitschnitte äußerst pinglig ist. Also Konzertmitschnitte gibt es sicher zuhauf, aber sie dürfen nicht gesendet werden.
Das HR-Konzert mit Brahms 1 (ca 1998?) hat ein Freund von mir gehört, er sagt es war ziemlich viel daneben. Wär kein Wunder wenn es bis in alle Ewigkeit im Archiv verstaubt.

Gruß,
Khampan