Sie sind nicht angemeldet.


JPC Amazon

Free counters!

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Tamino Klassikforum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

m-mueller

Prägender Forenuser

  • »m-mueller« ist männlich
  • »m-mueller« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3 228

Registrierungsdatum: 9. Januar 2007

1

Dienstag, 19. November 2013, 00:51

Mehr Fugen

Nachdem die "besten Fugen" allmählich ausgehen, ist das Thema dennoch lange nicht erschöpft.

Wenn Euch irgendwo also eine Fuge über den Weg läuft, zumal außerhalb des Barock, bitte posten.

Ich fange mal mit einer sehr alten Fuge an: Haec Dies (Das ist der Tag ... den der Herr gemacht hat...), geschrieben von William Byrd, der allerdings mehrere Fassungen komponiert hat - diese hier ist die Fassung für 6 Stimmen.

Man könnte es zunächst für einen Kanon halten (der ja zunächst nichts anderes ist als eine spezielle Fuge, eine Fuge ohne Freiheiten sozusagen), aber dafür sind dann zu viele Variationen drin.

http://www.youtube.com/watch?v=lcZA6rIOotc

zu finden auf dieser CD




sowie dasselbe Stück, diesmal gesungen von den King´s Singers

http://www.youtube.com/watch?v=yxWMB3H3mf8

zu finden hier


  • »kurzstueckmeister« ist männlich

Beiträge: 6 665

Registrierungsdatum: 16. Januar 2006

2

Dienstag, 19. November 2013, 11:10

Nachdem die "besten Fugen" allmählich ausgehen, ist das Thema dennoch lange nicht erschöpft.

Wenn Euch irgendwo also eine Fuge über den Weg läuft, zumal außerhalb des Barock, bitte posten.
Ich habe schon Deinen alten Thread so verwendet.

m-mueller

Prägender Forenuser

  • »m-mueller« ist männlich
  • »m-mueller« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3 228

Registrierungsdatum: 9. Januar 2007

3

Freitag, 22. November 2013, 11:41

Zitat KSM

"Ich habe schon Deinen alten Thread so verwendet."

Zitat Ende


Schon klar, aber der erste Thread wurde auch zu lang und damit zu unübersichtlich.

Auch wenn ich mit Byrd angefangen bin, in diesem Thread möchte ich mich zunächst einmal auf Naheliegendes stürzen: Bachs Orgelwerk.

Da sind die Fugen jedenfalls nicht so klar an einer Perlenschnur aufgereiht wie beim WTK: man muß sie einzeln aufspüren, es sei denn, sie heißen auch schon irgendetwas in Richtung Fuge, dann fällt es natürlich leichter. Ich strebe Vielfalt an, wenn auch nicht unbedingt Vollständigkeit.

Ich höre mich durch das komplette Orgelwerk anhand der folgenden Gesamtaufnahme:

,

die einen guten Organisten und hervorragende Orgeln aufweist, wenn auch dem Tonmeister nach meinem Geschmack manchmal etwas zu viel Brillanz untergekommen ist (z.T. ganz leichte Schärfen in den Höhen).

Mitstreiter sind jederzeit herzlich willkommen.

m-mueller

Prägender Forenuser

  • »m-mueller« ist männlich
  • »m-mueller« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3 228

Registrierungsdatum: 9. Januar 2007

4

Freitag, 22. November 2013, 11:44

ganz nett: BWV 677, Fughetta super - Allein Gott in der Höh sei Ehr

http://www.youtube.com/watch?v=EXbYeNxgJVs

ordentlicher Klang, ordentliches Spiel

weiß irgendwer, was das "super" im Titel bedeutet?

m-mueller

Prägender Forenuser

  • »m-mueller« ist männlich
  • »m-mueller« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3 228

Registrierungsdatum: 9. Januar 2007

5

Freitag, 22. November 2013, 12:07

BWV 676 ist ebenfalls eine Fughetta super und bezieht sich auf denselben Choral wie BWV 677, also zwei nebeneinanderliegende BWV-Nummern, die weitgehend denselben Namen tragen (nur durch die Tonart auseinanderzuhalten).

Führt vermutlich häufiger zu Verwechselungen.

m-mueller

Prägender Forenuser

  • »m-mueller« ist männlich
  • »m-mueller« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3 228

Registrierungsdatum: 9. Januar 2007

6

Freitag, 22. November 2013, 12:28

Auch weitere Stücke der 3. Clavierübung beziehen sich auf denselben Ursprung, z.B. BWV 680 und 681.

