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zweiterbass

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1

Freitag, 24. Mai 2013, 23:40

Internationaler Kammerchorwettbewerb

Hallo,

ich finde, dieses Chormusikereignis hat einen eigenen Thread verdient.

Vom 17.-22.05. fand - bislang in jeweils 2-jährigem Abstand - der 13. "Internationale Kammerchorwettbewerb" in Marktoberdorf statt; Träger und Veranstalter die "Bundesvereinigung Deutscher Chorverbände e. V."
Vertreter von Chorverbänden usw. aus 19 Staaten waren anwesend.

Die Eröffnungsveranstaltung (Begrüßungen, namentliche Vorstellung der Chöre und ihrer Dirigenten) war am 17.05. und wurde von der "Pfälzischen Kurrende", Neustadt (außer Konkurrenz) - reiner Frauenchor - unter Carola Bischoff mit Chorwerken gestaltet (ein Chor, der es eigentlich nicht nötig gehabt hätte, seine Leistung als Chor mit Außermusikalischem - übertriebene Gestik und Mimik, weit über die rhythmische Chorbewegung hinaus gehende Aktivitäten u. ä. - glaubte verstärken zu müssen.)
Stets in () werde ich meine Einschätzungen geben; bei streng religiösen Texten - ich trenne zwischen religiös und gläubig - enthalte ich mich jeden Kommentars.
Die Veranstaltungen fanden im "Modeon" statt, einem sehr ansprechenden Gebäudekomplex (dessen einziger kleiner Nachteil ist: Die Akustik des 700 - 1000 Personen fassenden Mehrzweck-Konzertsaales könnte 1 bis 2 Sekunden mehr Nachhall vertragen).


Die 1. Wettbewerbsrunde fand am Samstag, 18.05. statt. Jeder Chor hatte 30 Min. Aufführungszeit; es war ein Pflichtwerk vorgeschrieben - Max Reger (1873-1916) - "Frühlingsblick", op. 39.3. Aus 3 deutschen und 5 nichtdeutschen Mitgliedern bestand die 8-köpfige Jury. Ich stelle die Chöre in der Reihenfolge ihres Auftrittes vor und nenne dabei nur die jeweils wichtigsten Chorwerke.
Die 2. Wettbewerbsrunde war am Sonntag, 19.05., mit einem Kurzprogramm von 10 Min. je Chor.
Vom 18.-20.05. fanden jeweils um 20 Uhr 5 Konzerte mit jeweils 2 Chören in umliegenden Kirchen oder Konzertsälen statt; von 15 Konzerten konnte ich folglich nur 3 hören - die Auswahl war am 18.05 zu treffen.
(Es gab bei keinem Chor Intonationsprobleme oder wenn, dann absolut unbedeutend; die Tonangaben erfolgten sehr dezent ohne anstimmen des Chores.)

1. "Choir Svetozar Markovic" (ca. 40) aus Novi Sad, Serbien, unter Bozidar Crnjanski,

G. P. da Palestrina (1525-1594) - Exultate Deo (Interpretation gut bei angemessenem Tempo und ausgewogenem Chorklang, die Stimmgruppen der Interpretation entsprechend, keine Einzelstimmen hörbar.)
Reger - Pflichtwerk - wie vor
Vuk Milanovic (*1987) - Rasti, rasti, moj zeleni bore - (gemessen an der Entstehungszeit gut tonal)
Viktor Kalinnikov (1880-1927) - Blazhen muzh - (eine sehr beeindruckende Komposition, spätromantisch; der einstimmige Beginn sehr exakt, fast wie eine Choralschola, große Dynamik)
Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847) - Richte mich Gott - (Abendkonzert am 18.05. in St. Anna, Waal - anders als Nr. 6 findet der Chor sofort den passenden Chorklang zur Akustik, sehr gute Interpretation, akzentfreie Aussprache)
Stevan Mokranjac (1856-1914) - Otche nash + Tebe pojem - (wie vor, zwei kurze religiöse Werke aus Serbien und vom serb. Chor gut interpretiert)


