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Fiesco

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211

Sonntag, 12. November 2017, 06:49

Hallo dr..pingel, Kinderstück hat natürlich recht mit seiner Aussage über die "Unbefleckte Empfängnis" es geht um Maria!

Siehe hier!

LG Fiesco
Die Tonkunst begrub hier einen reichen Besitz, aber noch viel schönere Hoffnungen.

Grillparzers Worte auf der Reliefplatte Schuberts.

dr.pingel

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212

Sonntag, 12. November 2017, 13:27

Danke für den Hinweis! Ihr habt natürlich Recht. Katholische Theologie war nie meine Stärke.
Der Wolf frisst gezählte Schafe auch (Martin Luther)

dr.pingel

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213

Donnerstag, 7. Dezember 2017, 18:29

Der/die beste Geiger(in) der Welt

Frank Peter Zimmermann, Hilary Hahn, Daniel Hope und Janine Jansen treffen sich anlässlich des Wiener Opernballs in einer gemütlichen Kneipe. Nach der 4. Flasche Veltliner streiten sie sich scherzhaft darüber, wer der beste Geiger oder die beste Geigerin der Welt sei. Sie sind verabredete mit einem bekannten Wiener Wahrsager, der nicht genannt sein will. Er soll Yehudi Menuhin im Jenseits die obige Frage stellen. Nach einer Stunde fragen die Virtuosen: "Nun, hat er geantwortet?"
Das Medium: "Er hat!" "Und, wer ist der beste Geiger der Welt?" "André Rieu!"
Der Wolf frisst gezählte Schafe auch (Martin Luther)

dr.pingel

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214

Dienstag, 12. Dezember 2017, 15:00

Petra Morsbach Opernroman

Streng genommen gehört dieser Artikel in das Thema "Was lese ich gerade?" Das ist allerdings eines der schnellsten Rotationsthemen; ich habe meine Pferdchen lieber im eigenen Pferch.
Petra Morsbach wurde 1956 in Zürich geboren; sie studierte Theaterwissenschaft und Slawistik und arbeitete eine Zeitlang in Russland.
"Charakteristika von Petra Morsbachs Erzählen sind: Genaue Darstellung verschiedener Milieus..." (Wikipedia). In der Tat ist es faszinierend, wie sie sich in bekannte und fremde Welten hineindenkt. Da gibt es z.B. den Roman "Gottesdiener" über das Leben eines katholischen Priesters (von dem ich gelernt habe, warum viele Priester Alkoholiker sind). Ein Roman beschäftigt sich mit den Problemen eines Reiterhofes, ein weiterer mit dem Schicksal eines Cembalospielers. Ein hoch interessantes Buch ist der "Opernroman", in dem in verschiedenen Kapitel das Geschehen hinter der Bühne an einem fiktiven Opernhaus dargestellt wird; hier spricht sie aus erster Hand, weil sie viele Jahre am Theater gearbeitet hat (bis heute weiß ich aber noch nicht, was eine Nullgasse ist). Liebevolle Charakterporträts, dramatische Konflikte, traurige Abschiede, der verzweifelte Versuch, sich künstlerische nicht verbiegen zu lassen auch gegen die grausamen Sachzwänge. Das macht das Buch zu einem page turner. Dazu kommt eine sehr gute musikalische Sachkenntnis.
Vorrede: "Wann immer ich draußen erzähle, dass ich am Theater arbeite, sagen die Leute, man solle die Subventionen streichen", weiß Jan (das ist der Korrepetitor) zu berichten. "Und dann fragen sie empört nach Skandalen, Abfindungen und Riesengagen, von denen sie in der Zeitung gelesen haben. Sie schimpfen auf die Kunst, weil sich die Künstler schlecht benehmen (aktuelles Beispiel James Levine. Dr. Pingel). Das tun Künstler wirklich. Aber was hat das mit der Kunst zu tun? Kunst ist Harmonie, ist Gnade. Künstler aber sind bloß Menschen..."
Regietheater am Beispiel der Inszenierung von "Figaros Hochzeit", die ein Gastregisseur namens Glitter betreut. Die Japanerin Kazuko singt die Gräfin. "Die Gräfin, eröffnet der Regisseur der Sängerin, ist ein saufendes Wrack. Ja, er wisse, dass alle sie als sentimentale Gesellschaftsdame sehen, stets zu Liebe und Verzeihung bereit; aber das sei die Regenbogenvariante, das Leben sei anders. Mozart habe aber kein saufendes Wrack komponiert, gibt Kazuko zu bedenken.
... Der Regisseur Glitter scheint gerne zu diskutieren. Babs, die Regieassistentin, die schon viele Regisseure beobachten konnte, hat schlechte Erfahrungen mit diesem Symptom: Wer quatscht, will nicht arbeiten....
Kazuko hört höflich zu. Ihre Devise lautet: Kräfte sparen, bloß kein Widerstand zu falschen Zeit. Vielleicht wird sie auf den Proben ein bisschen torkeln müssen, na gut; in der Premiere macht sie dann, was sie will.
"Zur Bühne", sagt Glitter. Er zeigt auf das riesige Ehebett, das einzige Versatzstück in dieser Szene. "Du stehst an den Bettpfosten gelehnt zu Beginn deiner Arie. Besoffen und mit gekreuzten Beinen. Eine leere Schnapsflasche in der Hand. Fünf weitere leere Flaschen kullern um sie auf dem Boden rum!"
Den neuen Roman von Petra Morsbach, "Justizpalast", kenne ich noch nicht; er hat sehr positive Besprechungen bekommen, u.a. von Heribert Prantl.
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dr.pingel

