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klingsor

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1

Sonntag, 11. September 2005, 23:01

Prunk, Bombast und Pomp ... Festmusik im Lauf der Jahrhunderte

...manchmal muß es einfach mal laut, bombastisch, zeremoniell und gravitätisch, kurz gesagt mit 'pauken und trompeten' sein ...

daß dabei die lautsprecher zum platzen gebracht und die nachbarn in den wahnsinn getrieben werden können ist natürlich eine andere frage .... :D

also, liebe forianer/-innen, welche werke schätzt ihr in toto und/oder bei welchen einzelstellen richten sich euch die nackenhaare auf?

gefragt ist hier nach RICHTIG gewaltiger musik ... :D
--- alles ein traum? ---

klingsor

Ulli

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2

Sonntag, 11. September 2005, 23:28

RE: Prunk, Bombast und Pomp ... Festmusik im Lauf der Jahrhunderte


[Marquise de Pomp-A-Dur]


Salut,

da fällt mir spontan neben G. F. Händels Halleluja aus dem Messias das Jauchzet, Frohlocket! aus dem ersten Teil Joh. Seb. Bachs Weihnachtsoratorium ein, nicht zu vergessen das Prelude zu Marc Antoine Charpentiers Te Deum und das Finale der Oper Le Nozze di Figaro von Wolfgango Amadeo Mozart.

Nebenbei bemerkt fiel mir heute folgende Aria aus Antonio Vivaldis Oper Teuzzone zu Gehör:

Di trombe guerriere
Al fiero fragore
Si mostri, mie schiere,
L'usato valore


Das ist wirklich herzerhüpfende Musik, welche um die Einstellung "Dauerwiederholung" nicht herumkommt. Festliche, eigentlich kriegerische Trompeten und Pauken und dazu die geläufige Gurgel der La Baroli. Hier drauf:



Das ist jedoch sicher alles nichts gegen das, was in Kürze der Lullist hier posten wird. :D

Liebe Grüße
Ulli
Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
(Vincenzo Geilomato Hundini)

Oolong

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3

Montag, 12. September 2005, 07:39

Na, das ist doch mal nach meinem Geschmack...händereib!

Fürs erste mal zwei Beispiele: instrumental geht nichts über Händels Feuerwerksmusik in Originalbesetzung von 1749 mit 24 Oboen, 12 Fagotten, 9 Hörnern, 9 Trompeten, Kontrafagott, 9 Pauken und 3 Kettle- Drums.Dafür "ohne Fiedeln"! Kenn ich in zwei Varianten, die beide sehr, sehr gut sind:









Im Bereich der geistlichen Musik muß ich Thomas jetzt einfach vorgreifen - denn nichts geht ohne Bibers " Missa salisburgensis"- da tanzt die Gegenreformation auf dem Tisch!



Bin auf Eure Favoriten seeeehr gespannt!

Gruß
Stefan
Psalmen sprechen und Tee trinken kann niemals schaden!

der Lullist

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4

Montag, 12. September 2005, 08:02

Also gut, und diesmal erbarmungslos alles was mir einfällt :D

meine liebsten Werke stammen natürlich aus der Feder von Lully, denn wer sonst hat sich dem Pomp der Zeremonie mehr verschrieben zu Ehren seiner Majestät:


Louis XIV als Beschützer der Künste


Als da sind seine "Combat Szenen" die in ettlichen Opern und Balletten auftauchen und ähnlich aufgebaut sind wie das berühmte "Rondeau" für Charpentiers Te Deum, (Puken und Trompeten in Abwechslung mit dem Streicherorchester):

Le Ballet d'Alcidiane 1658
- Le Combat

Le Ballet Royal de Xerxes 1660
- Ballet des Matelots & Air pour les enclaves

Le Ballet Royal de Flore 1669
- Grande Musique & Marche pour le quattre parties du Monde

Alceste 1674:
- Rondeau pour la Gloire
- Marche pour le Combat
- Marche des assiègants

Thésée 1675
- Marche pour le Sacrifice

Isis 1677
- Szene des Prologs (Pauken, Trompeten und Chor)

Amadis 1684
- Marche pour le Combat de la Barrière
- Premier et deuxième Air des Combattans


seine sakrale Musik, hier ganz besonders das Te Deum von 1679:


Ich bevorzuge allerdings die ältere Einspielung von Paillard
Das Cover ist mehr als abschreckend, aber die CD ist Großartig!