2. "ExtraCHORd, Montabaur (ca. 25), unter Martin Ramroth

David Azurza (1930-1997) - Ave Virgo Sanctissima - (tonal mit sehr vielen Harmonikreibungen)
Ivan Hrusovsky (1927-2001) - Rytmus - (ansprechendes Werk - hohes Tempo, bei äußerst exakter Rhythmuswiedergabe. Durch die Art der Saalakustik waren kleine Chöre im Klangvolumen und bei der Hörbarkeit von Einzelstimmen etwas benachteiligt, was allerdings bei temporeichen und rhythmisch schwierigen Werken von Vorteil war und was dieser Chor geschickt genutzt hat; sehr einheitlicher pp-Klang)
Carlo Gesualdo da Venosa (1566-1613) - Tribulationem et dolorem - (sehr gut interpretiert und gut gebunden - sehr gutes chorisches Atmen)
Reger - Pflichtwerk - (die pp-Stellen äußerst einheitlich)
Cecilia McDowall (*1951) - Regina Caeli - (schwieriges Werk, z. T. atonal)
Merill Bradshaw (1929-2000) - Psalm 96 (sehr ansprechendes Werk, Rhythmus, Tempo, Dynamik äußerst wechselnd, herbe Akkordreibungen)
Martin Ramroth (*1964) - Gloria - Welturaufführung - (sehr ansprechendes, sehr rhythmisches Werk des Chorleiters)


3. University of New Hampshire Chamber Singers (ca. 25) , Durham, unter William Kempster

William Byrd (1540-1623) - Vigilate - (Chorklang noch einheitlich)
Reger - Pflichtwerk - (ff zu pp auf kleinstem Raum sehr gut)
J. M. Bach (1648-1694, nicht aus der Bach-Dynastie) - Sei, lieber Tag, willkommen (sehr ansprechend, 4-strophiger deutscher Text bei zügigem Tempo gut verständlich und fast akzentfrei)
R. Vaughan Williams (1872-1952) - Valiant for Truth - (Einzelstimmen hörbar)
Ross Edwards (*1943) - Gloria (aus "Missa Alchera") - (sehr ansprechend, schwierig durch sehr hohes Tempo, Chorklang uneinheitlich, Einzelstimmen)
Leonhard Bernstein (1918-1990) - Three Choral Songs aus West Side Story - (gute Interpretation mit sehr beachtlichen pp-Stellen)


4. Choeur National des Jeunes de France (ca. 45), Lyon, unter Regine Theodoresco

Giles Swayne ( *1946) - Kyrie aus "Missa Tiburtina" - (große Dynamik)
Heinrich Schütz (1585-1672) - Die mit Tränen säen - (passendes Tempo)
Francis Poulenc - Un soir de neige - (sehr gute ff-Stellen)
Reger - Pflichtstück
Kryzsztof Penderecki (*1933) - Agnus Dei - (sehr ansprechendes Werk, große Dynamik)
Pietro Ferrario (*1967) - Jubilate Deo - (wie vor)
Orazio Benevoli (1605-1672) - Kyrie - (Eröffnungschor im Abendkonzert am 19.05. in Wildpoldsried, kleinerer Konzertsaal mit trockener Akustik - der Chorleiterin gelingt es überhaupt nicht, den Chorklang an die Akustik anzupassen - der Chor "brüllt" - meinem Nachbarn "gellen die Ohren", auch für mich erschreckend)
Raymond Murray Schäfer (*1933) - Felix's Girls - (auch im Abendkonzert - viel zu viel Show/das passt in ein Musical)


5. Coralia of the University of Puerto Rico (ca. 40), San Juan, unter Carmen Acevedo Lucio

Orlando di Lasso (1532-1594) - Surgens Jesus - (wurde nur vom halben Chor, ohne Chorleiterin, hervorragend interpretiert bei rundem Klang)
Reger - Pflichtwerk - (nun voller Chor, wenig Dynamik)
Vytautas Miskinis (*1945) - Levavi oculos meos - (pp gut, Bässe!!!)
Johannes Brahms (1833-1897) - Warum ist das Licht gegeben - (Dynamikabstufung ff zu pp sehr gut, Klang rund)
Rene Clausen (*1953) - La Lumiere - (ansprechendes fast trad. Werk)
Angel Cucco Pena (*1948) - Bomba E - (trad. Folklore-Show)
Javier Busto (*1949) - O magnum mysterium - (Abendkonzert am 20.05. in St. Maria, Isny, sehr ausgeglichener Chorklang)
William Byrd (1540-1623) - Haec dies - (wie vor - sehr fröhlich interpretiert)
Orlando di Lasso (1532-1594) - Surgens Jesus - (wie vor)
Angel Cucco Pena (*1948) - Aleluya - (wie vor, aber trad. im Klang, äußerst große Dynamik)
Joseph Gabriel Rheinberger (1839-1901) - Bleib bei uns, denn es will Abend werden, op. 69,3 - (wie vor, sehr gute Klanganpassung zum "Aleluya")