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215

Donnerstag, 14. Dezember 2017, 19:10

Dr. Pingel´s Lieblingswitze

1. Ein Mitarbeiter des FBI soll im Trump-Tower einen US-Spion treffen und eine Botschaft abgeben. Es wird ihm eingeschärft, dass er sich extrem vorsichtig verhalten muss, um diesen Spion nicht zu enttarnen. Er fragt den Pförtner: "I´m looking for a Mr. Lieberman!" Pförtner: "We have two, Mr. Lieberman, the dentist, and Mr. Lieberman, the spy!"

2. Im galizischen stetl um die Jahrhundertwende geht ein Jude in eine Fleischerei. Er zeigt auf einen Schinken und sagt: "Ich hätte gern 500 g von dem Fisch da!" Verkäufer: "Das ist ein Schinken und kein Fisch!" "Ich will nicht wissen, wie Sie ihm nennen, ich will den Fisch!"

3. Elbphilharmonie. Konzert mit, sagen wir, der 2. von Brahms. Mitten im 2. Satz eine laute Stimme: "Ist ein Arzt im Haus? Ist ein Arzt im Haus?" Ein Arzt springt auf und zeigt sich. Die Stimme: "Ist das nicht wunderbare Musik, Herr Kollege?"

4. Metropolitan Opera New York. Mitten während einer Oper springt eine Frau auf und ruft: "Is there a doctor in the house?Is there a doctor in the house?" Einige Personen springen auf. Die Frau: "I have a daughter for you!"

5. Gast zum Kellner: "How do you prepare your chicken?" Kellner: "Oh, nothing special: we tell them they´re gonna die!"

6. How do young women get their minks (Nerz)? The same way minks do!
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dr.pingel

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216

Mittwoch, 3. Januar 2018, 21:49

Freunde der italienischen Oper

Wie Dr. Pingel in einem geheimen Interview mit dem Intendanten der Deutschen Oper am Rhein erfuhr, wird man dort ab der nächsten Spielzeit nur noch italienischen Belcanto spielen, also alles aus dem 19. Jh. Der Intendant berief sich dabei auf eine Hauptquelle, nämlich die regelmäßige Lektüre des Klassikforums "Tamino". "Dort gibt es eine große Mehrheit, die nur noch italienische Oper hören will. Gut, einige französische sind auch dabei, der Postillon von Longjumeau z. B. Hier wird die Schalke Arena zum Ort Longjumeau umgebaut; alle Bewohner, die singen können, machen mit. Dazu gibt es jede Menge von Eseln, Pferden, Postkutschen. Für diese Wagen wird sogar ein Wagenrennen wie in Ben Hur eingefügt. Für die Musik dieses Rennens sind Auszüge aus Pelléas und Mélisande vorgesehen."
Wie aber war Dr. Pingel dem Intendanten auf die Spur gekommen? Es war einfach, der Spielplan im Januar ist sozusagen schon das erste Anzeichen!
Gespielt werden auf der einen Seite (die bald verschwindet) Hänsel und Gretel, Die Zauberflöte und die Walküre. Den Grafen von Luxemburg zählen wir jetzt nicht.
Jetzt aber: Don Pasquale, Maria Stuarda, Un ballo in maschera, Tosca, Lucia di Lammermoor, Madama Butterfly.
Auf die Kritik Dr. Pingels, warum denn Norma und die Regimentstochter nicht auch auf dem Programm stünden, sagte der Intendant mit geheimnisvollem Lächeln: "Warten Sie nur ab!"
Der Wolf frisst gezählte Schafe auch (Martin Luther)