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hami1799

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Registrierungsdatum: 6. Februar 2012

301

Dienstag, 31. Dezember 2013, 22:37

Außerdem: sieh dir doch die ganze Literatur und Opernliteratur der Slawen an. Mord und Totschlag sind da noch geringe Vorkommnisse.


Ganz im Gegensatz zum Alten Testament, wo´s höchstens zum Nacktbaden, Steineschleudern und unerlaubter Ausreise kommt.

dr.pingel

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Beiträge: 4 163

Registrierungsdatum: 29. Juni 2009

302

Mittwoch, 1. Januar 2014, 11:09

Da muss ich dir Recht geben, gegen das Alte Testament sind die Slawen die reinsten Märchenerzähler. Das Tröstliche ist dies: die allermeisten Schauergeschichten des AT sind Projektionen von Gewalt, d.h. es gibt dafür keine historischen Belege, sondern sie wären gerne so böse gewesen, wie sie es dargestellt haben. Da sind die Slawen dann doch anders, die waren so böse.
"Zeitvernichtungsdienste wie Facebook, Twitter oder Instagram..." (Jaron Lanier, Computerexperte).
"Facebook ist von vorneherein als sozialer 'Validierungs-Feedback-Loop' angelegt gewesen, der die anthropologische Sehnsucht seiner Nutzer, von anderen Bestätigung zu erfahren, in Verweildauer umwandelt, die dann wiederum die Anzeigenkunden interessiert" (dieser Satz ist nicht von Peter Sloterdijk, sondern von Facebook-Mitbegründer Sean Parker).

Cartman

Profi

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Beiträge: 340

Registrierungsdatum: 30. März 2011

303

Mittwoch, 1. Januar 2014, 13:09

Silber für "Die verkaufte Braut"

Monteverdi: Poppea
Monteverdi: Orfeo
Mozart: Entführung
Mozart: Zauberflöte
Beethoven: Fidelio
Mendelssohn: Die Heimkehr aus der Fremde
Lortzing: Zar und Zimmermann

Offenbach: Hoffmanns Erzählungen
Smetana: Die verkaufte Braut
Wagner: Parsifal
Verdi: Rigoletto
Verdi: Aida
Humperdinck: Hänsel und Gretel
Mussorgski: Boris Godunow
Puccini: Tosca
Puccini: Turandot
Strauss: Salome
Strauss: Rosenkavalier
Orff: Orpheus (nach Monteverdi)


And the winner is Hoffmanns Erzählungen! So sehr ich auch Die verkaufte Braut mit ihrer heiter-melancholischen Stimmung mag, so habe ich letztendlich doch dem "Hoffmann" die Goldmedaille überreicht. Da spricht einerseits der Germanist aus mir (der an der Universität in Bamberg öfters mal mit dem Thema E.T.A. Hoffmann konfrontiert wurde) und andererseits sehe ich in Offenbachs Oper geradezu eine symbolische Bedeutung: Genau so wenig, wie es eine endgültige und damit definitve Fassung des Werkes gibt, genau so wenig werden sich die Teilnehmer dieses Threads - falls man ihn irgendwann neu auflegen sollte - jedes mal wieder auf die gleiche Siegeroper festlegen.

In diesem Sinne ein frohes und gesundes Neues Jahr euch allen!
Das Tagtägliche erschöpft mich!
LUDWIG VAN BEETHOVEN in einem Brief an seinen Neffen Karl

WolfgangZ

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Beiträge: 2 239

Registrierungsdatum: 16. April 2007

304

Mittwoch, 1. Januar 2014, 15:17

Meine Silbermedaille: Janacek: Aus einem Totenhaus

Und meine Goldmedaille: Korngold: Die tote Stadt

Die tödlichen Häufungen sind Zufall, scheinen aber in diesen Thread zu passen. :P

Euch allen ein schönes 2014!