6. University of the Philippines Manila Chorale (ca.40), unter Emmanuel P. de Leon jr.

John August Pamintuan (*1972) - Pater noster - (sehr ansprechendes Werk)
Reger - Pflichtwerk - (sehr wenig überzeugende Interpretation)
Eudenice Palaruan (*1968) - Glong-Ngo Ko - (trad. - 2 Solo-Männerstimmen/Chorostinato, Chorsopran/Chorostinato, Chortenor/Chorostinato, 3 Maultrommeln, großes fff)
Josefino Chino Toledo (*1959) - Kredo aus Missa Ligua Sama-Sama, Welturaufführung - (wenig überzeugendes Werk, viele Akkordreibungen, Holz-Rhythmus-Schlagstock, trad.)
Z. Randall Stroope (*1953) - Amor e Mi alma - (sehr gute einheitliche ppp-Stellen)
Thomas Weelkes (1575-1623) - Hosanna to the Son of David - (Abendkonzert am 18.05. in St. Anna, Waal - der Chor zieht mit diesem Werk in die Kirche ein, im Wechsel kanonartig einzelne Solo-Männerstimmen mit dem Chor, sehr lautstark mit z. T. sehr kräftigen, etwas harten Stimmen)
Juan Navarro (1530-1580) - The Lord is my shepherd - (der Chorleiter nimmt die lauten Stimmen zurück, dennoch etwas harter Chorklang)
Franz Biebl (1906-2001) - Ave Maria - (erstaunlich, diesen Komponisten - bei uns nicht so "in" - von einem Chor von den Philippinen zu hören)
Spiritual arr. Moses Hogan (1957-2009) - I can tell the world - (sehr rhythmisch, freudig bewegte Interpretation - Verkündigungscharakter)


7. Kamarikuoro Kampin Laula (ca. 35), Helsinki, unter Kari Turunen

Sven-David Sandström (*1942) - Let him kiss me- (sehr feines ppp)
Reger- Pflichtstück - (wenig überzeugende Interpretation)
Antonio Lotti (1676-1740) - Crucifixus - (wie vor)
Perttu Haapanen (*1972) - Readymade Alice - (ein ganz wenig überzeugendes Stück)
Tolvo Kuula (1883-1918) - Siell' on kauan jo kukkineet omneapuut - (ansprechend, mit einem ganz hervorragenden ppp am Ende)


8. Kammerchor Saarbrücken (ca. 45), unter Georg Grün

Veljo Tormis (*1930) - Tuul konnumaa; Kanarbik -(sehr ansprechend, kurzer und sehr guter Übergang ff zu pp, großes fff)
Reger - Pflichtwerk - (die bislang beste Interpretation - Tempo, Dynamik, acc.-rall. ausgezeichnet)
Henry Purcell (1659-1695) - I was glad - (eine voll und ganz überzeugende Interpretation)
Carl Rüttli (*1949) - Und wieder rauscht mein tiefes Leben lauter, Welturaufführung - (schwieriges Werk, Gegenüberstellung Frauen- zu Männerchor super, Klangkaskaden)
Heinz Holliger (*1939) - Der Herbst - (sehr ansprechendes Werk, Bässe!!)
György Ligeti (*1923) - Hälfte des Lebens - (extrem schwieriges Werk, z. T. atonale Klanggewebe + Klangflächen, große Dynamik, Steigerung zum fff !)
Heinrich Schütz (1585-1672) - Die mit Tränen säen - (Abendkonzert am 20.05. in St. Maria, Isny - sehr gut an die völlig andere Akustik angepasst)
Johannes Brahms (1833-1897) - Warum ist das Licht gegeben - (wie vor und um Klassen besser als Nr. 5)
Hugo Wolf (1860-1903) - Einklang + Resignation (aus "Sechs geistliche Lieder") - (wie vor, sehr überzeugende Interpretation)
Max Reger (1873-1916) - Morgengesang aus "Acht geistliche Lieder", op. 138 Nr. 2 - (wie vor, makellose Interpretation - besser als die Aufnahme auf meiner CD)
Georg Grün (*1960) - Veni - (wie vor, eine äußerst ansprechende Komposition des Chorleiters, hervorragend interpretiert)


