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pianovirus

Anfänger

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1

Sonntag, 20. Oktober 2013, 00:51

Musikstücke in der Literatur

Ich bin auf der Suche nach ein paar Anregungen zu Romanen oder anderer Literatur, in welchen bestimmte Musikstücke eine besondere Rolle spielen.

Berühmt ist ja z.B. Beethovens op. 111 in Thomas Manns Doktor Faustus. Oder bei Dumas (Sohn), La Dame aux Camélias, die mehrfache Erwähnung von Webers Aufforderung zum Tanz.

Diese beiden Beispiele sollen zur Einleitung genügen; ich hoffe auf Tipps, Hinweise, Anregungen!

Beste Grüße,
pianovirus

Felix Meritis

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2

Sonntag, 20. Oktober 2013, 01:26

Das allerberühmteste Beispiel ist wohl Tolstois Kreutzersonate, welche ja selbst im Titel auf die 9. Violinsonate Beethovens Bezug nimmt. Witzig ist, dass Tolstoi genau dieselbe Meinung zum Werk hat wie ich: der erste Satz atemberaubend und von existenzieller Kraft, der zweite naja, der dritte öde. :pfeif:

WolfgangZ

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3

Sonntag, 20. Oktober 2013, 01:46



Die niederländische Autorin bezieht sich auf Janaceks berühmtes erstes Streichquartett, damit auf Tolstoi und so indirekt auch wieder auf Beethoven. Ein seltenes Phänomen - würde ich meinen.

:hello: Wolfgang
Lieber Fahrrad verpfänden denn als Landrat enden!

  • »Johannes Roehl« ist männlich

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4

Sonntag, 20. Oktober 2013, 10:14

Das allerberühmteste Beispiel ist wohl Tolstois Kreutzersonate, welche ja selbst im Titel auf die 9. Violinsonate Beethovens Bezug nimmt. Witzig ist, dass Tolstoi genau dieselbe Meinung zum Werk hat wie ich: der erste Satz atemberaubend und von existenzieller Kraft, der zweite naja, der dritte öde. :pfeif:


Rosen schreibt irgendwo sinngemäß, dass Beethoven niemals sonst ein solches Mischmasch als Sonate ausgegeben habe... ich finde die Sätze 2 und 3 trotzdem gut. Viele berühmte Komponisten haben keinen einzigen derart packenden Satz geschrieben wie den ersten der Kreutzer und selbst Beethoven konnte zu diesem Zeitpunkt seines Schaffens solch eine Intensität nicht durchhalten (ein paar Jahre später mit der Appassionata ist es gelungen).
Die wichtigere Meinung Tolstois ist aber doch wohl, dass besonders der erste Satz Musik ist, die eigentlich verboten gehört, weil sie zu verbotener Leidenschaft animiert.

Bei Thomas Mann wird man natürlich verbreitet fündig: Tristan in der gleichnamigen Erzählung, Walküre in "Wälsungenblut", Lohengrin (u. weitere Wagner-Opern) gegen Ende von Buddenbrooks; besseren Kennern fallen sicher noch mehr Beispiele ein. In Heinrich Manns "Untertan" ist ebenfalls eine Lohengrin-Aufführung wichtig. Klaus Manns Tschaikowsky-Roman "Symphonie Pathetique" ist wohl in einer Fassung sogar analog zu den Sätzen dieser Sinfonie organisiert (ich kenne aber nur eine andere und fand das Buch insgesamt nicht so außergewöhnlich). Bei (biographischen) Romanen über Musiker ist das aber wohl kaum erwähnenswert, dass Musikstücke oft eine große Rolle spielen. Ein m.E. sehr lesenswerter fiktiver Roman über Musiker, in dem u.a. Beethovens Klaviertrio c-moll eine Rolle spielt, ist Vikram Seths "An Equal Music" ("Verwandte Stimmen").

In Kunderas "Unerträgliche Leichtigkeit des Seins" kommen Beethovens späte Quartette vor, besonders das letzte (Muss es sein? Es muss sein!); an die Details kann ich mich aber nicht mehr erinnern.
Hesse: "Steppenwolf": Mozart als Inbegriff müheloser künstlerischer Produktion. Im "Glasperlenspiel" gehört polyphone Musik zur Ausbildung der Spielmeister, ich weiß aber nicht mehr, ob auf konkrete klassische Stücke Bezug genommen wird.