:hello: Wolfgang
Lieber Fahrrad verpfänden denn als Landrat enden!

dr.pingel

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Beiträge: 4 163

Registrierungsdatum: 29. Juni 2009

305

Mittwoch, 1. Januar 2014, 17:34

Für Hoffmann ist das schon die 2. Nennung, für "Die tote Stadt" die erste.
Ich muss sagen, dass es jetzt schön spannend ist, aber ich beginne jetzt schon diesem Thema nachzutrauern.
Was Cartman sagt, scheint mir richtig zu sein: es wird nie dieselbe Siegeroper geben! Oder doch? Vielleicht machen wir im Sommer eine Neuauflage mit veränderten Bedingungen!
"Zeitvernichtungsdienste wie Facebook, Twitter oder Instagram..." (Jaron Lanier, Computerexperte).
"Facebook ist von vorneherein als sozialer 'Validierungs-Feedback-Loop' angelegt gewesen, der die anthropologische Sehnsucht seiner Nutzer, von anderen Bestätigung zu erfahren, in Verweildauer umwandelt, die dann wiederum die Anzeigenkunden interessiert" (dieser Satz ist nicht von Peter Sloterdijk, sondern von Facebook-Mitbegründer Sean Parker).

dr.pingel

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Registrierungsdatum: 29. Juni 2009

306

Montag, 6. Januar 2014, 20:13

Ich habe diesmal das "Schlaue Füchslein" als Lieblingsoper gewählt, weil es in unnachahmlicher Weise Freude und Trauer in Text und Musik vereint. Beispiel 1: die wunderbare Werbungsszene zwischen Fuchs und Füchsin (hier bevorzuge ich einen Alt als Fuchs, nicht einen Tenor). Beispiel 2: Unter fröhlichem Singen laufen die Fuchskinder (ein zauberhafter Kinderchor) auf die Bühne; Fuchs und Füchsin lagern sich, und er singt: "Wie viele Kinder wir hatten, Alte, weißt du´s?" Dann erscheint der Wilderer, und die Füchsin wird erschossen. Beispiel 3: In der Schlußszene fängt der Förster noch einmal ein kleines Füchschen - und so geht das Leben von vorne los. Beispiel 4: Nicht nur meine Lieblingsszene, sondern auch die des großen Janacek-Kenners Milan Kundera. Er hat das so schön formuliert, dass ich ihn hier nur zitieren muss:
"Eine Szene im Schlauen Füchslein hat mich besonders berührt: In der Gastwirtschaft im Wald plaudern der Förster, der Schulmeister und die Frau des Wirts; sie erinnern sich an nicht anwesende Freunde, den Wirt, der sich in der Stadt aufhält, der Pfarrer, der versetzt wurde und Heimweh hat, eine Frau, in die der Schulmeister verliebt war und die an diesem Tag heiratet. Das Gespräch ist völlig banal, der Orchesterpart ist jedoch von einer kaum erträglichen Wehmut, wodurch die Szene zu einer der schönsten Elegien wird, die je über die Vergänglichkeit der Zeit geschrieben worden sind."
"Zeitvernichtungsdienste wie Facebook, Twitter oder Instagram..." (Jaron Lanier, Computerexperte).
"Facebook ist von vorneherein als sozialer 'Validierungs-Feedback-Loop' angelegt gewesen, der die anthropologische Sehnsucht seiner Nutzer, von anderen Bestätigung zu erfahren, in Verweildauer umwandelt, die dann wiederum die Anzeigenkunden interessiert" (dieser Satz ist nicht von Peter Sloterdijk, sondern von Facebook-Mitbegründer Sean Parker).

Gerhard Wischniewski

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Registrierungsdatum: 7. April 2011

307

Montag, 6. Januar 2014, 20:13

Zwar sind die meisten schon fertig, aber ich habe festgestellt, dass ich noch nicht ganz allein "auf weiter Flur" stehe. Mindestens 3 Mitwirkende habe noch nicht ihren Favoriten benannt bzw. überhaupt weiter gestrichen. Also brauche ich mich nicht zwingen, in der Fortsetzung dieses Krimis mehr als drei Komponisten zu erschlagen. Dennoch freue ich mich, dass der "jüngste Tag" jetzt nahe ist und die Getöteten in Glorie wieder auferstehen. Heute müssen leider Bellini, Dvorak und Mascagni dran glauben.