9. Schweizer Jugendchor (ca. 50), Lausane, unter Dominique Tille

Ola Gjeilo (*1978) - Ubi Caritas - (da kenne ich bessere Vertonungen, runder Chorklang)
Antonio Lotti (1676-1740) - Crucifixus (bessere Interpretation als Nr. 7, gute Dynamik)
Reger - Pflichtwerk - (an die Nr. 8 kommen die lange nicht ran)
Goffredo Petrassi (1904-2003) - Nonsense Nr., 4 + 5 - (zuviel Show)
Pierre Villette (1926-1998) - Notre Pere d'Aix - (sehr ansprechend, Chor folgt dem Chorleiter sehr gut/optischer Eindruck)
Ilja Panzer (*1981) - Sometimes I wish - (störende Show, Chor singt teilweise mit dem Rücken zum Publikum)
William Hawley (*1950) - O Maria maris stella - (ansprechend, gute Dynamik, pp sehr gut)


10.University of Houston Moores School Concert Chorale (ca. 40), unter Betsy Cook Weber

Claude Le Jeune (1528-1600 - Revecy venir du Printans - (sehr ansprechend, makellose Interpretation, Chorklang sehr gut)
Salomone Rossi (1570-1630) - Odecha - (wie vor)
Felix Mendelssohn Bartholdy (1805-1847) - Frohlocket, ihr Völker auf Erden - ("ich hätte mit frohlocken mögen")
Reger - Pflichtwerk - (auch die erreichen Nr. 8 nicht)
Traditionell, arr. Robert Shaw (1916-1999) - Lord, if I got ticket, can I ride? - (sprühend rhythmisch)
Paul Mc Cartney, John Lenon - Ob-La-Di, Ob-La-Da - (Abendkonzert am 19.05. siehe dazu Nr. 4 - sehr gekonntes Chorarrangement des Beatle-Songs, ein Musterbeispiel, wie ohne Show, nur mit musikalischen Mitteln, die Leichtigkeit/der Frohsinn rüber gebracht werden kann)
Morten Lauridsen (*1943) - Luci serene e chiare (Nr. 5 aus den "Six Firesongs") - (auch im Abendkonzert am 19.05. - hier gab es minutenlangen stehenden Applaus - eine Superinterpretation und eine tolle Chorleistung - ich habe das Werk auf CD)
Traditionell - Didn't my Lord deliver Daniel - (sehr ansprechend und unmittelbar nach Lauridsen, so eine Flexibilität der Ausdrucksmöglichkeit)
Eric Whitacre (*1970) - A boy and a girl - (wie vor)
Traditionell (North Caroline) - I'am goin' away - (wie vor)




Am 20.05. standen für mich die beiden besten Chöre fest, ohne dass ich mich für einen ersten Preisträger entscheiden konnte. (Ich versichere, meine Einschätzungen nicht der Entscheidung der Jury angepasst zu haben.)

Bei dem Kammerchor Saarbrücken war für mich deutlich hörbar, dass Georg Grün, der Gründer des Chores in 1990, nach wie vor Chorleiter ist, was zu einem gegenseitig sehr vertrauten Umgang führt und sich unzweifelhaft in ausgezeichneten Interpretationen äußerte; seine umfassende Hochschulausbildung tut wohl ein Übriges.

Seit 2002 leitet Betsy Cook Weber den Universitätschor von Houston (sie ist dort Professorin für Musik und Chorstudien) , das sind zwar "nur" 11 Jahre, aber doch das 2- und 3-fache der Chorleiterzeit bei den übrigen Chören (die z. T. nur zu einer Probenphase im Sommer und 6 weiteren Probenwochenenden zusammen kommen, also keine kontinuierliche Probenarbeit haben.)


Am 21.05. 14 Uhr fand die Preisbekanntgabe statt:

Den 1. Preis teilen sich der Universitätschor von Houston und der Kammerchor Saarbrücken.

Den Sonderpreis der Carl-Orff-Stiftung für die beste Interpretation einer Uraufführung während des Wettbewerbs erhält der Kammerchor Saarbrücken.

Den "Gustave Charlier-Anna Maroye Prize" für die beste Interpretation eines geistlichen Werkes erhält der Universitätschor von Houston.