Dann natürlich "A clockwork orange" von Burgess; der hat auch noch ein Buch über die Eroica geschrieben, das ich aber nicht kenne.
PK Dicks "Martian Timeslip" heißt auf deutsch "Mozart für Marsianer"; besonders die g-moll-Sinfonie kommt vor; die Details weiß ich nicht mehr.

Es gibt hier unübersehbar viele, gerade wenn man "leichtere" Genres mit hereinnimmt. Und sei es nur, um bildungshuberisch einen gewissen Anspruch zu dokumentieren ;)

Cartman

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5

Sonntag, 20. Oktober 2013, 10:59

Choral des Todes

[am]978-3404160396[/am]

Dieser französische Thriller um "unschuldige" Chorknaben und absurde Nazizwerge kreist unter anderem um das Miserere von Allegri - so lautet auch der Originaltitel des Romans "Miserere". Um ehrlich zu sein, Grangé hat wesentlich bessere Bücher verfasst (Die purpurnen Flüsse; Der Flug der Störche, Das schwarze Blut), aber da es hier eben auch um ein Musikstück geht, habe ich es eben aufgelistet.
Übrigens: Falls man sich zur Lektüre von Grangés gelungenen Büchern entschließt, sollte man einigermaßen gute Nerven mitbringen...
Das Tagtägliche erschöpft mich!
LUDWIG VAN BEETHOVEN in einem Brief an seinen Neffen Karl

Dr. Holger Kaletha

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6

Sonntag, 20. Oktober 2013, 11:17

Eduard Mörike: Mozart auf der Reise nach Prag

Bei Mörike geht es um Mozarts Don Giovanni - Musik als etwas in ihrer Sinnlichkeit Bedrohliches und Dämonisches, Selbstzerstörerisches.

Schöne Grüße
Holger

T con brio

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7

Sonntag, 20. Oktober 2013, 13:35

Thomas Bernhard - Der Untergeher

In Thomas Bernhards Der Untergeher spielen Bachs Goldberg-Variationen, gespielt von Glenn Gould, eine tragende Rolle:

Prima con brio || Plattenschrank

pianovirus

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8

Sonntag, 20. Oktober 2013, 15:17

Ich möchte meinen großen Dank an Euch aussprechen für die vielen anregenden Vorschläge (vielleicht kommen ja noch weitere dazu!).

Ihr habt mich an einige Klassiker erinnert, die ich entweder noch nicht oder schon vor langer Zeit gelesen habe und mir nun noch einmal vornehmen möchte, und daneben einige Werke genannt, von denen ich noch nie gehört hatte (z.B. "Kreutzersonate" von Margriet de Moor mit der mehrfachen Referenz an Tolstoi und Beethoven; so etwas fasziniert mich immer).

Herzlichst,
pianovirus

Felix Meritis

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9

Sonntag, 20. Oktober 2013, 21:37

Nicht vergessen sollte man auch Franz Werfels Roman Verdi:Roman der Oper, in welchem er Verdis Schaffenskrise beschreibt, in die er durch Kennenlernen der Wagnerschen Musikdramen gestürzt worden war. Verdi verbringt einige Wochen in Venedig - zur selben Zeit als Wagner dort seine letzten Tage erlebt. Am Ende erlangt Verdi wieder seine alte Schaffenskraft und skizziert seinen Othello. Um ehrlich zu sein, das Buch ist nur für Werfel- oder Verdifans interessant. Ich bin ersteres ;) .


  • »Johannes Roehl« ist männlich

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10

Sonntag, 20. Oktober 2013, 21:58

Dieter Kühn: Beethoven und der schwarze Geiger
Eine imaginäre Afrikareise, die Beethoven mit dem Mulatten Bridgetower (für den die Kreutzer-Sonate komponiert wurde) unternimmt. Etwas bizarr, aber ganz witzig, wenn ich recht erinnere.

Alejo Carpentier: Barockkonzert
In dieser farbigen und surrealen Erzählung trifft ein südamerikanischer Reisender Händel, Scarlatti und Vivaldi in Venedig.