Bellini: Norma
Bizet: Die Perlenfischer, Carmen
Cosma: Marius und Fanny
Donizetti: Anna Bolena, Der Liebestrank, Lucrezia Borgia, Lucia di Lammermoor, Maria Stuarda, Don Pasquale
Dvorak: Rusalka
Leoncavallo: Der Bajazzo
Mascagni: Cavalleria rusticana
Mozart: Die Entführung aus dem Serail, Die Hochzeit des Figaro, Don Giovanni
Offenbach: Hoffmanns Erzählungen
Puccini: Manon Lescaut, La Bohème, Tosca, Madame Butterfly, Die Schwalbe, Schwester Angelica, Turandot
Tschaikowski: Eugen Onegin, Mazeppa, Pique Dame
Verdi: Nabucco, Macbeth, Rigoletto, Der Troubadour, La Traviata, Ein Maskenball, Die Macht des Schicksals, Aida, Otello, Falstaff
Wagner: Der fliegende Holländer, Tannhäuser, Lohengrin, Die Meistersinger von Nürnberg, Rheingold

Liebe Grüße
Gerhard

Ich mache dringend darauf aufmerksam, dass die szenischen Vorschriften, wie sie in der Partitur mit großer Genauigkeit angegeben sind, mit skrupulöser Treue befolgt werden.
(Wagner in einem Brief zu seinem "Tannhäuser" an Stocks 1841)

Gerhard Wischniewski

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Registrierungsdatum: 7. April 2011

308

Mittwoch, 15. Januar 2014, 20:51

Obwohl ich noch drei endgültige Ergebnisse vermisse (m.joho, Klaus2 und Rodolfo) - oder habe ich die übersehen? - sehe ich mich nur noch allein dastehen. Daher habe ich mich widerwillig entschlossen, heute einen Massenmord zu begehen, damit der jüngste Tag endlich eintritt und meine lieben Getöteten wieder auferstehen können. Also streiche ich alles übrige und vergebe
die Bronzemedaille an
Lohengrin
soweit er sein Versprechen hält und sich nicht wieder in einen Rattengrin, Klassengrin, Baustellengrin oder gar Epilepsiegrin verwandelt,
die Silbermedaille an
Aida
und die Goldmedaille, auch wenn ich damit Liebestraum ärgern muss, wie eigentlich schon bekannt und von mir zu erwarten, an
Carmen
An dieser Oper reizt mich nicht nur die Musik, die von heiter bis melancholisch, von rasant und spritzig bis zum dramatischen Ausruf "La Mort" geht, die nach meiner Ansicht gut konstruierte, konsequente Handlung und die verschiedenen Charaktere: das unbändige Naturkind Carmen, freiheitsliebend reizvoll und verführerisch, daher zur bürgerlichen Liebe kaum fähig; der Don José mit seinen bürgerlichen Schwächen, der durch sie aus der Bahn geworfen wird; die naive Michaela; aber auch der überhebliche Escamillo. Hier ist nicht nur soviel Unterschiedliches zusammengebracht, sondern auch die Musik hat entsprechend unterschiedlichen Charakter. Und fast jedes Musikstück ist das, was man heute mit Hit bezeichnen würde, angefangen mit der Habanera und der Seguidilla über das Torerolied und Josés Blumenarie und die reizenden Zwischenspiele bis hin zu einem Stück, das mir persönlich besonders gefällt: Michaelas Air im dritten Akt.
Zu Carmen habe ich mir nicht nur einige Literatur, sondern auch noch manche andere Werke beschafft: Die von Guiraud zusammengestellten Carmen-Suiten für Orchester, die Carmen-Fantasie für Violine und Orchester von Sarasate, die Carmen-Suite von Rodion Schtschedrin für Streicher und Schlagzeug, die ich auch als Ballett auf DVD habe und auch live als Ballett erleben durfte, sowie das Carmen-Konzert von Peter Breiner für Gitarre und Orchester.
Und nun, meine anderen Lieben, kommt schnell wieder alle aus euren Löchern. Wir hoffen ja alle, dass Dr.Pingel nicht wieder so etwas Hinterhältiges mit uns vorhat.