Neben Bibers Pomp Messen ist das Te Deum von Lully vielleicht die prunkvollste Kirchenmusik des Hochbarock, daneben verblaßt sogar das Te Deum Von Charpentier - welches ich aber sehr gerne mag:


Auch in einer älteren Einspielung unter Malgoire
Die Einspielungen von Christie, Niquet, Minkowski usw. sind zwar alle sehr gut, aber diese ist mir dennoch die Liebste.

Dann seine rein zeremonielle Musik, Militärmärsche, Fanfaren und das berühmte Carroussel für die Grande Ecurie


Diese CD ist eigentlich die beste wenn es um zeremonielle Musik am frz. Hof gehen soll. Hier ist allerdings sein Kollege Philidor hauptsächlich vertreten.


Johann Heinrich Schmelzer


La Magarita - die beste Schmelzer Einspielung!

Balletto a Cavallo 1667


Michel Richard Delalande:

Le Concert de Trompettes sur les Festes de la Canal de Versailles

Caprice de Villers Cottêrets

(Simphonies pour les Soupers du Roi)



La Simphonie du Marais machte die absolut beste Einspielung!
Leider ist die Gesamtaufnahme (4 CD's) nicht mehr Lieferbar :angry:
Glücklicherweise habe ich sie sofort gekauft als sie damals veröffentlicht wurde. Nunmehr ist nur noch diese Kompilation erhältlich.

Und auch er hat ein pompöses Te Deum verfasst:


Les Arts Florissants / Christie

Jean Joseph Mouret

Premier et Deuxième Suite des Symphonies 1729

Die erste Suiten ist mit Pauken und Trompeten, die zweite mit Pauken und Hörnern besetzt (natürlich mit Orchester).


Agostino Steffani (komponierte seine Orchestermusik für seine Opern im Stile Lullys)


Theatersuiten

Enrico Leone: Marche

I Trionfi del Fato: Marche Grave



Jean Philippe Rameau


La Princesse de Navarre : Entrée des Guerriers

Nais: Ouvertüre

Le Temple de la Gloire: Ouvertüre

Les Indes Galantes: Chaconne


Georg Friedrich Händel

Die Feuerwerksmusik
allerdings sollte man beide Fassungen haben, die erste ist nur für Bläser gesetzt, erst bei der zweiten Fassung treten noch Streicher hinzu.
Meine beiden Lieblingseinspielungen:


Tafelmusik / Lamon


The King's Consort / King (original Version)


Jean Francois Francoeur

Unverzichtbar!


Symphonies pour le Festin Royal du Comte d'Artois 1773
La Simphonie du Marais



Christoph Willibald Gluck


Le Ballet Royal de Alessandro
Musica Antiqua Köln ( Goebel)

Glucks unbekanntestes Ballet, dafür aber das prächtigste (Hochzeitsballett für Marie Antoinette)

klingsor

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5

Montag, 12. September 2005, 10:53

nun, dann fange auch ich mal gaaaaanz langsam an:

händel und biber sowie lully wurden ja schon genannt,
nun aber zwei gewaltige chöre, mit denen ich meine geburtstage um mitternacht einzuleiten pflege :D

j.s. bach: 'das lamm, das erwürget ist', schlußchor aus bwv 21

j.s. bach: 'nun ist das heil und die kraft' kantatenfragment bwv 50

und dann evtl. noch: 'ein feste burg ist unser gott' (fassung mit pauken und trompeten' ...

und dann gibts noch soooo viel mehr .... :jubel:

:hello:
--- alles ein traum? ---

klingsor

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6

Montag, 12. September 2005, 11:15

noch mehr Händel:
-Coronation anthems, besonders "Zadok the Priest" (bis heute in Großbritannien zu diesem Zweck verwendet) und "The king shall rejoice", die anderen sind lyrischer aber auch wunderbar ("My heart is inditing")
-die zweite Hälfte (bzw. der Schlußteil) von Israel in Egypt, "I will sing unto the lord"
-das spätere (IIRC Dettingen) Te Deum, massiver Trompeten/Pauken Einsatz
-die Trompetenstücke aus der Wassermusik (oft als "D-Dur-Suite" arrangiert