Dabei ist 680 eine astreine (und sehr schöne Fuge), wobei das im Titel nirgends auftaucht, 681 heißt erneut Fughetta super, ist aber m.E. deutlich weniger "fugig" als 680.

Hier also 680:

http://www.youtube.com/watch?v=aiVA5wuRalY

m-mueller

Prägender Forenuser

  • »m-mueller« ist männlich
  • »m-mueller« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3 228

Registrierungsdatum: 9. Januar 2007

7

Freitag, 22. November 2013, 13:05

Eine weiter Fuge ist BWV 686, sie nennt sich Choralpräludium "Aus tiefer Not schrei ich zu Dir".

Auch hier ist wieder die beste Version, die ich bei YouTube gefunden habe, von Kay Johannsen.

http://www.youtube.com/watch?v=LDN4uznAtv0

  • »Johannes Roehl« ist männlich

Beiträge: 11 228

Registrierungsdatum: 12. August 2005

8

Freitag, 22. November 2013, 14:21

"super" heißt hier meines Wissens ganz wörtlich und einfach "über", also Fuge mit $Choralmelodie als Thema

m-mueller

Prägender Forenuser

  • »m-mueller« ist männlich
  • »m-mueller« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3 228

Registrierungsdatum: 9. Januar 2007

9

Freitag, 22. November 2013, 20:33

@ JR:

Danke für die Aufklärung.

Übrigens ist BWV 686 die einzige Bach-Fuge außer dem Ricercar aus dem Musikalisches Opfer, in dem 6 Stimmen vorkommen. Man liest, sie sei recht schwer zu spielen - aber sie hört sich gut an !!

m-mueller

Prägender Forenuser

  • »m-mueller« ist männlich
  • »m-mueller« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3 228

Registrierungsdatum: 9. Januar 2007

10

Samstag, 23. November 2013, 00:39

Eine große, wenn auch wohl in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannte Fuge, ist das Abschlußstück des dritten Teil der Klavierübung: die Fuge zu BWV 552.

Die Übung wird eröffnet mit dem Präludium Es-Dur, BWV 552, und - zwei CDs später - mit der Fuge Es-Dur BWV 552 geschlossen.

Mir ist in der Musikliteratur kein anderes Stück bekannt, daß derart auseinandergerissen ist. Oder hat Bach es gar nicht als einheitliches Stück komponiert, sondern dieselbe Nummer wurde von Adepten später hinzugefügt?

Hier jedenfalls die Fuge 552

http://www.youtube.com/watch?v=Wkw0XSTV7C4

  • »Johannes Roehl« ist männlich

Beiträge: 11 228

Registrierungsdatum: 12. August 2005

11

Samstag, 23. November 2013, 10:08

Ich weiß zuwenig über die Tradition und den Gebrauch solcher Orgelsammlungen wie Clavierübung III. Aber es ist meines Wissens unbestritten, dass Präludium&Fuge Es-Dur zusammengehören. Die Sammlung der Orgelstücke wäre ohnehin kaum komplett mit Präl. und Fuge als "Rahmen" gespielt worden, wie heute auf CDs. (Auf meinen beiden Aufnahmen von Clav III sind sie auf derselben CD, als erstes und letztes Stück, weil von den Choralbearbeitungen manche auf die zweite verschoben wurden.)
Ich habe auch keine Ahnung, bei welchen Gelegenheiten Bach seine anderen langen Toccata/Präludium & Fuge-Paare gespielt hätte. Vielleicht doch ebenfalls eher getrennt (etwa am Anfang und Ende eines Gottesdienstes). Zwar sind die sonst etwas kürzer als BWV 552, aber zusammen meist immer noch zu lang als Eingangsmusik für einen Gottesdienst, vermute ich.
Ansonsten werden auf CD-Anthologien die beiden Stücke normalerweise zusammen gespielt. Und meinem Eindruck nach gehören sie zu der Handvoll bekanntester und meistaufgenommener Orgelpärchen Bachs, gleich nach der ominösen d-moll.

m-mueller

Prägender Forenuser

  • »m-mueller« ist männlich
  • »m-mueller« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3 228

Registrierungsdatum: 9. Januar 2007

12

Samstag, 23. November 2013, 11:39

Vermutlich hast Du recht mit der Annahme, daß Toccaten und ihre Fugen nicht - zumindest nicht im Rahmen eines Gottesdienstes - zusammen gespielt wurden - werden sie ja heute auch nicht. Aber wahrscheinlich gab es wohl hinreichend Gelegenheit, sie auf Konzerten außerhalb von Gottesdiensten hintereinander weg zu Gehör zu bringen.