ETA Hoffmann: Alles Mögliche

pianovirus

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11

Montag, 21. Oktober 2013, 11:49

Nicht vergessen sollte man auch Franz Werfels Roman Verdi:Roman der Oper, in welchem er Verdis Schaffenskrise beschreibt, in die er durch Kennenlernen der Wagnerschen Musikdramen gestürzt worden war. Verdi verbringt einige Wochen in Venedig - zur selben Zeit als Wagner dort seine letzten Tage erlebt. Am Ende erlangt Verdi wieder seine alte Schaffenskraft und skizziert seinen Othello. Um ehrlich zu sein, das Buch ist nur für Werfel- oder Verdifans interessant. Ich bin ersteres ;) .

Ich bin beides! ;-)

Naja, um ehrlich zu sein habe ich bisher nur den "Abituriententag" gelesen. Aber sowohl Sprache als auch Geschichte haben mir sehr gefallen, so dass der Verdi-Roman ein guter Anlass ist, noch einen zweiten Werfel zu lesen. Ich habe mir das Buch gleich bestellt (und noch einige andere hier genannte, die ich noch nicht hatte), danke für den Tipp!

Dieter Kühn: Beethoven und der schwarze Geiger
Eine imaginäre Afrikareise, die Beethoven mit dem Mulatten Bridgetower (für den die Kreutzer-Sonate komponiert wurde) unternimmt. Etwas bizarr, aber ganz witzig, wenn ich recht erinnere.

Spannend! Von Dieter Kühn habe ich bisher nur "Clara Schumann: Klavier" gelesen; im Gegensatz zu Deiner Empfehlung eine Biographie ohne imaginäre Elemente.

Ich bin gerade bei amazon über "Sonata Mulattica" von Rita Dove gestolpert; ein weiteres Werk zu Beethoven und Bridgetower, das zumindest der Form nach - ein Roman, bestehend aus 85 Gedichten - sehr außergewöhnlich wirkt:

Rheingold1876

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12

Montag, 21. Oktober 2013, 13:35

Lieber Felix, danke, dass Du den Verdi-Roman von Werfel genannt hast. Den habe ich vor vielen Jahren mit Begeisterung und Nachhaltigkeit gelesen. Ich war besessen von dem Gedanken, dass es sich so zugetragen hat. Dabei ist alles Erfindung, großartige Erfindung. Fortan habe ich alles gelesen von Werfel was sich fand. Den Musa Dagh sogar mehrmals, auch weil mich der geschichtliche Hintergrund interessiert . Ob ich den Verdi je nochmal vornehme, weiß ich nicht. In einem der Regale steht er für alle Fälle. Die starken Beschreibungen Venedigs haben mich noch mehr fasziniert als das Original, das ich erst später sah, und der steinalte Gritti ist mir als eine sehr seltsamsten Gestalten besonders gut in Erinnerung. Werfel verstand schon sehr viel von Verdi. Seine Übersetzungen von Libretti entfernen sich allerdings vom Original. Dennoch! Er hat großen Anteil an der Verdi-Renaissance in Deutschland.

Dir mein Gruß! Rheingold
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

Erda: "Alles, was ist, endet."

Felix Meritis

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13

Montag, 21. Oktober 2013, 13:54

Lieber Rheingold,

es freut mich, dass Du auch von Werfel so begeistert bist wie ich! Ich liebe nicht nur seine Sprache, sondern auch seine tiefe Menschenliebe, die aber nicht naiv sondern um die Schwächen des Menschen wissend ist. Deshalb berührt mich Werfel eigentlich mehr als irgendeiner der anderen großen Romanciers, die ich bewundere. Seine Liebe zu Verdi, und zu Italien überhaupt, ist für mich eine Facette seines lebensbejahneden Wesens.

Rheingold1876

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14

Montag, 21. Oktober 2013, 14:13

Ach, wie schön Du das sagst. Es ist das, was ich auch aus Werfel herausgelesen habe.
Es grüßt Rheingold (Rüdiger)

Erda: "Alles, was ist, endet."