-Beethovens Hommage an Händel: Ouverture "Zur Weihe des Hauses"

spätere Prunk- und Festmusik hat oft einen etwas hohlen Charakter, berüchtig z.B. Brahms Triumphlied (zum preussischen Sieg 1871), der "Kaiser-Franz-Joseph-Rettungs- und Jubel-marsch" von Strauß ist eine eher witzige und charmante Ausnahme.
Britten hat Musik zur Krönung von Elizabeth II. geschrieben, die kenne ich aber nicht

viele Grüße

JR
Struck by the sounds before the sun,
I knew the night had gone.
The morning breeze like a bugle blew
Against the drums of dawn.
(Bob Dylan)

klingsor

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7

Montag, 12. September 2005, 11:36

hallo, johannes,
dem, was du geschrieben hast, kann ich nur beipflichten ...

die britten-musik ist eben richtiger 'britten'..ein wenig verschroben .... und seine oper gloriana gefiel sowenig, daß sie von königlichen zeremonienmeister glaub ich abgesetzt werden sollte, da sie zuwenig dem anlaß entsprechend war ... (oder wurde sie sogar tatsächlich abgesetzt? weiß ich jetzt gar nicht genau ...)

eher dem anlaß entsprechend: die william-walton-krönungsmärsche sowie die von edward elgar

wo du brahms erwähnst:

bombastischer als in bruckners 'helgoland-kantate' gehts kaum zu ... geschrieben zum helgoland-sansibar-vertrag zwischen deutschem reich und großbritannien ...
empfehelnswert die alte!! barenboim-aufnahme
--- alles ein traum? ---

klingsor

ThomasBernhard

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8

Montag, 12. September 2005, 12:08

Hallo Klingsor

Eine Fest/Huldigungs-musicke, wie sie im Buche steht ist BWV 207a "Auf, schmetternde Töne der muntren Trompeten". Der Titel an sich dürfte schon jeglöchen weiteren Kommentar dazu ersparen. Der Spaß beginnt mit einem schmissigen Eingangsmarsch und prunkvolle Chöre sind natürlich auch enthalten.

Man höre Koopmans Einspielung.



Viele andere weltliche Kantaten sind natürlich auch prunkvolle Huldigungsmusiken (ich verweise nur auf die Vorlage des ersten Weihnachtsoratoriumssatzes: "Tönet ihr Pauken, erschallet Trompeten" BWV 214).

Von den geistlichen Werken Bachs gar nicht zu reden....
Frauen und Kinder zuerst

good night and good luck

thomasbernhards-1[ätttttt]yahoo[punkt]de

salisburgensis

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9

Montag, 12. September 2005, 14:30

Zitat

Im Bereich der geistlichen Musik muß ich Thomas jetzt einfach vorgreifen - denn nichts geht ohne Bibers " Missa salisburgensis"

Mein lieber Stefan (Oolong), das gibt Haue!!! :angry: Aber, Recht hast du mit Sicherheit. Diese Messe ist der absolute Bombast-Höhepunkt. Biber, aber auch z.B. Muffat, Schmelzer oder Kerll haben weitere stark besetzte Messen geschrieben, aber keine reicht an die Salisburgensis heran.


Weitere prächtige und bombastische Stücke:

Michael Praetorius
aus Solennische Friedt- und Freuden-Concert (Polyhymnia Caduceatrix et Panegyrica)
das 5-chörige In dulci jubilo


Johann Schelle, Vor-vorgänger von Bach als Thomaskantor
einige sehr prächtige Psalmvertonungen, die sich durch reichlichen Gebrauch von Pauken und Trompeten auszeichnen, finden sich auf dieser CD:


Musica fiata & Capella ducale unter Roland Wilson


Eine weitere Prunkmusik sind die Intermedien der Hochzeitsmusik für die Verbindung von Ferdinando de' Medici und Christine de Lorraine im Jahre 1589 mit dem Übertitel La Pellegrina. Diese Feier wurde wohl nur durch die Festivitäten des Sonnenkönigs übertroffen (siehe den herrlichen Beitrag des Lullisten dazu). Schon 6 Monate vorher waren mehrere hundert Menschen mit der Vorbereitung beschäftigt waren. Über einen ganzen Monat zogen sich die Feierlichkeiten hin. Langweilig wid es wohl niemandem gewesen sein angesichts der sich ständig abwechselnden Bankette, Turniere, Theaterstücke etc. Höhepunkt aber war die Komödie La pellegrina mit den prächtigen musikalischen Intermedien.


La Pellegrina, Huelgas Ensemble unter Paul van Nevel



Aber auch noch früher gabt es Prunkmusiken, wenn auch ohne Gebrauch von Instrumenten, z.B. die 40-stimmige Motette Spem in alium von Thomas Tallis.


Thomas
Da freute sich der Hase:
"Wie schön ist meine Nase
und auch mein blaues Ohr!
Das kommt so selten vor."
- H. Heine -

BigBerlinBear

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10

Montag, 12. September 2005, 17:24

Mit Bibers "Missa Christi resurgentis" liegt nun die letzte seiner 8 überlieferten Messen auf Tonträger vor, hier dargeboten von "The Engish Concert" unter seinem neuen Leiter, dem Violinisten Andrew Manze:



im Jahre 1673 für den prunkliebenden Fürst-Erzbischof von Salzburg entstanden, erklang sie wahrscheinlich zum ersten Mal Ostern 1674 im Dom der Stadt. Die Messe ist für 2 vierstimmige Chöre geschrieben, die durch einen zusätzlichen Bass verstärkt werden.Biber liebt ungewöhnliche Kombinationen sowohl in der Satztechnik wie auch im Klanglichen. Auffallend sind hier die Partien für 3 Bass-Stimmen, wobei mich hier jedoch die Wahl der Solisten mit durchaus knödeligen Opern-Organen ein wenig befremdet. Die Frauenstimmen sind ihnen sowohl klanglich wie auch vom Ausdruck her um Welten überlegen.

Diese Messe leidet, wie die anderen großbesetzten Vokalwerke, ich denke hier an die "Missa Bruxellensis" z.b. darunter, daß bei aller Pracht und Klangentfaltung und der schier unendlich zu nennenden Kombinations-Phantasie des Komponisten ein auffälliger Mangel an Einprägsamen, Wiedererkennbarem, herrscht. Mag sein, daß das ein Teil des Preises bei derart großen Besetzungen ist, der Tribut, den der komponist zu zahlen hat. Daß es bei Biber auch "anders" geht, beweisen seine "Rosenkranz-Sonaten", die ich schon nach dem ersten Hören quasi "mitpfeifen" konnte ! :D Ergänzt wird die Messe durch Trompetensstücke Bibers und Schmelzers und Auszügen aus den Fidicinium sacro-profanum (1682) Für alle "Biberomanen" ist diese auch klanglich überzeugend gestaltete SACD ein absolutes Muss.
Das geht über das Sagbare hinaus. Das läßt sich nicht deuten und bedarf keiner Deutung. Es kann nur gehört werden. Es ist Musik. (H.H.Jahnn)

klingsor

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11

Montag, 12. September 2005, 19:43

immer wieder großartig bzw. unvergleichlich:

das finale der 2. symphonie von gustav mahler
das finale der gurrelieder von schönberg
das ende des poéme de l'extase von skrjabin

die krönungsszene aus boris godunow von mussorgsky ...

und natürlich auch die chöre aus dem parsifal ... zwar weniger festlich, aber so unendlich weihevoll :jubel:
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klingsor

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12

Montag, 12. September 2005, 19:45

und : par excellence
der vierte satz der V. symphonie von beethoven!!!!!!
halleluja!!! :D
:yes:
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klingsor

pianoflo

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13

Dienstag, 13. September 2005, 00:54

hallo

Verdi Requiem: Tuba mirum spargens sonum inklusive vorhergehendem Aufbau in den Blechbläsern, einfach nur g**l zu singen und zu hören, Basseinsatz in fff