552 ist aber möglicherweise enger als andere Fugen an der Liturgie, da, wie das Booklet zum Corti ausführt, die Klavierübung in den beiden lutherischen Katechismen wurzelt, insofern auch die Doppelung vieler Stücke. Insofern hättest Du wohl bei 552 recht, weil, obwohl als Einheit komponiert, die beiden Teile typischerweise durch die Liturgie getrennt werden.

Bei der Bekanntheit möchte ich Dir allerdings widersprechen: ein kurzer Test bei Amazon (eingegeben: "Bach" und "Orgel") zeigt, daß vieles populärer ist als 552 - nur der nun nicht mehr ganz taufrische Walcha hat das Es-Dur-Pärchen im Angebot.

  • »Johannes Roehl« ist männlich

Beiträge: 11 228

Registrierungsdatum: 12. August 2005

13

Samstag, 23. November 2013, 13:00

Ich dachte, wir hätten schon mal einen Thread zu Clavierübung III im Forum gehabt; finde aber nichts. Die Choralbearbeitungen der "Orgelmesse" sind hier ja alle doppelt vorhanden, einmal für "große" Orgel, mit Pedal und einmal "manualiter" und auch meist kürzer und einfacher. Ich habe hier eine Aufnahme, auf der werden BWV 672-75 und die ungeraden Nummern von 677-689 als "petits chorals" (gegenüber den "grands chorals") bezeichnet und auf dem Cembalo gespielt.

()

Bzgl. BWV 552. Meine Aufnahmen von Bachs Orgelwerken sind über Jahre zusammengestoppelt, ohne systematisches Sammeln. Auf drei von vier Ein-CD-Anthologien ist das Werk enthalten (Power Biggs/Berlin Classics, Tachezi/Teldec, Kästner/Capriccio), in einer billigen 6-CD-Box mit Koopman ebenfalls (als erstes Stück auf der ersten CD), dazu kommen noch Weinbergers (cpo) und Brosses "Clavierübung III", sowie zwei Aufnahmen von Schönbergs Orchesterfassung.

m-mueller

Prägender Forenuser

  • »m-mueller« ist männlich
  • »m-mueller« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3 228

Registrierungsdatum: 9. Januar 2007

14

Samstag, 23. November 2013, 23:36

Eine der "großen" Fugen ist BWV 548, e-Moll.

Es gibt Transkriptionen von Reger und Gleichauf für 4-händig gespieltes Piano, sowie von Liszt für Piano.

Im englischsprachigen Bereich wird sie Wedge-Fugue genannt:
The Wedge Fugue" is the popular name given to the organ fugue from Prelude and Fugue in E minor (BWV 548) by Johann Sebastian Bach on account of the opening theme which starts with one note, then with two notes either side forming a minor third (a small interval) and then gradually widening to an octave.

Zum entsprechenden Stichwort "Keilfuge" liefert das Internet folgendes:

http://www.abek.at/download/spachtelung_keilfugen.pdf

Hier aber der Keil höchstselbst:

http://www.youtube.com/watch?v=idhHq1mn1XA

m-mueller

Prägender Forenuser

  • »m-mueller« ist männlich
  • »m-mueller« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3 228

Registrierungsdatum: 9. Januar 2007

15

Donnerstag, 5. Dezember 2013, 20:03

Übrigens hatte im Thread "Beste Fugen" Felix Meritis BWV 548 als sein Favorit bei den Orgelfugen benannt.

m-mueller

Prägender Forenuser

  • »m-mueller« ist männlich
  • »m-mueller« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3 228

Registrierungsdatum: 9. Januar 2007

16

Donnerstag, 5. Dezember 2013, 20:19

Eines der Stücke, bei denen Bach Ideen anderer Komponisten weiterverarbeitet hat, ist BWV 579. Es wird eine Komposition von Arcangello Corelli aufgegriffen.