Das Pflichtwerk von Reger - gesungen von allen teilnehmenden Chören, eine Klangorgie mit ca. 300 Chorsängern/innen. - eröffnete das Preisträgerkonzert (es gab auch einen 2. und 3. Preis, einen weiteren Sonderpreis und den Publikumspreis) am 22.05. um 17 Uhr. Den Abschluss bildete ebenfalls Reger in der überragenden Interpretation des Kammerchors Saarbrücken.

Viele Grüße
zweiterbass
Wer die Musik sich erkiest, hat ein himmlisch Gut bekommen (gewonnen)... Eduard Mörike/Hugo Distler

zweiterbass

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Freitag, 31. Mai 2013, 21:58

Hallo,

Thomas Weelkes (1575 - 1623) - "Hosanna to the Lord of David"

http://www.youtube.com/watch?v=IQ2JcN-tgI8
Zu den Kommentaren bei youtube: Das Tempo ist nicht zu schnell - Text! - die Orgelbegleitung ist tatsächlich entbehrlich

Diese Aufnahme stammt nicht vom 13. Int. Kammerchorwettbewerb (dort sang es der "University of the Philippines Manila Chorale"- ohne Orgelbegleitung) - es soll nur ein Beispiel geben und die Zeit überbrücken, bis Aufnahmen vom diesjährigen Kammerchorwettbewerb bei youtube eingestellt werden; sobald dies erfolgt ist, werde ich das nachholen.

Viele Grüße
zweiterbass

Nachsatz, am Rande bemerkt: Bei der vorletzten Motette des Windsbacher Knabenchores in St. Lorenz, Nürnberg, wurden von 6 aufgeführten Chorwerken auch 3 mit der Orgel begleitet, obwohl das der Chor überhaupt nicht nötig hat, im Gegenteil, er ist für seinen absolut intonationsreinen A-Cappella-Gesang weit über Bayern hinaus bekannt. Ich weiß nicht, wie viel Interventionen Windsbach bekam, die letzte Motette sang der Chor wieder nur A-Cappella.
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zweiterbass

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Freitag, 10. Januar 2014, 23:17

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zweiterbass

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Montag, 13. Januar 2014, 17:37

Hallo,

Youtube-Links mit dem "University of Houston Moores School Concert Chorale", der sich den 1. Preis mit dem "Kammerchor Saarbrücken" teilte.

https://www.youtube.com/watch?v=jZsyZB-Z7l4

https://www.youtube.com/watch?v=hhni8hKTj0I

https://www.youtube.com/watch?v=U2aIltP7lko

https://www.youtube.com/watch?v=__NIuaCMYG8
Eigentlich wollte ich hier Lauridsen einfügen (siehe meinen 1. Beitrag), aber dafür gibt's keinen Link; die unglaubliche Wandlunsfähigkeit des Chores binnen 1/2 Minute ist äußerst bewundernswert.

https://www.youtube.com/watch?v=VWT1Jc9c6-E

Viel Freude bei dieser Chormusik.

In Erinnerung an diese wunderbaren Tage grüßt
zweiterbass
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m-mueller

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Dienstag, 21. Januar 2014, 00:14

Donnerwetter, der Chor aus Houston ist RICHTIG gut.

Danke für den Link !!!

m-mueller

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Dienstag, 21. Januar 2014, 22:49

Habe heute mal alle Deine Links und noch einen Großteil der ansonsten hochgeladenen Stücke gehört, zum Teil mehrfach. Wunderbar! Auch der Kammerchor Saarbrücken ist grandios, wobei ich den Texanern allerdings doch die Krone zuerkennen würde.

Zum Teil jedenfalls bezaubernde Musik, und ich möchte Ligeti ausdrücklich einschließen. Schade, daß der Lauridsen nicht online ist. Den mir bis dato unbekannten Rihards Dubra möchte ich ganz besonders hervorheben.

https://www.youtube.com/watch?v=__NIuaCMYG8


Die Tontechnik stößt an zum Teil enge Grenzen - bei "Abendlied" von Rheinberger wird deutlich jenseits der Dynamik der Aufnahmegeräte gesungen, das ist schon so verzerrt, daß mein bei höheren Pegeln um die Hochtöner fürchten muß. Aber das nur ein winziger Wermutstropfen, und auch nur, weil ich das Lied gerade ganz besonders mag.