Im Lohengrin gibt es auch eine ganze Menge sehr festlicher Aufmärsche mit viel Gedöns

Gruß, flo
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salisburgensis

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14

Dienstag, 13. September 2005, 13:02

Hallo pianoflo,

dann müßtest du auch das Tuba mirum aus dem Requiem von Berlioz mögen. Das ist nämlich ganz ähnlich gestrickt, nur 10 Mal gewaltiger. Das Berlioz-Requiem (1837 aufgeführt) ist deutlich vor dem von Verdi (1874 aufgeführt) entstanden. Und Berlioz hat diese Stelle aus aus dem Resurrexit seiner frühen Messe solennelle (1824) übernommen. Überhaupt finden sich dieser Messe etliche Ideen, die Berlioz später wieder verwendet hat.

Thomas
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pianoflo

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15

Dienstag, 13. September 2005, 13:37

Berlioz Requiem

Hallo salisburgensis,

Treffer versenkt, ja die Stelle im Berlioz Requiem mit den vier Fernorchestern gefällt mir ebenfalls sehr, hatte leider noch nicht die Gelegenheit, da mitzusingen, weil es eher selten (jedenfalls im semiprofessionellen Bereich) aufgeführt wird, wegen der großen Besetzung wohl...

Gruß, flo
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salisburgensis

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16

Dienstag, 13. September 2005, 13:57

Hi flo,

ja, soviel Blech kann sich kaum einer leisten. Wenn du mal eine Möglichkeit findest, das mitzusingen, dann sag mir bitte Bescheid. Ich bin auch begierig drauf...

Thomas
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17

Dienstag, 13. September 2005, 14:24

Hallo

alles klar, falls ich irgendwann mal da mitmachen dürfte, lass ich was hören, aber relativ unwahrscheinlich, trotz der bekanntlich größenwahnsinnigen Würzburger Chorleiter (Verdi Requiem, H-Moll-Messe, Matthäus-Passion, Missa Solemnis etc., darunter geht nix)

gruß, flo
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klingsor

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18

Donnerstag, 15. September 2005, 19:02

nun, beim bombast darf die
'ouverture solenne' 1812 von tschaikowsky nicht fehlen ....
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klingsor

walter

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19

Donnerstag, 15. September 2005, 19:23

Zitat

nun, beim bombast darf die 'ouverture solenne' 1812 von tschaikowsky nicht fehlen ....


Hallo Klinsor,

wenn die nicht fehlen darf, darf aber auch Khatchaturians Gayaneh, Masquerade und Spartacus nicht fehlen - eher Bombast als Pomp oder Fest. Manchmal liebe ich "Haudrauf"- Musik.

Grüsse
Walter

walter

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20

Donnerstag, 15. September 2005, 19:26

uups, da habe ich Berlioz "Symphonie funèbre et triomphale" ganz vergessen.

Grüsse
Walter

klingsor

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21

Donnerstag, 15. September 2005, 20:41

RE: Prunk, Bombast und Pomp ... Festmusik im Lauf der Jahrhunderte

stimmt .. und a propos bombast ...

lauter als in der 3. symphonie von khatchturian gehts wohl kaum zu ... insg. gut 15 minuten von (25) fortefortissimo für riesenorchester, 10 oder 15 zusatztrompeten und orgel ..... da steht man kurz vom kollaps (allerdings auch wegen des musikalischen 'nicht'-wertes)... aber spaß machts schon :D
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klingsor

teleton

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22

Freitag, 16. September 2005, 07:48

RE: Prunk, Bombast und Pomp ... Festmusik im Lauf der Jahrhunderte

Hallo Klingsor,

ich habe gerade im "Orgel-Thread" die Frage nach Khatchaturians Sinfonie Nr.3 für Orgel und Orchester eingestellt.
Ja, dieses Werk schätze ich auch sehr !!!
:hello: Welche Aufnahme hast Du von der Sinfonie Nr.3 ????