Strano Sognator

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15

Montag, 21. Oktober 2013, 14:26

In Tomasi di Lampedusas meisterhaftem Zeitengemälde "Il Gattopardo" (früher in der deutschen Version nicht ganz richtig übersetzt als "Der Leopard") finden "Amami Alfredo" (aus Verdis Traviata) sowie die Arie des Edgardo "Tu a Dio spiegasti l'ali" (Lucia di Lammermoor) erwähnt. Sehr treffend werden Verdi und Bellini außerdem als "die immerwährenden Heilsalben der nationalen Wunden" bezeichnet, und zwar in einem Gespräch, in dem es um die nahezu unüberbrückbaren Gegensätze zwischen Nord-und Süditalien und die damit verbundenen Schwierigkeiten für eine innere Reichseinigung geht.
"Tatsachen sind die wilden Bestien im intellektuellen Gelände." (Oliver Wendell Holmes, 1809-94)

MSchenk

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16

Montag, 21. Oktober 2013, 21:26

Ich bin auf der Suche nach ein paar Anregungen zu Romanen oder anderer Literatur, in welchen bestimmte Musikstücke eine besondere Rolle spielen.

Vielleicht interessiert Dich dieser Thread: Uwe Tellkamp "Der Turm" - Endzeitroman der DDR und Roman der Musik.
mfG Michael

Eine Meinungsäußerung ist noch kein Diskurs.

  • »Johannes Roehl« ist männlich

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17

Montag, 21. Oktober 2013, 21:51

Zu italienischer Oper und Risorgimento fällt mir noch ein (wobei ich das Buch als spannend und lesenswert in Erinnerung habe, aber nicht mehr weiß, inwieweit Musik eine Rolle spielt): Gesualdo Bufalino: Die Lügen der Nacht


Reinhard

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18

Montag, 21. Oktober 2013, 22:05

Dies sollte hier auch nicht fehlen:






 
Einer acht´s - der andere betracht´s - der dritte verlacht´s - was macht´s ?
(Spruch über der Eingangstür des Rathauses zu Wernigerode)

Schneewittchen

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19

Montag, 21. Oktober 2013, 23:08

,
Tiziano Scarpa: Stabat Mater
Dieser Roman bezieht sich auf Vivaldis "Stabat Mater".
mfG
Michael

Schneewittchen

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20

Montag, 21. Oktober 2013, 23:24

,
Robert Schneider: Schlafes Bruder
J.S.Bach: „Komm, o Tod, du Schlafes Bruder“ aus der Kantate "Ich will den Kreuzstab gerne tragen"
mfG
Michael

dr.pingel

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21

Montag, 21. Oktober 2013, 23:40

Ich glaube, dass ich hinlänglich als Grass-Verächter ausgewiesen bin (was für Böll und Walser auch zutrifft) - aber Grass hat ein Buch geschrieben, das ich schon 5x gelesen habe - "Das Treffen in Telgte" - ,vor allem die Ausgabe mit den Barockgedichten. Ein großes Manko unserer Literaten und Literaturkritiker ist , dass sie nichts von Musik verstehen. Marcel Reich - Ranicki und Grass sind hier die großen Ausnahmen. Nach dem Erscheinen vom "Treffen in Telgte" hat Grass seinen Kritikern vorgehalten, dass sie den zentralen Punkt nicht verstanden hatten - das Auftreten von Heinrich Schütz, der von den Dichtern Texte sucht, keine findet und zu den biblischen zurückkehrt. Leider kann ich diesen Aufsatz nirgendwo mehr finden.
(Weisheit der Brahmanen)
Die Tage sehen wir, die teuren, gerne schwinden,/um etwas Teureres herangereift zu finden:/ ein seltenes Gewächs, das wir im Garten treiben,/ ein Kind, das wir erziehn, ein Büchlein, das wir schreiben.
(Friedrich Rückert)

Schneewittchen

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22

Montag, 21. Oktober 2013, 23:40

,
Thomas Mann: Doktor Faustus
L.v.Beethoven: Klaviersonate op. 111
mfG
Michael

Portator

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23

Donnerstag, 24. Oktober 2013, 12:58

Maarten ´t Hart - Das Wüten der ganzen Welt

Es ist erst einige Jahre her, dass dieser Roman auf den Charts der am besten verkauften Bücher ganz oben stand:



Es ist in weiten Teilen ein Kriminalroman, aber Musik spielt in ihm eine große Rolle. Der Titel ist indirekt abgeleitet aus der Kantate BWV 80 "Ein feste Burg ist unser Gott" von Johann Sebastian Bach. Über diese Kantate heißt es in dem Buch, dass sie "das Wüten der ganzen Welt heraufbeschwört und dann wieder besänftigt".