Es ist eine schöne, etwas zurückhaltende Fuge draus geworden.

http://www.youtube.com/watch?v=QqCDM8i7EsY

m-mueller

Prägender Forenuser

  • »m-mueller« ist männlich
  • »m-mueller« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3 228

Registrierungsdatum: 9. Januar 2007

17

Donnerstag, 5. Dezember 2013, 23:51

Vermutlich eine recht frühe Komposition Bachs (1708 ?) ist BWV 574, das ebenfalls auf dem Thema eines anderen Komponisten beruht, und zwar eines Herrn Giovanni Legrenzi. Man hört, daß es sich nicht um eines der reiferen Spätwerke handelt.

http://www.youtube.com/watch?v=NY8bHz_nLnQ

m-mueller

Prägender Forenuser

  • »m-mueller« ist männlich
  • »m-mueller« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3 228

Registrierungsdatum: 9. Januar 2007

18

Freitag, 6. Dezember 2013, 00:11

Zur Abwechslung mal eine Orgelfuge (cis-Moll) von Johann Philipp Kirnberger, einem Zeitgenossen Bachs

http://www.youtube.com/watch?v=FYpSEzePxJI

Man hört dann doch recht schnell, daß da ein anderer als Johann Sebastian den Pinsel geschwungen hat.

Allerdings muß man Kirnberger zu Gute halten, daß er durch das Sammeln Bach´scher Choräle diese wohl vor dem Untergang bewahrt hat.

m-mueller

Prägender Forenuser

  • »m-mueller« ist männlich
  • »m-mueller« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3 228

Registrierungsdatum: 9. Januar 2007

19

Freitag, 6. Dezember 2013, 00:24

Naturgemäß hört man das bei Johann Ludwig Krebs, einem der Musterschüler Bachs - Bach soll einmal gesagt haben, er sei der einzige Krebs in seinem Bach - nicht mehr: Das Stück hier (Toccata und Fuge a-moll) hätte prinzipiell auch von J.S. sein können:

http://www.youtube.com/watch?v=a1193PIsjUc, Fuge ab 4:32


m-mueller

Prägender Forenuser

  • »m-mueller« ist männlich
  • »m-mueller« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3 228

Registrierungsdatum: 9. Januar 2007

20

Freitag, 6. Dezember 2013, 00:39

Wie völlig anders Orgelfugen aussehen (resp. sich anhören) können, erfährt man bei Max Reger (Symphonische Fantasie und Fuge), auf CD zu finden hier:



http://www.youtube.com/watch?v=3Ug_mREKxIM -

nicht eine meiner Favoriten, ich habe es mal wieder schwer, überhaupt den Fugencharakter herauszuhören.

m-mueller

Prägender Forenuser

  • »m-mueller« ist männlich
  • »m-mueller« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3 228

Registrierungsdatum: 9. Januar 2007

21

Freitag, 6. Dezember 2013, 00:51

Hier ist es noch schwerer: Reger, Fantasie und Fuge Op 135b,



http://www.youtube.com/watch?v=DuyF9XjNves, Fuge ab 7:24

Interessant, wie im leisen Teil der Fuge Leute in die Musik quatschen

m-mueller

Prägender Forenuser

  • »m-mueller« ist männlich
  • »m-mueller« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3 228

Registrierungsdatum: 9. Januar 2007

22

Montag, 9. Dezember 2013, 13:54

Anton Reicha (1770 bis 1836), ein böhmischer Komponist, hat im Rahmen einer Kompositionslehre einiges über Fugen geschrieben. Er hat aber auch selbst Fugen geschrieben, und zwar mindestens 36 für Klavier.



Es sind durchaus anhörenswerte dabei:

http://www.youtube.com/watch?v=ms4a5-Ije5Q

m-mueller

Prägender Forenuser

  • »m-mueller« ist männlich
  • »m-mueller« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3 228

Registrierungsdatum: 9. Januar 2007

23

Montag, 9. Dezember 2013, 14:19

Und noch eine Fuge mit Orchester, einmal mehr von Sardelli, der es als zeitgenössischer Komponist wagt, nicht nur völlig tonal, sondern sogar im Barockstil zu schreiben:

http://www.youtube.com/watch?v=oWHXUz2ArN4

Mir ist es allerdings nicht gelungen, eine CD dazu zu identifizieren.

m-mueller

Prägender Forenuser

  • »m-mueller« ist männlich
  • »m-mueller« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3 228