Ich habe die Aufnahme mit Khatchaturian himself und der Moskauer PH auf Eurodisc (LP).
Auf CD kenne ich keine gute Aufnahme, diese finde ich äußerst schlecht im Vergleich zur Khatchaturian - Aufnahme:
Symphonien Nr. 1 & 3
Armenisches PO, Tjeknavorian
ASV
Gruß aus Bonn, Wolfgang

klingsor

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23

Freitag, 16. September 2005, 14:24

hallo, wolfgang, ich habe zwei aufnahmen:

die genannte chandos-aufnahme (ich glaube unter golovachov oder so ähnlich; habe das hier im büro nicht im kopf) . hier ist die klangqualität natürlich sehr gut

und eine alte russische auf kassettte. ich glaube, es könnte eine swetlanow oder kondraschin-aufnhame sein...beide schätze ich ja außerordentlich .. und ich habe so in erinnerung, daß die aufnahme interpretatorisch die bessere ist ... nicht jedoch der klang ...

:hello:
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klingsor

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Montag, 19. September 2005, 14:22

hallo, bombastische chorwerke gibt es bei

william walton (1902-83)

sein coronation te deum und das oratorim belshazzar's feast borden geradezu über ... :yes:
aber auch das gloria ist nicht übel ...
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klingsor

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25

Samstag, 18. Februar 2006, 01:52

grandios auch der aufzug zum dritten akt des lohengrin und die gewaltigen huldigungschöre daraus ...
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Sonntag, 19. Februar 2006, 18:43

nicht vergessen zu erwähnen möchte ich die zahreichen (krönungs)märsche der briten,
als da seien

die werke von elgar, walton, howells, ireland sowie die festlichen chor-gelegenheitswerke von vaughan williams, holst etc ...

bombast pur und nur zu empfehlen! :D
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klingsor

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27

Montag, 20. Februar 2006, 20:47

eben gehört : der festliche beginn des 'ocassional oratorios' von händel, das ich soweiso wegen der pompösen chöre sehr schätze... festliche musik pur ....
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der Lullist

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28

Montag, 27. Februar 2006, 20:32

Hier hab ich noch eine CD mit purer zeremonieller Musik - einfach perfekt:




IMPERIAL FANFARES
The Art of Trumpet

über eine Stunde nur Pauken und Trompeten.


Geboten werden diverse Fanfaren und ähnliche Stücke für den kaiserlichen Hof in Wien ( 17. & 18 Jahrhundert )
dann zeremonielle Musik vom französischen Hof ( ebenfalls 17. & 18. Jahrhundert )
dann zeremonielle Musik vom Salzburger Hof und schließlich auch einige zeitgenössische Fanfaren, die aber durchaus anhörbar sind. Das Hauptgewicht liegt aber auf dem barocken Repertoire.

Für mich eine wirklich fast perfekte CD - denn ich liebe zeremonielle Musik über alles :D :D :D

Edwin Baumgartner

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29

Montag, 27. Februar 2006, 20:42

Mir fällt da Sergej Prokofjews Festkantate zum 20. Jahrestag der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution ein. Die Worte sind von Marx, Engels, Lenin und Stalin.
Letzteres hat dazu geführt, dass das Werk erst posthum (bezügl. Stalin und Prokofjew, beide starben bekanntlich am selben Tag) uraufgeführt wurde - Genosse Stalin war nicht ganz sicher, ob seine Worte auch richtig vertont worden sind.
Die Musik - ein Wahnsinn: Riesiger Chor, riesiges Orchester, dazu Blechbläsergruppe, Akkordeongruppe und Geräuschinstrumente. Klanglich Wuchtig, gewaltig, aber teilweise auch brutal in der Härte des Klanges.
Gibt's derzeit in einer um die politisch anstößigen Teile gekürzten Aufnahme unter Kondraschin (ausgerechnet!) bei Melodija.
Soviel ich weiß, hat Gergiev das Werk einmal ungekürzt aufgeführt, aber nicht eingespielt. Ein Jammer...!
...

Ulli

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30

Montag, 27. Februar 2006, 21:17

Zitat

Original von Edwin Baumgartner
Akkordeongruppe und Geräuschinstrumente.


:kotz:
Die Oper muss Tränen entlocken, die Menschen schaudern machen und durch Gesang sterben lassen.
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