LG

Portator

pianovirus

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24

Donnerstag, 24. Oktober 2013, 13:38

An Euch alle: Auch wenn ich nicht auf alle Beiträge einzeln eingehe, möchte ich mich noch einmal kurz für die zahlreichen Anregungen bedanken. Ich bin gerade fleißig am Bestellen und Bücherkistenwühlen...

In Tomasi di Lampedusas meisterhaftem Zeitengemälde "Il Gattopardo" (früher in der deutschen Version nicht ganz richtig übersetzt als "Der Leopard") finden "Amami Alfredo" (aus Verdis Traviata) sowie die Arie des Edgardo "Tu a Dio spiegasti l'ali" (Lucia di Lammermoor) erwähnt. Sehr treffend werden Verdi und Bellini außerdem als "die immerwährenden Heilsalben der nationalen Wunden" bezeichnet, und zwar in einem Gespräch, in dem es um die nahezu unüberbrückbaren Gegensätze zwischen Nord-und Süditalien und die damit verbundenen Schwierigkeiten für eine innere Reichseinigung geht.

Dieses Buch, von dem ich noch nie zuvor gehört hatte ( :S ), hat mich ganz unabhängig von der Verbindung zur Musik gleich neugierig gemacht. Ich habe gesehen, dass es auch in der Reclam-Fremdsprachentext-Reihe erscheint, aber trotz der in diesen Bänden enthaltenen Hilfestellungen ist das für mich als Italienisch-(Noch-)Anfänger sicher noch ein paar Nummern zu groß, so dass ich mich vorerst wohl doch mit einer Übersetzung begnügen muss.


Felix Meritis

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25

Donnerstag, 24. Oktober 2013, 14:39

Maarten t'Hart ist natürlich eine nie versiegende Quelle an Bezügen zwischen Literatur und Musik. Mein Leiblingsbuch von ihm ist "Die Netzflickerin", in dem ein mendelssohnverehrender ( ;) ) Apotheker unter dem Verdacht steht mit der deutschen Beatzungsmacht kollaboriert zu haben. Der Roman ist strukturell der Sonatenhauptsatzform nachgebildet: Exposition - Durchführung - Reprise.


Schneewittchen

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26

Samstag, 26. Oktober 2013, 19:24


In den 3 Bänden von "Shades of Grey" gibt es nicht nur erotische Höhepunkte sondern auch musikalische, die als Appetithäppchen auf einer CD zusammengefasst wurden. Sowohl Buch wie auch CD machen Lust auf mehr. Was auf dieser Klassik-CD nur in Ausschnitten zu hören ist, kann ausführlich auf entsprechenden CDs mit den kompletten Werken gehört werden.
mfG
Michael

Schneewittchen

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27

Samstag, 26. Oktober 2013, 19:42


In dem Roman von Anna Enquist "Kontrapunkt" spielen die Goldberg-Variationen von J.S. Bach eine nicht unbedeutende Rolle.
mfG
Michael

MSchenk

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28

Sonntag, 27. Oktober 2013, 00:50



Habe ich nicht gelesen, aber der titelgebende Dirigent ist Karl Eliasberg und es geht u.a. um die Uraufführung Schostakowitschs 7ter.
mfG Michael

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JLang

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29

Sonntag, 27. Oktober 2013, 09:24

Ich würde an dieser Stelle auf Gert Jonke, Sanftwut oder der Ohrenmaschinist. Eine Theatersonate hinweisen.
Es ist ein Theatertext über die Arbeit Beethovens an der "Großen Sonate für das Hammerklavier" (op. 106)
Ich habe das Stück einmal auf der Bühne gesehen und war sehr angetan.
Zu erhalten im "Verlag der Autoren".

Mit bestem Gruß
JLang
Gute Opern zu hören, versäume nie
(R. Schumann, Musikalische Haus- und Lebensregeln)

Marnie

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30

Dienstag, 29. Oktober 2013, 02:39

In Murakamis 1Q84 wird immer wieder die Sinfonietta von Janacek gespielt.
Erstmalig im ersten Kapitel, anschließend wird sie mehrfach im Buch wiederholt.
Viele Grüße,

Marnie