Registrierungsdatum: 9. Januar 2007

24

Samstag, 14. Dezember 2013, 22:00

Nochmal der Krebs im Bach...

eine nicht sehr schlechte Fuge, fällt allerdings gegenüber bachschen Fugen dann doch schon deutlich ab: Präludium und Fuge C-Dur

http://www.youtube.com/watch?v=H9l13bcz2-M

m-mueller

Prägender Forenuser

  • »m-mueller« ist männlich
  • »m-mueller« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3 228

Registrierungsdatum: 9. Januar 2007

25

Samstag, 14. Dezember 2013, 23:14

BWV 579, Fuge h-moll

http://www.youtube.com/watch?v=QqCDM8i7EsY

alles, was eine Bach-Fuge so braucht, auch wenn das Thema ursprünglich von Corelli ist...

  • »Johannes Roehl« ist männlich

Beiträge: 11 228

Registrierungsdatum: 12. August 2005

26

Sonntag, 15. Dezember 2013, 16:08

Ein anderer Meisterschüler des alten Bach war Wilhelm Friedemann. Der hat u.a. 1778 eine Sammlung von 8 Fugen (Cembalo oder Orgel) der Prinzessin Amalia gewidmet. Die mit Abstand längste daraus ist die 8., eine Doppelfuge in f-moll.

http://www.youtube.com/watch?v=m7cDmL2wAO0

Mozart (wahrscheinlich, die Autorschaft ist nicht ganz sicher, hat die f-moll für Streicher arrangiert und mit einem Vorspiel versehen, Fuge ab 4:14)



Weitere Fugen dieses Bach-Sohnes findet man auf youtube; besonders bemerkenswert ist die "Sinfonie", Adagio + Fuge d-moll für Streicher und Flöten.

tuonela

Schüler

  • »tuonela« ist weiblich
  • »tuonela« wurde gesperrt

Beiträge: 164

Registrierungsdatum: 4. Oktober 2006

27

Sonntag, 15. Dezember 2013, 16:56

Mal was anderes - zählt zu meinen Lieblingsstücken, auch wenns inhaltlich nicht "klassisch" ist:
http://www.youtube.com/watch?v=PrzQV_-WWwc

Gulda spielt das verschiedentlich, u. a. ist es im Album "The Complete Musician" enthalten.
"Waaaas, noch lauter?" - "Nein, ein wenig lauter."

m-mueller

Prägender Forenuser

  • »m-mueller« ist männlich
  • »m-mueller« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3 228

Registrierungsdatum: 9. Januar 2007

28

Sonntag, 22. Dezember 2013, 00:09

Jan Zach (1699 - 1773) ist nicht mit gerade vielen Kompositionen gesegnet gewesen, aber er hat eine durchaus anhörbare Orgelfuge geschrieben (Fuga in D-Dur). Zach stand am Übergang zwischen Barock und Frühklassik, was man, wie ich meine, auch dem Stück anhört. Von bachschen Fugen ist es schon ziemlich weit entfernt, dem Barock würde ich das Stück eher nicht zuordnen.

Jedenfalls ist die von J.R. weiter oben referenzierte Fuge von W.F. Bach, die wohl zu einer vergleichbaren Zeit wie die Fuge von Zach entstanden ist, wesentlich näher am Barock (und gefällt mir auch besser).

http://www.youtube.com/watch?v=AV5iMtknQr4

Es gibt eine CD: Complete Organ Works

JPC hat es gar nicht im Programm, das deutsche Amazon führt sie für sehr teuer Geld, aber das amerikanische bietet vernünftig bepreiste Gebraucht-Versionen an.


m-mueller

Prägender Forenuser

  • »m-mueller« ist männlich
  • »m-mueller« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3 228

Registrierungsdatum: 9. Januar 2007

29

Sonntag, 22. Dezember 2013, 00:32

ein bißchen Fugen-Theorie:

http://www.youtube.com/watch?v=3tU1PDS9kyI

m-mueller

Prägender Forenuser

  • »m-mueller« ist männlich
  • »m-mueller« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 3 228

Registrierungsdatum: 9. Januar 2007

30

Sonntag, 22. Dezember 2013, 00:58

Als Kontrast zu Zach eine Fuge, die wieder stark in barocken Strukturen verhaftet ist: Sardelli - Fuge für Fagott und Cembalo

http://www.youtube.com/watch?v=YWAsmfBI8fA