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Felix Meritis

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Registrierungsdatum: 8. Juli 2012

1

Montag, 23. Dezember 2013, 10:40

Aufnahmen des 21. Jahrhunderts — Felix Mendelssohn: Sinfonie Nr. 4 A-Dur op. 90, "Italienische"

Ich halte diese Threadserie "Aufnahmen des 21. Jahrhunderts" für sehr verdienstreich, vor allem als Mendelssohnianer. Gerade Mendelssohn ist ein Komponist, von dem in den letzten Jahren sehr viel eingespielt worden ist. Ich möchte hier einen kleinen Überblick über die Einspielungen der "Italienischen Symphonie", bzw. 4 Symphonie, seit dem Jahr 2000 geben. Die Italienische Symphonie ist wohl Mendelssohns beliebteste Symphonie und in etwa so populär wie das e-Moll Violinkonzert, nicht zuletzt wohl deshalb, weil es kaum eine zweite Symphonie gibt, die so viel ungebremste Lebensfreude ausstrahlt. Klarerweise spiegelt sich diese Beliebtheit auch in der Zahl der Aufnahmen wieder. Es gibt tatsächlich nur ganz wenige Dirigenten, die dieses Werk nicht eingespielt haben - spontan fielen mir nur Karl Böhm und Simon Rattle ein, wobei letzterer ja noch nachliefern kann. Das heißt, dass sich jeder, der die 4. von Mendelssohn einspielt, mit einer Unzahl von Konkurrenzaufnahmen messen lassen muss. Meiner Meinung nach gelingt das manchen durchaus!

Hier ein kurzer Überblick:



Diese Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ein paar Aufnahmen sind mir sicherlich durch die Finger gerutscht. Ich kenne natürlich auch nicht alle, besitze allerings die Aufnahmen von Holliger, Fey, Litton und Norrington. Ganz besonders verdienstvoll finde ich Holligers Aufnahme, denn er ist einer der wenigen, der die zweite Version der Symphonie eingespielt hat (neben Gardiner und Statsenko in den 1990er Jahren). Diese gilt allgeminhin als etwas weniger sprühend, dafür gewichtiger. Das deckt sich im wesentlichen mit meinen Eindrücken. Gerade die Mittelsätze wurden kontrapunktisch ungemein verdichtet bei der Überarbeitung. Da der erste Satz mitreißend ist wie eh und je, ziehe ich deshalb die 2. Version vor. Holligers Aufnahme ist zudem von einmaliger technischer Qualität und ich würde nicht anstehen, sie als derzeitige Referenz zu werten. Meine persönliche Referenz aus dem 20. Jahrhundert wäre Mackerras' Einspielung mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment. Litton und Norrington machen ihren Job durchaus gut, stechen aber nicht so wirklich hervor. Die Italienische von Fey finde ich - so wie überhaupt seinen Mendelssohn - fahrig und unnötig rauh.

Ich hoffe, andere Taminos können etwas zu den anderen Aufnahmen sagen!

SINFAU21J

Liebestraum

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2

Dienstag, 24. Dezember 2013, 07:54

Zu empfehlen sind in der Originalversion:




Zu empfehlen in der 2. Fassung:




Nicht zu empfehlen:

Brüggen II: Da ist der Schwung abhanden gekommen.
Fey: Die Aufnahme klingt eher nach einer Gewittermusik, als nach dem sonnigen Italien.
Holliger: Bei allen Anstrengungen des Dirigenten: Man hört hier einen sehr dumpfen Klang!


:hello: LT
Arm bin ich auf die Welt gekommen,
alle meine Mitgift ist Haupt und Hand.
---
Beharrlichkeit führt zum Ziel!
---
Das wahre Genie wird bei Bewunderung des Fremden nicht dessen Nachahmer,
sondern erhält dadurch nur den schönen Anstoß, neue Bahnen zu finden.
---
... wenn ich keine Oper unter den Fäusten habe ist mir nicht wohl!
---
Soli deo gloria
(CMvW -- Carl Maria von Weber)

Felix Meritis

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3

Dienstag, 24. Dezember 2013, 12:24

Holliger: Bei allen Anstrengungen des Dirigenten: Man hört hier einen sehr dumpfen Klang!

Bevor sich hier potentielle Interessenten von dieser haarsträubenden Fehleinschätzung den Kauf vermiesen lassen, sei noch erwähnt, dass Holligers Mendelssohnaufnahme vom Stereo Magazin, also dem Magazin für HiFi, High End & Musik, zur CD des Monats gekürt wurde. Das wäre doch reichlich erstaunlich für eine Aufnahme mit "sehr dumpfem Klang".

Liebestraum

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4

Dienstag, 24. Dezember 2013, 16:24

Nun sei es, wie es sei:

Jedenfalls habe ich mich nach dem Durchhören von McGegan und Holliger hinsichtlich des Klanges dann doch für McGegan entschieden.

:hello: LT
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