Liebe Grüße
Gerhard
Ich mache dringend darauf aufmerksam, dass die szenischen Vorschriften, wie sie in der Partitur mit großer Genauigkeit angegeben sind, mit skrupulöser Treue befolgt werden.
(Wagner in einem Brief zu seinem "Tannhäuser" an Stocks 1841)

dr.pingel

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309

Freitag, 7. Februar 2014, 21:52

Der letzte macht das Licht aus

und das ist der, der das Licht angemacht hat, also Dr. Pingel.
Ich habe sehr viel Vergnügen an meinem Experiment gehabt. Auch die Länge und der Umfang haben mich nicht gestört. Die gestrichenen Opern liebe ich nach wie vor. Was mich entzückt hat, war der nette friedliche Ton hier (die einzige Ausnahme will ich durch Nennung des Namens nicht würdigen). Eine richtige Statistik kann es nicht geben, nur ein paar Beobachtungen.
Die erwartetsten Opern: chrissy (Aus einem Totenhaus), Gerhard (La Bohème), Dr. Pingel (Carmen). Na ja ,so ähnlich.
Der schnellste: Melante mit Alcina. Einzige Oper mit 2 Stimmen: Contes de Hoffmann. Dickste Liste: hami. Längste Liste: hami. Das liegt wohl daran, dass man im unwirtlichen Schweden die Zeit am besten mit Opernhören totschlägt.
Start 21.9.2013, Ende 7.2.2014.
Teilnehmer: Melante (Alcina), amadeus45 (Contes), La Roche (Tosca), musikwanderer (Don Giovanni), chrissy (Bohème. SURPRISE SURPRISE), hami (Tristan), timmiju (Meistersinger), dr. pingel (Das schlaue Füchslein), WolfgangZ (Die tote Stadt), Cartman (Contes), Gerhard (Carmen).

Ganz zum Schluss verfüge ich, dr. Putin pingel, dass die beste Oper natürlich, auch wenn das sonst keiner verstanden hat, meine ist:
DAS SCHLAUE FÜCHSLEIN :untertauch:
"Zeitvernichtungsdienste wie Facebook, Twitter oder Instagram..." (Jaron Lanier, Computerexperte).
"Facebook ist von vorneherein als sozialer 'Validierungs-Feedback-Loop' angelegt gewesen, der die anthropologische Sehnsucht seiner Nutzer, von anderen Bestätigung zu erfahren, in Verweildauer umwandelt, die dann wiederum die Anzeigenkunden interessiert" (dieser Satz ist nicht von Peter Sloterdijk, sondern von Facebook-Mitbegründer Sean Parker).

Gerhard Wischniewski

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310

Freitag, 7. Februar 2014, 22:08

Lieber Dr.Pingel,

Feigling! Sich einfach unter den Stuhl zu verkriechen, damit die anderen auf den Stuhl statt auf dich einschlagen.
Nein ist schon recht! Jeder hat eben seine Vorlieben, und wenn du nun das "Schlaue Füchslein" diktatorisch als beste Oper verfügst, ist das sicherlich nicht die schlechteste. Ich habe glücklicherweise auch alle meine Favoriten wieder reanimieren können. Und damit geht bei mir jetzt auch das Licht - zwar nicht im Hause, aber in diesem Thema - aus.

Liebe Grüße
Gerhard
Ich mache dringend darauf aufmerksam, dass die szenischen Vorschriften, wie sie in der Partitur mit großer Genauigkeit angegeben sind, mit skrupulöser Treue befolgt werden.
(Wagner in einem Brief zu seinem "Tannhäuser" an Stocks 1841)